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Künstlicher Unterarm. Die Erfindung betrifft. einen künstlichen Unterarm,
mit Klemmvorrichtung für den in ihn einsetzbaren Handersatz. Das Wesen der Erfindung
besteht .darin, daß eine am Unterarmende vorgesehene Tasche, die eine Einspannvorrichtung
für den einzuschiebenden Werkzeuggriff besitzt, eine zugeschärfte Vorderkante hat
zwecks leichteren Ergreifens eines Werkzeuges. o. d61. Zur Befestigung des
in die Tasche einsteckbaren Werkzeuggriffes ist eine einstellbare, schuhartige Klaue
vorgesehen, die. durch dieselbe, die -Klemmvorrichtung für- den Handersatz bedienende
Einstellschraube zwecks. Festhaltens des Werkzeuges o: dgl. in dieser Tasche verschiebbar
und feststellbar .ist.
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Auf der. -Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeiget: -Fig. i eine Seitenansicht, Fig. 2 eine -Vorderansicht
des Oberarmes und des Befestigungsstückes, Fig. 3 eine Aufsicht, im Grundriß auf
das Hakenglied, Fig. q.. eine Aufsicht .auf die :zweite Klammer, teilweise. im.
Schnitt, Fig. 5 in größerem Maßstab einen senkrechten Schnitt durch die zweite Klammer,
Fig. 6 eine Rückansicht derselben und Fig.7 eine Vorderansicht der künstlichen Hand..
, Die Stumpfmanschette i des Ersatzarmes wird auf den Armstumpf des Vorderarmes
aufgesetzt. Die Seitenschienen 3 sind an den Seitenschienen q. des den Oberarm umschließenden
Ringes 2 angelenkt.
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Um selbst bei Verlust beider Hände die Anbringung der Vorrichtung
mittels der Zähne zu gestatten, ist die Verschnürung des Ringes :z am Oberarm so
ausgebildet, daß der Schnürriemen 6 durch die Augen 5 an den beiden Längskanten
des Ringes hindurchgeht, so daß das Ende dieses Schnürriemens im Reibungshaken 7
festgehalten wird.
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Das Vorderende der Manschette i wird durch eine Platte 8 abgeschlossen,
in welcher die etwas längliche Öffnung g angeordnet ist. An der Innenfläche der
Platte befindet sich, durch einen Stift o. dgl. festgehalten, ein Klenunglied io,
dessen Arbeitsfläche mit der Kante der Öffnung g in Deckung liegt. Ein Schlitten
12 ist nach Art einer Gabel ausgebildet und führt sich mit den Zinken an beiden
Seiten des Klemmgliedes io. Eine Abhebung des Schlittens 12 von der Vorderplatte
8 wird durch die rückwärtige Platte ii verhindert. Der Querteil 13 der Gabel i2
ist ebenfalls als Klemmglied ausgebildet und in ihm führt. sich eine Stellschraube
15, die sich durch die festgelegte Mutter 14 am oberen. Ende der Platte 8 erstreckt.
Diese Schraube hat einen Kopf 2o, so daß selbst bei Verlust beider Hände durch Reibung
dieses Kopfes gegen eine Tischkante oder vermittels der Zähne ein Anziehen der Klammer
13, 1o erfolgen kann. Eine Verlängerung 16 am unteren Ende der Platte 8 ist
vorn geschlitzt und ragt unter die Manschette i hinein, an welcher das rückwärtige
Ende angeschlossen ist. Auf diese Weise wird eine Tasche gebildet, deren Vorderkante
über die Platte 8 hinausragt und die an der Vorderkante ig etwas geschärft ist,
damit auf diese Weise der Boden der Tasche unter ein Werkzeug, wie Messer oder Gabel,
geschoben
und dieses in die Tasche eingeführt werden kann. Nachdem ein solches Werkzeug mit
seinem Stiel in die Tasche 18 eingeschöben ist, kann die Schraube 2o entsprechend
gedreht werden, wodurch der Bügel 12 gesenkt wird. Dieser Bügel ist an seinem unteren
Teil mit einer schuhartigen Klaue 17 versehen und diese Klaue kommt bei Drehung
der Schraube gegen das Werkzeug zu liegen und hält letzteres. in der Tasche fest.
