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Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
mit Wählerbetrieb In Fernmelde- und insbesondere in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb
und unmittelbarer Einstellung der Verbindungswähler durch von der anrufenden Stelle
ausgesandte Nummernstroinstoßreihen werden überwiegend Wähler benutzt, an welche
entsprechend dem dekadischen System zehn Leitungsgruppen mit je zehn Leitungen angeschlossen
sind. Die Anwendung von Wählern mit mehr als ioo Ausgängen ist bisher nur dann vorgeschlagen
worden, wenn die Wähler mit Hilfe eines Registers, also nicht unmittelbar durch
die anrufende Stelle, eingestellt werden oder wenn in besonders gelagerten Fällen,
z. B. hei unmittelbarer Auswahl unter mehr als zehn Leitungen in den einzelnen Kontaktreihen,
die Anwendung solcher großgruppigen Wähler wirtschaftlich erschien.
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1)er Erfindung liegt dieAufgabe zugrunde, durch Verwendung von großgruppigen,
z. B. Zooteiligen Wählern die Zahl der Wählerstufen in einer Vermittlungsstelle
herabzusetzen.
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Die Erfindung besteht darin, daß in den Kontaktgruppen der Wähler
einer Wahlstufe Verbindungsreitungen zu zwei im Verbindungsaufbau aufeinanderfolgenden
Wahlstufen angeschlossen sind und nach durch eine Nummernwahl bewirkter Einstellung
eines Wählers über einen Wähler der eigenen Wahlstufe unter dem Einfluß einer zweiten
Nummernwahl die durch beide Nummernwahlen gekennzeichnete Verkehrsrichtung erreicht
wird.
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Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen wird durch die Erfindung Nvesentlich
erhöht. Für zwei iooteilige Wähler müssen zwei Einstelleinrichtungen, Relaissätze
usw. aufgewendet werden. Für einen Zooteiligen Wähler, der ja die doppelte Kapazität
wie ein iooteiliger Wähler hat, wird dagegen nur eine Einstelleinrichtung, ein Relaissatz
usw.
benötigt. Für die wegfallende Wahlstufe werden leine Gestelle, Stromzuführungen,
Überwachungseinrichtungen usw. benötigt. Bei großen Netzen mit siebenstelligen Teilnehmernummern
können auch für zwei Wahlstufen, z. B. die 11I. und V., besondere Wähler erspart
werden. Beachtlich ist auch der bei drei oder fünf gegenüber vier oder sieben Wahlstufen
geringere Raumbedarf.
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Gemäß der weiteren Erfindung wird nach Kennzeichnung einer Verkehrsrichtung,
in der der eingestellte Wähler auch als Wähler der nachgeordneten Wahlstufe dient,
die Auswahl eines freien Wählers verhindert und der eingestellte Wähler zwecks Neueinstellung
als Wähler der nachgeordneten Wahlstufe ausgelöst. Durch diese Anordnung wird die
beste Ausnutzung der großgruppigen Wähler erreicht, denn in einer Verbindung dient
dann ein und derselbe Wähler als Nummernstromstoßempfänger in zwei aufeinanderfolgenden
Wahlstufen.
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In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt.
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Die Fig. i a und i b zeigen die Gruppierung der an einigen Dekaden
einiger sowohl als zweite und auch als dritte Gruppenwähler arbeitender Nummernstromstoßempfänger
angeschlossenen Verbindungsleitungen.
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Fig.2 veranschaulicht die Verteilung der Zugänge zu den in einer bestimmten
ioooer-Gruppe als III. GW arbeitenden IL GW; Fig. 3 zeigt die Schaltung eines
sowohl als IL (IV.) als auch als Ill. (V.) GW arbeitenden 200teiligen Motorwähl-ers
; in Fig. 4 ist die Schaltung eines Hebdrehgruppenwählers mit zwanzig Ausgängen
in jeder Dekade dargestellt.
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Figuren i a und i b Angenommen ist eine Anlage mit fünfstelligen Teilnehmernummern,
also mit drei Gruppenwahlstufen und einer Leitungswahlstufe. Die Teilnehmerleitungen
sind, wie üblich, in Gruppen von je 2000 Leitungen unterteilt. Jeder 2oooer-Gruppe
steht eine bestimmte Zahl von ersten Gruppenwählern zur Verfügung. Die ersten Gruppenwähler
haben beispielsweise in der zweiten Dekade, also im zweiten ioooo, Zugang zu zwanzig
zweiten Gruppenwählern. Fünf Gruppen von ersten Gruppenwählern stehen demnach in
einer Dekade insgesamt 5 X 20 zweite Gruppenwähler zur Verfügung. Eine solche
aus fünf Gruppen bestehende Großgruppe von hundert zweiten Gruppenwählern sei der
Erläuterung der Erfindung zugrunde gelegt.
