DE334435C - - Google Patents

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung· zum Markieren, Sortieren und Auszählen von Karten für statistische Zwecke. Es sind Maschinen dieser Art bekannt geworden, bei welchen die zu sortierenden Karten in einem Kartenblock vereinigt, hierauf einzeln einer Prüfeinrichtung zugeführt und von hier aus . sortiert werden.
Die \rorliegende Erfindung vereinfacht diesen umständlichen Vorgang dadurch, daß die Prüfung der Karten im Kartenblock vor sich geht, wodurch der Weg, den die Karte nimmt, sich wesentlich verkürzt und eine große Vereinfachung der Maschine erzielt wird. Die Prüfung der Karten im Kartenblock ist durch die besondere Art der Markierung ermöglicht. Bei den bekannten Systemen erfolgte diese durch Löcher, durch welche die Stöpsel hindurchgeführt werden, wodurch die weiteren Vorgänge sich auslösten. Eine Prüfung der Karten im Block ist hierdurch ausgeschlossen. Oder die Markicrungsstellen zeigen gewisse Mechanismen, welche elektrische A'orgänge bewirken. Hierbei ist es jedoch nicht möglich, eine größere Anzahl von Karten zu einem Block zusammenzufassen, weil die Zwischenmechanismen dies verhindern.
Gemäß vorliegender Erfindung sind die zu markierenden Stellen der Karte elektrisch leitend gemacht. Die Stöpsel sind unterteilt und die elektrisch leitende Stelle der Karte überbrückt diese Unterteilung und löst so die weiteren Vorgänge, wie öffnen des Sortierabteils usw. aus. Die Karten lassen sich in großer Anzahl zu einem Block zusammenfassen, und die Prüfung der Karten erfolgt im Block. Nach dem Verlassen des Blocks fällt die Karte in bekannter Weise in ein geöffnetes Abteil.
Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel.
In der Zeichnung Fig. 1 bis 6 ist die Maschine nur schematisch dargestellt. Ferner 4S sind in Fig. 7 und 8 zwei Karten beispielsweise zur Abbildung gebracht.
Auf einer Grundplatte r ruht ein kastenähnlicher Aufbau mit schrägen Sortierabteilen 2 und mit Ablegcfächcrn 3. Diese (3) dienen zur Aufnahme der sortierten Karten. Wenn ein Sortierabteil 2 mit sortierten Karten ausgefüllt ist, wird Platz für den Einlaß weiterer Karten in dem Sortierabteil geschaffen, indem die Karten nach 3 gebracht werden. Neben jedem Ablegefach 3 befindet sich ein Sortieranzeiger 4. Derselbe zeigt an, welches statistische Merkmal auf den Karten, die sich in dem Ablegefach und dem daneben befindlichen Sortierabteil befinden, aussortiert ist. Da irgendeiner der bekannten Sortieranzeiger benutzt werden kann, sind diese Anzeiger 4 in der Zeichnung nur angedeutet. Die Sortierabteile selbst sind mit Klappen 5 versehen, welche nach einem Schacht 6 münden. Bei jedem Arbeitsvorgang steht nur eine
Klappe auf, welche die durch den Schacht fallende Karte auffängt und nach ihrem Abteil 2 weiterleitet.
