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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen. Die Erfindung bezieht sich
auf Fernsprechanlagen mit gemischtem Hand- und Wählerbetrieb und im besonderen auf
eine derartige Anordnung und Beziehung der Stromkreise und Apparate zur Numerierung
der Teilnehmerl#eitungen, daß Änderungen in der numerischen Bezeichnuno* solcher
Leitungen nicht nötig werden, wenn in einem handbedienten Fernsprechnetz ein selbsttätiges
Amt oder mehrere solcher Ämter eingerichtet werden.
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In mit mehreren Ämtern arbeitenden, handbedienten Fernsprechnetzen
besteht eine ,>Teilnehmerrufn,ummer« in üblicher Weise aus einer Amtsbezeichnung,
auf welche eine numerische Ergänzung von i bis 4 Ziffern folgt, so z. B. Gerrard
4, Gerrard 44, Gerrard 444, Gerrard 4444.
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Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, daß es möglich wird, ein
vollautomatisches Amt in ein handhedientes, mit mehreren Ämtern arbeitendes Fernsprechnetz
einzufügen, ohne daß eine Änderung in der numerischen Ergänzung nötig wird, so daß
t. cl
all#en Teilnehmernummern dieselbe Anzahl von Ziffern hinzugefügt wird.
Eine Verkörperung der Erfindung sieht vor, -daß die vorhandene Amtsbezeichnung für
den Handbetrieb ergänzt wird durch eine Anitsblezeichnung für ' den selbsttätigen
Betrieb-, wobei der Charakter >dieser letzter-,en Bezeichnung die Zahl der Ziffern
bestimmt, welche in der numerischen Ergänzung nötig -wird.
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Die Erfindung bezweckt ferner, die Konfusion zu vermeiden, welche
anderenfalls entstehen würde, wenn man, ein umfangreiches Numerierungssystem der
Teilnebmerleitungen in ein anderes System umwandeln würde, das s ich mehr für ein
vollselbsttätig arbeitendes Anit eignet.
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Weiterhin ist Zweck der Erfindung, die Senderstromkreise des vollautomatischen
Systems so anzupassen, daß keine andere Änderung in. der Liste oder in der Numerierung
der Teilnehmer hinzugefügt werden braucht als die' einfache Hinzufügung von Amtsbeztichnungsbuchstaben.
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Die Nummern#scheibe an der Teilnehmerstelle oder der Stromstoßsender
kann die
üb-
liche bekannte Form
- einer Scheibe mit zehn Löchern aufweisen,
die mit Zahlen versehen sind oder mit Zahlen und Buchstaben ineiner geeigneten Weise,
so z. B. folgendermaßen:
| 1 :2 3 4 5 6 7 8-9 o |
| A B C D E F G H K L |
Buchstaben sind nicht wesentlich, aber sie vereinfachen die Handhabung der Nummern
bei großen. Fernsprechnetzen.
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Für die nachfolgende Beschreibung der Erfind,ung soll angenommen werden,
daß ein selbsttätiges Amt in ein handbedientes Fernsprechnetz
eingefügt
werden soll, welches eine äußerste Kapazität von 700 ooo Leitungen besitzt.
Ein derartiger Distrikt mag eingeteilt werden in 70 vollbesetzte Ämter mit
je io ooo Leitungen oder in eine größere Anzahl kleinerer Ämter. Die Numerierung
in jedem vollbesetzten Amt würde von o bis 9999 geben, so z. B. Gerrardo
bis Gerrard 9999. Für den selbsttätigen Betrieb kann dieses Amt das Nummernverzeichnis
2o.oooo hiS 20. 9999 erhalten. Die Zahl 2o stellt die Amtsbezeichni-ing dar
und entspricht der Amtsbezeichnung Gerrard für den Handbetrieb. Um das An-rufen
der Nummer zu erleichtern, mag die Amtsbezeichnung besser durch Buchstaben dargestellt
werden, so daß, bei der obenerwähnten Bezeichnung der Scheibe mit Nummern und Buchstaben
dieses ,Niumni6rnverzeichnis lauten würde BLoooo bis BL 9999.
