DE3301458C2 - Akkord-Lehrsystem für ein elektronisches Tastenmusikinstrument - Google Patents

Akkord-Lehrsystem für ein elektronisches Tastenmusikinstrument

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Akkord-Lehrsystem und -Verfahren zum Unterstützen eines Schülers beim Erlernen von Musikakkorden. Es sind mehrere, frei wählbare Betriebsarten möglich. Insbesondere können Informationen über verschiedene Akkord-Typen abgerufen werden, die der Schüler nicht oder nicht sicher kennt. Verfahren und System gemäß der Erfindung ermöglichen dem Schüler, in den verschiedenen Betriebsarten seine Kenntnisse, ähnlich wie bei einem konventionellen Unterricht, zu ergänzen und zu erweitern. Dabei ist insbesondere eine Anzeigeeinheit wertvoll, die dem Schüler in Abhängigkeit von zuvor eingegebenen Grunddaten Informationen über die für einen Akkord anzuschlagenden Tasten liefert und bei richtig gespielten Akkorden eine Bestätigung erteilt, wobei auch die Möglichkeit besteht, eine ganze Folge von Akkorden einzuprogrammieren und dann unter Steuerung durch eine Rhythmus-Einheit des Musikinstrumentes, insbesondere einer Orgel, abspielen zu lassen.

Description

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Die Erfindung betrifft ein Akkord-Lehrsystem für ein elektronisches Tastenmusikinstrument gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges System ist aus der US-PS 42 48 118 bekannt, wo es darum geht, in Abhängigkeit von der Einwirkung des Spielers auf das Tastenfeld einen bestimmten Akkordtyp und dessen Grundnote zu ermitteln. Bei dem bekannten System werden also die Harmonien abgeleitet, die von einem Spieler gewünscht werden, und zwar aufgrund seiner Einwirkung auf ein Standard-Tastenfeld.
Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik liogt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die in einem Akkorderkennungssystem gespeicherte Akkord-Information für den Benutzer in der Weise zugänglich zu machen, daß dieser ihm zunächst noch unbekannte Akkorde lernen kann und beim Üben bereits gelernter Akkorde auf Fehler hingewiesen und gleichzeitig über die tatsächlich zu spielende Tonfolge informiert wird.
Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Akkord-Lehrsystem durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Lehrsystems sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockdiagramm eines Akkord-Lehrsystems für eine elektronische Orgel,
F i g. 2 ein Blockdiagramm der Mikroprozessoreinheit des Systems gemäß F i g. 1,
F i g. 3 ein detaillierteres Blockdiagramm des Akkord-Lehrsystems gemäß F i g. I1
F i g. 4a bis F i g. 4g Flußdiagramme der verschiedenen Arbeitsweisen des Akkord-Lehrsystems.
Wie bereits in der Beschreibungseinleitung ausgeführt, befaßt sich die Erfindung mit einem Akkord-Lehrsystem und mit einem Verfahren zum Erlernen eines elektronischen Musikinstruments, insbesondere einer elektronischen Orgel. Das Akkord-Lehrsystem ermöglicht dem Lernenden dabei zahlreiche Übungen zum Erlernen von Akkorden, wie sie auch von einem Lehrer unterrichtet würden. Beim Arbeiten mit dem erfindungsgemäßen System kann der Lernende jedoch jederzeit üben und nicht nur während vorher festgesetzter Übungsstunden. Außerdem kann der Lernende gemäß seinen speziellen Fähigkeiten vorgehen, ohne daß er einem äußeren Druck durch einen Lehrer oder durch andere Teilnehmer beim Gruppenunterricht ausgesetzt wäre. Der Lernende wird damit frei von der Abhängigkeit von einem Lehrer, der ihm zeigt, wie die verschiedenen Akkorde im Zusammenhang eines Musikstückes zu spielen sind.
Im einzelnen arbeitet das erfindungsgemäße System in drei verschiedenen Betriebsarten, nämlich Spielen von Akkorden mit einem Finger = 1F-Betrieb, Spielen von Akkorden mit drei Fingern = 3F-Betrieb; Akkord-Quiz-Betrieb = Q-Betrieb, programmierter Betrieb = P-Betrieb; programmierter Betrieb einschließlich des Spielens von Akkorden mit einem Finger = P-HF-Betrieb; programmierter Betrieb einschließlich des Spielens mit drei Fingern = P + 3F-Betrieb und programmierter Betrieb einschließlich automatischer Wiedergabe = PA-Betrieb. Ein Betriebsarten-Steuerfeld mit mehreren Schaltern ist an der Konsole der Orgel vorgesehen, und der Organist wählt die jeweilige Betriebsart durch Betätigung der betreffenden Schalter. In einer Betriebsart des Akkord-Lehrsystems steuert eint Rhythmuseinheit, die ihrerseits durch die Takteinheit der Orgel gesteuert wird, die Zeitpunkte, zu denen vorgegebene Akkorde gespielt werden, wobei für den lernenden Organisten, der nachstehend der Einfachheit halber kurz als Schüler bezeichnet wird, diejenigen Tasten angezeigt werden, mit denen der Akkord gespielt wird. An der Konsole der Orgel ist ferner eine Wähleinheit mit mehreren Schaltern vorgesehen, an denen bestimmte Typen von Akkorden ausgewählt werden können. Die wählbaren Akkorde, die vom Schüler ausgewählt werden können, sind der Dur-Akkord, der Moll-Akkord, die Septime, die verringerte Septime, die vergrößerte Septime sowie die verringerte und die vergrößerte Sexte.
Ein optischer Anzeige-Indikator befindet sich an der Orgelkonsole zwischen den manualen und über den Tasten, die mit dem Akkord-Lehrsystem verbunden sind, um dem Schüler jeweils anzuzeigen, mit welchen Tasten der zu lernende Akkord zu spielen ist. Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann die optische Anzeige auch mehrere Lampen umfassen, die über ausgewählten Pedaltasten angeordnet sind, sowie entsprechende Schaltungen zur Steuerung dieser Lampen, welche dem Schüler anzeigen, welche Pedale in Verbindung mit dem gerade zu lernenden Akkord getreten werden sollten. Beim Orgelunterricht bringt man dem Schüler vorzugsweise bei, daß er sämtliche Akkorde innerhalb eines 13 Töne umfassenden Bereichs auf dem unteren Manual spielen kann. Das erfindungsgemäße Akkord-Lehrsystem ist so ausgebildet, daß es mit 13 Tasten im linken Teil des unteren Manuals zusammenwirkt, insbesondere mit den Tasten, die mit der Taste für das F in der zweiten Oktave beginnen und bis zu der Taste für das F in der dritten Oktave reichen.
Vorab werden die verschiedenen Betriebsarten des als Ausführungsbeispiel betrachteten Akkord-Lehrsystems nachstehend näher erläutert.
1. 1F-Betrieb
Zum Arbeiten im 1 F-Betrieb betätigt der Schüler den 1 F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes an der Orgelkonsole. Im 1 F-Betrieb wählt der Schüler den Akkord-Typ und den Grundton, woraufhin das Lehrsystem eine Lampe über der Grundton-Taste einschaltet und den ausgewählten Akkord spielt.
Beim 1 F-Betrieb wählt der Schüler den Akkord-Typ an der Wähleinheit für die Akkord-Typen an der Orgelkonsole. Durch diesen Wählvorgang wird der Typ der zu spielenden Akkorde ausgewählt und von der optischen Anzeigeeinheit angezeigt. Der gewählte Akkord-Typ wird beibehalten, solange vom Schüler kein anderer Akkord-Typ ausgewählt wird, und zwar unabhängig von der Anzahl der Tasten, die vom Schüler gespielt werden. Der Schüler wählt anschließend diejenige Note, zu der der Akkord gespielt werden soll, indem er eine der Tasten innerhalb des 13-Tasten-Bereichs des linken unteren Manuals drückt. Die Mikroprozessor-Einheit wählt aufgrund des Wählvorganges die normierte Information für den betreffenden Akkord-Typ und stellt fest, welcher Ton angeschlagen wird. Die normierte Information über den ausgewählten
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Akkord-Typ wird dann entsprechend der angeschlagenen Taste verschoben. Nunmehr aktiviert der Mikroprozessor die optische Anzeige, so daß die Lampe über der angeschlagenen Taste des linken Manuals aufleuchtet, und sendet entsprechende Ausgangssignale an den Tongenerator, um den ausgewählten Akkord für die ausgewählte Taste zu spielen. Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel kann der Schüler gleichzeitig Wähleinrichtungen betätigen, deren Betätigung zur Folge hat, daß zu dem betreffenden Akkord auch die Pedale angezeigt werden, die zu treten sind. Der Schüler kann den jeweiligen Akkord so lange spielen lassen, wie er die betreffende Taste gedrückt hält oder auch ein weiteres Spielen des Akkordes dadurch bewirken, daß ein Memory-Schalter betätigt wird, der Bestandteil des Betriebsarten-Steuerfeldes ist. Der Schüler kann den vorstehend beschriebenen Ablauf erneut einleiten, indem er eine andere Taste unter den 13 ausgewählten Tasten drückt. Der Schüler kann aber auch einen neuen Akkord-Typ auswählen, indem er den betreffenden Schalter an der Wähleinheit betätigt und dann wieder eine der 13 ausgewählten Tasten drückt.
2. 3F-Betrieb
Zum Einleiten des 3F-Betriebes aktiviert der Schüler den 3F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes an der Orgelkonsole. Im 3F-Betrieb wählt der Schüler die Art des Akkordes und eine der ausgewählten Tasten, woraufhin die Lehreinheit die Lampen der optischen Anzeige über den Tasten aktiviert, die für den Akkord angeschlagen werden müssen.
Im 3F-Betrieb wählt der Schüler den Akkord-Typ an der Wähleinheit an der Orgelkonsole. Der Schüler muß den Akkord-Typ-Schalter nach jedem Zyklus der Lehreinheit erneut betätigen. Der Schüler wählt nunmehr die Grundnote des zu spielenden Akkordes, indem er eine der 13 ausgewählten Tasten des linken Manuals anschlägt Die Mikroprozessor-Einheit stellt fest, welcher Ton angeschlagen wird, sucht die normierten Informationen über den betreffenden Akkord-Typ aus, setzt die normierte Information entsprechend der angeschlagenen Taste urn und läßt eine Lampe über jeder Taste aufleuchten, die gedrückt werden muß, um den ausgewählten Akkord für den angeschlagenen Ton zu spielen. Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann der Schüler außerdem einen weiteren Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes betätigen, nämlieh den Pedalschalter, woraufhin über dem Pedal, welches dem Grundton des ausgewählten Akkordes entspricht, eine Lampe aufleuchtet. Im 3F-Betrieb werden von der Lehreinheit keine musikalischen Ausgangssignale erzeugt, und der Schüler konzentriert sich auf das richtige Setzen der Finger. Dabei erzeugt die Orgel natürlich die normalen Tonsignale, die den vom Schüler angeschlagenen Tasten entsprechen.
3. Q-Betrieb Zum Einleiten des Q-Betriebes aktiviert der Schüler den Q-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes. ' Im Q-Betrieb kann sich der Schüler selbst hinsichtlich seiner Kenntnisse über die korrekten Fingerpositionen für ausgewählte Akkorde abfragen. Der Schüler empfängt für richtige Antworten eine positive Ermutigung und bekommt andererseits die richtige Fingerposition gezeigt, wenn seine Fingerposition nicht korrekt ist, d. h. wenn die falschen Tasten angeschlagen werden. Durch diese Betriebsart wird die Lernsituation mit ihrem Schüler/ Lehrer-Verhältnis recht genau simuliert, wobei jedoch die Notwendigkeit für die Anwesenheit des Lehrers entfällt.
Im Q-Betrieb erzeugt die Lehreinheit keine musikalischen Ausgangssignale. Die den angeschlagenen Tasten entsprechenden Töne werden jedoch in normaler Weise erzeugt. Wenn der Schüler das Lehrsystem durch Drücken des Q-Schalters des Betriebsarten-Steuerfeldes auf den Q-Betrieb schaltet, aktiviert der Mikroprozessor alle Lampen der optischen Anzeige gemäß einem Abtastmuster. Der Schüler wählt nunmehr durch Betätigen eines Schalters der Wähleinheit einen Akkord-Typ und schlägt dann eine der 13 Tasten des linken Manuals an. Der Mikroprozessor erfaßt den angeschlagenen Ton und ermittelt die information für den zu spielenden Akkord in Abhängigkeit von diesem Ton und von der normierten Akkord-Information.
