DE32346C - Maschine zur Herstellung von Stereotypen, Matrizen u. dergl - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Stereotypen, Matrizen u. dergl

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DE32346C
DE32346C DENDAT32346D DE32346DA DE32346C DE 32346 C DE32346 C DE 32346C DE NDAT32346 D DENDAT32346 D DE NDAT32346D DE 32346D A DE32346D A DE 32346DA DE 32346 C DE32346 C DE 32346C
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O. MERGENTHALER in Baltimore County of Baltimore, Maryland, V. 1 St A
Publication of DE32346C publication Critical patent/DE32346C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J3/00Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed
    • B41J3/38Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed for embossing, e.g. for making matrices for stereotypes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE IS: Drückerei.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine durch einen passenden Motor zu betreibende Maschine , mittelst welcher durch Handhabung von Tasten Matrizen in Zeilenform für Stereotypenplatten erzeugt werden können. Insbesondere sollen diese Zeilenmatrizen die Typeneindrücke genau auf gerader Linie und in den richtigen Abständen von einander, sowie in gleicher Tiefe liefern, derart, dafs die beim Abgufs nach der Matrize erhaltenen Typenplatten in allen Beziehungen einem auf gewöhnliche Weise aus losen Typen hergestellten Satze gleichkommen.
Die Maschine enthält zu diesem Zwecke verschiedene besondere Einrichtungen, die, wie-. wohl sie sämmtlich an dem schliefslich zu erhaltenden Product mitarbeiten, dennoch in gewissem Sinne von einander unabhängig sind. Die Art der Wirkung dieser einzelnen Einrichtungen ist der Hauptsache nach folgende:
Das wesentlichste Organ der Maschine bildet eine gröfsere Anzahl gleichgestalteter, aufrecht neben einander angeordneter langer Stangen, Ketten oder ähnlicher Gebilde, im ersteren Falle »Typenstangen« genannt, welche Stangen u. s. w. an einer ihrer Flächen mit je sämmtlichen über einander angeordneten, in den Matrizenstreifen einzudrückenden Typen versehen sind. Diese Typenstangen können unabhängig von einander gehoben und gesenkt werden, so dafs man sämmtliche zugleich einzudrückende Typen in eine horizontale Linie hineinbringen kann.
Soll beispielsweise das Wort »der« in den Streifen aus Papiermache u. dergl. eingedrückt werden, so wird die erste Typenstange so weit gesenkt, bis ihr Buchstabe »d« an die Druckstelle gerückt ist, die zweite Stange so weit, bis ihr Buchstabe »e« in eine Linie mit Buchstaben »da der ersten Stange gebracht ist, und endlich die dritte Stange so weit, bis· ihr Buchstabe »r« in gerade Linie mit »d« und »e« gekommen ist. Alle übrigen Stangen werden in derselben Weise eingestellt, bis eine volle Zeile von Typen in eine Linie gebracht ist, die eine Anzahl von Wörtern darstellen.
Die Lage der so eingestellten Typenstangen wird durch besondere Arretirungseinrichtungen gesichert und in diesem Zustande wird das Papier durch Hämmer auf die Typenzeile geschlagen, wodurch in dem Papier die Typeneindrücke entstehen. Nach Herstellung der Eindrücke werden die Typenstangen in ihre Normalposition zurückgehoben. Während nun einerseits die Eindrücke hergestellt werden und die Zurückbewegung der Typenstangen erfolgt, werden inzwischen die Tasten schon zur Einstellung der Arretirungseinrichtungen zum Anhalten der Typenstangen an denjenigen Punkten gehandhabt, welche den die nächste Typenzeile bildenden Buchstaben entsprechen.
Aus noch anzugebenden Gründen sind die Typenstangen von einem Ende zum anderen seitlich konisch profilirt und sie enthalten die Typen auf ihrer Kante in ungefähr der gleichen Breite wie die Kante selbst und gerade an den
Stellen, die den verschiedenen Höhenlagen der Stangen entsprechen.
Während also beispielsweise der Buchstabe »i« am oberen schmalen Ende der Stange angeordnet ist, befindet sich der Buchstabe »'mi« tiefer an einer erheblich breiteren Stelle' der Typenstange.
Um die einzelnen Typenstangen an den verschiedenen Stellen anzuhalten, in welchen die ausgewählten Typen sich in Druckposition befinden, sind mit dem Tastenwerk die Arretirungsvorrichtungen verbunden. Vor den Typenstangen ist zu diesem Zwecke ein Rahmen angeordnet, der eine grofse Anzahl horizontaler Riegel, »Arretirungsriegel« genannt, enthält, die vor- und rückwärts verschiebbar sind, um an den betreffenden Druckpositionen die Typenstangen festzuhalten. Jede der verticalen Reihen enthält so viel Riegel, wie Typen in der entsprechenden Typenstange vorhanden sind.
In der normalen oder vorgeschobenen Stellung der Riegel können die Typenstangen, um ihre volle Länge frei niederbewegt werden, wenn indessen ein Riegel zurückbewegt wird, rückt er in die Bahn, die von dem Kopf der betreffenden Typenstange beschrieben werden mufs und dadurch wird dann beim Niedergang die Stange in der für den Typendruck erforderlichen Stellung festgestellt. Für jede Typenstange ist also eine besondere Reihe von Arretirungsriegeln vorgesehen, und jedem Riegel entspricht eine besondere Type auf der Stange, so dafs also jede Stange es ermöglicht, eine jede ihrer Typen in der Druckposition festzuhalten.
Vor dem die Arretirungsriegel tragenden Rahmen sind ferner noch besondere »Justirriegel« angeordnet, die durch Tasten gehandhabt werden können, Von welchen eine jede einer Type entspricht. Mittelst einer jeden dieser Tasten können horizontale Wellen gedreht werden, die quer vor dem Hauptrahmen angeordnet sind.
Diese Wellen sind mit einer längeren Kröpfung versehen und liegen direct vor den Justirriegeln, derart, dafs eine jede Welle bei der Drehung mittelst ihrer Kröpfung einen entsprechenden Justirriegel zurückschiebt und dieser bewegt dann den gerade dahinter liegenden Arretirungsriegel zurück.
Die Justirriegel sind an einem aufrechten Rahmen angeordnet, der zwischen den Wellen und dem Rahmen der Arretirungsriegel von links nach rechts und umgekehrt verschiebbar ist. Sie sind in einer verticalen Reihe angeordnet, und ihr verschiebbarer Rahmen ist mit dem Tastenwerk und einem Vorschubmechanismus derart verbunden, dafs er absatzweise nach rechts bewegt werden kann, um die Justirriegel nach einander vor den Arretirungsriegeln der einzelnen Typenstangen einzustellen.
Zu Beginn der Operation kehrt der Rahmen die ganze Reihe der über einander liegenden Justirriegel gerade der Vorderseite der ersten Typenstange zu. Das Niederdrücken der ersten beliebigen Taste veranlafst durch den betreffenden Justirriegel das Zurückschieben des betreffenden Arretirungsriegels, und dadurch wird letzterer in eine solche Position gebracht, dafs er die erste Typenstange an der erforderlichen Stelle zu arretiren vermag. Beim Hochschnellen der Taste wird der Rahmen der Justirriegel automatisch nach rechts verschoben, bis die Justirriegel gerade vor den Arretirungsriegeln der zweiten Typenstange derart liegen, dafs beim Anschlagen der nächsten Taste durch den betreffenden Justirriegel der betreffende Arretirungsriegel zurückgeschoben wird, um die zweite Typenstange an passender Stelle arretiren zu können.
Hierauf rückt der Rahmen weiter nach rechts und kehrt seine Justirriegel der dritten Typenstange zu u. s. w.