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Unter der Voraussetzung, des üblichen Planes einer selbsttätigen
- Schaltungsweise wäre es nötig, die Scheibe folgendermaßen zu drehen:
| BL ooo4 um zu erhalten Gerrard 4 |
| BL oo44 - - - - 44 |
| BL o444 - - - - 444 |
| BL 4444 - - - - 4444- |
Besonderer Gegenstand der Erfindung ist die Ausschaltung der numerisch wertlosen
Nullen. Dies ist bei der beschriebenen Verkörperung der Erfindung erreicht durch
den Gebrauch einer zusätzlichen Buchstabenbezeichnung.
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Bei ein-cm System
- von
700 ooo Leitungen würden die
Ziffern
8, 9 und o entsprechend den Buchstaben H, K und L nieinals als erste
Ziffer übermittelt werden. Dieselben können also der Amtsbezeichnung folgendermaßen
hinzug-efüzt werden.
| LBL 4 entsprechend Gerrard 4 |
| KBL 44 - 44 |
| HBL 444 - 444 |
| BL 4444 - 4444. |
Eine Prüfung der obigen Aufstellung zeigt, daß, wenn der erste an der Scheibe gedrehte
Buchstabe L ist, die numerische Ergänzung nur eine Ziffer aufweist, aber die Apparatur
wird so beeinflußt, daß die Wahlvorgänge hervorgerufen werden, welche durch die
eliminierten Nullen hervorgerufen würden. Wenn der erste Buchstabe, der an der Scheibe
gedreht wird, K ist, so weist die Nummer zwei Ziffern auf, und zwei Nullwahlvorgänge
sind eingeschaltet, und wenn der erste Buchstabe, der an der Scheibe gedreht wird,
H ist, so hat die Teilnehmernummer drei Ziffern, und es wird ein Wahlvorgang, der
der Ziffer Null entspricht, in der richtigen Reihenfolge eingeschaltet. Wenn weder
L, K oder H als -erste-, Ziffer gedreht sind, so hatdie Teilnehmernummer vier Ziffern,
und in, der Wahlbetätigung wird keine Änderung herbeigeführt.
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Um die Anweisung dem praktischen Gebrauch anzupassen, mögen sowohl
selbsttätig als auch, von Hand bediente Teilnehmer in der Liste folzend-ermaßen
aufzeführt werden:
| Gerrard (LBL) 4 |
| - (KBL) 44 |
| - (HBL) 444 |
| - (BL) 4444. |
Die vorstehend beschriebene Methode für Aufstellung. der Liste bei Einfügung eines
selbsttätigen Systems erscheint ganz besonders zweckmäßig bei Fernsprechnetzen,.
bei welchen eine überwiegende Anzahl der Leitungen für eine Anzahl Jahre noch von
Hand bedient bleiben soll.
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Die zusätzlich vorgesetzt-en Buchstaben L, K und H mögen schrittweise,
sobald Gelegenheit sich bietet, beseitigt werden, sofern ein solches Vorgehen wünschenswert
ist, denn es ergibt sich, daß dieselbe Nummer gerufen wird, gleichgültig, ob LBL
4 an der Scheibe gedreht wird oder BL ooo4.
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In der beiliegenden Zeichnung ist so viel von einem automatischen
Amt dargestellt, als nötig ist, eine Verkörperung der Erfindung verständlich zu
machen.
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Bei der Darstellung der E rfindung ist eine wohlbekannte Type
eines automatischen Amtes angenommen, bei welchen Sendervermittlungsvorrichtungen
in Anwend-ung gelangen, wobei diese Vorrichtungen (Register) geeignet sind, von
einem Stromstoßsender oder einer Nummernscheibe eingestellt zu werden;, die vom
rufenden Teilnehmer beeinflußt wird, und nachdem sie so eingestellt sind, die üblichen
Wählerschalter zu beeinflus,sen und so den Ruf nach der gewünschten Leitung weiterzuleiten.
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,Die Sender- und Vermittlungsausrüstung ist in der Zeichnung in voll
ausgezogenen Linien dargestellt und umfaßt sechs kraftbetriebene Senderverrnittlungsvorrichtungen
der bekannten Type, gewisse überwachende Relais, zwei Steuerschalter bekannter Konstruktion
und einen Spezialsteuerschalter.
