DE317448C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE317448C DE317448C DENDAT317448D DE317448DA DE317448C DE 317448 C DE317448 C DE 317448C DE NDAT317448 D DENDAT317448 D DE NDAT317448D DE 317448D A DE317448D A DE 317448DA DE 317448 C DE317448 C DE 317448C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chlorine
- hydrochloric acid
- split
- fatty acids
- distillation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 24
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 11
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 claims description 11
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 claims description 11
- 238000004821 distillation Methods 0.000 claims description 8
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 239000003925 fat Substances 0.000 claims description 6
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 5
- 230000009965 odorless effect Effects 0.000 claims description 4
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 3
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 3
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 claims description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 2
- 239000001993 wax Substances 0.000 claims description 2
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 claims 1
- 238000009877 rendering Methods 0.000 claims 1
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 description 21
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 description 20
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 description 20
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 description 20
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- VTYYLEPIZMXCLO-UHFFFAOYSA-L Calcium carbonate Chemical compound [Ca+2].[O-]C([O-])=O VTYYLEPIZMXCLO-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 238000005187 foaming Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 235000019198 oils Nutrition 0.000 description 2
- 239000000344 soap Substances 0.000 description 2
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 2
- 241000251468 Actinopterygii Species 0.000 description 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 1
- 229910000019 calcium carbonate Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 238000005660 chlorination reaction Methods 0.000 description 1
- 150000001805 chlorine compounds Chemical class 0.000 description 1
- 238000003776 cleavage reaction Methods 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 235000021323 fish oil Nutrition 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 150000002736 metal compounds Chemical class 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 230000007017 scission Effects 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B3/00—Refining fats or fatty oils
- C11B3/001—Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Fats And Perfumes (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß man Fette und Fettsäuren zum Teil entfärben kann, wenn man
dieselben mit Chlor behandelt. Die entstehenden Produkte unterscheiden sich aber
aber nur hinsichtlich der Farbe vom Ausgangsmaterial, wenn sie dieser gelinden Chlorierung
unterworfen werden. Z. B. verliert Fischtran nicht den intensiven, ekelhaften Fischgeruch.
Bei einer intensiveren Chlorbehandlung nehmen
ίο die Fette und Fettsäuren Chlor im Molekül
auf und erhalten ganz andere Eigenschaften (vgl. deutsche Patentschrift 256856).
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß es gelingt, das von der Fettsäure
aufgenommene Chlor durch Erhitzen der chlorierten Fettsäure wieder abzuspalten. Die Fettsäuren verändern dadurch ihren
Charakter, so daß stark riechende Fettsäuren, z. B. Tranfettsäuren, geruchlos werden und so
für viele Zwecke, bei denen der intensive Geruch störend wirkt, verwendet werden
können, z. B. für die Herstellung von Haushalt- und Toiletteseifen, zu denen der
Tran seines starken Geruches wegen bisher nicht verwendet werden konnte.
Das Verfahren kann in folgender Weise ausgeführt werden:
Man leitet Chlor in die flüssigen, festen oder geschmolzenen Fettsäuren, die mit Wasser,
das wiederholt zwecks Kühlung erneuert werden kann, vermischt ist. Man kann die Kühlung auch von außen vornehmen.
Nachdem die Fettsäure ungefähr 20 bis 30 Prozent Chlor aufgenommen hat, entwässert
man sie, gegebenenfalls durch Erhitzen auf über 100° Bei etwa 125 bis 130 ° beginnt
bereits eine Salzsäureabspaltung. Erhitzt man weiter, so wird bei etwa 250 ° das aufgenommene
Chlor in Form von Salzsäure abgespalten, die unter heftigem Schäumen entweicht. Nach Beendigung der Abspaltung der
Salzsäure wird die nunmehr schwarzbraune Masse nach, dem üblichen Fettsäure-Destillationsverfahren
destillieit, vorteilhaft im Vakuum mit oder ohne überhitzten Wasserdampf öder
unter Durchleiten von Gasen. Man erhält dann eine gelblichweiße und geruchlose, halbfeste und für die Seifenfabrikation sehr wertvolle
Fettsäure.
Man kann die Abspaltung der Salzsäure durch Erwärmen mit der Destillation der entwässerten
Fettsäure verbinden und die Abspaltung in der Vakuumblase vornehmen.
Man kann auch die Abspaltung unter Druck vornehmen und hieran eine Destillation,
gegebenenfalls im Vakuum, anschließen.
Man kann weiter auch der chlorierten Fettsäure vor dem Erhitzen Alkali oder Kalk oder
Kalziumkarbonat oder solche Metallverbindungen zusetzen, die durch Salzsäure zerlegt werden
und die entstehende Salzsäure binden. Bei Zusatz von Oxyden oder Karbonaten bilden
sich natürlich die entsprechenden Salze der chlorierteri Fettsäuren, die aber durch die
entstehende Salzsäure gespalten werden. Die Salzsäure verbindet sich dann mit der basischen
Komponente, während die Fettsäuren aus dem Reaktionsprodukt mit überhitztem Wasser-
(S. Auflage, ausgegeben am g. Februar i(pa.)
dampf im Vakuum abdestilliert werden können. Man kann natürlich auch vor der Destillation
mit Wasser die gebildeten, leicht löslichen Chloride aus den erhitzten Fettsäuren auswaschen
und dann destillieren. Man kann die Salzsäure bindenden Stoffe auch auf indifferenten
Trägern verteilen. Man kanu ferner Metalle, z. B. kolloidale oder fein verteilte, zur Begünstigung der Salzsäureabspaltung \*erwenden
ίο und dieselben auf Unterlagen bringen.
