DE350057C - Elektrisches Relais zum Unterbrechen von Stromkreisen bei Isolationsfehlern - Google Patents
Elektrisches Relais zum Unterbrechen von Stromkreisen bei IsolationsfehlernInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/24—Electromagnetic mechanisms
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Relais zum Unterbrechen von Stromkreisen bei vorkommenden
Isolationsfehlern.
Man bezweckt mit der Erfindung, das genannte Relais besonders anwendbar zum
Schütze von Hausinstallationen und zur Verringerung der Feuersgefahr zu machen, wie sie
besonders die Installation in feuchten Häusern mit sich bringt. Bei solchen Installationen
ίο können leicht Ableitungs- oder vagabondierende
Ströme entstehen, welche, ohne genügend stark zu sein, um die Sicherungen in der Anlage
zu schmelzen, doch eine starke Erhitzung verursachen können, so daß eine Entzündung die
Folge ist.
Weiter beabsichtigt man mit der Erfindung, ein Relais herzustellen, welches billig, solide und
leicht zu montieren ist, so daß es für jede Installation geeignet ist. . .
Zwei Ausführungsformen der Erfindung zur Anwendung in einem Zweileiternetz sind schematisch
auf der Zeichnung dargestellt.
In Abb. ι bezeichnen 1 und 2 die von außen
kommenden Leitungen, während τα und 2° die
zum Stromkreis führenden Leitungen bezeichnen. In die Leitung i-ia ist eine Spule 3
eingeschaltet und in die Leitung 2-2a eine
Spule 4, welche Spulen auf Magnetkerne oder Polschenkel 11 und 12 gewickelt sind, die aus
weichem Eisen bestehen. Die Polschenkel 11
und 12 sind an dem einen Ende miteinander und
mit einem dritten Polschenkel io durch ein Joch verbunden. Am einfachsten erreicht man diese
Verbindung dadurch, daß das Ganze in einem Stück hergestellt wird. An dem anderen Ende
haben die Polschenkel ii und 12 sich gegeneinander wendende, vorspringende Polschuhe 14
und 15, so daß zwischen diesen ein verhältnismäßig enger Zwischenraum gebildet wird, in
welchem sich eine biegsame Eisenzunge 5 bewegen kann. Die Zunge 5 ist in beliebiger
Weise am Polschenkel 10 befestigt, welcher ein wenig kürzer ist als die anderen Polschenkel.
Mit Hilfe von einem Paar Stellschrauben 16 und 17 kann die Zunge in Seitenrichtung eingestellt
werden. Die Zunge hat an der Spitze einen Platinkontakt 6, welcher, wenn die Zunge
sich nach einer der Seiten bewegt, die Verbindung zwischen zwei Klemmen 18 und ig schließt,
«o an welche ein Stromkreis geschlossen werden
kann, der in bekannter Weise einen Ausschalter in den Leitungen 1 und 2 auskoppelt.
Die Spulen 3 und 4 sind so gewickelt, daß sie die Polkerne in gleicher Richtung.maffl_e_tisjei:en,
hervor._ Parallel mit diesen Spulen sind zwei
Sidere""Spulen 7 und 8 verbunden, so daß die
Spule 3 parallel mit der Spule 7 und die Spule 4 parallel mit der Spule 8 verbunden ist. Die
Spulen 7 und 8 sind beide auf dem Polkern 10 in einer solchen Richtung gewickelt, daß sie
beide in der gleichen Richtung magnetisieren und in der Richtung, in welcher die Polkerne 11
und 12 magnetisiert werden, in obigem Beispiel also so, daß auch die Zunge ,^.unten^einen.NordpjljCTjjäjl^TDie
Windungszahl und der Widerstand der Spulen ist so abgepaßt, daß die Amperewindungszahlen für die Spulen 7 und 8
halb so groß sind wie die Amperewindungszahlen für die Spulen 3 und 4. Wenn der Strom
in beiden Leitungen 1 und 2 gleich ist, ist die auf jeden der drei Polschenkel wirkende Anzahl von
Amperewindungen gleich, so daß keine Kraft auf die Zunge 5 wirkt. Sobald indessen eine
Ungleichheit im Leitungsnetz eintritt, wird eine Anziehung zwischen der Zunge 5 und einem
der Pole 14 oder 15 stattfinden, die die Zunge
nach einer der Seiten zwingt, so daß sie bei 6 Kontakt schließt.