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gezeigt sind die Wähler GW i bis 6, i9 und 2o der Gruppe Gr i, die
Wähler GW 21 bis 24 der Gruppe Gr 2 und die Wähler GW 41 :bis
44 der Gruppe Gr 3 mit je einem Schaltarm und einer Kontaktreihe von einer
oder einigen Dekaden.
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Über die zweiten Gruppenwähler werden zehn toooer-Gruppen erreicht.
Bei ungefähr gleichmäßigem Verkehr in dieverschiedenen ioooer-Gruppen sind von den
hundert auch als dritte Gruppenwähler dienenden zweiten Gruppenwählern je zehn für
den Verkehr in die einzelnen ioooer-Gruppen vorgesehen. Um einen möglichst weitgehenden
Ausgleich der Verkehrsschwankungen in den fünf von den ersten Gruppenwählern ankommenden
Leitungsbündeln auszugleichen, werden nicht zehn Gruppenwähler einer Gruppe, also
z. B. die Gruppenwähler GW i bis io der Gruppe Gr i .für den Verkehr in das erste
Tausend, die Gruppenwähler GW i i bis 2o der Gruppe Gr i für den Verkehr in das
zweite Tausend usw., benutzt, sondern es werden immer je zwei zweite Gruppenwähler
in jeder Gruppe für den Verkehr in einem Tausend vorgesehen. So sollen die Wähler
Gll' i und 2 der Gruppe Gr i, GW 21 und 22 der Gruppe Gr 2,
GW
41 und 42 der Gruppe Gr 3 . . ., GW 81 und 82 der Gruppe Gr
5 den Verkehr in das erste Tausend der io oooer-Gruppe, also z. B. in das
21. Tausend, bewältigen. Die Wähler GW 3, 4, 23, 24, 43, 44 usw. bewältigen
den Verkehr in das 23. Tausend usw.
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In der Fig. i a sind von den Wählern GW' 1 und GW 2 je eine
Kontaktreihe aus den Dekaden 1, 2 und 3 gezeigt. Über die Anschlüsse i bis
10 werden Verbindungsleitungen zu Wählern der eigenen Wahlstufe, -die dann
als dritte Gruppenwähler arbeiten, erreicht. Über die Anschlüsse i i bis 20 werden
Leitungswähler eines bestimmten Tausends erreicht.
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Der Wähler GW i dient im 21. Tausend als dritter Gruppenwähler. Bei
Wahl der Ziffer i, also bei seiner-Einstellung auf die erste Dekade, ist es nicht
notwendig, einen anderen Wähler der eigenen Wahlstufe zu belegen. Es wird nach Einstellufig
auf den ersten Kontakt der Dekade i ein Relais U2 erregt, welches den Wähler GW
i auslöst. Durch die nachfolgende Nummernwahl wird der Wähler erneut eingestellt,
beispielsweise auf die Dekade 3. In Auswirkung des Ansprechens des Relais L' 2 sind
Umschaltungen vorgenommen worden, welche verhindern, daß der Wähler GW i auf den
Schritten i bis io prüfen kann. Er kann nur auf einem freien der Anschlüsse i i
bis 2o aufprüfen und erhält dann Zugang zu einem Leitungswähler des 213. Hunderts.
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Wird der Wähler GW i nach seiner Belegung durch einen vorgeordneten
I. Gbl- auf die Dekade 2 (22. Tausend) eingestellt, so sucht er aus den Anschlüssen
i bis io eine freie, zu einem Wähler der eigenen Wahlstufe führende Verbindungsleitung.
Sind die Leitungen t bis 7 gesperrt, so belegt er die Leitung 8 und erreicht den
Wähler GW 44 der Gruppe 3 (Fig. i b). Über den am Zugang vom vorgeordneten ersten
Gruppenwähler mit einem Pfeil endenden besonderen Zugang zum Wähler GW44
wird ein Relais gebracht, welches veranlaßt, daß der Wähler GW 44 nach seiner
Einstellung durch Nummernstromstöße nicht die Anschlüsse i bis io, sondern nur die
Anschlüsse i i bis 2o ausprüfen kann.
