DE78606C - Selbsttätige Wägemaschine - Google Patents

Selbsttätige Wägemaschine

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DE78606C
DE78606C DENDAT78606D DE78606DA DE78606C DE 78606 C DE78606 C DE 78606C DE NDAT78606 D DENDAT78606 D DE NDAT78606D DE 78606D A DE78606D A DE 78606DA DE 78606 C DE78606 C DE 78606C
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weighing
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weight
weighed
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DENDAT78606D
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English (en)
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A. MICHEL, Wien III, Hainburgerstr. 30
Publication of DE78606C publication Critical patent/DE78606C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIEX
KLASSE 42: Instrumente.
ANTON MICHEL in WIEN. Selbsttätige Wägemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. September 1893 ab.
Gegenstand dieser Erfindung ist eine selbstthätige Wägemaschine nach Art der Brückenwaagen, bei welcher zur Bestimmung des Gewichtes der Last ein Auswäge- und Anzeigeapparat angewendet wird und wobei der Druck, welchen die Wägelast auf die Lagerungen der Wägehebel ausübt, dazu verwendet wird, um selbstthätig die Zuführung von Wägegut abzusperren und den Auswäge- und Anzeigeapparat in Thätigkeit zu setzen, und ferner die Anordnung und die Einwirkung einzelner Theile, welche zur richtigen Wirkung des Auswäge- und Anzeigeapparates in seiner Verbindung mit der Wägemaschine, sowie der Wägemaschine überhaupt nöthig sind.
Diese Wägemaschine ist besonders für solche Fälle bestimmt, wo entgegen den Wägungen bei selbsttätigen Getreidewaagen mit constantem Gewicht die einzelnen Wägungen in Bezug auf die Gewichtsmenge oft in ziemlich weiten Grenzen verschieden sind und man die Fehler vermeiden will, welche bei Abwägung auf gewöhnliche Weise vorkommen können.
Da diese Wägemaschine infolge des angeführten Zweckes nur in Verbindung mit einem Auswäge- und Anzeigeapparat verwendet werden kann, so wurde auf beiliegenden Zeichnungen in den Fig. 1, 2 und 3 ein solcher Auswäge- und Anzeigeapparat in entsprechender Ausführung dargestellt , während die Wägemaschine selbst in zwei verschiedenen Ausführungen in den Fig. 4 bis 12 dargestellt ist.
Fig. ι ist eine Totalansicht des Auswäge- und Anzeigeapparates auf die Ableseseite; Fig. 2 ist ein Verticalschnitt durch die Auflageschneiden des Auswä'gebalkens und zeigt die Anordnung konischer Scheiben, durch welche die raschere und langsamere Verschiebung des Schiebegewichtes herbeigeführt wird; Fig. 3 ist eine Ansicht auf den Auswägebalken.
α ist der Auswägebalken, auf welchem sich das Schiebegewicht α1, letzteres durch die Zahnstange d angetrieben, zum Zwecke der Herstellung des Gleichgewichtes verschiebt. Die Einwirkung der Zahnstange d durch das Schiebegewicht αΛ geschieht durch die Welle c und die auf c sitzenden Räder e und /. Durch das auf der Welle c sitzende Rad g wird durch Vermittelung des Rades g1 die Verbindung mit dem Rad h hergestellt, welches letztgenannte mit entsprechenden Zähnen versehen ist, in welche der Sperrzahn η einfallen kann, um die Bewegung des Schiebegewichtes a1 aufzuhalten. Der Sperrzahn η wird von dem die Wägehebel mit dem Auswä'gebalken verbindenden Gestänge k beeinflufst. Dieser letztere Umstand ist für die Empfindlichkeit und Genauigkeit des Anzeige- und Auswägeapparates besonders wichtig. Auf der Welle von h sitzt auch eine Sealascheibe m, auf welcher man das ermittelte Gewicht ablesen kann. An der Welle von h und m kann auch ein Apparat angebracht werden, um das Wä'geresultat auf einen fortlaufenden Papierstreifen oder auf Karten drucken.zu können.
Den gegebenen Verhältnissen entsprechend können hierbei verschiedene Abweichungen vorkommen, da in dieser Beziehung viel Bekanntes vorhanden ist.
