DE3387C - Apparat zur Ermittelung des kubischen Inhaltes von Hohlgefäfsen - Google Patents

Apparat zur Ermittelung des kubischen Inhaltes von Hohlgefäfsen

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DE3387C
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G. HAMBRUCH, Ingenieur, in Berlin
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    • G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
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Description

1878.
Klasse 42.
G. HAMBRUCH in BERLIN. Apparat zur Ermittelung des cubischen Inhaltes von Hohlgefärsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. April 1878 ab.
Das Instrument soll vornehmlich zum Ausmessen von Trinkgefäfsen dienen und zwar nicht nur die Gröfse des Gefäfses angeben, sondern auch die darin enthaltene Flüssigkeit messen.
Die Dimensionen des Instruments sind solche, welche zum Ausmessen von Biergläsern in den gebräuchlichen Gröfsen passen.
Das Instrument mifst den Durchmesser des Glases und die Höhe der darin enthaltenen Flüssigkeit, wobei angenommen wird, dafs das Glas ein Cylinder ist oder ein abgestumpfter Kegel, auf dessen mittlerem Durchmesser die Messung erfolgt. Das Product der Querschnittsfläche und der Füssigkeitshöhe, welches dem Flüssigkeitsinhalt entspricht, ist auf einer an dem Apparat angebrachten Scala abzulesen.
Die Zeichnung giebt zwei Constructionen an:
Fig. ι eine solche, bei der die Scala auf einem Kreissector,
Fig. 2 eine solche, bei der die Scala auf einem Cylinder aufgetragen ist.
Das Instrument besteht aus einem Stab a, in welchem die Hebel b b1 ihren gemeinschaftlichen Drehpunkt haben. An das Ende dieser Hebel b bl sind die Stangen c c1 angeschlossen, welche diese Hebel mit der Büchse d verbinden. Am Ende des Stabes α dreht sich, Fig. 1, der Sector e, der durch eine Gelenkstange / mit der Büchse d verbunden ist. Schwimmer g gleitet auf dem Stab α und trägt einen Zeiger g', welcher durch die Büchse d reicht und mit seiner Spitze die vordere Fläche des Sectors berührt.
In der Construction Fig. 2 sind dieselben Theile wie in Fig. 1 vorhanden, nur ist der Sector durch den Cylinder e ersetzt, welcher sich auf dem verlängerten Stab α dreht.
Sein unteres Ende e' ist mit einem Schraubengang versehen, in den ein Stift dl der Büchse d greift. Die Scala ist auf der Cylinderfiäche aufgetragen, wie sie in Fig. 3 aufgerollt gezeichnet ist. Der Zeiger gl wird in einem Auge der Büchse d geführt und weist mit seiner Spitze auf einen Punkt der auf der Cylinderfläche aufgetragenen Scala.
Der Gebrauch des Instrumentes geschieht wie folgt:
Man taucht dasselbe in das mit Flüssigkeit gefüllte Gefäfs, ein und drückt die Büchse d herunter. Infolge dessen werden die Hebel b bl durch die Stangen cc1 so weit nach aufsen gedreht, bis sie die Wandung des Gefäfses berühren. Infolge dieser Niederbewegung der Büchse d wird aber in Fig. 1 der Sector e, in Fig. 2 durch das Schraubengewinde «' der Cylinder e gedreht, bis zu einem Grade, welchem der Stellung der Hebel b b1 oder dem Gefäfsdurchmesser entspricht. Gleichzeitig hat sich aber auch der Schwimmer g auf den Flüssigkeitsspiegel gehoben und zeigt mit der Spitze des Zeigers g1 an der Scala die Flüssigkeitshöhe an.
Während somit die Drehung des Sectors oder des Cylinders den Durchmesser des Gefäfses registrirt, giebt der Höhenstand des Zeigers die Höhe der Flüssigkeit an. Jeder Punkt der Scala, auf den der Zeiger hinweist, entspricht mithin einem in dem Gefäfs enthaltenen Flüssigkeitsvolumen derart, dafs sich gewisse Curven, wie in der Zeichnung dargestellt, für jedes Volumen construiren.
Die Handhabung ist eine sehr einfache und das Resultat ohne jede Rechnung abzulesen und zwar genau, in der Voraussetzung, dafs das Gefäfs ein Cylinder oder Kegel ist, einen quadratischen Querschnitt oder den eines regelmäfsigen Polygons hat. Voraussetzungen, die bei allen Inhaltsbestimmungen gelten, falls sie nicht vermittelst Flüssigkeiten gemessen werden.
Das Instrument kann aus Holz, verzinntem Eisenblech, Metall etc. hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Construction eines Instrumentes, welches aus dem Durchmesser bezw. Querschnitt und der Höhe eines Flüssigkeitsvolumens oder eines Holilmaafses den Inhalt desselben an einer Scala anzeigt, wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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