DE3230183A1 - Anfahrstrang fuer eine stranggiessanlage,, insbesondere eine horizontalstranggiessanlage - Google Patents

Anfahrstrang fuer eine stranggiessanlage,, insbesondere eine horizontalstranggiessanlage

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DE3230183A1
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/08Accessories for starting the casting procedure
    • B22D11/081Starter bars
    • B22D11/083Starter bar head; Means for connecting or detaching starter bars and ingots

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Anfahrstrang für eine Stranggießanlage, insbesondere
  • eine Horizontalstranggießanlage Anfahrstrang für eine Stranggießanlage, insbesondere eine Horizontalstranggießanlage Die Erfindung betrifft einen Anfahrstrang für eine Stranggießanlage, insbesondere eine Horizontalstranggießanlage, mit einem an ihm befestigten Anfahrstrangkopf, der quer zur Längsachse des Anfahrstranges in zwei Teile geteilt ist, wobei zwischen diese beiden Teile eine verformbare Dichtung eingesetzt ist und diese beiden Teile gegeneinander unter Quetschen der Dichtung mittels einer Spannvorrichtung spannbar sind und wobei an den eine vordere Stirnfläche des Anfahrstrangkopfes bildenden ersten Teil der Warmstrang angießbar ist.
  • Bei Horizontalstranggießanlagen besteht das Problem, daß der Anfahrstrangkopf, sobald er in die Kokille eingesetzt ist, von der Kokillenseite her nicht mehr zugänglich ist, da die Kokille mit ihrem einlaufseitigen Ende an einem Zwischengefäß dicht befestigt ist. Insbesondere ist es dann nicht mehr möglich, eine Dichtung anzubringen.
  • Man ist daher gezwungen, die Dichtung am Anfahrstrangkopf vor Einfädeln desselben in die Stranggießkokille zu befestigen und den Anfahrstrangkopf mitsamt der Dichtung in die Kokille einzuführen. Dabei kann es zu einer Beschädigung der Dichtung kommen.
  • Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß die Kokille sich zu ihrem auslaufseitigen Ende, d.h. zu dem Ende, bei dem der Anfahrstrang eingefädelt wird, konisch verjüngt, so daß die Dichtung an diesem Ende nur sehr schwer in den Kokillenhohlraum einbringbar ist und bei weiter zum einlaufseitigen Ende der Kokille verschobenem Anfahrstrangkopf an den Kokillenseitenwänden nur mehr ungenügend anliegt. Es kann in der Folge zu Durchbrüchen zu Gießbeginn kommen.
  • Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es aus der DE-OS 2 208 494 bekannt, während des Einfädelns des Anfahrstranges die Seitenwände der Kokille auseinanderzubewegen und nach Einbringen des Anfahrstrangkopfes in seine vorbestimmte Stellung die Kokillenseitenwände an den Anfahrstrangkopf unter Kontaktnahme mit der Dichtung auf das gewünschte Querschnittsformat einzuec-77on. Diese Methode bedingt aus Platten zusammengesetzte Kokillen, die aufwendig und teuer sind. Bei Horizontalstranggießanlagen zur Herstellung von Stahlknüppeln oder Stahlblooms werden oft aus Kostengründen einteilige, rohrförmige Kokillen verwendet, die eine Arbeitsweise gemäß aer DE-OS 2 208 494 nicht zulassen. Außerdem ist gemäß der DE-OS 2 208 494 ein Vermessen der genauen Größe des Kokillenquerschnittes nach Zurückbewegen der Wände auf das gewünschte Querschnittsformat nicht mehr möglich.
  • Aus der FR-PS 2 378 588 ist ein quergeteilter Anfahrstrang der eingangs definierten Art bekannt, bei dem ein Teil des Anfahrstrangkopfes gegen den die Stirnfläche des Anfahrstrangkopfes bildenden ersten Teil mittels einer Spannvorrichtung gepreßt werden kann, wobei zwischen diesen beiden Teilen eine Dichtung angeordnet ist. Der die Stirnfläche bildende erste Teil des Anfahrstrangkopfes ist mit dem Anfahrstrangkörper starr verbunden, so daß zwischen dem Anfahrstrangkopf und dem Anfahrstrangkörper freier Raum erforderlich ist, der eine Bewegung des gegen den ersten Teil preßbaren zweiten Teiles ermöglicht. Dies ist für einen Anfahrstrang nachteilig, da der Anfahrstrang an der Stelle des freien Raumes von den Treibrollen nicht erfaßt werden kann.
  • Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, einen Anfahrstrang zu schaffen, der außerhalb der Kokille mit einer Dichtung versehen werden kann, wobei die Dichtung jedoch erst nach Positionieren des Anfahrstrangkopfes in der Kokille an die Seitenwände der Kokille preßbar ist, u.zw. ohne daß Manipulationen innerhalb der Kokille notwendig sind. Weiters soll der Anfahrstrang über seine gesamte Länge sicher von den Treibwalzen, mit denen der Anfahrstrang ausgezogen wird, erfaßt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spannvorrichtung als mindestens eine, einen Hohlraum des zweiten Teiles des Anfahrstrangkopfes durchsetzende Stange ausgebildet ist, die ein Spannelement trägt, welches in einer nach außen offenen Ausnehmung des Anfahrstranges angeordnet ist, die bei in die Kokille eingesetztem Anfahrstrang außerhalb der Kokille liegt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Stange als am ersten Teil des Anfahrstranges befestigter Schraubenbolzen und das Spannelement als auf diesen Schraubenbolzen aufschraubbare Mutter ausgebildet, wobei sich die Mutter gegen eine hintere Stirnwand des zweiten Teiles des Anfahrstrangkopfes abstützt.
  • Um einen möglichst geringen Materialverbrauch sicherzustellen, ist vorteilhaft die Stange innerhalb des zweiten Teiles des Anfahrstrangkopfes geteilt ausgebildet und sind die beiden Teile der Stange aneinander kuppelbar, wobei zweckmäßig die Teile der Stange mittels eines Schraubengewindes aneinander kuppelbar sind und die Steigung des Schraubengewindes entgegengesetzt ist zur Steigung des Gewindes zwischen Stange und Mutter.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand der schematischen Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert, wobei Fig. 1 den in eine geschnitten dargestellte Kokille eingefädelten Anfahrstrang in Seitenansicht und Fig. 2 eine analoge Darstellung in Blickrichtung des Pfeiles II der Fig. 1 zeigen. Fig. 3 ist eine axonometrische Darstellung der Kupplung des Anfahrstrangkopfes mit dem Anfahrstrang. Fig. 4 zeigt diese Kupplung im eingekuppelten Zustand von oben in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3 gesehen. Fig. 5 zeigt in zu Fig. 2 analoger Darstellung eine weitere Ausführungsform.
  • Der Anfahrstrang 1 wird von einem Anfah.rstrdngkopf 2 und einer an diesen angekuppelten Anfahrstange 3 gebildet.
  • Der Anfahrstrangkopf 2 dieses Anfahrstranges ist in eine horizontale Stranggießkokille 4 eingefädelt. Die horizontale Stranggießkokille wird von einem vorderen, den Kokillenhohlraum 5 bildenden Teil 6 und einem an diesen anschließenden, mit gegen die Strangoberfläche preßbaren Wänden ausgestatteten Nachkühler 7 gebildet.
  • Der Anfahrstrangkopf 2 weist einen ersten, mit der Schmelze in Berührung gelangenden und mit der Schmelze einen Gußverbund bildenden Teil 8 auf, dessen Stirnfläche mit 9 bezeichnet ist, und der an einem zweiten hinteren Teil 10 lösbar befestigt ist. Dieser zweite Teil 10 ist mit einer zentralen Bohrung 11 ausgestattet, durch die ein Schraubenbolzen 12 des ersten Teiles 8 hindurchragt. Der Schraubenbolzen ist mittels einer Mutter 13, die sich gegen eine hintere Stirnwand 14 des Anfahrstrangkopfes 2 abstützt, spannbar, so daß der erste Teil 8 gegen den zweiten Teil 10 gepreßt werden kann.