Nachdem auf diese Weise sämmtliche Arretirungsriegel so justirt worden sind, dafs die für einen Eindruck bestimmten Typenstangen zugleich arretirt werden können, wenn das ganze System der Typenstange sich senkt, bewegt sich der Rahmen der Justirriegel wieder nach links in seine Normallage zurück, bevor die Auswahl und Justirung der Typenstangen für Herstellung der nächstfolgenden Eindrücke stattfindet.
Um es dem die Maschine Bedienenden nun zu ermöglichen, durch Handhabung der Tasten die Arretirungsriegel für das Eindrücken der nächstfolgenden Zeile einzustellen, während der Zeit, in welcher von der vorhergehenden Zeile der Abdruck genommen wird, in welcher also die Typenstangen in der ihnen vorher durch die Arretirungsriegel ertheilten Position verbleiben, sind an den Köpfen der Typenstangen Fangriegel angebracht, die in eine festliegende Platte eingreifen, wodurch die Stangen in der betreffenden Position unabhängig von den Arretirungsriegeln gehalten werden. Der Rahmen der Arretirungsriegel kann deshalb durch automatische Mechanismen in solche Lage gebracht werden, dafs die Riegel ihre Normalposition wieder einnehmen, ohne dafs dadurch die durch sie den Typenstangen für Herstellung der Eindrücke ertheilte Lage sich änderte. Nach Auslösung der Arretirungsriegel können dieselben also durch Handhabung der Tasten für die folgende Zeile eingestellt werden, während sich im Matrizenpapier der Abdruck der vorhergehenden Zeile vollzieht. Es können also die beiden Operationen, die Herstellung der Eindrücke und die Einstellung der Arretirungsriegel, für die Eindrücke der folgenden
Zeile zugleich unabhängig von einander vorgenommen werden.
Die Anordnung von Mechanismen zwischen den Tasten und Typenstangen, durch welche zwischen diesen abwechselnd zu dem genannten Zwecke die Verbindung hergestellt und aufgehoben werden kann, bildet das Grundmerkmal vorliegenden Systems. Dafs solche Mechanismen vielfach variirt werden können, sobald das Wesen der Sache nur erst einmal zur Ausführung gebracht worden ist, ist selbstverständlich.
Damit für den die Maschine Bedienenden jederzeit der in einer Zeile zur Ausfüllung mit Typen verbleibende freie Raum erkennbar wird, kann ein Zeiger und, wenn gewünscht, ein Signalapparat angebracht werden, wie in folgendem näher erläutert ist.
Die Maschine enthält ferner automatische Einrichtungen, um die freien Stellen auszufüllen, die bei Herstellung der Matrize gelassen werden sollten, d. h. den Raum zwischen zwei oder mehr Typenstangen, die durch eine für den Abdruck nicht zu benutzende Typenstange getrennt sind. Auch kommen in der Maschine noch andere zweckmäfsige Einrichtungen untergeordneter Bedeutung vor.
Fig. ι beiliegender Zeichnungen veranschaulicht die Maschine in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, Fig. 3 im Horizöntalschnitt nach Linie 1-1, Fig. 1 und 2, von oben gesehen; Fig. 4 zeigt eine Hinteransicht des Hauptrahmens und anderer Theile, Fig. 5 einen Verticalschnitt durch den unteren Tneil der Maschine nach Linie 6-6, Fig. 1 und 3, in der durch Pfeile bezeichneten Richtung; Fig. 6 stellt einen Schnitt nach derselben Linie dar und zeigt die Organe im oberen Theil genannter Figur in verschiedenen Positionen; Fig. 7 zeigt in Vorderansicht einen Theil des Hauptrahmens und der darin angeordneten Organe; Fig. 8 veranschaulicht einen Horizontalschnitt nach Linie 4-4 der vorigen Figur, Fig. 9 einen Verticalschnitt nach Linie 5-5 in Fig. 7; Fig. 10, 11 und 12 stellen ähnliche Ansichten mit in verschiedenen Stellungen gezeichneten Theilen dar; Fig. 13 zeigt einen Horizontalschnitt nach Linie 12-12 von Fig. 7, 9, 10, 11 und 12; Fig. 14 veranschaulicht einen verticalen Querschnitt hinten durch den Riegelrahmen nach Linie y -y in Fig. 3, 7 und 8; Fig. 15 zeigt einen Grundrifs des Hauptrahmens von oben und den Rahmen, in welchem die Typenstangen angeordnet sind; Fig. 16 ist ein Verticalschnitt durch denselben nach Linie 3-3; Fig. 17 veranschaulicht eine der Typenstangen in Seitenansicht und deren Aufhängeglied und Kopf; Fig. 17a zeigt in vergröfsertem Mafsstabe einen Theil der Typenstange von vorn, Fig. 18 eine Vorderansicht derselben, Fig. 19 einen Verticalschnitt nach Linie 3-3 von Fig. 15; Fig. 20 veranschaulicht in Seitenansicht den Zeiger- und Signalapparat, Fig. 21 einen Verticalschnitt durch denselben nach Linie 8-8 von Fig. 20; Fig. 22 zeigt einen Horizontalschnitt nach Linie 9-9, Fig. 23 eine Perspectivansicht, woraus das Zusammenwirken der in den drei vorhergehenden Figuren dargestellten Einrichtungen deutlicher zu ergehen ist.
Fig. 24 zeigt von oben den Grundrahmen mit den Typenstangen und Arretirungsvorrichtungen im Horizontalschnitt und darüber verschiedene andere, der Deutlichkeit halber besonders dargestellte Theile; Fig. 25 zeigt in Seitenansicht die Zange zum Einstellen der Typen von oben oder unten, Fig. 26 einen Verticalschnitt von vorn nach hinten nach Linie 2-2, Fig. 24, die Einrichtungen zum Einklemmen der Typenstangen darstellend; Fig. 27 zeigt einen Horizöntalschnitt durch eine Anzahl von Typenstangen und das Anschlagstück, welches dieselben nach einer Seite bewegen soll. Fig. 28 stellt eine Vorderansicht von den Einrichtungen dar, welche einen Seitendruck auf die Typenstangen ausüben, und den Mechanismus zur Einwirkung auf dieselben; Fig. 29 veranschaulicht dieselben in Seitenansicht, Fig. 30 einen Querschnitt nach Linie 13-13 yon Fig. 29, die Einrichtungen zur Begrenzung der Bewegung der Änschlagstücke darstellend; Fig. 31 zeigt einen Querschnitt nach Linie 15-15 von Fig. 28 und 30; Fig. 32 ist ein Grundrifs der in Fig. 28 und 30 dargestellten Anschlagstücke, Fig. 33 eine hintere Ansicht des Kupplungsmechanismus, durch welchen auf die Maschine Bewegung übertragen wird; Fig. 34 zeigt einen Verticalschnitt unten durch die Maschine nach Linie 2-2, Fig. 1, 3 und 24, insbesondere die Einrichtungen darstellend, durch welche das Papier oder sonstige Material gegen die Typen gedrückt wird; Fig. 35 ist eine Perspectivansicht der Steuerungsvorrichtung für die Kupplung, Fig. 36 ein Verticalschnitt nach Linie 10-10 von Fig. 3 und 37, die Einrichtungen darstellend, durch welche der Riegelrahmen, Fig. 4, seitlich verschoben wird; Fig. 37 zeigt eine Seitenansicht der in den vorhergehenden Figuren dargestellten Theile, nach der durch Pfeile bezeichneten Richtung gesehen; Fig. 38 stellt eine Seitenansicht des Gewichtes und Daumens zum Heben und Senken der Typenstangen dar; Fig. 39 und 40 zeigen Typenhalter verschiedener Formen, der eine eine Kette, der andere ein rotirendes Rad bildend.
