DE324239C - Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugefuehrt wird - Google Patents
Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugefuehrt wirdInfo
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Description
- Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugeführt wird. Das Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugeführt wird, bereitet Schwierigkeiten, weil der Hubraum der Pumpe - dem Brennstoffbedarf der Maschine entsprechend - klein ist im Verhältnis zu dem Rauminhalt der Zuleitung. Da die Speisepumpe gewöhnlich von der Welle der Verbrennungskraftmaschine aus angetrieben wird, muß letztere durch äußeren Kraftaufwand Erst einige Zeit in Gang gehalten werden, ehe die Speisepumpe Betriebsstoff ansaugt und diesen den Zylindern oder dem Vergaser zuführt. Zur Vermeidung dieses Übelstandes sind drei Verfahren bekannt. Das erste besteht darin, daß man die Antriebsvorrichtung der Speisepumpe entkuppelt und letztere allein, mit einem geringeren Kraftaufwand und mit höherer Geschwindigkeit antreibt, bis die Brennstofförderung begonnen hat. Das zweite Verfahren besteht darin, daß man in den Saugraum der Pumpe Brennstoff eingießt oder einspritzt, das dritte schließlich darin, daß man mittels einer besonderen Handpumpe Luft aus der Brennstoffspeisepumpe heraussaugt und auf diese Weise das Ansaugen des Brennstoffs beschleunigt. Alle diese Verfahren sind umständlich und zeitraubend, besonders, wenn die Verbrennungskraftmaschine nicht leicht zugänglich ist, wie z. B. bei vielen Kraftfahrzeugen.
- Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung Luft aus dem Saugraum der Speisepumpe heraus gesaugt, indem dieser durch Rohre, Kanäle o. dgl. mit den Zylindern oder der Ansaugeleitung, bzw. demVergaser der Verbrennungskraftmaschine verbunden wird, wo beim Anlassen starker Unterdruck herrscht. Dieser Unterdruck teilt sich dem Saugraum der Speisepumpe fast augenblicklich mit, so daß es nicht erst einer großen Anzahl von Kolbenstößen bedarf, damit sich die Pumpe mit Brennstoff füllt und dieser der Verbrennungskraftmaschine zugeführt werden kann. Wird die Verbindung zwischen Pumpe und Ansaugeleitung zu einem Vorratsbehälter erweitert, so kann die Pumpe oder die Maschine unmittelbar den Brennstoff aus diesem bei nochmaligem Anlassen entnehmen, so daß überhaupt kein Zeitverlust mehr entsteht. Die Verbindung zwischen Pumpe und Ansaugeleitung kann auch in bekannter Weise als Hilfsdüse zur Anreicherung des Gemisches bei Leerlauf ausgebildet werden.
- Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens in schematischer Darstellungsweise.
- Durch die von der Verbrennungskraftmaschine angetriebene Welle l und die Pleuelstange m wird der Kolben k auf und ab bewegt. Bei der Aufwärtsbewegung hebt sich das Kugelventil i, während das Kugelventil h dicht schließt. Infolgedessen wird Brennstoff durch das Rohr o angesaugt. Bei der Abwärtsbewegung schließt sich das Ventil i und öffnet sich das Ventil lz, so daß der Brennstoff durch die Spritzdüse g in den Vergaser b gedrückt wird, wenn der Hahn f geschlossen ist. Bei dem erstmaligen Anlassen, wenn sich noch keine Flüssigkeit in dem Pumpenzylinder y befindet, würde zunächst die Luft in demselben und in dem Rohr o verdünnt werden. Erst nach einer Anzahl von Kolbenstößen würde Brennstoff nachdrängen und schließlich auch der Spritzdüse zugeführt werden. Zur Vermeidung dieses Zeitverlustes ist gemäß der Erfindung an die Spritzdüse das Rohr P angeschlossen, welches über den Vorratsbehälter c und das Rohr c an die Ansaugeleitung der Maschine angeschlossen ist, wo bei ganz oder teilweise geschlossener Drosselklappe a starker Unterdruck herrscht. Bei geöffneten Hähnen f und d besteht dann eine Verbindung zwischen Pumpenzylinder und Ansaugeleitung, so daß der starke Unterdruck beim Anlassen ein schnelles Ansteigen des Brennstoffes bis in den Vorratsbehälter e bewirkt. Da der Unterdruck rechts von der Drosselklappe stärker ist als an der Mündung der Spritzdüse g, dringen anfangs auch einige Luftblasen n in die Spritzdüse ein und gelangen durch das Rohr in den Vorratsbehälter e, ohne die Wirkung wesentlich zu beeinflussen. Mit dem Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels im Vorratsbehälter wird bald ein Gleichgewichtszustand erreicht, bei welchem das Eindringen der Luftblasen aufhört. Um zu Vollast überzugehen, schließt man den Hahn d und öffnet die Drosselklappe a. Bei abgestellter Maschine schließt man den Hahn f, um das Ausfließen des Brennstoffs aus dem Vorratsbehälter zu verhindern. Bei nochmaligem Anlassen öffnet man den Hahn f, wodurch sofort Brennstoff zur Spritzdüse gelangt.
- Bei der beschriebenen Anordnung kann das Rohr c als Hilfsdüse zum Anreichern des Gemisches bei .Leerlauf dienen, wenn man den Brennstoff in dem Vorratsbehälter so weit ansteigen läßt, daß er durch das Rohr c überlaufen kann. Eine bessere Wirkung wird erzielt, wenn man das Rohr c im Inneren des Vorratsbehälters verlängert und mit der Mündung bis in die Nähe des Gefäßbodens führt.
Claims (3)
- PATI?N T-A\ SPRji CHE: i. Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugraum der Speisepumpe durch Rohre oder Kanäle (P, c) an den oder die Zylinder der Verbrennungskraftmaschine, bzw. an deren Ansaugeleitung oder Vergaser (b) angeschlossen ist, zu dem Zwecke,, eine beschleunigte Füllung der Speisepumpe mittels des Ansaugeunterdruckes zu bewirken.
- 2. Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung zwischen dem Saugraum der Pumpe und dem oder den Zylindern der Verbrennungskraftmaschine, bzw. deren Ansaugeleitung oder Vergaser, zu einem Vorratsbehälter (e) erweitert ist, welcher sich beim erstmaligen Anlassen ganz oder teilweise mit Brennstoff füllt und dann bei wiederholtem Anlassen die Spritzdüse (g) beliefert, wenn die Speisepumpe noch keinen Brennstoff fördert.
- 3. Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (c) zwischen dem Saugraum der Pumpe und dem oder den Zylindern der Verbrennungskraftmaschine, bzw. deren Ansaugeleitung oder Vergaser, zu einer Hilfsdüse zum Anreichern des Gemisches bei Leerlauf ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE324239T | 1919-03-30 |
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| DE324239C true DE324239C (de) | 1920-08-23 |
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ID=6178280
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919324239D Expired DE324239C (de) | 1919-03-30 | 1919-03-30 | Verfahren zum Anlassen von Verbrennungskraftmaschinen, welchen der Betriebsstoff durch eine Speisepumpe zugefuehrt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE324239C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19842988A1 (de) * | 1998-09-21 | 2000-03-23 | Dolmar Gmbh | Starteinrichtung für einen Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung |
-
1919
- 1919-03-30 DE DE1919324239D patent/DE324239C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19842988A1 (de) * | 1998-09-21 | 2000-03-23 | Dolmar Gmbh | Starteinrichtung für einen Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung |
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