DE335393C - Zehnerschaltvorrichtung fuer Summierwerke - Google Patents

Zehnerschaltvorrichtung fuer Summierwerke

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DE335393C
DE335393C DE1917335393D DE335393DD DE335393C DE 335393 C DE335393 C DE 335393C DE 1917335393 D DE1917335393 D DE 1917335393D DE 335393D D DE335393D D DE 335393DD DE 335393 C DE335393 C DE 335393C
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Description

  • Zehnerschaltvorrichtung für Summierwerke. Die Erfindung beziehet sich auf Zehnerschaltvorrichtungen, bei. denen beim Übergange einer Zahlenscheibe von Neun auf Null ein unter Federspannung stehendes Schaltorgan für die benachbarte Zahlenscheibe irr eine Vorbereitungsstellung gebracht wird, aus der heraus das Weiterschalten der Zahlenscheiben durch eine besonders, betätigte Schaltvorrichtung unter gleichzeitiger Wiederspannung der Feder der Schaltorgane bewirkt wird. Die Erfindung bezweckt die besondere Ausbildung derartiger Zehnerschaltvorrichtungen in der Weise, daß sie sich sowohl für Addition als auch für Subtraktion verwenden lassen. Zu diesem Zwecke ist die Einrichtung getroffen, daß die Schaltorgane durch 'ihre Spannfedern in der einen oder anderen Richtung verschoben werden können.
  • Diese Einrichtung ist an sich bei Zehnerschaltungen bekannt. Das Wesen, der Erfindung besteht nun in der Hauptsache in der besonderen Ausbildung der Einrichtung, die die wahlweise Verschiebung der Schaltorgarne in der einen oder anderen. Richtung ermöglicht. Diese Einrichtung besteht gemäß der Erfindung aus unter der Wirkung der Spannfedern stehenden doppelarmigen Hebeln, deren einen oder anderen Arme nach Belieben mit den Schaltorganen in Eingriff gebracht werden können, und zwar wird der wechselweise Eingriff zweckmäßig durch: gemeinsame achsiale Verschiebung der Doppelhebel bewirkt, wobei an den letzteren auf gegenüb'erliegenden Seiten vorgesehene Ansätze in entsprechende Ausschnitte von die Doppelhebel umfassenden Teilen der Schaltorgane eintreten. Dadurch werden diese mit dem, einen oder anderen Hebelarm in wirksame Verbindung und damit der Zug der Spannfedern im der einen oder anderen Richtung zur Geltung gebracht.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise wiedergegeben.
  • Fig. z und ra zeigen eine Ansicht von der Seite in zwei verschiedenen Stellungen. Fig. 2 stellt eine Ansicht von rückwärts und Fig. 3 eine Aufsicht des Erfindungsgegenstandes dar. - .
  • Auf einer Achse z ist eine der Stellenzahl der Maschine entsprechende Anzahl Zifferscheiben 2 aufgereiht. Jede Zifferscheibe ist auf einer Seite mit einer auf der Achse lose drehbaren Vierkantbuchse 3 fest verbunden, auf der ein zehnzähniges Rad q. verschiebbar angeordnet ist. Das Rad ¢ dient einerseits dazu, von einem auf einer zweiten Achse 5 befestigten Rade 6 des Schaltwerkes die erforderliche Drehung abzunehmen und auf die Zifferscheibe zu übertragen; anderseits können die Räder q. durch Verschiebung auf dem Vierkant mittels der Gabel 7, die in Einschnitte 8 der Räder eingreift, mit ihren Zähnen in den Bereich der Stifte 33 gebracht werden, durch. deren Bewegung in nachher zu -beschreibender Weise die notwendigen Zehner übertragen werden.
  • Auf der Rückseite der Zifferscheiben befinden sich ferner Stifte g, die so angeordnet sind, daß beim Übergang von Neun auf Null oder umgekehrt die Nasen ro der Hebel z z radial nach außen gedrängt werden, gleichv ie # 1 von welcher Seite der Stift herankommt.
