DE33592C - Elektrische Zündung für Gewehre - Google Patents
Elektrische Zündung für GewehreInfo
- Publication number
- DE33592C DE33592C DENDAT33592D DE33592DA DE33592C DE 33592 C DE33592 C DE 33592C DE NDAT33592 D DENDAT33592 D DE NDAT33592D DE 33592D A DE33592D A DE 33592DA DE 33592 C DE33592 C DE 33592C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cartridge
- rifles
- rifle
- wire
- line
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 9
- BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N platinum Chemical compound [Pt] BASFCYQUMIYNBI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 5
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N lead(0) Chemical compound [Pb] WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000012811 non-conductive material Substances 0.000 description 1
- 229910052697 platinum Inorganic materials 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/58—Electric firing mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. October 1884 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Gewehre und Feuerwaffen, bei denen die Patrone ·
mittelst einer im Kolben liegenden Elektricitätsquelle, und zwar derart entzündet wird, dafs
eine in der Patrone liegende Leitung von grofsem Widerstände, am besten ein dünner
Platindraht, glühend gemacht und dadurch das Pulver zur Explosion gebracht wird, sobald
der elektrische Strom durch Abziehen des Drückers geschlossen wird.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein verticaler Längsschnitt des Schlofs- und Verschlufstheiles eines als Beispiel gewählten
Doppelgewehres nach der gebrochenen Linie 1-1 der Fig. 2 und in der Richtung des
Pfeiles 1 gesehen;
Fig. 2 ein Horizontalschnitt nach der gebrochenen Linie 2-2 der Fig. 1 und in der
Richtung des Pfeiles 2 gesehen.
Fig. 3 zeigt eine für diese Gewehre passende Patrone im Durchschnitt und die elektrische
Leitung schematisch dargestellt.
Die in Fig. 3 gezeigte Patrone A ist derart constrain, dafs ihr metallener Boden α durch
ihren Stutzen al und Leitung e das eine Ende
des glühenden dünnen Platindrahtes d bildet, während das hintere Ende des centralen Stiftes
b, welcher durch das nicht leitende Rohr c, das im Stutzen al gehalten ist, vom Boden a
isolirt ist, das zweite Ende des mit ihm verbundenen Platindrahtes d bildet. Diese Patronen
werden wie gewöhnliche in das hintere de der durch Drehung des Hebels ~Ί und
rch verursachtes Freiwerden des Bolzens H von den Haken h geöffneten Läufe EE' eingeschoben
und die Läufe dann gehoben und durch Rückwärtsdrehen des Hebels I wieder
geschlossen. Dadurch wird der Boden α der Patrone fest gegen das Kreuzstück B des
Schlofstheiles geprefst, so dafs zwischen diesen Theilen elektrischer Contact stattfindet.
Das Kreuzstück B ist nun durch den Draht ν mit dem einen Pol der im Kolben F angebrachten Batterie C verbunden, während der
andere Pol durch den Draht χ mit der Feder L bezw. dem Zündstift D verbunden ist.
Soll die Ladung der Patrone entzündet werden, so wird dieser Zündstift D in elektrischen
Contact mit dem Stift b der Patrone gebracht, wodurch der Strom geschlossen und der Platindraht
glühend wird, mithin das Pulver sich entzündet.
Die bisher bekannten elektrischen Gewehre sind zweierlei Art; solche, bei denen der in
der Patrone enthaltene Platindraht einerseits durch Lauf und Kreuzstück mit dem einen
Pol der Batterie verbunden wird, ' während andererseits der zweite Pol mit dem Zündstift
zusammenhängt, welcher, wenn gefeuert wird, das Pulver durchsticht, bis er auf das
Platin trifft und dadurch Contact hervorbringt bezw. den Strom schliefst. Die zweite Art
ist eine solche, bei welcher die Patrone zwei äufsere Leitungsenden besitzt, welche mit correspondirenden
Leitungsstücken Contact hervorbringen, sobald das Gewehr geschlossen wird. Diese Contacte sitzen am Kreuzstück und bilden
die Enden eines offenen Stromes, der ge-
schlossen wird, sobald der Drücker abgezogen wird, um zu feuern.
