DE3335208C2 - Breithalter für Webmaschinen - Google Patents

Breithalter für Webmaschinen

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Lindauer Dornier GmbH
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Lindauer Dornier GmbH
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    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
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    • D03J1/22Temples

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Auxiliary Weaving Apparatuses, Weavers' Tools, And Shuttles (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Breithalter für Webmaschinen. Breithalter sind bei Webmaschinen zu beiden Seiten an den Geweberändern vergesehen, um den Einsprung gering zu halten, d. h. um das fertige Gewebe möglichst in der gleichen Breite zu halten, wie die Kette im Webblatt steht. Es sind die verschiedensten Konstruktionen und Ausgestaltungen von Breithaltern bekannt. Meist bestehen sie aus einem zylindrischen Halteteil, das zu einem Teil vom Geweberand umschlungen wird und eine so beschaffene Oberfläche aufweist, daß am Geweberand eine nach außen gerichtete Zugwirkung entsteht. Es seien beispielsweise genannt Breithalter mit einer Gewindewalze als Halteteil oder Breithalter mit stacheliger Oberfläche, z. B. mit mehreren Nadelrädchen.
So ist z. B. ein Breithalter der erstgenannten Art aus der GB-Patentschrift 6 42 721 bekannt, bei dem eine sich über die gesamte Gewebebreite erstreckende Gewindewalze vorgesehen ist, über welche das Gewebe gezogen wird. Die Gewindewalze weist von der Mitte ausgehend nach beiden Seiten hin sich erstreckende Gewindeteile von entgegengesetztem Drehsinn und mit jeweils zum äußeren Ende hin zunehmender Steigung auf.
Ein Breithalter der zweitgenannten Art ist in der AT-Patentschrift 60 351 beschrieben. Dieser Breithalter enthält kürzere zylindrische Halteteile zum Erfassen des Gewebes in der Randzone. Hierzu ist der Halteteil mit drehbaren und mit Nadeln bestückten Scheiben ausgerüstet.
Der zylindrische Halteteil wird üblicherweise von einem Deckel abgedeckt, der zu beiden Seiten des Halteteils Schenkel aufweist, die auf dem Gewebe aufliegen und den Breithalterbreich begrenzen. Die Ausgestaltung des Halteteils ist im wesentlichen durch die Art des hergestellten Gewebes bedingt. Schwierigkeiten treten dann auf. wenn auf einer Webmaschine verschiedenartige Waren hergestelt werden sollen und die eingebauten Breithalter für die verschiedenen Gewebearten nicht gleichermaßen brauchbar sind. So besteht bei der Heerstellung feiner dichter Gewebe oft die Gefahr, daß durch die auf dem Halteteil des Breithalters befindlichen Nadeln oder Stacheln Löcher im Gewebe hervorgerufen werden.
In der GB-Patentschrift 4 77 308 ist ein am Geweberand angreifender Breithalter mit Deckel beschrieben,
ίο durch den Beschädigungen des Gewebes vermieden werden sollen und der zu diesem Zweck ohne Nadeln ausgebildet ist Ein solcher Breithalter ist lediglich für geringe Querspannungen im Gewebe geeignet Für stärkere Querspannungen hat sich der Einsatz von Nadelbreithaltern der in der genannten AT-Patentschrift beschriebenen Art als notwendig erwiesen. Von einem Nadelbreithalter der letztgenannten Art geht die Erfindung aus.
