DE334518C - Verfahren zur Verarbeitung von Teeren, insbesondere Laubholzteer - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Teeren, insbesondere Laubholzteer

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DE334518C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/20Refining by chemical means inorganic or organic compounds

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Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Teeren, insbesondere Laubholzteer. Bei der Destillation von Teer, insbesondere Laubholzteer, hat man mit erheblichen Übelständen zu kämpfen, die einerseits darin liegen, daß infolge des Übersteigens des Blasengutes und der damit verbundenen Explosiqnsgefahr für die Destillation sehr enge Temperaturgrenzen gezogen sind. Anderseits ergeben sich bei den üblichen Destillationsverfahren stets Mischfraktionen, die nur sehr schwer in ihre sauren und neutralen Bestandteile zerlegt werden können.
  • Letzteres ist z. B. bei fast allen Holzteeren so gut wie unmöglich, wenn man von Laboratoriumsversuchen absieht. Eine Übertragung dieser Laboratoriumsmethoden auf die Großtechnik verbietet sich infolge ihrer Umständlichkeit und ihrer hohen Kosten. Durch die Steigegefahr des Blasengutes kann man nach bisherigen Erfahrungen Temperaturen über 240' zur Destillation nicht mehr verwenden.
  • Es ist demgegenüber sehr erwünscht, die Destillation wesentlich weiter zu treiben, und zwar mindestens bis 32o', da erfahrungsgemäß dabei bis 30 Prozent mehr an Destillaten gewonnen werden könnten. Abgesehen von der Gefahr des Übersteigens und der damit verbundenen Explosionsgefahr, war einer derartigen Steigerung der Destillationstemperatur weiter der Umstand noch hinderlich, daß das zurückbleibende Pech nicht mehr in fließendem Zustande aus der Blase zu entfernen war und- daher sich mehrtägige Unterbrechungen ergaben.
  • Es wurde nun gefunden, daß alle diese Übelstände beseitigt und die Destillation wesentlich vereinfacht und in bezug auf die Temperaturgrenze ganz erheblich erweitert werden kann, wenn man vor der Destillation des Teers die freien Säuren des Teers mit Alkalien absättigt bzw. vorhandene Ester durch Behandlung mit Alkalien verseift. Dieses geschieht am zweckmäßigsten in einem geschlossenen Autoklaven, in dem eine durchgehende Neutralisierung und eine vollkommene Homogenität des Destillationsgutes erreicht wird.
  • Es wurde festgestellt, daß ein derartig neutralisierter Teer anstandslos bis 320' C unter Vakuum abdestilliert werden kann, wobei evtl. überhitzter Wasserdampf zugeführt werden kann, und es -werden auf diese Weise die unk erseifbaren Öle für sich gewonnen, so daß schwierine Trennungen in den Fraktionen nicht notwendig werden.
  • Die in der Blase zurückbleibende Seife ist auch bei diesen hohen Temperaturen noch flüssig und sehr leicht aus der Blase zu entfernen. Die Seifenmasse kann zur Herstellung von Bohrölen, Isoliermitteln, Gummiersatz usw. sowie zur gesonderten Gewinnung der Fettsäuren des Teers aufgearbeitet werden, während die Destillate zur Herstellung von Schmiermitteln Verwendung finden.
  • Im folgenden soll das Verfahren an zwei Beispielen erläutert werden.
  • Beispiel i.
  • ioo kg Nadelholzteer (spezifisches Gewicht i,o6q., 8,285 Englergrade bei 50' C, Verseifungszahl ioo, Säurezahl 73) werden mit 7,25 kg 'ltznatron in Laugenform von möglichst 469 Be im Autoklaven vermischt und 2 bis 3 Stunden auf i6o° C erhitzt. Die Autoklavenmasse wird dann in die Blase überführt 'und zum Zweck der Entfernung des Wassers -unter gleichzeitiger Einwirkung des Vaküüms längsam efhitzt, bis das Wasser etwa bp_i 8o° -C abgetrieben ist. Die bis dahin schäumende Masse sinkt dann vollkommen in sich zusammen und kann bis 32o° C durchgehend oder fraktioniert abdestilliert werden.
  • ioo kg dieses Teers liefern 11,¢ Prozent Wasser, 30,8 Prozent Rohöl, 55,6 Prozent Seife (gleich 45 Prozent rohe Teersäuren bei einem Verlust von 2,2 Prozent).
  • Beispiel 2.
  • ioo kg russischer Laubholzteer.(spezifisches Gewicht i,17, 9,3 Englergrade bei 50°C, Verseifungszahl 73, Säurezahl 68) werden mit 7 kg Natronlauge von q.6° Be im Autoklaven wie im Beispiel i beschrieben erhitzt und, wie ebenfalls dort erläutert, weiter destilliert, ioo kg dieses Teers liefern 12 Prozent Wasser, 5o Prozent Rohöl, 37 Prozent Seife (28 Prozent Teerrohsäure bei i Prozent Verlust).
  • Das Verfahren kann mit derselben Wirkung auch auf rohe Teerfraktionen angewendet werden.

Claims (1)

  1. PA rr:N r-ANsrRucri: ''erfahren zur Verarbeitung von Teeren, insbesondere Laubholzteeren oder deren Rohfraktionen, dadurch gekennzeichnet, daß die Teere zunächst mit Alkalien im Autoklaven bei höherer Temperatur behandelt und hierauf zweckmäßig bei Temperaturen über 2q.0° C unter eventueller Benutzung von überhitztem Wasserdampf unter Luftverdünnung destilliert werden
DE1918334518D 1918-10-05 1918-10-05 Verfahren zur Verarbeitung von Teeren, insbesondere Laubholzteer Expired DE334518C (de)

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