DE339494C - Verfahren zur Darstellung komplexer Quecksilberdicarbonsaeureester und ihrer Verseifungsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Darstellung komplexer Quecksilberdicarbonsaeureester und ihrer Verseifungsprodukte

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DE339494C
DE339494C DE1913339494D DE339494DD DE339494C DE 339494 C DE339494 C DE 339494C DE 1913339494 D DE1913339494 D DE 1913339494D DE 339494D D DE339494D D DE 339494DD DE 339494 C DE339494 C DE 339494C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung komplexer Quecksilberdicarbonsäureester und ihrer Verseifungsprodukte. Es ist bekannt, daß merkurierte Carbonsäuren oder Phenole sich in Alkalisulfid lösen zu Salzen von der Formel: und daß diese Alkalisalze beim Erhitzen unter Abspaltung von Quecksilbersulfid in die Alkalisalze der Quecksilberdicarbonsäuren bzw. Quecksilberdiphenole übergehen. Diese Umwandlung, welche nach den Angaben von P es ci und Di mro thdurch Kochen der wässerigen Lösuug jener Salze erreicht wird, ist naturgemäß keine quantitative, da durch die gleichzeitig eintretende Hydrolyse die Quecksilberdicarbonsäuren und Quecksilberdiphenole in statu nascendi zum Teil wieder unter Aufhebung der zweiseitigen Komplexbindung in einseitig komplex gebundene Quecksilberverbindungen übergeführt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß die neutralen halbkomplexen Schwefelquecksüberverbindungen, speziell die Schwefelquecksilbercarbonsäureester allein durch trockenes Erwärmen ein Molekül Quecksilber als Sulfid abzuspalten vermögen, wobei die Hydrolyse vermieden wird, welche sonst die Ausbeute beeinträchtigt. Daher können die betreffenden vollkomplexen Quecksilberverbindungen in quantitativer Ausbeute und großer Reinheit erhalten werden. Die so gewonnenen Quecksilberdicarbonsäureester können alsdann in. bekannter Weise durch Verseifung in die entsprechenden Quecksilberdicarbonsäuren übergeführt werden. Beispiel I.
  • 8o Teile Schwefel-Diquecksilberorthoacetylamidobenzoesäureester, welche leicht und in quantitativer Ausbeute erhalten werden durch Einwirkung von frisch bereitetem alkoholischen Schwefelwasserstoff in berechneter Menge auf den Acetatquecksilberacethylanthranilsäuremethyl -ester (Berichte 47, S. 19q.6), werden bis zur völligen Abspaltung von einem Molekül Quecksilbersulfid auf 8o bis ioo° erhitzt- und derso gebildete Quecksüberdiacethylamidobenzoesäureester durch Aufnehmen in Aceton und Filtrieren von Quecksilbersulfid getrennt. Die reine Verbindung ist von schwach gelblicher Farbe und schmilzt nach vorheriger Verfärbung gegen 2oo°. Gegenüber Schwefelammonium sowie kalter alkoholischer Zinnchlorürlösung ist das Quecksilber beständig. Der Ester löst sich leicht in Methyl- und Äthylalkohol, Aceton und Essigäther, weniger in Benzol und Chloroform, schwer in Petroleumäther und Wasser.
  • Beispiel II.
  • 150 Teile Sulfidquecksilbersalicylsäureester, erhalten nach BeispielI durch Einwirkung berechneter Mengen alkoholischen Schwefelwasserstoffs auf Acetatquecksilbersalicylsäureester (den man leicht gewinnt durch Kochen von Salicylsäureester mit Quecksilberacetat), werden kurze Zeit auf 8o bis 9o ° erhitzt. Von dem abgespaltenen Quecksilbersulfid (1 Mol. ) wird der so entstandene Quecksilberdisalicylester durch Aufnehmen in Äther und Filtrieren getrennt und nach dem Verjagen des Äthers als ein bald kristallisierendes Öl von großer Reinheit und in quantitativer Ausbeute gewonnen.
  • ei s.@_i.@L III.
  • ioo Teile Sulfidquecksilberbenzoesäureester, nach Beispiel I und II erhalten durch Einwirkung berechneter Mengen alkoholischen Schwefelwasserstoffs auf den Acetatquecksilberbenzcesäureester (dargestellt durch mehrstündiges Kochen von Benzoesäureester mit Quecksilberacetat), werden drei Stunden auf 12o ° erhitzt. Die Substanz erweicht, verfärbt sich schwarz und spaltet ein Molekül Quecksilbersulfid ab. Der Dibenzoesäureester wird nach dem Erkalten mit Essigäther extrahiert und wird in nahezu quantitativer Ausbeute in der üblichen Weise aus diesem gewonnen; ein weißer mikrokristallinischer Körper, löslich in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln außer Petroläther, unlöslich in Wasser. Beispiel IV.
  • ioo Teile Sulfid-Quecksilbermethoxybernsteinsäureester, nach Beispiel I bis III erhalten durch Einwirkung berechneter Mengen Alkoholschwefelwasserstoffs auf den Acetatquecksilbermethoy.ybernsteinsäureester(derseinerseits leicht zu erhalten ist durch Einwirkung berechneter Mengen Quecksilberacetat auf Crotonsäureester in methylalkoholischer Lösung [vgl. die Methode Berichte d. D. chem. Ges. igio S. 695 und 1911 S. 105r]), werden bis zur völligen Abspaltung des Schwefels in Form- von Quecksilbersulfid auf 8o bis ioo° erhitzt. Der so gebildete a-Quecksilberdi-,ß-methoxybernsteinsäuree3ter wird durch Aufnehmen in Essigäther, Filtrieren vom Quecksilbersulfid und Fällen mit Petroläther in Form von mikrokristallischen Nädelchen leicht rein erhalten. Die Verbindung löst sich gut in Methyl und Äthylalkohol, Aceton Essigäther und Chloroform, schwer in Benzol und sehr wenig in Petroläther. Mit 2 Mol. Ngtronlauge erwärmt geht die Ester in Lösung auf: unter Zusatz von 2 Mol. Schwefelsäure fällt die a.-Quecksilberdi-ß-methoxycrotonsäure als weißer amorpher Niederschlag, welche nach dem Absaugen durch 1-ösen in Alkohol und Fällen mit Wasser leicht rein zu erhalten ist: Beispiel V.
  • 23 Teile Quecksilberdibenzoesäuremethylester werden in Zoo Teilen Methylalkohol gelöst und mit ico ccm normal Natronlauge 5 bis io Minutenschwachgekocht. NachZugabevoniooccm normal Schwefelsäure fällt ein flockiger amorpher Niederschlag in nahezu quantitativer Ausbeute, der aus Alkohol und Fälle mit Wasser leicht rein zu erhalten ist. Die Verbindung erwies sich mit einem Quecksilbergehalt von 45,07 Prozent gegen 45,24 als identisch mit der von P e s ei auf anderem Wege gewonnenen Ouecksilberdibenzoesäure.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcA: Verfahren zur Darstellung komplexer Quecksilberdicarbonsäureester und ihrer Verseifungsprodukte, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Schwefelquecksilbercarbonsäureestern durch trockenes Erwärmen ein Molekül Quecksilbersulfid abspaltet und die so erhaltenen Quecksilberdicarbonsäureester der Verseifung unterwirft.
DE1913339494D 1913-01-09 1913-01-09 Verfahren zur Darstellung komplexer Quecksilberdicarbonsaeureester und ihrer Verseifungsprodukte Expired DE339494C (de)

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