DE319587C - Pressplatte aus Stroh, Binsen, Rohr, Schilf o. dgl. sowie Verfahren und Geraete zu ihrer Herstellung - Google Patents
Pressplatte aus Stroh, Binsen, Rohr, Schilf o. dgl. sowie Verfahren und Geraete zu ihrer HerstellungInfo
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Description
- Preßplatte aus Stroh, Binsen, Rohr, Schilf o. dgl. sowie Verfahren und Geräte zu ihrer Herstellung. Bisher war es üblich, Rohr-, Stroh- und Binsenmatten in der Weise herzustellen, daß man die geflochtenen Strähnen lose aneinandernähte. Derartige Matten hatten in sich wenig Zusammenhalt, sie waren lose und nicht dicht. Dabei war der Verbrauch an Nähgarn, Bindfaden usw. bei der Herstellung sehr groß. Sie wurden zu Fußdecken und Teppichen verwandt.
- Nach vorliegender Erfindung sollen nun Binsen-, Rohr- und Strohmatten hergestellt werden, die ein sehr dichtes, stabiles Gefüge haben und daher eine vielseitige Verwendung gestatten, z. B. als Türfüllungen, Seiten- und Rückwände, Kastenböden und Decken bei Möbeln, ferner als Wandpaneele, Treppenstufenbeläge, Trennungswände zur Herstellung von Nischen in Restaurationen, außerdem zur Herstellung von Reisekoffern, Reisehandtaschen, Wandschirmen usw. Ein weiterer Vorteil gegenüber den bisherigen Matten ist der geringe Verbrauch an Nähgarn, Bindfaden usw. sowie die Schnelligkeit bei der Herstellung.
- Auf der Zeichnung ist ein Preßtisch sowie Hilfsgerätschaften zur Herstellung derartiger Binsen-, Rohr- und Strohpreßplatten veranschaulicht. Fig. i zeigt ein Arbeitsbrett, Fig.2 ein Flacheisen mit daraufgenieteten Eisenstiften, Fig. 3 eine Klämmer, Fig. q. ein Arbeitsbrett mit den zu einer Matte zusammengefügten, noch nicht vernähten Geflechtssträhnen, Fig. 5 einen Längsschnitt, Fig. 6 einen Querschnitt durch einen Preßtisöh, Fig. 7 eine Aufsicht auf den Preßtisch, Fig. 8 einen Preßbolzen und Fig. g eine fertige Binsen-, Rohr-oder Strohpreßplatte.
- Die Herstellung der Preßplatte geht folgendermaßen vor sich Unter der Arbeitsplatte a (Fig. i), welche mit schmalen Schlitzen b versehen ist, weiden zwei Flacheisen c (Fig. 3) so untergelegt, daß die Eisenstifte cd durch die Schlitze b durchsehen (s. auch Fig. 4). Die Flacheisen c werden so weit auseinandergelegt, als die Matte lang werden soll. Dann wird die Geflechtssträhne an einem Ende der Arbeitsplatte durch einen Nagel befestigt und in Schlangenlinie um die durch die Arbeitsplatte a durchsehenden Stifte d so fest herumgezogen, daß die einzelnen Strähnen dicht beieinanderliegen (Fig. 4) und bis die gewollte Breite der Preßplatte erreicht ist. Das Schlußende der Geflechtssträhne wird wieder durch den Nagel y auf dem Arbeitsbrett befestigt. Nun wird die verhältnismäßig lose gefügte Matte in die Klammern e (Fig. 3 und 4), welche fest angezogen werden, gespannt, die Nägel y werden herausgezogen und die Arbeitsplatte wird angehoben, so daß die Matte sich aus den Eisenstiften d heraushebt und frei auf dem Arbeitsbrett a in den Klammern e liegt. Nun kommt die Matte auf den Preßtisch zum seitlichen Pressen.