Das' Kreuzstück B besitzt zwei konische Löcher, welche mit nicht leitenden Pfropfen
KK ausgefüllt sind, deren axiale Bohrungen die Zündstifte D D aufnehmen. Die Pfropfen
K K werden durch Metallringe k k und Schrauben i i in ihrer Lage gehalten. Eine gewundene
Feder L ist zwischen dem Kopf jedes Zündstiftes D und dem vorstehenden Ende /
des zugehörigen Pfropfens K eingeschaltet, so dafs der Zündstift stets nach hinten zurückgedrängt
wird. Die hintere Fläche des Zündstiftkopfes ist mit einer Scheibe m aus nicht
leitendem Material bedeckt. Die Abzüge T T theilen sich innerhalb des Schlosses in je
zwei Arme M und N. Die Arme MM erstrecken sich aufwärts und legen sich hinter
die Scheiben m m der Zündstifte -D, so dafs, wenn die Drücker angezogen werden, die
Zündstifte D gegen den Druck der Federn L nach vorn geschoben werden, bis sie die
Stifte b b der Patronen berühren und diese zur Explosion bringen. Hiernach werfen die
Federn L L die Zündstifte D und die Drücker T selbst in ihre alte Lage zurück. Die zweiten
Arme JV N der Drücker T erstrecken sich rück- und aufwärts, Fig. i, so dafs in der
gezeichneten Lage des Horns Q. der Zündstift D Contact mit dem Stift b der Patrone
hervorbringen kann. Unter der Deckplatte des Schlosses bewegt sich ein Schieber P, der
das Horn Q. trägt. Wenn der Schieber P mittelst des rauhgemachten Daumengriffes R oberhalb
der Deckplatte nach rückwärts geschoben wird, tritt das Horn Q. über die Enden η der
Arme N, so dafs die Drücker T bezw. die Arme M angehalten werden, wodurch die
Zündstifte verhindert sind, die Stifte b zu berühren. In diesem Zustande ist das Gewehr also
»gesichert«, da der Strom, der durch Draht x. geht, nicht Contact mit Stift b hervorbringen
kann. Wird der Daumengriff nach vorn geschoben, wie in Fig. ι gezeichnet, so kann der
Drücker, wie oben erwähnt, frei spielen und das Gewehr abgeschossen werden. Der Schieber
P wird in seinen äufsersten Lagen durch die Feder ρ gehalten, je nachdem der Vorsprung
q des Schiebers vor oder hinter dem abgeschrägten Kopf der Feder ρ sich befindet.
Sobald der Verschlufshebel / derart gedreht wird, dafs das Gewehr sich öffnet und die
Läufe E umkippen, drängt der rückwärts sich bewegende Bolzen H den Schieber P mittelst
des Stiftes j, der auf den Ansatz r des Schiebers P wirkt, gegen die Feder J in die
hintere Lage zurück, wodurch das Horn Q. über die Haken η zu stehen kommt; das Gewehr
wird demnach durch das Laden automatisch »gesichert«. Soll gefeuert werden, so mufs die Sicherung durch Vorschieben des
Schiebers P erst beseitigt werden, wie schon erklärt wurde. Die Sicherung beruht in diesem
Falle also darauf, dafs der Strom des Leitungsdrahtes χ nicht zu dem Stift b der Patrone
gelangen kann. Um auch die zweite Leitung des Drahtes ν beim »Sichern« zu unterbrechen,
ist folgende Einrichtung getroffen. Innerhalb des Schaftes ist ein Contactwinkel t, Fig. 2
und 3, angeschraubt, der durch einen Draht mit dem Kreuzstück B verbunden ist. Ein
ähnlicher, aber federnder Contacts ist auf der anderen Seite der Schlofshöhlung derart angebracht,
dafs der federnde Theil desselben vor dem Horn Q. vorbeigeht, dabei aber die Tendenz
hat, die Contactplättchen aus einander zu halten und den Strom des mit s verbundenen
Drahtes ν zu unterbrechen. Wird der Daumengriff R und damit das Horn Q. rückwärts
geschoben, so sind die Contacte ί und t von einander getrennt,. Fig. 3; wird R dagegen
vorwärts geschoben, womit das Gewehr zum Abfeuern fertig gemacht wird, so werden die
beiden Contacte fest gegen einander geprefst, die Leitung nach dem Kreuzstück B durch ν
also geschlossen, Fig. 2.
