DE320647C - Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten

Info

Publication number
DE320647C
DE320647C DE1918320647D DE320647DD DE320647C DE 320647 C DE320647 C DE 320647C DE 1918320647 D DE1918320647 D DE 1918320647D DE 320647D D DE320647D D DE 320647DD DE 320647 C DE320647 C DE 320647C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isatin
sulfuric acid
substitution products
preparation
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918320647D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Application granted granted Critical
Publication of DE320647C publication Critical patent/DE320647C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/38Oxygen atoms in positions 2 and 3, e.g. isatin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren -zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten. Wie im Patent g=3725, K1. 12 o; gezeigt wurde, entstehen beim Erwärmen von primären oder sekundären aromatischen Aminen sowie deren Substitutionsprodukten in verdünnt mineralsaurer Lösung mit Chloralhydrat und Hydroxylamin schön kristallisierende Körper, die sich als Isonitrosoacetanilide erwiesen.
  • Es wurde nun weiter gefunden, daß die Glieder dieser neuen Klasse von Verbindungen, sofern sie eine zum Stickstoff unbesetzte 0-Stellung besitzen, in ihrer Mehrzahl be, fähigt sind, beim Erwärmen mit konzentrierter Schwefelsäure unter Ringschluß in ß-Imine der Isatine überzugehen, die sich jedoch schon beim Verdünnen der dunkelroten bis dunkelvioletten schwefelsauren Lösung mit Wasser in die entprechenden Isatine und Ammoniak spalten, gemäß der Gleichung: Diese Bildungsweise des Isatins ist neu schon im Hinblick auf die Neuheit der Isonitrosokörper acetylierter Amine, deren Reaktionsfähigkeiten nicht vorausgesehen werden konnten. Dazu kommt der technische Fortschritt. Er beruht darauf, daß man, ausgehend von leicht gewinnbaren Anilinderivaten, welche die denkbar geringste Zahl der für die Isatinbildung nötigen Atomgruppen enthalten, durch eine einzige einfache Maßnahme in glatter Weise unmittelbar zu Isatinkörpern gelangt. Bei den bisherigen Verfahren zur Darstellung von Isatin aus Anilinderivaten (vgl. z. B. die Patentschriften 1x3979,11398 o,113981 , 115465, KI-.12p) mußte stets ein weiteres anhängendes Molekül Amin mitverarbeitetwerden, das die unmittelbare Isatinbildüng hinderte und weitere Maßnahmen zur Abspaltung und Entfernung des störenden Amins nötig machte.
  • Eine große Anzahl bisher nicht darstellbarer Substitutionsprodukte des Isatins sind nebst dem Isatin selbst und seinen bekannten Derivaten durch diese neue Synthese nun zu leicht zugänglichen Körpern geworden: Beispi e1 x.
  • In 5o Teile auf 6o° C erwärmte; konzentrierte Schwefelsäure trägt man unter Rühren allmählich 1o Teile Isonitrosoacetanilid in kleinen Anteilen ein, wobei man dafür Sorge trägt, daß die nach jeder Zugabe, besonders im Anfange, auftretende Selbsterwärmung 65° C nicht überschreitet. Nachdem alles eingetragen und mit dunkelroter Farbe in Lösung gegangen ist, wird die Temperatur durch Aufwärmen eine Viertelstunde lang noch auf 75°C erhöht, worauf man erkalten läßt und nun rasch mit 16o Teilen kaltem Wasser verdünnt. Das in feinen gelbroten Kriställchen sich abscheidende Isatin wird nach völligem Erkalten der verdünnten Schwefelsäure abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Isonitrosoacet-p-toluid in gleicher Weise behandelt, gibt-ei-he duri-ke1Violette Lösung, aus der auf Wi#sserzusatz 5@=MetUylisatin in lebhaft roten Kriställclien ausfällt.
  • Beispiel e.
  • In 5o Teile erwärmte, -konzentrierte Schwefelsäure werden zwischen 8o bis 8,5,'C To Teile Isonitrosochloracetanilid (N : CI: 0C83 = r : 3: 6) eingetragen und zum Schluß die Temperatur für eine Viertelstunde auf g5° C erhöht. Nach Erkalten wird die violettschwarze Lösung mit genügend Wasser verdünnt und das in dunkelroten Kriställchen ausfallende 4-Chlor-7-methoxyisatin abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Es schmilzt bei 24o° C.
  • Beispiels. roTeile Isonitrosoacetanthranilsäure zwischen 85 bis go° C -in 5o Teile erwärmte Schwefelsäure eingetragen und zum Schluß eine Viertelstunde auf iöo° C erhitzt, liefern beim Verdünnen der braunroten schwefelsauren Lösung mit Wasser als bräunlich gelben Niederschlag die Isatin-7-carbonsäure, Ihr Schmelzpunkt liegt bei 235°C.
  • Beispie14. In 5o. Teile auf go ° C erwärmte, konzentrierte Schwefelsäure werden io Teile Isonitrosoacet-p-chloranilid so langsam eingetragen, daß die Temperatur nicht über 95'C steigt. Nachdem alles mit dunkelbraunvioIetter Farbe in Lösung gegangen ist, wird für eine Viertelstunde die Temperatur noch auf io5 ° C erhöht, worauf man erkalten läßt und mit i6o Teilen kaltem Wasser verdünnt. Das als bräunlich gelber, kristallinischer Niederschlag sich abscheidende 5-Chlorisatin wird abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
  • Isonitrosoacet-z-5-dichloranilid wie vorstehend mit Schwefelsäure erwärmt, liefert eine dunkelbraunrote Lösung, die auf Wasserzusatz 4-7-Dichlorisatin in orangegelben Kriställchen ausscheidet. teispiel5. In 5o Teile auf 55°C erwärmte Schwefelsäure werden io Teile Isonitrosoacetäthylanilid mit der Vorsicht eingetragen, daß die Temperatur nicht über 6o' C steigt. Sodann wird die dunkelviolette schwefelsaure Lösung für ro Minuten noch auf 65 bis 7o° C erwärmt und nach Erkalten mit 16o Teilen Wasser verdünnt. Das. zuerst in flüssiger Form sich ausscheidende, aber bald zu dunkelroten Kristallmassen erstarrende N-Äthylpseudoisatin wird nach Erkalten der verdünnt schwefelsauren Lösung abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
  • Isonitrosoacetbenzylanilid bei den nämlichen Temperaturen kondensiert, gibt eine dunkelbraunrote schwefelsaure Lösung, aus der beim Verdünnen das Benzylpseudoisatin zuerst in harzigen, aber bald erhärtenden Massen ausfällt, die, gut verrieben und mit Wasser gewaschen, das orangegelbe N-Benzylpseudoisatin liefern. -

