DE335502C - Antriebsvorrichtung fuer Arbeitsmaschinen - Google Patents

Antriebsvorrichtung fuer Arbeitsmaschinen

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DE335502C
DE335502C DE1919335502D DE335502DD DE335502C DE 335502 C DE335502 C DE 335502C DE 1919335502 D DE1919335502 D DE 1919335502D DE 335502D D DE335502D D DE 335502DD DE 335502 C DE335502 C DE 335502C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H25/00Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms
    • F16H25/08Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms for interconverting rotary motion and reciprocating motion
    • F16H25/14Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms for interconverting rotary motion and reciprocating motion with reciprocation perpendicular to the axis of rotation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jigging Conveyors (AREA)

Description

  • Antriebsvorrichtung für Arbeitsmaschinen. Die bisher bekannt gewordenen Zurvenscheibenantriebsvorrichtungen für Arbeitsmaschinen besitzen entweder nur eine Kurvenscheibe oder aber deren zwei mit gleich ausgebildeten Umfängen, was der Wirkung nach natürlich dasselbe ist. Es läßt sich daher mit diesen Antrieben, stete Zwangläufigkeit des angetriebenen Maschinenteils vorausgesetzt, nur eine für Hin- und Rückgang gleiche Bewegung des letzteren hervorbringen.
  • Auch ist es mittels .dieser bekannten Antriebsvorrichtungen nicht, möglich, das dem angetriebenen Maschinenteil innewohnende Arbeitsvermögen, welches diesem zwecks Verzögerung entzogen werden muß, für die jeweils folgende Beschleunigung deselben in entgegengesetzter Richtung wieder- auszunutzen.
  • Diese Mängel nun werden durch vorliegende Erfindung beseitigt, und zwar teils durch Benutzung zweier sich mit gleichförmiger- Geschwindigkeit drehender Kurvenscheiben mit verschieden ausgebildeten Umfängen, mit denen sie abwechselnd auf den anzutreibenden Teil einwirken, teils durch Verwendung eines Luftpuffers, derart, daß das in den Verzögerungen frei werdende Arbeitsvermögen des- Maschinenteils 'sowie eventuell .des zu bearbeitendenTeils durch geringe Volumenverminderung der-unter entsprechend hohem Anfangsdruck im Puffer eingeschlossenen Luft aufgespeichert wird, um dann von letzterer wieder in der .darauffolgenden Beschleunigungsperiode an den Maschinenteil abgegeben zu werden.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes in Verbindung mit einer Transportvorrichtung veranschaulicht, welche. -das Beharrungsvermögen des Förderguts zum Fördern ausnutzt, bei der also dem Fördertrog erst gleichförmige Beschleunigung, dann verhältnismäßig starke Verzögerung bis Huibende, hierauf gleich .starke Beschleunigung in entgegengesetzter Richtung mit anschließender Verzögerung bis zur Ausgangsstellung erteilt werden muß.
  • Es stellen dar: Fig. i einen Längsschnitt durch einen Antrieb, bei welchem die Kurvenscheiben a und b auf einer gemeinsamen Welle c sitzen, Fig. z eine Draufsicht dazu, Fig. 3 einen Längsschnitt .durch einen Antrieb, bei welchem die Kurvenscheiben a und b auf zwei getrennten Wellen z,. und z2 sitzen.
  • Die Antriebsvorrichtung besteht ganz allgemein aus dem rein mechanischen Teil mit den beiden Kurvenscheiben a und b als wesentlichsten Bestandteil und dem Luftpuffer. Dabei sitzen die beiden Kurvenscheiben a und b auf der gemeinsamen Welle c, auf der auch das zugleich als Riemenscheibe dienende Schwungrad d aufgekeilt ist, wenn es sich um die Ausführungsform nach Fig. r handelt. Bei ,der Ausführungsform nach Fig. 3 dagegen sind die Kurvenscheiben a und b auf den getrennten Wellen z, und z. angeordnet, und das Schwungrad d befindet sich auf der Welle z1, während der Antrieb der Scheibe b mittels ,der Kurbeln x1, x2 und der Pleuelstange y erfolgt.
