DE323230C - Mit Gas betriebener Blinklichtregler - Google Patents

Mit Gas betriebener Blinklichtregler

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DE323230C
DE323230C DE1918323230D DE323230DD DE323230C DE 323230 C DE323230 C DE 323230C DE 1918323230 D DE1918323230 D DE 1918323230D DE 323230D D DE323230D D DE 323230DD DE 323230 C DE323230 C DE 323230C
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  • Mit Gas betriebener Blinklichtregler. Zur wechselnden Einstellung der Aufleucht-und Löschzeiten bei Blinklichtreglern wird, sofern Gas als Leuchtstoff dient, der Gasdruck benutzt. Um ihn zur Wirkung zu bringen, ist bei bekannten Einrichtungen der- mit der zur Flamme führenden Leitung verbundene Gasraum einseitig durch eine Membranabgeschlossen, welche sich beim Eintritt des Gases ausdehnt und dadurch ein Kipp-, Magnet- oder anderes Gesperre beeinflußt, welches nach Erreichung eines gewissen Gasdrucks in Wirkung tritt und die Gasleitung absperrt, bis bei Eintritt einer gewissen Druckverminderung das Gesperre nach der andern Richtung verstellt wird, um die Gasleitung wieder zu öffnen. Die Membran wirkt hierbei als eingespannter Kolben, der nur durch seine Ausbauchung nach außen oder innen eine begrenzte Veränderung des Gasraumes zuläßt. Demnach ist die Zeitdauer einer gleichmäßig leuchtenden Flamme oder des Erlöschens derselben von der Elastizität der Membran abhängig.
  • Eine Regelung der Aufleucht- und Löschzeiten des Blinklichts läßt sich in wesentlich .größeren Zeiträumen einstellen, wenn gemäß vorliegender Erflndung statt einer eingespannten Membran eine mit der das Regelgesperre enthaltenden Gasvermittelungskammer verbundene Gasblase verwendet wird. Diese Gasblase verkörpert sich als ein beweglicher Kolben, der ebenso wie ein solcher innerhalb seines Zylinders eine beliebige Vervielfältigung des Gasraumes, z. B. eine Verdoppelung, ermöglicht und damit die Ausdehnung der Blinkzeit über beliebige Zeiträume gestattet. Dabei vereinigt die Gasblase den Vorteil des beweglichen Kolbens, nämlich die beliebige Vervielfältigung des Gasraumes, mit dem der eingespannten Membran, nämlich der vollständigen Abdichtung. - Die Erfindung wird durch die Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt diese den lotrechten Schnitt eines Ausführungsbeispiels der Blinklichtvorrichtung. Hierin bedeutet i die Zuleitung des Gases oder eines anderen Brennfluidums für Blinklicht. Diese Leitung enthält an ihrem unteren Ende eine lotrecht bewegliche Ventilpratte 2 mit Stift 3, welcher gegen den einen Arm eines wippend- angeordneten Doppelhebels oder einer Platte 4 sich anlegt. Letzterer bildet den Anker eines parmanenten Magneten 5. Der andere Arm des Doppelhebels 4 wird durch an einer lotrecht beweglichen Stange 6 angebrachte Federn 7 und 8 derart betätigt, daß die Ventilplatte ?, die B#-erinstoffzufuhr zu dem Sammelraum 9 und also auch zu der zu dem Brenner des Blinklichtes führenden Leitung io abschließt, wenn die Feder 8 den Hebel 7 in die gestrichelt gezeichnete Lage hinaufdräckt, während die Ventilplatte gehoben wird und das Gas von der Leitung i in den Raum 9 bzw. in die Leitung io zu dem Brenner des Blinklichtes frei einströmen kann, wenn die Feder 7 den Hebel 4 zu der ausgezogen gezeichneten Lage herunterdrückt. Der permanente Magnet 5 hat den Zweck, die Bewegung der Ventilplatte 2 und damit den Wechsel des Blinklichtes schnell und abreißmäßig zu regu# lieren. Indessen kann genannter Magnet mit .zugehörigem Anker evtl. durch eine andere Vorrichtung ersetzt werden, die denselben Effekt hervorruft.
  • Die Bewegung der Federn 7 und 8 in der einen oder anderen Richtung wird dadurch erzeugt, daß eine von dem Raum 9 ausgehende Zweigleitung ii das Gas zu dem Einlaßrohr iz einer Gasblase 13 o. dgl. leitet. Auf der Gasblase ruht eine Scheibe 14, welche die mit den Federn 7 und 8 versehene Stange 6 trägt. Diese Stange ist mittels einer federnden Lederplatte 15 nach - dem Sammelraum 9 geführt, wobei eine Schraubenfeder 16 die Stange 6 in dem Sinn zu betätigen sucht, daß die Platte 14 gegen die Gasblase 13 angedrückt gehalten wird. Das Rohr i?, ist nalt einer Regulierschraube 17 versehen, uni die in die Gasblase pro Zeiteinheit einströmende Gasmenge zu begrenzen und damit die Zeitdauer bis zum Ansprechen der Steuerung.
  • Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Nimmt der. Hebel 4 die ausgezogen gezeichnete Lage ein, so strömt eine gewisse Menge von Gas in den Raum 9 hinein und geht durch . das- Rohr io hindurch zu dem Brenner, gleichzeitig aber auch durch das Rohr ii in die Gasblase 13, welche die Stange -6 hebt. Hierdurch drückt die Feder 8 den Hebel 4 aufwärts in die gestrichelte Lage und die Ventilplatte schließt die Gaszufuhr zu dem R,-,1-1-n 9 ab. Weil aber das Gas aus dein Sammelbehälter verbrannt wird, entsteht eine Minderung des Gasvolumens bzw. -druckes auch in der Gasblase 13, so daß die Scheibe 14 und die Stange 6 gesenkt werden und dabei die Feder 7 mittels des Hebels 4 wieder das Ventil 2 öffnet. Es entsteht also eine* oszillierende Bewegung des genannten Ventiles und demgemäß ein periodisches Aufleuchten und Verlöschen des Lichtes.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: li nklichtregler, dadurMciht Ggaeskebnentrzieeibchenneert,Bdaß die ruckweise Steuerung des Gaszutrittes mittels einer mit ihrem Hohlraum hinter dem GaseiÜ-laßventil (2) angeschlossenen Gasblase (3) bewirkt wird, die nach Art eines beweg-Uchen Kolbens, aber unter Beibehaltung der Abdichtung der Gaskammer, eine Vervielfältigung des Gasraumes gestattet.
DE1918323230D 1918-04-04 1918-04-04 Mit Gas betriebener Blinklichtregler Expired DE323230C (de)

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