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Mess- bzw. Kontrollvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mess - bzw. Kontroll vorrichtung mit mehreren Mess-bzw. Kontrollstellen, denen ein Werkstück mittels eines schaltbaren Trägers nacheinander zuführbar ist und denen jeweils mindestens ein Messgerät, das in Abhängigkeit vom Mess- bzw. Kontrollergebnis elektrische Signale abgibt, und mindestens ein Elektromagnet, der in Abhängigkeit von einem bestimmten Signal erregbar ist und einen in Abhängigkeit vom Werkstückträger bewegbaren Messwertspeicher beeinflusst, zugeordnet ist, wobei die im Speicher enthaltenen Werte diesem mittels eines den Werkstückabgang der Einrichtung steuernden Abnehmer entnehmbar sind.
Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei welcher das Mess- bzw. Kontrollergebnis in Form elektrischer Steuerimpulse, welche zur Steuerung einer Werkstückkontrollvorrichtung dienen, auf einMagnettonband gespeichert wird, dessen Bewegung in Abhängigkeit von der Bewegung des Werkstückträgers erfolgt. Die Eingabe der Steuerimpulse auf das Magnettonband erfolgt hiebei auf induktivem Wege mittels eines feststehenden Magnetisierungskopfes.-
Diese Art der Speicherung des Mess- bzw. Kontrollergebnisses erfordert indessen einen erheblichen Aufwand an elektrischen bzw. elektronischen Steuermitteln, welche verhältnismässig störanfällig sind und der Prüfung und Wartung durch Spezialisten bedürfen.
Als weiterer Nachteil ist anzuführen, dass die Entnahme der auf dem Tonband gespeicherten Ergebnisse ausschliesslich auf elektrischem Wege erfolgen kann, wodurch den jeweils gestellten Erfordernissen hinsichtlich Herstellungskosten, Zahl der Messstellen, Art der Sortierung und Weiterleitung der gespeicherten Werte zum Werkstückabgang nicht in allen Fällen in bestmöglicher Weise entsprochen werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mess- bzw. Kontrollvorrichtung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, welche unter Gewährleistung eines unverwickelten und kostensparenden Aufbaus eine vielseitige Anwendbarkeit besitzt und an die jeweiligen Arbeitsbedingungen in optimaler Weise anpassbar ist.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass in Abhängigkeit von der Erregung der Elektromagnete Betätigungsvorrichtungen bewegbar sind, welche im Messwertspeicher eine mechanische Veränderung hervorrufen, und dass der Abnehmer die mechanischen Veränderungen des Messwertspeichers am Ende des Messzyklus eines Werkstücks abtastet.
Einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Mess- bzw. Kontrollvorrichtung kommt u. a. der bedeut- same Vorzug zu, dass auf Grund der mechanischen Beeinflussung des Messwertspeichers mittels bewegbarer Teile von Elektromagneten eine überraschend unverwickelte, aufwandsparende und sichere Speicherung der Messergebnisse erzielt ist. Die Entnahme der Speicherergebnisse kann hiebei in freizügiger Weise mittels Abnehmer erfolgen, die entweder auf mechanischer oder optischer oder elektrischer Basis arbeiten, so dass den jeweils gestellten Erfordernissen hinsichtlich Herstellungskosten, Zahl der Messstellen, Art der Sortierung und Weiterleitung der gespeicherten Werte über den Wandler zum Werkstückab- gang stets in bestmöglicher Weise entsprochen werden kann.
Unverwickeltheit, Betriebssicherheit und geringe Wartung lassen sich hiebei vor allem dadurch erzielen, dass der Messwertspeicher aus beweglichen Teilen, wie Schiebern oder Hebeln, aufgebaut ist, die mittels der Elektromagnete von ihrer Ursprungslage in eine andere Lage bewegbar und in dieser sicherbar sind.
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Zur Erzielung einer fortgesetzten Wiederverwendung ein-und desselben Speichers sowie zur Herbei- führung einer vollselbsttätigen Arbeitsweise der Vorrichtung können weiterhin die beweglichen Speicher- teile vor Beginn eines neuen Messzyklus selbsttätig in ihre Ursprungslage zurückführbar sein.
Eine hinsichtlich Funktionssicherheit und Aufbau besonders günstige Vorrichtung ergibt sich dadurch, dass die beweglichen Speicherteile unter Federwirkung in ihrer Ursprungslage gehalten sind, während sie in ihrer durch die Elektromagnete herbeigeführten andern Lage mittels einer lösbaren Sperrvorrichtung gesichert sind bzw. dass diese Lage eine zweite stabile Lage ist, und dass beim Bewegen des Speicherträ- gers und durch Zusammenarbeit mit einer ortsfesten Vorrichtung, beispielsweise einem Anschlag, ein Lö- sen der Sperrvorrichtung bzw. ein Kippen in die Ursprunsslage erfolgt.
In anderer, vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann der Speicher ein Band sein, in welches mittels der Elektromagnete Löcher stossbar sind. Diese Ausbildung führt zu dem besonderen Vorteil, dass die erzielten Mess-bzw. Kontrollresultate auf kostensparende Weise festhaltbar sind und beliebig lange und auf kleinem Raum aufbewahrt bleiben können, so dass sie jederzeit für Nachprüfungs-bzw. statistische
Zwecke zur Verfügung stehen.
Weiterhin kann eine unverwickelte und übersichtliche Entnahme der Informationen aus dem Spei- cher dadurch herbeigeführt werden, dass der Abnehmer als eine mechanische Fühlervorrichtung ausgebildet ist.
Im Hinblick auf eine freizügige Anordnung der von der Fühlervorrichtung beeinflussten bzw. gesteuerten Vorrichtungen kann mit Vorteil die Fühlervorrichtung ein bzw. mehrere bewegliche Teile einer elektrischen Schalteranordnung umfassen, die ihrerseits über einen Wandler, beispielsweise einen Elektromagnet, den Werkstückabgang steuert.
Eine unmittelbare und zu einem geringen Aufwand von Bauteilen führende Beeinflussung des Werkstückabgangs durch die Fühlervorrichtung kann dadurch erreicht werden, dass die Fühlervorrichtung, beispielsweise eine schwenkbare Fahne, unmittelbar mit einer mechanischen Weiche des Werkstückabgangs verbunden ist.