Die Auswahl des Akkord-Typs und das Anschlagen eines Tons durch den Schüler setzt keinerlei Kenntnisse über die Tonfolge voraus, die den ausgewählten Akkord bildet. Zum Prüfen seiner Kenntnisse muß der Schüler nunmehr von den 13 ausgewählten Tasten die zu dem gewählten Akkord gehörigen Tasten anschlagen. Sobald der Schüler die erste Taste, die er anschlägt, freigibt, wartet der Mikroprozessor darauf, daß nunmehr die zu dem ausgewählten Akkord gehörigen Tasten angeschlagen werden. Wenn dann die nächste Taste angeschlagen wird, setzt der Mikroprozessor eine Verzögerungszeit, um dem Schüler ausreichend Zeit zu lassen, alle Tasten anzuschlagen, die nach seiner Meinung zu dem gewählten Akkord gehören. Wenn der Schüler nach dem Anschlagen ein oder mehrerer Tasten seine Meinung ändert und die Tasten noch innerhalb der vorgegebenen Verzögerungszeit freigibt, startet der Mikroprozessor den Zyklus erneut, dem Schüler Gelegenheit zu geben, eine andere Gruppe von Tasten auszuwählen, die dem gewählten Akkord entsprechen. Wenn der Schüler am Ende der Verzögerungszeit noch Tasten gedrückt hält, vergleicht der Mikroprozessor die gedrückten bzw. angeschlagenen Tasten mit dem entsprechend dem zuerst angeschlagenen Ton verschobenen normierten Akkord, der dem vom Schüler ausgewählten Akkord entspricht Wenn dieser Vergleich ergibt, daß der Schüler den ausgewählten Akkord richtig gespielt hat, veranlaßt der Mikroprozessor, daß alle Lampen der optischen Anzeige aufleuchten. Wenn der Vergleich dagegen ergibt daß der Schüler den gewählten Akkord falsch gespielt hat, schaltet der Mikroprozessor die Lampen über den für diesen Akkord richtigen Tasten ein. Diese Lampen bleiben eingeschaltet, bis der Schüler alle Tasten freigegeben hat, mit denen er zuvor den falschen Akkord spielte. Wenn alle gedrückten Tasten freigegeben sind, löscht der Mikroprozessor die Lampen für den gewählten Akkord und beginnt einen neuen Zyklus, um dem Schüler Gelegenheit zu geben, die richtigen Tasten für den betreffenden Akkord auszuwählen. Ein neuer Akkord-Typ kann im Q-Betrieb erst eingegeben werden, wenn der zuvor gewählte Akkord richtig gespielt wurde oder wenn vom Q-Betricb auf eine andere Bclricbsari umgeschaltet wird.
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P-Betrieb
Zum Einleiten des P-Betriebes der Lehneinheit betätigt der Schüler den P-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes. Im P-Betrieb gibt der Schüler ein oder mehrere Akkorde in den Speicher des Mikro-Prozessors ein, um sie später im P +1 F-Betrieb bzw. im P+3F-Betrieb zu verwenden, wie dies nachstehend noch beschrieben wird.
Im einzelnen ist das Lehrsystem nach dem Drücken des P-Schalters des Betriebsarten-Steuerfeldes bereit, in den Speicher bis zu 76 vom Schüler ausgewählte Akkorde aufzunehmen. Der Schüler wählt den Akkord-Typ durch Drücken eines der Schalter der Wähleinheit. Der ausgewählte Akkord-Typ wird beibehalten, bis er vom Schüler wieder geändert wird, und zwar unabhängig von der Anzahl der in den Speicher eingegebenen Akkorde und anderer Tonkombinationen. Der Schüler schlägt nach der Wahl des Akkord-Typs einen Ton des zu speichernden Akkordes an, wobei wieder eine der 13 Tasten des linken Manuals verwendet wird, die mit der Lehreinheit verbunden sind. Der Mikroprozessor stellt fest, welche Taste angeschlagen wurde. Die Information über die angeschlagene Taste und den Akkord-Typ werden am ersten Speicherplatz des zum Mikroprozessor gehörenden Speichers abgespeichert. Außerdem ermittelt der Mikroprozessor aufgrund dieser Informationen und der normierten gespeicherten Akkordinformation den betreffenden Akkord und sendet entsprechende Ausgangssignale an den Tongenerator, woraufhin der gewählte Akkord gespielt wird und woraufhin ferner die zu den entsprechenden Tönen bzw. Tasten gehörigen Lampen eingeschaltet werden. Die Lehreinheit steht nunmehr bereit, den nächsten, vom Schüler ausgewählten Akkord zu empfangen und die Information über die angeschlagene Taste und den Akkord-Typ am nächsten Speicherplatz zu speichern. Der Schüler kann nunmehr den vorstehend beschriebenen Zyklus für denselben Akkord-Typ erneut durchführen, indem er eine andere Taste von den 13 Tasten anschlägt; der Schüler kann aber auch durch Betätigen des entsprechenden Schalters der Wähleinheit einen neuen Akkord-Typ auswählen und dann einen Ton dieses Akkordes anschlagen. Durch Wiederholen der vorstehend beschriebenen Zyklen kann der Schüler bis zu 76 Akkorde abspeichern, die dann entweder im P +1F-Betrieb oder im P + 3F-Betrieb oder im PA-Betrieb abgespielt werden können. Außerdem gibt es eine Lösch- bzw. Rückstellfunktion, die es dem Schüler gestattet, ein oder mehrere gespeicherte Akkorde im Speicher zu löschen, so daß die Folge der gespeicherten Akkorde geändert werden kann und so daß Fehler korrigiert werden können.
P+1 F-Betrieb
Zum Einleiten des P+IF-Betriebes betätigt der Schüler den P-Schalter und den 1F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes an der Orgelkonsole. Im P+1 F-Betrieb wird dem Schüler eine Folge gespeicherter Akkorde vorgegeben und der Schüler muß jeweils die richtige Taste für den Grundton der einzelnen Akkorde drücken, um eine Fortschaltung zum nächsten Akkord der Folge zu bewirken. Auf diese Weise kann der Schüler die richtige Akkordfolge für ein Lied spielen, welches vorher einprogrammiert wurde, indem er jeweils die Grundtöne der aufeinanderfolgenden Akkorde anschlägt Der Mikroprozessor bringt die Lampe über der anzuschlagenden Taste des unteren Manuals jeweils zum Aufleuchten und läßt den Tongenerator den zugehörigen gespeicherten Akkord spielen, wenn der Schüler die richtige Taste ansehlägt. Wenn der Schüler außerdem den Pedalschalter des Betriebsarten-Steuerfeldes betätigt hat, wird auch die Lampe für dasjenige Pedal eingeschaltet, welches dem Grundton des gespeicherten Akkordes entspricht. In dieser Betriebsart sieht der Schüler lediglich die Lampe, die das richtige Pedal anzeigt und muß das Pedal nicht treten, um ein Vorrücken zum nächsten Akkord der gespeicherten Akkordfolge zu bewirken.
Beim P-I-1 F-Betrieb betätigt der Schüler den P-Schalter und den 1F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes, und die Lehreinheit ermittelt den ersten, im Speicher gespeicherten Akkord im P-Betrieb und schaltet die Lampe ein, die sich oberhalb der Taste befindet, die dem Grundton des gespeicherten Akkordes entspricht. Der Schüler muß nunmehr die richtige Taste des unteren Manuals entsprechend der brennenden Lampe anschlagen. Die Lehreinheit stellt fest, welche Taste vom Schüler angeschlagen wird und vergleicht diese Information mit der im Speicher gespeicherten Information für den ersten Akkord. Wenn die angeschlagene Taste nicht der gespeicherten Information an dem betreffenden Speicherplatz entspricht, bleibt die betreffende Lampe der Anzeigeeinheit eingeschaltet und der gespeicherte Akkord wird nicht gespielt. Wenn die richtige Taste angeschlagen wird, dann wird aufgrund der gespeicherten Informationen über die anzuschlagende Taste, den Akkord-Typ und den normierten Akkord eine entsprechende Ansteuerung des Tongenerators durchgeführt, so daß dieser den gewählten Akkord spielt. Die Lehreinheit spielt den ausgewählten Akkord so lange, wie die Taste des unteren Manuals gedrückt bleibt bzw. so lange, wie der Memory-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes betätigt ist. Zusätzlich wählt die Lehreinheit den am nächsten Speicherplatz gespeicherten Akkord aus und läßt eine Lampe über der betreffenden Taste des unteren Manuals aufleuchten. Der vorstehende Zyklus wird von jedem im Speicher der Lehreinheit gespeicherten Akkord wiederholt, wodurch der Schüler positiv ermutigt wird, die richtigen Grundtöne für die gespeicherten Akkorde auszuwählen, wobei der Schüler außerdem die Möglichkeit hat, jede beliebige Folge von Akkorden in den Speicher einzugeben.
P + 3F-Betrieb
Zum Einleiten des P+3F-Betriebes betätigt der Schüler den P-Schalter und den 3F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes. Im P-f 3F-Betrieb wird dem Schüler eine Folge gespeicherter Akkorde vorgegeben, und er muß jeweils die entsprechenden Tasten anschlagen, um den nächsten Akkord der Folge aufzurufen. Der Schüler kann somit die richtige Akkordfolge für ein vorher in den Speicher einprogrammiertes Lied spielen, indem er die Tasten für jeden der gespeicherten Akkorde anschlägt Dabei schaltet der Mikroprozessor jeweils die den gespeicherten Akkorden entsprechenden Tastenlampen ein. Außerdem wird bei zusätzlicher Betätigung des Pedalschalters auch die Lampe für das jeweils zu tretende Pedal eingeschaltet Der
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Schüler muß dieses Pedal jedoch nicht treten, um ein Vorrücken zum nächsten gespeicherten Akkord herbeizuführen.
Im P + 3F-Betrieb betätigt der Schüler zunächst den P-Schalter und den 3F-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes, woraufhin die Lehreinheit den ersten Akkord ermittelt, der beim Programmieren yom Schüler in den Speicher eingegeben wurde Und diejenigen Lampen aufleuchten läßt, die sich über den Tasten befinden, welche den Noten des gespeicherten Akkordes entsprechen. Der Schüler muß nunmehr die richtigen Tasten des unteren Manuals entsprechend den brennenden Lampen der Anzeigeeinheit anschlagen. Die Lehreinheit überprüft, welche Tasten vom Schüler angeschlagen wurden. Die am ersten Speicherplatz gespeicherte Information wird benutzt, um die normierte Akkord-Information aufzufinden, die dem betreffenden Akkord-Typ entspricht und um diese Information entsprechend dem angeschlagenen Grundton zu verschieben. Die Information über die vom Schüler angeschlagenen Tasten wird dann mit der Information über den verschobenen normierten Akkord verglichen. Wenn die angeschlagenen Tasten nicht den Tönen des verschobenen normierten Akkordes entsprechen, bleiben die Lampen über den betreffenden Tasten eingeschaltet. Falls eine Übereinstimmung festgestellt wird, wird der nächste gespeicherte Akkord abgerufen, woraufhin wieder die Lampen für die entsprechenden Tasten dieses Akkordes eingeschaltet werden. Der vorstehend beschriebene Zyklus wird für jeden im Speicher gespeicherten Akkord der Lehreinheit wiederholt, wobei der Schüler für das richtige Anschlagen der Tasten der gespeicherten Akkorde eine positive Ermutigung empfängt und außerdem die Möglichkeit hat, jede gewünschte Folge von Akkorden in den Speicher einzugeben.
