DE37700C - Neuerung an elektrischen Gewehren - Google Patents
Neuerung an elektrischen GewehrenInfo
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- DE37700C DE37700C DENDAT37700D DE37700DA DE37700C DE 37700 C DE37700 C DE 37700C DE NDAT37700 D DENDAT37700 D DE NDAT37700D DE 37700D A DE37700D A DE 37700DA DE 37700 C DE37700 C DE 37700C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/58—Electric firing mechanisms
Landscapes
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im allgemeinen bezieht sich die Erfindung auf Gewehre, die zum Schiefsen mit elektrischen
Patronen eingerichtet sind, d. h. mit solchen, die elektrische Leiter enthalten, um die Entzündung
des Pulvers zu bewirken, sobald ein elektrischer Strom von dem Gewehr her sie
durchläuft.
Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf Gewehre, deren Patrone dadurch entzündet
wird, dafs ein beweglicher Zündstift, der eine Elektrode ist und durch den Abzug oder auf
andere Weise in Thätigkeit gesetzt wird, mit ihr in Contact gebracht wird. Bei den bisher
nach diesem System gebauten Gewehren klappten die Läufe um ein Scharnier mit der Mündung
nach unten, während das Schlofs feststand.
Die vorliegende Erfindung wendet dies System auf Hinterlader und Magazingewehre mit festem
Lauf, auch auf Maschinengewehre an, bei denen das Verschlufsstück, die Kammer, beweglich ist.
Die HaupteigenthUmlichkeit der Erfindung besteht in einer beweglichen Elektrode, die
durch oder auf einen beweglichen Gewehrtheil wirkt, der den Lauf öffnet, das Einsetzen der
Patrone gestattet .und als Verschlufs oder Unterstützung desselben dient. Die Elektrode bewegt sich mit diesem Theil, besitzt aber eine
von demselben unabhängige Bewegung, um sie in Contact mit der Patrone zu bringen, wodurch
der Strom geschlossen und die Patrone abgefeuert wird.
Die Erfindung wird in folgendem zuerst als an einem Gewehr nach dem Hotchkifs-System
angebracht beschrieben, wie dies in Fig. ι bis 5 dargestellt ist.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines solchen Gewehres. Ein Theil des Kolbens ist weggebrochen,
um die Batterie sichtbar zu machen.
Fig. 2 ist ein verticaler Längsschnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Zündstiftes mit dem der Länge nach durchschnittenen Schlöfschen.
Fig. 4 zeigt den Abzug für sich.
Fig. 5 ist eine Ansicht des Kolbens, nachdem die Kolbenklappe beseitigt ist.
In den Kolben A ist eine galvanische Batterie J, am besten von cylindrischer Form, in eine
passende Bohrung von hinten her eingesetzt. Die Elemente sind in einer geschlossenen Flasche
aus nichtleitendem Material befindlich, und die Poldrähte treten aus dieser Flasche am besten
an ihren Enden hervor. Der eine Poldraht a ist mit dem Magazinrohr M oder einem anderen
metallischen Theil des Gewehres so verbunden, dafs er in elektrischer Verbindung mit
dem Lauf oder der Hülse steht. Der andere Poldraht ist mittelst des Drahtes b mit dem Abzug
in Verbindung gesetzt. Der Abzug ist wie gewöhnlich T-förmig und besitzt vorn einen
Stollen c und hinten einen Schnabel d. Der letztere besitzt einen isolirten Contact e, der in
Verbindung mit dem Draht b ist.
Schlagbolzen und Schlöfschen sind, wie Fig. 2 und 3 zeigen, etwas abgeändert. Der
Schlagbolzen F ist der Länge nach durchbohrt, und in diese Röhre ist der Zündstift /, vom
Schlagbolzen F durch eine nichtleitende Hülle oder Röhre/ isolirt, eingesetzt.
Er steht vorn, Fig. 3, etwas vor dem Schlagbolzen vor, während sein hinteres Ende in
,elektrischem Contact mit dem Contactstift h steht, der an der Unterseite des Schlöfschen-
knopfes ein wenig vortritt, um event, mit dem Contact e des Abzugschnabels zusammenzutreffen.
