DE325755C - Verfahren zur Gewinnung der Fett- und Eiweissreste aus Knochen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung der Fett- und Eiweissreste aus Knochen

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DE325755C
DE325755C DE1919325755D DE325755DD DE325755C DE 325755 C DE325755 C DE 325755C DE 1919325755 D DE1919325755 D DE 1919325755D DE 325755D D DE325755D D DE 325755DD DE 325755 C DE325755 C DE 325755C
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
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    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung der Fett- und Eiweißreste aus Knochen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Entfettung und Enteiweißung von Knochen, die im Autoklaven unter Druck vorentfettet sind.
  • Die Knochenrückstände der im Autoklaven unter Dampfdruck entfetteten Knochen enthalten noch etwa q. Prozent Fett und etwa 3,5 Prozent Eiweißstickstoff. Es ist bekannt, die ¢ Prozent Fett zum großen Teil mittels Benzol aus den Knochenrückständen zu entziehen. Die Exträhierung des Fettes mittels Benzol hat aber den Nachteil, daß das gewonnene Fett noch einer besonderen Raffinade unterworfen werden muß, um als Nahrungsmittel Verwendung finden zu können. Die Stickstoffsubstanzen bleiben in den Knochenrückständen zurück und könnten nur durch eine neue Operation aus denselben entfernt werden. Dadurch würde aber die Gewinnung des Fettes und Eiweißes so verteuert, daß die Entziehung des Eiweißes unrentabel würde, und infolgedessen werden auch die Knochenrückstände nur als Düngemittel verwendet, und das Eiweiß geht der menschlichen Nahrung verloren. Da es der beste Eiweißgehalt ist, welcher durch Dampf nicht extrahiert werden kann, so ging die wertvollste Eiweißsubstanz, die in den Knochen enthalten ist, bisher verloren. Da die, Anfälle von Knochenrückständen sehr große sind (eine einzige Fabrik hat pro Tag roo Ztr. Knochenrückstände, gleich q. Ztr. Fett und etwa 2z,98 Ztr. Eiweiß), so gehen außerordentlich große Men. .gen Eiweiß für menschliche Ernährungszwecke verloren, aus welchen sehr große Mengen Fleischextrakt usw. hergestellt werden können.
  • Durch die vorliegende Erfindung sollen in einer Operation aus den Knochenrückständen das gesamte Fett als auch die gesamten Eiweißstoffe gewonnen werden.
  • Versuche haben gezeigt, daß weder die Behandlung mit starker Alkali-, wie Natron- oder Kalilauge, noch die Behandlung mit Säuren ein brauchbares Resultat liefern. Mit starkem Alkali bekommt man kein Fett, sondern Seife. Durch Säuren hingegen wird das- Fett angegriffen, und außerdem werden noch anorganische Bestandteile mit den Eiweißstoffen ausgelöst, welche auf die Herstellung des Extraktes einen schädlichen Einfiuß haben.
  • Die Erfindung besteht darin, daß mit Soda gearbeitet wird. . Arbeitsweise: Die Knochenrückstände aus dem Autoklaven werden zerquetscht und mit Wasser und Soda zusammengebracht. Auf r Gewichtsteil Knochen kommen 2 Gewichtsteile Wasser und ein Zusatz von Soda. (etwa 2,5 Prozent). Dann wird das Ganze unter dauerndem Umrühren 3 Stunden erhitzt (Kochtemperatur). Die Masse, welche emulsionsartig werden muß, läßt man darauf absitzen, bis die überstehende Flüssigkeit klar geworden ist. Dann befindet sich unten die Knochenkalkschicht, in der Mitte die Eiweißsodalösung und oben das Fett. Es wird nun zuerst das Fett abgeschöpft und darauf die Eiweißsodalösung, welche zur Herstellung von Fleischexträlct Verwendung findet.
  • Die Analysen haben ergeben, daß Entfettung und Enteiweißung praktisch als restlos anzusehen sind und daß sowohl das Fett wie das Eiweiß für die menschliche Ernährung brauchbare Produkte ergeben.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE i. Verfahren zur Gewinnung der Fett= und Eiweißreste aus Knochen, die im Autoklaven unter Druck vorentfettet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Knochenrückstände mit einer Sodalösung ausgekocht werden: .
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß i Gewichtsteil Knochenrückstände zerquetscht, nvt 2 Gewichtsteilen Wasser und, etwa 45 Prozent Soda gemischt und'dann mehrere Stunden unter dauerndem Umrühren auf Kochtemperatur erhitzt'werden, worauf nach Abstehen der Masse das Fett und die Eiweißsodalösung abgeschöpft werden.
DE1919325755D 1919-02-14 1919-02-14 Verfahren zur Gewinnung der Fett- und Eiweissreste aus Knochen Expired DE325755C (de)

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