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Vorrichtung zum Sortieren und Auszählen von Karten für statistische
Zwecke. Im Hauptpatent wurde eine Vorrichtung beschrieben, bei welcher unter Zuordnung
je eines mit einem Abtastestöpsel ausgerüsteten Prüfstromkreises an je ein Sortierabteil
diese letzteren dazu bestimmt sind, die Karten je nach :den darauf vermerkten und
markierten statistischen Merkmalen selbsttätig aufzunehmen. Durch besondere Ausbildung
der Markierungsstellen ist es hierbei ermöglicht, die einzelnen Karten, während
sie sich noch im Kartenblock befinden, zu prüfen und von hier aus direkt den Sortierabteilen
zuzuführen. Nach vorliegender Erfindung bleibt trotz erweiterter Sortierungsziele
die direkte Zuführung der Karte vom Kartenblock nach rlen Sortierabteilen bestehen.
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Erfindungsgemäß werden die Stöpsel in einem einzigen Prüfstromkreis,
in Serie vereinigt, um jede Karte daxaufhip. zu untersuchen, ob dieselbe eine bestimmte
Anzahl von gleichzeitig zu erfassenden statistischen Merkmalen aufweist, und sofern
dies zutrifft, die Karte in ein bestimmtes Sammelabteil zu leiten. Oder die Stöpsel
können zueinander parallel in je einem Prüfstromkreis liegen, um jede Karte auf
eine Anzahl von statistischen Merkmalen hin zu prüfen und jedes vorkommende Merkmal
mit Hilfe des Prüfstromkreises zu vermerken, z. B. zu zählen. Die Erfindung zeigt
weiterhin Besonderheiten, die in den zwei nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
zum . Ausdruck kommen. In der Zeichnung stellen die Fig. i und a bzw. die Fig.3
und q. zwei Ausführungsbeispiele dar.
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Fig. i und 2 zeigen in schematischer Darstellung eine Vorrichtung,
um aus einem Kartenblock diejenigen Karten, welche bestimmte statistische Merkmale
aufweisen, in ein Sammelabteil Po zu leiten. Die Markierungsstellen der Karten sind
durch aufgesetzte Metallplättchen von den übrigen Feldern der Karten unterschieden.
Wie aus Fig: i ersichtlich ist, sind' in einem kastenförmigen Aufbau zwei Sortierabteile
vorgesehen, nämlich Po und Ne. Der Zugang zu diesen beiden Sortierabteilen
wird beherrscht von :einem Hebel T, dessen Arm d
zwei Stellungen :einnehmen
kann, je nachdem Magnet Y1 oder Magnet M2 erregt wurde. Ein auf der einen Seite
von einer Sucherplatte C und auf der anderen Seite von einer Druckplatte K zusammengehaltener
Kartenblock- wird unter der Einwirkung eines: nicht dargestellten Motors, -der auf
ein Zahnrad einwirkt, in hin und hier gehende rythmische Bewegungen gebracht. Hierbei
bewegt das Zahnrad p ein Exzenter, das in g gelagert ist. Der Kartenblock wird hierbei
von einem über die Rollen l laufenden Band zusammengehalten. Dieses Band wird auf
der Trommel q aufgewickelt. Die Einrichtung der Sucherplatte C ist dieselbe wie
im Hauptpatent. Sie ist- mit Löchern zum Einstecken
von Stöpseln
versehen. Jedes Loch entspricht einem Feld der zu sortierenden Karten. Wird ein
Stöpsel in irgendein Loch der Sucherplatte gesteckt, so wird bei sämtlichen Karten
des Kartenblocks aufeinanderfolgend ein bestimmtes Feld abgetastet. Die zur Verwendung
kommenden Stöpsel sind im Hauptpatent beschrieben. Sie sind zweiteilig und besitzen
eine Spule, welche, sofern sie stromführend wird, den Stöpsel magnetisiert. Trifft
eine Spule auf ein markiertes Feld einer Karte, so werden die beiden Teile des Stöpsels
elektrisch überbrückt. Eine besondere Einrichtung für diese Stöpsel besteht darin,
daß die Stöpsel auch dann, wenn sie auf der Tischplatte C2 ruhen, durch eine nicht
dargestellte Vorrichtung an ihrer Spitze elektrisch überbrückt werden. Aus Fig.
