DE31548C - Vorrichtungen zur Herstellung von Zellstoff und Glycose aus Holz u. s. w - Google Patents

Vorrichtungen zur Herstellung von Zellstoff und Glycose aus Holz u. s. w

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DE31548C
DE31548C DENDAT31548D DE31548DA DE31548C DE 31548 C DE31548 C DE 31548C DE NDAT31548 D DENDAT31548 D DE NDAT31548D DE 31548D A DE31548D A DE 31548DA DE 31548 C DE31548 C DE 31548C
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cylinder
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DENDAT31548D
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A. BEHR in Kothen
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE SB: Papierfabrikation.
ADOLPH BEHR in CÖTHEN. Vorrichtungen zur Herstellung von Zellstoff und Glycose
Zusatz zum Patent No. 28219 vom
An Stelle des einen Extractionscylinders werden deren mehrere in Batterieform aufgestellt ; in der Zeichnung sind drei Extractionscylinder H1 H2 H3 angenommen. Jeder derselben hat oben im Deckel ein Mannloch axa2a3 zum Einbringen des zu verarbeitenden Materials und unten seitlich ein eben solches b1b2b3, durch welches das fertige Material aus dem Cylinder entfernt wird. Im Innern ^der Cylinder ist ferner oben je-ein Siebboden C1C2C3 und unten ein eben solcher (I1 d2 da angebracht; die oberen Siebböden sind theilweise aufklappbar, damit das Material durch dieselben hindurch in den Cylinder geschafft werden kann. Durch die an beiden Enden der Extractionscylinder dampfdicht angebrachten Doppelböden sind je zwei vom Innern des Cylinders vollständig getrennte Sammelräume M1 m2 ms bezw. Ti1 n2 «3 geschaffen, welche unter einander durch die Heiz- bezw. Kühlrohre fx f2 f3 verbunden sind. Jeder Extractionscylinder besteht demnach aus zwei vollständig von einander getrennten Räumen. Die Zuleitung des Dampfes bezw. Wassers zu den Räumen mt m2 m3 erfolgt durch die eisernen Standrohre ex e,2 e3, während der Abflufs aus den Räumen H1 n2 n3 durch die Rohre g1 g2 g3 bewirkt wird. Die Extractionsflüssigkeit wird in das Innere der Apparate durch die Standrohre H1 h2 h3 eingeführt und verläfst dieselben durch die Rohre Z1 I2 i3 ; die Rohre h und i müssen demnach durch die Räume m bezw. η dampfdicht hindurchgeführt werden.
Die Extractionscylinder H werden durch die Mannlöcher α mit Holz- oder Pflanzenstoffen etwa auf zwei Drittel ihrer Höhe gefüllt, zu welchem Zwecke die Mittelstücke der oberen Siebbleche c entfernt werden müssen. Nachdem die Siebbleche wieder in ihre Lage gebracht und die Mannlöcher geschlossen sind, erfolgt die Zuleitung von OeI in die Cylinder aus dem Bassin G mittelst Pumpe P1 durch die Rohrleitung k und die Standrohre H1 h2 Ir3. An dem Wasserstandszeiger Z1 I2 I3 ersieht man die Höhe des Flüssigkeitsstandes in den Cylindern.
Die Heizung der Extractionscylinder erfolgt mittelst Dampfes, welcher vorher 'schon die Heizschlange des Apparates K passirt hat und durch die Rohrleitung 0 und das Standrohr C1 zunächst in den Sammelraum
JW1
des Extractionscylinders Uf1 tritt. Nach Passiren der Heizrohre/j und des unteren Sammelraumes W1 gelangt der Dampf alsdann durch die Rohrleitung P1 und p2 und das Standrohr e2 in den Heizraum des Cylinders H2, aus diesem wieder durch Rohr p2 und p3 und Standrohr e3 nach H3 u. s. w. Den letzten Cylinder verläfst der Dampf bezw. das Condensationswasser durch das Rohr q, welches zum Kesselhause führt.