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Auf dem linken Teil der Zeichnung ist schematisch in punktierten Linien
ein Teilnchmer-Stromstoßsender dargestellt, und auf dem rechten Teil der Zeichnung
ist in punktierten Linien so viel von dem Apparat, welcher mit einem Wählerschalter
zusammenarbeitet, -zur Darstellung gebracht, als für das Verständnis der Erfindung
nötig -ist.
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Wenn für die dargestellte Ausführungsform Apparate einer speziellen
Type gebraucht sind, ist es selbstverständlich klar, daß die Erfindung nicht beschränkt
ist -auf die Anwendung, dieser Type, auf den Charakter des
Apparates
oder auf die dargestellten Stromkreise.
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In der Zeichnung ist die Teilnehmersendervorrichtung von der Type,
bei welcher die Zahl der übermittelten Stromimpulse der Zahl entspricht, für welche
die Sendervorrichtung durch, den Teilnehmer betätigt wurde (zehn Stromimpulse werden
für die Ziffer o ü#bermittelt); hierbeei ist der letzte Übermittelte Stromimpuls
bei jeder Stromstoßserie länger als die -anderen Stromimpulse.
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Als Wähler sind andererseits solche verwendet, wie man sie unter dem
Namen der Rückwärtsimpulstype kennt. Das heißt, wenn der Einstellstromkreis nach
einem Wählerschalter hergestellt -ist und der Wahlvorgang desselben eingeleitet
ist, so wird für jeden Wahlsc-hritt oder Stufe des Schalters ein Stromirnpuls zurück
zur Sendervermittlungsvorrichtung gesandt, bis genügend Impulse auf diese Weise
abgegeben sind-, so daß die Sendervermittlungsvorricliturig den Einst-ellstromkreis
öffnet und den Schalter in seiner Wahltätigkeit anhält.
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Rufnummer mit voller numerischer Ergänzung. Nehmen wir zuerst an,
daß in einem Amtsrietz obenerwähnter Kapazität der rufende Teilnehmer eine Verbindung
mit Gerrard (BL) 4444 wünscht. Der ru-fende Teilnehmer nimmt in üblicher Weise den
Hörer ab und wird infolgedessen in der üblichen Weise mit einer Sender- und Vermittlungsausrüstung,
wie sie dargestellt ist, verbunden. Wenn dies erreicht ist, steht der Strornstoßsender
20 über den Stromkreis 21 mit dem einleitenden Schaltrelais 2-2 in Verbindung, und
das genannte Relais spricht an. Es sind dann Stromkreise geschlossen, über den Arbeitskontakt
des Relais :2:2 für beide parallele Wicklungen des Anlaßdifferentialrelais
23.
Relais 23 zieht in diesem Augenblick seinen Anker nicht an, aber
der Ste-Lierschalter:24 wird erregt und bewegt sich von seiner ersten nach der zwelten
Stellung in der üblichen Weise. Der 'Erregerstromkreis für den Steuerschalter verläuft
über den, Arbeitskontakt des Relais 22, die rechte Wicklung des Relais
23, die Armatur und den Ruhekontakt des Relais :23 und, den unteren Steuerschalterkontakt
25.. Unmittelbar nachdem der Steuerschalter 24 seine erste Stellung verlassen hat,
wurde die Überwachung desselben auf seinen Lokalkontakt 26 übertragen und
der untere Steuerschalterkontakt 25
wurde geöffnet. Da nunmehr Strom nur über
die linke Wicklung des Relais 2,3 fließt (in Serie nilit der Verzögerungsspule
27), so spricht dieses Relais nunmehr an und zieht seinen Anker an-. In Stellung
2 ist der Steuerschalter 24 01,11-gehalten, und in dieser Stellung wird der Steuerschalterkontakt
28 geschlossen, so daß im Strornkreis:2i ein Signal in der bekannten Weise hervorgerufen
und dem rufenden Teilnehtner mitgeteilt wird, daß seine Station mit einer Sender-
und Vermittlungsausrüstung verbunden ist und, die Scheibendrehung beginnen kann.
