DE32917C - Anschlagvorrichtung an Webstühlen zur Herstellung von Rohrgeweben - Google Patents

Anschlagvorrichtung an Webstühlen zur Herstellung von Rohrgeweben

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DE32917C
DE32917C DENDAT32917D DE32917DA DE32917C DE 32917 C DE32917 C DE 32917C DE NDAT32917 D DENDAT32917 D DE NDAT32917D DE 32917D A DE32917D A DE 32917DA DE 32917 C DE32917 C DE 32917C
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Germany
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shaft
strong
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production
lever
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Application number
DENDAT32917D
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C. WEISE und M. ABRAHAM in Kottbus
Publication of DE32917C publication Critical patent/DE32917C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J1/00Mechanical working of cane or the like
    • B27J1/003Joining the cane side by side
    • B27J1/006Joining the cane side by side by strand or wire twisting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
■PATENTAMT.
Fig. 2 beiliegender Zeichnung stellt einen Längenschnitt des Webstuhles dar,
Fig. 3 einen Verticalquerschnitt desselben ;
Fig. 4 zeigt ein Detail des Stuhles,
Fig. 5 eine Vorderansicht und
Fig. 6 eine Seitenansicht desselben.
Das in Fig. 1 dargestellte Rohrgewebe, welches das Product des Webstuhles bildet, ist dadurch charakterisirt, dafs starke Rohrhalme c zwischen zwei über einander liegenden starken Drähten α und al liegen und durch einen feinen Bindedraht b, der abwechselnd rechts und links von den starken Drähten bindet, an diesen befestigt sind. Der feine Bindedraht b bindet auch unter dem einen starken Draht λ1, den wir wegen seiner Lage als Zwischendraht bezeichnen wollen, die schwachen Rohrhalme c1 fest, die dicht an einander gefügt sind, während zwischen den starken Halmen c Zwischenräume bleiben. Infolge des Anbindens der Halme an vdie parallelen starken Drähte a a1 kann ein Querverschieben der starken Halme nicht eintreten.
Aufgabe des dargestellten Webstuhles ist es nun, die Halme c c1 an den starken Drähten a a1 mittelst des feinen Bindedrahtes zu befestigen; der Webstuhl ist mit einem eigenthümlichen verstellbaren Anschlag versehen, der es ermöglicht, die starken Halme auf beiden Seiten der Matte um ein bestimmtes Stück über die feinen, die untere Schicht bildenden Halme hervortreten zu lassen, wie dies an der aufgewickelten Matte in Fig. 5 zu erkennen ist.
Der Webstuhl besitzt drei Schäfte A A1 und B, von denen A in seinen Führungsarmen h die starken Oberdrähte α hält, Äl in seinen Führungsarmen i die starken Zwischendrähte al und B in den Führungsarmen g die feinen Bindedrähte b führt.
Was zunächst den Schaft B betrifft, so macht derselbe nur eine auf- und abgehende Bewegung, die durch den Tritt y hervorgebracht wird. Eine an letzterem befestigte Schnur y4 ist um die Scheibe f2 gewickelt auf deren Welle fl eine zweite Scheibe f3 sitzt. Auf diese ist die Schnur f'a gewickelt, an der Schaft B hängt.
Dem Schafte A1 kann durch Tritt e eine auf- und niedergehende Bewegung ertheilt werden, aufserdem aber durch Tritt k eine seitlich hin- und hergehende -Bewegung.
Der Schaft A mit dem Zwischendraht al nimmt nur an der Querbewegung des Schaftes A1 Theil, nicht aber an dessen Auf- und Niederbewegung.
Der Tritt e . ist durch Schnur e1 mit dem Hebel d verbunden, der sich auf den Kopf rf2 des mit Schaft A1 verbundenen dreieckigen Holzrahmens d* aufstützt. Aufserdem liegt Hebel d auf dem die noch weiterhin zu erläuternde Anschlagvorrichtung in Bewegung setzenden Hebel m und auf einem Querstück ds auf. Letzteres stützt sich auf zwei um vom Gestell herunterhängende Stangen d5 gewundene, spiralförmige Druckfedern d\ so dafs die Spannung der letzteren den beim Senken des Schaftes A1 niederbewegten Hebel d wieder nach oben führt. Aufserdem ist aber Schaft A1, der sich in Verticalschlitzen des Gestelles führt, mit seinen Enden an die Zugfedern Z2 gehängt, so dafs, wenn diese den gesenkten Schaft wie-
der nach oben führen, gleichfalls die Wiederaufwärtsdrehung des Hebels d gefördert wird.
Die seitliche Hin- und Herbewegung des Schaftes A, der sich ebenso wie Schaft A1 in seitlichen Schlitzen des Gestelles führt, wird von Tritt k aus in · folgender Weise bewirkt. Tritt k liegt mit seinem hinteren Ende unter dem Hebel ks, Fig. 3, dessen freies Ende durch die über Rolle kl geleitete Schnur /c2 mit der einen Seite des Schaftes A verbunden ist. Wird auf Tritt k getreten,, so wird demzufolge Schaft A zur Seite gezogen, sobald der Fufs den Tritt k verläfst, dagegen durch Zugfeder /r4, die das andere Ende mit dem Gestell verbindet, wieder zurückgezogen.