Zur Gewährleistung einer der Weichenstellung entsprechenden richtigen Sortierung der Werkstücke kann hiebei die Ausbildung und Zusammenarbeit der Speicherteile und der mechanischen Fühlervorrichtung so vorgenommen sein, dass die mechanische Weiche während einer vorbestimmten Mindestzeit in Wirkstellung bleibt.
Hohe Funktionssicherheit auch bei gleichzeitiger Entnahme mehrerer Informationen sowie ein Vermeiden mechanischer Abnutzungen lassen sich weiterhin dadurch erreichen, dass als Abnehmer eine Lichtquelle und photoelektrische Lichtempfänger angeordnet sind.
Weiterhin können in Weiterbildung des Erfindungsgedankens jeder Messstelle der Vorrichtung ein oder mehrere, vorzugsweise elektromagnetische Zählwerke zugeordnet sein. Hiedurch lässt sich auf vorteilhafte Weise eine statistische Qualitätskontrolle der geprüften Werkstücke erreichen.
In den Figuren ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen gezeigt. Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Mess- bzw. Kontrollvorrichtung gemäss der Erfindung. Es sind zwei wirkungsmässig miteinander verbundene Einheiten dargestellt, von denen die eine dem Messen und Transportieren von Werkstücken, die andere dem Speichern von bei den Messungen erzielten Resultaten sowie der Entnahme dieser gespeicherten Werte dient. Fig. 2 zeigt schematisch, teils in perspektivischer und teils in Schalt- skizzen-Darstellung, Antriebs-, Betätigungs- und Steuervorrichtungen für eine Mess- bzw. Kontrollvor- richtung gemäss der Erfindung.
Fig. 3a zeigt in perspektivischer Darstellung einen zu einem Messwertspeicher gehörenden Schieber, welcher von einem als Messwertgeber ausgebildeten Elektromagnet beeinflussbar ist. Fig. 3b zeigt in ähnlicher Darstellung wie Fig. 3a die Art der Rückstellung des in einer bestimmten Stellung festgehaltenen Schiebers gemäss Fig. 3a. Fig. 4 zeigt in perspektivischer Darstellung die Beeinflussung einer im Werkstückabgang einer Vorrichtung gemäss der Erfindung angeordneten Weiche in Abhängigkeit von der Stellung eines zu einem Messwertspeicher gehörenden Schiebers, wobei zwischen dem Schieber und der Weiche eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung angeordnet ist.
Fig. 5 zeigt in perspektivischer Darstellung die unmittelbare Beeinflussung einer im Werkstückabgang einer Vorrichtung gemäss der Erfindung angeordneten mechanischen Weiche in Abhängigkeit von der Stellung eines zu einem Inforamtionsspeicher gehörenden Schiebers. Fig. 6a zeigt schematisch eine andere Ausführungsart für die erfindungsgemässe Speicherung als die in Fig. 1 gezeigte. Als Speicher ist ein Band angeordnet, in welches mittels Elektromagnete Löcher stossbar sind. Fig. 6b zeigt einen Ausschnitt des Bandes gemäss Fig. 6a und eine mit Löchern desselben zusammenarbeitende Kontaktfeder.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 ein als Transportteller ausgebildeter, schaltbarer Werkstückträger bezeichnet. In diesem sind Mitnahmevorrichtungen, nämlich Aussparungen la ausgebildet, welche zur
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Aufnahme von mit 2 bezeichneten Werkstücken dienen. Die Lagerung des Transporttellers 1 ist an einer
Welle 3 vorgenommen, die in axialer Richtung gegen die Wirkung einer. nicht gezeigten, durch den Pfeil 4 (Fig. 2) angedeuteten Feder verschiebbar ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, erfolgt die Verschiebung hiebei über eine Wippe 5, die ihrerseits von einer Steuerwelle 6 beeinflussbar ist. Zu diesem Zwecke trägt letzte- re eine Glockenkurve 7, die mit einem an der Wippe befestigten Stift 8 zusammenarbeitet.
Zum Zwecke eines Drehens des Werkstückträgers 1 ist ein Maltesergetriebe angeordnet, das im we- sentlichen aus einem auf der Welle 3 gelagerten, jedoch in axialer Richtung unverschiebbarenMalteser- kreuz 9 und einem mit den Schlitzen 9a desselben zusammenarbeitenden, von der Steuerwelle 6 betätig- ten Antriebsteil besteht. Dieser Antriebsteil ist als eine auf der Welle 6 gelagerte Scheibe 10 und ein an dieser befestigter, mit den Schlitzen 9a in Eingriff kommender Stift 11 ausgebildet. Das Malteserkreuz 9 und die Welle 3 sind in irgendeiner an sich bekannten, der Übersichtlichkeit wegen nicht näher gezeigten
Art, beispielsweise durch eine Keilnute, miteinander auf Drehmitnahme verbunden. Ferner liegt zur Ge- währleistung der axialen Unverschiebbarkeit das Malteserkreuz mit seiner Büchse 9b an nicht gezeigten, ortsfesten Anschlägen an.
Ein Drehen des Transporttellers 1 findet nur statt, wenn sich dieser entgegen der Wirkung der genannten Feder in hochgehobener Stellung befindet, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Diese
Bedingung wird durch eine entsprechende Relativanordnung des Stifts 11 und der Glockenkurve 7 erfüllt.
In der hochgehobenen Stellung befinden sich die Werkstücke 2 mit dem Teller 1 in Eingriff und wer- den demgemäss bei der Drehbewegung des letzteren von diesem mitgeführt. Befindet sich dagegen der
Transportteller 1 in niedergesenkter Stellung, so liegen die Werkstücke auf Messtischchen 12 auf, von denen in Fig. 2 der Übersichtlichkeit wegen nur eines gezeigt ist, während in Fig. 1 die vollständige An- zahl angedeutet ist. Die Messtischchen sind vorzugsweise gehärtet und geschliffen, um eine genau definierte Basis für die vorzunehmende Messung zu gewährleisten. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass insgesamt sechs solcher Messtischchen 12 angeordnet sind, wobei an jeder der Stationen A - F das Werkstück mit einem andern Teil seiner Form an einem solchen Tischchen aufliegt.
