DE3324899C2 - Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut - Google Patents

Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut

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Abstract

Es handelt sich um eine gezogene oder für den Dreipunktanbau am Schlepper vorgesehene Maschine zum Ernten von Mais o. dgl. stengelartigem Erntegut, mit einer Mäheinrichtung und einem dieser nachgeordneten Häckselgebläse mit Einschubwalzen, denen das Erntegut von einem Querförderer quer zur Fahrtrichtung des Schleppers zugeführt wird. Dabei ist der Querförderer als Schneid- und Zuführeinrichtung ausgebildet, die das Erntegut an jeder beliebigen Stelle des Arbeitsbereiches abschneidet, oberhalb der Schnittstelle hält und in annähernd aufrechter oder entgegen der Förderrichtung geneigter Haltung den Einschubwalzen bzw. einer Häckselmaschine unter gleichzeitiger Freigabe zuführt.

Description

Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Bei einer bekannten Maschine dieser Art (DE-OS 22 10 635) sind einem Häckselgebläse mit Einzugswalzen mehrere jeweils eine endlos umlaufende Kette mit seitlich abstehenden Mitnehmern umfassende Einzugsund Fördereinrichtungen als sog. Maisgebiß vorgeordnet. Die Einzugs- und Fördereinrichtungen erstrecken sich von dem nachgeordneten Häckselgebläse in etwa strahlenförmiger Anordnung in Fahrtrichtung der Maschine schräg nach vorn und unten und haben an ihren vorderen unteren Enden jeweils einen auf den Reihenabstand des Ernteguts abgestimmten Abstand voneinander quer zur Fahrtrichtung der Maschine. Dabei sind die Einzugs- und Fördereinrichtungen durch Reihenteilkörper und Leitplanken bzw. Führungsschienen zur Bildung von jeweils einer Einzugs- und Fördereinrichtung zugeordneten Förderkanälen voneinander distanziert, so daß beim Vorbewegen der Maschine jeweils eine Stengclreihe des Ernteguts jeweils einer der Einzugsund Fördereinrichtungen und den diesen asi vorderen unleren Ende zugeordneten Schneidorganen zugeführt wird. Dabei erfassen die seitlich von den Ketten der Einzugs- und Fördereinrichtungen abstehenden Mitnehmer jeweils einen Stengel d ;s Ernteguts und fördern ihn, nachdem er von dem jeweiligen Schneidorgan abgemäht worden ist, zwischen sich eingeklemmt und im wesentlichen hochstehend dem nachgeordneten Häckselgebiäse zu, wo er während der Kettenumlenkung von den Mitnehmern freigegeben wird, um dann von den Einzugswalzen des Häckselgebläses erfaßt und weiterverarbeitet zu werden. — Mit dieser bekannten Maschine lassen sich zwar eine Mehrzahl von in definierten Reihen angepflanzten Erntegutstengeln gleichzeitig abernten und weiterverarbeiten, jedoch baut diese Maschine sehr aufwendig, weil sie für jede Erntegutreihe eine eigene Einzugs- und Fördereinrichtung mit Schneidorgan benötigt. Für den Einsatz von ungeordnet bzw. in Breitsaat angebautem Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut ist diese bekannte Maschine nicht geeignet.
Es ist weiterhin eine Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut bekannt (US-PS 41 82 098), bei der einer Mehrzahl von quer über die Arbeitsbreite der Maschine nebeneinander verteilt angeordneten und nach vorn in Fahrtrichtung vorstehenden Einzugsköpfen mit darin untergebrachten Einzugsschnecken und -ketten zwei jeweils mehreren Einzugsköpfen gemeinsam zugeordnete Schneidorgane in Form von um horizontale Achsen quer zur Fahrtrichtung umlaufenden und mit vorstehenden Messern versehene Schneidketten nachgeordnet sind. Die mit den Messern versehenen Trums der Schneidketten liegen dabei so dicht übereinander, daß die vorstehenden Messer beim jeweiligen Begegnen miteinander im Sinne eines Scherenschnitts zusammenwirken. Den beiden Schneidketten nachgeordnet sind jeweils zwei ebenfalls quer zur Fahrtrichtung umlaufende Förderbänder, welche die geschnittenen Stengel des Ernteguts in etwa liegender Stellung aufnehmen und jeweils nach innen zur Mitte der Maschine hin fördern, von wo sie zur nachgeordneten Verarbeitungsvorrichtung gelangen. Die den beiden Schneidketten vorgeordneten Einzugsköpfe mit ihren Einzugsvorrichtiingen sorgen dafür, daß die Stengel des Ernteguts vor und während des Abmähens in im wesentlichen aufrechter Stellung gehalten werden und erst nach dem Abmähen auf die nachgeordneten Förderbänder fallen können. — Auch diese bekannte Maschine baut relativ aufwendig und ist in Ansehung ihrer den Schneidorganen vorgesetzten Einzugsköpfe nur ium Ernten von in definierten Reihen angepflanzten stengelartigen Erntegut bestimmt und geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut zu schaffen, die bei kompakter und relativ einfächer Bauart in der Lage ist, das Erntegut auf ihrer gesamten Arbeitsbreite an beliebiger Stelle abzuschneiden, aufzunehmen und anschließend weiterzuverarbeiten und somit vom Reihenabstandsmaß des gewachsenen Ernteguts unabhängig arbeitet, so daß sie insbesondere für den Einsatz in Breitsaat geeignet ist
Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Maschine nach der Erfindung aus durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 17 angeführt.