In dem auf passende Weise unterstützten Rahmen der Maschine sind zwei verticale und parallele Platten aal, Fig. 2, etwa in einer Entfernung von 25 bis 50 mm von einander angeordnet, in deren gegenüberliegenden Flächen verticale Nuthen zur Führung der Typenstangenköpfe sich befinden. Wie aus Fig. 16 und 19 zu ersehen, ist die hintere Platte α mit Löchern c
versehen, deren Anzahl derjenigen der Typen auf der betreffenden Typenstange entspricht; in diese Löcher können Fangriegel treten, die mit der Typenstange verbunden sind, wie dies noch späterhin eingehender beschrieben werden wird.
Andererseits ist die Vorderseite von Platte al mit Löchern a1 versehen, in welche die Arretirungsriegel S2 eintreten können. Die Typenstangen B tragen auf der einen Kante sämmtliche für den Druck bestimmte Typen. Diese Typen liegen, wie Fig. 17a zeigt, quer auf der Stange, damit sie in verticaler Position derselben aufrecht stehen. Entweder können die Typen mit der Stange aus einem Stück bestehen oder mittelst Schwalbenschwanzes oder auf andere Art daran befestigt sein. Behufs leichter, in folgendem noch anzugebender Justirung erhalten die Typenstangen die Form eines Keiles, und auf der einen nach unten breiter werdenden Fläche derselben sind die Typen, Fig. 17 und 18, nach Mafsgabe ihrer Breite angeordnet. Die schmaleren Buchstaben befinden sich am schmaleren Ende der Stange. Derartige sich verjüngende Typenstangen sind für typographische Zwecke im allgemeinen sehr wesentlich, denn sie können ganz allgemein bei allen Maschinen verwendet werden, bei welchen sich verschiebbare Typenstangen oder -Ketten vorfinden.
Im Falle Justirungen jedoch nicht verlangt werden, können natürlich auch Stangen von überall gleicher Dicke benutzt werden. Solche Typenstangen werden in den erforderlichen Längen hergestellt und ihre Anzahl richtet sich nach der Länge der Zeile, die in einer Operation gedruckt werden soll. Im allgemeinen kommen bei der Maschine gegen 50 Typenstangen zur Anwendung, von welchen eine jede mit etwa 100 Typen, einschliefslich Zahlen, Interpunktionszeichen u. dergl., in derselben Reihenfolge und Anordnung besetzt ist.
Nahe am oberen Ende ist eine jede Stange, wie bei i, Fig. 17, dargestellt, vorn und hinten eingekerbt, und an dieser Stelle sitzt eine Blattfeder J, Fig. 18, als Distanzhalter.
Die Feder könnte auch durch andere Organe ähnlicher Wirkung ersetzt werden.
An dem oberen Ende einer jeden Stange ist eine Aufhängeschiene d angeschlossen, deren oberes Ende an dem Kopfplättchen e festsitzt, das in den Nuthen der verticalen Platten a a1 verschiebbar ist. Jedes Plättchen trägt einen horizontal verschiebbaren Fangriegel f, der durch eine Feder g nach aufsen bewegt wird, so dafs der Riegel/ stets das Bestreben hat, in die Löcher c der Platte α einzudringen.
Durch schräge, an dem Riegel f sitzende Nasen h, Fig. 16, 17 und 19, kann das Ausrücken dieser Fangriegel aus den Löchern c vermittelt werden, wie noch beschrieben werden wird.
Die horizontalen Führung-sstifte j1 am unteren Ende einer jedenStange werden durch Schraubenfedern k angedrückt und dienen dazu, die Stangenkanten gegen Ende der Verschiebung aus der Richtung zu halten, wie noch später beschrieben werden wird.
Aufser den für den Druck bestimmten Typen trägt eine jede Stange ferner noch eine erhöht liegende Blankstelle b, um das Papier festzuhalten, wenn die Stange nicht für den Druck benutzt wird.
Die mit Köpfen und Aufhängegliedern versehenen Typenstangen werden, wie in Fig. 2, 3, 15, 16, 19 und 24 veranschaulicht, neben einander im aufrechten Theil des Rahmens derart aufgehängt, dafs ihre Köpfe e in die Nuthen der festen Platten α α1 fassen und eine jede Stange unabhängig von den übrigen auf- und niederbeweglich ist, um eine der auf ihrer Vorderkante sitzenden Typen für den Abdruck in die Horizontalzeile zu bringen. Natürlich müssen für diesen Zweck die Typen sämmtlicher Stäbe gleichartig angeordnet sein und passende Abstände von einander haben.
Um die durch ihr Gewicht abwärtsgehenden Typenstangen auf die nöthige Zeit in passender Lage festzuhalten und sie nach dem Abdruck einer Zeile wieder zu heben, ist der verschiebbare Rahmen C angeordnet, der sämmtliche Stangenreihen so umschliefst, dafs die Köpfe e, wie in Fig. 15 und 16 dargestellt, auf der oberen Kante des Rahmens C aufliegen.
Dieser Rahmen sitzt an einem um Platte a herumgelegten Führungsstück D fest, und ist dieses mittelst Schwalbenschwanzführung in einer Nuth des Hauptrahmens verschiebbar. Die das Führungsstück tragende Kette E führt über Rolle F auf horizontaler Welle G, deren eines Ende mit einer Trommel und Scheibe H versehen ist, deren Kette / nach dem oberen Ende des Hebels J mit Gegengewicht K führt, Fig. i, 2, 15, 16 und 38. Dies Gewicht unterstützt das Heben des Rahmens C mit sämmtlichen Typenstangen in die Normalposition. Beim Niedergang des Rahmens gehen auch sämmtliche Stangen mit abwärts, bis sie durch den Arretirungsriegel S2 arretirt werden. Durch eine Schubscheibe L wird Hebel J zur passenden Zeit bewegt; diese Schubscheibe L wirkt auf eine Rolle am Hebel J ein, Fig.-38,, und sitzt auf der Hauptwelle M der Maschine.
Wenn der Kopf einer Typenstange auf dem Rahmen C liegt, trifft die hintere Kante des letzteren auf die Nase h des Fangriegels f des Kopfes und hält denselben einwärts aufserhalb der Wirkungsposition, so dafs sich der Kopf frei auf- und niederverschieben kann.
Wenn indessen Riegel f durch die noch zu beschreibenden Arretirungsriegel S2 aufgehalten wird, so entfernt siäi der seine Niederbewegung fortsetzende Rahmen C von der Nase h des Riegels /, und dieser fafst dann unmittelbar darauf in das ihm gegenüber befindliche Loch c der festen Platte a, Fig. 19, und hält so Kopf und Stange für die Dauer der Unterbrechung der Verbindung mit dem Rahmen C fest.
Für jeden Stangenkopf wiederholt sich diese Operation; es können also die einzelnen Typenstangen nach einander in verschiedenen Höhen eingestellt werden, während Rahmen C seinen Niedergang fortsetzt.
Beim Hochgang trifft dann der Rahmen nach einander auf die einzelnen Stangenköpfe, rückt mittelst der Nasen h die Fangriegel f wieder aus und bringt die Stangen B in die Normallagen zurück.
Die zum Festhalten der Stangen B an den passenden Stellen dienenden horizontal hin- und . herverschiebbaren Arretirungsriegel S2,. Fig. 2, 3, 5, 6, 8, 14, 15, 16 und ig, sind in horizontalen und verticalen Reihen angeordnet.