Der in der AT-?atentschrift 60 351 beschriebene Breithalter enthält einen Deckel, dessen vor und hinter dem Halteteil liegende Enden der seitlichen Deckelschenkel als glatte Führungsleisten ausgebildet sind. Der Halteteil selbst besteht aus einer Anzahl von schräg auf einem glatten Zylinder liegenden drehbaren Nadelscheiben. Zwischen den Nadelreihen zweier benachbarter Scheiben ist ein Organ vorgesehen, das ein Durchstechen der Nadelspitzen durch das Gewebe gewährleisten soll. Als derartiges Organ ist z. B. eine schmale, den glatten zylindrischen Teil tangierende Blattfeder angeordnet Eine andere Möglichkeit zeigt die Anordnung von Zahnrädchen an den Enen der seitlichen Schenkel des Breithalterdeckels. Auch diese Zahnrädchen greifen zwischen zwei Nadelringen an und sollen das Aufnadeln des Gewebes auf die Spitzen des mit Nadeln ausgerüsteten Breithalterzylinders sicherstellen. Einen Einfluß auf die Breithalterwirkung, d. h. eine unterstüzende Wirkung hinsichtlich der Querspanung im Gewebe üben die schmalen Zahnrädchen nicht aus, und es kann daher bei starken Querspannungen im Gewebe immer noch zu Beschädigungen des Gewebes kommen.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil weitestgehend zu vermeiden und das Gewebe im Breithalterbereich möglichst zu schonen. Diese Aufgabe wird bei einem Breithalter, bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen, mit Nadeln bestückten, den Geweberand über einen Umschlingungswinkel erfassenden und bei seiner Rotation das Gewebe nach außen ziehenden drehbaren Halteteil und aus einem den vom Geweberand umschlungenen Bereich des Halteteils übergreifenden Deckel, an dessen vor und hinter dem Halteteil liegenden Enden der seitlichen Schenkel Umlenkorgane angeordnet sind, dadurch gelöst, daß die Umlenkorgane als auf das Gewebe eine nach außen gerichtete Zugwirkung ausübende Gewindestäbe ausgebildet sind. Einem Breithalter mit Deckel ist in seiner Funktion ein Muldenbreithalter gleichzusetzen, bei dem das Gewebe auf der Unterseite des Halteteils verläuft und das Halteteil von einer darunterliegenden Mulde umschlossen ist. Die Erfindung ist auch bei einem solchen Breithalter einsetzbar.
Zur üblichen Wirkung des Breithalterhalteteils kommen durch die Erfindung noch zwei weitere Ausbreiteffekte durch die Gewindestäbe am Deckel hinzu.
Durch das Anbringen eines ersten Gewindestabes vor dem Halteteil wird das Gewebe schon wenige Millimeter nach dem Bindepunkt erfaßt und einer Ausbreitwirkung unterworfen. Bei den bisher üblichen Deckeln ohne Gewindestäbe setzt die Ausbreitwirkung erst spä-
ter ein, nämlich dann, wenn das Gewebe auf den zylindrischen, mit Nadeln ausgerüsteten Halteteil des Breithalters aufläuft Durch sine möglichst früh hinter dem Bindepunkt einsetzende Ausbreitwirkung wird der Einsprang gering gehalten.
Die AT-Patentschrift 1 18 483 zeigt einen Nadelbreithalter, der am Geweberand angreift u&d vor und hinter dem Halteteil Umlenkorgane aufweist Als Umlenkorgane dienen frei drehende Walzen oder Röhren, die evtL mit Nadeln oder sonstigen spitzen Haltemitteln veisehen sein köuiien. Auch bei dieser bekannten Breithalteranordnung wird das fertige Gewebe schon bald nach dem Bindepunkt erfaßt und der Halteeffekt setzt bereits vor dem eigentlichen Halteteil ein, wodurch der Einsprang geringgehalten wird. Der Längszug des Gewebes wird auf die einzelnen Teile des Breithalters, d. h. auf den zylindrischen mit Nadeln versehenen Halteteil und die vor- bzw. nachgeordneten Umlenkorgane verteilt und diese Teile werden somit vom Längszug des Gewebes teilweise entlastet Ein wesentlicher Unterschied gegenüber der Erfindung liegt aber darin, daß durch die bekannten Umlenkorgane kein Ausbreiteffekt zustandekommt und diese Umlenkorgane somit auf die Querspannung des Gewebes keinen Einfluß ausüben.
Die erfindungsgemäßen Gewindestäbe dagegen bewirken insbesondere am Ausgang des Breithalters einen zusätzlichen Ausbreiteffekt, wodurch der zylindrische und mit Nadeln bestückte Halteteil des Breithalters entlastet wird und z. B. die Breithalternadeln besser aus dem Gewebe ein- bzw. ausfädeln können. Gegenüber der bisher üblichen Art von Deckeln ist die Gefahr, Löcher ins Gewebe einzureißen wesentlich vermindert Wegen der Entlastung des zylindrischen Halteteils ist es möglich, beim Breithalter mit geringeren Zugkräften auszukommen, was einen geringeren Verschleiß beim Halteteil, z. B. bei den Nadelröllchen, bedeutet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Die Figur zeigt schematisch in Schußrichtung gesehen einen Breithalter im Querschnitt. Ein entsprechender Breithalter ist auch auf der anderen Seite der Maschine angeorndet Der Breithalter enthält im wesentlichen einen zylindrischen Halteteil 1, der im Querschnitt dargestellt ist. Über Halteteil 1 ist ein Deckel 2 gestülpt. Mit strichpunktierten Linien ist das Webfach 3 mit seinen Kettfaden angedeutet. In der Spitze des Webfachs 3 ist der Bindepunkt 5 angedeutet, an dem das fertige Gewebe 4 beginnt Das Gewebe 4 ist über einen Teil des Umfanges des zylindrischen Halteteiles 1 geschlungen. Hier im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß der zylindrische Halteteil 1 aus Nadelröllchen besteht, die mit ihren Nadeln das Gewebe 4 am Rand erfassen und in üblicher Weise ausbreiten. Die Ausgestaltung des Halteteiles ist für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung und kann an sich in irgendeiner der bekannten Formen erfolgen.