Die eriindungsgemäße Maschine löst nicht nur die
gestellte Aufgabe in einer beim praktischen Einsatz durchaus überraschenden Weise, sie hat darüber hinaus auch den Vorteil, daß das auf dem Felde gewachsene stengelartige Erntegut über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine stets in gleicher Höhe vom Erdboden aus abgeschnitten wird, weil an praktisch jeder Stelle der Arbeitsbreite der Maschine eine ständige Schneid- und Förderbereitschaft gegeben ist und somit keine unterschiedlichen Stoppellängen entstehen können.
Nachfolgend ist die Erfindung an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung einer Maschine zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut für den Schlepper-Dreipunktanbau in Rückwärtsfahrt entgegen der Fahrtrichtung schräg von oben gesehen;
F i g. 2 eine weitere perspektivische Darstellung der Maschine nach F i g. 1 aus einem Blickwinkel von ca. 45° zur Fahrtrichtungsebene;
Fig.3 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1 ohne Abdeck- und Führungsbleche, mit nur in Strichpunktlinien dargestellten Umlenkrädern und mit einem Teilschnitt nach der Linie III-III in F i g. 4:
F i g. 4 eine Schnittdarstellung nach der Linie IV-IV in Fig.3, die insbesondere das Häckselgebläse der Maschine nach F i g. 1 zeigt;
F i g. 5 eine Schnittdarstellung nach der Linie V-V in F i g- 3 mit einer in die Schnittebene geschwenkten Antriebswelle;
F i g. 6 eine perspektivische Darstellung der Schneid/ Fördervorrichtung der Maschine nach Fig. 1 bei der Arbeit als Einzelheit Zaus Fig.] in vergrößertem Maßstab;
F i g. 7 eine Draufsicht auf eine Einheit der Schneid/ Fördervorrichtung nach Fig. 6 im Maßstab 1:1;
Fig.8 eine perspektivische Darstellung ähnlich F i g. 6 in einer abgeänderten Ausführungsform.
Bei der in den Figuren veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsform der Maschine 1 zum Ernten von Mais od. dgl. stengelartigem Erntegut 2 wird die gesamte Maschine in der Dreipunktaufiiengung 3 eines Schleppers 4 mittels eines Tragrahmens 5 mit einstellbaren Anschlußteilen 5' aufgehängt. Die Maschine 1 kann jedoch auch als gezogene Maschine, wie sie beispielsweise bezogen auf das Fahrwerk und den Ankupplungsteil in der DE-AS 12 05 334 dargestellt und beschrieben
ist, ausgeführt sein. Die Maschine stützt sich dann über den Tragrahmen 5 auf nicht dargestellten Bodenrädern ab und wird mittels einer ebenfalls nicht dargestellten Zugstange oder -deichsel am Schlepper 4 angehängt und antriebsmäßig von diesem versorgt. Denkbar ist ebenfalls eine Ausführungsform als selbstfahrende Maschine mit eigenem Antriebsmotor.
Wie nun insbesondere in F i g. 1 bis 3 dargestellt ist, wird die Maschine 1 bei der Rückwärtsfahrt des Schleppers 4, in der Dreipunktaufhängung 3 hängend, in Fahrtrichtung A. die auch als Arbeitsrichtung bezeichnet werden kann, bewegt und über eine Gelenkwelle 6 vom Schleppper4 aus antriebsmäßig versorgt.
Die Maschine weist hierbei außer dem Tragrahmen 5 zunächst eine als Ganzes mit 7 gekennzeichnete Schneid/Fördervorrichtung und eine quer zur Fahrtrichtung A angeordnete Häckselmaschine 8 auf. Die Schneid/Fördervorrichtung 7 umfaßt ein feststehendes geradliniges Schneidmesser 41 und als Einzugs- und Fördereinrichtung ein Kettensystem 9, die sich in zueinander paralleler Anordnung quer zur Fahrtrichtung der Maschine 1 erstrecken.
Das quer zur Fahrtrichtung A umlaufende Kettensystem 9 weist zwei in waagerechten Ebenen und in Fahrtrichtung A versetzte und mit geringem Abstand übereinanderliegende, sich in zwei Punkten kreuzende und in Pfeilrichtung a umlaufende endlose Ketten 10,11 mit Umlenkrädern 12,13,14,15 auf, deren Mittelachsen 16, 17, 18, 19 annähernd senkrecht und achsparallel zueinander ausgerichtet sind. Je zwei Umlenkräder 12,13 und die endlose Kette 10 bzw. die Umlenkräder 14, 15 und die endlose Kette 11 wirken zusammen, wobei vorzugsweise nur das Umlenkrad 14 angetrieben wird. Die Umlenkräder 12,13,14,15 sind auf Stehbolzen 20,20' durch beispielsweise zwei Rillenkugellager 21, 2Γ gelagert. Die Stehbolzen 20, 20' werden beidseitig im oder am Tragrahmen 5 befestigt. Vorzugsweise sind die endlosen Ketten i0, ii ais gieichiange Langgiieder-Roiienketten mit Sondergliedem bzw. Lageraugen 22 ausgebildet
In diesen Sondergliedem bzw. Lageraugen 22, die vorzugsweise ca. alle 0,2 m vorhanden sind, werden die endlosen Ketten 10, 11 mit Haltefingern 23 und ihrem verlängerten Teil 23' in Verbindung mit Bolzen 24, 25 drehbar miteinander verbunden. Die Verbindung ist derart, daß die Bolzen 24, 25 etwas langer sind als das Höhenmaß der Innenbüchsen 26 der Sonderglieder bzw. Kettenaugen 22 und zwei Druchgangsbohrungen 27 aufweisen, durch welche mittels zweier Innensechskantschrauben 28 eine sichelförmige Gegenschneide 29 bezüglich des Schneidmessers 41, in der zwei Gewindebohrungen 30 vorhanden sind, unterhalb des Sondergliedes bzw. Lagerauges 22 mit dem oberhalb angeordneten Hakefinger 23 angebracht werden kann. Die Haltefinger 23 und die Gegenschneide 29 werden so über den Bolzen 24 im Abstand parallel zueinander miteinander verbunden und zusammen drehbar im Sondergiied bzw. Lagerauge 22 gehalten und geführt Der verlängerte Teil 23' des Haltefingers 23 wird in ähnlicher Weise mit einem Sonderglied bzw. Lagerauge 22 der endlosen Kette 11, die genau wie die endlose Kette 10 ausgerichtet ist und nur im Niveau höher liegt und entgegen der Fahrtrichtung A nach hinten versetzt ist, verbunden. Hierbei sind nun in dem verlängerten Teil 23' zwei Gewindelöcher 31 vorhanden, durch welche die Befestigung an der endlosen Kette 11 unterhalb des Sondergiiedes bzw. Lagerauges 22 über einen der Bolzen 25 mit einem oberhalb angeordneten Räumblech 32 wiederum mittels zweier Innensechskantschrauben 28 od. dgl. erfolgt.