Die Sucherplatte 7 (Fig. 2) ist ein wesentlicher Teil der Erfindung. Sie ist den Karten nachgebildet und stellt eine Führung für die Prüfstöpsel dar, welche die auf den Karten befindliche Registrier-, Sortier- und Zähleinrichtung abtasten. Wie oben schon erläutert,
jo betätigt jede Klappe auf beliebige mechanische Weise ein Einzelzählwerk 4'. Auf der Tischplatte 8 des kastenförmigen Aufbaus sind die unsortierten Karten zu einem Kartenblock 9 zusammengefaßt. Der letztere wird auf der einen Seite, von der Sucherplatie 7 und auf der anderen Seite von einer Druck-, platte 10 begrenzt. Die beiden Begrenzungsplatten pressen den Kartenblock zusammen, beispielsweise in der Art, daß ein Band bei 11 befestigt ist, über die Rolle 12 läuft und von der Trommel 13 aufgewickelt wird, wobei nur angedeutete Führungsschienen 14 den Block seitlich zusammenhalten. Der Block ist in diesen Schienen beweglich angeordnet und steht unter der Einwirkung des Getriebes eines nicht dargestellten Motors. Dieser führt den Block rhythmisch über die Öffnung des Schachtes-6. In der Zeichnung ist beispielsweise angenommen, daß der Motor ein Zahnrad und dieses eine Scheibe 16 dreht, und daß die auf der Scheibe exzentrisch befestigte Kurbel 17 die hin und her gehende Bewegung des Kartenblockes vermittelt. Hierbei kann eine in der Zeichnung nicht dargestellte Sperrvorrichtung vorgesehen werden, welche dafür sorgt, daß immer nur eine Karte über dem Schlitz des Schachtes 6 sich befindet und dort gehalten wird. Einen weiteren wesentlichen Teil der Erfindung" bilden die Stöpsel 18 (Fig. 3 und 4). Diese sind in einer aus der Fernsprechvennittkmgstechnik bekannten Art in der Tischplatte 8 gelagert und bestehen aus einem unterteilten langgestreckten Elektromagneten (Fig. 4), dessen eines Ende so zugespitzt ist, daß es in die kleinen Öffnungen der Sucherplatte 7 hineingesteckt werden kann. Der eine Zuführungsdraht 19 steht mit der Wicklung 21 und diese mit der Eisenkernhälfte 20 in Verbindung, der andere Zuführungsdraht 23 ist an die andere Hälfte 22 des Kerns angelötet. Der Stromkreis der Spule ist demnach geschlossen, wenn die beiden Kernhälften leitend überbrückt werden. · Bevor über die Wirkungsweise dieser Stöpsel gesprochen wird, soll die mit diesen Stöpseln zusammenarbeitende Sucherplatte 7 und das Wesen der Karten selbst erläutert werden.
Karten für statistische Zwecke an sich sind bekannt.
Für die Auswertung des statistischen Urmaterials (d. h. der statistischen Angaben auf den Erhebungsformularen) werden im allgemeinen besondere Zählkarten verwandt.
Die bei vorliegender Maschine nach Fig. 7 und 8 vorzugsweise zur Verwendung kornmen de statistische Karte ermöglicht jedoch, daß die Auswertung der statistischen Erhebungen ο h η e Verwendung einer besonderen Zählkarte erfolgt. Die hier in Frage kommende Karte stellt nämlich eine Vereinigung des statistischen Erhebungsformulars mit der
; Zählkarte in einer Kartenform dar, indem der Innenraum die üblichen Vordrucke eines Erhebungsformulars aufweist, worin die betreffenden handschriftlichen statistischen Angaben gemacht werden, während sich am Rande der Karte oder an der einen Seite über 700 quadratische Felder mit vorgedruckten statistischen Bestimmungszeichen befinden, welche zur Registrierung der auf der Karte niedergeschriebenen statistischen Angaben dienen. Der Vorteil dieser Kartenform besteht im übrigen darin, daß jede Karte nicht
: nur eine mechanische Markierung ihres jeweiligen Inhalts darstellt, sondern dem Beschauer gleichzeitig eine Kontrolle über diese Markierung gibt und ihm das Ablesen des Inhalts der Karte ermöglicht.
Die Karten haben am äußersten Rande eine Zeigerskala. Die gleiche Zeigerskala befindet sich auch auf der Sucherplatte 7, wie überhaupt letztere am Rande oder an der ►Seite dieselben Reihen quadratischer Felder hat, wie die Karte. Während auf der Karte diese Felder mit statistischen ßestimmungszeichen bedruckt sind, befinden sich auf der Sucherplatte 7 in diesen Feldern Löcher, in welche die Stöpsel 18 zum Heraussuchen der auf der Karte markierten Felder gesteckt werden und wodurch die Sortierung der auf der Karte zu erfassenden Merkmale in die Wege geleitet wird.