Der Deckel 2 hat £wei seitliche Schenkel 2a, 2b, die mit ihrem Ende auf atm Gewebe 4 aufliegen. Jeder der beiden Schenkel 2a, Zb trägt als Abschluß einen Gewindestab 6a bzw. 6b. Die beiden Gewindestäbe 6a und 6b erstrecken sich im Wesentlichen parallel zum zylindrisehen Halteteil 1. Das Gewinde der Gewindestäbe ist so gewählt, daß auf das darüberweggezogene Gewebe 4 eine Zugwirkung nach außen ausgeübt wird. Zwischen Bindepunkt 5 und Eingangsgewindestab 6a ergibt sich ein geringer Abstand A, in der Praxis von etwa 2 bis 3 mm, nachdem bei 6a der Ausbreiteffekt beginnt. Mit B ist der Absland zwischen Bindepunkt 5 und dem Ort des Auflaufcns des Gewebes 4 auf den zylindrischen Halteteil 1 bezeichnet Dieser Abstand beträgt in der Praxis etwa 6 bis 7 nun und bei ihm würde bei den bisher üblichen Breithalterausbildungen ohne Gewindestäbe erst der Ausbreiteffekt einsetzt Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Ausbreiteffekt bei der erfindungsgemäfcn Anordnung viel früher einsetzt ais bisher, und daß dadurch der Einsprang beträchtlich verringert wird.
Am Ausgang aus dem Breithalterbereich ist am Schenkel 2b des Deckels 2 der Gewindestab 6b angeordnet der, wie oben erwähnt das Ausfädeln des Gewebes 4 erleichtert
Die beschriebene Deckelausbildung mit Gewindestäben läßt sich auf der Unken bzw. rechten Maschinenseite anordnen, wobei die Gewindestäbe auf der linken bzw. auf der rechten Seite entgegengesetzte Gewinderichtung, aufweisen. Es sei noch erwähnt, daß die Gewindestäbe nicht nur fest an den Schenkeln der Deckel angeordnet sein können, sondern daß es durchaus möglich ist sie in den Schenkeln drehbar zu lagern. Wichtig bei einer solchen Ausbildung ist daß eine Relativgeschwindigkeit zwischen Drehgeschwindigkeit der Gewindestäbe und Transportgeschwindigkeit des Gewebes besteht was z. B. durch einen besonderen Antrieb der Gewindestäbe erreicht werden kann. Der zusätzliche Ausbreiteffekt ist somit durch Wahl der Drehgeschwindigkeit der Gewindestäbe beeinflußbar.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Breithalter für Webmaschinen, bestehend aus einem im wesentlichen zylindrischen, mit Nadeln bestückten, den Geweberand über einen Umschlingungswinkel erfassenden und bei seiner Rotation das Gewebe nach außen ziehenden drehbaren Halteteil und aus einem den vom Geweberand umschlungenen Bereich des Halteteils übergreifenden Deckel, an dessen vor und hinter dem Halteteil liegenden Enden der seitlichen Schenkel Umlenkorgane angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkorgane als auf das Gewebe (4) eine nach außen gerichtete Zugwirkung ausübende Gewindestäbe (6a, 6b) ausgebildet sind.
2. Breithalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestäbe (6a, 6b) fest angeordnet sind.
3. Breithalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestäbe (6$ 6b) mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber der Transportgeschwindigkeit des Gewebes (4) drehbar angeordnet sind.
4. Breithalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch seine Ausbildung als Muldenbreithalter.
DE3335208A 1983-09-29 1983-09-29 Breithalter für Webmaschinen Expired DE3335208C2 (de)

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