Auf der Welle c sitzt auch das Rad dl, welches einen Regulator treibt, um die Be-
wegung des Schiebegewichtes a1 so zu hemmen, dafs es sich nur mit sehr mäfsiger Geschwindigkeit bewegt; da es aber von groisem Vortheil ist, bei gröfseren Auswägungen das Schiebegewicht a1 anfänglich möglichst rasch laufen zu lassen, um die Dauer der Auswa'gung möglichst abzukürzen und erst gegen das Ende der Auswägung die Bewegung des Schiebegewichtes al so weit zu verlangsamen, dafs der Sperrzahn η genügend Zeit hat, in den richtigen Zahn einzufallen, so ist dieses Rad d1 nur lose auf der Welle c angebracht und mit einer konisch vertieften Scheibe versehen, in welche eine entgegengesetzt konische Scheibe d2' eingreifen kann. Die konische Scheibe d'2 ist auf der Welle c derart befestigt, dafs sie wohl an den Umdrehungen der Welle c theilnehmen mufs, aber in axialer Richtung verschiebbar ist. Durch den Hebel d3 kann die konische Scheibe d2 von der entgegengesetzt konischen Scheibe dl entfernt oder in die letztere hineingedruckt werden.
Der Hebel dB wird von dem Hebel di, Fig. 3, beeinflufst, welcher letztere seine Bewegung durch die Bewegung des Auswägebalkens α erhält, da der Lastarm des Auswägebalkens α gegen das eine Ende des Hebels di drückt, während an dessen anderem Ende ein Gegengewicht angebracht ist, welches den Hebel di gegen den Auswägebalken a so lange drückt, bis dieser nahezu die Gleichgewichtslage erreicht. Bei Beginn der Auswägung steht der Lastarm des Auswägebalkens α in der tiefsten Stellung, infolge dessen der mit dem Gegengewicht belastete Arm des Hebels d* in der höchsten Stellung sich befindet.
Zwischen dem Drehpunkt des Hebels d* und dem Gegengewicht befindet sich der Angriff des Hebels d3, demzufolge die konische Scheibe d2 von der Scheibe an d1 entfernt ist, wenn der Lastarm des Auswägebalkens α sich in der tiefsten Lage befindet. Sobald nun der Auswägeapparat frei wird, bewegt sich das Triebwerk und mit diesem das Schiebegewicht al sehr rasch, bis der Auswägebalken α sich bewegt und sein Lastarm sich hebt. Infolge dieser Bewegung des Auswägebalkens α senkt sich der mit dem Gegengewicht belastete Arm des Hebels d*, und dadurch wird die konische Scheibe d'1 in die Scheibe an rf1·hineingedrückt. Da nun das Rad d\ an welchem der Regulator angreift, durch die konische Scheibe d2 mitgenommen, an der Bewegung der Welle c theil- - nehmen mufs, verlangsamt sich diese Bewegung so weit, dafs gegen Ende der Auswägung die lebendige Kraft des Triebwerkes aufgehoben ist und dasselbe genau im Momente des Gleichgewichtes aufgehalten wird.
Eine Wägemaschine für rutschendes oder rollendes Wägegut ist in den Fig. 4 und 5 und zum Zwecke des leichteren Verständnisses des Zusammenhanges in den Fig. 6, 7, 8, 9 und 10 noch schematisch dargestellt. Zur Aufnahme des Wägegutes ist ein Wägegefäfs E auf der Waagbrücke H angeordnet.
Fig. 4 ist die Ansicht auf die Entleerungsklappen , wobei der untere Theil des Waaggehäuses geschnitten ist, um den unteren Mechanismus zu zeigen. Fig. 5 ist eine Ansicht auf diejenige Seite, wo der Waagständer steht. In beiden Figuren ist der Auswäge- und Anzeigeapparat D abgebrochen angedeutet. Die Stellung ist hier in dem Moment gezeichnet, in welchem das Wägegefäfs E bereits entsprechend gefüllt, der Zuflufs abgesperrt und die selbsttätige Auswägung begonnen wurde.