PA-Betrieb
Im PA-Betrieb betätigt der Schüler zunächst den P-Schalter und den Α-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes an der Orgelkonsole. Im PA-Betrieb spielt die Lehreinheit eine Folge von vorprogrammierten Akkorden in einer zeitlichen Reihenfolge, die durch die Rhythmuseinheit der Orgel bestimmt ist, wobei jeweils die Lampen über den Tasten eingeschaltet werden, die zu dem gerade gespielten Akkord gehören. Außerdem kann durch Betätigung des Pedalschalters gleichzeitig auch die Lampe für dasjenige Pedal eingeschaltet werden, welches dem Grundton und dem fünften Ton des gespeicherten Akkordes zugeordnet ist
Im PA-Betrieb betätigt der Schüler den A-Schalter und den P-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes, woraufhin die Lehreinheit den ersten Akkord ermittelt, der vom Schüler zuvor im P-Betrieb in den Speicher eingespeichert wurde, und außerdem die Lampen aufleuchten läßt, die den einzelnen Noten des betreffenden Akkords entsprechen. Die Lehreinheit spielt die aufeinanderfolgenden Akkorde automatisch in einer zeitlichen Reihenfolge, die dem Rhythmus-Takt der Orgel entspricht, wobei jeweils für jeden Akkord die zugehörigen Tastenlampen eingeschaltet werden. Wenn es sich bei dem Rhythmus beispielsweise um einen 4/4-Takt handelt, werden die gespeicherten Akkorde jeweils beim ersten und dritten Schlag jedes Taktes unter Aufleuchten der Tastenlampen gespielt Wenn der Rhythmus ein 3/4-Takt ist, werden die gespeicherten Akkorde unter Aufleuchten der Tastenlampen jeweils auf den ersten Schlag des Taktes gespielt. Die Lehreinheit unterscheidet also zwischen einem 4/4-Takt oder einem 3/4-Takt oder auch einem anderen Takt in Abhängigkeit von der von der Rhythmus-Einheit empfangenen Information und nicht in Abhängigkeit von Informationen, die vom Schüler in das System einprogrammiert wurden. Beim 4/4-Takt empfängt der Mikroprozessor der Lehreinheit beispielsweise ein Eingangssignal von der Rhythmus-Steuerung der Orgel, und bei jedem zweiten Schlag wird der nächste gespeicherte Akkord gespielt, wobei die entsprechenden Tastenlampen der Anzeigeeinheit aufleuchten. Bei dieser Betriebsart kann der Schüler zunächst eine Folge von Akkorden für ein Lied einspeichern und die gespeicherte Akkordfolge mit einem beliebigen Takt abspielen lassen, wobei bei jedem Akkord auch die zugehörigen Tastenlampen aufleuchten. Der Schüler kann somit hören, wie der Akkord an der betreffenden Stelle des Liedes gespielt wird und gleichzeitig sehen, welche Tasten er anschlagen müßte, um diesen Akkord wirklich zu spielen. Der Schüler kann sich somit auf die Wiedergabe der Melodie und auf den Takt konzentrieren, ohne selbst die Akkorde tatsächlich spielen zu müssen.
Detaillierte Beschreibung des
Ausführungsbeispiels
Das erfindungsgemäße Akkord-Lehrsystem für eine elektronische Orgel arbeitet, wie ausgeführt, in sieben verschiedenen Betriebsarten, und sein prinzipieller Schaltungsaufbau ist in F i g. 1 bis 3 gezeigt. Das Lehrsystem umfaßt eine Mikroprozessor-Einheit 10, eine Betriebsarten-Steuerung 12, eine Wähleinheit 14 für den Akkord-Typ, eine optische Anzeige 16, eine Rhythmus-Steuerung 18, eine Tastenfeld-Einheit 20 und einen Tongenerator 22. Der Organist wählt die Ausgangssignale der Betriebsarten-Steuerung 12, der Wähleinheit 14 und natürlich auch des Tastenfeldes 20. Diese Ausgangsinformationssignale von der Betriebsarten-Steuerung 12, der Wähleinheit 14 und dem Tastenfeld 20 werden der Mikroprozessor-Einheit 10 über die Datenleitungen einer Schnittstelle für Peripheriegeräte zugeführt. Bei einer Betriebsart werden die Ausgangsinformationssignale der Rhythmus-Steuerung 18, die ihrerseits durch den Rhythmustakt der Orgel selbst gesteuert wird, über die Schnittstelle und die Datenleitungen an die Mikroprozessor-Einheit 10 angelegt. Nach Empfang einer geeigneten Kombination der vorstehend angegebenen Ausgangsinformationssignale legt die Mikroprozessor-Einheit 10 unter Steuerung durch das nachstehend noch zu beschreibende Programm über die Datenleitungen Informationssignale an die optische Anzeige 16. Die Mikroprozessor-Einheit liefert außerdem Steuer- bzw. Zugriffssignale an die Betriebsarten-Steuerung 12, die Wähleinheit 14, die Rhythmus-Steuerung 18 und die optische Anzeige 16, um den Zeitpunkt vorzugeben, zu welchem die Informationssignale zu diesen Untereinheilen ausgesandt bzw. von diesen empfangen werden. Das Tastenfeld 20 liefert Ausgangssignale zum Tongenerator 22 zur Erzeugung musikalischer Ausgangssignale in Obereinstimmung mit dem bekannten Betrieb bei elektronischen Orgeln. Der Fachmann weiß, daß der Tongenerator 22 sämtliche übliche Orgelschaltungen umfaßt, die erforderlich sind, um in Abhängigkeit von
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den über das Tastenfeld eingegebenen Signalen ein musikalisches Ausgangssignal zu erzeugen. Da die Arbeitsweise dieses Teils einer elektronischen Orgel bekannt ist und keinen Bestandteil der Erfindung bildet, wird hier auf eine nähere Beschreibung der Einzelheiten verzichtet. Der Mikroprozessor 10 liefert außerdem in bestimmten Betriebsarten Ausgangssignale an den Tongenerator 22, um diesen zur Erzeugung von Musikausgangssignalen zu veranlassen.
Gemäß F i g. 2 umfaßt die Mikroprozessor-Einheit 10 einen Mikroprozessor 24, einen Decoder 26 und einen Eingangs/Ausgangs-Expander 28. Der Mikroprozessor 24 ist ein Mikroprozessor des Typs 8049 der Firma INTEL Corporation, Santa Clara, Kalifornien, USA. Bei dieser Firma sind umfangreiche Informationen über die Beschallung, den Einsatz und die Programmierung dieses Mikroprozessor-Typs erhältlich. Äquivalente Mikroprozessoren anderer Hersteller, bei denen dieselben Informationen verfügbar sind, können ebenfalls verwendet werden. Die Beschreibung weiterer Einzelheiten des Mikroprozessors 24 erscheint im vorliegenden Zusammenhang entbehrlich. In F i g. 1 bis 3 sind lediglich die Verbindungen zwischen den Eingangs/Ausgangs-Datenleitungen und den Steuerleitungen des Mikroprozessors 24 einerseits und den verschiedenen Eingabe- und Ausgabe-Einheiten dargestellt. Die Ausbildung der übrigen erforderlichen Verbindungen und Anschlüsse ist für den Fachmann ohne weiteres klar.
Der Mikroprozessor 24 empfängt Eingangsinformationen von 24 Tastenleitungen, die mit den 24 Tasten des unteren bzw. linken Manuals verbunden sind. 13 dieser Tasten, die vom f in der zweiten Oktave bis zum f in der dritten Oktave reichen, bilden den Eingangsbereich des Lehrsystems. Die übrigen 11 Tastenleitungen werden benutzt, wenn die elektronische Speicherfunktion der Orgel aktiviert ist. Bekanntlich hält eine elektronische Speicherfunktion die Tonausgangssignale einer elektronischen Orgel aufrecht, wenn die gedrückte Taste freigegeben ist. 8 Tastenleitungen sind mit den Anschlüssen einer ersten Anschlußgruppe (Port 1) des Mikroprozessors 24 verbunden, während 8 weitere Tastenleitungen mit den Anschlüssen einer weiteren Anschlußgruppe (Port 2) verbunden sind. Damit weitere Anschlüsse von den 40 Anschlüssen des Mikroprozessors 24 verfügbar bleiben, sind die letzten 8 Tastenleitungen der Tastatur mit dem Eingangs/Ausgangs-Expander 28 verbunden, der ausgangsseitig mit 4 Anschlußleitungen einer dritten Gruppe von Anschlüssen (Port 3) des Mikroprozessors 24 verbunden ist, wobei der Expander 28 in bekannter Weise dafür sorgt, daß eine Expandierung der Tasteninformation entsprechend den 8 angeschlossenen Tastenleitungen erfolgt Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Eingangs/Ausgangs-Expander 28 ein Expander des Typs 8243 der Firma INTEL Corporation, von der auch die entsprechenden Detailinformationen zur Verfügung gestellt werden können. Es ist jedoch zu beachten, daß auch entsprechende Schaltungen anderer Hersteller verfügbar sind. Der Mikroprozessor legt außerdem Ausgangssignale an dieselben Tastenleitungen, um bei Bedarf den Tongenerator 22 anzusteuern.
Der Eingangs/Ausgangs-Expander 28 empfängt außerdem Informationen über acht Datenleitungen, die mit der Schnittstelle verbunden sind, und zwar von der Betriebsarten-Steuerung 12, von der Wähleinheit 14 und von der Rhythmus-Steuerung. Die betreffenden Informationen werden vom Expander 28 für die vier Anschlußleitungen am Port 3 des Mikroprozessors 24 zusammengefaßt. Ausgangssteuersignale des Mikroprozessors 24 werden über die restlichen vier Anschlüsse am Port 3 ausgegeben. Diese Ausgangssteuersignale werden dem Decoder 26 zugeführt und in individuelle Steuersignale für weitere Schallungen umgesetzt, die in F i g. 1 bis 3 gezeigt sind. Der Decoder 26 ist vorzugsweise ein Decoder des Typs CD 4514 der RCA Corporation. Entsprechende Schaltungen anderer Hersteller können ebenfalls verwendet werden. Der Mikroprozessor 24 empfängt weiterhin Eingangsinformationen am Interrupt-Anschluß, welche anzeigen, daß eine der dreizehn Tasten des unteren Manuals, die dem Unterrichtssystem zugeordnet sind, gedruckt wurde. Diese Eingangsinformation wird gewöhnlich als Tasten-Interrupt oder Legato-Signal bezeichnet. Schließlich empfängt der Mikroprozessor 24 Eingangsinformationen an mindestens einem seiner prüfbaren Eingänge, weiche anzeigen, daß mindestens eine der zu dem System gehörigen Tasten des unteren Manuals gedrückt ist. Diese Information wird gewöhnlich als Signal »Taste gedruckt« bezeichnet.
F i g. 3 zeigt ein detaillierteres Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Akkord-Lehrsystems zur Verwendung in Verbindung mit einer elektronischen Orgel.
Man sieht, daß die Betriebsarten-Steuerung 12 an der Orgelkonsole ein Steuerfeld mit Betriebsarten-Schaltern 30 umfaßt. Beim Ausführungsbeispiel gehören zu dem Betriebsarten-Schalter der 1F-Schalter, der 3F-Schalter, der P-Schalter, der Lösch-Schaiter, der A-Schalter (automatischer Betrieb), der Q-Schalter und der Memory-Schalter. Es können noch weitere Betriebsarten-Schalter vorgesehen sein, wie z. B. der bereits erwähnte Pedal-Schalter, um auch hinsichtlich der Betätigung der Pedale einen Lehrbetrieb zu ermöglichen. Die Schalterausgangssignale werden über Leitungen Ml bis M 6 einer Pufferschaltung 31 mit drei Betriebszuständen (Tri-State-Puffer) 32 zugeführt. Die Pufferschaltung dient als isolierendes Gatter, welches ein Eingangssignal zu seinem Ausgang durchläßt, wenn an seinem Sperreingang ein bestimmtes logisches Signal — beim Ausführungsbeispiel eine »Null« — anliegt und welches als hohe Impedanz für Eingangssignale wirkt, wenn am Sperreingang ein logisches Signal mit entgegengesetztem Pegel anliegt. Pufferschaltungen dieser Art sind dem Fachmann wohl bekannt. Der Zugriff von der Mikroprozessor-Einheit 10 zur Pufferschaltung 32 erfolgt über eine Steuerleitung 34, die mit dem Sperreingang der Pufferschaltung 32 verbunden ist. Die dem 3F-Schalter zugeordnete Leitung M 2 ist mit der Wähleinheit 14 für den Akkord-Typ über eine Leitung 36 verbunden, um diesem beim Arbeiten im 3F-Betrieb ein Ausgangssignal zuzuführen. In Abhängigkeit von einem über die Leitung 34 eintreffenden Steuersignal der Mikroprozessor-Einheit 10 werden die Signale an den Eingangen der Pufferschaltung 32 über die Leitungen M1 bis M 6 an die Datenleitungen D1 bis D 8 angelegt, die als Eingangsleitungen für die Mikroprozessor-Einheit 10 dienen. Die Informationssignale der Betriebsarten-Steuerung 12 bestimmen die Betriebsart des Akkord-Lehrsystems.