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Besteht die nächste Stromstoßreihe aus einem Stromstoß, so sucht der
Wähler GW 44 in der Dekade i einen freien Leitutigsw äliler des 221. Hunderts, denn
es wurde eingestellt: der 1. GW durch zwei Nummernstromstöße, der GW i als
11. GW
durch -zwei Nummernstromstöße und der GW 4,4 als III.
GW durch einen Nummernstromstoß.
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Der Gruppenwähler GW i9 ist vorgesehen, als dritter Gruppenwähler
des 2o. Tausends zu arbeiten. Wird er von einem ersten Gruppenwähler belegt und
nimmt er eine aus zehn Stromstößen bestehende Stromstoßreihe auf, so wird er auf
die nicht dargestellte zehnte Dekade eingestellt. Da er in der hier bestimmten ioooer-Gruppe
als dritter Gruppenwähler arbeiten soll, sucht er keinen freien Wähler der eigenen
Wahlstufe über die Anschlüsse i bis i o. Es wird auf dem Anschluß i der Dekade io
wieder ein Relais U 2 gebracht, das die Auslösung des Wählers veranlaßt und die
Umsteuerung hervorruft, die erforderlich ist, um zu verhindern, daß der Wähler bei
seiner zweiten Einstellung die Anschlüsse i bis io prüft. Wird der GW i9 durch einen
Nummernstromstoß auf die Dekade i eingestellt, so sucht er aus den Anschlüssen i
i bis 20 einen freien und erreicht einen Leitungswähler des 201. Hunderts.
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Der Wähler GW 44 der Gruppe Gr 3 wird belegt und durch einen
Nummernstromstoß eingestellt. Aus den Anschlüssen i bis io in der Dekade t sucht
er einen freien und erreicht beispielsweise auf dem sechsten Schritt den Gruppenwähler
GW 2. Dieser wird selbsttätig umgesteuert, so daß er nach seiner Einstellung
durch beispielsweise drei Nummernstromstöße in der Dekade 3 nur die Anschlüsse i
i bis 2o prüfen kann. Er erreicht dann einen freien Leitungswähler des 213. Hunderts.
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Figur 2 Wie die zehn Ausgänge von den Schritten i bis io einer Dekade
auf die für den Verkehr in die der Dekade entsprechenden ioooer-Gruppe vorgesehenen
Gruppenwähler aus den fünf Gruppen Gr i his 5 verteilt sind, ist aus der Fig. 2
ersichtlich.
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l,. s sind gezeigt die für den Verkehr in das 21. 'Tausend vorgesehenen
Wähler GW i und 2 der Gruppe i, GW 21 und 22 der Gruppe 2, GW 41 und 42 der
Gruppe 3, GW 61 und 62 der Gruppe 4 sowie (, W 8i und 82 der Gruppe 5. Der Wähler
(;W i wird über Schritt i, der Wähler GW 2 über Schritt 6, der Wähler GW
21 über Schritt 2, der Wähler GW 22 über Schritt 7 usw. von sämtlichen 9o
anderen Wählern, ,die dem Verkehr in die ioooer-Gruppen 22 bis 2o dienen, erreicht.
Da die dargestellten Wähler selbst für den Verkehr in das 21. Tausend vorgesehen
sind, belegen sie, wie erläutert, bei ihrer Einstellung auf die Dekade i keinen
anderen Wähler der eigenen Gruppenwahlstufe. Sie können nur von den nicht dargestellten
Wählern GW 3 bis 2o, GW 23 bis 40 usw. als Wähler der dritten Wahlstufe
erreicht werden. Figur 3 Der Gruppenwähler wird von einem ersten Gruppenwähler über
den Zugang Z i belegt. Das Relais C i spricht durch Anlegen von + an die Ader i
in dem Stromkreis an, der über den in der Ruhestellung des Wählers geschlossenen
Kopfkontakt k verläuft. Es öffnet den Kontakt 2 c und überbrückt den Kontakt k mit
seinem Kontakt 3 c. Bis zur öffnung des Kopfkontaktes k beim ersten Schritt des
Wählers ist der Widerstand 4 kurzgeschlossen. Das Relais P i spricht an: i. -, Widerstand
5, Kontakte 6 c, 7 k, Relais P i Wicklung I, +. Das Relais P i bereitet die
Einstellung des Gruppenwählers vor. Der erste Nummernstromstoß läuft ein: 2. + im
belegenden Wähler, Ader 8, Ruhekontakt 9, Schaltarme io und i i, Ruhekontakt 12,
Relais A Wicklung I, -.