Die Schaltung der elektrischen Einrichtung ist ebenfalls in der Zeichnung Fig. 5 schematisch dargestellt. Die Elektromagneten,, L.,, Ls usw. sind neben dem kastenartigen Aufbau derart angeordnet, daß ihre Hebelanordnung die Klappen 5 des Sortierabteils beeinflußt. In jedem Prüfungsstromkreis liegt ein derartiger Magnet L. Für sämtliche Prüf-Stromkreise ist ein Hauptschalter I1 bis /ft vorgesehen, der unter dem Einfluß des Motors steht und bei jedem Hin- und Rückgang des Kartenblockes derart verschoben wird, daß seine Arme/ abwechselnd mit den Kontakten Λτ bzw. K in Berührung kommen, dauernd jedoch auf der Platte Zf schleifen.
Wie bereits oben erwähnt, ist eine Anordnung vorgesehen, welche eine Zählung irgendwelcher statistischer Angaben ermöglicht.
'■■ Ein Hauptzähhverk beliebiger Konstruktion steht hierbei unter der Einwirkung einer An-
zahl Magnete 31, 32, 33 usw. Die Magnete liegen in Prüfstromkreisen. Ein bestimmtes Zahlenfeld der Sucherplatte wird gestöpselt, derart, daß sämtliche Karten in bezug auf dieses Zahlenfeld geprüft werden. Dadurch werden bei jedem Abtasten einer Karte bestimmte Magnete ansprechen und je ein Zählwerk beeinflussen. Der sich hierbei abspielende Vorgang selbst wird nachstehend noch beschrieben werden.
W j r k u η g s w eise.
Als Beispiel soll die hier dargestellte Karte Fig. 8 für Fabrikbetriebstatistik dienen.
Angenommen, daß sich vor der Sucherplatte 7 ein Block von etwa 500 Stück dieser Karten (Fig. 8) befindet, welche nach »Ausführenden Abteilungen« (Sm = Schmiede, Ap = Apparatebau usw.) sortiert werden sollen. Die abgekürzten Bezeichnungen dieser Abteilungen befinden sich rechts von den iNTurnmern 7 bis 29 der Zeigerskala in der r. und 2. senkrechten Reihe. Zunächst werden eine Anzahl Stöpsel τ 8 (Fig. 3,4) entsprechend einer Anzahl (z.B. 11) Sorticrabteilen neben den Nummern der Zeigerskala 7 bis τ 2 in der ersten und zweiten senkrechten Reihe auf der Sucherplatte 7 (Fig. 2) eingestellt. Hierdurch werden folgende Felder der Karten abgetastet: Sm, Ap, Ss, Cb, Po, Df, Gv, Hm, Bo, Kl, Fu. Auf den Sortieranzeigern 4 (neben ■ den Ablege fächern 3, Fig. 1) werden nun die Bezeichnungen eingestellt, z. B. erhält das oberste Abteil die Bezeichnung Schmiede Sm, und so weiter. Das letzte Fach ist immer das S a m m e 1 f a c h , in das alle Karten fallen, auf denen keine der vorstehend angeführten (11) Abteilungen markiert ist. Sofern beispielsweise auf der ersten Karte die Stelle Sm mit einem Metallplättchen markiert ist, so wird diese Karte von dem Sortierabteil Sm (Schmiede) aufgenommen. Hierbei spielen sich folgende Vorgänge ab. Der Motor wird in Betrieb gesetzt. Die Scheibe 16 und die Trommel 13 rotieren. Bei der hin und her gehenden Bewegung des Kartenblocks befindet sich zunächst die erste Karte in Berührung mit der Spitze des gesteckten Stöpsels 18. Durch die Antriebsvorrichtung wird der elektrische Strom in einer nicht dargestellten Weise eingeschaltet. Es war angenommen, daß die erste Karte auf die Abteilung Sm lautet. In diesem Falle würde die erste Karte an der Stelle Sm markiert, nämlich elektrisch leitend gemacht sein. Infolgedessen wird die Zuleitung des Stöpsels stromfürrrend, indem an seiner Spitze Berührung mit den Metallplättchen der Markierungsstelle statt-
fio findet. Es entsteht ein Stromlauf (Fig. 5). . Positiver Pol (Fig. 5), Schiene // des Umschalters, Kontaktarm J1, Kontakt /C1, Stöpsel, der bei F1 steckt, und zwar (vgl. Fig. 4,1 19, Wicklung 21, Kern 20, Markierungsstelle der Karte, Kernhälfte 22, 23, von hier (s. wieder Fig. 5) Magnet L1, Minuspol.