  • Die Scheibe a trägt die Kurven Ia bis IVa und die Scheibe b die Kurven Ib bis IVb. Während nur die Kurven Ia und IVa sowie "IIb und IIIb für die Erzeugung der Bewegung des hin und her gehenden Maschinenteiles g in Betracht kommen, indem sie tatsächlich den Gang dieses Teiles beeinflussen können, haben die Kurven Ha und Ma. sowie Ib und IVb nur den Zweck, die Kurvenscheiben dauernd im Eingriff mit den Rollen f1 und f2 zu halten. Sie könnten also bei Verzicht auf stoßfreien Eingriff der Rollen f fortfallen.
  • Die Laufrollen fl und f2 sind ihrerseits in dem mit dem Maschinenteil g fest verbundenen Angriffsstück lt drehbar gelagert. Und letzteres besitzt noch die Führungen i. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 wird nur eine Laufrolle f benötigt.
  • Um bei verhältnismäßig großen Hüben allzu große Durchmesser der Kurvenscheiben zu vermeiden, wird man zweckmäßig zwischen den Antrieb und den angetriebenen Maschinenteil g ein mit übersetzungsverhältnis ausgeführtes Hebelpaar schalten, so daB dann das Angriffsstück h mit dem kleineren Hebel, der Maschinenteil g dagegen mit dem größeren Hebel beweglich verbunden ist.
  • Am freien Ende des Angriffsstückes h greift mittels der Kolbenstange k der Luftpuffer an, er könnte jedoch auch direkt auf den Maschinenteil g einwirken.
  • Der Luftpuffer besteht aus .dem Kolben 1, dem mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder m sowie den mittels der durchgehenden Kolbenstange k mit dem Kolben 1 .fest verbundenen Kolbenschiebern ml und n,. Der Zylinder wiederum steht durch die Schlitze o1 und o2 mit den Flüssigkeitsbehältern p1 und p2 und durch die Schlitze q1 und q2, sofern diese nicht durch die Kolbenschieber n1, n. verdeckt sind, mit den Luftbehältern r1 und r2 in Verbindung. Die Flüssigkeitsbehälter p1, p2 bleiben durch -die Lufteinlässe s,_ und s2 so lange mit der freien Atmosphäre verbunden, als eine Verzögerung bzw. Beschleunigung des Maschinenteils g mit Hilfe ,des Puffers nicht stattfinden soll. Zurre Schließen der in den Flüssigkeitsbehältern p" p2 vorgesehenen Lufteinlässe s, s2 dienen die Schieber t, t2, die mittels der Gestänge u1, u2, der Nocken v1, v= und der Federn w1, w2 betätigt werden.
  • Die Luft, in den Behältern y" y2, durch welche die Verzögerung bzw. Beschleunigung -des Maschinenteils g bewirkt werden soll, steht -und das ist besonders wichtig - gleich von Anbeginn einer Verzögerung unter einer solchen Spannung, daß sie sofort den zur verlangten Verzögerung erforderlichen Druck mittels der zwischen ihr und dem Kolben L befindlichen Flüssigkeit auszuüben vermag. Ferner ist die Größe der Behälter y1, r2 so bemessen, daß eine nennenswerte Drucksteigerung durch die während der Verzögerungsperioden hineingedrückten Flüssigkeitsmengen nicht eintritt.
  • Es läßt sich auch eine weniger gute Ausführungsform für den Luftpuffer denken. Der Kolben l könnte selbst zum Verschließen der Schlitze o1, o2 zwecks Trennung .des Zylinders m von den Behältern p1, p. verwendet werden. Der präzise Abschluß würde jedenfalls dadurch leiden.
