DE32569C - Neuerung an Centesimal-Brückenwaagen - Google Patents

Neuerung an Centesimal-Brückenwaagen

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DE32569C
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DENDAT32569D
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F. DOPP, Inhaber der Firma gebrüder DOPP in Berlin N., Eichendorffstrafse 20
Publication of DE32569C publication Critical patent/DE32569C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/02Relieving mechanisms; Arrestment mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Zweiter Zusatz zum Patent No 9348 vom 4. April 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1884 ab. Längste Dauer: 3. April 1894.
Die Neuerung betrifft eine combinirte Kniehebel- und Gegengewichts - Abstellvorrichtung mit vergrößertem Aushub zum gleichzeitigen Entlasten der Hebelachsen vom Druck der Waagebelastung, wie zum Arretiren des Waagebalkens.
In den beiliegenden Zeichnungen Blatt I und II ist die Construction der Waage, namentlich sind ihre Brücke, Traghebel und Gegengewichts-Entlastungshebel mit Umstellungshandhebeln und deren Mechanismen genau so dargestellt, wie sie der Firma Gebr. Dopp im preufsischen Landes-Patent vom 28. April 1876 und später im D. R. P. No. 7143 patentirt wurden.
, Die ebenfalls in den Zeichnungen dargestellte Kniehebel-Entlastung und die Construction der Traghebel ist im D. R. P. No. 9918, Fritz Dopp in Berlin, als Zusatz-Patent zu dessen Haupt-Patent No. 9348 von 1879 geschützt.
Die in Blatt I und II nachgewiesenen Anordnungen von drei Ausführungsformen einer combinirten Kniehebel- und Gegengewichts-Abstellvorrichtung charakterisiren sich daher als eine Neuerung und Erweiterung der im vorgenannten Zusatz-Patent No. 9918 geschützten Kniehebel-Entlastungsvorrichtung zur Anwendung an Centesimal - Brückenwaagen im allgemeinen, insbesondere an solchen, welche zum Abwiegen von Eisenbahnfahrzeugen in cpntinuirlichen Schienengeleisen aufgestellt und betrieben werden, da für dieselben ein gröfserer Aushub zum Heben und Senken der Brücke erforderlich ist.
In Blatt I ist die Kniehebel-Entlastung ebenso wie im Zusatz - Patente No. 9918 unter dem Pfannenlager ^1 der Stützpunktschneide des Querhebels \ wirkend angebracht. Wegen des grofsen Aushubes des Kniehebels c d, der hier in der ä'ufsersten Einknickung einen rechten Winkel bildet und bei dessen Beugung zugleich ein Senken des ihn tragenden kurzen Schenkels η des Gegengewichthebels f stattfindet, so dafs die Gesammtsenkung der Hebelschneide h 333 mm beträgt, was einer Senkung der Brücke von 30 mm entspricht, ist die senkrechte Geradführung des Schneidenlagers a in den zwei Consolcoulissenböcken f1 und /2 angeordnet.
Fig. 3 (Blatt I) stellt den Kniehebel in gestrecktem, den Gegengewichthebel am langen Schenkel mit Gewicht in gesenktem Zustande, somit die Waage zum Wiegen eingestellt, dar. In diesem Zustande ist die Arretirung des Waagebalkens durch die Aufwärtsbewegung der Klaue k des Doppelhebels y ausgelöst, die Waage kann also in allen Theilen frei spielen..
In Fig. 4 (Blatt I) ist der entgegengesetzte, · der sogenannte »abgestellte Zustand der Waage«' dargestellt, bei welchem die Brücke um circa 30 mm gesenkt, der Waagebalken auf der ent-
gegengesetzten Seite der Gewichtschale durch die Klaue k des Doppelhebels y heruntergezogen und arretirt ist.
Das Strecken und Beugen des Kniehebels geschieht durch den zwangläufig communicirenden Auf- und Niedergang der mit dem Gegengewichthebel / fest verbundenen zwei Scharnierzapfen q ql durch die zwei Zugschubstangen s und s1 und durch den auf der im Mauerwerk festgelagerten Welle t drehbaren Winkelhebel f1. Das Heben und Senken des Gegengewichthebels f, Fig. 3, 4 und 5, Blatt I, bei f3 geschieht durch zwei Handhebel c und cl mittelst der innen verzahnten Kreissegmente ο und o1 der gezahnten Kurbeln ρ und pl und der zwei Verbindungsstangen e und e1 nebst Querhaupt x. In Fig. 6 und 7, Blatt I, ist eine zweite Anordnung der Combination des Gegengewichts mit dem Kniehebel dargestellt. Hier hängt das Gegengewicht unmittelbar auf dem langen Schenkel v2 des Winkelhebels v, welcher in seiner Verlängerung zum Auf- und Niederheben und Senken zwangläufig mit einer durch Handkurbelrad und Winkelräder drehbaren Schraubenspindel i, Fig. 7, oder wie in Fig. 6 mit den vorbeschriebenen Handumstellhebeln verbunden ist.