Als Messgeräte an den einzelnen Messstellen sind Messtaster 13 angeordnet, von denen in Fig. 2 wie- derum nur einer, in Fig. 1 dagegen die vollständige Anzahl eingezeichnet ist. Diese Taster besitzenin an sich bekannter Weise zwei einstellbare, den Anzeigen "Übermass" und "Untermass" zugeordnete Kontakte 13a und 13b, welche mit einer beweglichen Kontaktzunge 13c zwecks Herbeiführung eines Kontaktschlusses zusammenarbeiten. Die Zunge 13c steht in mechanischer Verbindung mit dem Taststift 13d, der unter Wirkung einer im Taster eingebauten Feder am Werkstück zur Anlage kommt. Eine Freigabe des Taststifts 13d zur Durchführung des Messens erfolgt nur, wenn sich der Werkstückträger l in niedergesenkter Stellung befindet, und wenn sich die Werkstücke an ihre Messtischchen 12 angelegt haben.
Zu diesem Zwecke ist am Taststift 13d ein Mitnehmer 13e (Fig. 2) befestigt, welcher durch einen Hebel 14 betätigbar ist. Dieser steht unter Wirkung einer Feder 15, welche bestrebt ist, den Taststift 13d ausser Eingriff mit dem Werkstück zu halten. Mittels einer auf der Steuerwelle 6 befestigten weiteren Glockenkurve 16 ist der Hebel 14 indessen gegen die Wirkung seiner Feder 15 verschwenkbar, wobei er vom Mitnehmer 13e freikommt und somit den Taststift 13d unter Wirkung der im Taster eingebauten Feder in Anlage mit dem Werkstück zu führen gestattet. Die Anordnung der Glockenkurve 16 ist in Abstimmung auf die Winkellagen der Steuerteile 7 und 10 vorgenommen.
Das durch die Messtaster 13 ermittelte Resultat findet seinenausdrtick im Schliessen der Kontaktschalter 13a, 13c bzw. 13b, 13c bzw. im Offensein dieser Schalter. Um einen Abbrand derselben völlig zu vermeiden und damit eine optimale Genauigkeitskonstanz zu erzielen, dienen sie im Ausführungsbeispiel zum Schliessen von Gitterstromkreisen von Doppeltrioden. Jedem Messtaster ist eine solche Elektronenröhre, die in Fig. 2 mit 17 bezeichnet ist, zugeordnet. Diese Röhre ist an eine nicht näher gezeigte, an sich bekannte Gleichstromversorgung angeschlossen, z. B. an den Spannungsteiler eines SchwachstromNetzgleichrichters.
Die Gitter 17a und 17b der Röhre liegen hiebei über Gitterwiderstände 18 am tiefsten Potential (-), während die Anoden 17c und 17d über je ein Relais 19 bzw. 20 am höchsten Potential (+) der Spannungsquelle anliegen. Die Kathode 17e der Röhre ist mit einem Potentialpunkt verbunden, der einige Volt höher als das tiefste Potential liegt. Im Normalzustand, d. h. wenn die Kathode nicht über die Kontaktzunge 13c mit einem der Gitter 17a bzw. 17b verbunden ist, ist die Doppeltriode stromlos bzw. ist der fliessende Strom für ein Ansprechen der Relais zu gering. Wird dagegen mittels des Schalters 13a, 13c bzw. 13b 13c das Potential der Kathode an das betreffende Gitter 17a bzw. 17b gelegt, so zieht hiedurch die betreffende Röhrenhälfte einen Strom solcher Grösse, dass das Relais 19 bzw. 20 anspricht.
Hiebei werden die Kontaktschalter 19a und 19b bzw. 20a und 20b zu einem später noch näher beschriebenen Zweck geschlossen. Ein Stromfluss durch die Röhre und damit ein Ansprechen des Relais 19 bzw. 20 ist jedoch nur möglich, wenn gleichzeitig ein im Anodenkreis angeordneter Unterbrecherschal-
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ter 21 bzw. 22 geschlossen ist. Das Schliessen dieser Schalter erfolgt mittels einer auf der Steuerwelle 6 angeordneten Steuerscheibe 123, die mit ihrem Teil 123a die beiden Hälften des betreffenden Kontaktschalters miteinander verbindet und so den Kontaktschluss bewirkt.
Die Anordnung der Steuerscheibe 123 und die Länge des Steuerstücks 123a sind hiebei so, dass die Kontaktschalter 21 und 22 nur während des Messvorgangs geschlossen sind, u. zw. derart, dass das Schliessen eine kurze Zeit nach dem erfolgten InAnlage-Kommen des Tasters mit dem Werkstück und das Öffnen eine kurze Zeit vor dem Wiederabheben des Tasters vom Werkstück erfolgt. Damit ist gewährleistet, dass die von den eingebauten Schaltern 13a, 13c bzw. 13b, 13c der Messtaster beeinflussten Steueranordnungen nur während des eigentlichen Messvorgangs in Betrieb setzbar sind.
Im Ausführungsbeispiel ist vorausgesetzt, dass die Zuführung der Werkstücke 2 zum Werkstückträger 1 und ebenso ihr Verlassen des Werkstückträgers selbsttätig erfolgen. Die Zuführung kann hiebei mittels irgendeiner an sich bekannten Zuführvorrichtung, beispielsweise mittels eines Vibrators, erfolgen. Im Ausführungsbeispiel (Fig. l) ist an der Station H die von einer solchen selbsttätigen Zuführvorrichtung kom- mende Einlaufschiene angedeutet und mit 23 bezeichnet. Der an der Station G liegende Werkstückabgang ist ebenfalls als Schiene ausgebildet und trägt das Bezugszeichen 24. An dieser Schiene sind ferner Weichen 25 und 26 angeordnet, die zum Sortieren nach "Gut" und'Ausschuss" dienen. Von ihnen aus führen Kanäle 27 und 28 zu entsprechenden Auffangbehältem.
Das Auswerfen der Werkstücke aus dem Werkstückträger ist hiebei als in der Weise erfolgend vorausgesetzt, dass beim Niedersenken des Werkstückträgers das Werkstück auf einen Anschlag auftrifft, von welchem es abgewiesen und in den Kanal 24 eingeleitet wird.