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Das Relais D spricht an: 3. +, Relais P i Wicklung I, Kontakte 7 k,
13 a,
Relais D Wicklungen II und I, Widerstand 14, -. Das Relais D öffnet
den Kontakt 15d und schließt seine eigene Wicklung I am Kontakt
16 d
kurz. Die Kontakte 37 d und 38 d in den Sprechadern werden
geöffnet. Über den Kontakt 39 d wird die Wicklung I des Relais A unmittelbar an
die Ader 8 angelegt. Die Statorspule M 2 ist, da der Motorkontakt m 2 geschlossen
ist, eingeschaltet: 4. +-, Kontakte 17 d, M 2, Statorspule
M 2, -.
Der :Motor läuft. Die Statorspule M 2 wird- am Kontakt m 2
aus- und dafür über den Kontakt m i die Statorspule M i eingeschaltet. Anschließend
wird die Statorspule M i aus- und die Statorspule M 2 eingeschaltet usw. Kommt der
Schaltarm auf die erste Zwischenrast i. ZR, so erhält, wenn die Statorspule M i
unter Strom ist, auch die Statorspule M 2 Strom: 5. +, Kontakte 17 d, m i,
i9 p i, 2o a, Zwischenrast i. ZR, Schaltarm 18, Statorspule M 2, -. Der Motor
wird stillgesetzt. Fällt am Ende des Stromstoßes durch Abschaltung von + von der
Ader 8 das Relais A ab, so wird Stromkreis 5 unterbrochen. Für das Relais D besteht
bei abgefallenem Relais A folgender Haltestromkreis: 6. +, Kontakte 22 a,
23 d, 25 d, 26 p i, Relais D
Wicklung II, Kontakt 16 d, Widerstand
14, -. Der Wähler läuft bis zur ersten Raststelle i. R, in welcher, wenn dann die
Statorspule M 2 eingeschaltet sein sollte, die Statorspule M i Strom über folgenden
Weg erhält: 7. +, Kontakte 17 d, m 2, Schaltarm 18, Raststelle i. R,Kontakte
2i a, i9 p i, StatorspuleM 1,-. Der Motor wird stillgesetzt. Die Wicklung l des
Relais P i ist über die Kontakte 22 a und 23 d während des Stromstoßes
kurzgeschlossen. Das Relais wird, wenn weitere Stromstöße folgen, aber nicht abfallen,
da beim öffnen von Kontakt 22 a wieder Strom über die Wicklung I fließt. Bei dem
folgenden Ansprechen des Relais A läuft infolge Unterbrechung des Stromkreises 7
der Wähler bis zum Kontakt 7, der zweiten Zwischenrast, 2. ZR. Er wird auf dieser
wie in der ersten Zwischenrast stillgesetzt. Bei Beendigung des Stromstoßes und
öffnen von Kontakt 2o a läuft der Wähler bis zur zweiten Rast 2. R.
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Angenommen sei, daß eine Verbindung in die 22. Tausendergruppe hergestellt
werden soll, der Wähler aber nicht in dieser Gruppe als 11I. GW arbeitet.
Infolge des dauernden Kurzschlusses der
Wicklung I über die Kontakte
22 a und 23 d fällt das Relais P i ab.. Kontakt i9 p i wird geöffnet. Der Kontakt
24 p i wird geschlossen. Die Stromkreise 6 und 7 werden unterbrochen. Für das Relais
D besteht aber ein weiterer Haltestromkreis: B. +, Kontakt 17 d, Relais
D Wicklung 1I1, Widerstand 27, -.
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Durch abwechselndes Einschalten der Statorspulen ?1l i und M 2 läuft
der Wähler so lange, bis er einen freien Wähler der eigenen Wahlstufe findet. Da
die Schaltung aller Wähler die gleiche ist, ist ein zweiter Wähler nicht gezeigt,
sondern es wird hei der Beschreibung der Schaltvorgänge in dem als 11l. GW arbeitenden
Wähler auf, die dargestellte Schaltung Bezug genommen.
