DE33075C - Schrämmaschine mit stofsendem Werkzeug - Google Patents

Schrämmaschine mit stofsendem Werkzeug

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DE33075C
DE33075C DENDAT33075D DE33075DA DE33075C DE 33075 C DE33075 C DE 33075C DE NDAT33075 D DENDAT33075 D DE NDAT33075D DE 33075D A DE33075D A DE 33075DA DE 33075 C DE33075 C DE 33075C
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cylinder
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DENDAT33075D
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S. STUTZ in Pittsburgh, V. St. A
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C25/00Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
    • E21C25/02Machines slitting solely by one or more percussive tools moved through the seam

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
IQ
Die Erfindung betrifft eine Klasse von Maschinen, welche beim Bergbau zum Schrämen und Schlitzen . behufs Gewinnung von Mineralien, wie Steinkohlen, Erze u. s. w,, in Anwendung kommen! Sie gehört zu denjenigen Schrämmaschinen, in welchen das Arbeitszeug oder der Meifsel von einem Kolben vermöge gespannter Luft, Dampf u. s. w. eine stofsende Bewegung erhält. Meine Verbesserungen bezwecken Vereinfachung und billige Herstellung, sowie gröfsere Leichtigkeit und Sicherheit in der Anwendung aller ähnlichen Maschinen, und bestehen in gewissen neuen Einrichtungen und Verbindungen im Traggestell, dem Eiristellungs- und Führüngsmechanismus des Apparates, der Construction und Mittel zur Bewegung - des Steuerschiebers, zum Ein- und Auslassen der Flüssigkeit in den Cylinder, sowie auch in der Construction und Anordnung der Werkzeuge und Werkzeughalter, die alle weiter unten näher beschrieben werden sollen.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine, Seitenansicht einer Schrämmaschine dar, welche meine Erfindung enthält und vor einem Kohlenflötze zum Schrämen bereit steht. Fig. 2 ist der Grundrifs derselben; Fig. 3 und 4 stellen Seitenansicht und Grundrifs einer Maschine dar, deren Werkzeughalter und Schiebermechanismus Abänderungen sind von der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Maschine; Fig. 5 ist ein verticaler Längenschnitt durch die Mitte des Cylinders und des Schieberkastens der Maschine, Fig. 1 und 2. Fig. 6 ist ein Querschnitt; Fig. 7.ist der Grundrifs des Cylinders, ohne Schieberkasten, und Fig. 8 ist die Endansicht, von der rechten Seite gesehen, derselben Maschine; Fig. 9 ist ein verticaler Längenschnitt durch die Mitte des Cylinders und des Schieberkastens der Maschine, Fig. 3 und 4; Fig. 10 ist ein Querschnitt, Fig. 11 ist der Grundrifs des Cylinders ohne Schieberkasten und Fig. 12 die Endansicht, von der rechten Seite gesehen, derselben Maschine; Fig. 13 ist die Seitenansicht einer Maschine mit verändertem Traggestell, Einstellungs - und Bewegungsmechanismus; Fig. 14 der Grundrifs derselben; Fig. 15 ist der, Grundrifs eines Werkzeughalters mit eingesteckten Meifseln, aber ohne Maschine; Fig. 16 ist die Endansicht desselben; Fig. 17 ist ein verticaler Längenschnitt durch die Mitte des Cylinders und des Schieberkastens; Fig. 18 ist ein Querschnitt und Fig. 19 die Endansicht, von der rechten Seite gesehen, der Maschine, Fig. 13 und 14; Fig. 20 und 21 sind verticale Längenschnitte durch die Mitte der Cylinder und. Schieberkästen zur Veranschaulichung von Abänderungen im Schiebermechanismus; Fig. 22 und 23 sind Endansichten, von der rechten Seite gesehen, derselben Maschine.