Es ist hiernach klar, dafs derjenige Cylinder, welchem der Dampf zuerst zugeführt wird,
der höchsten Hitze ausgesetzt ist, welch letztere sich nach der Spannung des Dampfes in der Heizschlange des Apparates K richtet. Zur Controle der Dampfspannung in den Extractionscylindern ist jeder derselben mit je zwei Manometern und Sicherheitsventilen ausgerüstet, von denen die eine Garnitur die Spannung im Heizraum controlirt, während die andere dasselbe für das Innere des betreffenden Cylinders bewirkt.
Ist der Inhalt des ersten Cylinders H1 genügend extrahirt, so leitet man die sich in dem Apparat K entwickelnden Oeldämpfe durch das Steigerohr r und das Standrohr \ in das Innere dieses Cylinders; hierbei wird der Hahn des Rohres Z1 so weit geöffnet, dafs durch H1 mehr Oeldampf hinzutritt, als heifse Flüssigkeit durch Z1 abgeleitet wird. Es hat diese Operation den Zweck, jedes Theilchen der zu extrahirenden Substanz durch Oeldampf auszudrücken. Das Durchdrücken des Oeldampfes geschieht so lange, bis eine am Boden des Extractionscylinders vermittelst des Miniaturkühlers N1 genommene Probe vollständig wasserhell ist.
Die gefärbte Harz-, Wachs- oder Fettlösung fliefst durch das Rohr s nach dem Bassin /, auf welchem Wege sie noch den Kühler K2 passirt; die Kühlung in demselben ist nur eine oberflächliche, es soll hier nur der Dampf condensirt werden und mufs die Flüssigkeit noch heifs nach dem Bassin / gelangen, aus welchem dieselbe, falls sie stark mit Harz, Wachs oder Fett versetzt ist, vermittelst der Pumpe P2 durch das Rohr t nach dem Apparat K geschafft wird, in welchem alsdann wieder eine erneute Verdampfung des Oeles durch die Heizschlange bewirkt wird.
Die aus J entweichende Luft geht durch den Condensator C, in welchem der der Luft noch beigemengte Oeldampf condensirt und als Flüssigkeit nach J zurückfällt nach dem Oelbassin G, und gelangt von hier aus durch das Luftfilter Z, frei von jeder Oelbeimengung, in das Freie. Das Luftfilter Z besteht aus einem kleinen, auf dem Oelbassin G befestigten Blech cylinder, der unten mit einer Siebplatte versehen ist, auf welcher Holzkohlenstückchen lagern, die den übrigen Raum des Cylinders völlig ausfüllen und welche vermöge ihrer Porosität die etwa der Luft noch beigemengten Oeltheilclien aufsaugen.
Sobald die Flüssigkeit aus dem Cylinder H1 farblos abfliefst, derselbe somit nur reines OeI enthält, wird der Zuflufs von Oeldampf aus dem Rohr r bezw. dem Apparat K durch das Standrohr Zz1 abgesperrt und das im Cylinder H1 vorhandene OeI, nachdem dasselbe den Kühler K2 passirt hat, durch das Rohr η nach dem Oelbassin G geleitet. Die Heizung des Cylinders H1 mit dem direct aus K kommenden Schlangendampf wird inzwischen fortgesetzt, um hierdurch möglichst viel OeI aus den Poren der Holzsubstanz zu verdrängen; wird vermittelst des Kühlers N1 constatirt, dafs durch diese Heizung kein OeI mehr aus der Holzsubstanz abgesondert wird, so wird durch das Rohr ν und das Standrohr H1 directer Kesseldampf auf die zu extrahirende Substanz geleitet, welcher die letzten in derselben noch vorhandenen Oeltheilchen mitreifst.
