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Druckregler für Nietmaschinen, Pressen o. dgl. Die Erfindung betrifft-
einen Druckregler für Nietmaschinen, Pressen u. dgl., der bei Erreichung eines gewünschten
einstellbaren Druckes des Stempels den Antrieb unterbricht.
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Von bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die Erfindung dadurch
in vorteilhafter Weise, daß sie ermöglicht, nach Wunsch die Maschine dauernd selbsttätig
weiterlaufen oder nach vollendetem Arbeitshub das Werkzeug unter Druck stehenzulassen
und die Umsteuerung von Hand zu bewirken. Ferner kann auch eine bestimmte Hubhöhe
eingestellt werden.
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Erreicht wird gemäß der Erfindung das dauernde Arbeiten der Maschine
dadurch, daß in der Steuereinrichtung ein Wendegetriebe vorgesehen ist, deren verschiebbare
Kuppelungsteile bei der in bekannter Weise bei Erreichung des Höchstdruckes erfolgenden
achsialen Verschiebung einer die Stempelbewegung veranlassenden Antriebsschnecke
nach vorher stattgefundener Einstellung auf Vorwärtsgang von Hand auf Rückwärtsgang
umgesteuert «-erden, indem die Schnecke ein Hebelgestänge unter Vermittlung von
Anschlägen nach entsprechender Einstellung eines einstellbaren Anschlages bewegt,
das die Kupplung umwirft, während danach die Umsteuerung auf Vorwärtsgang durch
eine Hilfssteuereinrichtung herbeigeführt wird, die aus einem mit dem Handhebel
in. Verbindung stehenden Winkelhebel besteht, auf den ein von dem Stempel bewegter
Knaggen bei Hochgang des Stempels im Sinne der Umstellung der Kupplung des Wendegetriebes
einwirkt. Die Einstellung des Hubes des Stempels wird gemäß der Erfindung durch
zwei mit clem Stempel durch einen Winkelhebel in Verbindung stehende einstellbare
Knaggen erreicht, die auf den Winkelhebel der Hilfssteuereinrichtung einwirken.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen (F ig. i und 2) dargestellt.
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Fig. i ,gibt einen Längsschnitt in schematischer Darstellung wieder.
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Fig. 2 läßt einen Querschnitt durch den Druckregler erkennen.
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Die Darstellungen, besonders Fig. 2, zeigen, wie das Gehäuse oder
der Druckaufnehmer 12 unter Vermittlung des Bundes i i mit der Antriebschneckenspindel
io in Verbindung steht. An Stelle des aus Schneckenrad 22 und Schnecke io bestehenden
Getriebes kann ohne weiteres auch eine Schraube mit Mutter, ein Schraubenradgetriebe
o. dgl. gesetzt werden. Die von dem Druckanzeiger 2o unter Spannung gehaltenen Federn,
13 drücken den Druckaufnehmer 12 gegen den festen Anschlag 1q. des Maschinengestells
15. Die Spannkraft des Druckanzeigers 2o und durch Zwischenschaltung des Deckels
2i auch die der Federn 13 wird mit der Spindel 18 durch Drehen des Handrades 17
geregelt. Lager i9 ist mit Gestell 15 verbunden. Unter Vermittlung der Hebel 5a,
5q., Welle 53, des Kreuzgelenks 55, der Zwischenstange 51 des Kreuzgelenks 59 (s.
Fig. i), Hebels 62 mit Anschlagnase 6d., die auf Welle 63 drehbar gelagert sind
und mit der am Kupplun:gsgabelhebei 4.7 befindlichen Anschlagnase 50 steht
der Druckaufnehmer 12 der Druckregelvorrichtung
mit dem Steuermechanismus
der Maschine in Verbindung. Die beiden lose auf der Welle i sitzenden und durch
die Stellringe 8 und 9 gegen Verschieben gesicherten Kegelräder 4. und 5 greifen
in das auf der Welle 7 fest aufgekeilte Kegelrad 6 ein. Welle 7 trägt auf dem Keil
16 in der Längsrichtung beweglich gelagert die Schneckenbpindel io. Die Nabe des
Schneckenrades 2a ist mit Innengewinde versehen und greift in die achsial verschiebbare
Schraubenspindel 23. Diese ist in den Lagern 24 und 25 des Gestells 15 geführt und
durch den in Spindel 23 und Lager 25 greifenden Keil 26 an einer Drehung gehindert.