Der Schaft A1 ist dadurch mit dem Schaft A verbunden, dafs seine verticalen Stifte/1, Fig. 2 und 3, in den Löchern der am Schaft A befestigten Arme / lose stecken. Infolge dieser Anordnung folgt der Schaft A1 dem Schaft A in seinen seitlichen Bewegungen, macht aber seine eigenen verticalen Bewegungen unabhängig von letzterem.
Die Anordnung, um für die starken Halme c und die schwachen Halme c1 den Anschlag verschieden zu stellen, damit erstere über letztere ein bestimmtes Stück an den Seiten der Matte hervorstehen, ist folgende:
Das äufsere Ende des bereits erwähnten, unter Hebel d liegenden Hebels m ist durch Schnur m1 mit dem Gewicht m3 verbunden, das an einer verticalen, seitlich an der Lade C befestigten Stange m2, Fig. 2, 4 und 5, auf- und niedergleiten kann.
An der Lade C ist auch die Büchse 0 befestigt, in der die Stange n2 horizontal verschoben werden kann. Eine innerhalb der Büchse 0 befindliche Spiralfeder o1 legt sich gegen einen Ansatz der Stange n'2 und zieht dieselbe in die Büchse hinein. An dem aus der Büchse 0 hervorstehenden Theil der Stange w2 ist der Anschlag η befestigt und aufserdem der Stiel des Blockes nl in die centrale Bohrung der Stange n2 gesteckt und an dieser durch einen Vorstecker ηΆ befestigt. Wird nun der Hebel d durch einen Druck auf Tritt e gesenkt, so wird das Gewicht m3 angehoben und der Anschlag η liegt dicht neben der Büchse o. Verläfst der Fufs dagegen den Tritt e, so sinkt das Gewicht m3 nieder, trifft auf eine schräge Fläche, Fig. 4, des Anschlages η und schiebt diesen wie den Block nl vor. Um den Block n1 für die verschiedenen Gewebebreiten zu verstellen, verschiebt man seinen Stiel in der Stange 1 und stecft den Vorstecker n3 in ein anderes Loch.
Man läfst nun zur Herstellung des in Fig. 2 dargestellten Gewebes die Schäfte und den Anschlagmechanismus vermittelst der soeben beschriebenen Vorrichtungen in folgender Reihenfolge spielen:
Nehmen wir an, der Schaft Ax mit dem Zwischendraht al und der Schaft B mit dem Bindedraht b befinden sich, wie in Fig. 2 in ihrer tiefsten Stellung. Da Hebel d durch Senkung von A1 gesenkt ist, ist das Gewicht ms gehoben und der Block nl demzufolge zurückgeschoben. Gegen letzteren als Anschlag wird nun ein starker Halm c, welchen man in das zwischen Draht α und a1 geöffnete Fach bringt, angeschoben, alsdann Schaft A1 gehoben und durch einen Schlag der Lade C der Halm c gegen die fertige Waare gerückt.
Durch das Anheben von Schaft A1 ist das Gewicht niA niedergegangen und hat den Block ηl vorgeschoben. Gegen diesen näher gerückten Anschlag schiebt man nun in das zwischen Zwischendraht al und Bindedraht b offene Fach einige dünne Halme c1, giebt den Schlag mit der Lade C und hebt den Schaft B. Nun bewegt man die Schäfte AA1 zur Seite und senkt alsdann Schaft -B und Schaft A1 ,wieder. Auf diese Weise erhält man die Stellung Fig. 2 wieder, von der diese Betrachtung ausging, und es können die soeben beschriebenen Operationen von neuem erfolgen, wobei dann aber der Draht b auf der anderen Seite der Drähte a und al bindet. Ist schliefslich Schaft B auf dieser Seite wieder gehoben, so bewegt man die Schäfte AA1 wieder zur Seite, um dort auf der anderen Seite der starken Drähte zu binden u. s. f. Es leuchtet übrigens ein, dafs sich das Gewebe auch herstellen läfst, wenn man den Schaft B mit dem Bindedraht aufser seiner auf- und niedergehenden Bewegung auch eine hin- und hergehende Bewegung zum Wechsel der Bindung machen läfst und dafür einender Schäfte A A1 ganz feststehen, den anderen aber nur eine auf- und -niedergehende Bewegung machen läfst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Webstuhle zur Herstellung eines Rohrgewebes, bei dem die starken Halme c an den Seiten ein Stück über die schwachen Halme c1 hervorstehen, ein als Anschlag dienender Block n\ der sich unter Einwirkung eines an den Hebel d gehängten Gewichtes und der Feder o1 an der Seite der Lade C abwechselnd in zwei verschiedene Stellungen einstellt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32917D Anschlagvorrichtung an Webstühlen zur Herstellung von Rohrgeweben Active DE32917C (de)

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