Zur Ausführung meiner Erfindung gehört ein genau ausgebohrter Cylinder 1 zur Aufnahme des Kolbens 2 und seiner Kolbenstange 3. Letztere bewegt sich frei und genau anschließend in einem am vorderen Ende •des Cylinders und concentrisch mit diesem angegossenen oder befestigten Führungsstück 4. Das äufsere Ende der Kolbenstange 3 ist mit dem Werkzeughalter 5 versehen, in welches ein oder mehrere Werkzeuge oder Meifsel eingesteckt werden. Diese erhalten ihre stofsende Bewegung zum Schrämen oder Schlitzen, vermöge gespannter Luft, oder Dampf, von dem
Kolben 2 im Cylinder ι wirkend. Der Einlafs der zur Bewegung erforderlichen Flüssigkeit in den Cylinder erfolgt in dem Ventilkasten 15 durch die Kanäle' 8 und 9 und deren Austritt durch die Auspufföffnungen 10 und 11. Alle diese Kanäle werden von dem Schieber 12 regulirt. Die Zuführung der Flüssigkeit in den Schieberkasten erfolgt meistens durch eine Gummiröhre, die durch Verbindung mit den Kupplungsstücken 13 zu der Röhre 14 führen. Letztere ist 'mit einem passenden Ventil oder Hahn 16 zur genauen Regulirung versehen. Der Auspuff aus dem Ventilkasten oder Cylinder erfolgt durch die Röhre 17.
Die Maschine ruht auf vier Rädern, zwei Vorderrädern 18 und zwei Hinterrädern 19, vermöge der Achsen 21. Diese können entweder fest an der unteren Seite des Cylinders angeschraubt sein oder drehbar in angegossenen Sitzen liegen. Die Vorderräder 18 sind' concentrisch und "drehen sich um die Zapfen der festen Achse, wohingegen die Hinterräder 19 excentrisch zur Achse und an dieser befestigt sind.
Die Anwendung der excentrischen Räder gestattet dem Arbeiter oder Führer, das Arbeitszeug oder den Meifsel von seinem Sitze hinter der Maschine leicht und bequem höher oder niedriger zu stellen oder auch von einer zur anderen Seite zu schwingen, je nach Erfordernifs. Dies geschieht durch Vorwärtsoder Rückwärtsdrehen der Räder, die auf diese Weise gleichzeitig als Handgriffe dienen. Die Maschine ist leicht und gedrängt und kann sehr bequem von einem Arbeiter geführt werden. Schrämen oder Schlitzen wird mit diesen Maschinen rasch und leicht ausgeführt und erfordert blos etwas Uebung zum richtigen Einstellen des Arbeitszeuges und Dirigiren der Stöfse. Die Länge des Arbeitszeuges und der Meifsel ist verschieden und hängt hauptsächlich von der Tiefe des Schrames oder Schlitzes ab. Passende Oeffnungen oder Schlitze befinden sich in den Naben 22 der Hinterräder 19 zur Aufnahme der Hebel 23. Diese sind nach rückwärts gerichtet und können nach Bedürfnifs in diejenige Oeffnung eingesteckt werden, welche für den Führer am bequemsten erscheint und ihm gestattet, ohne seinen Sitz zu verändern, das Arbeitszeug genau zu dirigiren. Anstatt die Maschine auf ■ zwei Hinterrädern ruhen zu lassen, wie in den Zeichnungen dargestellt, mag auch wohl nur ein Rad benutzt werden, und ist es nicht erforderlich, dafs dessen äufsere Peripherie cylindrisch sei. Jede andere passende Form, vermöge deren der hintere Theil des Cylinders höher oder niedriger' gestellt werden kann, mag dazu verwendet werden. Cylindrische Räder werden vorzugsweise benutzt, weil ■ sie gleichzeitig zum Fortbewegen der' Maschine von einer Strecke zur anderen dienen. Um dem Rückstofs der Maschinen zu begegnen, benutze ich das Querstück oder Widerlager 24 hinter den Rädern 18, gegen welches die Füfse des Arbeiters gestemmt werden. Die Vorderseite ist hohl, ausgeschnitten und entspricht dem Umfange der Räder, während die untere Seite flach ist und auf der Sohle oder einem besonderen Bretterboden ruht. Die Rückseite des Widerlagers ist etwas nach vorn hin geneigt, um dem i Führer einen guten Halt für seine Füfse darzubieten und in Verbindung mit dem Bodenwiderstand dem Rückstofs zu begegnen. Entsprechende Bügel, ähnlich wie in den Fig. 13, 1.4 und 18 dargestellt, mögen auch hier an der Rückseite befestigt werden. Um bei dem Erweitern des Schrames oder Schlitzes das Abgleiten des Arbeitszeuges zu vermeiden, ist im hinteren Cylinderdeckel 27 noch der Handgriff 26 angebracht. Mit Hülfe dessen kann der Führer dem Aufheben oder Niedersenken des hinteren Cylindertheiles hinreichenden Widerstand bieten oder auch, in Verbindung mit dem Seitenhebel 23 die Maschine, wenn erforderlich, seitwärts schwingen.
