DE333393C - Zehnerschaltvorrichtung fuer Summierwerke - Google Patents
Zehnerschaltvorrichtung fuer SummierwerkeInfo
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Zehnerschaltvorrichtungen,
bei deinen beim Übergänge einer Zahlenscheibe vom Neun auf Null
ein unter Federspannung stehendes Schalt-5 organ für die benachbarte Zahlenscheibe in
eine Vorbereitungsstellung gebracht wird, aus der heraus das Weiterschalten der Zahlenscheiben
durch eine besonders betätigte Schaltvorrichtung unter gleichzeitiger Wiederspannung
der Feder der Schaltorgane bewirkt wird. Die Erfindung bezweckt die besondere Ausbildung- derartiger Zehnerschaltvorrichtungen
in der Weise, daß sie sich sowohl für Addition als auch für Subtraktion verwenden lassen. Zu diesem Zwecke ist die
Einrichtung getroffen, daß die Schaltorgane durch ihre Spannfedern in der einen oder
anderen Richtung verschoben werden können.
Diese Einrichtung ist an sich bei Zehner-Schaltungen bekannt. Das Wesen, der Erfindung
besteht nun in der Hauptsache in der besonderen Ausbildung der Einrichtung, die die wahlweise Verschiebung der Schaitorgane
in der einen oder anderen Richtung ermöglicht. Diese Einrichtung, besteht gemäß der
Erfindung aus unter der Wirkung der Spanil·-
federn stehenden doppelarmigen Hebeln, deren einen oder andere© Arme nach Belieben
mit den Schaltorganen in Eingriff gebracht werden können, und zwar wird der wechselweise
Eingriff zweckmäßig durch gemeinsame achsiale Verschiebung der Doppelhebel bewirkt,
wobei an den letzteren auf gegenüberliegenden Seiten vorgesehene Ansätze in en>tsprechende
Ausschnitte von die Doppelhebel umfassenden Teilen der Schaltorgane eintreten.
Dadurch werden diese mit dem einen oder anderen Hebelarm in wirksame Verbindung
und damit der Zug der Spannfedern in der einen oder anderen Richtung zur Geltung
gebracht.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes beispielsweise wiedergegeben;
Fig. ι und ia zeigen eine Ansicht von der
Seite in zwei verschiedenen Stellungen. Fig. 2 stellt eine Ansicht von rückwärts und
Fig. 3 . eine Aufsicht des Erfindungsgegenstandes dar. ■
Auf einer Achse 1 ist eine der Stellenzahl der Maschine entsprechende Anzahl Zifferscheiben
2 aufgereiht. Jede Zifferscheibe ist auf einer Seite mit einer auf der Achse lose
drehbaren Vierkantbuchse 3 fest verbunden, auf der ein zehnzähniges>
Rad 4 verschiebbar angeordnet ist. Das Rad 4 dient einerseits dazu, von einem auf einer zweiten Achse 5
befestigten Rade 6 des Schaltwerkes die erforderliche Drehung abzunehmen und auf
die Zifferscheibe zu übertragen; anderseits können die Räder 4 durch Verschiebung auf
dem Vierkant mittels der Gabel 7, die in Einschnitte 8 der Räder eingreift, mit ihren Zähnen
in den Bereich der Stifte 33 gebracht werden, durch deren Bewegung in nachher zu
beschreibender Weise die notwendigem Zehner übertragen werden.
Auf der Rückseite der Zifferscheiben befinden sich ferner Stifte 9, die so angeordnet
sind, daß beim Übergang von Neun auf Null oder umgekehrt die Nasen 10 der Hebel π
radial nach außen gedrängt werden, gleich-
viel von welcher Seite der Stift herankommt. Die Hebel n sind an Zapfen 12 drehbar befestigt,
von denen der rechts an erster Stelle des Zählwerkes befindliche an einem Teile 13
des Maschinengestelles befestigt ist, während die folgenden an einem rechtwinklig umgebogenen
Lappen 14 des Schiebers 15 angebracht sind. Die Schieber 15 sind mit zwei
in einer Richtung liegenden Schlitzen 16 und 17 versehen, von denen der vordere auf der
Achse ι der Zifferscheibe gleitet, während der hintere eine weitere Achse 18 umfaßt, die zu
der ersteren parallel liegt. Der so geführte Schieber 15 wind gegen seitliches Kippen noch
durch geeignete, in den Figuren als nebensächlich fortgelassene, am Maschinengestell
befestigte Führungen gestützt. Seine zwangläufige Bewegung wird bedingt durch einen
auf der zweiten Achse 18 sitzenden Doppelarm 23, dessen in entgegengesetzter Richtung
umgebogene Enden 21 und 22 (Fig. 2) in entsprechende Ausschnitte 19 bzw. 20 des Schiebers
15, eingreifen und somit den Schieber zwingen, den Bewegungen des Armes 23 zu
folgen. Der Arm 23 ist mit seiner Buchse 24 auf· der Achse 18 um einen gewissen Winkelbetrag
drehbar, entsprechend den Anschlägen, die ein Einschnitt 29 im der Buchse 24 einem
in der Achse 18 befestigten· Stift 28 bietet.