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Findet der IL GW einen freien Wähler, der in dem 22. Tausend
als 111. GW arbeitet, so ist folgender Prüfstromkreis geschlossen: 9. +,
Kopfkontakt 28 k, Prüfrelais P Wicklung I, Kontakte 29 a, 30 p i,
Prüfrelais P Wicklung 1I, Kontakte 62 u 2, 31 c, 32 U i, Schaltarm 33, Belegungsader
34, Zugang Z 2 zum 11l. GW, Ader 34, Kontakte 35c, 35k, Relais C Wicklung I, -.
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Über Kontakt 36 p erhält die zweite,, gerade nicht eingeschaltete
Statorspule Strom. Der Wähler wird unverzüglich stillgesetzt. Das Relais D fällt
ab, denn die Stromkreise über die Wicklung 1I sind an den Kontakten 13 a und 26
p i geöffnet, und die Wicklung III ist über Kontakt m i, falls dieser geschlossen
ist, und den Kontakt 24 p i oder über die Kontakte m 2, wenn dieser geschlossen
ist, 36 p und 24 p i kurzgeschlossen. Nach Schließen des Kontaktes 15 d spricht
das Relais P i an, da der Kurzschluß seiner Wicklung 1I am Kontakt 40 p aufgehoben
ist: i o. +, Kopfkontakt 28 k, Relais P i Wicklung 1I, Relais A Wicklung
1I, Kontakt 15 d, Widerstand 14, -.
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Das Relais A kann infolge des hohen Widerstandes der Wicklung 1I das
Relais P i nicht ansprechen. An den Kontakten 41 p i und 42 p i werden die
Sprechadern zum belegten I11. GW durchgeschaltet, denn die weiteren in diesen
Adern liegenden Kontakte 37 d, 38 d, 43 u i, 44 u i sind geschlossen.
Da bei Abfall des Relais D auch der Kontakt 17 d geöffnet wurde, sind die
Statorspulen des Motors nicht unter Strom. Über den Kontakt 45 p ist + unmittelbar
an die niederohmige Wicklung II des Relais P angelegt. Der belegte Wähler ist gesperrt.
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Im belegten 11l. GW wird nach Ansprechen des Relais C durch öffnen
des Kontaktes 35 c das Relais U i mit seiner Wicklung) I in die Belegungsader 34
eingeschaltet und spricht an. Es öffnet die Kontakte 43 1i i, 44 u i und 32 u i.
Durch Schließen der Kontakte 46 u i, 47 u i, 48 u i werden die Schaltarme 49, 50,
51 abgeschaltet, welche nur die Ausgänge i i bis io, über welche in allen zehn DekadenLeitungswähler
erreicht werden, bestreichen.
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Wird der 1I1. GW beispielsweise auf die dritte Dekade eingestellt,
so erreicht er einen Leitungswähler des 223. Hunderts. Findet der zweite Gruppenwähler
keinen freien Wähler der eigenen Wahlstufe, so wird er auf den letzten Schritt der
Dekade stillgesetzt. Wurde er auf die zweite Dekade eingestellt, so bleibt er auf
Schritt 20 stehen. Angenommen sei, daß dann die Statorspule M i unter Strom steht.
Die Statorspule M 2 erhält Strom: i i. +, Kontakte 17 d, m i, 24 p i, 52
c, 64 u 2,
Schritt 20, Schaltarm 18, Statorspule M 2, -.
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Die Wicklung III von Relais D ist wieder dauernd über die Kontakte
nt r und 24 p i kurzgeschlossen. Das Relais D fällt ab. Nunmehr spricht
Relais A an: 12. +, Kopfkontakt 28k, Kontakt 4o p, Relais A 2, Kontakt
15 d, Widerstand 14, -.
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Über die Kontakte 53 a, 54 p i und 55 a, 56 p i ist der Besetz tsummer
an die Sprechadern angelegt. Legt der anrufende Teilnehmer auf, so fällt infolge
Abschaltung von + von der Ader i das Relais C ab; es öffnet Stromkreis i i. Das
Relais D kann ansprechen, da Relais A ini Stromkreis 12 erregt ist.
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13. +, Kontakte 56c, 13a, Relais D Wicklungen I1 und I, Widerstand
14, -.