Die Wähleinheit 14 für den Akkord-Typ wird vom Schüler benutzt, um den gewünschten Akkord-Typ auszuwählen. Die Auswahl des Akkord-Typs erfolgt durch Schließen eines von acht Schaltern eines Schalterfeldes 38 der Wähleinheit, welches an der Orgelkonsole vorgesehen ist. Die einzelnen Schalter entsprechen den folgenden Akkord-Typen: Dur-Akkord, Moll-Akkord, Septime, verminderte Septime, erhöhte Septime, ver-
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minderte Sexte und erhöhte Sexte. Es versteht sich, daß auch weniger oder mehr oder andere Akkorde vorgesehen sein könnten. Die Ausgangssignale der Akkord-Typsn-Schalter v/erden üb ir Leitungen CSi bis CS 8 einer Prioritätsschaltung 40 zugeführt Die Prioritätsschaltung sperrt weitere Akkord-Typen-Schalter, nachdem einer aktiviert ist Derartige Prioritätsschaltungen sind bekannt und brauchen hier nicht mehr erläutert werden. Die Prioritätsschaltung 40 läßt das Akkord-Typ-Ausgangssignal zu der Speicher- bzw. Verriegelungsschaltung 42 durch (latch-Schaltung). Außerdem liefert die Prioritätsschaltung 40 auf der Leitung 44 jedesmal dann, wenn ein Akkord-Typ-Schalter geschlossen ist ein Signal »Schalter gedrückt«. Dieses Signal wird der Schaltung 42 und dem Netzeingang einer bistabilen Schaltung 46 zugeführt Die Schaltung 42 läßt die Akkord-Typ-Ausgangssignale zu einer Pufferschaltung 48 mit drei Zuständen passieren. Die bistabile Schaltung 46 liefert ebenfalls ein Ausgangssignal für die Pufferschaltung 48, welches anzeigt, daß ein Akkord-Typ-Schalter gedrückt wurde. Dieses Ausgangssignal der bistabilen Schaltung 46 wird nur benutzt wenn das System im 3F-Betrieb arbeitet. Die Pufferschaltung 48 empfängt an ihrem Sperreingang über die Leitung 50 ein Steuersignal der Mikroprozessoreinheit 10, aufgrund dessen sie ihre Ausgangssignale über die Leitungen CTl bis CT4 an die Datenleitungen Dl bis D 8 anlegt. Die bistabile Schaltung 46 (Flip-Flop) empfängt an ihrem Löscheingang außerdem ein Steuersignal der Mikroprozessor-Einheit 10 über eine Leitung 50. Die bistabile Schaltung 46 empfängt weiterhin an ihrem Rückstelleingang das Signal der Betriebsarten-Schalter 30 über die Leitung 36, welches anzeigt, daß die Lehreinheit im 3F-Betrieb arbeitet Wenn ein Akkord-Typ-Schalter gedrückt wird, liefert die bistabile Schaltung 46 normalerweise eine logische »Null« an ihrem Q-Ausgang. Wenn das Lehrsystem jedoch im 3F-Betrieb arbeitet, empfängt die bistabile Schaltung 46 an ihrem Rückstelleingang ein Signal und ändert nach Empfang des Steuersignals über die Leitung 50 ihren Ausgangspegel, bis ein weiteres Signal an ihrem Rückstelleingang eintrifft.
Die Rhythmus-Steuerung 18 umfaßt einen Rhythmus-Zähler 52, der über eine Leitung 54 ein Rhythmus-Signal vom Rhythmus-Taktgeber der elektronischen Orgel empfängt und ein Rhythmus-Rückstellsignal über eine Leitung 56, so daß eine Synchronisation zwischen dem Rhythmus-Taktgeber der Orgel und dem Rhythmus-Zähler 52 aufrechterhalten wird. Eine Pufferschaltung 58 mit drei Schaltzuständen empfängt die Ausgangssignale des Rhythmus-Zählers und über eine Leitung b2 ein Signal, welches anzeigt, daß die Rhythmus-Einheit aufgrund der Tatsache arbeitet, daß der Schalter für die Rhythmus-Einheit an der elektronischen Orgel eingeschaltet ist Die Pufferschaltung 58 empfängt an ihrem Sperreingang über eine Leitung 60 außerdem ein Steuersignal der Mikroprozessor-Einheit 10 und läßt daraufhin die Rhythmus-Signale und das Signal »Rhythmus-Schalter eingeschaltet« von den Leitungen R 1 bis R 5 zu den Datenleitungen Dl bis D 8 passieren. Die Information von der Rhythmus-Steuerung 18 bestimmt, wann die Lehreinheit im PA-Betrieb dafür sorgt, daß ein neuer Akkord gespielt und eine entsprechende Anzeige erzeugt wird.
Eine optische Anzeigeeinheit 16 umfaßt einen Satz von Lumpen 64 oder anderen Beleuchtungseinrichtungen, die oberhalb einer ausgewählten Anzahl von Tasten des unteren Manuals montiert sind. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Lampen über den Tasten von der f-Taste in der zweiten Oktave bis zur f-Taste in der dritten Oktave, d. h. über insgesamt dreizehn Tasten angeordnet Man sieht daß auch Tasten mit anderen Tonwerten und eine andere Zahl von Tasten ausgewählt werden könnte. Bestandteil der optischen Anzeigeeinheit 16 ist ferner eine Yernegelungs- bzw. Speicherschaltung 66, welche von der Mikroprozessoreinheit 10 über die Leitungen D1 bis D 8 und V1 bis V4
ίο Daten empfängt Weiterhin empfängt die Schaltung 66 über eine Steuerleitung 68 Steuersignale der Mikroprozessor-Einheit 10. Die von der optischen Anzeigeeinheit 16 über die Datenleitungen Dl bis D 8 empfangene Information bestimmt, welche Lampen 64 eingeschaltet
IS werden, während die über die Leitung 68 eintreffende Steuerinformaticn den Zeitpunkt bzw. das Zeitintervall bestimmt zu dem bzw. für das die Lampen 64 eingeschaltet werden. Die letzte Adresse der Schaltung 66 bzw. deren letzter Speicherplatz ist mit dem Rückstelleingang dieser Schaltung verbunden, so daß durch Aufruf dieses Speicherplatzes alle Lampen 64 abgeschaltet werden.
Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel umfaßt die optische Anzeige bzw. Darstellung mehrere Lampen, die übe ausgewählten Pedalen angeordnet sind und einen Bestandteil eines Pedal-Lehrsystems 76 bilden, welches in der US-PS 41 83 276 beschrieben ist Die Informationssignale zum Betätigen der Pedal-Lehreinheit 76 werden von der Mikroprozessor-Einheit 10 über die Datenleitungen Dl bis DS und über Pedal-Leitungen P1 bis PN empfangen. Bei dem erfindungsgemäßen Akkord-Lehrsystem kann die volle Kapazität des bekannten Pedal-Lehrsystems genutzt werden. Vorzugsweise wird die Pedal-Lehreinheit in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen System jedoch dazu benutzt, eine Lampe über demjenigen Pedal einzuschalten, welches der Grundnote des ausgewählten bzw. des gespeicherten Akkordes entspricht. Die Pedal-Lehreinheit wird hier als Bestandteil der optischen Anzeigeeinheit 16 angesehen und über die Leitung 78 von Steuersignalen der Mikroprozessor-Einheit 10 gesteuert. Weiterhin muß die Pedal-Lehreinheit vom Schüler eigens aktiviert werden, indem ein Pedal-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes geschlossen wird. In der nachfolgenden Be-Schreibung wird davon ausgegangen, daß beim Arbeiten der Anzeigeeinheit für die Lampen über den dreizehn Tasten des unteren Manuals eine Anzeige für das zu betätigende Pedal nur dann erfolgt, wenn der Pedal-Schalter betätigt ist. Das Einschalten der Pedal-Lampen dient dem Erlernen des Zusammenhangs zwischen den einzelnen Akkorden und den hierzu zu tretenden Pedalen. Eine Pedal-Betätigung ist jedoch beim Arbeiten mit der erfindungsgemäßen Akkord-Lehreinheit nicht zwingend erforderlich.
Die Tastenfeld-Einheit 20 umfaßt mindestens ein Manual bzw. eine Tastatur 70, einen Legato-Detektor 72 und einen »Taste gedrückt«-Detektor 74. Die Tastatur 70 umfaßt mehrere Tasten, von denen dreizehn, wie dies oben erläutert wurde, dem erfindungsgemäßen System zugeordnet sind. Die Ausgangssignale der Tastatur 70 werden der Tongenerator-Einheit 22 zugeführt, damit diese in bekannter Weise Musikausgangssignale erzeugt. Außerdem werden die Signale in der oben beschriebenen Weise der Mikroprozessor-Einheit zugeführt. Der Legato-Detektor 72 empfängt die Signale von den dreizehn zum System gehörigen Tasten und liefert jedesmal, wenn eine dieser dreizehn Tasten gedrückt wird, ein Ausgangssignal an den Tasten-lnter-
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rupt-Anschluß des Mikroprozessors 24. Der »Taste gedrückt«-Detektor 74 empfängt ebenfalls Signale von den dreizehn zum System gehörigen Tasten und liefert an den prüfbaren Eingangsanschluß des Mikroprozessors 24 so lange ein Ausgangssignal, wie eine der dreizehn zum System gehörigen Tasten gedruckt bleibt Sowohl der Legato-Detektor 72 als auch der »Taste gedrückt«-Detektor 74 sind dem Fachmann bekannt und müssen folglich hier nicht näher erläutert werden.
In F i g. 4a bis 4g sind Flußdiagramme gezeigt, um die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Akkord-Lehrsystems zu erläutern. Beim Beschreiben der Arbeitsweise des Systems anhand der Flußdiagramme gemäß F i g. 4a bis 4g wird auf F i g. 3 bezug genommen, um die Struktur und die Schaltkreiskomponenten des Systems noch weiter zu erläutern.
Im einzelnen zeigt F i g. 4a ein Flußdiagramm zur Erläuterung des 1 F-Betriebes des erfindungsgemäßen Systems. In dieser Betriebsart wählt der Schüler den zu lernenden Akkord-Typ, beispielsweise den Dur-Akkord, und wählt dann durch Drücken einer einzigen Taste des unteren bzw. linken Manuals im Bereich der zu dem System gehörigen Tasten einen Ton. Das Akkord-Lehrsystem läßt daraufhin über der gedrückten Taste eine Lampe der Anzeigeeinheit aufleuchten und liefert ein Ausgangssignal an den Tongenerator 22, um diesen zu veranlassen, zu der ausgewählten Taste den Akkord des ausgewählten Typs zu spielen. Der Schüler kann somit einfach verschiedene Arten von Akkorden auswählen und dann zuhören, wie die Akkorde gespielt werden und dabei den Grundton des gespielten Akkordes erkennen, obwohl er möglicherweise die richtige Fingerposition für die verschiedenen Akkorde nicht kennt. Diese Betriebsart ermutigt den Schüler, den Klang der verschiedenen Akkord-Typen für die verschiedenen Grundtöne zu vergleichen. Insbesondere ermöglicht diese Betriebsart dem Schüler das Spielen und den Vergleich von Akkorden desselben Typs mit verschiedenen Grundtönen.