2 ist ersichtlich, daß die Stöpsel sämtlich in Serie geschaltet sind. Der Umschalter
D ist, wie aus der schematischen Darstellung ersichtlich, in der Weise von der Stellung
der Sucherplatte C abhängig gemacht, daß, sobald die Sucherplatte sich. über dem
Schlitz Z befindet, eine Umschaltung des Prüfstromkreises stattfindet. Hierbei verläßt
der Schalter D den Kontakt A und verbindet den Kontakt B mit Kontakt
B1. Die Schaltung selbst ergibt sich aus dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel.
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In Fig. 3 und 4 ist eine Maschine dargestellt, welche dazu dient,
das Vorkommen einer Anzahl von statistischen Merkmalen in einem Kartenblock zu zählen,
wobei jede Karte gleichzeitig auf sämtliche in Frage kommenden Merkmale oder auch
auf eine Anzahl dieser Merkmale geprüft wird. Die hierfür nötigen Stöpsel und ihre
Schaltung sind in Fig.4 dargestellt.
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Die Stöpsel liegen je in einem Prüfstromkreis, jeder Prüfstromkreis
enthält einen ein Zählwerk beeinflussenden Magneten, wobei die Prüfstromkreise parallel
zueinander liegen. Die Maschine besitzt ein Sammelabteil Po, in welches die geprüften
Karten fallen, und ein Abteil Za zur Aufnahme der Zählwerke. Wirkungsweise. i. Ausführungsbeispiel.
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Es sei angenommen, daß die einzelnen Karten des Kartenblocks derart
sortiert werden sollen, daß diejenigen Karten, welche einE bestimmte Anzahl gleichzeitig
zu erfassender statistischer Merkmale aufweisen, in derr Sortierabteil Po und die
anderen Kar. ten in dem Sortierabteil Ne gesammelt wer. den. Zu diesem Zweck
wird die Sucher. platte C beispielsweise mit acht Stöpseln gestöpselt. Hierbei werden
die acht Stöpsel sc eingesteckt, daß sie die in Frage kommenden Felder der Karten
abtasten. Statt acht Stöpseln kann auch eine kleinere oder größere Anzahl in Frage
kommen. Wie bereits erwähnt, sind die auf der Tischplatte C= zurückbleibenden, in
Ruhe befindlichen Stöpsel an ihrer Spitze elektrisch überbrückt (zeichnerisch nicht
dargestellt). Sobald die Maschine in Betrieb kommt, wird in nicht dargestellter
Weise der Batterieanschluß hergestellt. Es erfolgt (s. Fig.2) ein Stromfluß: Pluspol,
Magnet Ml, Ankerkontakt bei H, Minuspol. Demzufolge wird der Anher T von dem Magneten
Ml angezogen und das Sortierabteil Ne geöffnet. Sobald der Kartenblock, der
in hin und her gehende Dewegung versetzt wurde, mit seiner am weitesten links stehenden
Karte über dem Schlitz Z zu stehen kommt, wird infolge mechanischer, beliebig gestalteter
Kupplung des Schalters D mit der Sucherplatte C der Prüfstromkreis über den Schalter
D und Kontakt A geschlossen, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß sämtliche zu
prüfenden Merkmale auf der ersten Karte markiert, d. h. mit Metallplättchen versehen
sind. In diesem Fall werden die in der Sucherplatte C steckenden Stöpsel (beispielsweise
die Stöpsel 8 bis 15) an ihrer Spitze durch die Markierungsstellen elektrisch
leitend überbrückt. Da, wie oben erläutert, auch die in der Tischplatte C= ruhenden
Stöpsel an ihrer Spitze elektrisch geschlossen sind, erfolgt ein Stromfluß (Fig.2)
von Pluspol über sämtliche Stöpsel, über Schalter D, Kontakt A, Magnet 111=, Magnet
M3, Minuspol. Infolge dieses Stromflusses werden die Magnete M-> und 1113 erregt.