Bei der im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 dargestellten Messvorrichtung erfolgt somit der Durchlauf der Werkstücke 2 in der Weise, dass die Werkstücke über die Einlaufschiene 23 zum Werkstückträger 1 gelangen und nunmehr sukzessive, d. h. in Abhängigkeit von der Bewegung des Maltesergetriebes, die Messstationen A, B, C, D, E und F durchlaufen. An jeder dieser Messstellen wird ein anderer Teil des Werkstück-Profils, d. h. in diesem Falle ein Durchmesser, gemessen. Nach Beendigung dieses Messzyklus gelangen die Werkstücke vor die Auslaufschiene 24, über welche sie den verschiedenen Auffangbehältern zugeführt werden.
Die Steuerung der Weichen 25 und 26 bzw. weiterer, andern Güteklassen zugeordneter Weichen, geschieht hiebei über eine Steueranordnung, mittels welcher die an den einzelnen Messstellen erzielten Resultate berücksichtigt werden. Die Entscheidung, welche Weiche betätigt wird, hängt also von der Summe der an den einzelnen Messstellen erzielten Einzel-Mess-Resultate ab, d. h. bestimmen für die Weichenbetätigung ist ein gesammeltes oder gespeichertes Ergebnis.
Gemäss der Erfindung wird nunmehr eine Speicherung der an den einzelnen Messstellen erzielten Resultate und eine Berücksichtigung des Gesamt-Resultats für den Werkstückabgang dadurch erzielt, dass jeder derMessstellen A - F ein von dem ihr zugehörenden Messgerät, also dem betreffenden Messtaster 13, beeinflussbarer Informationsgeber zugeordnet ist, und dass in Abhängigkeit vom Werkstückträger 1 ein Informationsspeicher bewegbar ist, welchem mittels der Informationsgeber die Qualität des Werkstücks betreffende Informationen zuführbar sind, und welchem diese Infcrmationen am Ende des Messzyklus eines Werkstücks mittels eines Informationsabnehmers entnehmbar sind, und dass über einen vom Informationsabnehmer gesteuerten Informationswandler der Werkstückabgang der Vorrichtung, also die Weichen 25 und 26, steuerbar ist.
Im Ausführungsbeispiel ist der Informationsspeicher an einem besonderen, als drehbare Scheibe 29 ausgebildeten Träger angeordnet. Diese Scheibe ist an einer Welle 30 gelagert, deren Bewegung synchron mit der Bewegung der Welle 3 des Werkstückträgers 1 erfolgt. Die Kupplung der beiden Wellen 3 und 30 kann hiebei auf verschiedene Arten mittels an sich bekannter Mittel vorgenommen sein, beispielsweise
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hängigkeit von der Drehung der Welle 3 Kontakte geschlossen werden, welche den Schaltmagnet eines an sich bekannten, auf die Welle 30 wirkenden Schrittschaltwerks für eine bestimmte Zeit an Spannung legen.
Um darzulegen, dass jede, eine synchrone Bewegung der Wellen 3 und 30 gewährleistende Kupplung Anwendung finden kann, ist in Fig. l die Kupplung der beiden Wellen nur schematisch angedeutet, u. zw. mittels gestrichelter Linien 31 und 32, die durch zwei schematisch gezeichnete Kupplungsstücke 33 und 34 lesbar miteinander verbunden sind.
Zur Herbeiführung einer hinsichtlich der Funktionssicherheit und eines unverwickeltenAufbaus besonders günstigen Ausgestaltung einer Messvorrichtung gemäss der Erfindung sind im Ausführungsbeispiel als Informationsgeber Elektromagnete angeordnet, während der Informationsspeicher aus in Abhängigkeit von
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der Tätigkeit dieser Elektromagnete mechanisch veränderbaren bzw. bewegbaren Teilen besteht. Als solche Teile finden in den Ausführungsbeispielen gemäss den Fig. 1 - 5 Schieber Verwendung, die mittels der Elektromagnete aus ihrer Ursprungslage in eine andere Lage bewegbar und in dieser sicherbar sind.
Die Elektromagnete sind in den Figuren mit 351,352, 353,354, 355 und 356 bezeichnet, wobei jeder der Messstellen A-F gemäss Fig. i einer dieser Magnete zugeordnet ist. Die von den Magneten betätigbaren Schieber tragen die Bezugszeichen 361,371, 381,391, 401 und 411 usw... bis 367,377, 387,397, 407 und 417 und ihre Betätigung geschieht in der Weise, dass sie von den Elektromagneten bei derenAnsprechen in radialer Richtung verschoben werden. Zu diesem Zwecke besitzen die Magnete Stossstifte 351a.... 356a, welche beim Ansprechen der Magnete in Richtung auf die Welle 30 bewegt werden.
Das Ansprechen der Elektromagnete erfolgt in Abhängigkeit von einem Schliessen der Kontaktschalter 13a, 13c bzw. 13b, 13c. Wie schon erwähnt, findet als Folge eines solchen Kontaktschlusses ein Schliessender Relais-Kontakte 19b bzw. 20b statt. Diese beiden Kontakte sind parallel als UnterbrecherKontakte in einem Speisestromkreis für den Elektromagnet 351 angeordnet, so dass beim Schliessen eines derselben der Magnet an Spannung gelegt und damit sein Stossstift 351a in Richtung auf die Welle 30 bewegt wird. Die Beeinflussung der Elektromagnete 351.... 356, also das Verschieben ihrer Stossstifte 351a.... 356a, erfolgt somit durch elektrische Signale, die von den den einzelnen Messstellen zugeordneten Messgeräten, also den Messtastern, abgegeben werden.
An Stelle mit Hilfe eines Kontaktschlusses könnten elektrische Steuersignale für die Elektromagnete auch auf irgendeine andere, an sich bekannte Weise ausgesendet werden. Wesentlich ist, dass sich die Anzeige jedes Mess-oder Kontrollgeräts in irgendeiner Form in ein elektrisches Signal transformieren lässt, so dass in jedem Falle die Anwendung von Elektromagneten als Informationsgeber in der beschriebenen Weise erfolgen kann und damit die besonderen Vorteile dieser Anordnung erzielt werden.
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 ist die Schaltanordnung der Elektromagnete so vorgenommen, dass diese ansprechen, wenn einer der Schalter 13a, 13c und 13b, 13c geschlossen wird, d. h.