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Am Kontakt 15 d wird der Stromkreis 12 unterbrochen. Das Relais A
fällt ab und öffnet Stromkreis 13. Das Relais D bleibt aber über Stromkreis 8 erregt,
denn die vorübergehenden Kurzschließungen der Wicklung III über die Kontakte m i
und 24 p i sind von so kurzer Dauer, daß das Relais nicht abfallen kann. Über den
Kontakt 17 d erhalten die Statorspulen M i und M 2 abwechselnd Strom. Der
Wähler läuft in die Ruhelage weiter, in welcher, wenn die Statorspule M i eingeschaltet
sein sollte, die Statorspule M 2 Strom erhält: 14. +, Kontakte 17 d, m i,
24 p i, Ruhestellung des Wählers, Schaltarm 18, Statorspule 111 2, -.
Der
Wähler wird stillgesetzt. Die Wicklung III des Relais D ist dauernd Tiber
die Kontakte m i und 24 p i oder m 2, Schaltarm 18 und Ruhestellung
kurzgeschlossen. Das Relais D fällt ab.
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Wird der zweite Gruppenwähler nach seiner Belegung von einem ersten
Gruppenwähler auf die Dekade, z. B. die dritte, derjenigen ioooer-Gruppe (23.) eingestellt,
in der c i- selbst als 11I. GW arbeiten soll, so befindet sich nach Einstellung
auf die Raststelle (3. R) der Schaltarm 33 auf dem, Kontakt 57, denn als Raststelle
dient immer der erste Kontakt jeder Kontaktgruppe. Im Prüfstromkreis 9 liegt darin
das Relais U 2, welches anspricht und sich in einen Haltestromkreis legt: 15. +,
Kopfkontakt 28 k, Kontakt 58 i( 2. Relais U 2 Wicklung 1I, -.
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Das Relais U i spricht an: 16. -!-, Kontakt 59 1t 2, Relais
U i Wicklung II, Kontakt 6o c, -.
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Es legt seine Kontakte in die Arbeitslage um. Am Kontakt 61i tt i
ist ein vorn Kontakt 59 11 2
unabhängiger Haltestromkreis über die Wicklung
1I hergestellt. Irin Erregthalten des Prüfrelais P Tiber den Kontakt 48 tt i und
den Schaltarm 51,
der auf dem Anschluß i r der dritten Dekade steht,
ist durch den Kontakt 62 u 2 verhindert. Dieser Kontakt wurde erst nach Schließen
des Kontaktes 58 zc 2 (Stromkreis 15) geöffnet. Der Kontakt 40 P wird geschlossen.
Das Relais A spricht im Stromkreis 12 an. Das Relais D spricht an: 17. +, Kontakte
63 1c 2, 13 a, Relais D Wicklungen II und I, Widerstand 14, -.
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Der Wähler läuft in die Ruhelage weiter. Ein Stillsetzen des Wählers
auf dem letzten Kontakt 30 der dritten Dekade, über welchen auch die nicht
eingeschaltete Statorspule bei Besetztsein aller Anschlüsse der gewählten Dekade
Strom erhält (Stromkreis 11), ist durch den offenen Kontakt 64 U 2 verhindert.
In seiner Ruhestellung wird der Wähler durch Schließen von Stromkreis 14 stillgesetzt.
Der Haltestromkreis 15 ist unterbrochen. Das Relais U 2 fällt ab. Der Stromkreis
12 ist am Kontakt 28 k unterbrochen. Das Relais A fällt ab. Der Wähler ist zum Empfang
der der dritten Stelle der Teilnehinerrufnuminer entsprechenden Stromstoßreihe bereit
und sucht nach deren Aufnahme einen freien Leitungswähler. Die Arbeitsweise entspricht
der bereits beschriebenen. Die Verbindung verläuft über die Schaltarme 49,
50 und 51, die durch das Relais 17 i, dessen Haltestromkreis über die Wicklung
1I und den Kontakt 61 u 1 bei Ausllisting des Wählers nic'lit geöffnet wurde, angeschaltet
sind.
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Figur 4 Bei Belegung des Gruppenwählers über den Zugang
I 1 von einem 1. GW spricht das Relais C 4 an: 18. + im belegenden
Wähler, Ader 7o, Kopfkontakt 71 k, Relais C 4 Wicklung I, -.
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Die Kontakte 71 c 4, 72 c 4 werden geöffnet. Am Kontakt 73 C,4 wird
die eigene, Abis zum ersten Schaltschritt des Wählers über den Kopfkontakt 71 k
aber kurzgeschlossene Wicklung II in den Stromkreis 18 eingeschaltet. Durch Schließen
seiner übrigen Kontakte bereitet das Relais C 4 die Einstellung des Gruppenwählers,
der ein Hebdrehwähler ist, vor.
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Beim Einlaufen des ersten Nummernstromstoßes wird nach dem Ansprechen
des Relais A 4 das Relais P 4 erregt: 19. +, Kontakte 74 w, 75 c .4, 76
a 4, Relais P 4 Wicklung III, -.
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Die Wicklung I des Relais P 4 wird am Kontakt 77 P 4 kurzgeschlossen.
Das Relais P 4 bleibt während der Nummernstromstoßgabe erregt. Eine vorzeitige Einschaltung
des Drehmagnets Dni bei Abfall des Relais A 4 und Schließen des Kontaktes
79 a 4 ist durch den Kontakt 78 P 4 verhindert. Gleichzeitig
mit dem Relais P 4 erhält auch der Hubmagnet Hm den ersten Stromstoß: 20.
+, Kontakte 74 w, 75 c 4, 80 a 4, Hubmagnet Hm, -.
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Nach Beendigung der Stromstoßreihe bleibt der Kontakt 76 a 4
längere Zeit offen. Das Relais P ¢ fällt ab und schaltet den Drähmaznet
Dm ein: 21. +, Kontakte 79a 4, 78P4, Kopfkontakt 81 k, Drehtnagnet
Dm, -.
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Beim ersten Drehschritt des Wählers wird die Wicklung I des Relais
A 4 durch den Kontakt 98 7v von der Stromstoßader abgeschaltet. Das Relais U 12
ist am ersten Kontakt der Dekade (z. B. 3.) derjenigen ioooer-Gruppe (23.) angeschaltet,
in der der Wähler als 11l. GW arbeitet.
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Angenommen sei, daß bei der jetzt aufzubauenden Verbindung der
IL GW auf die Dekade (z. B. 2.) einer ioooer-Gruppe (22.) eingestellt wird,
in der er nicht als 111. GW arbeitet. Er sucht dal;er einen freien Gruppenwähler
der eigenen Wahlstufe, also einen der Wähler GW 3, 4, 23, 24, 43, 44 usw.
-Der im Stromkreis 21 erregte Drehmagnet schaltet das Relais A 4 ein 22. +, Kontakt
9o dm, Widerstand 91, Relais _4 4 M'icklung I, -.
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Das Relais A 4 unterbricht Stromkreis 21. Der Drehmagnet
Dm fällt ab und öffnet Stromkreis 22. Das Relais A 4 fällt ab und schließt
Stromkreis 21. Dieses Wechselspiel zwischen dem Relais A 4 und dem Drehmagnet
Dm wiederholt sich so lange, bis ein freier Wähler gefunden ist. Dann spricht
das Prüfrelais P 4 an: 23. +, Kontakt i o8 u 11, Kontaktsegment 82, auf welchem
sich der Schaltarm 83 in den Schaltstellungen 1 bis 1o befindet, Kontakte 84 c 4,
85 u 12, Prüfrelais P 4 Wicklungen I und II, Schaltarm 86, Ader 87, Zugang Z 2 zum
frei gefundenen Gruppenwähler, Kontakte 72c 4, 71k,
Relais C 4 Wicklung I,
-.
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Das Relais C 4 im belegten Wähler spricht an. Das Prüfrelais P 4 im
belegenden Wähler setzt diesen Wähler durch öffnen von Stromkreis 21 am Kontakt
78 P 4 still, sperrt den gefundenen Wähler durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung
I am Kontakt 77 P 4 und schaltet an den Kontakten 88 P 4 und 89 P 4 die Sprechadern
durch. Im belegten Wähler spricht nach öffnen von Kontakt 72 c 4 das Relais
U 11 an. Es öffnet den Kontakt i o8 ai 11 und schließt den Kontakt 92 u 11.
Der Wähler kann nach seiner Hubeinstellung nur einen der an die Anschlüsse 11 bis
2o angeschlossenen Wähler, also einen Leitungswähler, der durch die folgende Nummernwahl
zu bestimmenden Hundertergruppen des 23. Tausends belegen. Der Prüfstromkreis verläuft
dann über das Kontaktsegment 93.
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Findet der suchende Gruppenwähler, wenn er als Il. GW arbeitete,
keinen freien Wähler der eigenen Wahlstufe, also keinen dritten Gruppenwähler, oder,
wenn er als 1I1. GW arbeitete, keinen freien Leitungswähler, so wird er in einer
Überlaufstellung stillgesetzt. Relais A 4 wird dann dauernd erregt: 24. +, Induktionsspule,
Kontakt 94 c 4, Überlaufkontakt 95 wii, Kontakt 96 u 12, Relais
A 4
Wicklung I, -.
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Der Stromkreis 21 wird dauernd geöffnet. Durch den Überlaufkontakt
97 Wü ist die Wicklung III des Relais A 4 in Brücke zu den Sprechadern gelegt.
Der
Teilnehmer erhält das Besetztzeichen, da der Besetztsummer an der Primärwicklung
der im Stromkreis 24 mit ihrer Sekundärwicklung eingeschalteten Induktionsspule
liegt.
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Legt der Teilnehmer seinen Handapparat auf, so wird + von der Ader
7o abgeschaltet. Das Relais C 4 fällt ab. Der Stromkreis 24 wird unterbrochen. Der
Wähler macht einen oder einige Drehschritte. Die Schaltarme verlassen die Kontaktbank
und werden in bekannter Weise in die Ruhelage gebracht, in welcher die Kopf- und
Wellenkontakte sich, wieder in der gezeigten Lage befinden.
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Wird der vom 1. GW belegte Wähler auf die Dekade (3.) derjenigen
ioooer-Gruppe (23.) eingestellt, in welcher er als 11I. GW arbeitet, so spricht
nach dem ersten Drehschritt das Relais U 12 an: 25. +, Kontakt io8 u i i, Kontaktsegment
82, Schaltarm 83, Kontakte 84 c 4, 85 u 12, Relais P 4 Wicklungen I und 1I, Schaltarm
86, Relais U 12, Wicklung I, -.
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Das Relais U 12 legt sich in einen Haltestromkreis: 26. +, Kontakt
97 u 12, Relais U 12 Wicklung 1I, Kopfkontakt 98 k, -.
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Nach Schließen des Kontaktes 97 u 12 wird der Kontakt 85 u 12 geöffnet.
Stromkreis 25 wird unterbrochen. Das Relais U i i wird eingeschaltet: 27. +, Kontakt
ioi u 12, Relais U i i Wicklung 11, Kontakt Zoo c 4, -.
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Der parallel zu Kontakt 101 u 12 liegende Kontakt 99 u i i
wird geschlossen. Das Relais U i i schaltet weiter das +-Potential vom Kontaktsegment
82 auf das Kontaktsegment 93 um.
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Der beim Ansprechen des Relais P .I vorübergehend durch Öffnen
des Kontaktes 78 p 4 unterbrochene Stromkreis 21 für den Drehmagnet
wird bei Unterbrechung des Stromkreises 25 durch den Kontakt 85 u 12 und Abfall
des Relais P 4 wieder geschlossen. Im Wechselspiel zwischen dem Drehmagnet
Dm und dem Relais .44 dreht der Wähler über alle Kontakte hinweg und löst
aus. Ein Stillsetzen in der Überlaufstellung ist durch den Kontakt 96 u 12 verhindert.
In der Ruhestellung des Wählers ist der Haltestromkreis 26 unterbrochen. Das Relais
U 12 fällt ab. Das Relais U i i bleibt im Haltestromkreis über seine Wicklung 1I
und den Kontakt 99 u i i erregt. Der Wähler ist jetzt bereit, die nächste Stromstoßreihe
aufzunehmen. Er sucht dann, da der Kontakt 92 u 11, wie bereits erwähnt, geschlossen
ist, einen freien, über die Anschlüsse i i bis 20 erreichbaren Leitungswähler der
gewählten Hundertergruppe des 23. Tausends.
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Die Auslösung erfolgt in üblicher Weise durch Abschalten von + von
der Ader 70.
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Die in Fig. 3 gezeigte Umschaltung von einem auf einen zweiten Schaltarmsatz
kann auch bei Hebdrehwählern angewendet werden. Ferner ist es auch nicht notwendig,
bei Motorwählern zwei Schaltarmsätze vorzusehen. Es kann auch bei diesen Wählern
die Umschaltung in der in Fig.4 gezeigten Weise erfolgen, indem Potential von einem
Kontaktsegment auf das andere umgelegt wird. Als Rast- und Zwischenraststellungen
sind dann die geeigneten Wählerstellungen zu verwenden.