Eine Abänderung, betreffend die Construction und Anordnung des Trag- und Einstellungsmechanismus nebst Zubehör, sowie auch in dem zum Transport von einer Strecke zur anderen bestimmten Theil, ist durch die Fig. 13, 14, 18 und 19 verdeutlicht. Der Cylinder ι trägt an seinem vorderen Ende, aufserhalb seines Schwerpunktes, Achszapfen 33, welche in Naben 32 eines schlittenförmigen Gestelles 28 passen. Die unteren Seiten dieses Gestelles sind horizontal' und mit verzahnten Fufsplatten 29 ausgerüstet, um dem Rückstofs der Maschine zu begegnen. Sie sind am vorderen Ende aufwärts gebogen, und zwar excentrisch zu den Naben 32 oder der an den Zapfen 33 sitzenden Räder 18. Die Gestellbalken sind durch ein Querstück 31 · mit einander verbunden. Die Räder 18 dienen blos ■zum Fortbewegen der Maschine von einer Strecke zur anderen und berühren die Sohle während des Ganges der Maschine nicht, einerlei, ob die Lage des Cylinders horizontal oder geneigt ist. Um die Maschine fortbewegen zu können", mufs das Gestell 28 von der Sohle aufgehoben werden. Dieses geschieht mittelst der beiden Handgriffe 39 durch Aufheben am hinteren Ende, wodurch sich der vordere Theil der Maschine so lange senkt, bis die Räder 18 die Sohle berühren und dann, als Stützpunkt dienend, die vollständige Entfernung . von der Sohle bewirken.
Die Drehung des Cylinders um die Zapfen 33 hat zum Zweck, die verticale Stellung des Arbeitszeuges verändern zu können, wie dies von Zeit zu Zeit behufs Erweiterung des Schrames oder auch behufs Fortbewegens der Maschine noth-
wendig ist. Sie wird mittelst der Achse 34, deren Zapfen in den Lagern 35 des hinteren Gestelltheiles ruhen, und der beiden Handräder 36 ermöglicht. In der Mitte der Achse sitzt das Zahnrad 37, welches in das am Cylinderdeckel befestigte Zahnradsegment 38 eingreift. Letzteres ist-mit den Zapfen 33 concentrisch, so dafs durch Drehung der Räder 36 dem Arbeitszeug 7 jede beliebige Stellung ertheilt werden kann. Die beiden Handgriffe 39 des Gestelles dienen ferner dem Führer der Maschine dazu, das Arbeitszeug in horizontaler Richtung von einer zur anderen Seite schwingen zu können, sowie auch dem Abweichen der Meifsel zu begegnen. Um dem Führer das seitliche Fortrücken und Bewegen zu erleichtern , sind am anderen Ende der Gestellbälken Fufsbügel 25 angebracht. Diese sind drehbar um die Zapfen 40 und so geformt, dafs der Fufs des Arbeiters, wenn er hinter der Maschine sitzt, mit den Beinen ausgestreckt, Aufnahme findet. Der untere Theil des Bügels trägt eine scharfe Klaue 42, die vermöge des Eigengewichtes der Maschine und der rückwirkenden Bewegung derselben in die Sohle eingreift und dazu beiträgt, dem Rückstofs zu begegnen. Das Auslösen der Klaue geschieht durch Anpressen des Fufses auf den flachen Theil 41 des Bügels. Je nachdem die Maschine während des Ganges nach der einen oder anderen Seite bewegt werden soll, mufs auch das Anpressen und Loslassen der Füfse gegen die Bügel stattfinden.
