DE329362C - Lenkvorrichtung fuer an den Zugseilen von endlosen Seilbahnen laufende Rollwagenkupplungen - Google Patents
Lenkvorrichtung fuer an den Zugseilen von endlosen Seilbahnen laufende RollwagenkupplungenInfo
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- B61—RAILWAYS
- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Lenkvorrichtung für an Zugseilen von endlosen
Seilbahnen laufenden Rollwagen-(Grubenhund-) Kupplungen, und der Zweck der Er-
S findung besteht in der Schaffung einer einfachen und verläßlichen Einrichtung zum
Zwecke der Überführung dieser Kupplungen hzw. des- Rollwagenhalteseils über die Zugseiltrag-
bzw. Leitrollen, ohne die Fördermaschine
ο abstellen zu .müssen.
Früher mußte dies häufig zu dem Zwecke geschehen, um die Rollwagenkupplung an den
Führungsrollen ohne Anstoßen der Kupplung gegen die Rolle vorbeizuführen. Das Abstellen
der Fördermaschine war jedoch mit Betriebsunterbrechungen verbunden, während
ihr nochmaliges Anlassen Kraftvergeudung verursachte. Aus diesem Grunde hat man schon verschiedene Vorrichtungen vorgescbla-
) gen, um den Betrieb kontinuierlich zu gestalten
bzw. die Rollwagenkupplung über den Leitrollen hinwegzuführen.
Diese Vorrichtungen haben sich jedoch nicht bewährt, einerseits wegen ihrer ver-
; wickelten Bauart, anderseits deshalb, weil sie sich im Betrieb als unverläßlich erwiesen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Einrichtung, welche die auf dem Zugseil
laufende Kupplung selbsttätig an den Leitrollen vorbeiführt.
Das Wesen der Erfindung besteht in der Anordnung einer zwangläufigen Bahn vor der
Führungsrolle, welche die durch das Zugseil in lotrechter Richtung mitgenommene Kupplung
während ihres Durchganges durch die zwangläufige Bahn allmählich in - die wagerechte
Richtung überführt,, so daß sie in dieser Lage auf die Leitrolle aufläuft, hinter
welcher sie sodann wieder in die ursprüngliche Lage zurückkehrt, in welcher sie ihren
Weg fortsetzt.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes besteht die zwangläufige
Bahn aus zwei parallelen, um 90 ° gekrümmten Flacheisen, die von ihrem einen
Ende gegen das andere in* einer Viertelspirale
sich allmählich krümmen. Die die Seitenwände bildenden Flacheisen ergeben mit einer
rückwärtigen Führungswand die an einer Seite offene zwangläufige Bahn. Vor den
Leitrollen an der die leeren Förderwagen führenden Seite der endlosen Drahtseilbahn
sind die zwangläufigen Bahnen feststehend an einer Holz- oder Eisenkonstruktion, Betonwandung,
Wand ο. dgl. gelagert, während an der die vollen Förderwagen führenden Seite
die zwangläufigen Bahnen um ein Gelenk schwingbar gelagert und mit einer besonderen
Führungsrolle versehen sind.
Die Zeichnung veranschaulicht eine bei-. spielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι zeigt einen Teil der Drahtseilbahn
sowie zwei in diese eingebaute zwangläufige Bahnen im Grundriß,
Fig. 2 und 3 je einen Teil der Seilbahn von der Seite gesehen.
ι ist die Seiltrommel der Fördermaschine,
die das Zugseil 2 in Richtung der Pfeile 3, 4 bewegt. Es sei angenommen, daß die vollen
Förderwagen auf dem Gleis I, die leeren auf dem Gleis II laufen. Bekanntlich werden
die vollen Förderwagen von der auf dem Zugseil laufenden Förderwagenkupplung abgeschaltet,
und nach dem Abschieben auf das · Gleis III, wo die Entleerung erfolgt, gelangen
die leeren Förderwagen über Gleis IV auf das Gleis II, wo sie an das Seil II bzw. an
den Rollwagenschalter 16 (Fig. 2) angeschlossen werden. Vor den Rollen 5 ist je eine zwangläufige
Bahn 6 angeordnet, durch welche die in lotrechter Richtung laufende Kupplung 16,
an welche der Förderwagen 17 angehängt ist, allmählich in di& wagerechte Richtung abgelenkt
wird, so daß die Kupplung 16 ausweicht und an der Rolle 5 vorbeigeht.
Die zwangläufige· Bahn 6 besteht aus parallele Wände bildenden zwei Flacheisen, zwischen welchen eine rückwärtige Führungswand angeordnet ist. Die Enden der Flacheisen sind gegeneinander um 900 verdreht,. so daß sie eine Viertelspirale bilden. Trotz der Verdrehung der in der. zwangläufigen Bahn 6 geführten Kupplung behält das Zugseil ständig seine Lage bei, so daß es unbehindert auf die Rolle 5 auflaufen kann.