Unter der Einwirkung dieses Stromflusses zieht der Magnet L1 (Fig. 5) seinen Anker an, öffnet hierdurch die Klappe M1. In der Zeichnung sei dadurch das oberste Sortier- 7« abteil der Maschine geöffnet.
Gleichzeitig wird durch diesen Stromfluß, der über die Wicklung 21 des Stöpsels fließt, der Eisenkern desselben magnetisch und hält die Karte, deren Markierungsstelle mit einem Metallplättchen versehen ist, fest. Da aber, sobald diese Karte in der richtigen Stellung oberhalb des Schachtes 6 angekommen ist, durch eine nicht dargestellte Vorrichtung der Umschalter (J1 bis /,,) für einen Augenblick umgelegt wird, erfolgt eine Unterbrechung des vorstehend genannten Stromflusses. Nunmehr fließt der Strom nicht mehr über die Spule des bei F1 steckenden Stöpsels, sondern nimmt folgenden Verlauf:
Pluspol, Schiene H, Kontakt 2V1, Klappe M1, Arbeitskontakt Magnet L1, Minuspol.
Der Magnet L1 hält demnach die Klappe M1 offen. Da aber der Stöpsel entmagnetisiert ist, fällt die Karte durch den Schacht 6 und y< > wird von der offenen Klappe M1 in das zugehörige Abteil Sm geleitet. Es werden demnach alle diejenigen Karten des Kartenblocks, welche an der Stelle Sm markiert sind, in das genannte Abteil geleitet. Der Vorgang 1J wiederholt sich bei jedem Hin- und Rückgang des Kartenblocks. Der Hauptschalter wird rhythmisch, sobald die oberste Karte des Kartenblocks über dem Schlitz 6 sich befindet, umgelegt und schließt die Strom- m" kreise, welche die Klappe genügend lange offenhalten. Ist auf einer Karte die Stelle Bo = Bohrcrci markiert, so fällt diese Karte in ein Sortierabteil, dessen nebenan befindlicher Sortieranzeiger die Aufschrift »Bohrerei« zeigt usw.
Bei dem Durchlauf des Kartenblocks von 500 Stück Karten werden diese also nach den oben genannten it verschiedenen Abteilungen sortiert und die sortierten Karten 11.j zum Schluß aus den betreffenden ■■Sortierabteilen herausgenommen.
Diejenigen Karten, welche in das Sammelabteil gefallen sind, und auf welchen keine der zuerst aussortierten Abteilungen mar- u-, kiert Avar, werden nun als zu sortierender Kartenblock wieder vor die Sucherplatte gebracht.
Auf dieser stellt man nun die Prüfstöpsel für die nächsten (ΐ τ) Abteilungen links 1:1 neben der Zeigerskala τ 2 bis 17 in der 1. und 2: senkrechten Reihe ein, welche - Stellen fol-
gendeu Merkmalen auf der Karte entsprechen: Km; Dn, Mm; Kd, Wb; St, Hf; L. Rp; Sp, Zm (Fig. 8).
Bezüglich dieser auszusortierenden Punkte wiederholt sich der oben geschilderte Vorgang, und so weiter, bis alle Karten nach allen Abteilungen aussortiert sind. Eine Besonderheit der Maschine besteht darin, daß in jedem der Sammelabteile 3 je ein Einzelzählwerk 4' vorhanden ist, welches bei jedesmaliger Betätigimg der Klappe zum Sortierabteil anspricht. Die Art und Weise, wie das Einzelzählwerk von der Klappe in Betrieb gesetzt wird, bietet keine Schwierigkeiten und sei hier nicht weiter erörtert. Die Einzelzählwerke können in beliebiger Weise auf ein selbsttätiges Zählwerk einwirken, derart, daß die Gesamtsumme der zur Sortierung gelangenden Karten nach jedesmaligem Arbeits-Vorgang abgelesen werden kann.