Der Schüler wählt den 1F-Betrieb, indem er den IF-Schalter des Betriebsarten-Steuerfeldes 30 betätigt und indem er den Akkord-Typ (beispielsweise Dur-Akkord) durch Betätigung des Dur-Akkord-Schalters in der Wähleinheit für den Akkord-Typ betätigt - Akkord-Typ-Schalter 38. Die Mikroprozessor-Einheit 10 bestimmt die Betriebsart, indem sie ein Steuersignal auf der Leitung 34 an dem Sperreingang der Pufferschaltung 32 der Betriebsarten-Steuerung 12 anlegt. Die Pufferschaltung 32 läßt das Betriebsart-Informationssignal von ihrem Eingang über die Leitungen S1 bis 56 zu den Datenleitungen Di bis D 8 und zur Mikroprozessor-Einheit 10 passieren. Dabei versteht es sich, daß die Mikroprozessor-Einheit 10 die verschiedenen Eingabe-Einheiten häufig adresäenmäßig aufruft, wie dies aus dem weiter unten folgenden Programm detailliert ersichtlich ist. Das System wird nunmehr durch Drücken einer Taste der unteren Tastatur 70 aktiviert, wodurch ein Tasten-Interrupt-Signal oder ein Legato-Signal mittels des Legato-Detektors 72 für den Mikroprozessor 24 erzeugt wird. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel wirken mit dem Akkord-Lehrsystem nur dreizehn Tasten des unteren Manuals zusammen, nämlich die Tasten von der f-Taste in der zweiten Oktave bis zur f-Taste in der dritten Oktave. Bei den üblichen Unterrichtsmethoden wird der Schüler angewiesen, alle Akkorde mit diesen dreizehn Tasten zu spielen, weshalb dieser Tastenbereich ausgewählt wurde, um die Eingangssignale für das Akkord-Lehrsystem zu liefern. Die Mikroprozessor-Einheit 10 empfängt das Tasten-Interrupt-Signa] aus diesem Bereich von Tasten und löscht die Manual-Leitungen durch Anlegen einer hohen Impedanz an den Eingangsanschlüssen des Mikroprozessors 24, welche Signale vom Tastenfeld empfangen, woraufhin die Information auf den Manual-Leitungen eingegeben wird. Die Manual-Leitungen werden, beginnend mit der dem f in der zweiten Oktave entsprechenden Leitung bis zu der dem f in der dritten Oktave entsprechenden Leitung abgetastet, um festzustellen, auf welcher Leitung ein Signal ansteht, welches anzeigt, daß die betreffende Taste gedrückt ist Die Zahl der Schritte, die erforderlich ist, um die Manual-Leitung zu ermitteln, auf der das Signal »Taste gedrückt« ansteht, wird im Speicher des Mikroprozessors 24 gespeichert Da nur Manual-Leitungen für die Tasten vom f in der zweiten Oktave bis zum f in der dritten Oktave berücksichtigt werden, entspricht die Tatsache, daß beim Abtasten kein Schritt erforderlich ist, d. h. der Schrittwert Null dem Drücken der f-Taste der zweiten Oktave. In entsprechender Weise ist der Schrittwert Sieben der c-Taste zugeordnet, da in diesem Fall sieben Schritte erforderlich sind, um beim Abtasten eine aktive Leitung zu ermitteln. Da die f-Taste in dem ausgewählten Bereich zweimal vorliegt, wird der Schrittwert dreizehn dem Schrittwert Null gleichgesetzt.
Die Mikroprozessor-Einheit 10 gibt nunmehr die Information über den Akkord-Typ von den Akkord-Typ-Schaltern 38 ein, indem sie über die Steuerleitung 50 die Pufferschaltung 48 adressenmäßig ansteuert. Die Informationssignale über den Akkord-Typ werden daraufhin von der Pufferschaltung 48 über die Leitungen CT1 bis CT4 und über die Datenleitungen Dl bis D 8 zur Mikroprozessor-Einheit 10 durchgelassen. Die Mikroprozessor-Einheit 10 findet daraufhin in ihrem Gedächtnis die dem Akkord-Typ gemäß den Eingangssignalen entsprechende noimierte Akkord-Information, beispielsweise über Dur-Akkorde.
Der musikalische »Musterzusammenhang« zwischen den Noten, die einen Akkord eines bestimmten Typs bilden, ist gleichmäßig. Diese Muster werden nicht geändert, wenn der Akkord mit einem anderen Grundton gespielt wird. Daher wird die gesamte Akkord-Musterinformation für einen einzigen Grundton normiert, wo· bei beim bevorzugten Ausführungsbeispiel der Grundton f gewählt wird. Bei einem Dur-Dreiklang besteht der Akkord aus dem Grundton, einer großen Terz (vier Halbschritte oberhalb des Grundtons) und der Quinte (sieben Halbschritte oberhalb vom Grundton). Dabei ist ein Halbschritt das Intervall zwischen einer Taste und der benachbarten Taste. Das Frequenzverhältnis zwischen zwei beliebigen Tönen, die einen Halbschritt auseinanderliegen, beträgt 1 :1,059. Bei einem Moll-Dreiklang besteht der Akkord aus der Grundnote, einer kleinen Terz (drei Halbschritte über der Grundnote) und der Quinte. Ein Septime-Akkord besteht aus der Grundnote, einer großen Terz, der Quinte und der verminderten Septime (zehn Halbschritte über dem Grundton). Ein erhöhter Septime-Akkord besteht aus der Grundnote, einer großen Terz, der Quinte und der Septime (elf Halbschritte über der Grundnote). Bei einer verminderten Septime besteht der Akkord aus der Grundnote, einer kleinen Terz, der Quinte und der verminderten Septime. Ein erweiterter Akkord besteht aus der Grundnote, einer großen Terz, der erweiterten Quinte (acht Halbschritte über dem Grundton). Ein verminderter Akkord besteht aus dem Grundton, der verminderten Quinte und der verminderten Septime. Diese mathe-
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matischen Zusammenhänge sind im Speicher des Mikroprozessors 24 gespeichert und werden als normierte Akkorde bzw. als Akkord-Typ-Signale bezeichnet Die aufgefundene normierte Akkord-Information wird nunmehr in die Position verschoben, die der Zahl der beim Abtastlauf der Manualausgänge durchgeführten Suchschritte entspricht Das Verschieben der normierten Akkord-Information bringt diese Information auf die vom Schüler angeschlagene Taste. Es soll beispielsweise angenommen werden, daß der ausgewählte Akkord ein Dur-Akkord ist und daß der Schüler die f-Taste der zweiten Oktave drückt, was beim Abtasten zum Abtastwert Null führt In diesem Fall wird die normierte Dur-Akkord-Information überhaupt nicht verschoben, und die schließlich von der Mikroprozessor-Einheit 10 zum Tongenerator ausgegebene Information wird auf den Tastenleitungen ausgegeben, die der f-Taste, der a-Taste und der c-Taste entsprechen. Die Tongenerator-Einheit 22 spielt dementsprechend einen Akkord mit den Tönen f, a und c (F-Dur-Akkord), und die Lampe über der f-Taste wird von der Anzeigeeinheit 16 eingeschaltet. Wenn der Schüler statt dessen die c-Taste drückt, dann ergibt sich ein Abtast-Zählwert von sieben, und die normierte Dur-Akkord-Information wird um sieben Schritte verschoben, so daß die f-Tasten-Information zur e-Taste, die a-Tasten-Information zur c-Taste und die c-Tasten-Information zur g-Taste verschoben wird, wobei man in dem Bereich der dreizehn Tasten zunächst bis zur zwölften Taste (e-Taste) vorrückt, die zweite f-Taste nicht mitzählt und dann mit der Zählung erneut bei der ersten f-Taste beginnt. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel werden beim Schiebevorgang alle vierundzwanzig Ausgangsleitungen der Mikroprozessor-Einheit 10 zur Tastatur benutzt. Alle Leitungen, die Tasten entsprechen, die die normierte Akkord-Information bilden, werden aktiviert. Folglich werden für einen Dur-Akkord alle Leitungen, die der f-Taste, der a-Taste und der c-Taste entsprechend, aktiviert, und die Signale auf allen diesen Leitungen werden entsprechend dem Abtastschrittwert verschoben. Die Tastatur-Leitungen reichen von der zweiten Oktave von der Taste c über die dritte Oktave zu der Taste b. Da dieser Bereich weiter ist als der Bereich der dreizehn Tasten von der f-Taste der zweiten Oktave bis zur f-Taste der dritten Oktave, werden alle aktivierten Leitungen, die nach dem Verschieben außerhalb des 13-Tasten-Bereichs liegen, desaktiviert bzw. von der Tongenerator-Einheit 22 getrennt. Das Ergebnis des Schiebevorgangs ist natürlich wieder dasselbe wie oben beschrieben. Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel liefert die Mikroprozessor-Einheit 10 dann, wenn der Schüler auch den Pedal-Schalter unter den Betriebsarten-Schaltern 30 betätigt, ein Pedal-Ausgangssignal auf die Datenleitungen D 1 bis D 8 und die Leitungen P1 bis PN zu dem Pedal-Lehrsystem 76. Wenn das Pedal-Lehrsystem 76 das Steuersignal auf der Leitung 78 von der Mikroprozessor-Einheit 10 empfängt, schaltet sie die Lampe über demjenigen Pedal ein, welche dem Grundton des ausgewählten Akkords zugeordnet ist. Der Schüler kann somit sehen, welche Pedale in Verbindung mit dem ausgewählten Akkord gespielt werden sollen.
Wenn der Memory-Schalter der Betriebsarten-Steuerung 12 betätigt ist, dann wird der ausgewählte Akkord auch nach dem Loslassen der Taste noch weiter gespielt. Der Akkord wird auch dann weitergespiell, wenn der Schüler die ausgewählte Taste gedrückt hält. Wenn der Memory-Schalter nicht eingeschaltet ist und wenn die ausgewählte Taste freigegeben wird, dann ist der Manual-Eingang gelöscht, und das Akkord-Lehrsystem kehrt in einen Bereitschaftszustand! zurück und wartet bis der Schüler erneut eine der dreizehn ausgewählten Tasten auswählt und drückt Der Schüler kann eine andere Taste innerhalb des Bereichs der dreizehn Tasten drücken, die dem Akkord-Lehrsystem zugeordnet sind, so daß der vorstehend beschriebene Zyklus erneut abläuft, ohne daß die Notwendigkeit bestünde, erneut einen Akkord-Typ-Schalter zu drücken, da der im vorangegangenen Zyklus betätigte Akkord-Typ-Schalter »wirksam« bleibt Der Schüler kann jedoch auch den Akkord-Typ wechseln, indem er einen anderen Akkord-Typ-Schalter betätigt und dann einen neuen Zyklus im 1F-Betrieb einleitet indem er eine Taste der dreizehn ausgewählten Tasten auswählt und anschlägt.
F i g. 4b zeigt das Flußdiagiramm für das Arbeiten des Systems im 3F-Betrieb. Der Slchüler wählt zunächst den 3F-Betrieb, indem er von den Betriebsart-Schaltern 30 den 3F-Schalter betätigt. Anschließend wählt der Schüler den Akkord-Typ, beispielsweise den Dur-Akkord, indem er von den Akkord-Typ-Schaltern 38 den Dur-Akkord-Schalter betätigt. Die Mikroprozessor-Einheit 10 ermittelt die Betriebsart, indem sie ein Steuersignal über die Leitung 34 zu der Pufferschaltung 32 der Betriebsaristeuerung 12 sendet, wie dies für den IF-Betrieb beschrieben wurde. Nunmehr drückt der Schüler eine der dreizehn ausgewählten Tasten (von f in der zweiten Oktave bis f in der dritten Oktave) des unteren Manuals. Das dadurch erhaltene Interrupt-Signal wird der Mikroprozessor-Einheit 10 von der Tasten-Interrupt-Schaltung 72 der Tastenfeld-Einheit 20 zugeführt, und die Mikroprozessor-Einheit gibt die Akkord-Typ-Information von den Akkord-Typ-Schaltern 38 ein, indem sie das Steuersignal über die Leitung 50 an die Pufferschaltung 48 legt. Das Steuersignal wird über die Leitung 50 auch an den Löscheingang der bistabilen Schaltung 46 angelegt. Im 3F-Betrieb empfängt die bistabile Schaltung 46 auch an ihrem Rückstelleingang ein Steuersignal über die Leitung 36 von den Betriebsart-Schaltern 30, welches anzeigt, daß das System im 3 F-Betrieb arbeitet. Die Information am Eingang der Pufferschaltung 48 wird über die Leitungen CTi bis CT4 und über die Datenleitungen D I bis D 8 an die Mikroprozessor-Einheit 10 weitergeleitet. Wenn kein Akkord-Typ-Schalter gedrückt wird, wartet das System, bis der Schüler einen Akkord-Typ-Sichalter betätigt und eine der dreizehn vorgegebenen Tasten drückt. Wenn ein Akkord-Typ-Schalter betätigt wurde, wird das Signal von der bistabilen Schaltung 46 auf der Leitung CT4 von der Mikroprozessor-Einheit 10 benutzt, um ihre Schrittfolge fortzusetzen. Wenn das Impulssignal auf der Leitung 50 endet, ändert sich das Ausgangssigna] der bistabilen Schaltung 46, bis ein anderer Akkord-Typ-Schalter betätigt wird, um über die Prioritätsschaltung 40 und die Leitung 44 ein. Signal am Setzeingang der bistabilen Schaltung 46 zu erzeugen. Der neue Akkord-Typ-Schalter muß also vom Schüler ausgewählt werden, ehe ein weiterer Zyklus im 3F-Betrieb wiederholt wird. Wenn anfänglich ein Akkord-Typ-Schalter
betätigt wird, so daß das System seine Schrittfolge fortsetzt, löscht die Mikroprozessor-Einheit die Manual-Eingangsleitungen und gibt die Information bezüglich der vom Schüler betätigten Taste ein. Die Manual-Leitungen werden abgetastet, um iesl/.ustellcn, auf welcher Leitung das Signal »Taste gedrückt« steht. Die Anzahl der erforderlichen AbtaslschriUe zum Auffinden dieser Manual-Leitung wird im Speicher des Mikroprozessors 24 gespeichert. Wie oben ausgeführt, ist die Zahl der
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erforderlichen Suchschritte zum Auffinden der Leitung mit dem Signal »Taste gedrückt« ein Hinweis auf die vom Schüler ausgewählte Note.