  • Die Wirkungsweise - der Antriebsvorrichtung bei Verwendung für eine eingangs beschriebene Förderrinne z. B. ist folgende. Weil äuf der Zeichnung die linke Totpunktlage dargestellt ist, so muß der Rinnentrog-g gemeinschaftlich mit dem Fördergut- nach rechts beschleunigt werden. Infolge .der Drehrichtung der Kurvenscheiben a und b im Sinne des Uhrzeigers geleitet zunächst die entsprechend der erforderlichen Beschleunigung ausgebildete Kurve Ia der Scheibe a an der Laufrolle f, entlang und würde dabei letztere und folglich auch den Rinnentrog g in verlangter Weise nach rechts drücken, wenn nicht gleichzeitig auch die im Behälter, r1 eingeschlossene Luft zufolge der Freigabe der Schlitze q1 durch den Kolbenschieber ml auf .die- in den Behälter während der vorhergehenden Verzögerungsperiode hineingedrückte -Flüssigkeit einwirkte, und zwar mit einer solchen Spannung, daß :dadurch der Kolben 1 den für die Beschleunigung des Rinnentrogs nach der Kurve Ia erforderlichen Druck erhält. Durch letzteren Vorgang wird die Beschleunigungsarbeit vom Luftpuffer allein .geliefert, und die Kurvenscheibe a gleitet drucklos an der Rolle f,. entlang.
  • Bedingterweise ist die Beschleunigung durch .die- Kurve Ia länger als die vorher= sehende Verzögerungsperiode, und so ist die m Behälter r1 - verfügbare Flüssigkeit aus diesem verdrängt, noch bevor sich die Kurve Ia vollständig an der Rolle f1 entlang bewegt hat. Von diesem Zeitpunkt ab nun erfolgt die Beschleunigung des Fördertrogs g lediglich durch die Kurve Ia, und .die hierzu benötigte Kraft ist von der eigentlichen Kraftquelle aufzubringen, von der sie durch die Riemenscheibe c übermittelt wird. Ferner schließt, sobald -die von der Verzögerungsperiode im Behälter r, befindliche Flüssigkeit aus diesem herausgedrängt ist, der Kolbenschieber n, die Schlitze q,., um weitere Expansion der Luft im Behälter zu verhindern. Und ganz kurze Zeit darauf gibt der Schieber t,, von der Feder w,, zurückgerissen, den Lufteinlaß s,. frei. - Dadurch saugt der Kolben l auf dieser Seite die unterAtmosphärendruck im Behälter p, stehende Flüssigkeit in den Zylinder m. Außerdem wird von Anbeginn der Bewegung aus den von der anderen Kolbenseite begrenzten Zylinderteil während der ganzen durch ,die Kurve Ia vorgeschriebenen Periode Flüssigkeit durch die Schlitze o2 in .den Behälter p2 gedrückt. Nur einen Augenblick, bevor die Verzögerung des Rinnentrogs nach der Kurve II@b der Scheibe b einsetzt, wird der Lufteinlaß s2 mittels des durch den -Nocken v2 und Gestänge u.= betätigten Schiebers t2 geschlossen. Die dadurch noch im Behälter p2 eingeschlossene geringe Luftmenge wird nun rasch auf die im Behälter r, herrschende Verzögerungsspannung gebracht. Und wenn jetzt bei Beginn der Verzögerung nach Kurve IIb der Kolbenschieber n2 die Schlitze q2 freigibt, wird die Flüssigkeit von den Kolben l in den Behälter r2 gedrückt. Da aber die Luft in diesem Behälter eine solche Spannung hat, daß der von ihr auf den Kolben l ausgeübte Druck eine Verzögerung des Rinnentrogs entsprechend der Kurve IIb hervorruft, so wird sich auch diese Kurve an der Rolle f2 drucklos abwälzen, und das ganze Arbeitsvermögen des Rinnentrogs wird in der Luft -des Behälters r2 aufgespeichert. .Mit Beendigung desAbwälzens derKurve IIb an Rolle f2 ist die rechte Totpunktlage erreicht. Die Rinne ist zur Ruhe gekommen, und es hat Beschleunigung derselben in entgegengesetzter Richtung zu erfolgen.