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Parallel mit dem Erregerstromkreis des Steuerschalters 24 wurde in
Stellung i dieses Steuerschalters ein Stromkreis über den oberen Steuerschalterkontakt
29 nach, den ioo oooer oder Distriktsender 30 geschlossen. Dieser Sender
bewegt sich aus seiner normalen oder Nummer-Null-Stellung in seine Stellung Nummer
Eins. Unmittelbar nachdem der Sender 3o seine Bewegung begann, veranlaßte der Schluß
seines Lokalkontaktes 34 während er den Sender in Bewegung hielt, bis er in seiner
Stellung Nummer Eins war, einen Kurzschluß um die rechte Wicklung des Relais
23. Es ergibt sich also, daß die Wirkung der Bewegung sowohl des Steuerschalters
24 als auch des Senders 3o auf das Relais 23 die gleiche ist.
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Der Sender 3o hält in seiner Stellung Nurnmer Eins an, his -der rufende
Teilnehmer die Scheibe dreht. Die erste kurze Unterbrechung des Stromkreises 21,
wenn der rufende Teilnehmer an der Scheibe den Buchstaben B dreht, verursacht das
vorübergehende Abfallen des Relais 22 mit der Folge, daß Relais:23 abfällt. Die
folgende Erregung des Relais 2,:2 schließt wieder den Stromkreis für den Sender
30 über den oberen Kontakt 29 und den Ruhekontakt des Relais 23, und
der Sender 3o bewegt sich nach seiner Stellung Numm#er Zwei, wobei diese Bewegung
wiederum den Kurzschluß der rechten Wicklung des Relais:23 und dessen Erregung verursacht.
Die zweite und längere Unterbrechung des Stromkreises 21 (welches die letzte Unterbrechung
ist, die hervorgerufen wird durch Drehung von B oder 2) verursacht wiederum das
Abfallen des Relais:22 und ist auch von genügender Dauer, um den Steuerschalter:24
aus seiner zweiten Stellung in seine sechste Stellung zu führen.
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Der Steuerschalter 32 ist während dieser Bewegung des SteuerschialterS
24 unbeeinflußt geblieben; die Drehung der zweiten Ziffer L oder Null fiiidet in
üblicher Weise statt, und der io oooer oder Arntssender 33 wird diesmal über
Steuerschalterkontakt 29 und 34 (unten) erregt, worauf der Steuerschalter:24 in
seine achte Stellung bewegt wird.
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In, der Folge werden die numerischen Ziffern nacheinander gesandt,
die i oooer Ziffer auf den i oooer Sender 35 über den unteren Steuerschalterkontakt
36 und den, oberen
Kontakt 37 in der achten Stellung
des SteuerschalterS 24. Die iooer Ziffer auf den iooer Sender 38 über Steuerschalterkontakte
39
(oben) und 37 (unten) in der zehnten Stellung des Steuerschalters
24. Die Zehnerziffer auf den Zeh#nersender 4o über * die Steuerschalterkontakte
41 (oben) und 42 (oben) in der zwölften Stellung des Steuerschalters 2,4 und die
Einerziffer auf den E inersender 43 über die Steuerschalterkontakte 44 und
4:2 (unten) in der vierzehnten Stellung des Steuerschalters 24.
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Die Sendung der angenommenen Rufnunimer ist nun vollendet, der Sender
30 ist in seiner Stellung Nummer Zwei, der Sender 33
in seiner Stellung
Nummer Null und die Sender 35, 38, 40 und 43 sind jeder in ihrer Stellung-
Nummer Vier. Da nun der Steuerschalter.24 aus seiner Stellung 14 bei Vollendung
der Sendung der Einerziffer b-e-wegt wurde, schloß er den Steuerschalterkontakt
4-5 und stellte über diesen und über den Steuerschalterkontakt 46 einen Stromkreis
her für die Bewegung des Steuerschülters 47 aus dessen erster oder Normalstellung,
hierbei in bekannter Weise die die Wahl steuernden Arbeitsvorgänge bewirkend.