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somit ein bestimmter dieser Schieber betätigt bzw. nicht betätigt werden. Durch diese Schieberanordnung ist es grundsätzlich möglich, am Ende des Messzyklus das Werkstück nach"Gut"und"Ausschuss"be- züglich jeder einzelnen Messstelle zu sortieren.
Wird dagegen nur eine Sortierung nach "Gut" und "Ausschuss" im ganzen gefordert, so kann statt der jeweils sechs Schieber, z. B. 361.... 411, nur ein einziger, z. B. 36 angeordnet sein. Ergibt sich bei einer der Messstellen das Werkstück als ausserhalb der Toleranz liegend, so wird der Schieber betätigt und damit das Werkstück beim Verlassen des Werkstückabgangs in den Ausschuss-Kanal geleitet. Eine solche Schieber-Anordnung ist somit in hohem Masse aufwandsparend und führt zu einer Messwertspeicherung in denkbar unverwickelter Form.
Wie beschrieben, ist im Ausführungsbeispiel der Informationsspeicher an einem besonderen Träger, nämlich der Scheibe 29, angeordnet. Die Informationsgeber, also die Elektromagnete 351.... 356, sind hiebei an einem nicht gezeigten, ortsfesten Lagergestell der Scheibe 29 bzw. der Welle 30 befestigt. Ihre Anordnung ist hiebei, wie aus Fig. 1 ersichtlich, so vorgenommen, dass sie gleichsinnig und in gleicher Winkelteilung wie die Messstellen A - F angeordnet sind. Demgemäss sind ihre Lagen mit A'-F' bezeichnet.
Der besondere Vorzug einer Anordnung gemäss Fig. 1 liegt darin, dass die eigentliche Messvorrichtung von der zur Speicherung der Messwerte dienenden Vorrichtung vollkommen frei ist, so dass die erstere völlig freizügig in optimaler Weise den besonderen Erfordernissen des jeweiligen Mess- bzw. Kontrollproblems anpassbar ist. Ferner sind die eigentliche Messvorrichtung und die Speichervorrichtung freizügig gegeneinander austauschbar und einander zuordenbar, da lediglich die Verbindung 34, 35 zur Gewährleistung des Synchronismus der Wellen 3 und 30 sowie die elektrischen Verbindungen zwischen den den einzelnenMessstellen zugeordneten Mess-bzw.
Kontrollgeräten und den Informationsgebern herzustellen sind.
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Diese Verbindungen können rasch und mit wenigen Handgriffen herstellbar sein, vorzugsweise unter Ver- wendung von an sich bekannten Vielpolsteckern.
In anderer Weise könnte der Informationsspeicher am Werkstückträger selbst, also am Transporttel- ler 1, angeordnet sein. Eine solche Anordnung gestattet den Aufbau einer Mess- bzw. Kontrollvorrichtung gemäss der Erfindung mit geringstem Aufwand. Insbesondere ergibt sich hiebei dann ein besonderer Vor- teil, wenn der Speicher nur eine geringe Anzahl von Teilen aufweist, beispielsweise bei Zuordnung nur eines einzigen Schiebers zu jedem Werkstück.
Gemäss der Erfindung erfolgt die Berücksichtigung der'während des Messzyklus erzielten und gespei- cherten Ergebnisse über einen Informationsabnehmer, welcher über einen Informationswandler den Werk- stückabgang der Vorrichtung steuert. Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 sind als solche Informations- abnehmer photoelektrische Lichtempfänger, beispielsweise Photozellen, Photoelemente oder Photowider- stände angeordnet, die mit 41 - 46 bezeichnet sind. Diesen ist eine an sich bekannte, der Übersichtlich- keit wegen nicht gezeichnete Lichtquelle zugeordnet, deren Licht zu den Empfängern gelangen kann, wenn der Strahlengang durch einen oder mehrere der Schieber, z. B. 361.... 411 freigegeben ist. Die
Winkellage-Anordnung der Lichtempfänger ist hiebei der Winkellage-Anordnung des Werkstückabgangs 24 zugeordnet.
Demgemäss ist die Station der Lichtempfänger mit G'bezeichnet. Weiterhin ist die Zuord- nungder Schieber zu den Lichtempfängem so vorgenommen, dass die Schieber 361, 362,363, 364,365,
366, 367 zur Abdeckung bzw. Freigabe des Lichtempfängers 41, die Schieber 371.... 377 zur Ab- deckung bzw. Freigabe des Lichtempfängers 42 usw. und schliesslich die Schieber 411.... 417 zur Ab- deckung bzw. Freigabe des Lichtempfänger 46 dienen. In Fig. 1 ist gezeigt, dass der Schieber 367 eingeschoben ist und somit das Licht zum Lichtempfänger 41 durchtreten lässt ; das am Beginn des Werkstück- abgangs 24 befindliche Werkstück wird demgemäss in die Ausschussklasse einsortiert werden.
Die vorerwähnten Lichtempfänger sind an eine an sich bekannte, nicht näher gezeigte elektronische Steuerschaltung angeschlossen, welche über Informationswandler, beispielsweise über Elektromagnete, die Steuerung der im Werkstückabgang angeordneten Weichen 25,26 usw. bewirkt.
In anderer Weise können die Informationsabnehmer als mechanische Fühlervorrichtungen ausgebildet sein. Beispiele hiefür sind in den Fig. 4 - 6 gezeigt.
In Fig. 4 ist eine solche Fühleranordnung dadurch gegeben, dass im Weg eines zu einem Informationsspeicher gehörenden Schiebers 47 die bewegliche Kontaktfeder 48a eines Kontaktschalters 48 liegt, die mit einem Gegenkontakt 48b zusammenarbeitet. Trifft nun der Schieber bei der Drehbewegung des Speicherträgers 29 auf die Kontaktfeder 48a auf, so wird diese zum Kontaktschluss mit dem Gegenkontakt 48b geführt. Der Schalter 48 befindet sich im Speisestromkreis eines als Informationswandler dienenden Elektromagnets 49, der mit seinem Stossstift 49a mit einer Fahne 50a einer um eine Achse 51 drehbaren Weiche 50 zusammenarbeitet. Letztere steuert einen durch eine Kanalgabel 52 angedeuteten Werkstückabgang. Die Betätigung der Weiche 50 durch den Elektromagnet 49 erfolgt gegen die Wirkung einer Feder 53, welche die Weiche entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen versucht.