Blatt II stellt eine dritte Anordnung und Combination der Kniehebel - und Gegengewichts-Abstellvorrichtung dar. Hier sind vier Kniehebel αλ u.2 α3 α4 unter die vier Stützdrehpunktschneiden ßj ß2 ß3 ß4 der die Brücke direct tragenden Triangelhebel gelagert.
Um den gleichen Anhub der Brücke, 30 mm, zu erreichen, hat die Längendifferenz der Kniehebel zwischen gestrecktem und gebeugtem Zustande nur dasselbe, nämlich 30 mm zu betragen.
Der Gegengewichthebel μ ist hier auf der Welle φ befestigt, welche in ihrer Hin- und Herdrehung durch die zwei Doppelhebel /x y3 die Zug- und Schubstangen S1 O2 O3 d4 die vier Kniehebel ax a2 «3 a4 streckt und beugt. Am Ende der Welle, unter dem Waagebalken ε, ist der Waagebalken - Arretirungshebel r\ angebracht, während in dessen Nähe der Drehhebel ζ befestigt ist, der durch eine Schraubenspindel Jr mit Gelenkstangen ξ mittelst Winkelräder P1 und p2 und Handkurbel τ auf- und niederbewegt wird.
In Fig. 4 und 5 sind die vier Kniehebel U1 a2 Ct3 a4 mit ihrer seitlichen Aufhängung und mit der Anordnung eines pendelnden Pfannengehänges (speciell in Fig. 4, 5 und 6 dargestellt) gezeigt. Bei dem grofsen Aushub der Stutzpunktschneiden der Triangelhebel, welche sich dabei um die festlagernden Sitzschneiden drehen, beschreiben die ersteren, wie die ihnen naheliegenden inneren Lastschneiden K1 κ2 κ3 κν entsprechende Bogen, während die an der starren Brücke befestigten vier Pfannen der Lastschneiden sich in der Geraden bewegen, so dafs ein schädliches Verschieben und ein damit verbundenes baldiges Abnutzen der Schneiden und Pfannen eintreten, auch das empfindliche Spiel der Waage beeinträchtigt würde. Durch die Anordnung der pendelnden Pfannengehänge der Stützpunktschneiden der Triangel werden beim Auf- und Niedergange derselben die Bogen eliminirt, so dafs die Schneiden den Geraden der correspondirenden Pfannen an der Brücke folgen können.
Die Vortheile der Kniehebel-Gegengewichtscombination als Abstellvorrichtung an Centesimalwaagen bestehen darin, dafs die mit dem anwachsenden Ausstrecken des Kniehebels fallende Wegcurve nahezu im umgekehrten Verhältnifs steht zu der steigenden Widerstandscurve der Brückenbelastung, während das Gegengewicht in seinem Aufgang durch das niedergehende Brückengewicht gehoben wird, daher in seinem Niedergang zum Anheben der Brücke als Accumulator mechanischer Arbeit wirkt und das accumulirte mechanische Moment gänzlich verbraucht. Dadurch wird ein in anderer Weise nicht erreichbarer hoher Brückenaushub mit kürzestem Zeit- und Kraftaufwand erreicht.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Die Verbindung eines Gegengewichts mit der unter No. 9918 patentirten Kniehebel-Abstellvorrichtung an Centesimal - Brückenwaagen, hauptsächlich behufs Erzielung eines grofsen Aushubes bei leichtem und schnellem Gange an Centesimal-Brückenwaagen im allgemeinen, besonders aber an solchen, die in continuirlichen Eisenbahngeleisen aufgestellt werden und eines hohen Aushubes bedürfen, und zwar:
    a) durch Lagerung des Kniehebels c d zwischen dem kurzen Schenkel η des doppelarmigen Gegengewichthebels, Blatt I, Fig. 3 und 4, und dem Stützpunktlager h des Langhebels, Führung des Langhebelstützpunktlagers h in der Coulissengeradführung der Coulissenböcke α α1, Anordnung der Streck- und Beugemechanismen in Verbindung mit dem langen Schenkel f des Gegengewichthebels durch die Schub- und Zugstangen / Z1, des Winkelhebels r und der Schub- und Zugstangen q, Blatt I, Fig. 3 und 4, wodurch die Aushübe der beiden Hebel vereinigt und das Gegengewicht einen Theil der auf dem Kniehebel ruhenden Belastung ausbalancirt, Blatt I;
    b) die Aufhängung des Gegengewichts im Kniehebel durch den Gegengewichtwinkelhebel ν mit der Welle, den Zug- und Schubstangen n> und dem Querhaupt / mit den zwei Zug- und Schubstangen, das
    Ganze mit" gleicher Wirkungsweise wie unter a), Blatt I, Fig. 7 und 8;
    durch Lagerung der vier Kniehebel α unter die vier Drehpunktschneiden der Triangel β mittelst des Trägers ß1, Blatt II, Fig. 1, 2 iünd 3, und des in seiner Form und Construction neuen pendelnden Gehänges, Blatt II, Fig. 5, 6 und 7, iiH Verbindung derselben mittelst der vier Zug- und Schubstangen & mit der Welle φ und den dieselben drehenden Doppelhebeln γ, wie die Aufhängung des Gegengewichts an derselben Welle mittelst des Hebelarmes μ; das Ganze mit gleicher Wirkungsweise wie a) und b).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT32569D Neuerung an Centesimal-Brückenwaagen Expired - Lifetime DE32569C (de)

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