Jeder Riegel einer verticalen Reihe vor einer jeden Typenstange entspricht einem bestimmten Buchstaben der Stange und, in Thätigkeit versetzt, arretirt er die Stange B derart, dafs dieser Buchstabe in die Wirkungsposition gelangt. Sämmtliche Riegel in derselben Horizontalreihe correspondiren mit den gleichen Buchstaben auf den einzelnen Typenstangen. Die ganze Reihe der Arretirungsriegel ist in dem aufrechten, gegen die Typenstangen vor- und rückwärts beweglichen Rahmen N angeordnet.
Vor diesem Rahmen liegt der aufrechte, horizontal von rechts nach links und umgekehrt verschiebbare Rahmen S. Derselbe enthält die noch zu beschreibenden Justirriegel R, durch welche die geeigneten Arretirungsriegel in einem bestimmten Augenblick zurückgeschoben werden. Zur Justirung der Arretirungsriegel behufs Bestimmung der Buchstaben für eine folgende Zeile, während die Typenstangen zur Herstellung der Matrize für eine vorhergehende Zeile noch in Benutzung sind, ist ein Tastenwerk nothwendig, welches dies ermöglicht, ohne dafs die Riegel auf einmal in die Position zur Einwirkung auf die Typenstangen gebracht werden. Rahmen N der Arretirungsriegel ist zu diesem Zwecke vor- und rückwärts beweglich, befindet sich zu Beginn der Operation in seiner Normallage und sämmtliche Riegel S2 ebenfalls. In diesem Zustande liegen die Riegel S2 in einer Linie, Fig. 5, aufserhalb der Bahn der Köpfe e der Typenstangen B.
Durch Handhabung der Tasten und Justirriegel werden die betreffenden Arretirungsriegel zurückgeschoben, wie aus Fig. 10 ersichtlich, jedoch können sie in dieser Stellung noch nicht mit den Stangenköpfen e zusammentreffen.
Nach Justirung sä'mmtlicher Arretirungsriegel für die Typenstangen bewegt sich Rahmen N, während die Typenstangen B ihre Normal-, position, d. h. sämmtliche Stangen ihre höchste Lage einnehmen, nach hinten und mit ihm sämmtliche Riegel, bis die Justinen Riegel S2 durch die Führungsplatte a1 treten, Fig. 11, derart, dafs die hinteren Enden mit den Köpfen der sich abwärts bewegenden Typenstangen B zusammentreffen, Fig. 6 und 11, und so die einzelnen Stangen in den erforderlichen Positionen festhalten können. Nachdem letzteres geschehen, Rahmen C mit den Typenstangen sich also gesenkt hat, wird Rahmen N noch weiter nach hinten bewegt. Die vortretenden, mit Platten a, Fig. 11, in Berührung stehenden Riegel können dann nicht weiter rückwärts verlegt werden. Wenn also der Rahmen ganz nach rückwärts bewegt wird, mufs er sich über die vortretenden Riegel verschieben, und diese werden dann mit den übrigen Riegeln in eine Linie gebracht, Fig. 12. Rahmen N nimmt nun bei seiner. Vorwärtsbewegung sämmtliche derart in ihre Normallage zurückgebrachten Riegel wieder mit sich, und nun können die Typenstangenköpfe wieder, frei auf- und niedergehen.
Diese Vorwärtsbewegung der Riegel und ihre Zurückbringung in ihre Normallagen während der Zeit, wo die Typenstangen in der Druckposition verbleiben, bildet eine wesentliche Eigenthümlicbkeit der vorliegenden Maschine. Durch Handhabung der Tasten können also die Arretirungsriegel für den Druck der zweiten Zeile justirt werden, während von der ersten Zeile der Abdruck nach den zuerst eingestellten Typen in der Matrize hergestellt wird.
Zur Vor- und Rückwärtsbewegung des Rahmens N dient der ihn umgebende rectanguläre Rahmen O, der in passenden Führungen am horizontal geführten Rahmen N vertical beweglich ist. Durch verticale Schlitze ρ an jeder der vier Ecken dieses Rahmens O treten die Enden der am Hauptrahmen befestigten horizontalen Zapfen 0, und die Seitenwände der Schlitze sind, wie aus Fig. 9 bis 13 zu ersehen, mit einwärts vortretenden Zungen r versehen, von welchen einzelne Theile vertical sind, während die übrigen von vorn nach hinten geneigt und in Einschnitten in den Seiten der Zapfen ο liegen.
Bei einer Verticalbewegung des Rahmens O wird wegen des Eingriffes der schrägen Zungen in die festen Zapfen der Rahmen in Absätzen vor- und rückwärts geschoben, und Rahmen N nimmt an diesen Bewegungen im horizontalen Sinne Theil.
Beim Heben und Senken des Rahmens O
wird also Rahmen N rück- und vorwärts bewegt , wie dies aus den Fig. 9 bis 12 ersichtlich ist.
Um. nun zur richtigen Zeit die Arretirungsriegel durch den Rahmen N in passende Position zu bringen, ist ein Hebel t, Fig. 14, angeordnet, dessen eines Ende durch Stange vl mit einem Arm wx verbunden ist, dessen Stift x1 in die Curvennuth der auf Hauptwelle M sitzenden Schubscheibe γλ fafst, bei deren Drehung auf Rahmen O Bewegung übertragen wird. Dieser wird dadurch gehoben und gesenkt und verschiebt den Riegelrahmen N vor- und rückwärts. Arm w1 sitzt auf Welle ^1 und trägt bei b2 ungefähr auf seiner Mitte ein Gelenk; beide Theile werden durch Feder c2 beeinflufst, die sie in gerader Richtung zu erhalten strebt.
Dies ermöglicht ein Nachgeben der Theile, wenn Rahmen O durch den Handhebel eingestellt werden soll.
Zum Vor- und Rückwärtsbewegen des Riegelrahmens könnte man statt des Rahmens O auch andere Justirvorrichtungen benutzen, ohne am Wesen der Sache etwas zu ändern.
Das Zurückschieben der Arretirungsriegel S2 bewirken die horizontalen Justirriegel R, Fig. 1, 3, 4, 5 und 6, die in einer einzigen verticalen Reihe in einem Rahmen S angeordnet sind, der in Führungen T, Fig. 4, vor dem Rahmen N horizontal hin τ und herverschoben werden kann. Dadurch können sämmtliche Justirriegel R von links nach rechts oder umgekehrt bewegt werden, so dafs sie auf die Arretirungsriegel 52 der einzelnen Typenstangen einwirken können. Das Zurückschieben der Justirriegel wird durch gekröpfte Wellen U, Fig. 1, 2, 5 und 6, bewirkt, deren Abkröpfungen sich über die ganze Reihe der Arretirungsriegel erstrecken. Durch Drehen einer jeden Welle U wird der entsprechende Justirriegel zurückgeschoben, in welcher Position er sich auch befinden mag, um auf den ersten, zweiten, dritten oder einen anderen Arretirungsriegel einzuwirken. Durch Drehen irgend einer Welle U wird also der betreffende Justirriegel R und dadurch ein Arretirungsriegel S'2, Fig. 6, derart zurückgeschoben, dafs nach Verschiebung des Rahmens N aus Position Fig. 10 in Position Fig. 11 der Kopf der entsprechenden abwärts gehenden Typenstange B ihm begegnet.
Nach dem Loslassen der Tasten werden die Justirriegel R durch Federn s, Fig. 5, wieder vorgeschoben und damit auch die Wellen U wieder in ihre Normallagen zurückgebracht.
Jede Welle U ist durch einen Hebel P und Stange u mit einer der Tasten V verbunden, Fig. 5 und 6, von welchen unten an der Maschine je eine, für eine Type angeordnet ist. Natürlich gehört zu jeder Welle eine bestimmte Taste, derart, dafs beim Niederdrücken einer bestimmten Taste die Bewegung des zugehörigen Justirriegels R erfolgt.