Um die Weiche 50 sicher in der durch den Magnet bestimmten Stellung so lange zu halten, bis das Werkstück die Weiche passiert hat, kann die Speisung des Magnets 49 gegebenenfalls über ein an sich bekanntes Selbsthalterelais erfolgen, welches unabhängig von der Winkelstellung des Speicherträgers 29 ein Unter-Strom-Stehen des Elektromagnets 49 für eine bestimmte Zeit sichert. Die Relativ-Anordnung des Kontaktschalter 48 und des Elektromagnets 49 kann weitgehend frei erfolgen, da beide nur einer elektrischen Verbindung bedürfen.
Eine besonders teilesparend und einfach aufgebaute Informationsabnahmevorrichtung ist in Fig. 5 gezeigt. Dort ist ebenfalls wieder an einem Informationsträger 29 ein Schieber angeordnet, der mit 54 bezeichnet ist. Dieser arbeitet direkt mit der Fahne 50a der in Fig. 4 näher beschriebenen Weichen- und Werkstückabgang-Anordnung zusammen. Um zu sichern, dass die Weiche während einer vorbestimmten Mindestzeit in Wirkstellung bleibt, ist am Schieber 54 ein winklig abgebogener Endteil 54a ausgebildet, welcher während eines bestimmten Drehwegs des Speicherträgers 29 die Weiche entgegen der Feder 53 verstellt hält.
Die Anordnung der Schieber 47 und 54 in den. Fig. 4 und 5 ist nur schematisch dargestellt ; insbesondere ist nicht gezeigt, in welcher Weise die Schieber in einer bestimmten Radiallage, also ein-oder ausgerückt, gehalten werden und wie ihre Betätigung erfolgt. Aus der Darstellung ist bezüglich der Wirkungweise ersichtlich, dass die Schieber in radialer Richtung nach aussen verschoben sein müssen, wenn eine Betätigung der Weiche 51 erfolgen soll.
Ein Ausführungsbeispiel für die Anordnung und die Betätigung der Schieber ist in den Fig. 3a und 3b gezeigt. In Fig. 3a ist ein Elektromagnet 35 mit Stossstift 35a angeordnet, wie er dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel zugrundeliegt. Ferner ist hier auf dem Speicherträger 29 ein mit dem Bezugszei-
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chen 36 versehener Schieber näher gezeigt. Die Lagerung des Schiebers ist mittels einer Stift-SchlitzFührung vorgenommen, wobei am Schieber 36 ein Schlitz 36a ausgebildet ist, durch welchen ein am
Speicherträger 29 befestigter Stift 55 ragt. An diesem ist ferner eine Blattfeder 56 befestigt, welche auf den Schieber 36 drückt und diesen in Richtung der Achse des Trägers 29 sichert.
Weiterhin ist noch ir- gendeine andere, an sich bekannte, der Übersichtlichkeit wegen jedoch nicht gezeichnete Geradführung des Schiebers vorhanden. Auf den Schieber wirkt ferner eine an einem Lagerbock 57 angeordnete, schrau- benförmige Feder 58 ein, die den Schieber in radialer Richtung nach aussen zu bewegen sucht, wie dies in Fig. 3a gezeigt ist. An der Unterseite des Schiebers 36 ist eine als Anlaufkurve und Rechteckausspa- rung ausgebildete Rastvorrichtung vorhanden, die mit 36b bezeichnet ist. Diese arbeitet mit einem am
Träger 29 ausgebildeten rechteckigen Vorsprung 29a zusammen. Wird nun durch den Elektromagnet 35 der Schieber 36 verschoben, so erfolgt diese Verschiebung so weit, bis der Schieber an der Nase 29a ein- rastet, wie dies in Fig. 3b gezeigt ist.
Damit ist der Schieber in dieser eingeschobenen Stellung, die auch bei dem dem Lichtempfänger 41 gegenüberliegenden Schieber 367 in Fig. 1 vorhanden ist, gesichert.
Um nach erfolgter Informationsabnahme die Schieber in ihre Ursprungslage zurückzuführen und damit den Speicher wieder in seine aufnahmebereite Stellung zu versetzen, ist weiterhin eine ortsfeste Vorrich- tung angeordnet, welche in Zusammenarbeit mit dem Schieber 36 beim Bewegen des Speicherträgers 29 ein Rückführen des ersteren in seine Ursprungslage herbeiführt. Als eine solche Vorrichtung ist in Fig. 3b ein ortsfester Anschlag 59 angeordnet, der eine abgeschrägte Anlaufkante 59a besitzt. Bewegt sich der
Speicherträger 29 in Pfeilrichtung und trifft der Schieber 36 auf den Anschlag auf, so wird der Schieber entgegen der Wirkung der Feder 56 nach oben gehoben und hiedurch die Rastvorrichtung 36b, 29a gelöst.
Unter Wirkung der Feder 58 kehrt sodann der Schieber 36 in die in Fig. 3a gezeigte Ursprungslage zurück.
Die Rückführ- bzw. Rückstell-Station, die sich am ortsfesten Lagergestell des Speicherträgers 29 befindet, ist der Werkstückzuführ-Station H des Werkstückträgers 1 zugeordnet. Demgemäss ist sie mit H' bezeichnet. Es ergibt sich somit, dass die Messeinheit und die Speichereinheit die gleiche Zahl von Stationen besitzen.
An Stelle von Schiebern könnten als mechanisch bewegbare Speicherteile auch Hebel Verwendung finden, die von einer Ursprungslage in eine andere Lage schwenkbar sind. Insbesondere könnten solche Hebel als Kipphebel ausgebildet sein, die in beiden Endstellungen stabile Lagen besitzen. Hiedurch er- übrigt sich eine besondere Sperrvorrichtung, um die Hebel in der andern Lage zu sichern.
Eine andere Ausführung eines mechanisch veränderbaren Speichers ist in den Fig. 6a und 6b gezeigt.