  • Die Hebel i i sind an Zapfen 12 drehbar befestigt, von denen der rechts an erster Stelle des Zählwerkes befindliche an einem Teile 13 des Maschinengestelles befestigt ist, während die folgenden an. einem rechtwinklig umgebogenen Lappen 14 des Schiebers 15 angebracht sind. Die Schieber 15 sind mit zwei . in einer Richtung liegenden Schlitzen 16 und 17 versehen, von denen der vordere auf der Achse i der Zifferscheibe gleitet, während der hintere eine weitere Achse 18 umfaßt, die zu der ersteren parallel liegt. Der so geführte Schieber iS wird gegen seitliches Kippen nöch durch geeignete, in den Figuren als nebensächlich fortgelassene, am Maschinengestell befestigte Führungen gestützt. Seine- zwangläufige Bewegung wird: bedingt durch einen auf der zweiten Achse 18 sitzenden Doppelarm 23, dessen in entgegengesetzter Richtung umgebogene Enden 21 und 22 (Fig. 2) in entsprechende Ausschnitte i g bzw. 2o des Schiebers 15 eingreifen und somit den Schieber zwingen, den Bewegungen -des Arrnies 23 zu folgen. Der Arm 23 ist mit seiner Buchse 24 auf- der Achse 18 um einen. gewissen Winkel--betrag drehbar, -entsprechend den Anschlägen, die ein Einschnitt 29 in der Buchse 24 einem in der Achse 18 befestigten Stift 28 bietet. Außerdem ist die Achse 18 samt der Buchse 24 und den Armen 23 in achsialer Richtung verschiebbar, wodurch erreicht wird, daß entweder die Haken 21 in die Ausschnitte 2o oder die Haken 22 in die Ausschnitte ig der Schieber 15 eingreifen.
  • In der in Fig. 2 gezeichneten Stellung der Teile würde beispielsweise, da der Haken 2i in die Lücke 2o. des tongebogenen, Schieberendes hineinragt, eine Drehung des oberen Armes des Doppelhebels 23 um die Achse 18 in die Zeichnungsebene hinein ein Vorrücken des Schiebers der Fig. i in der Richtung auf die Zifferscheiben bewirken. Würde dagegen die Achse 18 samt den Teilen 24 und 23 nach links verschoben werden, bis der Haken 22 in den Ausschnitt ig eingreift und die Teile 21 und 2o außer Eingriff kommen, so würde bei derselben Drehung des Armes 23 der Schieber 15 eine :Bewegung in entgegengesetzter Richtung ausführen.
  • Die Drehung des Armes 23 in der in Fig. i und i.a durch Pfeile angedeuteten Richtung wird nun in jeder Stelle durch eine Feder 25 bewirkt, die vermöge eines Zwischenstückes 26 an einem in den Arm23 eingenieteten; Stift 27 angreift und andererseits in nicht näher dargestellter Weise am Maschinengestell befestigt ist. Die Feder ist der Deutlichkeit halber nur in Fig. 3 gezeichnet: Unter der Einwirkung dieser Feder hat also der Arm 23 stets das Bestreben, sich in der. Pfeilrichtung zu drehen und so den Schieber 15, je nachdem wie er mit ihm gekuppelt ist, in der einen oder anderen Richtung zu bewegen.
  • Diese Bewegung wird nun aufgehalten durch ein auf den Stift 27 drehbar aufgestecktes Zwischenstück 3o, das an seinem anderen Ende einen Stift 31 trägt, der an einem festen Teile des Maschinengestells einen Anschlag 32 hat (Fig. i). Der Stift 31 ist so lang, daß er über den Rücken der die Nase io tragenden Klinke i i hinwegragt. Durch eine Feder 34, die mit einer Schraube 35 oben auf dem Schieber 15 befestigt ist, wird der Arm 30 stets nach: unten gedrückt. In dieser Lage berührt der Stift 31 den Rücken der Klinke i i, deren Nase auf einem scheibenförmigen Ansatz der Ziffertrommel schleift.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende: Nimmt eine Zifferscheibe die in Fig. i gezeichnete Stellung ein, so steht im Schauloch eine Neun, und der Stift g berührt die Nase io. Dreht sich die Rolle infolge weiterer Additionen im Uhrzeigersinne, so hebt der Stift die Nase io und mit ihr die Klinke ii an, deren Rücken dann deri Stift 31-über den Anschlag 32 hinüberhebt. Unter der Wirkung der Feder 25 drückt dann bei der in Fig. 2 für die Addition gezeichneten Schaltung der Arm 23 den -Schieber 15 nach vorn, so daß er die in' Fig. ia wiedergegebene Stellung einnimmt. Hierdurch ist -aber der an ihm be- festigte Hebel i i der nächsten Stelle ebenfalls nach vorn bewegt worden. Bei einer solchen Vorbewegung der Klinke i i können nun bezüglich der Stellung der zugehörigen Zifferscheibe folgende drei Fälle eintreten, i.- Es -steht irgendeine Ziffer außer der Neun im Schauloch; @d'ann, liegt der Stift g nicht-im Bereich der Nase io.
  • 2. Es steht eine Neun im Schauloch; dann nimmt der Stift g die in Fig. i gezeichnete Stellung ein, und die vorschiebende Nase io gleitet an ihm empor, um in der Stellung nach Fig. ia zu verharren. Bei diesem Hochheben der Nase io klinkt aber der Hebel il den nächsten Stift 31 aus, und der Schieber 15 der nächstfolgenden Stelle rückt ebenfalls vor. Dies wiederholt sich in allen weiteren Stellen, falls auch in diesen eine Neun im Schauloch steht.