Wie insbesondere F i g. 3 zeigt, bleiben durch die gleiche Ausrichtung der Sonderglieder bzw. Lageraugen 22 der endlosen Ketten 10, 11 zur Fahrtrichtung A der Maschine 1 die Gegenschneiden 29 mit den Haltefingern 23 und den Räumblechen 32 bei ihrem Umlauf von den Umlenkrädern 12, 14 zu den weiteren Umlenkrädern 13,15 und zurück immer in Fahrtrichtung A ausgerichtet. Damit immer eine genügende Kettenspannung der endlosen Ketten 10, 11 vorliegt, werden die Umlenkräder 12,14 und/oder 13,15 über eine nicht dargestellte Spannvorrichtung am Tragrahmen 5 verschiebbar und arretierbar angeordnet. Die Spannvorrichtung kann ständig über Federn oder Hydraulikspeicher in Verbindung mit einem Hydraulikzylinder also automatisch wirken oder von Hand über Gewindespindeln od. dgl. einstellbar sein. Außerhalb des Eingriffbereiches der Umlenkräder 12—15 werden die endlosen Ketten 10, 11 durch Führungsbleche 33, 34 (F i g. 5 und 6) im Schneid- und Zuführbereich 35 der Maschine 1 geführt. Die Führungsbleche 33,34 sind tischartig, etwa waagerecht und quer zur Fahrtrichtung A liegend angeordnet und das Führungsblech 33 wird von dem verlängerten Teil 23' des Haltefingers 23 und das Führungsblech 34 wird von dem Räumblech 32 überstrichen. Damit eine exakte Gleitführung stattfinden kann, ist die Formgebung der Haltennger 23 und der Räumblcche 32 in der senkrechten Fahrtrichtungsebene in Verbindung mit den Sondergliedern bzw. Lageraugen 22 so gewählt, daß eine Führungsnut 36, 37 (siehe F i g. 5) gebildet wird in Form eines entgegen der Fahrtrichtung zeigenden offenen U. In den Führungsnuten 36,37 wird die Kante des Führungsbleches 33 und 34 umgriffen. Damit die Gegenschneide 29 mit dem Haltefinger 23 und dem Räumblech 32 beim Schneiden des Erntegutes 2 nicht von diesem in Fahrtrichtung A von den Führungsblechen 33, 34 gezogen werden kann, ist an dem Führungsblech 33 eine Gleit- und/oder Roiienführung 38 vorgesehen, die in eine im verlängerten Teil 23' des Haltefingers 23 in senkrechter Fahrtrichtungsebene angeordnete, hutförmige Ausnehmung 39 eingreift und so die Gegenschneide 29 zurückhält. Unterhalb der Gegenschneiden 29 ist eine Messerhalterung 40 in Form einer Führungsschiene angebracht, die sich ebenfalls über den gesamten Arbeitsbereich der Maschine 1 quer zur Fahrtrichtung A erstreckt und parallel zu den Führungsblechen 34,35 verläuft. An der Messerhalterung 40 wird das Schneidmesser 41 mittels einiger Senkkopfschrauben A'2, die beispielsweise mit einem Innensechskant ausgebildet sein können, befestigt Es können auch, wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.6 und 8 zeigt, rr ."tirerc Schneidmesser 4Γ nebeneinander angeordnet werden. Dieses hat den Vorteil, daß bei einer Beschädigung des Messers, das als eine Schneidmessereinheit je nach der Arbeitsbreite der Maschine 1 bis zu 23 m lang sein kann, nur ein Teil des gesamten Schneidmessers ersetzt werden muß.
Das Schneidmesser 41 ist so lang wie die Messerhalterung 40 und erstreckt sich in gleicher Richtung wie diese. In eingebautem Zustand bilden die Messerhalterung 40 und das Schneidmesser 41 an der zur Gegenschneide 29 gerichteten Seite eine ebene Gleitfläche 43. Die Messerhaltening 40 mit dem Schneidmesser 41 und die Führungsbleche 33, 34 sind an dem Tragrahmen 5 und an dessen Schleifkufen 44 befestigt und stabilisieren diesen noch zusätzlich. Ebenfalls decken sie im Schneidbereich der Schneid/Fördervorrichtung 7 den Erdboden ab, so daß hier keine Emtegutverluste bei der Arbeit entste-
hen. Ein Teilbereich der Gegenschneide 29 liegt auf dem Schneidmesser 41 und der Messerhalterung 40 auf und gleitet bei umlaufenden Ketten 10, 11 über das feststehende Schneidmesser 41.