Die Fig. 6 und 8 sind Ansichten entsprechend der Fig. 4, jedoch mit dem Unterschied, dafs Fig. 6 die Stellung zeigt, bei welcher die Füllung des Wägegefäfses E beginnt, Fig. 8 jene Stellung, bei welcher die Entleerung des Wägegefäfses E vor sich geht. Die Fig. 7 und 9 entsprechen der Fig. 5, und zwar Fig. 7 als Ergänzung zu Fig. 6 und Fig. 9 als Ergänzung zu Fig. 8. Fig. 10 zeigt die Einrichtung, durch welche nach Schlufs der Klappe E2 die Zuführung des Wägegutes wieder geöffnet wird.
In den Fig. 11 und 1 2 ist eine solche Wäge^ maschine dargestellt, bei welcher das Wägegut in Fahrzeugen auf die Waagbrücke H gebracht wird. In Fig. 12 ist die Waagbrücke H mit Geleiseschienen versehen dargestellt; doch können diese auch in dem Falle wegbleiben, wenn das Wägegut in Fahrzeugen ohne Spurräder befördert wird. Fig. 11 ist ein Grundrifs zu Fig. 12 mit abgehobener Brücke H.
Die Wägemaschine ist nach Art der Brückenwaagen construirt, so dafs die Schläge und Stöfse, welche durch das selbsttätige Absperren der Zuführung des Wägegutes, sowie durch die Entleerung des Wägegefäfses oder die Entlastung der Waagbrücke und die Wiederöffnung der Zuführung bedingt sind, auf den Auswäge- und Anzeigeapparat keinen schädlichen Einflufs ausüben können. Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Anordnung der Wägehebel mit zwei Dreieckshebeln p1 und p2 und einem Uebertragungshebel ρ gewählt. Um durch die Lastwirkung, welche das auf der Wägemaschine befindliche Wägegut auf die Lagerungen ρΆ und p* der Wägehebel pl p2 und ρ ausübt, eine Bewegung hervorzubringen, durch welche die Zuführung von weiterem Wägegut abgesperrt und der Auswäge- und Anzeigeapparat frei gemacht wird, ist in den beiliegenden Zeichnungen das Lager pi des Uebertragungshebels ρ von einem anderen doppelten Hebel r getragen; doch können zu obigem Zweck auch die sämmtlichen Lager der Wägehebel, wenn nöthig, gleichfalls in verticaler Richtung beweglich gelagert werden,
sowie auch die Anordnung der Wägehebel den Verhältnissen entsprechend, so weit es bei Waagen zulässig ist, beliebig gewählt werden kann. Auch der Hebel, r, welcher hier doppelt angeordnet ist, kann als einfacher Hebel verwendet werden, wenn das untere Waaggehäuse entsprechend höher genommen wird, so dafs der Hebel ρ nicht zwischen den Hebel r zu liegen kommt. Das Gewicht F dient dazu, um erst nach einer gewissen Minimalbelastung die selbstthätigen Functionen der Wägemaschine vor sich gehen zu lassen, und übt auf das Wägeergebnifs keinen Einflufs aus. An Stelle des Hebels r und zur Lagerung der übrigen Hebellager können auch Winkelhebel, welche durch Zugstangen oder Streben gekuppelt sind, oder auch über Rollen geleitete Ketten oder Bänder angewendet werden, an deren einem Ende die Hebelläger und an dem anderen Ende das Gewicht F befestigt sind. Die Zuführung des Gutes geschieht bei Wägemaschinen mit einem Wägegefäfs E vom Trichter A aus über die geöffnete Klappe B. Die Belastung des Gefäfses E oder bei Wägemaschinen ohne Wägegefäfs die Belastung der Waagbrücke H wirkt auf die Wägehebel p1 und p'2, von welchen diese Lastwirkung einerseits auf die Lagerp3 dieser Hebel, andererseits auf den Uebertragungshebel ρ vertheilt wird. Die Lastwirkung, welche der Hebel ρ empfängt, vertheilt sich wieder einerseits auf die Lagerung pi dieses Hebels, andererseits durch Vermittelung des Zuggestänges k auf den Auswägebalken a des Auswäge- und Anzeigeapparates D. Jener Theil der Lastwirkung, welcher sich auf p* überträgt, wirkt weiter auf den Hebel r, und wenn diese Lastwirkung eine gewisse Gröfse überschreitet, giebt der Hebel r ihr nach, senkt sich an dieser Stelle und hebt sich an dem entgegengesetzten Ende sammt dem Gegengewicht F. Der Hebel r kann zum Zwecke der Einwirkung auf den Auswäge- und Anzeigeapparat, wie Fig. 4 bis io es zeigen, mit einem zweiten Hebel ο gekuppelt werden, durch welchen die aufwärtsgehende Bewegung des Hebels r wieder in eine abwärtsgehende Bewegung des Gestänges o1 umgewandelt wird. Derselbe Zweck wird auch nach Fig. 11 und 12 durch Einschaltung einer Räderübersetzung z, auf welche die Strebe z1 einwirkt, erreicht, wobei das Gestänge o1 seine Bewegung durch die Räderübersetzung ζ erhält.