Außerdem ist die Achse 18 samt der Buchse 24 und den Armen 23 in achsialer Richtung
verschiebbar, wodurch erreicht wird, daß entweder die Haken 21 in die Ausschnitte 20
oder die Haken 22 in die Ausschnitte 19 der Schieber 15 eingreifen.
In der in Fig. 2 gezeichneten Stellung der Teile würdie beispielsweise, da der Haken 21
in die Lücke 20 des umgebogenen Schieberendes hineinragt, eine Drehung· des oberen
Armes des Doppelhebels 23 um die Achse 18 in die Zeichnungsebene hinein ein Vorrücken
des Schiebers der Fig. 1 in der Richtung auf die Zifferscheiben bewirken. Würde dagegen
die Achse 18 samt den Teilen 24 und 23 nach links verschoben werden, bis der Haken 22 in
den Ausschnitt 19 eingreift und die Teile 21
und 20 außer Eingriff kommen, so würde bei derselben Drehung des Armes 23 der Schieber
15 eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung ausführen.
Die Drehung des Armes 23 in der in Fig. 1
und ia durch Pfeile angedeuteten Richtung wird nun in jeder Stelle durch eine Feder 25
bewirkt, die vermöge eines Zwischenstückes 26 an einem in den Arm23 eingenieteteni Stift
27 angreift und andererseits in nicht näher dargestellter Weise am Maschinengestell befestigt
ist. Die Feder ist der Deutlichkeit halber nur in Fig. 3 gezeichnet. Unter der
Einwirkung dieser Feder hat also der Arm 23 stets das Bestreben, sich in der Pfeilrichtung
zu drehen und so den Schieber 15, je nachdem
wie er mit ihm gekuppelt ist, in der einen oder anderen Richtung zu bewegen.
Diese Bewegung wird nun aufgehalten durch ein auf den Stift 27 drehbar aufgestecktes
Zwischenstück 30, das an seinem anderen Ende einen Stift 31 trägt, der an einem festen
Teile des -Maschinengestells einen Anschlag 32 hat (Fig. 1). Der Stift 31 ist so lang, daß
er über den Rücken der die Nase 10 tragenden Klinke 11 hinwegragt. Durch eine Feder
34, die mit einer Schraube 35 oben auf dem ' Schieber 15 befestigt ist, wird der Arm 30
stets nach unten gedruckt. In dieser Lage berührt der Stift 31 den Rücken der Klinke 11,
deren Nase auf einem scheibenförmigem Ansatz der Ziffertrommel schleift.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende:
Nimmt eine Zifferscheibe die in Fig. 1 gezeichnete Stellung ein, so steht im Schauloch
eine Neun, und der Stift 9 berührt die Nase 10. Dreht sich die Rolle infolge weiterer Additionen
im Uhrzeigersinne, so hebt der Stift g5 die Nase 10 und mit ihr die Klinken an,
deren Rücken dann deji Stift 31 über den Anschlag
32 hinüberhebt. Unter der Wirkung der Feder 25 drückt dann bei der in Fig. 2 für die Addition gezeichneten Schaltung der
Arm 23 den Schieber 15 nach vorn, so daß er die in "Fig. ia wiedergegebene Stellung einnimmt.
Hierdurch ist'aber der an ihm befestigte Hebel 11 der nächsten Stelle ebenfalls
nach vorn bewegt worden. Bei einer solchen Vorbewegung der Klinke 11 können nun bezüglich
der Stellung der zugehörigen Zifferscheibe folgende drei Fälle eintreten,
1. Es -steht irgendeine Ziffer außer der
Neun im Schauloch'; dann liegt der Stift 9 nicht -im Bereich der Nase 10.
2. Es steht eine Neun im Schauloch; dann nimmt der Stift 9 die in Fig. 1 gezeichnete
Stellung ein, und die vorschiebende Nase 10 gleitet an ihm empor, um in der Stellung nach
Fig. ia zu verharren. Bei diesem Hochheben der Nase 10 klinkt aber der Hebeln den
nächsten Stift 31 aus, und der Schieber 15 der
nächstfolgenden Stelle' rückt ebenfalls vor. Dies wiederholt sich in allen weiteren Stellen,
falls auch in diesen eine Neun im Schauloch steht.