Wenn demnach das Gewehr geladen wird, so wird auch der Daumengriff R nach hinten
geschoben, und es ist nun nach Schlufs des Gewehres ganz unmöglich, dafs dasselbe losgehen
kann, da die Drücker T T nicht abgezogen werden können und beide Leitungen χ
und ν von der Patrone nach der Batterie unterbrochen sind. Soll gefeuert werden, so mufs
erst der Daumengriff JR nach vorn geschoben werden, wodurch die Leitung ν' vom Patronenboden
nach der Batterie geschlossen wird und die Drücker T T frei werden. Werden nun
letztere oder nur einer abgezogen, so wird auch die zweite Leitung λγ nach beiden Patronen
oder nach der betreffenden einen Patrone geschlossen und das Gewehr abgefeuert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: ν
Die Anordnung des mit der Feder L versehenen Contactstiftes D, welcher vermittelst des Abzuges gegen die Patrone gedrückt werden kann, in Verbindung mit der Feder s und dem Contact t, welche beide letzteren nach Auslösung der Sicherung Q. sich berühren.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33592C true DE33592C (de) |
Family
ID=309552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33592D Expired - Lifetime DE33592C (de) | Elektrische Zündung für Gewehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33592C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097860B (de) * | 1956-04-20 | 1961-01-19 | Moderne De Fabrications Mecani | Elektrisches Zuendsystem fuer Feuerwaffen, insbesondere Jagdgewehre |
-
0
- DE DENDAT33592D patent/DE33592C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097860B (de) * | 1956-04-20 | 1961-01-19 | Moderne De Fabrications Mecani | Elektrisches Zuendsystem fuer Feuerwaffen, insbesondere Jagdgewehre |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1128788B (de) | Feuerwaffe, insbesondere Geschuetz, mit Zuendhuelsenmagazin | |
| DE33592C (de) | Elektrische Zündung für Gewehre | |
| AT149438B (de) | Verschlußausbildung für selbsttätige Schußwaffen. | |
| DE665970C (de) | Patrone und Waffe | |
| DE1553856A1 (de) | Schusswaffe | |
| DE530702C (de) | Buechse mit Zuendstift und senkrecht zum Lauf verschiebbarem Verschlussblock | |
| DE37700C (de) | Neuerung an elektrischen Gewehren | |
| DE195338C (de) | ||
| DE666378C (de) | Schiessspielzeug nach Art eines Minenwerfers | |
| DE955393C (de) | Verschluss fuer Schusswaffen | |
| DE2226122C3 (de) | Einabzugvorrichtung mit festgelegter oder wahlweiser Umschaltung für mehrläufige Jagdgewehre | |
| DE213107C (de) | ||
| AT43643B (de) | Schußzähler für Handfeuerwaffen und Geschütze. | |
| DE713330C (de) | Rueckholvorrichtung, insbesondere fuer Rohrvorlaufgeschuetze | |
| DE606333C (de) | Spielzeuggranate | |
| AT153875B (de) | Verschlußverriegelung für selbsttätige Feuerwaffen mit beweglichem Lauf. | |
| AT391945B (de) | Gasdruckpistole, insbesondere sportpistole | |
| DE25544C (de) | Hinterladegewehr mit elektrischer Abfeuerungsvorrichtung | |
| DE488239C (de) | Vorrichtung zur Kaliberaenderung fuer normalkalibrige Handfeuerwaffen | |
| DE309185C (de) | Doppellaufige Maschinenwaffe | |
| DE944108C (de) | Spielzeung-Trommelrevolver | |
| DE246899C (de) | ||
| DE101452C (de) | ||
| DE39971C (de) | Kolben an Metall - Patronenhülsen, um durch den bei . der Explosion auftretenden Gasdruck den Schlagbolzen zu spannen | |
| DE176901C (de) |