Die Kolbenstange 3 wird während ihrer hin- und hergehenden Bewegung von dem Führungsstück 4 in gerader Richtung erhalten. Zur Verhütung des Umsetzens oder Drehens derselben bezw. des Arbeitszeuges dienen Nuthen Und Keile 43, Fig. 10. Eine bessere Führung, um das Umsetzen oder Drehen vollständig zu verhüten, die gleichzeitig der Kolbenstange ihre runde und einfache Form beizubehalten gestattet, ist in den Fig. 5, 17 und 18 dargestellt. Sie besteht aus dem Führungsstück 44, welches in dem hinteren Cylinderdeckel 27 befestigt ist und im Innern des Kolbens und der Kolbenstange Platz findet. Die aus den Figuren ersichtliche Form der Führungsstange ist viereckig und wird von der im Kolben befestigten Hülse mit entsprechender Oeffnung genau umschlossen. Statt der viereckigen Form kann jeder andere unrunde Querschnitt verwendet werden. Auch mag die Führungsstange von cylindrischer Form sein, wenn aufserhalb des Cylindermittelpunktes, jedoch parallel mit demselben, befestigt.
Die, Werkzeug- oder .Meifselhalter 5 und 6 sind an der Kolbenstange 3 mittelst Keile 45 befestigt und können nach Belieben ausgewechselt werden. Werkzeughalter von verschiedener Länge, je nach der Tiefe des Schrames und den umgebenden Verhältnissen, kommen in Anwendung. Die Werkzeuge oder Meifsel 7 haben rechteckige Querschnitte, ähnlich den beim Bergbau gebräuchlichen Schrämhaüen, und sind entweder schlitz- oder meifselförmig zugeschärft. Ihre Verbindung mit dem Meifselhalter 5 geschieht durch Einstecken des hinteren cylindrischen Theiles in eine entsprechende Oeffnung des Halters. Zu diesem Zwecke ist der letztere mit einem Schlitz 46 versehen, so dafs die beiden Hälften mittelst Klemmschrauben dicht an den Meifsel angezogen werden können, wie aus den Fig. 1, 2, 13, 14, 15 und 16 ersichtlich. In den Fig. 3 und '4 wird der Meifsel durch einen Keil 48 an dem seitlich aufserhalb der Mittelachse der Maschine gestellten Halter 6 befestigt.
Letzterer mag einfach oder doppelt angeordnet sein und somit einen oder zwei Meifsel erhalten, wie in Fig. 4 angedeutet. Es erscheint in gewissen Fällen vortheilhaft, den Werkzeughalter seitlich zu stellen, indem hierdurch der Arbeiter von seinem Sitze hinter der Maschine besser im Stande ist, die Werkzeuge genau zu dirigiren.
Die Fig. 13 bis 16 veranschaulichen Werkzeughalter mit mehreren Meifseln in derselben, durch den Mittelpunkt der Kolbenstange gelegten Ebene neben einander angeordnet. Die Enden der Meifsel sind cylindrisch, genau auf denselben Durchmesser abgedreht und passen .in entsprechende Oeffnungen. Sie werden durch Klemmschrauben 49 in jeder Stellung festgehalten und mögen gleiche oder ungleiche Länge haben. .