Eine weitere Besonderheit der Maschine besteht in einer Additionszählvorrichtung.
Die Additionszählwerke haben den Zweck, gleichzeitig mit der Sortierung, die auf der Karte markierten Rechnungsvorgänge zu addieren. Der \'Torgang ergibt sich aus nachfolgendem Beispiel.
Als Beispiel soll auch hier wieder die oben zugrunde gelegte Karte (Fig. 8) dienen.
Angenommen, es handelt sich darum, festzustellen, wieviel Lohn insgesamt von jeder der oben angeführten »Ausführenden Abteilungen« gezahlt worden ist.
In diesem Falle werden auf der Sucherplatte, außer den jeweilig einzustellenden Stöpseln, welche zur Aussortierung der Abteilungen dienen, für die von der Zeigerskala in der unteren linken Ecke durch die Nummern 32 bis 36 und 1 bis 11 begrenzten
4<j Felder 50 weitere Stöpsel eingestellt. Diese entsprechen den Zahlenreihen für Lohn in der unteren linken Ecke der Karten. Jedem Feld ist dadurch ein Magnet 31 bis 40 (Fig. 6) zugeordnet, der in einem Prüfstrom-
•15 kreis liegt. Ferner sind beispielsweise fünf Zählwerke vorhanden. Ein Pfennigzähler für die Einer 1 bis 10, einer für die Zehner 10 bis 100, je ein Markzählwerk für die Einer, Zehner und Hunderter. Zu jedem Zählwerk gehören demnach 10 Magnete 31 bis 40. Jeder Magnet beeinflußt jedoch sein Zählwerk verschieden, und zwar schaltet er sein Zählwerk um so viel Schritte fort, als die Ziffer des Feldes, welchem der Magnet zugehört, lautet. Diese verschiedene Beeinflussung kann dadurch erfolgen, daß, wie die Zeichnung Fig. 6 schematisch angibt, die Zählräder ζ unter dem Einfluß verschiedener
... Übersetzungen stehen.
Ist nun auf der ersten Karte des Kartenblocks die Abteilung Sm markiert und in den Lohnfeldern der Betrag von 4 Mark, so ; erfolgen neben den bereits beschriebenen Stromvorgängen, welche die Sortierung der Karte zur Folge haben, noch nachstehend beschriebene Stromvorgänge. In der Additionsvorrichtung wird gleichzeitig mit dem oben beschriebenen, die Spule L1 erregenden Stromkreis ein Prüfstromkreis (Fig. 6), z. B. Pluspol, Stöpselhälfte O1 eines Stöpsels, über das Metallplättchen an der Stelle 4 (linke untere Ecke der Karte), Stöpselhälfte Zj1 des Stöpsels, Magnet 31, Minuspol geschlossen. Hierbei ist angenommen, daß der nicht gezeihnete Schalter, welcher die Stromzufuhr für den Prüfstromkreis für den Sortiervorgang bewirkt, auch den Strom für den Prüfstromkreis der Additionsschaltung schließt. Es ist ferner angenommen, daß auch die Ausschaltung beider Ströme gleichzeitig erfolgt. Diese kann durch den gleichen nicht gezeichneten Schalter oder durch den Hauptschalter erfolgen. Der Magnet 31 wird erregt und betätigt sein Zählwerk um 4 Schritte. Durch Ausschalten der zwei Prüfstromkreise wird die Karte losgelassen, fällt in ein Sortierabteil und die nächste Karte wird abgetastet. Durch Anordnung der Zählwerke nebeneinander erscheint die Lohnsumme der abgetasteten Karten. Das durch die Klappen der Sortierabteile betätigte Einzelzählwerk arj beitet folgendermaßen:
Hier diene die dargestellte Karte (Fig. 7) als Beispiel (Bevölkerungsstatistik).
Angenommen, es soll festgestellt werden, nach welchen Einkommensstufen die gezählten Personen zu klassifizieren sind.