  • Eine zwischen diesen beiden Teilen 8 und 10 eingesetzte, aus verformbarem Material, beispielsweise aus langfaserigem biegsamem Filzmaterial aus Chromaluminiumsilikat, gebildete Dichtung 15 wird bei diesem Vorgang gequetscht und peripher nach außen gegen die den Anfahrstrangkopf umgebende Innenwand 16 der Kokille 4 gepreßt. Zur einfachen Durchführung des Quetschens der Dichtung 15 sind der Schraubenbolzen 12 und der zweite Teil 10 des Anfahrstrangkopfes 2 so lang bemessen, daß ihre Enden außerhalb der Kokille 4, d.h. auch außerhalb des einen Teil der Kokille 4 bildenden Nachkühlers 7 zu liegen kommen.
  • Wie insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, weist der Anfahrstrang an der Kupplungsstelle zwischen Anfahrstange 3 und Anfahrstrangkopf 2 eine Ausnehmung 17 auf, die nach außen offen ist und ein Spannen der Mutter 13 von außen her ermöglicht. Abschrägungen 18 ermöglichen ein bequemeres Spannen der Mutter. Die Kupplung zwischen Anfahrstange 3 und Anfahrstrangkopf 2 wird von zwei hakenartigen Fortsätzen 19 der Anfahrstange 3 gebildet, die in korrespondierende hakenartige Ausnehmungen 20 des Anfahrstrangkopfes 2 einsetzbar sind. Nach Kuppeln der Anfahrstange an den Anfahrstrangkopf wird in eine Bohrung 21, die teilweise die hakenartigen Fortsätze 19 und teilweise den Anfahrstrangkopf durchsetzt, ein Bolzen 21' eingesetzt, der zur Arretierung dieser beiden Teile aneinander dient.
  • Um auch nach oftmaligem Verbinden und Lösen der Hakenkupplung einen ordnungsgemäßen und möglichst spielfreien Sitz der Kupplung zu gewährleisten, sind an den in Zugrichtung 22 zur Anlage gelangenden Flächen der Hakenkupplung Verschleißplatten 23 montiert.
  • Die Funktion der Einrichtung ist folgende: Vor Gießbeginn wird der Anfahrstrang 1 (bestehend aus Anfahrstrangkopf 2 und Anfahrstange 3) mit Hilfe von angetriebenen Strangführungsrollen in die Kokille 4 geschoben. Hierbei sitzt die Mutter 13 relativ locker auf dem Gewindeteil des Schraubenbolzens 12. Da die Außenabmessungen der Teile 8 und 10 des Anfahrstrangkopfes 2 kleiner sind als die Querschnittsabmessungen des Hohlraumes 5 der Kokille 4 und auch die Dichtung 15 nicht über die Außenabmessungen des Anfahrstrangkopfes hinausragt, läßt sich der Anfahrstrang 1 ohne Schwierigkeiten in die Kokille einführen.
  • Ist der Anfahrstrangkopf in die richtige Angießposition gebracht, wird die Spannvorrichtung betätigt, indem die Mutter 13 mit Hilfe eines Schraubenschlüssels angezogen wird. Hierdurch werden die Teile 8 und 10 gegeneinander bewegt, wodurch sich die zwischen dieser Teilen befindliche Dichtung 15 verformt, indem ihre Dicke reduziert wird, sie nach außen ausweicht und an die Wände der Kokille 4 gedrückt wird. Dadurch wird eine einwandfreie.
  • Abdichtung des Anfahrstrangkopfes 2 gegenüber der Kokille hergestellt.
  • Hierauf wird Metallschmelze in die Kokille gegossen und so lange gewartet, bis die den ersten Teil 8 des Anfahrstrangkopfes 2 umgebende Schmelze erstarrt ist. Wenn dies der Fall ist, wird durch Ziehen an der Anfahrstange 3 mit Hilfe angetriebener Strangführungsrollen der sich bildende Warmstrang aus der Kokille 4 ausgezogen. Sobald der Warmstrang so weit aus der Kokille ausgezogen worden ist, daß er von den angetriebenen Strangführungsrollen erfaßt und weiter ausgezogen werden kann, kann die Anfahrstange 3 vom Anfahrstrangkopf 2 durch Herausschlagen des Bolzens 211 getrennt und seitlich der Strangführung abgelegt werden.