Um den regelmäfsigen Gang dieser Schrämmaschinen zu sichern, ist es nöthwendig und sogar Hauptbedingung, in deren Anordnung und Construction den Steuerschieber nebst zugehörigem Mechanismus theilweise oder ganz von der Bewegung des Kolbens bezw. Arbeitszeuges unabhängig zu machen, weil dessen Hublänge, bedingt durch die Entfernung zwischen Meifsel und Arbeitsstofs, beständig variirt und zwischen einem kleinen Theil und dem vollen Hub schwankt. Der Kolben kehrt jedoch immer wieder nach dem Anfangspunkt, d. h. dem hinteren Ende des Cylinders zurück, um seinen neuen Hub zu beginnen. Deshalb genügt es auch, die Bewegung des Steuerschiebers blos in einer Richtung von der . Kolbenbewegung unabhängig zu machen, und ist zu diesem Zwecke der Schieber 12 der Maschine, Fig. 1, 2, 5, 6, 7 und 8, nur theilweise unabhängig angeordnet. Er trägt an seiner, der Länge nach durchbohrten Achse 52 die Hülfskolben 50 und 5 1 und bewegt sich in dem Schieberkasten 15, das rechtzeitige Oeffnen und Schliefsen der Einlafskanäle 8, 9 und Auslafskanäle 10, 11 bezweckend. Der gröfsere Kolben 50 pafst genau in die Kammer 53 am vor-
deren Ende des Schieberkastens und bewegt sich in derselben. Von dieser Kammer führt ein besonderer Auspuffkanal 54, dessen freie Oeffnung von dem Hahn oder Ventil 55 regulirt wird, nach dem Innern der Führungshülse 4 der Kolbenstange. Der kleinere Hülfskolben 51 ist mit einer Anzahl kleiner Oeffnungen 56 versehen, die den Kanal 52 mit dem Schieberkasten r 5 in Verbindung bringen. Am rechten Ende wird der Kanal 52 von dem eingeschraubten Bolzen 57 verschlossen, dessen äufseres Ende einen Knopf oder Griff zum Bewegen des Schiebers von Hand trägt. Steht der Hülfskolben 51 am hinteren Ende seines Hubes, so sind die Verbindungskanäle 56 ganz oder theilweise verschlossen. Der Gang der Maschine hängt hauptsächlich von dem genauen Oeffnen und Schliefsen des Ablafskanals 54 ab und wird dies von der Kolbenstange 3 besorgt. Die Verbindung mit der Atmosphäre wird durch die Kanäle 58 und 59, den freien Raum längs der Führungsstange 44,' die Einschnitte 61 in Hülse 60, das Innere des Cylinders 1 und die Kanäle g und 11 hergestellt, und zwar jedesmal, sobald der Arbeitskolben nahe am hinteren Ende des Cylinders ankommt und während die Stellung des Steuerschiebers 12 noch die entgegengesetzte von der in Fig. 5 ersichtlichen ist. Auch, mag der Auspuff aus dem Kanal 54 direct und bequemer durch eine passende Oeffnung an der Seite der Führungshülse 4 geschehen. Gespannte Luft oder Dampf findet Einlafs in" das Innere des Schieberkastens 15 mittelst des Regulirhahnes oder Ventils 16 und der Röhrenkuppelungen 13. Um den Betrieb der Maschine näher zu erklären, sei auf Fig. 5 verwiesen. Der Arbeitskolben 2 ist am hinteren Ende des Cylinders angelangt, und der Auspuff durch den Kanal 54 der in der Kammer 53 am äufseren Ende des Hülfskolbens 50 eingeschlossenen Flüssigkeit hat durch Verbindung mit 58, 59, 61, i, 9 und 11 soeben stattgefunden. Dies geschah aber, während der Kolben 2 noch in seinem Rückgang begriffen war und während der Steuerschieber 12 noch die entgegengesetzte Stellung einnahm, d. h. während der Kanal 9 noch mit der Atmosphäre in Verbindung stand. Durch diesen plötzlichen Auspuff wird der Hülfskolben 50 von der Spannung gegen seine vordere Fläche befreit, und da die innere Fläche desselben beständig durch die im Schieberkasten 15 herrschende Spannung belastet ist und die Fläche des kleineren Kolbens 51 weit übertrifft, so erfolgt das Umsetzen des Kolbens 50 bezw. Steuerschiebers 12 nach links. Die ganze hintere Fläche des Arbeitskolbens 2 ist nun vermöge des Einlafskanals 9 der im Schieberkasten herrschenden Spannung ausgesetzt und wird mit voller Kraft vorwärts getrieben. Das Umsetzen des Schiebers 12 nach links, Fig. 5, bringt auch die Oeffnungen 56 wieder in Verbindung mit dem Schieberkasten. Die Flüssigkeit strömt von neuem durch den Kanal 52 nach der Aufsenseite des Hülfskolbens 50, und da der Auspuff durch , den Kanal 54 von der Spannung hinter dem Kolben 2 und ferner durch Vorwärtsschieben der Kolbenstange 3 aufgehoben ist, so erfolgt die Bewegung des Steuerschiebers von links nach rechts infolge der gröfseren Fläche von 50 ebenso rasch. Dies hat die Verbindung des Einlafskanals 8 mit dem Schieberkasten 15 zur Folge und veranlafst den Rückgang des Kolbens 2 bezw. Arbeitszeuges 7. Aus obigem ist leicht ersichtlich, dafs die richtige Bewegung des Steuerschiebers 12 von dem rechtzeitigen Ein- und Auslassen der betreffenden Flüssigkeit vor den gröfseren Hülfskolben 50 abhängt. Durch Oeffnen oder Schliefsen des Regulirhahnes 55 kann eine rasche oder langsame Schieberbewegung erzielt werden.'