Wie aus dem bereits Gesagten hervorgeht, hat die Anordnung der beweglichen Hebellager den Zweck, durch, die Lastwirkung auf diese Lager, welche auf das Wägeergebnifs ..keinen Einflufs ausübt, die nöthige Kraft und Bewegung für die Einleitung der selbstthätigen Absperrung weiterer Zufuhr von Wägegut und der Entleerung des Wägegefäfses unabhängig von jenen Mechanismen zu erhalten, welche zur Bestimmung des Gewichtes des Wägegutes dienen, um hierdurch sichere Wägeresultate zu erhalten, entgegen den Anordnungen bei gewöhnlichen selbstthätigen Waagen, bei welchen der eigentliche Wägemechanismus auch die genannten Functionen der Absperrung und Wiederöffnung der Zufuhr des Wä'gegutes, sowie der Entleerung des Wägegefäfses einzuleiten hat, welcher Umstand bei den öfter sich verändernden Reibungswiderständen Unrichtigkeiten der Wägungen bei selbstthätigen Waagen mit herbeiführt.
Bei solchen in den Fig. 4 bis 10 dargestellten Wägemaschinen mit Wägegefäfs wird andererseits durch die Bewegung des Hebels r infolge der Vermittelung der Zugstange r1 und des Winkelhebels r2 die Falle r3 ausgelöst. Die Falle r3 hielt die beiden mit einander gekuppelten und als Gewichte auf die Klappe B wirkenden Stangen r4 und r5 in gehobener Stellung, und da diese beiden Stangen nach geschehener Auslösung an dem Arm b wirken, letzterer Arm die Klappe B mittelst Mitnehmer bewegt, so wird dadurch die Klappe B geschlossen und durch die Falle bl geschlossen gehalten, so dafs kein weiterer Zuflufs von Wägegut stattfinden kann. Durch die Bewegung des Hebels r wurde gleichzeitig auch der mit ersterem gekuppelte Hebel 0 entsprechend bewegt, infolge dessen das aufwärtsgerichtete Ende des letztgenannten Hebels sich an der Falle f einhängt, während durch die Senkung des anderen Endes des Hebels 0 das Gestänge o1 abwärts geht und dadurch der Auswäge- und Anzeigeapparat D frei wird, welcher nun die Auswägung vollzieht.
Bei der Ausführung Fig. 11 und 12 wird durch die Bewegung des Hebels r und durch die ihr folgende Bewegung des Gestänges z1 und der Räderübersetzung ζ die abwärtsgehende Bewegung des Gestänges o1 herbeigeführt, welche ebenso den Auswäge- und Anzeigeapparat frei macht.
. Sobald am Auswägeapparat D Gleichgewicht eintritt und der Sperrzahn η einfällt, wird auch der von dem Gestänge k beeinfiufste Kipphebel i3 frei, welcher gegen den Sperrzahn ι4 fällt. Dieser Sperrzahn hält die leichte Stange z2 und wird durch den Kipphebel i3 ausgelöst, worauf die Stange P fällt und auf den Sperrzahn i1 trifft, welcher dadurch aus der schweren Fallstange i ausgelöst wird. Die Fallstange i trifft den Hebel t und bewegt denselben. Der Bewegung von t müssen auch die mit t verbundenen Theile folgen, welche nach Ausführung in den Fig. 4 bis 10 aus der Zugstange f1, Winkelhebel i2, Zugstange t3 und Winkelhebel i4, nach Ausführung wie in den Fig. 11, und 12 aus der Zugstange f1, den Wellen mit den Armen t5 und der Zugstange f6 bestehen.