Jeder Gegenschneide 29 mit Haltefinger 23 ist ferner an der Kette 10 ein Gegenhalter 45 zugeordnet, der in Förderrichiung öder Kette 10 gesehen an den Seitenlaschen 46', 46" des nächsten Kettengliedes 46 befestigt ist, OiS vor und an dem jeweiligen Sonderglied bzw. Lagerauge 22 liegt. Der Gegenhalter 45 ist als Formstück ausgebildet, das etwa die Höhe der Kette 10 besitzt, U-förmig abgewinkelt ist, wobei die zwei Schenkel 47,48 dreieckig geformt und an der oberen und unteren Scilenlasche 46', 46" angeschweißt sind. Entgegen der Förderrichtung B ist der als Formstück ausgebildete Gegenhalter 45, also zur Gegenschneide 29 und zum Haitefinger 23 hin, offen und die obere Schenkelkante 47' ist gegenüber der unteren Schenkelkante 48' zurückliegend und sägezahnartig ausgebildet. Aus Kostengründen kann der Gegenhaiter 45 mit den Seiteniaschen 46', 46" aus einem Stück gefertigt sein, welches bei der Kettenherstellung direkt eingenietet werden kann. Der Winkel a, der von der Mittellinie dder gestreckten Kette 10 und der Schenkelkante 47' des Gegenhalters 45 gebildet wird, beträgt ca. 90°.
Bei in Förderrichtung B umlaufender Kette 10 folgen die Gegenhaller 45, durch ihre feste Verbindung mit den Kettengliedern 46, jeweils auf der Geraden und im Umlenkbereich an den Umlenkrädern 12, 13 der Bewegungsrichtung der Kettenglieder 46 und es vergrößert sich hierbei der Winkel α am Umlenkrad 12 um 180° und verkleinert sich wiederum am Umlenkrad 13 um ebenfalls 180°.
Damit nun das Erntegut 2 ordentlich abgeschnitten, oberhalb der Schnittstelle gehalten und annähernd in aufrechter Stellung der Häckselmaschine zugeführt werden kann, muß die Gegenschneide 29 und der Haltefinger eine besondere Form zum Schneidmesser 41 und zum Gegenhalter 45 erhalten. Vorzugsweise ist deshalb im Greif- und Schneidbereich 49 der Winkel/?zwischen dem Überstand 29' der Gegenschneide 29 und dem Schneidmesser 41 ca. 40° und öffnet sich in Förderrichtung B der Schneid/Fördervorrichtung 7 gesehen.
Als weiteres Merkmal, wie insbesondere in Fig.7 dargestellt wird, ist die Schneidkante 50 der Gegenschneide 29, die einen Schenkel des Winkels β bildet, im Bereich der überstrichenen Fläche des Schneidmessers 41 verlängert ausgebildet und verläuft anschließend bogenförmig wieder in Förderrichtung B. Der bogenförmige Bereich 53 der Gegenschneide 29 ist so weit von der Schneidkante des Schneidmessers 41 zum Schneidenrücken hin angeordnet, daß der Maisstengel od. dgl. Erntegut 2 beim Abschneiden soweit auf das Schneidmesser 41 geschoben werden kann, bis er ganz abgeschnitten ist.
Die Form des Haltefingers 23 ist der Form der Gegenschneide 29 angepaßt mit dem Unterschied, daß der Haltefinger 23 entwas kurzer als die Gegenschneide 29 ausgebildet ist und auf einem höheren Niveau zu dieser liegt. Der Höhenunterschied entspricht hierbei dem Maß der Höhe eines Sondergliedes bzw. Lagerauges 22. Der Haltefinger 23 weist ebenfalls eine schräge vordere, entgegen der Förderrichtung B geneigte, Anlagefläche 52 auf, die in eine bogenförmige Ausnehmung 51 in Richtung zum Schneidmesserrücken des Schneidmessers 41 übergeht Die bogenförmige Ausnehmung 51 des Haltefingers 23 ist dem bogenförmigen Bereich 53 der Gegenschneide 29 in Förderrichtung B nachgeordnet und dient zur Aufnahme des abgeschnittenen Erntegutes 2.
Mit Ausnahme des sich in Förderrichtung B bewegenden Teiles und insbesondere in Richtung des zu erntenden Erntegutes 2 ist die Schneid/Fördervorrichtung 7, wie in F i g. 1 und 2 dargestellt, durch Abdeck- und Führungsbleche 54,55 verkleidet, so daß beim Abschneiden des Erntegutes 2 entstandene, abgebrochene Teile des Erntegutes 2, wie beispielsweise Maiskolben od. dgl., immer zu den Räumblechen 32 geführt und von diesen der Häckselmaschine 8 zugeführt werden können. Die Hauptaufgabe übernimmt das Abdeck- und Führungsblech 54, das quer zur Fahrtrichtung A der Maschine 1 oberhalb eines Teilbereiches des Kettensystems 9 der Schneid/Fördervorrichtung 7 angeordnet ist und eine derartige Form besitzt, daß es entgegen der Fahrtrichtung A aufsteigend ausgebildet und angeordnet ist. Es bildet eine schiefe Ebene, an der, wie in einem Trichter, das Erntegut nach unten zu den Räumblechen 32 gleiten kann. Das Abdeck- und Führungsblech 55 uieiii gleichzeitig als äußerer Halmteiler zum noch nicht in den Arbeitsbereich der Maschine 1 gelangenden Erntegut 2, also zum feststehend verbleibenden Teil des Erntegutes 2.