Beim Aufschlagen der Taste A wird z. B. ein bestimmter Justirriegel verschoben, der dann durch einen Arretirungsriegel S'2 das Festhalten der einen oder anderen Typenstange B auf dem Buchstaben »A« bewirkt.
Zur seitlichen Verlegung der Justirriegel R von den Arretirungsriegeln S2 der einen Typenstange B nach denjenigen einer anderen steht eine belastete Schnur w mit Rahmen S in Verbindung, die über eine Rolle x, Fig. 4, führt. Zur absatzweisen Bewegung des Rahmens S nach Wirkung der auf einander folgenden Tasten dient Zahnstange y mit Zahnrad ^, Fig. 3, dessen Welle das lose Hemmrad έ1 trägt, das durch eine Schaltklinke und ein Schaltrad mit dem Zahnrad \ verbunden ist, wie aus Fig. 3, 4, 36 und 37 hervorgeht. Auf dieses Hemmrad wirkt Anker c1 mit seinen Anschlagen dl und e1 ein, Fig. 37. Jeder Zahn des Rades trifft zuerst auf Ansatz d \ bei schwacher Hebung des Ankers wird der betreffende Zahn ausgerückt und, langsam sich weiterdrehend, trifft derselbe auf den zweiten Ansatz el.
Nachdem auch dieser ausgerückt ist, kann das Rad sich drehen, trifft dabei mit seinem folgenden Zahn auf den ersten Ansatz d1 und dabei wird Zahnrad \ so weit gedreht und Zahnstange und Rahmen S verschieben sich so weit nach rechts," dafs die Justirriegel R von der einen auf die nächstfolgende Reihe von Arretirungsriegeln S2 verlegt sind. ·
Jedesmal nach der Thätigkeit des Hemmrades b1 rücken also die Justirriegel in solche Positionen vor, dafs sie die die nächste Typenstange festhaltenden Arretirungsriegel S2 beeinflussen können. Der Anker c1, Fig. 37, sitzt auf einer Achse e5, die durch Feder f1 nach einer Richtung beeinflufst und nach der anderen Richtung durch Arm g1 gedreht wird, der durch die abwärts führende Stange. hl mit Einrichtungen verbunden ist, auf welche durch die Tasten derart eingewirkt werden kann, dafs, wenn irgend eine Taste nach dem Anschlagen hochschwingt, sofort die Hemmung thätig wird und Bewegung des betreffenden Justirriegels R nach rechts veranlafst.
Zu diesem Zwecke ist Stange h\ Fig. 5, mit einem Arm auf Achse i1 verbunden, die unter den Tasten liegt und mehrere Arme mit Stangej besitzt, auf welche die unteren Tasten V einwirken. Die oberen Tasten wirken auf Stangen k1 der Hebel I1 auf Welle ml ein, die durch einen Hebelarm, wie dargestellt, mit Stange h1 der Ankerachse e5, Fig. 37, direct verbunden ist.
Durch Anschlagen einer jeden Taste tritt also auch die Hemmung in Thätigkeit. Wichtig hierbei ist namentlich, dafs die Anordnung so.
getroffen ist, dafs die Wirkung der Hemmung und das seitliche Verschieben der Justirriegel R während des Hochschwingens der Tasten eintritt, denn dadurch wird die sonst vorliegende Möglichkeit ausgeschlossen, dafs die Justirriegel zwischen die Arretirungsriegel gedrückt werden.
Beim Anschlagen auf einander folgender Tasten treten also Arretirungsriegel für die entsprechenden, auf einander folgenden Typenstangen vor je einen Riegel für je eine Stange, bis die Riegel S2 so justirt sind, dafs sie die ganze Stangenreihe in der für den Druck einer einzelnen Zeile vonTypen erforderlichen Position festhalten können.
Nachdem der Rahmen S seine Bewegung nach rechts vollendet hat, wird er durch Arm W einer horizontalen Welle O1, Fig. 2, 3 und 4, automatisch nach links zurückverlegt; dieser Arm drückt auf einen justirbaren Kloben m1 der Zahnstange^. Mit dem Arm W ist ein Arm n1 der Welle O1 verbunden, der in eine Schubscheibe p1, Fig. 2 und 4, eingreift, die auf Welle M sitzt.
Um eine jede Typenzeile richtig anordnen und justiren zu können, mufs der die Maschine Bedienende jederzeit wissen, welcher Theil der Zeile von den ausgewählten Typen bereits besetzt ist. Da nun aber die Typen verschiedene Breite haben, so ist die blofse Anzeige der Zahl der ausgewählten Stangen oder der Zahl der gehandhabten Tasten nicht ausreichend, da die Auswahl einer gegebenen Zahl schmälerer Typen natürlich einen gröfseren Raum unausgefüllt lassen würde, als die Auswahl der gleichen Anzahl breiter Typen.
Deshalb wird zur Sichtbarmachung der von den Justinen Typen eingenommenen Gesammtlänge der Zeile eine Einrichtung benutzt, die bei Auswahl einer jeden Type um einen deren Breite entsprechenden Raum vorgeschoben wird und die stets sowohl ein Bild von der Gesammtbreite der ausgewählten Typen giebt, als auch von dem Raum, der noch ausgefüllt werden mufs, um die Zeile zu vollenden. Diese Einrichtung kann auf verschiedene Weise, am besten aber durch die Justirriegel R in Thätigkeit versetzt werden, wie aus Fig. 3, 5, 20, 21, 22 und 23 zu ersehen ist.
An dem die Justirriegel R tragenden Rahmen S ist eine vertical geführte, bewegliche Stange Y angeordnet, die eine Anzahl von Oeffhungen oder Schlitzen enthält, durch welche die hinteren Enden der Justirriegel R treten. Ein jeder Riegel R trägt an der oberen, hinteren Kante eine Abschrägung r1, Fig. 23, durch welche die Stange Y gehoben wird, wenn der betreffende Riegel R durch die Tasten beim Einstellen der Arretirungsriegel S'2 zurückgeschoben wird. Die Abschrägung eines jeden Riegels R bewirkt nun einen Hub der Stange Y, welcher der Breite der Type proportional ist, die der Riegel justirt.
Der mit der »i«-Taste verbundene Riegel veranlafst demnach einen geringen Hub, während der mit der »m«-Taste verbundene einen verhältnifsmäfsig gröfseren Hub herbeiführt. Es wird also durch die verschiedenen Riegel und Tasten die Stange Y verschieden hoch gehoben; ihr Niedergang kann durch die'eigene Schwere oder durch eine Feder s1 bewirkt werden, wie in Fig. 20 und 21 dargestellt.
Durch Schubklinke e2, die an der Stange Y drehbar ist, wird absatzweise eine verticale Stange f2· gehoben, die im Rahmen S geführt und mit einem Zeiger g2 versehen ist, der über einer verticalen Scala /z2, Fig. 21, sich verschiebt, die vorn an der Maschine für den dieselbe Bedienenden sichtbar angeordnet ist. Beim Hochgang wird die Zeigerstange von einer Arretirungsklinke i2, die unterhalb der Klinke e2 am Rahmen S drehbar ist, gehalten. Durch Oeffhungen in Schubklinke e2 und Arretirungsklinke i2 geht die Stange f% derart hindurch , dafs die mittelst Federn j 2 niedergezogenen Klinken die Stange/2 durch Klemmung festhalten. Nach der Wirkung einer jeden Taste wird also der Zeiger mehr oder weniger je nach Breite der von der Taste repräsentirten Type gehoben, und die Breite einer jeden Type wird bei Handhabung einer Taste zur gesammten Breite addirt.
