DE317448C - - Google Patents

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DE317448C
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chlorine
hydrochloric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß man Fette und Fettsäuren zum Teil entfärben kann, wenn man dieselben mit Chlor behandelt. Die entstehenden Produkte unterscheiden sich aber aber nur hinsichtlich der Farbe vom Ausgangsmaterial, wenn sie dieser gelinden Chlorierung unterworfen werden. Z. B. verliert Fischtran nicht den intensiven, ekelhaften Fischgeruch. Bei einer intensiveren Chlorbehandlung nehmen
ίο die Fette und Fettsäuren Chlor im Molekül auf und erhalten ganz andere Eigenschaften (vgl. deutsche Patentschrift 256856).
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß es gelingt, das von der Fettsäure aufgenommene Chlor durch Erhitzen der chlorierten Fettsäure wieder abzuspalten. Die Fettsäuren verändern dadurch ihren Charakter, so daß stark riechende Fettsäuren, z. B. Tranfettsäuren, geruchlos werden und so für viele Zwecke, bei denen der intensive Geruch störend wirkt, verwendet werden können, z. B. für die Herstellung von Haushalt- und Toiletteseifen, zu denen der Tran seines starken Geruches wegen bisher nicht verwendet werden konnte.
Das Verfahren kann in folgender Weise ausgeführt werden:
Man leitet Chlor in die flüssigen, festen oder geschmolzenen Fettsäuren, die mit Wasser, das wiederholt zwecks Kühlung erneuert werden kann, vermischt ist. Man kann die Kühlung auch von außen vornehmen.
Nachdem die Fettsäure ungefähr 20 bis 30 Prozent Chlor aufgenommen hat, entwässert man sie, gegebenenfalls durch Erhitzen auf über 100° Bei etwa 125 bis 130 ° beginnt bereits eine Salzsäureabspaltung. Erhitzt man weiter, so wird bei etwa 250 ° das aufgenommene Chlor in Form von Salzsäure abgespalten, die unter heftigem Schäumen entweicht. Nach Beendigung der Abspaltung der Salzsäure wird die nunmehr schwarzbraune Masse nach, dem üblichen Fettsäure-Destillationsverfahren destillieit, vorteilhaft im Vakuum mit oder ohne überhitzten Wasserdampf öder unter Durchleiten von Gasen. Man erhält dann eine gelblichweiße und geruchlose, halbfeste und für die Seifenfabrikation sehr wertvolle Fettsäure.
Man kann die Abspaltung der Salzsäure durch Erwärmen mit der Destillation der entwässerten Fettsäure verbinden und die Abspaltung in der Vakuumblase vornehmen. Man kann auch die Abspaltung unter Druck vornehmen und hieran eine Destillation, gegebenenfalls im Vakuum, anschließen.
Man kann weiter auch der chlorierten Fettsäure vor dem Erhitzen Alkali oder Kalk oder Kalziumkarbonat oder solche Metallverbindungen zusetzen, die durch Salzsäure zerlegt werden und die entstehende Salzsäure binden. Bei Zusatz von Oxyden oder Karbonaten bilden sich natürlich die entsprechenden Salze der chlorierteri Fettsäuren, die aber durch die entstehende Salzsäure gespalten werden. Die Salzsäure verbindet sich dann mit der basischen Komponente, während die Fettsäuren aus dem Reaktionsprodukt mit überhitztem Wasser-
(S. Auflage, ausgegeben am g. Februar i(pa.)
dampf im Vakuum abdestilliert werden können. Man kann natürlich auch vor der Destillation mit Wasser die gebildeten, leicht löslichen Chloride aus den erhitzten Fettsäuren auswaschen und dann destillieren. Man kann die Salzsäure bindenden Stoffe auch auf indifferenten Trägern verteilen. Man kanu ferner Metalle, z. B. kolloidale oder fein verteilte, zur Begünstigung der Salzsäureabspaltung \*erwenden ίο und dieselben auf Unterlagen bringen.
Beispiel:
In loo kg Tranfettsäure werden in einem doppelwandigen Kessel unter Rühren und Wasserkühlung 20 bis 30 kg Chlor eingeleitet. Die Tranfettsäure wird dabei auf eine Temperatur von ungefähr . 50 ° gehalten. Nach einigen Stunden, wenn die Fettsäure ungefähr 25. Prozent an Gewicht zugenommen hat,
ao unterbricht man die Chloreinleitung und erhitzt vorsichtig auf etwa 250 ° Es tritt starkes Schäumen auf und Salzsäure entweicht in Strömen. Wenn die ganze Masse ruhig fließt, wird sie der Destillation unterworfen, evtl.
unter vorherigem Auswaschen mit Wasser.
In den bekannten Fettsäure-Destillationsanlagen mit überhitztem Wasserdampf destilliert schon im Vakuum von 100 mm bei einer Dampf temperatur von etwa 300 bis 350° und einer Innentemperatur der Blase von etwa 270° lebhaft eine gelblichweiße Fettsäure in einer Ausbeutung von etwa 90 bis 95 Prozent.
Die Fettsäure ist nahezu iooprozentig und gerüchlos, abgesehen von einem geringen Destillationsgeruch, und erinnert in nichts an das Ausgangsmaterial.
Das Verfahren ist auf alle Fette, öle, Wachsarten und deren Säuren anzuwenden, auch auf Abfallfette oder -öle.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    : Verfahren zum Geruchlosmachen von Fetten, Ölenj Wachsarten und deren Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben vor-'45 teilhaft nach vorangegangener Spaltung der Neutralfette in bekannter Weise mit Chlor behandelt und das aufgenommene Chlor, gegebenenfalls unter Zusatz von festen, Salzsäure bindenden Stoffen, durch Erhitzen in Abwesenheit von Wasser abgespalten wird, worauf die übliche Destillation, vorteilhaft im Vakuum, mit überhitztem Dampf vorgenommen wird.
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