Die nun als Ganzes mit 8 gekennzeichnete Häckselmaschine für das abgeschnittene Erntegut 2 ist ebenfalls am Tragrahmen 5 befestigt und quer zur Fahrtrichtung A der Maschine 1 ausgerichtet, d. h. beispielsweise vier paarweise gegensinnig umlaufend angetriebene Einschubwalzen 56 besitzen in Fahrtrichtung A und annähernd parallel zum Erdboden ausgerichtete Mittelachsen. Die Einschubwalzen 56 sind in den Seitenwänden 57, 58 (siehe Fig.3) eines Preß- und Schneidkanals 59 drehbar, teilweise beweglich federnd mit nicht dargestellten Lagern befestigt und bilden die obere und untere Begrenzung des Preß- und Schneidkanals 59. Dem Preß- und Schneidkanal 59 ist ein Häckselgebläse 60 nachgeordnet, das zwei achsparaüele Häcksel- und Wurfräder 61 und 62 (siehe insbes. F i g. 4) aufweist, die in einer senkrechten oder annähernd senkrechten Fahrtrichtungsebene der Maschine 1 gegensinnig umlaufen, wobei die Umlaufrichtung im Bereich des Preß- und Schneidkanals 59 zum Gegenschneideisen 63 und damit zum Erdboden gerichtet ist (Pfeil b und c).
Hierbei haben die Häcksel- und Wurfräder 61, 62 außerhalb des Bereiches des Preß- und Schntidkanals 59 ein eigenes, spiegelbildlich ausgebildetes Gehäuse 64, 65 mit eigenem Auswurfkana! 66, 67 und eigener Ansaugöffnung 72, 73. Die Auswurfkanäle 66, 67 werden anschließend zu einem gemeinsamen Auswurfkanal zusammengeführt und über einen vom Schlepper 4 aus dreh- und einstellbaren Auswurfkrümmer 68 (Fig. 1) verlängert Ferner bildet eine Gehäuserückwand 69 der beiden Gehäuse 64,65 den Teil eines Getriebegehäuses
Die Häckselmesser 71 beider Häcksel- und Wurfräder 61,62 sind so angeordnet, daß nacheinander und im Wechsel das Gegenschneideisen 63 überstrichen wird und die Häckselmesser 71 bei ihrem Umlauf ineinandergreifen und sich die von den Häckselmessern 71 überstrichenen annähernd senkrechten stehenden Kreisflächen in einem Randbereich etwa im unteren, mittleren Bereich des Preß- und Schneidkanals 59 (in Förderrichtung B gesehen) segmentartig überdecken.
6f Das Zusammenwirken von zwei Häcksel- und Wurfrädern 61, 62 in der Häckselmaschine 8 in Verbindung mit einem gemeinsamen Preß- und Schneidkanal 59 ermöglicht eine geringe Bauhöhe der Häckselmaschine 8.
ίο
Das Gegenschneideisen 63 kann sehr tief zum Erdboden angeordnet werden, so daß das Höhenmaß g in Fig.4 etwa dem Höhenmaß Λ in Fig.5 des Haltefingers 23 vom Erdboden aus entspricht. Das Kettensystem 9 der Schneid- und Zuführeinrichtung kann somit parallel zum Erdboden und das Schneidmesser 41 in einer Höhe angeordnet werden, die der in der Praxis geforderten Abschnitthöhe des zu erntenden Erntegutes 2 entspricht. Ein Zwischenförderer, der das abgeschnittene Erntegut wie bei bekannten Häckselmaschinen zu einer höher liegenden Häckseleinrichtung befördert, kann entfallen.
Das Getriebegehäuse 70 ist Bestandteil eines Hauptgetriebes 74, welches als Stirnradgetriebe ausgebildet ist und für die richtige Drehrichtung der Häcksel- und Wurf räder 61,62 und für eine seitliche Achsverlagerung vom Antrieb 75 her mehrere, beispielsweise in Rillenkugellagern 76 durch Achsen oder Wellen gelagerte Stirnräder 77 bis 82 aufweist. Die Antriebswellen 83 und 84 sind axial verschiebbar und arretierbar, so daß jedes Häcksel- und Wurfrad 61, 62 mit den Häckselmessern 71 an das Gegenschneideisen 63 angestellt v/erden kann. Der Antrieb der Maschine 1 erfolgt von dem Schlepper 4 aus mittels der Gelenkwelle 6 über ein Winkelgetriebe 85 (siehe F i g. 3), das vorzugsweise zwei Abtriebszapfen 86, 87 aufweist und dessen Gehäuse würfelförmig mit mehreren Anflanschflächen ausgebildet ist, so daß das Winkelgetriebe 85 für eine Drehrichtungsänderung der Gelenkwelle 6 (Frontanbau) um 180° in der senkrechten, quer zur Fahrtrichtung A liegenden Ebene gedreht montierbar ist. Ferner ist das Winkelgetriebe 85 in der waagerechten Ebene für eine Drehzahländerung von beispielsweise 540 auf 1000 UpM oder umgekehrt, um 90° gedreht montierbar. Eine Gelenkwelle 88 verbindet das Winkelgetriebe 85 mit dem Hauptgetriebe 74. Die Welle des Stirnrades 82 des Hauptgetriebes 74 ist in Richtung der Gelenkwelle 88 verlängert und auf ihr ist koaxial eine Keilriemenscheibe 89 mit verschiedenen im Durchmesser abgestuften Keilriemenrillen und ein beispielsweise mit Gummi beschichtetes Reibrad 90 verdrehfest befestigt.