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Da, nämlich in der zweiten Stellung des Steuerschalters 47 der die
Wahl steuernde oder Einstellstromkreis zum Wählerschalter, der geeignet ist, den
ersten Wahlvorgang durchzuführen, am Steuerschalterkontakt48 geschlossen wird, kommt
der Wählerschalter in Tätigkeit, um die richtige Gruppe von Verbindungsleitunggen
auszuwählen, indem- er das Schaltrelais 49 mit Unterbrechungen entmagnetis,ert,
wieder erregt und (da Steuerschalterkontakt 50 geschlossen ist) das Differentialrelais
5 1 in bekannter Weise ansprechen und abfallen läßt, bis der Sender
30 seine Nullstellung erreicht hat (über Steuerschalterkontakt
52 oben), wobei das AbsehaIterelais 53 und der Steuersohal-ter 47
betätigt werden, tun den Wahlvorg "an"- zu beenden.
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Der den zweiten Wahilvorgang steuernde SchnItvorgang folgt in Ader
vierten Stellung des Steuerschalters 47; dieser Vorgang wird indessen nach dem ersten
Rückwärtsimpuls beendet, der vom Wählerschalter erhalten wird, denn# wie obenerläutert
wurde, ist der Sender33 durch Drehung der Ziffer L in seine Stellung Nummer Null
gebracht worden.
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DerVorgang, welcher die dritte oder i oooer Wahl steuert, findet unter
dem Einfluß des Senders 35 in der sechsten Stellung des Steuerschalters 47
statt, wobei Kontakt 54 oben geschlossen ist, die vierte oder - iooer Wahl
erfolgt unter dem Einfluß des Senders 38 in der achten Stellung des Steuerschalters
47, wobe ,i Kontakt, 54 unten geschlossen ist. Die fünfte oder ioer Wahl geht. unter
dem Einfluß des Senders 4o in der zehnten Stellung des Steuerschalters 47 vor sich,
wobei der obere Kontakt 55 geschlossen ist und die letzte oder Einerwahl
erfolgt unter dem Einfluß des Senders 43 in der zwölften Stellung des Steuerscbalters
47, wobei Kontakt J5 unten geschlossen ist.
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Nachdem bei . dem vorliegenden Beispiel eines Anrufs der Sendersatz
seine Funktion ausgeführt hat, schließt der Steuerschalter 47 bei seiner Rückkehr
von der zwölften Stellung zur Normalstellung nach Durchführung der Einerwahl den
Steuerscbalterkontakt 56, welcher einen Stromkreis herstellt, der den Steuerschalterkontakt
57 einschließt, so daß die Bewegung des Steuersch,alters 24 in seine Norrnalstellung
eingeleitet wird. Sobald dies geschehen, befindet sich der gesamte Sendersatz wieder
in normalern Zustande und ist bereit, evieder auf andere Anrufe in Tätigkeit zu
treten. Rufnummer mit drei Ergänzungsziffern. Nehmen wir nun an, daß die gewünschte
Leitung in der Liste die Bezeichnung trägt »Gerrard (HBL) 44-4«, so ist offensichtlich
notwendig, daß für die Arbeitsvorgänge, um die richtige Wahl herbeizuführen, die
Sender in der Weise eingestellt werden müssen, daß 30 in Stellung Nummer
Zwei, 33 in Stellung Nummer Null, 35 in Stellung Nummer Null und
38, 40 und 43 je in Stellung Nurnmer Vier sich befinden. Offensichtlich
wird diese Bedingung erhalten, wenn der Sender 35 bei den einstellenden Arbieitsvorgängen
des Sendersatzes unberührt bleibt, während die anderen Sender in angemessener Weise
in obenbeschriebener Art zur Einstellum, gelangen. U Infolgedessen wird bei der
beschriebenen Ausführungsform. der Erfindung die erste Sendervermittlungsvorrichtung
als einleitende Vorrichtung betätigt, um den besonderen Steuerschalter32 zu veranlassen,
eine derartige Stellung einzunehmen, daß der Sender 3.5 oder die Sender
35 und 38 oder die Sender35, 38 und 40, gerade wie der Fall
es erfordert, von den einstellenden Arbeitsvorgängen, #die durch Relais:22 kontrolliert
werden, unberührt bleiben.
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Da im. vorliegenden Falle die erste übermittelte ZifferH oderl
8 ist, so wird der Sender 30 in seine Stellung Nummer Acht eingestellt.