  • Der zweite Teil 10 des Anfahrstrangkopfes 2 kann vom Warmstrang getrennt werden, indem die Mutter 13 abgeschraubt wird. Der erste Teil 8 des Anfahrstrangkopfes 2 geht verloren.
  • Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist der Schraubenbolzen 12 geteilt ausgebildet, wobei die beiden Teile 12', 12" mittels eines Gewindes 24 miteinander gekuppelt werden können. Dieses Gewinde 24 weist eine Steigung auf, die entgegengesetzt ist zur Steigung des Gewindes der Mutter 13 am Schraubenbolzen 12, so daß dieses Gewinde 24 bei Aufschrauben und Spannen der Mutter 13 festgespannt wird. Der mit dem ersten Teil 8 verlorengehende Teil 12§' der Spannvorrichtung ist bei dieser Ausführungsform wesentlich kürzer. Der hintere Teil des Schraubenbolzens 12', an dem die Mutter 13 aufgeschraubt ist, geht nicht verloren, er kann wieder verwendet werden.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestelltenAusführungsbeispiele beschränkt, sondern sie kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. So ist es beispielsweise auch möglich, den Schraubenbolzen in ein Gewinde des Teiles 8 einzuschrauben und an dem in die Ausnehmung 17 ragenden Ende mit einem Schraubenkopf zu versehen. Der erfindungsgemäße Anfahrstrang ist nicht nur für Horizontalstranggießanlagen mit Vorteil verwendbar, sondern auch für Vertikal- bzw. Bogengießanlagen, da keinerlei Manipulationen im Inneren der Kokille zum Zweck der Abdichtung des Anfahrstrangkopfes erforderlich sind.
  • L e e r s e i t e -

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Anfahrstrang (1) für eine Stranggießanlage, insbesondere eine Horizontalstranggießanlage, mit einem an ihm befestigten Anfahrstrangkopf (2), der quer zur Längsachse des Anfahrstranges (1) in zwei Teile (8, 10) geteilt ist, wobei zwischen diese beiden Teile eine verformbare Dichtung (15) eingesetzt ist und diese beiden Teile gegeneinander unter Quetschen der Dichtung mittels einer Spannvorrichtung (12, 13) spannbar sind und wobei an den eine vordere Stirnfläche (9) des Anfahrstrangkopfes (2) bildenden ersten Teil (8) der Warmstrang angießbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung als mindestens eine, einen Hohlraum (11) des zweiten Teiles (10) des Anfahrstrangkopfes (2) durchsetzende Stange (12) ausgebildet ist, die ein Spannelement (13) trägt, welches in einer nach außen offenen Ausnehmung (17) des Anfahrstranges angeordnet ist, die bei in die Kokille (4) eingesetztem Anfahrstrang außerhalb der Kokille liegt.
  2. 2. Anfahrstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeic; et, daß die Stange als am ersten Teil (8) des Anfahrstranges befestigter Schraubenbolzen (12) und das Spannelement als auf diesen Schraubenbolzen aufschraubbare Mutter (13) ausgebildet sind, wobei sich die Mutter gegen eine hintere Stirnwand (14) des zweiten Teiles (10) des Anfahrstrangkopfes (2) abstützt.
  3. 3. Anfahrstrang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (12) innerhalb des zweiten Teiles (10) des Anfahrstrangkopfes (2) geteilt ausgebildet ist und die beiden Teile (12', 12") der Stange aneinander kuppelbar sind (Fig. 5).
  4. 4. Anfahrstrang nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (12', 12") der Stange (12) mittels eines Schraubengewindes (24) aneinander kuppelbar sind, wobei die Steigung des Schraubengewindes entgegengesetzt ist zur Steigung des Gewindes zwischen Stange (12) und Mutter (13).
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