Quer zur Fahrtrichtung A und seitlich parallel zum Preß- und Schneidkana! 39 ist ein weiteres Getriebe 91 mittels einer quer zur Fahrtrichtung A angeordneten Achse 92 am Tragrahmen 5 schwenkbeweglich befestigt.
Mit der Keilriemenscheibe 89 und dem Reibrad 90 fluchtend ist auf der Antriebsseite des Getriebes 91 eine weitere um 180° zur Umlaufebene gedrehte Keilriemenscheibe 89' und ein Gegenrad 93 für das Reibrad 90 verdrehfest befestigt. Ein Keilriemen 94 sorgt für die Antriebsübertragung und für die richtige Drehzahl (bei drei Keilriemenrillen 3 Drehzahlen) des Getriebes 91. Mit Hilfe einer Druckfeder 95 und einem Gestänge 96 wird das Getriebe 91 entgegen der Fahrtrichtung A gehalten und gleichzeitig der Keilriemen 94 gespannt. Ein Hydraulikzylinder 97 od. dgl., der vom Schlepperfahrer über eine Versorgungsleitung 98 mit einem Druckmittel beaufschlagt werden kann, dient zum Entspannen des Keilriemens 94 und zum Anlegen des Gegenrades 93 an das Reibrad 90. Bei vom Erntegut verstopftem Preß- und Schneidkanal 59 und verstopfter Schneid/Fördervorrichtung 7 kann so die Drehrichtung des Antriebes dieser Maschinenteile umgekehrt werden. Eine Verstopfung läßt sich hierdurch vom Schlepperfahrer aus ohne ?bzusteigen beseitigen. Das Getriebe 91 hat in Fahrtrichtung A einige Abtriebszapfen 99 bis 103, von denen aus über Gelenkwellen 104 die Einschubwal-
zen 56 des Preß- und Schneidkanals 59 angetrieben werden.
Mittels einer Gelenkwelle 105 wird von dem Abtriebszapfen 103 ein nur in Strichpunktlinien in Rig.3 dargestelltes und in einem Lager 106 abgestützter Winkeltrieb 107 und damit das Umienkrad 14 der Schweid- und Zuführeinrichtung 7 angetrieben. Von dem Umlenkrad 14 wird das gesamte Kettensystem 9 in Umlauf gesetzt. Es ist vorteilhaft, nur ein Umlenkrad und zwar das Umlenkrad 14 anzutreiben, da es von oben zugängig ist und am nächsten am Getriebe 91 liegt. Ferner erfordert ein Antrieb in dem Kettensystem 9 keine weitere Vorrichtung für einen Synchronlauf, so daß er auch kostengünstigerist. ' Die gesamte Häckselmaschine 8 mit Ausnahme de\· vorderen Einschubwalzen 56 ist mit einem Abdeck- uno\ Führungsblech 108 ummantelt, wobei dieses gleichzeitig, als Halmteiler ausgebildet ist. Von der Größenordnung' her ist die Häckselmaschine 8, quer zur Fahrtrichtung A \
gemessen, 50 gi'üß, daß Sie in Verbindung fnit dem Ab- ι deck- und Führungsblech 108 beim Losschneiden, also beim Beginn der Häckselarbeit auf einem neuen Felde, durch zwei feststehende Reihen aus Erntegut 2 geführt werden kann, wobei die zur Schneid/Fördervorrichtung
liegende Reihe hierbei gleichzeitig abgeschnitten und gehäckselt wird.
Bei der Häckselarbeit auf dem Felde wird nun im einzelnen die gesamte Maschine 1 bei der Rückwärtsfahrt des Schleppers 4 in der Dreipunktaufhängung 3 hängend in abgesenktem Zustand mit dem Erdboden leicht oder nur bei Erdbodenunebenheiten berührenden Schleifkufen 44, gefahren und vom Schlepper 4 aus über eine Gelenkwelle 6 angetrieben. Das Abdeck- und Führungsblech 55, das als Halmteiler ausgebildet ist, wird zwischen zwei feststehenden Reihen aus Erntegut 2, wie beispielsweise Mais od. dgl., gefahren. Muß das Feld zunächst losgeschnitten werden, so wird gleichzeitig auch das zweite Abdeck- und Führungsblech !08, das ebenfalls als Halmteiler ausgebildet ist, zwischen zwei weiteren, in Förderrichtung B um etwa das Maß der Arbeitsbreite der Maschine 1 versetzt stehende Reihen aus Erntegut 2 gefahren. Bei einem engen ui:J/oder nicht gleichmäßig gewachsenen Erntegut 2 lenken die Abdeck- und Führungsbleche 55 und 108 das Erntegut 2 entsprechend seitlich aus, so daß es nicht abgeknickt wird. Zwischen den Abdeck- und Führungsblechen 55 und 108 bewegt sich nun der nicht von dem Abdeck- und Führungsblech 54 abgedeckte Teil des Kettensystems 9 in Förderrichtung B mit einer Geschwindigkeit, die der
