DE330087C - Aus einem Zweiphaseninduktionsmotor bestehendes Relais zur Abschaltung unsymmetrisch belasteter Dreiphasengeneratoren und sonstiger Netzteile - Google Patents
Aus einem Zweiphaseninduktionsmotor bestehendes Relais zur Abschaltung unsymmetrisch belasteter Dreiphasengeneratoren und sonstiger NetzteileInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
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- H02H3/26—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents
- H02H3/32—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at corresponding points in different conductors of a single system, e.g. of currents in go and return conductors
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Description
Es ist bekannt, daß Drehstromgeneratoren durch einphasige Belastung in 'bezug auf Erwärmung
sehr ungünstig beansprucht werden. Vor allem erhitzt sich infolge der durch das Wechselfeid des Stators bedingten Wirbelströme
der aus massivem Eisen bestehende Induktor so stark, daß ein längeres Laufen der Maschine mit nennenswerter einphasiger
Last vermieden .werden muß.
ίο: Eine einphasige Belastung kann nun im
normalen Betriebe auftreten, wenn aus irgendeinem Grande eine Unterbrechung in einer
der Zuleitungen zum Generator eintritt, und es ist erwünscht, daß dann eine Abschaltung
des Generators erfolgt. Bei gegen einphasige Belastung besonders empfindlichen Maschinen,
wie Turbogeneratoren, kann eine Außerbetriebsetzung schon dann notwendig werden, wenn
infolge schlechten Kontaktes oder aus sonst
so einem Grunde der Belastungsstrom in nur
einer Phase nennenswert zurückgeht; die so entstehende unsymmetrische Belastung kann
man sich zusammengesetzt denken aus einer symmetrischen Drehstrombelastung und einer
as' überlagerten Einphasenbelastung.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Stromrelais, das die Symmetrie der von einem
Generator abgegebenen Belastungsströme kontrolliert. - Die Wirkungsweise des Relais sei
an Hand der Fig. ι erläutert, die die drei Strom vektoren eines symmetrischen Dreiphasensystems
zeigt. Die Vektoren sind bekanntlich je um einen Zeitwinkel von 120 ° gegeneinander
verschoben, Subtrahiert man den Vektor ι von dem Vektor 3, so erkennt man, daß
der neue Vektor 3 bis 1 gegenüber dem Vektor 2 um 90 ° nacheilt. Führt man also den
beiden Wicklungen eines Zwe phaseninduktionsmotors (beispielsweise eines Ferrarismotors mit
dreischenkligem Triebkern) die Ströme 2 und 3 bis ι zu, so wird im ordnungsgemäßen Betriebe
auf den Rotor ein Drehmoment ausgeübt, das z. B. zur Öffnung eines Ruhekontaktes benutzt werden kann. Verschwindet
das Drehmoment, so läuft der Rotor in seine Ausgangslage zurück, schließt den Kontakt
und veranlaßt so die Abschaltung des Generators.
Es läßt sich nun leicht zeigen, daß das auf den Rotor des Zweiphasenmotors, also auf die
Relaisscheibe ausgeübte Drehmoment verschwindet, sobald einer der drei Stromvek- :
toren des Dreiphasensystems Null wird. B?im Vektor 2 ist dies ohne weiteres einzusehen.
Verschwindet beispielsweise infolge Leitungsbraches der Stromvektor r, so ist zunächst
klar, daß die beiden Vektoren 2 und 3 sich um einen solchen Winkel nach dem Vektor r
hin drehen,, daß zwischen ihnen eine gegenseitige Verschiebung von i8o" besteht, denn
der Generator gibt ja nur noch Einphasenstrom ab. In dierem Falle wird aber das auf
die Relaisscheibe ausgeübte Drehmoment ebenfalls Null. Genau dieselbe Überlegung läßt
sich natürlich auf den Stromvektor 3 anwenden. Das beschriebene Relais schaltet somit
den Generator ab, sobald der Strom in einer seiner Phasen verschwindet.