In loo kg Tranfettsäure werden in einem doppelwandigen Kessel unter Rühren und
Wasserkühlung 20 bis 30 kg Chlor eingeleitet. Die Tranfettsäure wird dabei auf eine Temperatur
von ungefähr . 50 ° gehalten. Nach einigen Stunden, wenn die Fettsäure ungefähr 25. Prozent an Gewicht zugenommen hat,
ao unterbricht man die Chloreinleitung und erhitzt vorsichtig auf etwa 250 ° Es tritt starkes
Schäumen auf und Salzsäure entweicht in Strömen. Wenn die ganze Masse ruhig fließt,
wird sie der Destillation unterworfen, evtl.
unter vorherigem Auswaschen mit Wasser.
In den bekannten Fettsäure-Destillationsanlagen mit überhitztem Wasserdampf destilliert
schon im Vakuum von 100 mm bei einer Dampf temperatur von etwa 300 bis 350° und
einer Innentemperatur der Blase von etwa 270° lebhaft eine gelblichweiße Fettsäure in
einer Ausbeutung von etwa 90 bis 95 Prozent.
Die Fettsäure ist nahezu iooprozentig und gerüchlos, abgesehen von einem geringen
Destillationsgeruch, und erinnert in nichts an das Ausgangsmaterial.
Das Verfahren ist auf alle Fette, öle,
Wachsarten und deren Säuren anzuwenden, auch auf Abfallfette oder -öle.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :: Verfahren zum Geruchlosmachen von Fetten, Ölenj Wachsarten und deren Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben vor-'45 teilhaft nach vorangegangener Spaltung der Neutralfette in bekannter Weise mit Chlor behandelt und das aufgenommene Chlor, gegebenenfalls unter Zusatz von festen, Salzsäure bindenden Stoffen, durch Erhitzen in Abwesenheit von Wasser abgespalten wird, worauf die übliche Destillation, vorteilhaft im Vakuum, mit überhitztem Dampf vorgenommen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE317448C true DE317448C (de) |
Family
ID=570103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT317448D Active DE317448C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE317448C (de) |
-
0
- DE DENDAT317448D patent/DE317448C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE317448C (de) | ||
| DE19609960C2 (de) | Verfahren zur Herstellung elektrolytstabiler Fettungsmittel für Leder und Pelze | |
| DE684968C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Fettsaeuren bzw. Seifen aus Oxydationsprodukten von hochmolekularen nicht aromatischen Kohlenwasserstoffen | |
| DE483454C (de) | Verfahren zur Darstellung konzentrierter Essigsaeure und anderer niederer Glieder der Fettsaeurereihe | |
| DE339562C (de) | Verfahren zur Darstellung von Fettsaeuren, Aldehyden und Ketonen | |
| DE723294C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fettsaeuren aus den bei der Aufarbeitung von Paraffinoxydationsprodukten anfallenden Destillationsrueckstaenden | |
| US273075A (en) | Art of making soap from fats and oils | |
| AT72853B (de) | Verfahren zur Befreiung der Fettsäuren aus Tranen oder Fischölen von ihrem unangenehmen Geruch. | |
| DE722617C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fettsaeuren | |
| DE277641C (de) | ||
| DE720469C (de) | Verfahren zur Herstellung von gesaettigten hydroaromatischen Carbonsaeuren | |
| DE140827C (de) | ||
| US1481845A (en) | Treatment of nonsaturated organic acids | |
| AT114866B (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Vaselin bzw. Vaselinöl. | |
| DE410170C (de) | Verfahren zur Entfernung der freien, nicht fluechtigen Fettsaeuren aus pflanzlichen und tierischen OElen und Fetten oder zur Destillation nicht fluechtiger Fettsaeuren | |
| AT42855B (de) | Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen. | |
| DE889439C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fettalkoholen | |
| CH163628A (de) | Verfahren zur Entwässerung von Produkten. | |
| DE2165858A1 (de) | Verfahren zur herstellung von hoehermolekularen, aliphatischen monocarbonsaeuren | |
| AT137581B (de) | Verfahren zur Herstellung von Seife. | |
| DE152460C (de) | ||
| DE2118702B2 (de) | Verfahren zur Di- und Trimerisierung von ungesättigten Fettsäuren | |
| DE970211C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Alkylschwefelsaeureestern aus olefinhaltigen Schieferoeldestillaten | |
| US1948161A (en) | Partial oxidation products | |
| DE602749C (de) | Verfahren zum Gerben tierischer Haeute und Felle |