so Fahrgeschwindigkeit der Maschine 1 in Fahrtrichtung A angepaßt ist. Das sich nun zwischen den Abdeck- und Führungsblechen 55 und 108 befindliche Erntegut 2 wird an jeder beliebigen Stelle in diesem Bereich abgeschnitten und der Häckselmaschine 8 zugeführt, derart, daß der Maisstengel 2', wie insbesondere in F i g. 6 dargestellt ist, von einer der Gegenschneiden 29 im Greif- und Schneidbereich 49 erfaßt und scherenartig an das Schneidmesser 41 herangeführt wird. Der Maisstengel 2' wird hierbei abgeschnitten und gleichzeitig im bogenförmigen Bereich 53 der Gegenschneide 29 auf das Schneidmesser 41 geschoben. Beim Abschneiden wird der Maisstengel 2' bereits von dem Haltefinger 23 im Bereich der bogenförmigen Ausnehmung 51 gestützt Auf Grund seiner gleichzeitigen Bewegung im Greif- und Schneidbereich 49 in Förderrichtung B neigt sich der Maisstengel 2' entgegen der Förderrichtung B und wird, nachdem er ganz abgeschnitten ist, vom Gegenhalter 45 gehalten (Fig. 6 — linke Darstellung). In die-
>er Haltung wird der Maisstengel 2' in Förderrichtung B Jem Einzugsbereich der Häckselmaschine 8 zugeführt Im Umlenkbereich des Umlenkrades 12 folgt der Gejenhalter ·55 der Bewegungsrichtung der Kettenglieder ♦6 der Kette 10, so daß sich der Winkel α vergrößert. Die Gegenschneide 29 und der Haltefinger 23 behalten ihre Ausrichtung in Fahrtrichtung A bei. Der Maisstengel 2' wird freigegeben, fällt in eine annähernd waagerechte Position und wird gleichzeitig von den Einschubwalzen 56 der Häckselmaschine 8 erfaßt. Diese befördem den Maisstengel 2' im Preß- und Schneidkanal 59 bis zum Häckselgebläse 60, welches, mittels der zwei gegenläufig, in Pfeilrichtung b und c umlaufenden, Häcksel- und Wurfräder 61,62 in Verbindung mit einem Gegenschneideisen 63, diesen häckselt und über die beiden Auswurfkanäle 66,67, die oberhalb des Häckselgebläses in einem gemeinsamen Auswurfkrümmer 68 zusammengeführt werden, in ein nicht dargestelltes Behäl'nis befördert.
Da etwa aüe 0,2 m eine Gegenschneide 29, ein Haltefinger 23 uno ein Gegenhalter 45 an der endlosen Kette 10 vorhand-,1 sind, erfolgt und wiederholt sich vorstehend beschriebener Vorgang über den gesamten Arbeitsbereich der Maschine I, so daß immer ein ganzes Bündel von Maisstengeln 2' in der Häckselmaschine 8 gehäckselt wird. Die beim Abschneiden des Erntegutes 2 abfallenden Erntegutteilchen, wie beispielsweise Maiskolben, abgeknickte Maisstengel od. dgl. werden von den Abdeck- und Führungsblechen 54, 55,108 den Räumblechen 32 zugeführt, die auch diese Erntegutteilchen der Häckselmaschine I über die tischartig angeordneten Führungsbleche 33,34 zuführen. Bei Verstopfungen der Maschine kann durch die vorstehend bereits beschriebene Anordnung des Getriebes 91 die Drehrichtung (Pfeil a) und die Drehrichtung der Einschubwalzen 56 vom Schlepperfahrer aus geändert werden, so daß sich die Verstopfung durch Umkehrung der Förderrichtung Baufhebt.
In F i g. 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines besonderen Gejenhalters dargestellt. Hierbei ist der Winkel α! zwischen der Mittellinie d der Kette 10 und der Schenkelkante 47' etwa 140°. In und/oder an dem Gegenhalter 45' ist eine Drehfeder 109 od. dgl. befestigt, die vorzugsweise eine Form aufweist, die dem griechischen Buchstaben ■& (Theta) gleicht und wobei die verlängerte Schleife im und/oder am Gegenhalter 45' befestigt ist. Die Drehfeder 109 kann auch direkt an dem Kettenglied 46 der Kette 10 befestigt sein und selbst den Gegenhalter bilden. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß für den Fall, daß beim Abschnei- den des Erntegutes 2 gleichzeitig oder nacheinander zwei Maisstengel 2', 2" von einer Gegenschneide 29 im Greif- und Schneidbereich 49 erfaßt und dem Schneidmesser 41 zugeführt werden, der erste Maisstengel 2" von dem zweiten Maisstengel 2' weiter über das Schneidmesser 41 geschoben und aus dem Gegenhalter 45' mit Dreh feder 109 geworfen werden kann. Der zweite Maisstengel 2' kann nun auch ganz abgeschnitten werden und in der Drehfeder 109 (Gegenhalter) und dem Haltefinger 23 in aufrechter Stellung zur Häcksel- ω maschine S befördert werden. Der Maisstengel 2" wird auf dem Kettensystem 9 bzw. auf den Räumblechen 32 liegend ebenfalls der Häckselmaschine zugeführt Denkbare Störungen beim Einsatz der Maschine 1 können so verhindert werden.