Die Mikroprozessor-Einheit 10 gibt die Akkord-Typ-Information von der Pufferschaltung 48 erneut ein, indem sie ein Steuersignal auf der Leitung 50 liefert Die Mikroprozessor-Einheit 10 verwendet die Information auf den Leitungen CTl bis CT3, um im Speicher die normierte Akkord-Information aufzufinden, die dem Akkord-Typ-Eingangssignal entspricht durch welches beispielsweise die Dur-Akkorde ausgewählt werden. Die ermittelte normierte Akkord-Typ-Information wird nunmehr in eine Position verschoben, die der Anzahl der Suchschritte beim Abtasten der Manual-Leitungen entspricht. Das Verschieben der normierten Akkord-Information führt zu der Akkord-Information für die vom Schüler angeschlagene Taste. Alle Informationssignale, die außerhalb des Bereichs der dreizehn angegebenen Tasten eingegeben werden, werden blockiert während die Akkord-Information für den Bereich der dreizehn ausgewählten Tasten an die optische Anzeige 62 weitergeleitet wird, damit diese diejenigen Tasten anzeigt, mit denen der ausgewählte Akkord erzeugt werden kann. Durch Wahl des Akkord-Typs und durch Anschlagen einer Taste des unteren Manuals erreicht der Schüler, daß ihm alle Noten bzw. Tasten für den betreffenden Akkord angezeigt werden. Außerdem kann der Schüler wieder den Pedal-Schalter — einen der Betriebsart-Schalter 30 — betätigen, woraufhin die Mikroprozessor-Einheit 10 über die Leitungen Dl bis D 8 und Pl bis PN ein Pedal-Ausgangssignal an die Pedal-Lelveinheit 76 liefert. Wenn die Pedal-Lehreinheit 76 das Steuersignal auf der Leitung 78 von der Mikroprozessor-Einheit 10 empfängt, schaltet sie die Lampe über demjenigen Pedal ein, welches der Grundnote des ausgewählten Akkordes entspricht.
F i g. 4c zeigt das Flußdiagramm für das Arbeiten des Systems im Q-Betrieb. Bei dieser Betriebsart wählt der Schüler zunächst den Q-Betrieb, indem er von den Betriebsarten-Schaltern 30 den Q-Schalter betätigt und wählt anschließend den Akkord-Typ durch Betätigung eines der Akkord-Typ-Schalter 38, beispielsweise des Schalters für die Dur-Akkorde. Die Tasteneingangsleitungen vom Manual werden gelöscht, und die Mikroprozessor-Einheit 10 gibt auf den Leitungen D1 bis D 8 Signale an die Verriegelungsschaltung 66 und auf die Steuerleitung 68 ab, um zu veranlassen, daß jede der Lampen der optischen Anzeigeeinheit 62 in schneller Folge aufleuchtet. Die Mikroprozessor-Einheit 10 bestimmt nunmehr, ob der Schüler eine Taste des unteren Manuals, und zwar eine der dreizehn vorgegebenen Tasten angeschlagen hat, indem sie den prüfbaren Eingangsanschluß abfragt, der mit dem Detektor 74 für die Bedingung »gedrückte Taste« verbunden ist. Wenn keine Taste gedrückt ist, fährt die Mikroprozessor-Einheit 10 fort, die Lampen der optischen Anzeigeeinheit 64 anzusteuern, so daß diese in schneller Folge aufleuchten. Wenn eine der dreizehn vorgegebenen Tasten gedrückt wird, wird die Information über die Tastenleitungen eingegeben, und der Mikroprozessor tastet die Tastenleitungen ab, um festzustellen, auf welcher Tastenleitung das Signal »gedrückte Taste« ansteht. Die Anzahl der Abtastschritte, die für das Auffinden dieser Leitung erforderlich ist, wird im Speicher der Mikroprozessor-Einheit 10 gespeichert. Die Mikroprozessor-Einheit 10 wartet nunmehr, bis der Schüler die betätigte Taste freigibt. Der Schüler muß nunmehr .alle Tasten drücken, die dem ausgewählten Akkord-Typ und der zuerst angeschlagenen Taste entsprechen. Die Mikroprozessor-Einheit 10 wartet nunmehr, bis vom Schüler eine neue Taste angeschlagen wird, wenn dieser versucht den ausgewählten Akkord zu spielen. Für den Schüler steht eine geeignete Verzögerungszeit zur Verfügung, in der er die richtigen Tasten des unteren Manuals anschlagen kann. Wenn der Schüler am Ende der Zeitverzögerung keine Tasten betätigt beginnt die Mikroprozessor-Einheit 10 einen neuen Zyklus, um dem Schüler erneut die Gelegenheit zu
ίο geben, die dem ausgewählten Akkord entsprechenden Tasten auszusuchen und zu drücken. Wenn der Schüler am Ende des Zeitintervalls Tasten gedrückt hält werden die Manual-Eingangsleitungen in die Mikroprozessor-Einheit 10 eingegeben. Nunmehr wird die Information über den ausgewählten Akkord-Typ in die Mikroprozessor-Einheit 10 eingegeben, wie oben beschrieben. Außerdem wird die gespeicherte, normierte Akkord-Information ermittelt und um so viel Schritte verschoben, wie Abtastschritte erforderlich waren, wobei die aus dem vorgegebenen Tastenbereich herausfallenden Informationen unwirksam gemacht werden. Nach dem Verschieben wird die normierte Akkord-Information mit der Eingangsinformation vom Manual verglichen, und bei Gleichheit liefert die Mikroprozessor-Einheit 10 ein Ausgangssignal an die optische Anzeigeeinheit welches zur Folge hat, daß die einzelnen Lampen in schneller Folge aufleuchten. Die Lampen der Anzeigeeinheit werden so lange in schneller Folge angesteuert, wie der Schüler die Tasten gedrückt hält. Nach Loslassen der Tasten kehrt das Akkord-Lehrsystem zum Anfang seines Arbeitszyklus zurück, um die Information über einen anderen, vom Schüler ausgewählten Akkord zu empfangen. Wenn beim Vergleich keine Übereinstimmung festgestellt wird, liefert die Mikroprozessor-Einheit 10 eine Ausgangsinformation an die optische Anzeigeeinheit 62, welche zur Folge hat, daß die Lampen über denjenigen Tasten aufleuchten, die zu dem ausgewählten Akkord gehören. Die Lampen bleiben so lange eingeschaltet wie der Schüler eine Taste gedruckt hält.
Nach Loslassen der Taste werden die Lampen der optischen Anzeigeeinheit gelöscht, und die Mikroprozessor-Einheit 10 kehrt zum Punkt A des Flußdiagramms gemäß Fig.4c zurück, damit der Schüler erneut versuchen kann, die richtigen Tasten zu dem ausgewählten Akkord zu drücken.
Durch das Arbeiten im Q-Betrieb kann der Schüler seine Fähigkeit prüfen, verschiedene ausgewählte Akkorde zu spielen, wobei jedoch keine Notwendigkeit besteht daß der Schüler zeigt, daß er die richtigen Fingerpositionen für den gewählten Akkord beherrscht. Der Schüler erhält jedoch sofort eine positive Bestätigung, wenn der ausgewählte Akkord richtig gespielt wird. Wenn der ausgewählte Akkord dagegen nicht richtig gespielt wird, werden dem Schüler die richtigen Tasten angezeigt, die anzuschlagen sind, woraufhin der Schüler erneut die Gelegenheit hat, den Versuch zu unternehmen, die richtigen Tasten zu drücken. Auf diese Art kann der Schüler seine Kenntnisse über die richtigen Fingerpositionen für die von ihm ausgewählten Akkorde überprüfen und mit der ihm angemessenen Lerngeschwindigkeit weiterarbeiten.
F i g. 4d zeigt das Flußdiagramm für die Arbeitsweise des Systems im P-Betrieb, bei dem der Schüler für die anschließende Verwendung ausgewählte Akkorde in den Speicher der Mikroprozessor-Einheit 10 eingibt Der Schüler wählt den P-Betrieb, indem er von den Betriebsart-Schaltern 30 den P-Schalter betätigt. Die Mikroprozessor-Einheit 10 setzt eine ihrer internen Re-
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gister, das Register Null, auf den ersten Speicherplatz, der als Speicherplatz 32 bezeichnet ist, um die Akkordinformation zu speichern.
Ehe der Schüler bereit ist, die Akkord-Information einzugeben, muß die Mikroprozessor-Einheit 10 prüfen, ob der Löschschalter eingeschaltet ist. Der Lösch- oder Rückstell-Schalter ist einer der verschiedenen Betriebsart-Schalter 30 und gestattet dem Schüler das Löschen der im Speicher gespeicherten Akkord-Information. Wenn der Lösch-Schalter eingeschaltet ist, wird das Register Null um einen Speicherplatz zurückgesetzt. Da dem ersten Speicherplatz für die Akkordspeicherung im Register Null die Adresse 32 zugeordnet ist, wird dann, wenn der Speicherplatz 31 des Registers Null aufgerufen wird, die gesamte gespeicherte Information gelöscht, und das Register Null wird so gesetzt, daß wieder der erste Speicherplatz für die gespeicherte Akkord-Information zur Verfügung steht. Wenn das Register Null nicht auf dem Speicherplatz 31 steht, sondern auf einem der Speicherplätze 32 bis 108 (es können bis zu 76 Akkorde gespeichert werden), wird die an dem betreffenden Speicherplatz stehende Information benutzt, um die normierte Akkord-Information zu finden, die im Speicher der Mikroprozessor-Einheit 10 gespeichert ist. Anschließend wird die normierte Akkord-Information entsprechend der gespeicherten Zahl der Abtastschritte verschoben, wobei außerhalb des Bereichs liegende Signale nicht beachtet werden, und es werden die entsprechenden Lampen der optischen Anzeige 64 eingeschaltet. Die in diesem Fall eingeschalteten Lampen entsprechen dem zuletzt im Speicher des Mikroprozessors 24 gespeicherten Akkord. Wenn der Schüler somit in den Speicher der Mikroprozessor-Einheit vier Akkorde einprogrammiert hat, kann er diese Akkorde aus dem Speicher löschen, indem er viermal den zu den Betriebsart-Schaltern 30 gehörigen Lösch-Schalter betätigt.