Der Zeiger g·2 giebt also stets sowohl die Gesammtbreite der ausgewählten Typen an, als auch die Breite des noch auszufüllenden Raumes der Zeile. Man kann also ersehen, wann man mit dem Zufügen von Typen aufhören mufs, wann man die Wörter theilen mufs und überhaupt, welchen Weg man zur Ausfüllung der Zeile einzuschlagen hat.
Wenn die Zeigerstange /2 den Hochgang vollendet und die Zeile vollständig ist, werden die Klinken e2 und P durch Stifte k2 des Glockenschlägels n% ausgerückt.
Der Zeiger kann dann vor der Auswahl der Typen für eine folgende Zeile durch Feder Z2 oder auf andere Weise in seine Normallage zurückgebracht werden.
Manchmal erscheint ein akustisches Signal eines am Ende der Zeile verbleibenden freien und auszufüllenden Raumes erwünscht. . Zu diesem Zwecke ist am Rahmen S eine Glocke jtz2, Fig. 20 und 21, mit Schlägel n2 angeordnet, der von einer Feder angezogen wird und an der Nabe zwei Stifte A:2 trägt. Eine drehbare, nach einer Richtung durch eine Feder angezogene Klinke o2 erhält den Schlägel von der Glocke abgehoben. Kurz bevor die Zeigerstange y2 ihre Aufwärtsbewegung vollendet hat, löst ein an der Stange angebrachter Ansatz die Klinke o2 aus, und der -Schlägel «2 tritt in Function.
Wünschenswerth ist es ferner, zu wissen, wie viel Typenstangen für den Druck einer Zeile ausgewählt sind.
Dies wird durch einen Zeiger p2 unten am Rahmen S angegeben, der sich an einer festen Scala vorbei bewegt. Diese Angabe ist von derjenigen des von den ausgewählten Typen ausgefüllten Raumes unabhängig und deshalb weniger wesentlich. L
Fig. 2, 24, 25, 26 und 34 veranschaulichen die Einrichtung zum Festhalten der Typenstangen während des Druckes.
Die Typenstangen finden zu diesem Zwecke an ihrem Rücken eine Stütze in der horizontalen Schiene B1, welche quer hinter den Typenstangen B angeordnet ist und an den Enden durch Schubstangen s2 mit Excentern ί2 einer Welle is in Verbindung steht, die in Lagern des Hauptrahmens drehbar ist. Wird diese Welle gedreht, so legt sich die Schiene S1 fest gegen die Rückentheile der Stangen B und erhält die Stangen dadurch in richtiger Lage.
Auf der vorderen Seite der Typenstangen sind zwei Schienen C1 C2 angeordnet, die um Bolzen m2 an einem in festen, horizontalen Führungen verschiebbaren Schlitten w*" drehbar sind und nach Art einer Zange über und unter die ausgewählten Typen greifen und diese dadurch genau in horizontaler Linie fallen.
Die Backen der Zange haben eine derartige Form, dafs sie einen freien Raum di, Fig. 25 und 26, zwischen sich lassen, um dem Matrizenpapier und den Schlagwerkzeugen den Zutritt zu den ausgewählten und für den Abdruck in eine Linie gebrachten Typen zu ermöglichen.
Der Zangenschlitten gestattet eine Vorwärtsbewegung gegen die Typenstangen hin un,d stützt dieselben durch die Zange gegen den Druck der Schiene B1 ab. Die Vor- und Rückwärtsbewegung der Zange wird durch Stangen as bewirkt, die den Schlitten w^ mit Excentern b3 auf der Achse zur Bewegung der hinteren Schiene B1 verbinden, während die Schliefsung der Zange durch Daumenscheiben c3 auf der die übrigen Excenter tragenden Welle i3, Fig. 24, 25 und 26, hervorgerufen wird.
Die Drehung der Welle i3 erfolgt von der auf Welle M sitzenden Curvenscheibe y4 mittelst Hebels g5 mit Zahnsector und auf der Welle t3 sitzenden Zahnrades h*, Fig. 26.
Um die Typenstangen B auch seitlich neben einander in sicherer Lage zu erhalten, dienen Anschlagschienen D1, Fig. 24, die auf die beiden äufseren Typenstangen B drücken. Die Anschlagschienen haben an den Enden eine solche Gabelform, dafs sie die vorerwähnten Einkerbungen i solcher Typenstangen B umgreifen, die unter die Wirkungsposition herabgedrückt sein sollten, und wirken so auf die äufserste Stange, die sich in der Position für den Druck befindet. Es werden hiernach diejenigen Stangen an den Enden der Zeile, die nicht in Mitwirkung gezogen sind, frei von dem Seitendruck sein, was aus noch anzugebenden Gründen wesentlich ist. Die Seitenbewegung der Anschlagschienen D1, Fig. 3, 28 und 29, erfolgt durch Gelenke, die sie mit schwingenden Hebeln e3, Fig. 28, verbinden. Jeder Hebel e3 sitzt auf einer Welle /3, die einen zweiten Arm g3 tragt, dessen Stift oder Rolle in einer Nuth an der Peripherie der Scheibe h3 liegt, Fig. 29.
Durch diese auf Welle M sitzenden Scheiben werden die beiden Anschlagschienen D1 zugleich gegen einander hin gerückt und von einander entfernt.
Um durch die Anschlagschienen D1 auf die Typenstangen B einen nachgiebigen Druck auszuüben und sie den verschiedenen Breiten dieser Stangen anzupassen, sind die Hebel e3, Fig. 28, mit den Schienen D1 gelenkig verbunden, eine Kopfschraube j3 begrenzt die Bewegung des freien Endes der Hebel nach der einen Richtung, und eine Feder ka drückt dasselbe von der entgegengesetzten Seite an.
Es empfiehlt sich auch, die Einwärtsverschiebung der Anschlagschienen zu begrenzen. Jede derselben ist deshalb mit ihrer Unterseite über eine Schwalbenschwanzführung verschiebbar, Fig. 28 bis 32.
Die die Verschiebung vermittelnden Glieder greifen nicht direct, sondern an einen Ansatz I3 an, der durch zwei Schrauben mit den Anschlagschienen D1 verbunden ist. Eine derselben, m3, fafst unten in eine Nuth n3 der Schwalbenschwanzführung und beim Hin- und Herbewegen trifft sie auf die Endkanten der Nuth und begrenzt dadurch die Einwärtsverschiebung der Schiene, wobei zur Einstellung dieser Bewegung Stelllöcher angeordnet sind, Fig. 30 und 32. Dies ermöglicht eine gröfsere oder geringere Einwärtsverschiebung der Schienen nach Mafsgabe der Länge der zu druckenden Zeilen und der Anzahl der in Wirkung zu bringenden Typenstangen.
Nach gehöriger Justirung und Sicherung der Lage der Typenstangen findet nun das Eindrücken der Typen in Streifen aus Papier, Carton oder Papiermache statt. Zu diesem Zwecke kommen zwei in Schwingung zu versetzende Hämmer Ji1 und F1, Fig. 34, in Anwendung, die durch den erwähnten, von den Zangen C1C2 freigelassenen Raum d* hin durch den Streifen gegen die Typen schlagen. Der obere Hammer ist an seiner Schlagseite abgepolstert, um durch den Schlag das Material um den Typenkopf herumzudrängen, während der untere Hammer aus Metall die Eindrücke mehr zu fixiren und gleichmäfsiger zu machen bestimmt ist.
Der obere Hammer E1 sitzt auf der Welle n3 und wird durch einen Arm bewegt, der durch Schubstange o3 mit einer sich schnell drehenden Kurbel p3 verbunden ist. Dadurch wird das Material heftig gegen die Typen geschlagen.