Dort ist der Speicher als Band ausgebildet, in welches mittels Elektromagnete Löcher stossbar sind. Das Band trägt das Bezugszeichen 60 und ist von einer Vorratsspule 61 auf eine Aufwickelspule 62 aufwickelbar. Der Transport des Bandes erfolgt hiebei über Zackenrollen 63, die in eine Perforation 60a (Fig. 6b) an den beiden Rändern des Bandes eingreifen. Eine der Zackemollen steht mit einem Antriebsrad 64 in Verbindung, das seinerseits mit dem Antrieb des Werkstückträgers 1 synchronisiert ist. An jeder der Stel- lenA*-F'ist wieder ein Elektromagnet 351.... 356 angeordnet, wobei ausserdem das Band an diesen Stellen über Tischchen 651.... 656 läuft, welche eine Freisparung für den Durchtritt der Stossstifte 351a.... 356a der Elektromagnete besitzen.
Entsprechend dem an der betreffenden Messstelle A-F erzielten Messergebnis spricht nun der betreffende Magnet an oder nicht. Im ersten Fall wird durch den betreffenden Stossstift 351a.... 356a ein Loch in das Band gestossen. Dieses Loch kann runden oder vieleckigen Querschnitt haben. In Fig. 6b ist ein ausgestanztes Loch 60b von rechteckförmigem Querschnitt gezeigt.
Die Informationsabnahme erfolgt auch in diesem Ausführungsbeispiel mittels einer mechanischen Fühlervorrichtung. Hiezu ist eine Kontaktfeder 66 angeordnet, die mit einem geerdeten Auflagetischchen 67 in Kontaktschluss führbar ist. Dieser Kontaktschluss erfolgt, wenn das Band eine Aussparung eingestanzt trägt und die Kontaktfeder durch diese Aussparung hindurch auf das Auflagetischchep greifen kann. Der aus den Teilen 66 und 67 gebildete Schalter kann denselben Zweck erfüllen wie der in Fig. 4 dargestellte Schalter 48.
Anstatt mittels einer mechanischen Fühlervorrichtung könnte das Band auch wiederum mittels photoelektrischer Lichtempfänger abgetastet werden, wie dies im Schema in Fig. 1 gezeigt ist.
Um unabhängig von den den Werkstückabgang verlassenden, verschiedenen Auffangbehältern zufliessenden Werkstücken Aufschluss über die Qualitäts-Beschaffenheit einer bestimmten Anzahl von Werkstücken zu erhalten, sind in Weiterbildung des Erfindungsgedankens jeder Messstelle ein oder mehrere Zählwerke, vorzugsweise elektromagnetischer Art, zugeordnet.
In der schematischen Darstellung der Fig. 2 sind solche Zählwerke mit den Bezugszeichen 72 und 73
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bezeichnet ; sie sind von den Kontakten 19a bzw. 20a an Spannung anlegbar. Jeweils beim Auftreten von
Unter bzw. Übermass eines Werkstücks spricht also eines der Zählwerke 72 bzw. 73 an und schaltet um eine Ziffer weiter, wodurch die Zahl der fehlerhaften Teile addiert wird. Weiterhin kann durch ähnliche
Zählwerke eine Zählung der guten Werkstücke stattfinden, und ausserdem können einer Messstelle mehr als zwei Zählwerke zugeordnet sein, je nach der Zahl der Güteklassen, in welche ein Werkstück an der betreffendenmess-bzw. Kontrollstelle einordenbar ist.
Durch Zusammenfassung sämtlicher Messwerke an einem einzigen Ort kann mit einem Blick einBild über den statistischenQualitätsbefund einer bestimmten Anzahl von Werkstücken erhalten werden.
Die Anordnung von Zählwerken in dervorbeschriebenenArt gibtinsbesondere auch dann ein detailliertes Bild über den Qualitätsbefund der Werkstücke, wenn die Endsortierung derselben nur nach den zwei Klassen"Gut"und"Ausschuss"erfolgt. Ferner können an Hand der durch die Zählwerke angezeigten Ergebnisse Korrekturen der Fertigung vorgenommen werden, bzw. kann eine solche Korrektur selbsttätig, entweder in Abhängigkeit von den Messgeräten, also den Messtastern, oder in Abhängigkeit von der Anzeige der Zählwerke, durch Anwendung an sich bekannter Übertragungs-und Steuermittel erfolgen.
Die Wirkungsweise einer der vorbeschriebenen, gemäss der Erfindung aufgebauten Messvorrichtung ist folgende :
Die zu kontrollierenden bzw. zu messenden Werkstücke gelangen über eine Zuführeinrichtung, beispielsweise die Einlaufschiene 23, zum Werkstückträger 1. Dieser führt die Werkstücke schrittweise von Messstelle zu Messstelle, im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 also von der Messstelle A bis zur Messstelle F. An jeder dieser Messstationen wird eine bestimmte Messung bzw. Kontrolle durchgeführt und das hiebei erzielte Messergebnis über den Informationsgeber an den Informationsspeicher weitergegeben. Der Informationsspeicher wird gleichsinnig und um den gleichen Winkelweg wie der Werkstückträger, also synchron mit diesem, bewegt.
Entsprechend jeder Messung erfolgt somit an der der Messstation zugeordneten Speicherstation eine Speicherung des erzielten Messresultats. Die Speicherung geschieht hiebei in der beschriebenen Weise dadurch, dass entweder ein Schieber verschoben oder ein Hebel verschwenkt wird bzw. dass ein Loch in ein Band gestossen wird.
Nach Durchlaufen sämtlicher Messstellen ist der Messzyklus beendet, und an der nächsten Schaltstellung des Werkstückträgers erfolgt der Werkstückabgang. Dieser kann beispielsweise durch ein Auswerfen oder durch ein Wegnehmen des Werkstücks mittels eines Greifers oder durch Wegschleudern mittels eines Luftstroms erfolgen. Ebenso könnten anstatt einer einzigen Stellung, bei welcher ein Werkstückabgang erfolgt, hiefür mehrere Stellungen vorgesehen sein, wobei jede Stellung einer bestimmten Güteklasse des Werkstücks entspricht. Die Anordnung eines einzigen Werkstückabgangs, wie in den Ausführungsbeispielen gezeigt, führt jedoch zu dem grössten Nutzungs- und Wirkungsgrad der Vorrichtung, da hier auf kleinstem Raum und bei kleinster Durchlaufzeit eine grösstmögliche Zahl von Messstellen Anordnung finden kann.