Es besteht die Möglichkeit, den Tragrahmen 5 mit seinen Anschlußteilen 5' so auszubilden, daß er die gesamte Maschine 1 auch in der Seitenanhängung neben
dem Schlepper 4 aufnehmen kann. Der Tragrahmen 5 kann dann in ähnlicher Form, wie er in der DE-OS 21 16 583 dargestellt und beschrieben ist, ausgeführt sein. Der Antrieb der gesamten Maschine 1 ist hierbei sehr einfach gelöst. Nachdem die Gelenkwelle 88 vom Antriebszapfen des Hauptgetriebes 74 entfernt und ein Teil des Tragrahmens 5 mit der Maschine 1 um 180° geschwenkt wurde, kann die Gelenkwelle 88 wieder auf einen bereits vorgesehenen weiteren Antriebszapfen 110 mit Vielkeilprofil aufgesteckt werden. Die Maschine 1 kann danach bereits in der Seitenanhängung angetrieben und auf dem Felde, wie vorstehend bereits beschrieben, eingesetzt werden.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen

Claims (17)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Ernten von Mais od. dgL stengelartigern Erntegut, mit einer eine endlos umlaufende s Kette mit seitlich abstehenden Mitnehmern umfassenden Einzugs- und Fördereinrichtung, weiche die von den Mitnehmern erfaßten und mittels eines Schneidorgans abgemähten Stengel des Ernteguts im wesentlichen hochstehend einer nachgeordneten Verarbeitungsvorrichtung, insbesondere einem Häckselgebläse mit Einzugswalzen, zufördert, wo sie während der Kettenumlenkung von den Mitnehmern freigegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzugs- und Fördereinrichtung (9) und das als feststehendes geradliniges Schneidmesser (41) ausgebildete Schneidorgan sich wenigstens annähernd quer zur Fahrtrichtung der Maschine (1) erstrecken und in zueinander paralleler Anordnung zu einer die Arbeitsbreite bestimmenden einheitlichen Schneid/Fördervorrichtung (7) vereinigt sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid/Fördervorrichtung (7) zwei endlose Ketten (10 und 11), vorzugsweise gleichlange Rollenketten, mit achsparallelen und mit gleicher Drehzahl umlaufenden Umlenkrädern (12, 13,14,15) umfaßt, die in waagerechten Ebenen versetzt und mit geringem Abstand übereinander liegen und auf ihrer gesamten Länge in Abständen miteinander verbunden sind, und daß die Mitnehmer jeweils im Bereich der Verbindungsstellen angeordnet sind und jeweils eine sichelförmige Gegenschneide (29) bezüglich des Schneidmessers (41) aufweisen, . oberhalb welcher ein im Abstand nach oben und entgegen der Förderrichtung (B) versetzter sowie mit einer bogenförmigen Ausnehmung (51) versehener Hallefinger (23) angeordnet ist, der in Verbindung mit einem vor dem Kettenglied für die Befestigung der Gegenschneide (29) angeordneten, starr mit der untenliegenden Kette (10) verbundenen Gegenhalter (45) zusammenwirkt.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenschneide (29) und der Haltefinger (23) mit Hilfe eines Bolzens (24) in einem Lagerauge (22) der untenliegenden Kette (10) drehbar gelagert sind und im Bereich des Schneidmessers (41) durch eine Führung, insbesondere eine Gleit- und/oder Rollenführung (38), sich im wesentlichen in Fahrtrichtung ^erstreckend gehalten sind.
4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein verlängertes Teil (23') des Haltefingers (23) über einen weiteren Bolzen (25), welcher mit einem Räumblech (32) versehen ist, drehbar in einem Lagerauge (22) der obenliegenden Kette (11) befestigt ist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilbereich der Gegenschneide (29) auf dem Schneidmesser (41) aufliegt und bei ihrer Bewegung über das Schneidmesser (41) gleitet und daß im über das Schneidmesser (41) vorstehenden Greif- und Schneidbereich (49) der Gegenschneide (29) der Winkel (ß) zwischen dem Überstand der Gegenschneide (29) und dem Schneidmesser (41) sich, in Förderrichtung (B) der Schneid/Fördervorrichtung (7) gesehen, öffnet und ca. 40° beträgt.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkante (50) der Gegenschneide (29), die einen Schenkel des Winkels {ß) bildet, im Bereich der überstrichenen Fläche des Schneidmessers (41) bogenförmig gekrümmt und wieder in Förderrichtung (B) verläuft, wobei sich der bogenförmige Bereich (53) der Gegenschneide (29) von der Schneidkante des Schneidmessers (41) aus wenigstens um das Maß des Durchmessers eines dikken Emtegutstengels zum Schneidmesserrücken hin erstreckt
7. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltefinger (23) eine ähnliche Formgebung wie die Gegenschneidc (29) aufweist
8. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (a) zwischen der Mittellinie (d) der gestreckten untenliegenden Kette (10) und der dem Haltefinger (23) zugewandten Schenkelkante (47') des Gegenhalters (45) ca. 90° beträgt
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhaiter (45) von seiner Abmessung her etwa so hoch wie die Kettenhöhe der untenliegenden Kette (10) ist und als Formstück an beiden Seitenlaschen (46', 46") des gleichen Kettengliedes (46) befestigt ist
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenlaschen (46', 46") und der Gegenhalter (45) aus einem Stück bestehen.
11. Maschine nach Ansprüche oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Haltefinger (23) und zur Gegenschneide (29) zeigende Seite des Gegenhalters (45) offen ist
12. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schenkelkante (47') des Gegenhalters (45) gegenüber der unteren Schenkelkante (48') in Fördcrrichtung (B) der Schneid/Fördervorrichtung (7) gesehen zurückliegt und sägezahnartig ausgebildet ist.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet daß in und/oder am Gegenhalter (45') eine die Gegenhalterkante bildende Drehfeder (109) befestigt ist.
14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Form der Drehfeder (109) dem griechischen Buchstaben ■& (Theta) gleicht und die verlängerte Schleife im und/oder am Gegenhalter (45') befestigt ist.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter von einer direkt an der untenliegenden Kette (10) befestigten Drehfeder (109) gebildet ist, deren Form gemäß Patentanspruch 14 ausgebildet ist.
16. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß quer zur Fahrtrichtung (A) der Maschine (I)* oberhalb eines mittleren Teilbereiches der Schneid/Fördervorrichtung (7) ein Abdeck- und Führungsblech (54) entgegen der Fahrtrichtung (A) aufsteigend angeordnet ist.
17. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der äußere Abdeck- und Führungsbleche als Halmteiler ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß unter einem der Halmteiler (55, 108) die Verarbeitungsvorrichtung (8) angeordnet ist.
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