Nachdem die Patrone in den Lauf geschoben und die Kammer D vorwärts geschoben und
durch Drehung des Knopfes geschlossen ist, ist das Gewehr fertig zum Abfeuern. Schlöfschen
G und Schlagbolzen F sind gespannt und werden durch den Stollen c des Abzuges in
ihrer Lage gehalten, während die Schraubenfeder H zusammengedrückt ist. Der Zündstift /
ist vom Contact mit der Patrone zurückgezogen und ebenso ist die Leitung zwischen den Contacten
e und h unterbrochen. Sobald am Abzug gezogen wird, geht der Stollen c vor der
Rast des Schlöfschens G herab, welches vorschnellt, während gleichzeitig der hintere Schnabel
d aufsteigt und die Contacte e und h zusammenbringt. Das vorgeschnellte Schlöfschen,
der Schlagbolzen und der Zündstift haben ihre ä'ufserste Lage nach vorn eingenommen, so
dafs das Vorderende des Zündstiftes I Contact mit der Patrone macht. Der elektrische Stromkreis
wird geschlossen und die Patrone abgefeuert.
In gespanntem Zustande des Schlosses, Fig. 2, ist also, wie oben bemerkt, der Strom an
zwei Stellen unterbrochen, und es ist klar, dafs, wenn der Schlagbolzen in dieser Lage festgestellt
werden kann, der Strom verhindert wird, durch die Patrone zu gehen, und dafs es unmöglich ist, dann das Gewehr abzufeuern.
Diese Sicherung des Gewehres wird erreicht durch Feststellen des Schlagbolzens oder, was
vorzuziehen ist, des Abzuges. L ist der äufsere Sicherungsknebel, der in Fig. 1 in vollen Linien
in offener Stellung, in punktirten in gesicherter Lage gezeichnet ist. In Fig. 4 geben die vollen
Linien die gesicherte Stellung. Dieser Knebel L wird in seinen zwei Stellungen durch die
Feder k gehalten. Wenn in Fig. 4 der Knebel L hochsteht, so trifft sein Riegel / gegen die Nase_/
des Abzuges, der nun festgestellt ist; wird er heruntergedreht, so tritt der Riegel I in die
Lücke j und erlaubt, den Abzug zu bewegen. Es ist indessen klar, dafs auch jede andere
Art der Feststellung, um die Sicherung zu bewirken, angewendet werden kann.
Um die Batterie vor Beschädigung durch den Rückstofs des abgefeuerten Gewehres zu
schützen, wird sie vorn gegen eine um den Stift i gelegte Schraubenfeder U gesetzt und hinten
durch eine Metallplatte oder einen Schieber ν in ihrer Lage gehalten. In dem in Fig. 1 bis 5
gezeichneten Gewehr wird der elektrische Zündstift / durch die Feder H nach vorn geprefst,
sobald der Abzug angezogen worden ist, und mufs er vor dem nächsten Schufs von Hand
wieder zurückgezogen werden. Umgekehrt kann die Einrichtung auch so getroffen werden, dafs
der Zündstift / durch die Feder H stets zurückgedrückt gehalten wird. Eine hierzu passende
Construction ist in Fig. 6 bis 8 dargestellt.
Fig. 6 ist ein verticaler Längsschnitt,
Fig. 6 ist ein verticaler Längsschnitt,
Fig. 7 ein Querschnitt nach der Linie y-j der
Fig. 6,
Fig. 8 eine Seitenansicht der Kammer in der Richtung des Pfeiles 8 der Fig. 7 gesehen.
Der im Schlagbolzen Fisolirt eingeschlossene
Zündstift J ragt mit seinem hinteren Ende h nach unten, durch den Schlagbolzen hindurch
in einen Ausschnitt q ,an der Unterseite der Kammer D. Der Abzug T bildet einen um
einen Stift unterhalb der Magazinröhre M sich drehenden Hebel, der mit seinem oberen
Ende e in den erwähnten Ausschnitt q reicht, so dafs, wenn am Abzug gezogen wird, dies
Ende e das freiliegende Ende h des Zündstiftes I berührt. Das Ende e ist nun vom
übrigen Theil des Abzuges isolirt, aber in leitender Verbindung mit dem einen Poldrahte der
Batterie J, so dafs beim Abdrücken eine leitende Verbindung zwischen der Batterie und
dem vorderen Ende des Zündstiftes / hergestellt wird, der dabei mit sammt dem Schlagbolzen
nach vorn geschoben wird, so dafs der Zündstift I Contact rriit der Patrone macht.
Wenn der Abzug losgelassen wird, geht der Schlagbolzen F mit dem Zündstift /, von der
Feder H getrieben, in seine alte Lage zurück. Der hintere Theil des Ausschnittes q erstreckt
sich um 900 um die Kammer D, Fig. 7 und 8, damit letztere beim Oeffnen des Gewehres
um 90° an ihrem Handgriff gedreht werden kann. Um nun weiter das Zurückziehen der
Kammer D zu erlauben, setzt sich der Ausschnitt q in eine Längsnuth q1 fort, so dafs,
wenn die Kammer ganz nach hinten gezogen ist, das Ende h des Abzuges T am Ende dieser
Nuth ql anstöfst. Bei dieser Einrichtung fällt also das Schlöfschen ganz fort.