- Der Preßtisch (Fig. 5, 6, 7 und 8) besteht aus einem eisernen 'Untergestell g und der Tischplatte lt. Das Untergestell g hat starke Verbindungseisen, auf denen eine lange Welle k ruht, die an jedem Ende mit einer Kurbel versehen ist. In kurzen Abständen ruhen rechtwinklig zu der Längswelle k Querwellen L, welche durch die Übersetzungsräder n und u in Bewegung gebracht werden. Die Querwellen l haben an ihren Enden je ein Rechts-und Linksgewinde. Auf diesen Gewinden sitzen die Kloben m (Fig. g, 6 und 8 der Zeichnung). Die Kloben m jeder Längsseite des Preßtisches sind dicht über der Tischplatte h durch das Quadrateisen o miteinander verbunden und außerdem mit Führungen p versehen, welche auch entsprechend in die Tischplatte h eingearbeitet sind. Durch Drehen der Kurbeln v bewegt sich die Längswelle k, mit ihr die Übersetzungszahnräder n und u und die Kloben m, welche sich in den eingearbeiteten Führungen der Tischplatte mit den Quadrateisen o zueinander bewegen und alles zusammenpressen, was zwischen den Quadrateisen o liegt.
- Gegen die Quadrateisen o werden nun Holzplatten y und zwischen diesen die zu pressende Matte gelegt. Die Holzleisten y sind so lang wie die zu pressende Matte. Durch Drehen der Kurbeln ro wird nun die Matte bis zur größtmöglichsten Dichtigkeit zusammengepreßt. Ein Ausbauchen der Matte beim Pressen wird durch Beschweren derselben vermieden. Nun werden die Stirnleisten s gegen die Längsleisten y genagelt oder geschraubt (Fig. 9 der Zeichnung), und die Preßplatte wird genäht. Das Nähen geschieht in der Weise; daß die Längsleisten in kurzen Abständen durch Bindfaden w verbunden werden, welcher auch durch jede einzelne Geflechtssträhne gezogen wird, ebenso werden auch die Stirnleisten s miteinander verbunden. Die Fäden w und die Stirnleisten s verhindern ein Auseinandergehen der Geflechtssträhnen nach dem Pressen.
- Die auf solche Art hergestellte fertige Binsen-, Rohr- und Strohpreßplatte stellt ein Gebilde von großer Dichtigkeit und Stabilität dar, welches mit schwachen Leisten eingefaßt ist.
Claims (3)
- PATENT-ANSPR'ücHE: i. Verfahren zur Herstellung von Binsen-, Rohr- und Strohpreßplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung benutzte Geflechtssträhne auf einem mit Querschlitzen versehenen Arbeitsbrett zunächst üm Eisenstifte zweier in Mattenlänge voneinander entfernter, mit ihren Stiften durch einen Querschlitz der Arbeitsplatte ragender Flacheisen in Schlangenform fest herumgezogen, dadurch in Mattenform gebracht und mittels mehrerer Querklammern in dieser Form erhalten wird, daß die so gebildete Matte darauf von den Eisenstiften abgehoben und auf einen Preßtisch gebracht wird, auf dem sie in ihrer Querrichtung zusammengepreßt und unter Einfügung von Holzleisten an ihren Längs- und Breitseiten durchnäht wird.
- 2. Preßtisch zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere durch eine Längswelle gemeinsam angetriebene Querwellen mittels Rechts- und Linksgewinde auf ihnen angeordnete; in der Preßtischplatte geführte Kloben gegeneinander bewegen, von denen die auf der gleichen Längsseite des Tisches befindlichen durch eine als Druckleiste dienende Eisenschiene verbunden sind.
- 3. Arbeitsbrett zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Arbeitsplatte mit einer großen Anzahl schmaler, in geringer Entfernung voneinander angeordneter Querschlitze und durch zwei mit Eisenstiften besetzte Flacheisen, die unter zwei um die Länge der herzustellenden Matte voneinander ent@ fernte Ouer schlitze der Arbeitsplatte so gebracht werden, daß ihre Eisenstifte durch die Querschlitze hindurchragen. q.. Preßplatte aus Stroh, Binsen, Rohr, Schilf o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe aus einer in Schlangenform geführten, in der Querrichtung zusammengepreßten Geflechtssträhne besteht, und daß sie an ihren Kanten durch Holzleisten eingefaßt ist, die in der Längs- und Querrichtung der Matte miteinander und mit den einzelnen Lagen der Geflechtssträhne vernäht sind.
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| DE1919319587D Expired DE319587C (de) | 1919-01-25 | 1919-01-25 | Pressplatte aus Stroh, Binsen, Rohr, Schilf o. dgl. sowie Verfahren und Geraete zu ihrer Herstellung |
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- 1919-01-25 DE DE1919319587D patent/DE319587C/de not_active Expired
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