DE859617C - Verfahren zur Herstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe

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DE859617C
DE859617C DEF3342D DEF0003342D DE859617C DE 859617 C DE859617 C DE 859617C DE F3342 D DEF3342 D DE F3342D DE F0003342 D DEF0003342 D DE F0003342D DE 859617 C DE859617 C DE 859617C
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DE
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acid
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tetracyclic derivatives
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DEF3342D
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Inventor
Gerhardt Dr Haberland
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Bayer AG
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Bayer AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/587Unsaturated compounds containing a keto groups being part of a ring
    • C07C49/613Unsaturated compounds containing a keto groups being part of a ring polycyclic

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe Verfahren zur Herstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe sind- bereits, bekanntgeworden. Diese Synthesen lassen sich nur sehr schwer und mit ungenügenden Ausbeuten ausführen.
  • Mit dem vorliegenden Verfahren wird ein neuer Weg zur Herstellung solcher tetracyclischen. Derivate eröffnet. Das Wesen des Verfahrens, besteht darin, daß man ausgehend von i-Naphthalinbuttersäure über das Diazoketon das Halogenketon gewinnü, welches durch Kondensation in Gegenwart von halogenwasserstoffbindenden Mitteln mit -.%falons5,ure-, Cyanessigsäure- oder Ac.etessigestern in die entsprechenden Ketoester übergeführt wird, die nach erfolgter Verseifung durch Behandlung mit kondensierenden Mitteln unmittelbar zu den Polycyclen führen. Die Synthese gestaltet sich folgendermaßen: Demgemäß werden ;-[Naplitlialin]-buttersäuren zunächst in ihre Chloride übergeführt, diese mit Diazomethan umgesetzt und so die Diazoketone erhalten. Die Diazoketone lassen sich durch Bromwasserstoff in die entsprechenden Bromketone überführen, welche nunmehr z. B. mit Meallmalon.-ester oder Metallacetessigester kondensiert werden, wodurch die gewünschten, homologen Ketoester entstehen. Durch einfache Verseifung- und gegebenenfalls Decarboxylierung entstehen dann die entsprechenden Ketosäuren, welche nunmehr durch Kondensationsmittel in die gewünschten tetracyclischen Derivate vom Charakter der Sterinreihe übergeführt werden.
  • Das Verfahren der Erfindung läßt sich mit den verschiedensten Abkömmlingen der Naphthalinbuttersäure durchführen, beispielsweise kann der Naphthalinkern zum Teil hydriert sein bzw. Substituenten tragen, ferner können die Seitenketten sowohl geradlinig als auch verzweigt sein, beispielsweise kann y-[6-Methoxynaphthyl]-methylbuttersäure Verwendung finden; in diesem Zusammenhang verläuft die Reaktion nach folgendem Schema: Das Verfahren der Erfindung weist gegenüber bekannten Verfahren den Vorteil größerer präparativer Einfachheit auf. E s schafft ferner die Möglichkeit, holvcyclische Verbindungen mit winkelständiger 1lethylgruppe zu gewinnen.