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitufionsprodukten, darin bestehend, daß man Isonitrosoacetanilid oder seine der Kondensation fähigen Halogen-, Alkyl-, Älkoxyl- - oder- Carboxylsubstitutionsprodukter oder die N-Monoalkyl- bzw. N-Monoaralkylabkömmlinge ge-Üannter Verbindungen mit konzentrierter Schwefelsäure erwärmt und hierauf durch Wasserzusatz die entstandenen Isatinimine der allgemeinen Formel: (R = Benzolkern ünsubstituiert oder substitutiert; Rl=WasserstoffsAlkyloderAralkyl) in Isatine und Ammoniak zerlegt.
DE1918320647D 1918-07-26 1918-07-26 Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten Expired DE320647C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE320647T 1918-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE320647C true DE320647C (de) 1920-04-26

Family

ID=6156480

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1918320647D Expired DE320647C (de) 1918-07-26 1918-07-26 Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE320647C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2984672A (en) * 1958-05-14 1961-05-16 Rohm & Haas Method for the preparation of pyrrolinones
EP2956451A4 (de) * 2013-02-15 2016-06-29 Univ California Zentral aktive und oral bioverfügbare gegenmittel für organophosphatexposition und verfahren zur herstellung sowie verwendung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2984672A (en) * 1958-05-14 1961-05-16 Rohm & Haas Method for the preparation of pyrrolinones
EP2956451A4 (de) * 2013-02-15 2016-06-29 Univ California Zentral aktive und oral bioverfügbare gegenmittel für organophosphatexposition und verfahren zur herstellung sowie verwendung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE730862C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Anthrachinonen und den entsprechenden Aroylbenzoesaeuren
DE320647C (de) Verfahren zur Darstellung von Isatin und dessen Substitutionsprodukten
DE488945C (de) Verfahren zur Darstellung von Aminoalkylaminosubstitutionsprodukten der Azin-, Oxazin- und Thiazinreihe
DE175067C (de)
DE205881C (de)
DE821253C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Farbstoffen
Brady et al. XI.—2: 4: 6-Trinitrotolylmethylnitroamine
DE360530C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Arylaminogruppen in Aminoanthrachinone
DE538311C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Thionaphthenreihe
DE485275C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Anthrachinonderivaten
DE541715C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten
DE170728C (de)
DE530497C (de) Verfahren zur Darstellung eines Oxyanthanthrons
DE436888C (de) Verfahren zur Darstellung von Isodibenzanthronen
DE148109C (de)
DE465434C (de) Verfahren zur Herstellung von Coeramidoninen
DE529970C (de) Verfahren zur Darstellung von 5íñ8-Dihalogen-1íñ2-benzanthrachinonen
DE193104C (de)
DE552927C (de) Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen indigoiden Kuepenfarbstoffen
DE946831C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE346188C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-2-anthrachinonaldehyd
DE165728C (de)
DE488625C (de) Verfahren zur Darstellung von gefaerbten Verbindungen
DE698814C (de) Verfahren zur Herstellung von Tricarbocyaninen
DE453135C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen