DE37721C - Maschinelle Streckenförderung mit über den Wagen laufendem Zugmittel - Google Patents

Maschinelle Streckenförderung mit über den Wagen laufendem Zugmittel

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Publication number
DE37721C
DE37721C DENDAT37721D DE37721DA DE37721C DE 37721 C DE37721 C DE 37721C DE NDAT37721 D DENDAT37721 D DE NDAT37721D DE 37721D A DE37721D A DE 37721DA DE 37721 C DE37721 C DE 37721C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rope
guide
wagon
rollers
chain
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37721D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. W. HERING & CO. in Osterfeld, Bez. Halle
Publication of DE37721C publication Critical patent/DE37721C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B9/00Tramway or funicular systems with rigid track and cable traction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur maschinellen Förderung auf ebenen oder geneigten Bahnen verwendet man Seile oder Ketten, welche von Klammern, Zangen oder Gabeln, welche an den Förderwagen befestigt sind, ergriffen werden und dieselben mit sich fortschleppen.
Seile pflegt man zu diesem Ende meist unter den Wagen wegzuführen und bettet zwischen den Schienen Rollen oder Walzen ein, welche' das Seil tragen, so dafs es nicht ganz auf dem Boden zu schleifen braucht. Ebenso werden; die Seile in den Curven durch Leitwalzen oder Rollen mit verticaler Achse geführt.
Ketten führt man gewöhnlich über die, Waagen und macht dieselben dann entweder so schwer, dafs sie durch ihr Eigengewicht .den Wagen mitschleppen, oder versieht sie mit' Qüerstegen oder ähnlichen Vorrichtungen, welche die Wagen sicher fassen und fortführen. :
Curven können bei über den Wagen liegender Kette in der Grube durch besondere Einrichtungen überwunden werden; bei Bahnen über Tage sind entweder für die Anbringung solcher Einrichtungen besondere Veranstaltungen zu machen, oder aber das Zugmittel (Seil oder Kette) ist unter die Wagen zu verlegen, wie solches bei Anwendung von Seilen auch allgemein geschieht.
Die Lage des Zugmittels unter den Wagen bringt den Uebelstand mit sich, dafs dasselbe ' den Einflüssen von Feuchtigkeit, Schmutz etc. \ sehr ausgesetzt, seine Beaufsichtigung und In- · standhaltung eine schwierige ist. Die Leitwalzen werden bald ungangbar, der Verschleifs ist ein um so gröfserer, als ein theilweises Schleifen des Seiles kaum zu vermeiden ist.
Die auf der beiliegenden Zeichnung dargestellten Einrichtungen ermöglichen die Aufhängung von einfachen und combinirten Seilen oder Ketten über den Wagen mittelst Leitrollen von passender Form und die Anordnung von Curven in der Grube sowie über Tage, gleichviel, ob das Zugmittel ein einfaches oder combinirtes Seil oder eine Kette irgend welcher Form und Construction ist. Ueber den Förderwagen A ist in der Mitte desselben der Steg α α gelegt, auf dem der Mitnehmer b befestigt ist. Dieser Mitnehmer, welcher eine oder mehrere passend gestaltete Kerben c zur Aufnahme der Kette oder des Seiles besitzt, hat eine solche Form und Krümmung, dafs er an den Leitrollen oder Walzen e vorbeigeht, ohne dieselben zu berühren, dafs aber jede Kerbe' c stets möglichst genau senkrecht über einer Nuth der Leitrolle oder Walze e passirt.
Fig. ι zeigt den Mitnehmer für eine einfache Kette, Fig. 2 jenen für eine combinirte Kette, Fig. 3 für ein einfaches Seil. Letzteres mufs mit Knotenmuffen, eingeflochtenen Querstücken oder Knebeln versehen sein, um an den Mitnehmer anzufassen. Zweckmäfsig erscheint die Herstellung des Zugseiles aus einzelnen mehrere Meter langen Stücken, welche unter einander durch breite Ringe oder Kettenglieder verbun-
den sind. Diese legen sich dann so vor den ' Mitnehmer, dafs die Wagen fortgezogen werden.
Für ein einfaches Seil empfiehlt es sich, die Mitnehmer b mit je einem Paar kleiner, konischer Rollen d zu versehen, welche: zu beiden Seiten der Kerbe c so angebracht sind, dafs sie sich um ihre Verticalachse leicht drehen. An diesen Rollen d gleitet das Seil ohne Reibung, also auch ohne Abnutzung so lange fort, bis ein Knoten, Knebel oder Ring den Mitnehmer fafst . und den. Wagen somit weiter befördert. Die Leitrollen oder Leitwalzen c sind mittelst Stützen oder Träger von irgend welcher Form mit dem Streckenausbau derart verbunden, dafs ihre Rinne senkrecht über der Geleisemittellinie zu liegen kommt, ihre Drehungsachse aber horizontal ist. Zwischen zwei auf einander folgenden Leitrollen hängt das Seil (Kette) im Ruhezustande in Form der Kettenlinie und legt sich in die Kerbe des Mitnehmers jedes einzelnen herankommenden Wagens, denselben mit sich fortziehend, ein. Passirt der Wagen bezw. dessen Mitnehmer eine Leitrolle, so hebt er das Seil (Kette) aus der Rinne derselben aus. Hinter dem Mitnehmer senkt sich das Seil wieder und legt sich, da es sich dabei nur um ganz geringe Entfernungen handelt, wieder in die Rinne der Leitrolle oder Leitwalze ein. So ist der Vorgang in der geraden Strecke, in welcher eine seitliche Abweichung des Seiles sowohl wie des Wagens ausgeschlossen ist.
Anders ist der Vorgang in der Curve. Bei der Führung des Seiles unter dem Wagen wendet man zur Führung des Seiles nebst den dasselbe tragenden Walzen mit horizontaler Achse cylindrische Walzen mit verticaler Achse an, welche so weit zurück nach der Hohlseite der Krümmung liegen, dafs die am Wagen befestigte Ankupplungs - Vorrichtung gut vorübergleiten kann. Die Spannung des Zugseiles übt dadurch allerdings einen nach der Curvenhohlseite gerichteten Seitenzug auf den Wagen, der aber von den Spurkränzen aufgenommen wird und unschädlich ist.
Das oberhalb der Wagen hängende, am höchsten Punkte des Wagens angreifende Zugmittel würde bei gleicher Anordnung der . Führungswalzen den Wagen in vielen Fällen zum Umkippen bringen; man ist daher genöthigt, diese Führungen nach der Wölbseite der Curve über die Mittellinie des Geleises hinaus zu verlegen. Bei cylindrischen Führungswalzen würde das Seil (Kette), von der Kerbe c des Mitnehmers abfallend, nicht, mehr den Umfang der Walze treffen, sondern auf die obere Stirnseite derselben fallen. Deshalb werden diese Führungswalzen kegelförmig geformt, wie durch Fig. 6 und 7 dargestellt. Ihre Anordnung über dem Geleise hat dann so zu geschehen, wie durch Fig. 5 und 6 dargestellt, dafs die Mittellinie des Geleises und mit ihr der Weg der Kerbe c die Länge der Kegelkantem η ungefähr halbirt. Durch das Eigengewicht des Seiles (der Kette) wird dasselbe auf den unteren Rand η der kegelförmigen Walze niedergezogen.
Bei Curven von sehr kurzem Halbmesser genügt aber die innerhalb der Ausbiegung des Mitnehmers b liegende Anbringung der Führungswalze mn, wie durch Fig. 6 verdeutlicht, nicht, um das Zugmittel (Seil, Kette) hinreichend weit nach der Wölbseite der Krümmung zu bringen; ebenso ist bei Anlage einer Förderung über Tage die Aufhängung der Führungswalzen und Leitrollen ohne besondere Gerüste nicht1 möglich.
.. Für diese Fälle eignet, sich die Anwendung der in Fig. 8 und 9 dargestellten Einrichtung.
Die Führungsrolle mn befindet sich am obersten Ende des Hebels f g h, dessen Drehungspunkt g sich unterhalb des Geleises, in einem festen Gestell gelagert, befindet, während sein unteres Ende ein Gegengewicht h trägt, welches wesentlich schwerer als die Füh- ■ rungswalze ist und den Hebel stets senkrecht zu stellen sucht. Bei i besitzt das gespaltene Gewicht h eine Einkerbung, in welche eine Nase des Hebels ο i k I greift. Dieser Hebel trägt bei / ebenfalls ein Gewicht, welches die Wirkung hat, den Eingriff bei ζ aufrecht zu erhalten, während das Ende ο eine Gleitrolle trägt, der die Gleitbahn ρ des einarmigen Hebels ρ q gegenübersteht.
Der Hebel f g h ist noch mit einem Schutzstück r s versehen, welches den Stofs des dagegenfährenden Wagens aufnimmt.
Dieser, in der' Pfeilrichtung anfahrend, drückt mit seiner Vorderachse oder einer besonderen Vorrichtung den Hebel ρ q nieder. Dadurch wird der Eingriff bei i gelöst und der Hebel f g h bereits durch den ebenfalls in Pfeilrichtung auf mn wirkenden Zug des Zugmittels (Seil, Kette) geneigt. Der heranfahrende Wagen trifft die Schutzleiste r s also schon unter schiefem Winkel und legt den Hebel f g h ohne Stofs vollends in die Lage f1 g h1, so dafs alle Theile der Einrichtung die punktirt gezeichnete Lage einnehmen. Nach dem Vorbeigang des Wagens geht durch die Wirkung der Gewichte h und / die Einrichtung wieder in die ursprüngliche Lage zurück, und der Eingriff bei i wird wieder hergestellt.
Bei Anwendung dieser Einrichtung auf gerader Strecke über Tage wird die kegelförmige Führungswalze durch eine cylindrische, um eine horizontale Achse laufende Walze oder Rolle mit Seil oder Kettenrinne ersetzt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei maschinellen Streckenförderungen mit über den Wagen laufendem Zugorgan:
    ι. Die Anbringung von Mitnehmern b von solcher Einrichtung an den Förderwagen, dafs diese Mitnehmer, an den Leit- oder Aufhängerollen vorübergleitend, das Zugorgan, mit welchem sie dabei in ununterbrochener Verbindung bleiben, über den Leit- oder Aufhängerollen aufheben.
  2. 2. Die Anordnung der Führungsrollen am oberen Ende eines Hebels, dessen Drehpunkt im. Gestängeniveau liegt und welcher in aufrechter Stellung durch ein am unteren Ende angeordnetes Gegengewicht und eine belastete Einklinkung gehalten, von dem ankommenden Wagen aber nach geschehener Auslösung der Klinke durch einen Anschlag umgelegt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT37721D Maschinelle Streckenförderung mit über den Wagen laufendem Zugmittel Expired - Lifetime DE37721C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2946293A (en) * 1955-04-18 1960-07-26 Pyrene Co Ltd Inductors

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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