Auch bei dieser Manipulation kann man noch einen Theil des Oeles wasserfrei erhalten und nach dem Bassin G leiten, man mufs aber zu diesem Behufe aus dem oberhalb des Miniaturkühlers JV1 am Cylinder angebrachten Hahn w öfter abgekühlte Proben entnehmen; färbt sich hierbei die Flüssigkeit weifslich, so wird augenblicklich das Rohr u geschlossen und gelangt die Flüssigkeit nun durch Rohr X nach dem Sammelbassin L. Die sich in demselben ansammelnde ölig-wässerige Flüssigkeit mufs auf eine Temperatur von go° C. gebracht werden, bei welcher sich OeI und Wasser scharf abscheiden, und kann alsdann das OeI durch die Hähne y y und das Standrohr \ nach dem Oelbassin G geleitet werden, wobei dasselbe vorher noch den Kühler R passirt. Die Kühlung in R2 ist derart einzurichten, dafs die Flüssigkeit eine Temperatur von ca. 900 C. erhält; ist dies nicht gut zu ermöglichen, so wird in die Schlange des Sammelbassins entweder Wasser oder Dampf eingeleitet, um je nach den Umständen eine Reducirung oder Erhöhung der Flüssigkeitstemperatur auf 900 C. zu bewirken.
Ist auf die vorbeschriebene Weise alles OeI aus der im Extractionscylinder befindlichen Holzsubstanz entfernt, so wird, falls die Inkrustation derselben nur lose gebunden ist, der Cylinder mit Wasser gefüllt, welches eine minimale Menge Schwefelsäure enthält. Hierauf wird durch Einleiten von Dampf in den Heizraum des betreffenden Cylinders die Flüssigkeit zum Kochen gebracht. Erweist sich das Kochen als zu schwach, so wird dasselbe auf die im Haupt - Patente angegebene Weise mittelst Glycosekochers O vorgenommen und kann für diesen Fall die Entleerung des Cylinders H durch das seitliche Mannloch stattfinden, wobei vorher ein Abkühlen der Masse in der Weise stattfinden mufs, dafs man nach Entfernung des heifsen Wassers durch g nach q und Absperrung der Dampfzuleitung durch die Rohre ^1 0 und βΎ langsam kaltes Wasser in den Heizraum JM1JT1 U1 des Cylinders H leitet.
Der Dampf wird nunmehr aus dem Rohr 0 durch das Standrohr e2 direct in den Extractionscylinder H2 geleitet, gelangt aus diesem nach üf3 und wird, wenn der vorbeschriebene Arbeitsprocefs auch mit dem Cylinder H2 vorgenommen ist, direct nach H3 geleitet. Falls
alsdann der Inhalt der beiden anderen Cylinder weniger extrahirt ist, wird der Dampf aus Ha durch das Rohr y1 nach H2 und H1 geleitet und gelangt aus dem letzteren Cylinder nach dem Kesselhause.
Gelangen Pflanzenstoffe zur Verarbeitung, die grofse Mengen Substanz enthalten, welche in dem extrahirenden OeI löslich ist, so würde durch die abzudampfenden Harzlösungen der Betrieb sehr bald gestört werden; für solche Fälle ist es angebracht, die Lösung, wenn sie anfängt dicklich zu werden, durch das Rohr V nach dem Reinigungsapparat M überzuführen, in welchem ohne Störung durch die Heizschlange das OeI von der Lösung geschieden werden kann. Das gereinigte OeI gelangt alsdann in Form von Oeldampf durch das Rohr X1 nach dem Oelbassin G, wobei es den Kühler Q. passirt und von demselben entsprechend abgekühlt wird. Wird einmal von den Extractionsapparaten H nicht aller Oeldampf, den der Apparat K producirt, gebraucht, so wird der überschüssig entwickelte durch das Rohr r und den Kühler Q. nach dem Bassin G zurückgeleitet. ■ ■ ' . ,

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei dem unter No. 28219 patentirten Verfahren der Gewinnung von Zellstoff und GIycose aus Holz und anderen Pflanzenstoffen:
    ι. Die Anordnung mehrerer Extractionscylinder H und deren durch die Standrohre βλ e2 e? Zz1 H2 Ji3, die Stutzen I1 i2 i8 gx g2 g3 und die Rohre k ν ^y1 ο ^1 q Sp1 p2 und j?2 p3 hergestellte Verbindung unter einander und mit den Apparaten MK J und L.
  2. 2. Die Construction 'des mit Heizraum Wi1J1 K1, Siebboden C1 und Cl1, Kühler N1 und Standrohren ßj H1 g1 und I1 versehenen Extractionscylinders H1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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