Wenn der Lösch-Schalter ausgeschaltet ist, ermittelt die Mikroprozessor-Einheit, ob der Schüler eine der dreizehn Tasten des unteren Manuals gedrückt hat Wenn eine Taste des Manuals gedrückt ist, werden die Eingangsleitungen gelöscht und die Eingangssignale auf den Leitungen werden vom Mikroprozessor empfangen. Die Eingangsleitungen werden abgetastet um festzustellen, auf welcher Leitung das Signal »Taste gedrückt« ansteht Die Anzahl der Suchschritte, die erforderlich ist um diese Manual-Leitung zu finden, wird im Speicher des Mikroprozessors 24 gespeichert
Die Mikroprozessor-Einheit 10 gibt nunmehr die Akkord-Typ-Information ein, um den Akkord-Typ festzulegen, der vom Schüler ausgewählt wurde. Die Akkord-Typ-Information und der Abtastschrittwert werden unter der vom Register 0 angezeigten Speicheradresse abgespeichert Wenn diese Information den ersten ausgewählten Akkord darstellt, dann würde sie am Speicherplatz 32 des Registers Null gespeichert Wenn die Information den zweiten ausgewählten Akkord darstellt dann würde sie am Speicherplatz 33 des Registers 0 gespeichert Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel können 76 Akkorde gespeichert werden, um anschließend vom Schüler benutzt zu werden. Das Reg. 0 läßt man nun einen Schritt vorrücken, um auf die nächste Speicherstelle zu zeigen. Wenn der gerade gespielte Akkord der erste gespeicherte Akkord war, dann entspricht das Reg. 0 dem nächsten Speicherplatz 33. Die Daten, die an dem Speicherplatz gespeichert sind, der vom Reg. 0 angezeigt wird, werden nun mit den Daten, die im Reg. 4 plus 1 gespeichert sind. Die Information im Reg. 4 entspricht der Gesamtzahl der gespeicherten Akkorde, so daß folglich alle gespeicherten Akkorde gespielt sind, wenn das Reg. 0 gleich dem Reg. 4 plus 1 ist. Daraufhin wird das Reg. 0 auf den Speicherplatz für den ersten gespeicherten Akkord, d. h. den Speicherplatz 32. gesetzt Wenn das Reg. 0 nicht gleich dem Reg. 4 plus I ist, dann sind im Speicher noch mehr Akkorde gespeichert, und die dem nächsten Akkord entsprechende Note muß beleuchtet werden. In ähnlicher Weise muß dann, wenn das Reg. 0 auf den ersten Speicherplatz 32
ίο gesetzt ist, die dem ersten Speicherplatz entsprechende Note beleuchtet werden.
Der Abtastschrittwert an dem durch das Reg. 0 angegebenen Speicherplatz wird folglich wieder aufgesucht und an die optische Anzeige 64 ausgegeben. Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel gibt die Mikroprozessor-Einheit 10 dann, wenn der Schüler auch den Pedalschalter von den Betriebsart-Schaltern 30 betätigt, an die Pedal-Lehreinheit ein Pedalausgangssignal, so daß die Lampe über dem Pedal eingeschaltet wird, welches dem gespeicherten Akkord entspricht.
Wenn der Schüler die angeschlagene Taste weiter gedruckt hält, dann wird auch weiter der ganze Akkord gespielt. Außerdem wird der Akkord, wenn von den Betriebsart-Schaltern 30 der Memory-Schalter betätigt ist so lange weitergespielt, bis vom Schüler eine andere der dreizehn ausgewählten Tasten angeschlagen wird. Wenn der Schüler die angeschlagene Taste freigibt und wenn der Memory-Schalter nicht eingeschaltet ist, werden die Manual-Eingangsleitungen gelöscht, und das Systern wartet, bis der Mikroprozessor 24 von dem Legato-Detektor 72 ein Tasten-Interrupt-Signal empfängt, welches anzeigt, daß der Schüler eine der dreizehn ausgewählten Tasten gedrückt hat.
Im P + 1F-Betrieb kann der Schüler jeden Akkord einer zuvor gespeicherten Folge spielen, indem er eine einzige, von den dreizehn ausgewählten Tasten spielt, welche als Grundnote für den gespeicherten Akkord angezeigt wird. Somit kann der Schüler die Akkorde eines ganzen Liedes spielen, welche in den Speicher einprogrammiert wurden, indem er eine Folge von einzelnen Tasten anschlägt von denen zu jedem Zeitpunkt jeweils eine angezeigt bzw. identifiziert wird.
F i g. 4f zeigt ein Flußdiagramm für das Arbeiten des Systems im P + 3F-Betrieb. Bei dieser Betriebsart muß der Schüler von den dreizehn ausgewählten Tasten einen Satz von Tasten drücken, die dem gespeicherten Akkord entsprechen, damit die optische Anzeige 64 den nächsten gespeicherten Akkord anzeigt. Wie im Zusammenhang mit F i g. 4d erläutert wird der erste Akkord
so am Speicherplatz-Register 0 = 32 von der optischen Achse 64 beleuchtet Der Schüler muß nunmehr von den dreizehn ausgewählten Tasten diejenigen Tasten anschlagen, die von der optischen Anzeigeeinheit 64 angezeigt bzw. markiert sind. Nach Empfang eines Tasten-Interrupt-Signals vom Legato-Detektor 72 löscht die Mikroprozessor-Einheit 10 die Manual-Eingangsleitungen und gibt die Signale auf die Manual-Leitungen. Die Information, die an dem Speicherplatz gespeichert ist, der vom Reg. 0 angegeben wird, wird wieder aufgefunden. Außerdem wird die normierte Akkord-Information, die der Akkord-Typ-Information an dem Speicherplatz entspricht der vom Reg. 0 angegeben wird, aufgesucht; diese normierte Akkord-Information wird um eine Anzahl von Positionen verschoben, die gleich dem Abtastschrittwert ist, der an dem durch das Reg. 0 angegebenen Speicherplatz gespeichert ist; die verschobene normierte Akkord-Information wird für die außerhalb des ausgewählten Bereichs liegenden Signale außer acht
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gelassen und mit der Information von den Tasteneingangsleitungen verglichen, welche denjenigen Tasten innerhalb des ausgewählten dreizehn-Noten-Bereiches entspricht, die vom Schüler gedrückt werden. Wenn sich beim Vergleich keine Gleichheit ergibt, wartet das System, daß der Schüler die richtigen Tasten im ausgewählten Bereich zu drücken versucht und dabei über den Legato-Detektor ein Tasten-Interrupt-Signal für den Mikroprozessor 24 erzeugt, wodurch die vorstehend beschriebene Folge erneut gestartet wird.
Wenn der Vergleich ergibt, daß diejenigen Tasten angeschlagen wurden, die dem an dem betreffenden Speicherplatz gespeicherten Akkord entsprechen, dann wird das Reg. 0 zum nächsten Speicherplatz fortgeschaltet. Der nunmehr vom Register 0 angegebene Speicherplatz wird mit dem um 1 erhöhten Stand des Registers 4 verglichen (Vergleich mit Reg. 4 plus 1). Wenn der Stand des Registers 0 gleich dem um 1 erhöhten Wert des Reg. 4 ist, dann sind alle gespeicherten Akkorde gespielt, und das Reg. 0 wird wieder gesetzt, um den ersten Speicherplatz 32 anzuzeigen. Wenn der Stand des Registers 0 ungleich dem um 1 erhöhten Stand des Registers 4 ist, dann sind noch mehr Akkorde im Speicher gespeichert, und der nächste Akkord der Folge wird durch den Speicherplatz angezeigt, der durch den um 1 erhöhten Stand des Reg. 0 angegeben wird. In beiden Fällen wird die an dem vom Register 0 angegebenen Speicherplatz gespeicherte Information aufgesucht, die normierte Akkord-Information, die der Akkord-Typ-Information an dem vom Reg. 0 angegebenen Speicherplatz entspricht, wird aufgesucht, die normierte Akkord-Information wird um eine Anzahl von Speicherplätzen verschoben, die gleich dem Abtastwert ist, der an dem Speicherplatz gespeichert ist, welcher vom Reg. 0 angegeben wird, die verschobene, normierte Akkord-Information wird hinsichtlich der außerhalb des dreizehn-Noten-Bereichs liegenden Informationen unterdrückt, und die so erhaltene Information wird an die optische Anzeige ausgegeben. Der Schüler muß nun diejenigen Tasten im dreizehn-Noten-Bereich drücken, die den beleuchteten Tasten des gespeicherten Akkords entsprechen, und der vorstehend beschriebene Zyklus wird wiederholt Wenn der Schüler von den Betriebsart-Schaltern 30 außerdem den Pedal-Schalter betätigt hat, liefert der Mikroprozessor außerdem ein Pedal-Ausgangssignal, so daß diejenige Pedallampe der Pedal-Lehreinheit, welche dem gespeicherten Akkord entspricht, eingeschaltet wird. Bei dieser Ausführungsform muß der Schüler das beleuchtete Pedal nicht treten, um den nächsten Zyklus des Systems einzuleiten.
Im P + 3F-Betrieb kann der Schüler das richtige Fingermuster für verschiedene Akkorde entwickeln, die als Folge vorprogrammiert wurden. Anders als beim P+1F-Betrieb werden beim P + 3F-Betrieb in Abhängigkeit vom Programm keine Signale an den Tongenerator 22 geliefert, damit dieser ein Musikausgijigssignal erzeugt. Der Tongenerator 22 empfängt natürlich die den tatsächlich vom Schüler betätigten Tasten entsprechenden Signale. In dieser Betriebsart wird also die richtige Fingerposition des Schülers durch optisch aufgenommene Hinweise unterstützt
F i g. 4 zeigt ein Flußdiagramm zur Erläuterung des PA-Betriebs. Bei dieser Betriebsart spielt das Akkordlehrsystem automatisch eine Folge von zuvor im Speicher vom Schüler gespeicherten Akkorden und läßt für den jeweils gerade gespielten Akkord die entsprechenden Lampen der optischen Anzeige 64 aufleuchten, wobei das Abspielen entsprechend dem Rhythmusschlag der Orgel erfolgt. Für das Arbeiten in dieser Betriebsart schaltet der Schüler nach dem Einprogrammieren einer Folge von Akkorden in den Speicher der Mikroprozessor-Einheit 10 von den Betriebsarten-Schaltern 30 sowohl den P-Schalter (Programm-Schalter) als auch den Α-Schalter (Schalter für automatisches Abspielen) ein. Der Mikroprozessor stellt dann fest, ob die Rhythmus-Einheit der Orgel läuft, indem er über die Steuerleitung 60 die drei Zustände aufweisende Pufferschaltung 58 aufruft. Die adressenmäßig aufgerufene Pufferschaltung läßt die an ihren Eingängen vorhandenen Signale zu den Leitungen A 1 bis R 5 und über die Datenleitungen zur Mikroprozessor-Einheit 10 passieren. Wenn die Rhythmus-Einheit läuft, wird das Signal von der Leitung 62 zur Leitung R 5 durchgegeben. Da die Rhythmus-Einheit der Orgel jedoch beim Einprogrammieren der Akkorde in den Speicher des Akkord-Lehrsystems nicht läuft, läuft die Rhythmus-Einheit für den ersten gespielten Akkord nicht, so daß die Manual-Eingangsleitungen gelöscht werden und in der Mikroprozessor-Einheit 10 eine Flagge für einen neuen Start gesetzt wird. Wenn die Rhythmus-Einheit nun erst einmal arbeitet, stellt die Mikroprozessor-Einheit 10 fest, daß die Flagge für ein erneutes Starten gesetzt ist und setzt das Register 0 auf den ersten Speicherplatz 32, während die Flagge für einen erneuten Start gelöscht wird.
Die Akkord-Typ-Information und die information über den Abtastschrittwert wird nunmehr an dem durch das Reg. 0 angegebenen Speicherplatz ermittelt. Die normierte Akkord-Information der Mikroprozessor-Einheit 10, welche der Akkord-Typ-Information vom betreffenden Speicherplatz des Registers 0 entspricht, wird ebenfalls ermittelt und um eine Anzahl von Positionen verschoben, die gleich dem Abtastschrittwert ist, der an dem entsprechenden Speicherplatz des Reg. 0 gespeichert war. Außer dem des dreizehn-Noten-Bereiches liegende Signale der verschobenen Akkord-Information werden unterdrückt, während die restlichen Signale über die Tastenleitungen an den Tongenerator 22 ausgegeben werden, so daß dieser nunmehr den ersten, im Speicher gespeicherten Akkord spielt. Wenn die Lampen der optischen Anzeigeeinheit nicht in Übereinstimmung mit dem Flußdiagramm gemäß F i g. 4d zum Aufleuchten gebracht werden, dann werden die Lampen der optischen Anzeigeeinheit entsprechend dem ersten, im Speicher gespeicherten Akkord zum Aufleuchten gebracht; die Lampen der optischen Anzeigeeinheit 64 können in Obereinstimmung mit dem Flußdiagramm gemäß F i g. 4d jedoch auch zum Aufleuchten gebracht werden, ehe der Akkord gespielt wird. Für jeden gespeicherten Akkord werden die Lampen der optischen Anzeige 64 eingeschaltet, wenn der .**. kord gespielt wird. Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel kann der Schüler zusätzlich den zu den Betriebsart-Schaltern 30 gehörigen Pedalschalter betätigen, so daß der Mikroprozessor ein Pedal-Ausgangssignal an die Pedal-Lehreinheit liefert, damit mindestens das Grundton-Pedal für den gespeicherten Akkord angezeigt wird. Zusätzlich kann die Pedaleinheit, wie der Fachmann erkennt, die Lampen aufleuchten lassen, die den Pedalen für den Grundton und den fünften Ton entsprechen, wie dies bei der eingangs erwähnten Pedal-Lehreinheit geschehen kann.
Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel läßt man den ersten Akkord mit dem ersten Schlag des Taktes erklingen, da die Rhythmus-Einheit mit dem Schlag 1 eines typischen Taktes beginnt. Wie der Fachmann sieht, könnte man den Akkord unter Steuerung durch die
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Rhythmus-Einheit aber auch zu anderen Zeitpunkten spielen. Wenn die Rhythmus-Einheit im 4/4-Takt läuft, wird der erste gespeicherte Akkord auf den ersten Schlag gespielt, während der zweite gespeicherte Akkord auf den dritten Schlag des Taktes gespielt wird. Wenn die Rhythmus-Einheit dagegen im 3/4-Takt läuft, dann wird der erste Akkord auf den ersten Schlag des ersten Taktes gespielt, während der zweite Akkord auf den ersten Schlag des zweiten Taktes gespielt wird. Die Wiedergabe der Akkorde wird durch die Rhythmus-Einheit der Orgel gesteuert. Diese Betriebsart des Systems muß sich an die Programmierfunktion gemäß Fig.4d anschließen, so daß dann, wenn das Lied im 4/4-Takt gespielt wird und wenn eine ganze Note benötigt wird, der Akkord zweimal eingegeben wird, da der 4/4-Takt zur Folge hat, daß die gespeicherten Akkorde auf den ersten und dritten Schlag eines Taktes gespielt werden, so daß die doppelte Eingabe dazu führt, daß ein einer ganzen Note entsprechender Ton erzeugt wird, im Gegensatz zu zwei halben Noten. Beim Programmieren der Akkorde wird jedoch keine Zeitsteuerinformation gespeichert, und die Wiedergabe erfolgt unter Steuerung durch die Rhythmus-Einheit.
Das System kehrt nunmehr zum Anfang des beschriebenen Zyklus zurück, um festzustellen, ob die Rhythmus-Einheit läuft. Da der erste Akkord aus dem Speicher gerade gespielt wurde und die Rhythmus-Einheit läuft, wird die Flagge für ein erneutes Starten gelöscht, und die Mikroprozessor-Einheit 10 bestimmt, ob der zeitliche Ablauf des Rhythmus sich geändert hat, um zu veranlassen, daß ein neuer Akkord gespielt wird, indem die Rhythmus-Zähler-Signale auf den Leitungen R 1 bis R 4 über die Datenleitungen Di bis D 8 eingegeben werden. Für den zweiten, im Speicher gespeicherten Akkord läuft das System, wenn der Rhythmus ein 4/4-Takt ist und wenn die Rhythmus-Einheit noch nicht beim dritten Schlag ist, zyklisch um, bis der Rhythmus-Schlag den gewünschten Wert erreicht, um anzuzeigen, daß der nächste Akkord gespielt werden sollte. Wenn der Rhythmus-Schlag, der durch das Signal auf den Leitungen R 1 bis R 4 angezeigt wird, beim Schlag 3 des ersten Taktes ist, wird der Akkord, der am zweiten Speicherplatz gespeichert ist, aufgesucht. Das Register 0 wird um 1 fortgeschaltet, beispielsweise derart, daß der Stand des Registers 0 zu 33 wird Wenn der Stand des Registers C gleich dem um 1 erhöhten Stand des Registers 4 ist, dann sind alle gespeicherten Akkorde gespielt, und das Reg. 0 wird auf den ersten Speicherplatz 32 zurückgesetzt Wenn der Stand des Registers 0 ungleich dem um 1 erhöhten Stand des Registers 4 ist, dann werden die Akkord-Typ-Information und der Abtastschrittwert, die an dem durch das Reg. 0 angegebenen Speicherplatz gespeichert sind, aufgesucht Die normierte Information, welche in dem Speicher gespeichert ist und dem Akkord-Typ, an dem von dem Reg. 0 angegebenen Speicherplatz entspricht, wird ermittelt und um eine Anzahl von Schritten verschoben, die gleich dem Abtastschrittwert von dem Speicherplatz ist, der durch das Reg. 0 angegeben wird. Diejenigen Signale der verschobenen, normierten Akkord-Information, die außerhalb des vorgegebenen Bereichs liegen, werden vernachlässigt, während die übrigen Signale an den Tongenerator 22 ausgegeben werden, damit der gespeicherte musikalische Akkord gespielt wird. Außerdem erfolgt eine Ausgabe an die optische Anzeigeeinheit, um die Tasten des gespielten Akkords zu beleuchten. Der vorstehend beschriebene Ablauf wiederholt sich, bis die Rhythmus-Einheit ausgeschaltet wird.
Bei der betrachteten Betriebsart kann der Schüler einem Lied zuhören, welches aus einer Folge von Akkorden besteht, die zuvor in den Speicher einprogrammiert wurden und die nunmehr mit dem richtigen
Rhythmus abgespielt werden. Außerdem werden dem Schüler diejenigen Tasten, die zum tatsächlichen Spielen des gehörten Akkordes angeschlagen werden müssen, optisch angezeigt. Diese Art von Lernerfahrung befähigt den Schüler, sein Rhythmusgefühl zu entwikkein und den Klang der Akkoede wahrzunehmen, ohne daß er aktiv irgendwelche Tasten spielen müßte,
Hierzu 11 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

33 Ol Patentansprüche:
1. Akkord-Lehrsystem für ein elektronisches Tastenmusikinstrument mit einer Mikroprozessorsteuerung zur Erzeugung von auszugebenden Akkordinformationen in Abhängigkeit von eingegebenen Akkordinformationen, dadurch gekennzeichnet, daß Wähl- und Steuereinrichtungen (12,14,18, 20, 76) vorgesehen sind, durch die eingegebenen Akkordinformationen in eine damit in definierter Weise verknüpfte, abgewandelte Akkordinformation umsetzbar sind, die für den Benutzer durch optische und/oder akustische Informationssignale ausgebbar ist
2. Lehrsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähl- und Steuereinrichtungen eine Betriebsartensteuerung (12), eine Akkord-Typ-Wähleinheit (14) und ausgewählte Tasten eines Tastenfeldes (20) umfassen.
3. Lehrsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähl- und Steuereinrichtungen zusätzlich eine Rhythmussteuerung (18) und/oder eine Pedal-Lehreinheit (76) umfassen.
4. Lehrsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsartensteuerung (12) mindestens zwei Betriebsartenschalter (30) aufweist, durch deren Betätigung jeweils eine von mindestens zwei verschiedenen Betriebsarten auswählbar ist, daß die Akkord-Typ-Wähleinheit mindestens zwei Wählschalter (38) aufweist, durch deren Betätigung jeweils einer von zwei verschiedenen Akkorden auswählbar ist, daß zur Ausgabe der optischen Informationssignale eine optische An^eigeeinheit (16) einen Satz von Lampen (64) umfaßt, von denen jede jeweils einer der auswählbaren Tasten des Tastenfeldes (20) zugeordnet ist, daß die auswählbaren Betriebsarten mindestens zwei der folgenden Betriebsarten umfassen:
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a) Betriebsart IF: Es wird der der Betriebsart IF zugeordnete Betriebsartenschalter (30) betätigt;
es wird einer der Wählschalter (38) betätigt, um einen bestimmten Akkord auszuwählen, und es wird eine der auswählbaren Tasten angeschlagen, um den Grundton für den ausgewählten Akkord vorzugeben, woraufhin durch eine akustische Ausgabeeinheit der ausgewählte Akkord mit dem ausgewählten Grundton für den Spieler ausgegeben wird;
b) Betriebsart 3F: Es wird der der Betriebsart 3F zugeordnete Betriebsartenschalter (30) betätigt;
es wird einer der Wählschalter (38) betätigt, um einen Akkordtyp auszuwählen, und es wird eine der auswählbaren Tasten angeschlagen, um den Grundton des ausgewählten Akkordes anzugeben, woraufhin da*1 System diejenigen Lampen (64) der optischen Anzeigeeinheit (16) aufleuchten läßt, die denjenigen Tasten zugeordnet sind, welche dem ausgewählten Akkord mit dem ausgewählten Grundton entsprechen;
c) Betriebsart Q: Es wird der der Betriebsart Q zugeordnete Betriebsartenschalter (30) betätigt;
es wird einer der Wählschalter (38) betätigt, um einen bestimmten Akkord auszuwählen, und es wird eine der ausgewählten Tasten angeschlagen, um den Grundton für den ausgewählten Akkord vorzugeben, woraufhin das System die auswählbaren Tasten für den Spieler freigibt, um diesen demjenigen Akkord, für den zuvor die Akkordinformation eingegeben wurde, spielen zu lassen, um bei richtig gespieltem Akkord ein Betätigungssignal zu erzeugen und um bei falsch gespieltem Akkord diejenigen Lampen (64) der optischen Anzeigeeinheit aufleuchten zu lassen, die für das richtige Spielen des Akkordes zu betätigen sind;
d) Betriebsart P: Es wird der der Betriebsart P zugeordnete Betriebsartenschalter (30) betätigt;
es werden nacheinander jeweils einer der Wählschalter (38) zur Auswahl eines Akkordtyps und eine der auswählbaren Tasten zur Auswahl des Grundtons des ausgewählten Akkordes betätigt, und die so erzeugten Akkordinformationen werden in einen Speicher eingegeben, woraufhin das System für die drei folgenden Betriebsarten vorbereitet ist;
e) Betriebsart P+ 1F: Es werden die beiden Betriebsartenschalter (30) betätigt, die der Betriebsart P und der Betriebsart IF zugeordnet sind, woraufhin das System nacheinander diejenigen Lampen (64) der optischen Anzeigeeinheit (16) aufleuchten läßt, die denjenigen Tasten zugeordnet sind, welche den Grundton des nächsten, von dem Spieler zu spielenden Akkordes entsprechen und wobei das System den betreffenden Akkord über die akustische Ausgabeeinheit ausgibt, wenn die Taste für den Grundton betätigt wird;
f) Betriebsart P+ 3F: Es werden die beiden Betriebsartenschalter (30) betätigt, die der Betriebsart P und der Betriebsart 3F zugeordnet sind, woraufhin das System nacheinander diejenigen Lampen (64) der optischen Anzeigeeinheit (16) aufleuchten läßt, die den Tasten zugeordnet sind, welche für das Spielen des betreffenden Akkordes betätigt werden müssen;
g) Betriebsart PA: Es werden die beiden Betriebsartenschalter (30) betätigt, die der Betriebsart P und der Betriebsart A zugeordnet sind, woraufhin das System die den abgespeicherten Akkordinformationen entsprechenden Akkorde ohne Eingreifen des Spielers nacheinander unter Steuerung durch die Rhythmussteuerung (18) ausgibt und dabei gleichzeitig diejenigen Lampen (64) der optischen Anzeigeeinheit (16) aufleuchten läßt, die den Tasten zugeordnet sind, zu denen die entsprechenden Töne gerade über die akustische Ausgabeeinheit ausgegeben werden; und ferner dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung der Wählschalter (38) der Akkord-Typ-Wähleinheit (14) mindestens zwei der folgenden Akkord-Typen auswählbar sind: ein Dur-Akkord, ein Moll-Akkord, ein Septim-Akkord, ein verminderter Septim-Akkord, ein erhöhter Septim-Akkord, ein verminderter Sext-Akkord, ein erhöhter Sext-Akkord.
5. Lehrsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroprozessor-Steuerung eine Mikroprozessor-Einheit mit Speichereinrichtungen umfaßt, in denen Informationssi-
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gnale gespeichert sind, die den auswählbaren Akkord-Typ-Mustern entsprechen und auf eine bestimmte Note normiert sind.
10
15
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