Bei Wägemaschinen mit Wägegefäfs löst der Winkelhebel i4 die Falle u aus, welche den Schlaghebel u1 gehoben hält, und u1 trifft im Fallen zuerst gegen den Sperrhebel M2, löst ihn aus und drückt den Arm us nieder. Der Arm M3 sitzt mit den Fallen M4 an der Klappe Ελ auf einer Welle, so dafs die Fallen M4 an der Bewegung des Armes u3 theilnehmen müssen und infolge des Niederdrückens des Armes m3 die Klappe E2 auslassen, welche, dem Druck des Wägegutes nachgebend, sich öffnet. Durch ,das Oeffnen der Klappe E2 wird auch die Klappe E1 frei, welche durch die seitlichen Haken an der Klappe E2 gehalten wurde, und es findet dadurch ein rascher Abflufs des Wä'gegutes aus dem Wägegefäfs statt. Während die Klappe E2 sich nun nach abwärts öffnet, bewegen sich ihre Gegengewichtsarme E3 nach aufwärts und heben mittelst angebrachter Daumen oder Haken die Stangen r4 und r5, sowie den Schlaghebel ul so weit in die Höhe, dafs die Fallen r3 und u wieder einfallen können. Sobald das Wägegefäfs E sich entleert hat, schliefsen sich die Klappen E1 und E'2, und zwar zuerst E1, dann E2, wobei ein Daumen an dem Gegengewichtsarm Ea das Hebelchen fs etwas mitnimmt und dann vorbeigeht. Das Hebelchen /3 löst infolge dieser Bewegung durch die Verbindungsstange /2 die Falle f aus, so dafs der Hebel r und der Hebel ο infolge der Entleerung des Wägegefäfses E durch das Gewicht F in die frühere Stellung bewegt werden. Da an dieser Bewegung auch das Gestänge o1 theilnehmen mufs, wird dadurch der Auswäge- und Anzeigeapparat sammt den Stangen i und i2 in die Anfangsstellung zurückgebracht und gesperrt gehalten. Im letzten Moment, währenddem sich die Klappe E2 schliefst und die Fallen «4 einfallen, um die Klappen I?2 und E1 geschlossen zu halten, trifft eine Warze an der einen Falle m4 den Hebel ν an der Seite der Klappe E% und drückt ihn zurück. An dieser Bewegung des Hebels ν mufs auch der Hebel v1 theilnehmen, weil beide Hebel gekuppelt sind. Der Hebel v1 geht an der Falle χ vorüber, welche eine vorstehende Nase hat und durch das Vorübergehen des Hebels vl zurückgedrückt wird. Dadurch wird die Falle χ ausgelöst und die Gewichtsstange x2, welche durch die Falle χ mittelst des Hebels x1 gehalten wurde, freigemacht, infolge dessen die Stange x2 durch ihr Gewicht die Falle bl an der Zuführungsklappe B auslöst. Die weitere Folge davon ist, dafs die Klappe B sich öffnet und die Zuführung des Wägegutes von neuem beginnt. Die Klappe B hebt mittelst Mitnehmer, während sie sich öffnet, die Stange x2 wieder so weit auf, dafs die Falle χ wieder einfällt und die Falle b1 wieder frei wird, um die Klappe B, wenn sie sich wieder schliefst, geschlossen halten zu können.
Bei Wägemaschinen, wo das Wägegut in Fahrzeugen auf die Waagbrücke H gebracht wird (Fig. ii und 12), hält der Sperrbügel y die Abfahrt versperrt.