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Ein Hakenglied 21 hat an seinem .äußeren Ende einen seitwärts abgebogenen
Haken 22 und einen ähnlichen, nach der anderen Richtung gehenden Haken 23, der etwas
kürzer ist. Die beiden seitlichen Vorsprünge 22, 23 endigen in scharfe Haken 24,
die nach vorn gerichtet sind. Das innere Ende des Hakengliedes 21: besitzt einen
Flansch 25 und einen vom Flansch ausgehenden Stutzen 26 mit einer Ringnut. Dieser
Stutzen kann in die Öffnung 9 der Platte 8 eingesetzt und durch Verstellung der
Schraube 15 festgehalten werden. Dieses Hakenglied kann leicht ausgewechselt werden.
Unterhalb des Hakengliedes 21 befindet sich eine federnde Klemme 27, die eine nach
unten gerichtete und diagonal verlaufende Ausbuchtung 28 besitzt. Das Vorderende
dieser Klemmfeder 27 ist etwas nach aufwärts gebogen, -um für gewöhnlich mit der
unteren Seite des Hakengliedes in Eingriff zu bleiben. Aus Fig. 7 geht auch hervor,
daß eine seitlicher Arm dieser Feder unter dem Arm 22 verläuft und das freie Ende
29 etwas nach unten abgebogen ist, damit auf diese Weise die Einsetzung von kleineren
Werkzeugen in die Klemme leicht erfolgen kann.
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Um diese Einsetzung noch mehr zu erleichtern, sind Mittel vorgesehen,
um die federnde Klemme 27 vom Hakenglied 2,1 abdrücken zu können. Dazu dient ein
Sperrad 30, welches drehbar auf dem Hakenglied 21 gelagert ist und durch einen Schlitz
im Hakenglied und Feder 27 hindurchragt. Auf einer Seite dieses Rades befindet sich
eine Anzahl von Erhebungen oder Ansätze 30', während auf der anderen Seite ein Hebel
31 am Rad schwingbar befestigt ist. Nach Fig. i sind die Verdickungen am Rad 3 o
so angeordnet, daß für gewöhnlich das Glied 2i und die Feder 27 mit ihren Vorderenden
in Berührung stehen. Wird jedoch der Hebel 31 ausgeschwungen, wie es in Fig. i gestrichelt
gezeigt ist, so greift eine Klinke 32 in das verzahnte Sperrad ein und dreht dasselbe.
In dieser Drehung drückt einer der Ansätze gegen die Feder 27 und drückt dadurch
die letztere von der Unterseite des Hakengliedes 2,1 ab, wie es aus Fig. r ersichtlich
ist. Wenn sich die Feder in dieser Lage befindet, kann sie leicht unter einen Gegenstand,
selbst unter ein Blatt Papier o. dgl. geschoben werden und bei einer weiteren Fortsetzung
der Drehung wird dann der betreffende Ansatz außer Eingriff mit der Feder 27 -kommen
und letztere gegen das Glied 21 zurückschnellen, so daß der eingeführte Gegenstand
beispielsweise in der in Fig.3 gezeigten Lage gehalten werden kann.
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Die Ausschwingung des Gliedes wird durch eine Schnur 34 bewerkstelligt,
die an dem einen Ende 33 in den Hebel 31 eingehakt ist. Das andere Ende ist an einer
der Seitenschienen 4 am Oberarm' befestigt.
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Zwischen den beiden Gliedern 21, 27 können verschiedenartige
Gegenstände erfaßt und festgehalten werden. Sollte der Arm oberhalb des Ellenbogens
abgenommen und eine Anbringung der Hülse 2 unmöglich sein, so kann die Schnur 34
an einer anderen Stelle des Körpers angebracht werden. Die Haken 22, 23 sind beispielsweise
wertvoll, wenn der Träger Schuhe anziehen will, während die Verbindung dieser Haken
mit deit Haken 24 sich als geeignet beim Zuknöpfen von Kleidungsstücken, beim Öffnen
und Schließen von Geldtaschen o. dgl. erwiesen haben.