Der untere Hammer sitzt auf Welle q3 und ein Arm derselben ist durch eine Stange mit einem Arm r3 verbunden, der lose auf der Achse des oberen Hammers sitzt und sich unter dem Einflufs der Feder s3 gegen die Peripherie der Scheibe te, Fig. 34, legt, welche mit drei Einschnitten versehen ist. Zunächst functionirt der obere Hammer, während Arm r3 auf der glatten Oberfläche der Scheibe t6 schleift und den unteren Hammer aufser Wirkung hält.
In passendem Augenblicke treten dann aber die Einschnitte unter den Arm r3, und indem dieser dann unter dem Einflufs der Feder ss in die Einschnitte eintritt, erfolgen der Zahl der Einschnitte entsprechende Schläge des unteren Hammers gegen das Matrizenpapier.
Um die Stärke dieser Schläge ändern zu können, ist das obere Ende der Feder durch eine Schraube justirbar.
Der schmale Streifen Matrizenpapier G1, Fig. 3, wird vor den Typenstangen von einer Trommel auf der einen Seite der Maschine ab- und auf eine Trommel auf der anderen Seite aufgewickelt, Fig. 3 und .34. Letztere kann absatzweise durch eine Klinke m3 von einer Kurbel einer horizontalen . Scheibe oder auf andere Weise gedreht werden.
Die beschriebenen Organe der Maschine können durch passende Getriebe verschiedener Art ihre Bewegung empfangen. Jedoch empfiehlt sich das dargestellte Getriebe mit Hauptriemscheibe H1, Fig. 3, die lose auf dem Ende einer Welle 71 sitzt, Fig. 2, 3 und 33, deren fester Arm einen verschiebbaren Kuppelbolzen J1 zum Ankuppeln der Scheibe an die Welle trägt, wenn Typenstangen und Hammer in der beschriebenen Weise in Wirkung treten sollen. Bolzen J1 steht durch einen Arm mit einer axial durch die Antriebswelle führenden > Stange K1 in Verbindung, deren eines Ende an einen Hebel L1 angreift, der durch Feder v3 nach links, Fig. 33, gezogen wird und dessen Rolle in einer Nuth an der Peripherie einer Steuerscheibe M1 liegt, Fig. 33 und 35. Durch diese Scheibe M1 wird Kuppelbolzen J L, der für den Beginn der Operation von Hand eingerückt wird, auf eine bestimmte Zeit in Thätigkeit erhalten. Wenn dann aber ein Absatz jj; 3 der Nuth der Scheibe auf die Rolle des Hebels L1 einwirkt, so wird dieser durch die Feder v3 nach links bewegt und Riemscheibe H1 dadurch automatisch entkuppelt. Kuppelmuffe x3 am Ende der Welle, unten mit Hebel L1 in Verbindung, wird durch diesen mit der anderen Kuppelmuffe y3 in und aufser Eingriff gebracht, die am Ende der den unteren Hammer bewegenden Kurbelwelle sitzt. Die Form der Nuth der Scheibe ist derart, dafs die erste Bewegung des Hebels L1 zum Ankuppeln der Riemscheibe H1 nicht ausreicht, um die Kuppelmuffen in Eingriff zu bringen. Die Hammerachse kommt deshalb erst dann in Wirkung, wenn durch die Scheibennuth Hebel L1 mehr nach rechts gerückt wird. Dann bleiben die Theile in Thätigkeit bis zur Vollendung der Matrize und dem Hochgang der Typenstangen B in ihre Normalposition, worauf durch Steuerscheibe M1 automatisch zuerst die Hammerachse ausgerückt und dann die Hauptantriebswelle von der Hauptriemscheibe H1 abgekuppelt wird. Die den Hebel L1 tragende Welle, Fig. 2, 3 und 33, ist zu diesem Zwecke mit einem Hebel g* versehen, der durch Stange /z4 mit einem besonderen Steuerungshebel z*, Fig. 3, verbunden ist. Beim Niederdrücken desselben rückt Hebel L1 die Kupplung ein und Steuerscheibe Ai1 dreht sich dann derart, dafs die Kupplungstheile im Eingriff verbleiben, bis alle Operationen vollendet sind. Die Schnecke ^3 auf der Hauptantriebswelle I1 bleibt immer im Eingriff mit dem horizontalen Schneckenrad α4 der verticalen Welle b* mit Kegelrad c4, Fig. 2, 3 und 34, an welchem die den Vorschub bewirkende Klinke sitzt. Zahnrad c4 treibt Rad ö?4 auf der horizontalen Welle M mit Scheibe i6 für die Bewegung der unteren Hammer.
Durch Scheibe p\ Fig. 4, dieser horizontalen Welle empfängt Hebel W seine Bewegung, der den Justirriegelrahmen in seine Anfangslage links an der Maschine zurückführt. Ferner sind auf der Welle noch zwei Schubscheiben /23 angeordnet, durch welche die Bewegung auf die Anschlagstücke D1 übertragen wird, Fig. 2, 3, 28 und 29. Scheibe f* derselben Welle, Fig. 2 und 26, enthält eine Curvennuth, durch welche Hebel g5 bewegt wird, der am unteren Ende einen Zahnbogen für den Antrieb des Triebes /z4 trägt, das auf der die Excenter zum Bewegen der vorderen und hinteren Schienen B1 C1 C 2 tragenden horizontalen Welle if3 sitzt. Durch Scheibejr1. der Welle M wird die Vor- und Rückwärtsbewegung des Rahmens für die Arretirungsriegel vermittelt, und auf dieser Welle sitzt auch die Scheibe, durch welche der Hebel / zur Hebung und Senkung der Typenstangen in Schwingung versetzt wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Angenommen, nach Herstellung einer Matrize seien die Arretirungsriegel in ihre Normalstellung befördert, sämmtliche Typenstangen, seien gehoben und der Rahmen der Justirriegel sei nach links gegangen.
IO -^—
Dann drückt man auf die Taste des zuerst zu druckenden Buchstabens. Dadurch wird dann mittelst der betreffenden Achse der betreffende Arretirungsriegel der ersten Typenstange B links in der Maschine zurückgeschoben. Beim Loslassen der Taste kehren die betreffenden Theile in ihre alte Lage zurück, gleichzeitig wird der Rahmen S der Justirriegel von der Hemmung losgelassen und verlegt, nach rechts sich bewegend, die Justirriegel vor die Arretirungsriegel der folgenden Typenstange B.
Für diese wiederholt sich dann der beschriebene Vorgang u. s. w.
Der währenddessen über die Scala aufwärts gehende Zeiger giebt die Gesammtbreite des von den ausgewählten Buchstaben eingenommenen Raumes an und ebenso den noch zu füllenden Raum.
Die Typenstangen, deren Arretirungsriegel nicht beeinflufst wurden, werden dann später ihren Niedergang ganz vollenden, bis die Distanzfedern an ihren oberen Enden in die Position der Zeile gebracht sind. Wo freie Räume in den Zeilen zu lassen sind, schlägt man die betreffenden Tasten an. Die Arretirungsriegel bringen dadurch später die Stangen mit ihrer Blankstelle b in die Position der zu druckenden Zeile. Diese Blankstellen verhindern zugleich, dafs der Streifen zwischen die, anliegenden Typenstangen eingeschlagen wird.
Nun schlägt man die die Kupplung einrückende Taste an, wodurch der Rahmen der Arretirungsriegel zurückgeht, um die aus letzteren ausgewählten Riegel in die Bahn der Typenstangenköpfe zu verlegen. Rahmen C geht nun mit den Typenstangen ständig abwärts, folglich werden also die ausgewählten Typenstangen durch einen Arretirungsriegel aufgehalten, und zwar an verschiedenen Stellen ihrer Länge, je nach Lage der Typen auf den Stangen, Fig. 16. Rahmen C geht weiter abwärts und die Fangriegel der Stangen springen in die Löcher in Platte α ein.