Durch das Auffallen der Stange i nach geschehener Auswägung auf den Hebel ί wird durch ' Vermittelung der Zugstange f1, der Welle mit den Armen i5 und der Zugstange fB der Sperrbügel y, welcher seinen Drehpunkt bei y* hat und durch das Gegenge\vichtj^3 in der punktirten Stellung gehalten wurde, zurückgezogen, indem die Stange f6 die Arme y1 und y2 aus ihrer geraden Richtung zieht, weil y2 unten am Waaggehä'use, y1 an dem Sperrbügel y drehbar befestigt sind und infolge dieses Zuges der Sperrbügel y nachgeben mufs. Durch das Zurückziehen des Sperrbügels y wird auf der Zufahrtsseite der Sperrbügel yb durch Vermittelung der zweiten, mit Armen versehenen Welle f und der Stange ta gehoben, wodurch die Zufahrtsseite abgesperrt wird, so dafs das Fahrzeug nicht zurückgezogen, sondern nach der anderen Seite weggeschoben werden mufs. Sobald das Fahrzeug die Waagbrücke H verlassen hat, geht der Hebel ν infolge der Entlastung der Waagbrücke H in seine Anfangsstellung zurück, wodurch infolge des Zurückdrehens des Gestänges o1, so, wie bei der Einrichtung nach den Fig. 4 bis 10, der Auswäge- und Anzeigeapparat sammt den Stangen i und z2 in die Anfangsstellung zurückgeführt und gesperrt gehalten wird. Durch das Aufheben der Stange i wird auch der Hebel t wieder frei, welcher infolge seiner Gewichtsvertheilung gleichfalls zurückgeht und dadurch den Sperrbügel y freigiebt, der sich nun wieder aufstellt und durch Vermiltelung der zweiten Welle mit den Armen i7 und der Stange i8 den Sperrbügelyb auf der Zufahrtsseite zurückzieht, so dafs das bereits gewogene Fahrzeug nicht mehr auf die Waagbrücke H zurückgeschoben werden kann, wogegen die Zufahrtsseite für ein weiteres zu wägendes Fahrzeug frei ist.
Das Neue dieser letzteren Anordnung liegt in der Construction der Sperrbügel, welche infolge der Streben yl und y2 von aufsen nicht zurückgedrückt werden können, und in der Einwirkung der Fallstange i auf die Bewegung dieser Sperrbügel. Der Sperrbügel y kann auch nur gegen eine Fahrrichtung angewendet werden, wo dies die örtlichen Verhältnisse bedingen, oder ebenso auf beiden Seiten doppelt. Es können auch die Armej/·1 undj^2 einfach angewendet werden, wenn man sie an dem einen Ende gleiten läfst, und ebenso können anstatt dieser Arme Keile oder Excenter angewendet werden.
Für jene Fälle, wo das Wägeresultat abgedruckt werden soll, wird im Gehäuse des Auswäge- und Anzeigeapparates noch eine Welle s
mit einer Hülse gelagert, und zwar so, dafs Welle und Hülse von einander unabhängig drehbar sind. Die Welle s erhält einerseits einen Arm sl, welcher durch Vermittelung der Stange s2 und des Hebels s3 zum Zwecke des Abdrückens von der Fallstange i nach vollendeter Auswägung bewegt wird, und diese Bewegung wirkt durch den andererseits auf der Welle 5 sitzenden kurzen Daumen auf den Druckhebel s4, Fig. 1, während die Fallstange i niederfällt. Der Hebel s3 wird von der Fallstange i mittelst Mitnehmer bewegt, welcher die Stange i nach einer entsprechenden Bewegung ausläfst und beim Rückgang der Stange i wieder einfällt. Die Hülse auf der Welle s trägt zwei Arme, von denen der eine, n>, durch Vermittelung der Stange n>1 und des Hebels n>2 seine Bewegung von einer schiefen Führung o2, Fig. 1, an dem Gestänge ol erhält, in welcher Führung der Hebel w*1 mit dem einen Arm gleitet. Diese Bewegung wird durch den Arm w3 zum Verschieben des Papieres oder der Karten verwendet. An Stelle der Welle s mit der Hülse können auch zwei getrennt gelagerte Wellen angewendet werden, und da, wo das Gestänge o1 durch eine Räderübersetzung laut den Fig. 1 1 und 12 bewegt wird, kann der Hebel w2 auch durch die Stange ^1 bewegt werden. Im Waagständer ist noch ein Katarakt o8 angeordnet, welcher mit dem Gestänge o1 gekuppelt ist, und welcher verhindert, dafs der Rückgang des Gestänges o1 zu rasch erfolge. Das Gewicht g ist nur dazu vorhanden, um da, wo nöthig, die einmal begonnene Bewegung zu erleichtern. R ist ein Hebel, mittelst welchen man das Fallen der Stange P und demzufolge auch die selbsttätige Entleerung aufhalten kann.