Wenn der Steuerschalter24 von seiner zweiten zu seiner sechsten Stellung übergeht,
schließt er in sein-er dritten und vierten Stellung den oberen Kontakt
58, und ein Stromkreis ' ist geschlossen über diesen Kontakt und über
Kontakte 59 des Senders
3o und 6o des Schalters
32, so daß Schalter 32 in seine Stellung Vier gelangt.
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In der fünften und sechsten Stellung des Steuerschalters 24 schließt
dieser den unteren Kontakt 58, und da der Kontakt 61 des Senders 3o ebenfalls
geschlossen ist, so wird der Sender 30 zu seiner Normal- oder Nurnmer-Null-Stellung
zurückgeführt. Der Sender 30 ist nun bereit, die nächste übermittelte Ziffer
zu registrieren, welche, wie in Erinnerung gebracht sei, die erste wirkliche Ziffef
der numerischen Bezeichnung der gewünschten Leitung darstellt. Der Steuerstromkreis
für den Sender 30 ist nun über den unteren Kontakt 29 des Steuerschalters
--4 und den oberen Kontakt 34 des Steuerschalters 322
geschlossen.
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Nach Einstellung des Senders 30 wird der Sender 33 in
der üblichen Art eingestellt, nur daß sein Steuerstromkreis, der in der achten Stellung
des Steuerschalters 24 geschlossen ist, den oberen Kontakt 37 und den oberen
Kontakt 36 einschließt.
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Es ist ersichtlich, daß nach Vollendung der Einstellung des Senders
33, da der Steuerschalter 32 in seiner vierten Stellung sich befindet,
kein Stromkreis zum Sender 35 führt. Indessen ist ein Stromkreis' für den
Sender 38 hergestellt, der den unteren Kontakt 37
und den oberen Kontkat
39 einschließt, und infolgedessen bewirkt die nächste übermittelte Ziffer
die Einstellung dieses Senders.
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Darauffolgend werden die Sender 40 und 43 genau so eingestellt, wie
dies bereits oben bei der Beschreibung der Arbeitsvorgänge des Sendersatzes gezeigt
wurde.
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Es ist ersichtlich, daß, wenn von der rufenden Station aus die letzte
Ziffer der gewünschten Rufnummer übermittLlt ist, die Sender eingestellt sind, um
die Leitung auszuwählen, deren numerische Bezeichnung >'#200444« oder »Gerrard 444«
ist. Die die Wahl hervorrufenden Arbeitsvorgänge, des so eingestellten Sendersatzes
finden also in der üblichen Weise statt und veranlassen die Wahl der gewünschten
Leitung gemäß, der Sendereinstellung.
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NachVollendung der Registrierung schließt der Steuerschalter:24, indem
er seine Stellung 15 passiert, den Kontakt 62, welcher einen Stromkreis
herstellt, der Kontakt 63
einschließt, so daß der Schalter 3:2 in seine
normale Stellung gelangt und gebrauchsfertig für einen etwaigen folgenden Anruf
sich hefindet. Rufnummer mit zwei Ergänzu ngszif f er n.
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Wenn wir annehmen, daß die gewünschte Leitung die Bezeichnung trägt
»Gerrard (KBL) 44« (oder die numerische Bezeichnung :2 00044), so ist klar, daß,
um die entsprechende richtige Registrierung zu erhalten, die Sender
35 und 38 unberührt bleiben müssen bei den einstellenden Arbeitsvorgängen
der Sender- und Vermittlungseinrichltung.
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Dementsprechend bringt die Übermittlung der einleitenden Ziffer K
(9) den Sender 30 in seine Stellung Nummer Neun, und der -Schalter
32 wird in seine dritte Stellung bewegt, wenn beim Passieren des Schalters:24
durch seine dritte und vierte Stellung ein Stromkreis über den oberen Kontakt
58, Kontakt 64 und 65 geschlossen wird.
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Zuerst wird Sender 30 in Ruhestellung zurückgeführt über den
unteren Kontakt 58
und Kontakt 6 1 in Stellung 5 und
6 des Steuerschalter ' s 24, und die Sender 30 und
33
werden dahn eingestellt in den Stellungen 6
und 8 des Schalters:24,
gemäß den nächsten zwei übermittelten Impulsreihen.