Das beschriebene Relais läßt sich noch weiter vervollkommnen, so daß es nicht nur beim
völligen Verschwinden, sondern schon beim Sinken des Stromes einer Phase den Generator
abschaltet. In der Fig. 2 ist S eine im Mittelpunkt drehbar gelagerte Metallscheibe, auf die
links ein dreischenkliger Triebkern E arbeitet, der die im vorigen Abschnitt beschriebenen
t Eigenschaften besitzt. Die von den Strom-
wandlern Si gelieferten Ströme 1 und 3 werden
in dem aus den beiden äußeren Schenkeln gebildeten Kreis nicht elektrisch, sondern
magnetisch subtrahiert, was in der Wirkung natürlich auf dasselbe hinauskommt. Auf der
rechten Seite der Scheibe sind drei einphasige, mit Kurzschlußringen versehene Triebkerne
angeordnet, deren Wicklungen mit je einer Wicklungen des dreischenkligen Kernes in
Reihe geschaltet sind, und zwar derart, daß die vom rechten Triebsystem ausgeübten Drehmomente
sich summieren und entgegengesetzte Richtung wie das Drehmoment des Triebkernes E besitzen. Die Verhältnisse werden
nun so gewählt, daß im normalen Betriebe, wenn also durch die Stromwandler symmetrischer
Dreiphasenstrom fließt, die Summe, aller auf die Metallscheibe ausgeübten Drehmomente
Null ist, so daß diese in Ruhe verharrt. Verschwindet jetzt beispielsweise der Strom in einer der drei Phasen, so wird, wie
wir gesehen haben, das Drehmoment des Triebkernes E Null, das des Triebkernes K sinkt
jedoch nur auf 2/3 seines ursprünglichen
Wertes. Auf die Scheibe wird also ein überschüssiges Drehmoment ausgeübt und sie
schließt mittels des Anschlages Q entgegen der Kraft einer Feder F die Kontakte A..
Verschwindet der Strom einer Phase nicht vollständig, sondern sinkt er z. B. in der
Phase 2 auf die Hälfte seines ursprünglichen Wertes, so sinkt das Drehmoment des Triebkernes
E, wie ein Blick auf Fig. 1 lehrt, ebenfalls auf die Hälfte, das des Triebkernes K
aber nur auf 5/e, die Scheibe S wird also auch
jetzt noch in Bewegung gesetzt und so die Abschaltung bewirkt. Die beschriebene Relaisanordnung
spricht also auf Unsymmetrie der Ströme eines Dreiphasensystems an und erfüllt so den gewünschten Zweck.
Die Forderung, daß bei Symmetrie der Ströme die Summe aller auf die Scheibe S
ausgeübten Drehmomente Null ist, wird sich^
wegen der nie genau gleichen Sättigungsverhältnisse aller Eisenkerne für höhere Ströme,
insbesondere Kurzschluß, nicht aufrecht er- !■alten lassen. Um nun unbeabsichtigte Abschaltungen
bei Kurzschlüssen zu vermeiden, werden die Verhältnisse durch passende Abstimmung
der Sättigung so gewählt, daß bei höheren symmetrischen Strömen, die den normalen
Betriebsstrom wesentlich überschreiten, das Drehmoment des Triebkernes E überwiegt,
so daß die Scheibe S gegen den Anschlag gedruckt
wird. Der Triebkern E ist also schwächer zu sättigen als die Kerne K. Man
kann jedoch auch ein besonderes Stromrelais anordnen, das bei Überschreitung einer bestimmten
Stromstärke mittels eines beweglichen Ankers die Relaisscheibe mechanisch hemmt.
Claims (4)
1. Aus einem Zweiphaseninduktionsmotor bestehendes Relais zur Abschaltung unsymmetrisch
belasteter Dreiphasengeneratoren und sonstiger Netzteile,- dadurch gekennzeichnet,
daß den beiden Stromkreisen
.. des Zweiphasenmotors einerseits der Strom der einen Phase, andererseits die elektrische
oder magnetische Differenz der Ströme der beiden andern Phasen des Dreiphasensystems
zugeführt wird.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Relais- §5
scheibe drei weitere, mit einem Kurzschlußring versehene einphasige Triebkerne angeordnet sind, die derart geschaltet und
bemessen werden, daß bei symmetrischer
' Belastung des Dreiphasensystems die Summe aller auf die Scheibe ausgeübten
Drehmomente Null ist, daß jedoch bei Auftreten einer Unsymmetrie die Relaisscheibe
in Bewegung gesetzt und so zur Abschaltung der Maschine oder des Netzteiles veranlaßt wird.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch passende Abstimmung
der Sättigungsverhältnisse des Triebkernes unbeabsichtigte Abschaltungen too bei Kurzschlüssen vermieden werden.
4. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung unbeabsichtigter
Abschaltungen eine durch ein besonderes Stromrelais betätigte mechanische Hemmung vorgesehen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE330087T | 1920-01-23 |
Publications (1)
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| DE330087C true DE330087C (de) | 1920-12-07 |
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ID=6188151
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|---|---|---|---|
| DE1920330087D Expired DE330087C (de) | 1920-01-23 | 1920-01-23 | Aus einem Zweiphaseninduktionsmotor bestehendes Relais zur Abschaltung unsymmetrisch belasteter Dreiphasengeneratoren und sonstiger Netzteile |
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|---|---|
| DE (1) | DE330087C (de) |
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1920
- 1920-01-23 DE DE1920330087D patent/DE330087C/de not_active Expired
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