Der Schiebermechanismus der Maschine, Fig. 3 und 4, ist durch die Fig. 9 bis 12 veranschaulicht. Er ist von dem der Maschine, Fig. ι und 2, eben beschriebenen nur in einzelnen Theilen verschieden. Zwei Hülfskolben 62 und 63 von ungleichem Durchmesser sind mit der Schieberstange 64 verbunden und bewegen sich in passenden Kammern des Schieberkastens 15. Vermöge der Ringe 65, die den Muschelschieber 12 festzuhalten bestimmt sind, mufs dieser den Bewegungen der Kolben folgen. Das genaue Einstellen des Schiebers bezw. Hülfskolbens erfolgt durch Stellschrauben 66. Statt des Muschelschiebers mag auch der runde Schieber, Fig. 5 und 6, angewendet werden. Aehnlich wie in der obigen Maschine hängt auch hier die Bewegung des Steuerschiebers von dem rechtzeitigen Ein- und Auslassen der Flüssigkeit gegen die Aufsenseite des gröfseren Hülfskolbens 63 ab und wird hier durch Anwendung der Ventile 67 und 68, im hinteren Cylinderdeckel 27 angebracht, erzielt. Beide Ventile sind an der Stange 69 befestigt, die am vorderen Ende eine bestimmte Länge durch den Deckel in das Innere des' Cylinders 1 reicht. Sie bewegen sich in entsprechenden Kammern 70, die vermöge der Kanäle 71 und 72 mit dem Schieberkasten in Verbindung stehen. In der Stellung der Ventile 67 und 68, Fig. 9, ist der Raum zwischen dem Hülfskolben 63 und dem Deckel des Schieberkastens durch die Kanäle 72 und 74 mit der Atmosphäre und der zwischen den Ventilen 67 und 68 liegende Theil der Kammer 70 durch die beiden Kanäle 71 mit dem Schieberkasten in Verbindung. Kanal 73 dient zur Beseitigung der Gegenspannung des Ventils 67. Der Vertheilungs- oder Steuerschieber 12 steht an der rechten Seite; der Kanal 8 ist geöffnet und
der Arbeitskolben 2 auf seinem Rückgange begriffen. Ehe derselbe nun seinen Lauf vollendet , kommt die hintere Fläche mit der Stange 69 in Berührung und stöfst die Ventile 67, 68 nach rechts, so dafs das Ventil 68 zwischen die Kanäle 72 und 74 zu stehen kommt. Hierdurch werden die Kanäle 71 "und 72 mit einander verbunden und der Flüssigkeit der Weg nach der äufseren Fläche des Hülfskolbens 63 geöffnet. Infolge seines gröfseren Flächeninhaltes wird letzterer und mit ihm der Schieber 12 plötzlich nach links geschoben; Kanal 8 wird mit 10 und Kanal 9 mit dem Schieberkasten 15 in Verbindung gesetzt und der Arbeitskolben 2 bezw. das Arbeitszeug 7 von neuem gegen den Stofs getrieben. Während dies geschieht und sobald der Kolben 2 die Stange 69 verläfst, werden die Ventile 67, 68 infolge der überwiegenden Spannung gegen 67 wieder in die Stellung der Fig. 9 versetzt. Der Hülfskolben 63 wird von seiner äufseren Spannung befreit, und da sein Flächeninhalt im Innern des Schieberkastens denjenigen von 62 hinreichend übertrifft, so geschieht das Umsetzen des Steuerschiebers von links nach rechts.