Ms öffnet den Ruhekontakt bei H und schließt den Kontakt EF. Der Magnet M'
wird infolgedessen stromlos und läßt den Anker T los, welcher von dem Magneten M-
angezogen wird. Infolgedessen wird das Sortierabteil Po (Fig. i) geöffnet. Die über
dem Schlitz Z in diesem Augenblick befindliche Karte wird in doppelter Weise festgehalten,
,einmal .durch nicht zur Darstellung gebrachte Greifer, und außerdem durch den infolge
obigen Stromflusses bestehenden Magnetismus der- Stöpsel. Durch eine besondere,
nicht zur Darstellung gebrachte Vorrichtung lassen die Greifer die Karte in dem
Augenblick los, in welchem auch der Umschalter D den Kontakt A- verläßt
und den Kontakt B mit B' verbindet. Es wird also gleichzeitig mit dem Loslassen
der Karte seitens des Greifers auch. der Magnetismus. der Stöpselspulen beseitigt,
so daß die Karte durch den Schlitz Z in das geöffnete Abteil Po fällt. Der Magnetismus
der Stöpsel wird dadurch beseitigt, daß die Stöpsel auf dem Wege Pluspol, Kontakte
B,
El, E, F kurzgeschlossen werden. Die Magnete M2 und M$
bleiben zunächst durch den vorerwähnten Strom erregt. Im geeigneten Moment wird
der Umschalter D selbsttätig umgelegt, demzufolge erfolgt eine Entmagnetisierung
der Magnete L11' und M3. Der Magnet 11h spricht wiederum an, so daß an Stelle des
Abteils Po das Abteil Ne geöffnet wird. In: dieser Weise werden sämtliche
Karten. untersucht, ob sie alle in. Frage kommenden statistischen Merkmale aufweisen
oder nicht, und ob sie demnach in das Abteil Po oder in das Abteil
Ne gehören. In letzterem Falle kommt ,der Prüfstromkreis nicht zustande.
Die Karte wird einen Augenblick von dem Greifer festgehalten und dann losgelassen
und fällt in das Abteil Ne.
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2. Ausführungsbeispiel.
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Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel soll angenommen werden, daß ein
Kartenblock in bezug auf das Vorkommen einzelner statistischer Merkmale abgetastet
werden soll, um eine Zählung .dieser statistischen Merkmale vorzunehmen.
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Die in Frage kommenden Felder der Sucherplatte C (Fig. 3, 4) werden
gestöpselt und hierauf die Maschine in Bewegung gesetzt. In einem geeigneten Moment
wird der mit der Sucherplatte C in Verbindung stehende Umschalter Fcr (Fig. 4) die
Kontakte E, G verbinden und dadurch Batterieanschluß herstellen. Infolgedessen werden
alle diejenigen Stöpsel, welche in Berührung mit einem elektrisch leitend gemachten
Feld der ersten Karte kommen, stromführend werden. Es fließt beispielsweise ein
Strom (Fig. 4) : Pluspol E, Fa, G, Stöpsel H=, Elektromagnet H, .Minuspol.
Der Stöpsel HZ und und ebenso alle anderen Stöpsel, welche an ihrer Spitze elektrisch
überbrückt werden, werden magnetisch und: halten die Karten fest. Da jedem Stöpsel
und dem dazugehörigen Prüfstromkreis ein Zählwerk Z1 bis Z=° (Fig. 3) abhängig von
dem Magneten H zugeordnet ist, werden die Zählwerke der stromführend gewordenen
Prüfstromkreise um einen Schritt fortgeschaltet. Diese Zählwerke können so eingerichtet
sein, daß ein Einer-, Zehner-, Hunderter-, Tausender- u.sw. Rad vorhanden ist, derart,
daß nach io Schritten das Zehnerrad um einen Schritt bewegt wird, nach ioo Schritten
das Hunderterrad usw. Die Konstruktion derartiger Zählwerke ist bekannt und braucht
hier nicht weiter beschrieben zu werden. Sobald die Zählung vor sich gegangen ist,
wird durch geeignete mechanische und hier nicht weiter dargestellte Einwirkung der
Umschalter Fa die Kontakte E, G verlassen und dadurch die Prüfstromkreise unterbrechen.
Infolgedessen wird die abgetastete Karte nicht weiter festgehalten und fällt durch
den Schlitz Z in das Sammelabteil Po.