Schliefslich mufs noch erwähnt werden, dafs, ohne das Wesen dieser Erfindung zu ändern, manches den örtlichen Verhältnissen angepafst werden mufs. So können z. B. die Zuführrungsklappe B, sowie die Entleerungsklappen E1 und E2 verlegt werden und die Entleerungsklappe E1 auch ganz entfallen. Es kann an Stelle der Stangen r4 und r5 ein aufgehängtes Gewicht angewendet oder an dem Arm b ein solches angebracht werden , welches, oben durch eine Falle gehalten, nach deren Auslösung zur Wirkung kommt. Es kann ferner an Stelle der Hebel ν und v1, welche bei dieser Anordnung an der Klappe E2 gelagert sind, bei entsprechender Stellung der Falle χ nur ein Hebel angewendet werden, und man kann die Lagerung der Hebel von der Klappe E2 weg an einen nebenstehenden festen Punkt verlegen.

Claims (6)

  1. Pat ent-Ansprüche:
    i. Eine selbsttätige Wägemaschine nach Art der Brückenwaagen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Lager der Wägehebel unter der Brücke entweder sämmtlich oder nur zum Theil senkrecht oder nahezu senkrecht verschiebbar auf anderen Hebeln gelagert oder an Ketten oder Bändern aufgehängt sind und durch den Druck der zu wägenden Last eine Bewegung ausführen, welche, auf ein Gestänge übertragen, die Sperre eines selbsttätigen Auswäge- und Anzeigeapparates auslöst und dadurch die Gewichtsverschiebung einleitet.
  2. 2. Eine durch Anspruch 1. gekennzeichnete Wägemaschine, bei welcher zum Zwecke der Wägung von rollendem oder rutschendem Wägegut ein Wägegefäfs angeordnet ist und nach Zuführung einer gewissen. Menge Wägegutes durch die infolge der Lastwirkung eintretendeBewegung der Wägehebellager die Zuführung selbsttätig gesperrt wird.
  3. 3. Bei durch Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Wägemaschinen die Einwirkung des· die Wägehebel unter der Waagbrücke mit dem Auswägebalken verbindenden Gestänges mittelst Mitnehmer auf einen Sperrzahn zum Aufhalten der Bewegung des Schiebegewichtes im Moment des Gleichgewichtes.
  4. 4. Bei durch Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Wägemaschinen Fallstangen oder Fallgewichte, welche von Sperrzähnen oder ähnlichen Mitteln gehalten, nach geschehener Auswägung und nach dem Aufhalten der Bewegung des Schiebegewichtes durch die Einwirkung des die Wägehebel mit dem Auswägebalken verbindenden Gestänges ausgelöst werden und durch ihr Fallen die Sperre gegen die Entlastung der Waagbrücke oder Entleerung des Wägegefäfses öffnen, so dafs die Entlastung der Waagbrücke oder des Wägegefäfses erst nach geschehener Auswägung erfolgen kann.
  5. 5. Bei durch Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Wägemaschinen konisch in einander passende Scheiben, welche durch die Bewegung des Auswägebalkens vor der Auswägung aus einander gebracht werden, wodurch zu Beginn der Auswägung eine schnelle Bewegung des Schiebegewichtes erfolgt, welches gegen das Ende der Auswägung infolge der rückgängigen Bewegung des Auswägebalkens durch das Ineinandergreifen der genannten konischen Scheiben so weit gehemmt wird, dafs das Einfallen des die Bewegung des Schiebegewichtes aufhaltenden Sperrzahnes genau im Moment des Gleichgewichtes geschehen kann.
  6. 6. Bei durch Ansprüche 1. und 2. gekennzeichneten Wägemaschinen eine als Gewicht wirkende Stange, welche, unten durch eine Falle mit vorstehender Nase gehalten, im
    letzten Momente des Schliefsens der Entleerungsklappen durch einen mit letzteren in Verbindung stehenden Daumen mittelst einer Hebelübersetzung und deren Einwirkung auf die Nase der Falle ausgelöst wird und die Sperre an der Zuführungsklappe erst nach dem erfolgten Schliefsen der Entleerungsklappen öffnet.
    Bei durch Ansprüche i. und 2. gekennzeichneten Wägemaschinen zum Abdruck des Wä'geergebnisses die Anordnung eines mit der Druckvorrichtung in Verbindung stehenden Hebels, dergestalt, dafs er durch die nach der erfolgten Auswägung eintretende Bewegung einer Fallstange mitgenommen wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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