DE340882C - Weichenstellvorrichtung, insbesondere fuer Strassenbahnen und Kleinbahnen - Google Patents

Weichenstellvorrichtung, insbesondere fuer Strassenbahnen und Kleinbahnen

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DE340882C
DE340882C DE1920340882D DE340882DD DE340882C DE 340882 C DE340882 C DE 340882C DE 1920340882 D DE1920340882 D DE 1920340882D DE 340882D D DE340882D D DE 340882DD DE 340882 C DE340882 C DE 340882C
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lever
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railways
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DE1920340882D
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CONRAD URHAHN
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)

Description

Weichenstellvorrichtungen, insbesondere für Straßen- und Kleinbahnen, welche vom Wagen aus automatisch bedient werden und bei denen die Umstellung der Weiche beim Vorüberfahren des Wagens erfolgt, sind bekannt. Man hat solche Weichenstellvorrichtungen in Form von sogenannten Streckenanschlägen ausgeführt.
Die bekannten Einrichtungen haben den
ίο Nachteil, daß sie auf eine ziemlich lange Strecke eine Schienenunterbrechung erfordern. Wenigstens muß die Schiene auf ein großes Stück einen Schlitz, wenn auch nur an ihrem unteren Steg, aufweisen. Dieser Nachteil ist sehr erheblich, denn das Bearbeiten von Schienen oder das Herausschneiden von Stegen ist nicht nur zeitraubend und schwierig, sondern hat auch eine erhebliche Schwächung des Straßenbahnunterbaues zur Folge.
Andere Nachteile der bekannten Einrichtungen bestehen darin, daß eine doppelte Hebelwirkung erforderlich ist, nämlich einmal zum Umstellen der Weiche und einmal zum Zurückstellen der Anschlagplatte.
Auch hat die bekannte Einrichtung den Nachteil, daß beim Vorüberfahren von Lastwagen sehr leicht eine Betätigung der Weichenstellvorrichtung eintreten kann.
Alle diese Übelstände fallen beim Erfindungsgegenstand fort.
Die neue Erfindung besteht darin, daß in einem Gehäuse drehbar eine Platte angeordnet ist, die unter Federdruck steht, und daß an dieser Platte zugleich der drehbare Hebel angebracht ist, der mit dem Doppelhebel zusammenarbeitet, wobei das Gehäuse zugleich mit einem Ansatz versehen ist, der den An-■schlag für die am Wagen angebrachte Hebelvorrichtung bildet.
Eine weitere Erfindung besteht darin, daß der Anschlaghebel am Fahrzeug drehbar und verschiebbar angebracht ist, so daß er, nachdem er mit seinem Ende an der S.treckenanschlagnase anschlägt, kurbelartig nach hinten ausschlägt und die dadurch bewirkte Verlängerung die Anschlagplatte nach unten drückt.
Eine weitere Neuerung besteht darin, daß die unbeabsichtigte Verstellung der Weiche dadurch verhütet wird, daß eine Sicherung eingebaut ist.
Diese Einrichtung hat zur Folge, daß eine Schwächung der Schiene überhaupt nicht in Frage kommt, daß man leicht ohne Gefahr die Stellvorrichtung neben der Schiene in den Erdboden einlassen kann, und daß bei außerordentlich gedrängter Bauart eine ganz einfache Arbeitsweise der Stellvorrichtung erzielt wird.
Die Erfindung'läßt sich in verschiedener Weise ausführen. Sie ist in (der Zeichnung in einer Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Vorrichtung teilweise im Schnitt,
Fig. 2 zeigt den Stellhebel für den Anschlaghebel am Fahrzeug in Ansicht,
Fig. 3 zeigt die Anordnung des Streckenanschlages im Grundriß,
Fig. 4 zeigt im Längsschnitt im vergrößerten Maßstabe die Weichenstellvorrichtung, Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie I-I.
Die Weichenstellvorrichtung macht sich das an sich bekannte Prinzip eines Streckenanschlages zunutze. Der Streckenanschlag wird durch eine in einem Gehäuse α um den Bolzen b drehbar gelagerte Anschlagplatte c gebildet, welche vertieft unter der Straßenebene d liegt und deren Ende e sich unter einer Nase/ befindet, deren Oberkante mit der Straßenebene bündig liegt. Zweckmäßig ίο liegt vor dem Streckenanschlag in der Fahrrichtung, wie in Fig. 3 veranschaulicht, eine Anlaufschiene g. An der Anschlagplatte c ist pendelnd ein Hebel h aufgehängt, der nach Art eines Kniegelenkes bogenförmige Ausschnitte i besitzt, die beim Niederdrücken der Platte c auf die abgerundeten Enden k eines Hebelkreuzes einwirken.
Dieses Hebelkreuz wird beispielsweise durch einen um den Bolzen Z drehbar gelagerten Doppelhebel m, Hi1 gebildet. Auf der Achse I3 die am Lager η gelagert ist, sitzt ein Hebel o, an dem das Gestänge-^ gelenkig angreift, das mit dem drehbar gelagerten Winkelhebel q in Verbindung steht, der in bekannter Weise an der Verbindungsstange r der Weichenzungen s angreift.
Die vertieft unter der Straßenebene liegende Anschlagplatte c steht unter dem Drucke der Pufferfeder t, die ebenfalls im Gehäuse α untergebracht ist. Das Gehäuse a ist neben der Schiene u im Straßenboden verankert.
Die Betätigung des Streckenanschlages erfolgt durch einen drehbar um einen Bolzen ν gelagerten Hebel w, der unter dem Zuge einer Feder χ steht und an seinem Ende zweckmäßig eine Rolle y trägt. Fährt der Wagen ζ über den Streckenanschlag, so stößt der Hebel w mit seiner Rolle gegen die Nase f (siehe Fig. 1), schlägt nach hinten aus und drückt, durch das Gewicht des Wagens niedergehalten, die Anschlagplatte c nach unten. Dadurch wird je nach Stellung des Doppelhebels m, W1 die Achse I in verschiedenem Sinne nach links oder rechts gedreht. Dies hat eine verschiedenartige Verstellung der Weiche vermittels der Hebelgestängeübertragung p, q, r zur Folge.
Der Hebeli« ist an einer verschiebbar gelagerten, unter dem Drucke einer starken Feder 1 stehenden Stange 2 angelenkt, welche vermittels des Doppelhebels 3 der Stange 4 und des Handhebels 5 auf und nieder gestellt werden kann. Der Handhebel 5 ist zugleich vermittels seiner Sperrklinke 6 in einem Zahnsegment 7 feststellbar.
Befindet sich, iwas der Führer des Fahrzeuges auf eine Entfernung sehen kann, die Weiche in der richtigen Lage, so wird der Anschlaghebel w nicht heruntergelassen, d. h. der Handhebel 5 befindet sich in der strichpunktiert gezeichneten Lage nach Fig. 2. Ist dagegen die Weiche zu verstellen, so kann der Führer des Wagens vom Führerstande aus den Handhebel 5 bequem nach unten lassen, was vermittels der Gestänge und Hebelübertragung 4, 3 ein Abwärts stellen des Anschlaghebels w zur Folge hat. Erst jetzt kommt die Rolle χ des Anschlaghebels w an die Anlaufmaschine g und wird durch die Feder 1 beeinflußt, auf der Anschlagplatte c rollend, sich an der Ansclagnase f zu fangen. Beim Weiterfahren schlägt dann der Anschlaghebel nach hinten und bewirkt die oben beschriebene Verstellung der Weiche. Wird der Handhebel 5 nach unten gelegt, so wird unter Zusammendrücken der Feder 1 die Stange 2 angehoben und dadurch der Anschlaghebel w so weit vom Straßenboden entfernt, daß er, durch die Feder χ beeinflußt, wieder nach vorn zurückschlägt.
Die Weichenstellvorrichtung kann sowohl bei Straßenbahnen als auch Kleinbahnen und auch bei normalspurigen Eisenbahnen Anwendung finden. Im letzteren Falle, insbesondere bei solchen Weichen, wo es sich -immer darum handelt, daß beispielsweise Güterzüge immer nach der einen oder anderen Richtung fahren und bei denen die Weichen verhältnismäßig selten bedient werden -müssen, kann, <>o um eine unbeabsichtigte Verstellung der Weiche zu verhüten, evtl. eine Sicherung eingebaut werden, die beispielsweise wie in der Zeichnung Fig. 4 veranschaulicht, darin bestehen kann, daß in die Drehachse 1 ein unter Federdruck stehender Bolzen 8 einfaßt, der vermittels Hebelgestängeübertragung 9, 10 erst nach einer gewissen Abwärtsbewegung der Anschlagplatte c angehoben wird und die Drehachse zwecks Drehung freigibt. Die Anbringung dieser Sicherung ist nicht unbedingt notwendig und nicht für alle Fälle erforderlich.