  • 3. Erst nachdem der Hebel i i mit der Nase io vorgerückt ist, wird in dieser Stelle der Stellenwert auf Neun oder darüber gebracht; auch dann wird durch dein Stift g die Nase gehoben, und die Vorbereitung der folgenden Stelle erfolgt.
  • Somit ergibt sich, daß nach Vollendung der Bewegung des Schaltwerkes der Maschine sämtliche Zehner, sowohl die primären wie auch die sekundären, vorbereitet sind. Die Vorbereitung besteht darin, daß durch die Vorbewegung aller in Frage kommenden Schieber 15 die an ihnen befestigten Stifte 33 in die in Fig. ia gezeichnete Stellung gelangt sind.
  • Werden nun durch eine von der Antriebsvorrichtung der Maschine abzuleitende Seitwärtsbewegung der Gabeln 7, mit der gleichzeitig eine Entkupplung des. Schaltwerkantriebies der Räder 6 erfolgen muß, die Räder 4 auf den Vierkanten 3 verschoben, so daß ihre Zähne in die Ebene der Stifte 33 gelangen, und! wird gleichzeitig der Achse 18 eine kleine Rechtsdrehung erteilt, so werden durch Vermittlung der Stifte z8 und der Teile 24, 23, 21 und 15 mit den Stiften 33 die Räder 4 um einen Zahn weitergedreht, während alle diejenigen Stifte 33, deren Schieber nicht vorbewegt waren, in Ruhe bleiben und gleichzeitig die Stellung der Räder sichern, weil nur diejenigen Arme 23 durch die Stifte 28 der Achse 18 wieder in ihre Ruhelage gedreht werden, die bei der Vorbereitung ausgelöst waren.
  • Infolge der symmetrischen Anordnung aller erforderlichen Teile ist bei der Subtraktion der Verlauf ebenso, wenn nur vorher die Achse 18 mit den Teilen 24 und 23 so verschoben war, d'aß der Haken 22 in den Ausschnitt i9 eingreift. Die Auslösestellung dies Stiftes 9 ist dann, bei 36. Dieser Bewegungswechsel ist von einem besonderen Tastenpaar für -[- und - abzuleiten.
  • Es ist weiter ersichtlich, daß bei der Anordnung gemäß vorliegender Erfindung die Stellenzahl der Maschine unbegrenzt sein kann, im Gegensatz zu den meisten bisher bekannt gewordenen Zehnerschaltungen, bei denen die Schaltungen nacheinander und nicht, wie hier, gleichzeitig erfolgen.
  • Das Wesen der Erfindung würde nicht geändert, wenn die Stifte 31 nicht an den Armen 30, sondern an den Klinken i i befestigt wären. Auch die Art des Antriebes der Räder 4 von dem Schieber 15 aus ist von nebensächlicher Bedeutung; er könnte auch mittels Zahnstangen oder Schaltklinken erfolgen. Schließlich könnten auch zwei Federn 25 vorgesehen sein, die durch entsprechende Umschaltorgane den Schieber i5 in entgegen, gesetzter Richtung bewegen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE i. Zehnersc altvorrichtung, bei der beim Übergang einer Zahlenscheibe von Neun auf Null ein. unter Federwirkung stehendes Schaltorgan für die benachbarte Zahlenscheibe in eine Vorbereitungsstellung gebracht wird, aus der heraus das Weiterschalten der Zahlenscheiben durch eine besonders betätigte Schaltvorrichtung bewirkt wird, wobei eine Verschiebung der Schaltorgane durch ihre Spannfedern in der einen oder anderen Richtung ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfedern (25) auf die Schaltorgane (15) durch Vermittlung doppelarmiger Hebel (23) einwirken, deren einen oder anderen Arme mit den Schaltorganen (15) nach Belieben in Eingriff gebracht werden können.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch -gekennzeichnet, daß der wechselweise Eingriff durch gemeinsame Verschiebung der Doppelhebel (23) erzielt wird, die auf gegenüberliegenden Seiten Ansätze (21, 22) besitzen, welche in entsprechende Ausschnitte von die Doppelhebel (23) umfassenden Teilen der Schaltorgane (15) eintreten können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Spannen der Schaltorgane (15) dienende Schaltvorrichtung (18, 28) an. den Doppelhebeln (23) angreift.
DE1917335393D 1917-04-05 1917-04-05 Zehnerschaltvorrichtung fuer Summierwerke Expired DE335393C (de)

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