In den Kopf 27 der Spinde123 greift der eine Arm des Winkelliebels 28 ein, während
der andere den Stempel 29 "der Nietmaschine oder Presse mit dem Werkzeug 3o bewegt.
Kupplungsgabelhebel 38, um Welle 32 schwingend, ist mittels Lenkers 46 mit Hebel
47 verbunden, und die beiden genannten Hebel greifen in die auf der ständig umlaufenden
Welle i verschiebbar aufgekeilfien Muffen der Konuskupplungen 2 und 3 ein.
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Die beabsichtigte Größe des abzugebenden Preßdruckes wird, wie bereits
erwähnt, vor Beginn der Arb:it mit dem Handrad 17 des Druckanzeigers 2o eingestellt.
Ab- oder Umschaltung der Antriebskraft wird von der Druckregelvorrichtung veranlaßt,
wobei der Hauptantrieb mit den Schwungmassen ununterbrochen weiterläuft.
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Druckregler und Steuerung arbeiten folgen dermaßen zusammen: Welle
i leitet die Kraft ein, und durch Abwärtsdrücken des Handsteuerhebels 31 (s. Fig.
i) wird vermittels der Anschläge 35 und 41 der Kupplungshebel 38 und damit die Konuskupplung
2 in Einrückstellung gebracht. Ausrücken beginnt, sobald die vom Druckaufnehmer
12 aus bewegte, in der Brücke 58 verschiebbare und mit der Spannmutter 61 versehene
Verlängerung 57 der Zwischenstange 51 die Feder 6o so Zweit gespannt hat, daß dieselbe
den Druck der Feder 69 des Indexbolzens 67 überwindet. Schraube 7o dient zum Einstellen
der Spannung ;der Feder 69: 71 ist das Schaltbolzengehäuse, 68 die Schaltbolzenschneide,
48 die Schneide am Fortsatz 49 des Kupplungshebels 47. Durch die soeben beschriebene
Einrichtung wird ein fast augenblickliches Umschalten der Konuskupplun-en 2 und
3 erzielt, von denen erstere den Vorlauf, letztere den Rücklauf einschaltet. Soll
nach beendeter Pressung die Maschine unter Druck stehenbleiben, so sind die Kupplungen
:2 und 3 vom Druckregler nur in ihre Mittelstellung zu bringen. Zu diesem Zweck
ist die Stellschraube 66 vorgesehen, die den Ausschlag dies Hebels 62 durch Auftreffen
des Anschlages 65 auf 66 begrenzt. Für diesen Fall ist dann durch Handhebel 31 der
Rückwärtsgang einzurücken, worauf die Federn 13 den Druckaufii_haner 12 wieder in
seine Anfangsstellung gegen den Anschlag 14 zurückdrücken, was auch eintritt, wenn
die Maschine selbsttätig umsteuert.