In Abb. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Hier ist der Polschenkel
10 ausgelassen, indem die Zunge 5 zwischen den beiden Polschenkeln 11 und 12 eingespannt
ist. Die Spulen 7 und 8 sind in diesem Falle auf den Polschenkeln 12 bzw. 11 angebracht,
und zwar so, daß sie den Hauptspulen 3 ' und 4 entgegenarbeiten. In diesem Falle muß
die Windungszahl und der Widerstand für die Spulen so abgepaßt sein, daß die Amperewindungszahl
für alle Spulen gleich ist. Wenn der Strom in den beiden Leitungen i-i" und
2-2a gleich ist, wird dann die gesamte Wirkung aller Spulen Null sein, und der Kreis ist
unmagnetisch. Sobald eine Ungleichheit im Leitungsnetz eintritt, wird eine der Spulen
auf jedem Polschenkel die Überhand bekommen, so daß der Kreis magnetisiert wird und eine
Anziehung zwischen der Zunge 5 und einem der Pole 14 oder 15 entsteht. Die Zunge wird
aus der Gleichgewichtsstellung gezogen und schließt Kontakt bei 6.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Elektrisches Relais zum Unterbrechen von Stromkreisen bei Isolationsfehlern, dadurch gekennzeichnet, daß eine biegbare Eisenzunge (5) einen Bestandteil eines magnetischen Kreises mit vom Strom der Polleitungen (1, 2) durchflossenen Spulen (3, 4) bildet, zu denen je eine Extraspule (7, 8) parallel geschaltet ist, die auf einem andern Teil des Kreises als die ihr parallele Spule angebracht ist, aber auf diesen einwirkt, wobei der Widerstand, die Windungszahl und die Wicklungsrichtung sämtlicher Spulen (3, 4, 7, 8) so abgepaßt sind, daß die magnetische Wirkung auf die Zunge (5) gleich Null ist, wenn die Stromstärken in den Polleitungen (1, 2) gleich sind, während die Zunge (5) nach der einen oder andern Seite beeinflußt wird, wenn die Stromstärken nicht gleich sind, und dadurch einen Kontakt (6) schließt, welcher auf eine im übrigen bekannte Weise bewirkt, daß ein Ausschalter in den Polleitungen (1, 2) geöffnet wird.
- 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraspulen (7, 8) auf einem besonderen Polschenkel (10) angebracht sind, an welchem die Eisenzunge(5) befestigt ist, wobei die Spulen (7, 8) so gewickelt sind, daß ihre magnetische Wirkung, wenn die Stromstärken in den Polleitungen (1, 2) gleich sind, die von den Hauptspulen (3, 4) stammende Wirkung aufhebt (Abb. 1).
- 3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenzunge (5) zwischen zwei Magnetkernen (11, 12) eingespannt ist, deren jeder von den Spulen (3, 4, 7, 8) zwei nicht miteinander parallel verbundene (3, 8 und 4, 7) trägt, wobei die Spulen so gewickelt sind, daß die beiden auf einem Magnetkern angebrachten gegenseitig ihre magnetische Wirkung aufheben, wenn die Stromstärken in den Polleitungen (1, 2) gleich sind (Abb. 2).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE350057T | 1921-01-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE350057C true DE350057C (de) | 1922-03-13 |
Family
ID=6259527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1921350057D Expired DE350057C (de) | 1921-01-25 | 1921-01-25 | Elektrisches Relais zum Unterbrechen von Stromkreisen bei Isolationsfehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE350057C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023813B (de) * | 1953-02-28 | 1958-02-06 | Wilhelm Engels | Elektrischer Schutzschalter |
-
1921
- 1921-01-25 DE DE1921350057D patent/DE350057C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023813B (de) * | 1953-02-28 | 1958-02-06 | Wilhelm Engels | Elektrischer Schutzschalter |
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