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Schalter 3:2 befindet sich in seiner dritt-en Stellung und
infolgedessen können keine Stromkreise zu den Sendern 35 und 38 geschlossen
werden, so daß diese Sender in ihren Nummer-Null-Stellungen verbleiben. Indessen
ist ein Stromkreis zum Sender 4o über Kontakt 66 und den unteren Kontakt
37
geschlossen und infolgedessen wird die Drehung der ersten Ziffer der numerisäen
Ergänzung der gewünschten Rufnummer, wie sie in der Liste aufgeführt ist, von diesem
Sender 4o registriert, und die Drehung der zweiten derartigen Ziffer wird vom Sender
43 registriert, wobei diese Registrierung stattfindet in Stellung 12 des Steuerschalters
:24 über einen Stromkreis, der den oberen Kontakt 42 und den unteren Kontakt 41
einschließt.
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Da der Schalter 32 in seiner dritten Stellung sich befindet,
wird der Steuerschalter 24 über seine vierzehnte Stellung getrieben, sofern eine
freie Stellung bei der Weiterleitung des Rufes angenommen wird, infolge eines Stromkreises,
der den unteren Kontakt 67 und den Kontakt 68 einschließt.
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Der Ruf ist also numerisch als 2 00044 oder »Gerrard44« in der gewünschten
Weise registfiert, und der Wahlvorgang für denselben findet in der bekannten Weise
statt. Rufnummer mit einer einzelnen E rgän zun gs zi f f er. Bei
der Registrierung der Rufnummer einer gewünschten Leitung, wie z. B. »Gerrard (LBL)
4«, ist die Einstellung der Sender35, 38 und 40 in einer ähnlichen Weise
ausgeschaltet. In diesem Falle stellt die Übermittlung der einleitenden Ziffer L
(o) den Sender3o in seine Nummer-Null-Stellung, welch letzterer zunächst verursacht,
daß der
Steuerschalter 32 in seine zweite Stellung gebracht
wird.
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Die endgültige Einstellung des Senders 30 findet in der beschriebenen.
Weise statt, geniäß der ersten wirklichen Ziffer der gewünschten Rufnummer in Stellung6
des Steuerschalters:24-Auth die Einstellung des Senders 32 für die nächste
Ziffer findet in Stellung 8 des Steuerschalters 24 in der beschriebenen Weise
statt.
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In Stellung io des Steuerschalters:24 ist es im -vorliegenden Falle
ausschließlich der Sender 43, welcher durch die einzelne Ziffer der numerischen
Ergänzung der gewünschten Rufnummer, wie sie in der Liste aufgeführt ist, über Kontakte
37 und 39 eingestellt wird. Für die Einstellung der Sender
35,
3,9 und 40 sind keine Stromkreise vorhanden, solange der Schalter
32 in seiner zweiten Stellung sich befindet.
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Nach Einstellung des Senders 43 registriert nunmehr die Sender- und
Vermittlungseinrichtul#g die numerische Bezeichnung der gewünschten Leitung
- 2 oooo4 oder »Gerrard4«, und die die Wahl kontrollierenden notwendigen
Arbeitsvorgänge folgen und leiten den Ruf zu der gewünschten Leitung in der fiblichen
Weise weiter.
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Steuerschalter24 wird dann über seine Stellungen 12 und 14 sich bewegen,
infolge des Stromkreises, der den oberen Kontakt 67
und den Kontakt
69 einschließt. Es ergibt sich, daß die vorliegende Erfindung ohne irgendwelche
Änderung in der.Liste mit Ausnahme der für »selbsttätige« Vermittlung bestimmten
obenerwähnten einleitenden Bezeichnung und ohne daß irgendeine Verwirrung für den
rufenden Teilnehmer eines selbsttätigen Amtes entsteht oder daß Änderungen in der
Arbeitsmethode des handbedienten Amtes notwendig werden; die richtige Registrierung
der vollen numerischen Bezeichnung der gewünschten Leitung mit nur geringen Änderungen
und Zusätzen für die ,übliche maschinelle Schaltausrüstung ermöglicht, wobei solche
Änderungen und Zusätze bei der gezeigten Ausführungsform der E rfindung auf
die Sendervermittlungsapparate beschränkt wurden und ohne weiteres, wenn die Bedingungen
es verlangen, entfernt werden können.