Der Schiebermechanismus der Maschine, Fig. 13 und 14, wird durch die in vergröfsertem Mafsstabe gezeichneten Fig. 17 und 18 verdeutlicht. Seine Anordnung hat, wie in den beiden obigen Maschinen, die Verbindung von zwei ungleich grofsen Hülfskolben 76, yj mit dem Steuerschieber 12 zur Grundlage und variirt blos in gewissen Theilen. Die Kolben sind in besondere Kammern 80 eingepafst und mit dem Schieber 12 concentrisch befestigt. Anstatt der Ventile 67, 68, Fig. 9, zum Umsetzen des Schiebers von rechts nach links wird in diesem Falle der Hebel 75 verwendet. Derselbe findet Platz in dem Einlafskanal 9, der zu diesem Zwecke hinreichend erweitert ist. .Er dreht sich um den Bolzen 78 und greift mit dem oberen Ende in einen passenden Einschnitt des Schiebers 12, während sein unteres, etwas nach rechts gebogenes Ende von dem Kolben 2, während er im Rückgange begriffen ist, berührt und mitgenommen wird. Um dies zu erleichtern, ist der Kolben an dieser Stelle abgerundet und mit einem besonderen Einschnitt 79 versehen. Die entgegengesetzte Bewegung des Steuerschiebers 12 von liuks nach rechts wird, wie oben, durch überwiegende Spannung gegen die innere Fläche von 76 bewirkt. Die äufsere Fläche der Hülfskolben γ6, γγ steht mit der Atmosphäre in Verbindung. Flüssigkeit findet durch 13 Einlafs in 14 und wird durch Ventil oder Hahn 16 regulirt. Wie aus Fig. 17 ersichtlich, ist der Arbeitskolben 2 am Ende seines Rückganges angelangt und hat vermöge des Hebels 75 den Schieber 12 mit seinen Hülfskolben 76,77 nach links geschoben. Kanal 8 steht wieder mit der Auspufföffnung 10 und Kanal 9 mit dem Schieberkasten 15 in Verbindung und der Arbeitskolben 2 bezw. das Arbeitszeug 7 ist für den nächsten Hub bereit. Sobald aber dies geschieht, wird das untere Ende des Hebels 75 frei und der Steuerschieber 12 infolge der gegen 76 wirkenden Spannung wieder nach rechts getrieben. Hierdurch kommt der Cylinder ι auf der linken Seite des Kolbens 2 mit 15 und auf der rechten Seite mit dem Ablafskanal 10 von neuem in Verbindung. Auf diese Weise wiederholt sich der Gang der Maschine ununterbrochen, einerlei ob der Arbeitskolben mit dem vollen Hub oder nur mit einem Theil desselben arbeitet. Das Umsetzen des Steuerschiebers von rechts nach links erfolgt durch den Arbeitskolben, weil derjenige von links nach rechts von der betreffenden Flüssigkeit bewirkt wird.
Weitere Abänderungen im Mechanismus des Steuerschiebers sind durch die Fig. 20 bis 23 veranschaulicht. In der Anordnung der Fig. 20 und 22 ist der Hebel 75 nach aufsen verlegt. Um dies zu erleichtern, mufste die Schieberstange nach rechts verlängert und durch den Deckel des Schieberkastens 15 ebenfalls nach aufsen geführt werden. Ferner dient zur Uebertragung der Bewegung des Arbeitskolbens 2 auf das untere Ende von 75 die im Deckel 27 durch eine Stopfbüchse geleitete Spindel 82. Im übrigen ist der Gang einer solchen Maschine derselbe wie derjenige der Maschine Fig. 13 und 14.