Claims (3)

  1. Patent- Ansprüche:
    i. Weichenstellvorrichtung, insbesondere für Straßenbahnen und Kleinbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse drehbar eine Platte angeordnet no ist, die unter Federdruck steht, und daß an dieser Platte zugleich der drehbare Hebel (h) angebracht ist, der mit dem Doppelhebel (m, wa) zusammenarbeitet, wobei das Gehäuse zugleich mit einem Ansatz (/) versehen ist, der den Anschlag für die am Wagen angebrachte Hebelvorrichtung bildet.
  2. 2. Weichenstellvorrichtung usw. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlaghebel (w) am Fahrzeug drehbar und verschiebbar angebracht ist, so
    daß er, nachdem er mit seinem Ende an der Streckenanschlagnase anschlägt, kurbelartig nach hinten ausschlägt und die dadurch bewirkte Verlängerung die Anschlagplatte nach unten drückt.
  3. 3. Weichenstellvorrichtung nach Anspruch ι ■ und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unbeabsichtigte Verstellung der Weiche dadurch verhütet wird, daß eine Sicherung (8, 9, 10) eingebaut ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1920340882D 1920-04-16 1920-04-16 Weichenstellvorrichtung, insbesondere fuer Strassenbahnen und Kleinbahnen Expired DE340882C (de)

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