DE323650C - Verfahren der Knochenverwertung unter Gewinnung von Speisefett und eines hochwertigen Futtermittels - Google Patents

Verfahren der Knochenverwertung unter Gewinnung von Speisefett und eines hochwertigen Futtermittels

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DE323650C
DE323650C DE1916323650D DE323650DD DE323650C DE 323650 C DE323650 C DE 323650C DE 1916323650 D DE1916323650 D DE 1916323650D DE 323650D D DE323650D D DE 323650DD DE 323650 C DE323650 C DE 323650C
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J BRIX
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

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  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren der Knochenverwertung unter Gewinnung von Speisefett und eines hochwertigen Futtermittels. Die Verwertung von Knochen hat sich .bis vor kurzem in der Hauptsache darauf beschränkt, daß aus ihnen technische Fette, Leim und Knochenmehl, gewonnen wurden. Für den menschlichen Genuß wurden frische Knochen zur Herstellung von Suppen durch einfaches Auskochen- in «Tasser verwertet. Erst seit neuerer Zeit hat man begonnen, aus derartig abgekochten und frischen Rohknochen das Fett für sich als menschliches Nahrungsmittel zum Gebrauche als Speisefett möglichst vollständig zu gewinnen. Eines dieser neuerdings angewandten Verfahren beruht darauf, daß die Knochen in geschlossenen Kesseln unter einem höheren Atmosphärendruck von 3 bis 6 Atm. einer Ausbrühung mittels Durchdämpfung unterzogen werden, worauf das Fett aus der entstehenden Brühe mittels Absrheidung gewonnen wird, während die Knochenrückstände als Futtermittel oder als Dünger Verwendung finden.
  • Diese Verwertung der Knochen ist mit dem Mangel behaftet, daß die Knochenrückstände unter der Einwirkung des hohen Dampfdruckes den größten Teil ihrer Extraktiv-und Leimstoffe und damit ihres Stickstoffgehaltes verlieren. Außerdem aber wird ein Teil der Stickstoffsubstanzen der Knochen durch die hohe Temperatur zersetzt und entwertet.
  • Werden aber die Knochen zunächst einer Kochung unter einem Dampfdruck bis zu etwa 2- Atm. ausgesetzt, so werden hierbei außer einem leichtflüssigen Fett hochwertige Extraktiv- und Leimstoffe mit für die - Ernährung gut ausnutzbarem Stickstoffgehalt gewonnen. Werden hierauf die so behandelten Knochen einer zweiten Durchdämpfung unter höherem Atmosphärendruck unterworfen, so- wird in wirksamster Weise der größtmöglichste Teil des noch in den Knochen verbliebenen schwerer schmelzbaren Fettes ausgebrüht.
  • Durch diese absatzweise Behandlung der Knochen wird einerseits in verhältnismäßig kurzer Zeit ein hoher Prozentsatz des ausscheidbaren Fettes, getrennt in zwei qualitativ verschiedene und daher besser verwert-und verwendbare Teile gewonnen und andererseits eine stickstoffreiche als Nahrungsmittel hochwertige Brühe erzielt, die durch Eindikkung haltbar gemacht und für sich verwertet werden kann. Hauptsächlich aber wird man in die Lage versetzt, die Knochenrückstände, die als Futtermittel wegen ihres geringen Stickstoff- und Extraktivstoffgehaltes für' sich allein sehr minderwertig sind, als brauchbares Futtermittel dadurch zu verwerten, daß in Fortsetzung des bisher beschriebenen Verfahrens die Knochenrückstände in bekannter Weise gemahlen oder geschrotet und in angemcssenem Verhältnis, gegebenenfalls mit weiteren geeigneten Zusätzen, mit der stickstoffreichen eingedickten Brühe vermischt . werden.'

Claims (1)

  1. PATENT-,ANsPFU cFI: Cu .a. ,@, ia4 _r°#. e Af A:# -enzur,Knochenverwertungunter I h und eines hoch-
    wertigen Futtermittels, dadurch gekennzeichnet, daß frische Knöchen einer Ausbrühung in zwei Abschnitten unterworfen werden, indem sie zunächst einer Kochung unter niederem bis 2 Atm. gehendem Dampfdruck und hierauf einer zweiten Ausbrühung unter höherer Dampfspannung unterzogen werden, worauf die erhaltenen Brühen eine gesonderte Entfettung erfahren, und die entfettete eingedickte Brühe der ersten Kochung in bekannter Weise mit den nach der Brühung erhaltenen Knochenrückständen nach deren vorherigen Mahlung oder Schrotung in gewünschtem Verhältnis vermischt wird.
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