Etwas verschieden von den früheren Maschinen ist die Anordnung der in Fig. 21 und 23 abgebildeten. Anstatt des drehbaren doppelarmigen Hebels 75 ist hier der Schieber 12 und die Spindel 82 durch 75 fest mit einander verbunden. Es erhält also der Schieber in dieser Maschine eine positive Bewegung in derselben Richtung wie' der Haupt- oder Arbeitskolben 2, während in den früheren Maschinen die Schieberbewegung entgegengesetzt derjenigen des Kolbens ist. Um dies zu ermöglichen, mufsten die Einlafskanäle 8, 9 nach innen zwischen die AuspufföfFnungen 10,11 verlegt werden. Der Kolben 2 in seinem Rückgänge stöfst auf die Spindel 82 und treibt dieselbe mit dem Schieber 12 die erforderliche Länge nach rechts, um 8 mit 10 und 9 mit 15 und der Einlafsröhre 14 zu verbinden, wie der Längenschnitt Fig. 21 zeigt. Die Bewegung des Schiebers von rechts nach links geschieht, wie früher, durch überwiegende Spannung gegen die innere Seite des gröfseren Hülfskolbens 76, sobald der Arbeitskolben 2 seinen Vorwärtshub beginnt, d. h. die Spindel 82 frei wird.
Da die Arbeitskolben der Schrämmaschinen verhältnifsmäfsig schwer constrain werden, um
das nöthige Kraftmoment des Arbeitszeuges zu erzielen, und etwaige Stöfse gegen die Cylinderenden gefährlich sind, so ist es nothwendig, Mittel zur Verhütung dieser Stöfse anzuwenden. Hierzu dienen die Luftkammern am vorderen Cylinderende und die an der unteren Seite der Cylinder eingebohrten Oeffnungen 92, Fig. 17, 20 und 21. Letztere sind so angeordnet, dafs die gespannte Flüssigkeit entweichen kann, ehe der Kolben seinen ganzen Lauf vollendet hat. Auch dienen diese Löcher gleichzeitig zum Ablassen des schädlichen Wassers, wenn mit Dampf gearbeitet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Schrämmaschine, in welcher der Hauptkolben 2 beim Verlassen des rückwärtigen Endes seines Cylinders 1 bewirkt, dafs der Schieber 12 durch den Flüssigkeitsdruck, welcher auf den mit dem Schieber 12 durch eine hohle Kolbenstange 52 verbundenen gröfseren Hülfskolben 50 wirkt, bewegt wird, wodurch der Schieber 12 so gestellt wird, dafs er den Rückgang des Hauptkolbens 2 bewirkt, während der Rückgang des gröfseren Hülfskolbens 50 und somit des Schiebers durch die hohle Kolbenstange 52, den kleineren Kolben 51 an derselben, der mit Löchern 56 versehen ist, die in die hohle Kolbenstange führen und durch den in die Führungshülse 4 mündenden Auspuffkanal 54 bewirkt wird.
    In einer durch Patent-Anspruch 1. charakterisirten Schrämmaschine die excentrisch gelagerten Tragräder 19 mit der Nabe 22, in deren Löcher der Handhebel 23 gesteckt werden kann, um die Maschine in verticaler Richtung nach dem Erfordernifs der.Arbeit einstellen zu können.
    In einer durch Patent-Anspruch 1. charakterisirten Schrämmaschine die Räder 18, welche zur Bewegung der Maschine dienen, bei der Arbeit jedoch dadurch vom Boden abgehoben werden, dafs ein um die Achsen dieser Räder drehbarer Schlitten 28 mit gezahnter Sohle 29 herabgelassen wird, welcher, mit dem horizontalen Theile seiner Sohle auf dem Boden ruhend, die Maschine trägt und die Ruckstöfse aufnimmt, wobei behufs Beförderung der Maschine der Schlitten 28 vermittelst der Griffe 39 gehoben werden kann, so dafs die Räder 18 auf den Boden zu stehen kommen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT33075D Schrämmaschine mit stofsendem Werkzeug Expired - Lifetime DE33075C (de)

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