3. Erst nachdem der Hebel 11 mit der Nase
10 vorgerückt ist, wird in dieser Stelle der
Stellenwert auf Neun oder darüber gebracht; auch dann wird durch den Stift 9 die Nase
gehoben, und die Vorbereitung der folgenden Stelle erfolgt, ■
Somit ergibt sich, daß nach Vollendung der Bewegung des Schaltwerkes der Maschine
sämtliche Zehner, sowohl die primären wie auch die sekundären, vorbereitet sind.
Die Vorbereitung besteht darin, daß durch
die Vorbewegung aller in Frage kommenden Schieber 15 die an ihnen befestigten Stifte 33
in die in Fig. ia gezeichnete Stellung gelangt sind.
Werden nun. durch eine von der Antriebsvorrichtung der Maschine abzuleitende Seitwärtsbewegung
der Gabeln 7, mit der gleichzeitig eine Entkupplung des Schaltwerkantriebes der Räder 6 erfolgen muß, die Räder 4
auf den Vierkanten 3 verschoben, so daß ihre Zähne in die Ebene der Stifte 33 gelangen,
und wird gleichzeitig der. Achse 18 eine kleine Rechtsdrehung erteilt, so werden durch Vermittlung
der Stifte 28 und der Teile 24, 23, 21 und 15 mit den Stiften 33 die Räder 4 um
einen Zahn weitergedreht, während alle diejenigen Stifte 33, deren Schieber nicht vorbewegt
waren, in Ruhe bleiben und gleichzeitig die Stellung der Räder sichern, weil nur diejenigen
Arme 23 durch die Stifte 28 der Achse 18 wieder in ihre Ruhelage gedreht
werden, die bei der Vorbereitung ausgelöst waren.
Infolge der symmetrischen Anordnung aller erforderlichen Teile ist bei der Subtraktion
der Verlauf ebenso, wenn nur vorher die Achse 18 mit den Teilen 24 und 23 so verschoben
war, daß der Haken 22 in den Ausschnitt 19 eingreift. Die Auslösestellung des
Stiftes 9 ist dann bei 36. Dieser Bewegungswechsel ist von einem besonderen Tastenpaar
für -f- und — abzuleiten.
Es ist weiter ersichtlich, daß bei der An-Ordnung gemäß vorliegender Erfindung die
Stellenzahl der Maschine unbegrenzt sein kann, im Gegensatz zu den meisten bisher bekannt
gewordenen Ze'bnerschaltungen, bei denen die Schaltungen nacheinander und nicht,
wie hier, gleichzeitig erfolgen.
Das Wesen der Erfindung würde nicht geändert, wenn die Stifte 31 nicht an den Armen
30, sondern an, den. Klinken 11 befestigt
wären. Auch die Art des Antriebes der Räder 4 von dem Schieber 15 aus ist von nebensächlicher
Bedeutung; er könnte auch mittels Zahnstangen oder Schaltklinken erfolgen. Schließlich könnten auch zwei Federn 25 vorgesehen
sein, die durch entsprechende Umschaltorgane den Schieber 15 in entgegengesetzter
Richtung bewegen.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche :ι. Zehnerschaltvorrichtung, bei der beim Übergang einer Zahlenscheibe von Neun auf Null ein unter Federwirkung stehendes Schaltorgan für die benachbarte Zahlenscheibe in eine Vorbereitungsstellung gebracht wird, aus der heraus das Weiterschalten der Zahlenscheiben durch eine besonders betätigte Schaltvorrichtung· bewirkt wird, wobei eine Verschiebung der Schaltorgane durch ihre Spannfedern in der einen oder anderen Richtung ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfedern (25) auf die Schaltorgtane (15) durch Vermittlung doppelanmiger Hebel (23) einwirken, deren einen oder anderen Arme mit den Schaltorganeni (15) nach Belieben in Eingriff gebracht werden können.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der wechselweise Eingriff durch gemeinsame Ver-Schiebung der Doppelhebel (23) erzielt wird, die auf gegenüberliegenden Seiten Ansätze (21, 22) besitzen, welche in entsprechende Ausschnitte von die Doppelhebel (23) umfassenden Teilen der Schaltorgane (15) eintreten können.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Spannen der Schaltorgane (15) dienende Schaltvorrichtung (18,28) an den Doppelhebeln (23) angreift.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE333393T | 1917-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE333393C true DE333393C (de) | 1921-04-05 |
Family
ID=6209571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917333393D Expired DE333393C (de) | 1917-04-05 | 1917-04-05 | Zehnerschaltvorrichtung fuer Summierwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE333393C (de) |
-
1917
- 1917-04-05 DE DE1917333393D patent/DE333393C/de not_active Expired
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