  • Hierzu ist das in der Luft des Behälters r2 aufgespeicherte Arbeitsvermögen zu verwenden. Zu dem Zwecke ist .die Kurve 115 entsprechend dieser Beschleunigung ausgebildet; denn dadurch wird natürlich wieder druckloses Abwälzen dieser Kurve IIIb an Rolle f2 erreicht, während infolge ihres Ausdehnungsbestrebens die Luft die Flüssigkeit aus .dem Behälter r2 heraus in den Zylinder m drängt, wodurch letztere ihrerseits den Kolben L und mit ihm den Rinnentrog g beschleunigend vor sich herschiebt, so da13 auf diese Weise tatsächlich ,das während der vorhergehenden Verzögerung äüfgespeicherte Arbeitsvermögen wieder an den Rinnentrög g übertragen wird.
  • Bei Verlassen- der .Kurve IIIb durch die Rolle f2 ist auch die Verdrängung der Flüssigkeit aus dem Behälter r2 beendet. Der Kolbenschieber n2 schließt wieder die Schlitze q2, und kurz danach gibt der Schieber t2 den Lufteinlaß s2 frei. Während der ganzen durch die Kurve IIIb gekennzeichneten Periode wird gleichzeitig durch den Kolben L Flüssigkeit aus dem Zylinder m in den Behälter p, gedrückt.
  • Wenn jetzt weiter die Kurve IVa der Scheibe a an der Rolle f, entlanggleitet, findet Verzögerung .des Rinnentrogs g nur durch den Reibungswiderstand des Förderguts auf dem Rinnenboden statt. In diesem-Falle braucht weder der mechanische Teil noch der Luftpuffer auf den Rinnentrog einzuwirken. Der Kolben 1 saugt daher Flüssigkeit aus dem Behälter p2 an und drückt solche weiter in :den Behälter p,. Von dem Zeitpunkt 'ab aber, wo Rinnentrog g und Fördergut gleiche Geschwindigkeit -besitzen, setzt wieder Verzögerung durch den Luftpuffer ein. Kurz zuvör jedoch ist aus diesem Grunde der Schieber t, geschlossen worden, so daß auch jetzt wieder im Behälter p, bei Öffnung der Schlitze q, durch den Kolbenschiebern, die gleiche Spannung wie im Behälter r, herrscht.
  • Im weiteren Verlauf der Rinnenbewegung bis zum linken Totpunkt drückt der Kolben L die Flüssigkeit in den Behälter r" und Rinnentrog und Fördergut geben dabei- ihr gesamtes Arbeitsvermögen an die im Behälter r, befindliche Luft ab, von der es dann in der zuerst betrachteten gleichen Periode wieder an diese Teile übertragen wird, womit das Spiel von neuem beginnt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANBPRUGH: Antriebsvorrichtung für Arbeitsmaschinen mit hin und her gehendem, Arbeit verrichtendem Maschinenteil zur Erzeugung einer für Hin- und Rückgang beliebigen Bewegung dieses Maschinenteils durch Kurvenscheiben unter Ausnutzung des in den Verzögerungsperioden vor den Hubwechseln frei werdenden Arbeitsvermögens desselben zur jeweils folgenden Beschleunigung durch einen. Luftpuffer, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich abhängig voneinander mit gleichförmiger Geschwindigkeit drehende Kurvenscheiben (a und b) in an sich bekannter Weise mittels der Druckrollen (f, und f2) abwechselnd auf den Maschinenteil (g) einwirken, solange dessen Bewegung nicht durch den Luftpuffer beeinflußt werden soll, daß aber andererseits die beiden Kurvenscheiben (a-und b) in den Perioden, während welcher der Luftpuffer zu wirken hat, ohne Arbeit zu verrichten, mit ihren Umfängen- an den Druckrollen (f; und f2) entlanggleiten, solange die Bewegung des Maschinenteils (g) nicht durch irgendwelche Einflüsse, wie Über-oder Unterbelastung derArbeitsmaschine, eine unregelmäßige wird. $EELIN. - GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREL.
DE1919335502D 1919-07-08 1919-07-08 Antriebsvorrichtung fuer Arbeitsmaschinen Expired DE335502C (de)

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