  • Beispiel 5 g ;,-[6-Methoxynaphthylj-a-methvlbuttersäur: wird mit Thionylchlori-d in Chloroform chloriert, das überschüssige Thionylchlorid wird im Vakuum größtenteils entfernt. Das zurückbleibende gelbe Siäurechlori,d wird nun bei o° mit überschüssiger, ätherischer Diazomethanlösung behandelt. Nach 2 Stunden l:äßt man unter Rühren bei o° eine Lösung gleicher Teile Äther und 48'loiger wäßriger Bromwasserstoffsäure zufließen. Nun wird noch bis 3 Stunden gerührt, die Ätherlösung mit Wasser und verdünnter Natronlauge geschüttelt, getrocknet und der Äther verdampft. Der Rückstand, ein hellgelbes 01, wird nun mit der berechneten Menge Natriummalonester in Toluol gekocht. Bereits nach 3o bis 6o Minuten ist die Kondensation beendet. Das Lösungsmittel wird im Vakuum verdampft, der Rest verseift und decarboxyliert. Die erhaltene Säure wird mit Diazomethan verestert und der Ester destilliert; Siedepunkt igo bis 2oo° bei o, i mm. Die durch Verseifung des Esters entsteliende Säure ließ sich durch Anreiben mit Äther zur Kristallisation bringen. Aus Äther, Benzin oder wäßrigem Methanol wurde die Säure in leistenförmigen Kristallen vom Schmelzpunkt 88° erhalten. Sie löst. sich in konzentrierter Schwefelsäure von o° mit roter Färbe; das dabei entstandene Kondensationsprodukt wurde mit Wasser gefällt, Schmelzpunkt i98°. Dias Produkt ist das Laktonder@-[i, 2, 3-, d.-Tetrahydro-2-oxy-2-metliyl-;-inetlioxyplienanthryl-(i) ]-propionsäure: Man kann den obenerwähnten, durch Behandeln mit Diazomethan erhaltenen Methylester auch als solchen. weiterverarbeiten. Hierzu löst man o,6 g des Esters, in 2,5 ccm Eisessig und behandelt diese Lösung mit einer Mischung von 5 ccm Essig und 5 ccm konzentrierter Schwefelsäure bei 1o° etwa 1/2 Stunde, verdünnt die Mischung dann mit Eiswasser und zieht -das Verfahrensprodukt mit Äther aus. Die ätherische Lösung wird neutral gewaschen, der Äther verdampft und der Rückstand aus: Benzin und, verdünntem Aceton umgelöst. Man erhält zunächst den 2-Methyl-7-methoxy-3., q.-dihydrophenanthren-i-propi.onsäuremethylester in glänzenden Blättchen vom Schmelzpunkt 1370.
  • o,25 g dieses Esters werden in 1o ccm Methanol mit o,5 g Bariumhydroxyd in 1o ccm Wasser 30 Minuten gekocht. Das Bariumsalz scheidet sich sehr schnell ab; es wird abgesaugt, mit Wasser bis zum Aufhören der alkalischen Reaktion und dann mit heißem Alkohol ausagewaschen. o,1 g Bariumsalz werden. in 5 ccm Schwefelkohlenstoff mit o,2 g Phosphorpentachlorid behandelt. Das Bariumsalz wird dabei ziemlich rasch aufgeschlossen, nur geringe Mengen gallertartiger, anorganischer Bariumsalze bleiben ungelöst. Die Lösung wird filtriert, mit 1o ccm Schwefelkohlenstoff verdünnt und nun mit 2 ccm Zinntetrachlorid in 2 ccm Schwefelkohlenstoff versetzt. Nach 3stündigem Stehen bei 20° wird mixt Salzsäure zersetzt und ausgeäthert. Der Äther wird neutral gewaschen und verdampft. Der Rückstand gibt nach zweimaligem Umlösen aus Methanol feine gelbe Nadeln des gebildeten Ketons mit schräger Auslöschung vom Schmelzpunkt 168 bis, 1700.
  • Das Produkt ist ein 3-Methoxy-i3-methyld-i4, i5-cyclop@entenon-17-phenanthren: Das Dinitrophenylhydrazon bildet dunkelrote, fast schwarze Flocken.
  • Das beim Entmethylieren der Methoxygruppe durch Erwärmen mit einer Mischung von gleichen Teilen Eisessig und Bromwasserstoffsäure (i, 7) erhaltene Produkt zeigt .starke Östruswirkung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: .Verfahren zurHerstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe; dadurch gekennzeichnet, daß man y-Naphthalinbuttersäu:re:n oder ihre Derivate über -die Diazoketone in Halogenketone überführt, diese nach in Gegenwart, von halogenwasserstoffbindenden Mitteln erfolgter Kondensation mit Malonsä u.re-, Cyanessigsäure- oder Acetessigestern in die entsprechenden Ketoester überführt und diese nach erfolgter Verseifung mit kondensierenden Mitteln behandelt.
DEF3342D 1937-07-24 1937-07-24 Verfahren zur Herstellung von tetracyclischen Derivaten der Sterinreihe Expired DE859617C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1274575B (de) * 1959-12-18 1968-08-08 Montedison Spa Verfahren zur Herstellung von Estern nicht konjugierter Polyencarbonsaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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