Nunmehr geht der Rahmen der Arretirungsriegel noch etwas weiter rückwärts und gleich darauf wieder vorwärts und bringt dadurch die Arretirungsriegel in die Normallage zurück und aus der Berührung mit den Typenstangen.
Währenddessen kann man die Tasten für Einstellung der Riegel zum Druck der folgenden Zeile handhaben, während der Zeit also, in der die Maschine noch damit beschäftigt ist, automatisch den Eindruck der ersten Zeile zu bewirken. Gleich nach Einstellung der Riegel werden die Typenstangen von vorn, hinten und von den Seiten her, wie beschrieben, angedrückt, damit sie sicher neben einander liegen bleiben, und nun führt der obere gepolsterte Hammer eine Zahl schnell auf einander folgender Schläge auf den Matrizenstreifen, worauf der untere Hammer behufs Vollendung der Eindrücke in der Matrize in Wirkung tritt.
Alsdann lassen die die Typenstangen zusammenhaltenden Klemmwerkzeuge letztere los, der Matrizenstreifen wird um ein passendes Stück verschoben und sämmtliche Typenstangen kehren wieder in, ihre Normallage zurück. Gleich darauf kann man dann die Stangen wieder niedergehen lassen, da ja die nöthigen Arretirungsriegel für die nächste Zeile inzwischen justirt wurden. Statt auf festen Stangen könnte man die Typen auch an biegsamen Stangen oder an endlosen Ketten, Fig. 39, oder auf Walzen oder Scheiben neben einander anordnen, Fig. 40. Diese würden dann durch geeignete Mechanismen zu drehen sein, um die nöthigen Type» in eine Linie zu bringen. Der veränderten Ausbildung der die Typen tragenden Organe müssen dann selbstverständlich die Arretirungs- und Justirriegel, Tasten, Schlagwerkzeuge u. dergl. entsprechen.
Die beiden Fig. 39 und 40 veranschaulichen die für die Arretirungsorgane bei jener Abänderung der Typenstangen geeigneten Einrichtungen unter Benutzung der für die beschriebene Maschine angewendeten Buchstabenbezeichnungen. Auch behalte ich mir die Modification der Maschine in der Art vor, dafs nach dem Festhalten der ausgewählten Typen in einer Linie eine Druckfläche direct durch Aufgleisen von geschmolzenem Metall oder Aufdrücken plastischer Massen gebildet wird.
Dann bilden also die Justinen Stangen direct die Matrize und man erspart das Matrizenpapier.

Claims (17)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zur Herstellung von Stereotypmatrizen, bei welcher eine Anzahl von einander unabhängiger, unter sich gleicher Typenstangen, -Ketten oder -Scheiben unter dem Einflufs von Arretirungsriegeln durch ein Tastenwerk so beeinflufst wird, dafs sie bei gemeinschaftlicher Bewegung die zum Abdruck bestimmten Zeichen an der Arbeitsstelle der Matrize darbieten.
  2. 2. Keilförmig gestaltete Typenstangen, welche auf der von einem Ende nach dem anderen Ende hin breiter werdenden Fläche die unter einander angeordneten Schriftzeichen oder Typen enthalten, wobei an dem schmaleren Ende der Stange ein zum Distanzhalten geeigneter Vorsprung oder eine Feder j (Fig. 18) angebracht sein kann; ferner bei dergleichen Typenstangen u. s. w. die erhöhte Blankstelle b, sowie die Einschnitte i und der federnde Stift jl (Fig. 17).·
  3. 3. Die Führung der Typenstangen B in genutheten Platten a a1 mittelst der Köpfe e, deren federnde, mit schrägen Nasen h versehene Riegel/ in Löcher c der Platte α eintreten können; ferner die Aufhängung der Typenstangen in einer solchen Weise, dafs dieselben abwechselnd mit ihren schmalen Flächen gegen einander zurückstehen.
  4. 4. Der zum Heben und Senken der Typenstangen dienende Rahmen C, welcher beim Senken den Eintritt der Riegel f in die Löcher c gestattet, sobald eine Typenstange arretirt wird, und beim Heben die Riegel f wieder automatisch zurückzieht.
  5. 5. Die zur Arretirung der Typenstangen u. s. w. dienenden Riegel S2, welche in einem Rahmen N gegen die Typenstangen hin verschiebbar sind und einzeln von einem Tastenwerk aus mittelst Justirriegel beeinflufst werden; ferner der im Sinne der Verschiebung der Riegel S2 bewegliche Rahmen N, der es ermöglicht, die Riegel wieder in ihre Normallage zu befördern, wenn dieselben die Arretirung der Typenstangen u. s. w. bewirkt haben.
  6. 6. Die zur Verschiebung der Arretirungsriegel S2 dienenden Justirriegel R, welche in einem Rahmen S verschiebbar sind, der von jeder Arretirungsriegelreihe nach und nach befördert wird; ferner die zur Verschiebung der Justirriegel R dienenden gekröpften Wellen U, welche mittelst eines Hebelwerkes von den Tasten beeinflufst werden.
  7. 7. Die Einrichtung zur ruckweisen Verschiebung des durch eine Feder oder ein Gewicht beeinflufsten Rahmens S, bestehend aus einem durch das Tastenwerk nach Herabdrücken einer Taste beeinflufsten Hemmwerke, insbesondere die Anordnung der Theile e1 dl c1 bl ς und y (Fig. 36 und 37).
  8. 8. Die Einrichtung zum Anzeigen der Zeilenlänge, welche den gehandhabten Tasten entspricht, bestehend aus der durch die Abschrägungen r1 der Riegel R beeinflufsten Stange Y, welche mittelst Schaltwerkes eine Stange mit Zeiger bewegt; ferner die Anordnung der Klinken e2 i2 zur Bewegung der Stange /2 und der zur Auslösung des Hammers n2 dienende Hebel o2, welcher von der Stange f2 beeinflufst wird.
  9. 9. Der mit dem Rahmen 5 verbundene Zeiger p2, welcher sich an Scala q2 vorbeibewegt.
  10. 10. Die Schiene JB1 zur Abstützung der Typenstangen in Verbindung mit den eine Zange bildenden Backen C1C2, welche die Lage der einzelnen Typenstangen justiren.
  11. 11. Der zur Bewegung der Backen C1C'2 dienende Mechanismus, bestehend aus Schlitten n>2, Stangen t2 und Daumenscheibe c3, welche Theile von der Welle t3 beeinflufst werden.
  12. 12. Die zum Zusammenschieben der Typenstangen dienenden seitlichen, an ihrem Ende gabelartig gestalteten Schienen D\ sowie die bewegliche bezw. nachgiebige Verbindung derselben mit den durch Curvenscheiben beeinflufsten Hebeln e3.
  13. 13. Die specielle Ausbildung der Backen C1 C2 mit Aussparung dA.
  14. 14. Die Anordnung der Hämmer I?1 und F1, welche das Matrizenpapier u. s. w. gegen die Typenstangen schlagen, wobei der eine Hammer aus hartem Material besteht, der andere aber mit weichem Material besetzt ist.
  15. ι 5. Der Antrieb des Hammers El durch die schnell rotirende Kurbelscheibe p3 und Stange o3.
  16. 16. Der Antrieb des Hammers F1 durch die Scheibe i3, Hebel r3 und Feder s3.
  17. 17. Eine Maschine zur Erzeugung von Stereotypmatrizen, welche so eingerichtet ist, dafs während der Herstellung der Matrize die Arretirungsvorrichtung für die Typenstangen u. s. w. unabhängig durch ein Tastenwerk eingestellt werden kann.
DENDAT32346D Maschine zur Herstellung von Stereotypen, Matrizen u. dergl Active DE32346C (de)

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