Als Sicherung dient ein mit dem Sicherungsknebel L, Fig. i, zusammenhängender und mit
einem Ausschnitt versehener drehbarer Bolzen /, der, wenn gesichert ist, es dem Ende e des
Abzuges unmöglich macht, das Ende h des Zündstiftes / zu berühren, also ein Entzünden
der Patrone ausschliefst. Wird der Bolzen I ca. ioo° gedreht, so kann das Abzugsende e
vortreten, Contact mit h machen und auch noch den nöthigen Vorschub bewirken, um
den Zündstift / an die Patrone zu pressen und diese abzufeuern.
In Fig. 9 und 10 ist die Erfindung auf ein Magazingewehr angewendet dargestellt.
Fig. 9 ist eine Seitenansicht in kleinerem Mafsstabe,
Fig. 10 ein verticaler Längsschnitt des Verschlusses.
Das Patronenmagazin M wird von unten eingesetzt und durch den Schnepper K festgehalten.
Der durch die Feder H nach hinten
gedrückte Schlagbolzen Fumschliefst, wie vorher
beschrieben, den isolirten Zündstift J, der mit
seinem hinteren Ende h nach unten durch einen Ansatz des Schlagbolzenendes G tritt, der
sich hakenförmig unter die Kammer D schiebt, aber von dieser beim Zurückziehen zum Laden
mitgenommen wird, indem die Nase m des Hakens in eine Bajonnetverschlufsnuth η der
Kammer eingreift. Der Haken hat ferner eine Rast r, gegen die der obere Arm des Abzuges
sich beim Abfeuern legt, welcher dadurch den Schlagbolzen nach vorn drängt. Hierbei kommt
dann das Ende h des Zündstiftes / in Contact mit dem Contactstück e, welches durch Draht b
zur Batterie führt, so dafs der Stromkreis geschlossen und die Patrone entzündet wird.
Die Sicherung kann mit Hülfe des früher Gesagten auf irgend eine passende Weise hergestellt
werden.
In den angeführten Beispielen besitzt das Verschlufsstück eine Längsbewegung. Die Erfindung
läfst sich aber, wie jeder Sachverständige sieht, mit geringen Abänderungen einzelner
Theile bei Gewehren anwenden, deren Verschlufsstück sich winklig zur Laufachse bewegt,
daher auch bei Maschinengewehren, Kanonen etc.
Eine Eigenthümlichkeit der Erfindung ist, dafs der Zündstift I auf seiner ganzen Länge
durch f isolirt und durch Einschlufs in den Schlagbolzen F geschützt ist, und dafs er, obschon
ein Stück der Leitung, beim Auseinandernehmen des Gewehres aus dem Schlofs
genommen und wieder eingesetzt werden kann, ohne dafs Federn, Drähte oder dergleichen
diese Behandlung verwickelt machten, und ohne befürchten zu müssen, die Leitung zu beschädigen.
Es sei noch bemerkt, dafs anstatt der Batterie J auch irgend eine passende andere
Elektricitätsquelle benutzt und dafs anstatt der von Hand einzustellenden Sicherung eine automatisch
wirkende benutzt werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Hinterladegewehren mit festem Lauf und beweglichem Verschlufsstück, die durch Elektricität abgefeuert werden, ein Zündstift /, der in einen beweglichen Theil, z. B. Schlagbolzen F, isolirt eingeschlossen ist, sich mit diesem bewegt, aber aufserdem noch eine eigene Bewegung machen kann, um einen Contact am hinteren Ende h mit dem Ende e der Batterieleitung, am vorderen Ende mit der Patrone zu bilden, die mit dem zweiten Pol der Batterie in leitender Verbindung steht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37700C true DE37700C (de) |
Family
ID=313441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37700D Expired - Lifetime DE37700C (de) | Neuerung an elektrischen Gewehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37700C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104864B (de) * | 1957-01-28 | 1961-04-13 | Burkhard Lambrecht | Gewehr, insbesondere Jagdgewehr, fuer Patronen mit elektrischem Zuender |
-
0
- DE DENDAT37700D patent/DE37700C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104864B (de) * | 1957-01-28 | 1961-04-13 | Burkhard Lambrecht | Gewehr, insbesondere Jagdgewehr, fuer Patronen mit elektrischem Zuender |
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