In diesem Falle sind auf der Sucherplatte rechts oben zunächst für die Felder, welche unter den Nummern der Zeigerskala 38 und 39 liegen, 10 Stöpsel einzustellen. Dies entspricht den auf der Karte rechts oben markierten Feldern mit der Überschrift »Einkommen« in 100 Mark (s. Fig. 7). Die Nummern der Zeigerskala sind auf der Karte und der Platte übereinstimmend und betreffen die Einkommensstufen 1050, 1200, 1350, 1500, 1650, 1800, 2100, 2400, 2700, 3000. Alle Karten, auf denen die Einkommensstufe 3000 markiert ist, fallen in das dafür durch nc den Sortieranzeiger kenntlich gemachte Abteil. Das Einzelzählwerk 4' (Fig. 1), welches sich neben diesem Abtei! befindet, rückt beim jedesmaligen Hineinfallen einer Karte in dieses Abteil um eine Einheit vor. Da sich jede Karte nur auf eine Person bezieht, so gibt das Einzelzählwerk also an, wieviel Personen ein Einkommen von 3000 Mark haben.
Dasselbe Spiel wiederholt sich bei den übrigen neun Sortierabteilungen und Einzel- : zählwerken bezüglich der betreffenden an-

Claims (7)

  1. deren auf den Karten markierten Einkomlnensstufen.
    Ρλτεν τ - A ν s ι· κ ti c h ε ;
    ι. Verfahren zum Markieren, Sortieren und Auszählen von Karten für statistische Zwecke, bei welchem die im Block vereinigten Karten je nach Inhalt an bestimmten Stellen Markierungen tragen,
    ίο die von· Stromkreisen geprüft werden, wobei die Karten je nach ihrem Inhalt' selbsttätig in bestimmte, unter Einwirkung der Prüfstromkreise geöffnete Abteile geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsstellen elektrisch leitend gemacht werden, das Prüfen durch Abtasten jeweils der noch im Kartenblock befindlichen (obersten) Karte erfolgt und die Karten vom Kartenblock aus direkt einem Sortierabteil zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu markierenden Stellen Metallplättchen aufgesetzt werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsplatte (7) mit Löchern entsprechend den auf den Karten vorkommenden Feldern versehen ist, wobei Stöpsel (18) der Prüf Stromkreise durchgesteckt werden und die einzelnen Karten des Blocks abtasten.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Kartenblock (9) mit der Sucherplatte (7) rhythmisch über einem Schacht (6) hin und her geführt wird, an dessen beiden Seiten die Sortierfächer (2. 3)liegen, wobei jeweils eine Karte -durch den Schacht fällt und von den geöffneten Sortierabteilen aufgenommen wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Stöpsel (18) mit zweiteiligem Eisenkern (20, 22) und einer Spule (21), bei dessen Berührung mit einer Metallplatte der Karte die beiden Teile des Eisenkerns elektrisch überbrückt und die mit diesen in Verbindung stehenden Stromleitungen geschlossen werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stöpsel als Elektromagnet ausgebildet ist und eine Karte bei Berührung einer elektrisch und magnetisch leitenden Stelle zunächst festhält und dann, sobald das Abteil, in welches diese Karte gehört, geöffnet ist, losläßt, indem der Prüfstromkreis durch einen Umschalter geöffnet und stromlos wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Steuerung der Klappen (5) an den Sortierabteilen Zählwerke (4') fortgeschaltet werden, welche eine Zählung der sortierten Karten ermöglichen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747009C (de) * 1937-05-27 1944-09-04 Hollerith Maschinen Ges M B H Verfahren zum Betrieb von Zaehlkartenmaschinen
DE1015630B (de) * 1933-04-20 1957-09-12 Ibm Deutschland Maschine zur Herstellung von Lochungen in Zaehlkarten fuer statistische oder Buchungsmaschinen

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DE1015630B (de) * 1933-04-20 1957-09-12 Ibm Deutschland Maschine zur Herstellung von Lochungen in Zaehlkarten fuer statistische oder Buchungsmaschinen
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