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Soll die Maschine unter Druck stehenbleiben, so sind die Kupplungen,
wie nachstehend beschrieben, in ihrer Mittellage zu sichern. Der Winkelhebel 42,
43 (Fig. 1),
auf der Welle 44 drehbar, ist mit dem Handhebel 31 durch den
Arm 33 und die Federstange 45 verbunden. Der an dem Hebel 38 sitzende Anschlag 39
liegt an dem Arm 42 an, wodurch ein Hinübergleten der Kupplungen 2, 3 über die Mittelstellung
verhindert wird. Bei der Aufwärtsbewegung des Handsteuerhebels 31 wird infolge des
Abstandes zwischen den Anschlägen 34 und 40 zunächst der Winkelhebel 42, 43 durch
den Bund 72 der Federstange 45 vom Anschlag 39 entfernt, dann kommen bei der Weiterbewegung
des Handhebels die Anschläge 34 und 40 zum Anliegen, und die Kupplungshebel 38 und
4.7 schalten auf Rückwärtsgang um. Das Stillsetzen .der Maschine in der oberen Stempel-Stellungerfolgt
durch die im nächsten Absatz beschriebene Hilfssteuerung, worauf die Feder 73 den
Winkelhebel 42, 43 in seine Anfangsstellung zurückbewegt. Durch Ausschwenken der
Federstange 45 und Einsetzen des Bolzens 82 in Bohrung 83 des Armes 33 wird die
Feststellvorrichtung zur Sicherung der Kupplungen 2, 3 in ihrer Mittellage außer
Tätigkeit gebracht, so daß der Druckregler alsdann das selbsttätige Umschalten vornehmen
kann.
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Die erwähnte Hilfssteuerung dient außer zur Herbeiführung der Stillsetzung
der Maschine auch dazu, den Preßstempel ununterbrochen ab- und aufwärts und eine
bestimmte Hublänge bei Zieharbeiten durchlaufen zu lassen. Die finit dem Bolzen
37 an dem Handsteuerhebel 31. angelenkte @'erbindu-ngsstange 36 ist mit dem die
Rolle 79 tragenden und: um die Welle 81 schwingenden Winkelhebel 8o verbunden. Vom
Spindelkopf z7 wird die mit Gewinde zum Einstellen der Steuerungsanschläge 75 und
78 versebene Hilfssteuerspindel74 bewegt. Die abgeschrägte und mit der Stellschraube
77 in der Höhenrichtung einstellbare Steuerknagge 76 trifft beim Aufwärtsgang des
Preßstempels und in der oberen Lage des Handhebels 31 gegen die Rolle 79. Je nach
Einstellung der Knagge 76 kann die Rolle 79 von derselben 'abgleiten, sobald die
Steuerung Mittelstellung erreicht hat, worauf dann die bewegten: Teile des Getriebes,
ohne die Steuerung noch weiter zu beeinflussen, zur Ruhe kommen können;; öder der
Rollenhebel
8o wird bei entsprechender Einstellung der Knagge 76
nach rechts so weht mitgenommen, daß Umsteuerung erzielt wird. In beiden Fällen
bewirken die Anschläge 35 und 41 das Mitnehmen der Kupplungshebel 38 und 47. Der
Steuerungsanschlag 78 veranlaßt selbsttätiges Zurückgehen des Preßstempels, wenn
derselbe eine bestimmte Wegstrecke nach unten durchlaufen hat, bevor der etwa eingestellte
Höchstdruck erreicht ist.
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Zusammengefaßt sind die Bewegungen der Druckreglervorrichtung und
der Steuerung während eines Arbeitsganges unter der Voraussetzung, daß das Getriebe
nach vollendeter Pressung selbsttätig zurücklaufen und dann zur Ruhe kommen soll,
kurz folgende: Der Handsteuerhebel 31 wird nach abwärts bewegt und damit
die Konuskupplung z für den Vorlauf eingerückt. Ist der am Druckanzeiger 2o eingestellte
Preßdruck erreicht, so verschiebt sich die Schnecke io acbsial entgegen dem Druck
der Federn 13, der Druckaufnehtner 12- bewegt Steuerstange 51 nach
unten unter Überwindung der Spannung der Feder 6o, die ihrerseits die Spannung der
Schaltbolzenfeder 69 überwindet und die Rücklaufkupphing 3 durch rasches ITmsteuern
des Hebels 47 einrückt. Für den vorliegenden Fall muß vor Beginn der Arbeit die
Feststellvorrichtung 42, 43 ausgeschwenkt werden, also die Federstange 45 mit dem
Arme 33 in 83 verbunden sein. Der zurückgehende Preßstempel wird bei Erreichung
seiner Endstellung von der Steuerknagge 76 zur Ruhe gebracht.