Die Klassifizierung der Werkstücke imWerkstückabgang nach"Gut"und"Ausschuss"bzw. nach mehreren Güteklassen erfolgt durch an sich bekannte Sortiervorrichtungen, beispielsweise durch Weichen, welche Kanäle zu verschiedenenAuffangbehältern freigeben.
Die Steuerung dieser Weichen bzw. sonstiger Sortiermittel wird in Abhängigkeit von dem für das betreffende Werkstück im Informationsspeicher ge- speicherten"Informationsbild"oder"Messbild"vorgenommen. Der Informationsabnehmer ist in der gleichen Winkelstellung bzw. in der gleichen entsprechenden Lage angeordnet wie der Werkstückabgang ; sogleich bei Erreichen dieser Stellung wird das "Messbild" vom Informationsabnehmer abgenommen, so dass bei Beginn der Auswerfbewegung des Werkstücks bereits die Steuerkommandos für die Weichen oder sonsti- gen Sortiermittel gegeben und diese entsprechend gestellt sind bzw. die richtige Stellung einnehmen, bevor die Werkstücke dort ankommen.
Nach beendetem Werkstückabgang erfolgt bei Weiterbewegung des Werkstückträgers zur Station H dort wieder das Zuführen eines Werkstücks, während bei der entsprechenden Bewegung des Speicherträgers zur Station H'ein Rückstellen des Speichers in seinen aufnahmebereiten Zustand, also beispielsweise ein Zurückstellen der Schieber bzw. Hebel, vorgenommen wird. Nun beginnt wieder ein neuer Zyklus, d. h. bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen beginnt und endet ein solcher mit jedem Schaltschritt des Werkstück- und Speicherträgers.
In den Ausführungsbeispielen sind verschiedene Arten von Informationsspeichern geoffenbart. Mit jedem dieser Speicher und ebenso mit weiteren nicht genannten, aber nach den gleichen Grundsätzen aufgebauten Speichervorrichtungen werden die durch die Erfindung geschaffenen besonderen Vorzüge in vollem Umfange erzielt. In jedem Falle ist dem Durchlauf eines Werkstücks durch einen Messzyklus der Durchlauf eines Teils eines Informationsspeichers. über einen vollen Zyklus zugeordnet, wodurch eine
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Speicherung erzielt ist. Umfangreiche Relaisketten, Speicherkanäle mit hohem elektrischem Schaltauf- wand und die Beachtung umfangreicher Verknüpfungsbedingungen, wie sie bei an sich bekannten Vorrich- tungen vorliegen, sind bei einer Vorrichtung gemäss der Erfindung vollkommen ausgeschaltet.
Durch die Darstellung und Beschreibung eines Speichers mit in zwei Extrem-Stellungen einstellbaren beweglichen Teilen, wie Schiebern oder Hebeln, ist gezeigt, dass eine Speicherung gemäss der Erfindung mittels mechanischer Grundelemente durchführbar ist, welche hinsichtlich ihrer Funktionssicherheitkeiner weiteren Nachweise bedürfen. Ebenso ist hiemit gezeigt, dass eine solche Speicherung einen geringen apparativen undWerkstoffaufwand erfordert, wodurch ein niedriger Herstellungspreis für eine Vorrichtung gemäss der Erfindung gesichert ist.
Die Anführung eines Bandes, in welches mittels Elektromagnete Löcher stossbar sind, zeigt auf, wie ein nur einen geringen Kostenaufwand erfordernder Speicher aufgebaut sein kann, welcher eine Spei- cherung der Messergebnisse auch über die Zeit der Informationsabnahme hinaus, also beliebig lange, ge- währleistet.
Besonders hervorzuheben ist, dass eine Anordnung gemäss Fig. 6 raumsparend aufgebaut und damit zu
Einheiten kleiner Abmessungen gestaltet sein kann. Bei Ausbildung des Speichers in dieser Weise kann da- her derselbe vorzugsweise an einem besonderen Träger angeordnet sein.
Überdies besteht ein weiterer Vorteil der Anordnung des Informationsspeichers an einem besonderen
Träger darin, dass ein für eine bestimmte Höcbstzahl von Messstellen ausgelegter Informationsspeicher ohne weiteres mit Vorrichtungen mit weniger Messstellen zusammengekuppelt werden kann. Die nicht benötigten Stellen des Inforamtionsspeichers können einfach Übersprungen werden, was in besonders ein- facher Weise bei einer Verbindung zwischen Werkstückträger und Informationsspeicheriräger mittels einer elektrischen Welle oder eines elektromagnetischen Schrittschaltgetriebes durchführbar ist.
Auf Grund der unverwickelten, leicht überblickbaren Wirkungsweise einer Mess-bzw. Kontrollvor- richtung gemäss der Erfindung sowie des klar gegliederten Aufbaus einer solchen sind durch die Erfindung in besonderer Weise der Aufbau und der Einsatz von Mess- bzw. Kontrollvorrichtungen der genannten Art in grossen Serien ermöglicht, wobei sowohl die Herstellung und Prüfung der Vorrichtungen als auch ihre
Wartung ohne besonders ausgebildete Arbeitskräfte erfolgen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mess- bzw. Kontrollvorrichtung mit mehreren Mess-bzw. Kontrollstellen, denen ein Werkstück mittels eines schaltbaren Trägers nacheinander zuführbar ist und denen jeweils mindestens ein Messge- rät, das in Abhängigkeit vom Mess- bzw. Kontrollergebnis elektrische Signale abgibt, und mindestens ein Elektromagnet, der in Abhängigkeit von einem bestimmten Signal erregbar ist und einen in Abhän- gigkeit vom Werkstückträger bewegbaren Messwertspeicher beeinflusst, zugeordnet ist, wobei die im Spei- cher enthaltenen Werte diesem mittels eines den Werkstückabgang der Einrichtung steuernden Abnehmers entnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der Erregung der Elektromagnete
Betätigungsvorrichtungen bewegbar sind,
welche im Messwertspeicher eine mechanische Veränderung her- vorrufen, und dass der Abnehmer die mechanischen Veränderungen des Messwertspeichers am Ende des
Messzyklus eines Werkstücks abtastet.