Die die zwangläufige Bahn 6 bildenden Flacheisen werden z. B. durch vier Bügel zusammengehalten und sind in beliebiger Weise mittels Eisenträger 7 in die Wand oder auf : irgendeine Beton wandung oder in eine HoIz- oder Eisenkonstruktion eingelassen bzw. an ■einer solchen befestigt. ."An der die leeren Rollwagen führenden Seilseite sind die zwang- < läufigen Führungen feststehend augeordnet, während an der die vollen Förderwagen führenderi Seilseite die zwangläufigen Führungen (Fig. 3) um ein Gelenk schwingbar aufgehängt sind. Von· der beschriebenen Bauart unter- j scheidet sich die letztere zwangläufige Bahn j außer der Art und Weise der Aufhängung -auch dadurch, daß über der Seileinführungsöffnung noch eine besondere Rolle iobefestigt ist, 'Das Gelenk 9, um welches die zwangläufige Bahn sich bewegt, ist über der Austritts- i öffnung, d. h. an dem entgegengesetzten Ende : der zwangläufigen Bahn, angeordnet. Diese 1 Art' der Aufhängung bzw. der Anordnung der Rolle 10 ist erforderlich, um die Vorrichtung . der schwingenden Bewegung des Zugseils an- : passen zu können.
Die zwangläufige· Bahn 6 besteht aus parallele Wände bildenden zwei Flacheisen, zwischen welchen eine rückwärtige Führungswand angeordnet ist. Die Enden der Flacheisen sind gegeneinander um 900 verdreht,. so daß sie eine Viertelspirale bilden. Trotz der Verdrehung der in der. zwangläufigen Bahn 6 geführten Kupplung behält das Zugseil ständig seine Lage bei, so daß es unbehindert auf die Rolle 5 auflaufen kann.
Die die zwangläufige Bahn 6 bildenden Flacheisen werden z. B. durch vier Bügel zusammengehalten und sind in beliebiger Weise mittels Eisenträger 7 in die Wand oder auf : irgendeine Beton wandung oder in eine HoIz- oder Eisenkonstruktion eingelassen bzw. an ■einer solchen befestigt. ."An der die leeren Rollwagen führenden Seilseite sind die zwang- < läufigen Führungen feststehend augeordnet, während an der die vollen Förderwagen führenderi Seilseite die zwangläufigen Führungen (Fig. 3) um ein Gelenk schwingbar aufgehängt sind. Von· der beschriebenen Bauart unter- j scheidet sich die letztere zwangläufige Bahn j außer der Art und Weise der Aufhängung -auch dadurch, daß über der Seileinführungsöffnung noch eine besondere Rolle iobefestigt ist, 'Das Gelenk 9, um welches die zwangläufige Bahn sich bewegt, ist über der Austritts- i öffnung, d. h. an dem entgegengesetzten Ende : der zwangläufigen Bahn, angeordnet. Diese 1 Art' der Aufhängung bzw. der Anordnung der Rolle 10 ist erforderlich, um die Vorrichtung . der schwingenden Bewegung des Zugseils an- : passen zu können.
Bei der Ausführungsform gemäß .Fig. 3 ist ■ der Arm 13 auf den Eisenträgern 11 mittels ■
Schrauben 14 ' befestigt, während mit der !
Bodenplatte dieses· Trägers um Gelenk 9 lagernde Zungen 15 befestigt sind. Die zwangläufige Bahn ist um dieses Gelenk schwing-
bar, während an dem entgegengesetzten Ende der Bahn eine Stange 12 gleichfalls gelenkig
befestigt ist. Sie ist zwischen den Armen 13 schwihgbar1 gelagert, und an ihrem freien Ende
ist eine Feder 14 angeordnet, welche zur Auf- 6c nähme bzw. Verringerung der Stöße dient.
Auf dem entgegengesetzten Ende der zwangläufigen Bahn sitzt eine Rolle 10, die vom
Seil 3 in Drehung versetzt wird, wenn gemäß · Fig. 3 sich ein Rollwagen der Bahn nähert. 6;
In diesem Falle wird das Seil 2 etwas angehoben, worauf die Bahn um das Gelenk 9
in lotrechter Richtung ausschwingt.
In seinen baulichen Einzelheiten kann der Erfindungsgegenstand vielfach abgeändert
werden. Auch die Wahl der Aufhängungsart wird den jeweiligen Lokalverhältnüsen entsprechend
angepaßt.
Claims (4)
1. Lenkvorrichtung für an den Zugseilen von endlosen Seilbahnen lauf ende Rollwagenkupplungen,
gekennzeichnet durch eine vor die Führungsrolle geschaltete zwangläufige £
Bahn, welche die vom Zugseil in lotrechter Richtung mitgenommene Seilkupplung all- ■
mählich in die wagerechte oder nahe in die wagerechte Lage lenkt, hinter welcher
λ. das Seil wieder in. die ursprüngliche Lage !
zurückgeführt wird.
2. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zwangläufige Bahn aus zwei miteinander parallelen,
um 90° verbogenen Flacheisen besteht, welche von einem Ende· gegen das andere'in einer Vieitelspirale krümmen.
3. Ausführungsform der Lenkvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet
durch eine zwischen den beiden parallelen Führungsflächen angeordnete Rückwand,
welche mit . den Führungsflächen durch Bänder 0. dgl. verbunden ist.
4. Ausführungsform der Lenkvorrichtung
nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwangläufige Bahn an der die vollen
Rollwagen führenden Seite der Seilbahn, die um ein Gelenk schwingbar nnd mit einer besonderen Führungsrolle versehen ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329362T | 1919-11-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE329362C true DE329362C (de) | 1920-11-18 |
Family
ID=6186974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919329362D Expired DE329362C (de) | 1919-11-02 | 1919-11-02 | Lenkvorrichtung fuer an den Zugseilen von endlosen Seilbahnen laufende Rollwagenkupplungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE329362C (de) |
-
1919
- 1919-11-02 DE DE1919329362D patent/DE329362C/de not_active Expired
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