DE31508C - Elektrische Bogenlampe mit nebeneinander stehenden Kohlen - Google Patents

Elektrische Bogenlampe mit nebeneinander stehenden Kohlen

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DE31508C
DE31508C DENDAT31508D DE31508DA DE31508C DE 31508 C DE31508 C DE 31508C DE NDAT31508 D DENDAT31508 D DE NDAT31508D DE 31508D A DE31508D A DE 31508DA DE 31508 C DE31508 C DE 31508C
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carbon
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rods
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DENDAT31508D
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Original Assignee
TH. VON BASL LEWSKY, Wirklicher Staatsrath in St. Petersburg
Publication of DE31508C publication Critical patent/DE31508C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/003Electric arc lamps of a special type
    • H05B31/0033Electric arc lamps of a special type with glowrod and candle

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  • Discharge Lamps And Accessories Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTAt
Gegenstand der Erfindung bilden Neuerungen an elektrischen Lichtbogenlampen, welche bezwecken, deren Construction zu vereinfachen und eine gröfsere Beständigkeit des Lichtes zu erzielen.
Dieser Zweck soll durch den in beiliegenden Zeichnungen dargestellten Mechanismus erreicht werden.
Der Einfachheit der Zeichnung wegen ist in Fig. ι nur eines der in Fig. 2 dargestellten fünf Kohlenpaare der Lampe mit zugehörigen Theilen gezeichnet. Die Anzahl dieser Kohlenpaare kann eine gröfsere oder geringere sein.
Es bedeutet A den Deckel, welcher den Mechanismus der Lampe überdeckt, und B die Grundplatte (aus Marmor, Porcellan u. dergl. m.), auf welcher die metallenen, gehörig isolirten Theile der Lampe befestigt sind. C sind Ständer, welche u. A. als Kohlenhalter für die. äufseren unbeweglichen Kohlenstäbchen α dienen. D sind auf in den Ständern C angebrachten Achsen b schwingende Stromschliefser, welche oben in Gabeln c endigen, durch deren hakenförmige Enden kurze und dünne Drähte d hindurchgesteckt sind, welche, als Klammern dienend, die Stromschliefser an den äufseren Kohlenstäbchen festhalten. Die Ständer E und E' tragen Contactstücke e und e', Fig. 2, 3 und 4, die durch Federn f an die zwischen ihnen mit einiger Reibung sich bewegenden unteren, breiteren Theile g der Stromschliefser D angedrückt werden; die Federn h bewirken nach Durchbrennung der Drahtklammern d ein Zurückschnellen der Stromschliefser D in ihre unterste (in Fig. 1 punktirt angedeutete) Stellung. Die Ständer F tragen die auf den Achsen i schwingenden Kohlenhalter G der inneren Kohlenstäbchen k. Durch die Arme m der Kohlenhalter G gehen Stellschrauben /, welche zur Regulirung der Neigung der inneren Kohlen k zu den äufseren stabilen α dienen. η sind Gewichte entsprechender Schwere, welche sich auf in den Arm m eingeschraubten Schraubenspindeln 0 befinden und zum Ausbalanciren der Kohlenhalter G dienen; H ist die Drahtumhüllung der Bobine des Elektromagneten und I der Eisenkern desselben, welcher mit einer Scheibe ρ versehen ist. Ein Ständer J trägt den auf der Achse q schwingenden doppelarmigen Gewichtshebel K, auf dessen äufserem Arme sich ein verstellbares Gewicht L befindet, durch welches der bei r aufgehängte Eisenkern / im Gleichgewicht erhalten werden kann. Durch einen sämmtlichen Ständern F als Basis dienenden metallenen Ring M stehen die Ständer F in leitender Verbindung mit einander, und in irgend einem Punkte desselben wird durch eine Klemmschraube s das eine Ende t der Drahtumhüllung der Bobine des Elektromagneten befestigt, wogegen ihr anderes Ende u durch eine Mutter ν auf der Verlängerung der Klemme N des einen Leitungsdrahtes der dynamo-elektrischen Maschine befestigt wird. O ist die Klemme für den durch die Mutter w festgehaltenen zweiten
Leitungsdraht der dynamo-elektrischen Maschine, und P sind Metallplatten, welche die Ständer E und E' mit einander leitend verbinden. Ein Ausschnitt χ in der Scheibe ρ dient zur bequemeren Regulirung der Stellschrauben /.
Die Wirkung der Lampe ist folgende: Vor dem Anzünden der Lampe befinden sich sämmtliche Stromschlielser D in ihrer obersten Stellung und werden durch die Drahtklammern d an den äufseren Kohlenstäbchen α festgehalten; desgleichen befindet sich auch der Eisenkern / mit der Scheibe ρ in seiner obersten Stellung, so dafs die oberen Enden der Kohlenstäbchen α und k einander berühren. Im ersten Moment, beim Anzünden der Lampe, gelangt der . durch die Klemme O eintretende elektrische Strom durch den Ständer E, Fig. 2, Contact e und Stromschliefser D zu dem Ständer C des ersten äufseren Kohlenstäbchens α; darauf geht er durch die oberen Enden der beiden sich berührenden Kohlen in das erste innere Kohlenstäbchen k über und gelangt von dort durch den Ständer F, Fig. 1, den Ring M und den bei s befestigten Draht t in die Drahtumhüllung H der Bobine des Elektromagneten, von wo aus der elektrische Strom durch den Draht in die Klemme N, Fig. 1 und 2, gelangt.
Sobald der elektrische Strom durch die Drahtumhüllung der Bobine des Elektromagneten passirt, wird der Eisenkern / von ihr hineingezogen und drückt dabei die Scheibe ρ mit ihrer unteren Fläche auf die Köpfe der Stellschrauben Z, wodurch die oberen Enden der in die schwingenden Kohlenhalter G eingesteckten inneren Kohlenstäbchen k anfangen, sich von den oberen Enden der äufseren unbeweglichen Kohlenstäbchen α zu entfernen. Im ersten Moment, wenn der Abstand zwischen den Kohlenspitzen α und k fast unendlich klein ist, erwärmt der hinüberspringende Funken die zwischen ihnen sich befindende Luft und macht sie mehr leitend; sobald aber in die Drahtumhüllung der Bobine ein gröfseres Quantum Strom eintritt, so wird unter seiner Wirkung der Eisenkern / noch mehr hineingezogen, und werden folglich auch die Spitzen der Kohlenstäbchen α und k mehr von einander entfernt, wobei der Funken sich in eine Reihe rasch verbrennender Kohlenpartikel umgestaltet, d. h. sich ein Volta'scher Lichtbogen bildet.
Wie schon erwähnt, kann die Gröfse der Neigung der inneren schwingenden Kohlen k zu den äufseren stabilen α und mithin auch die Lichtstärke der Lampe durch die Stellschrauben Z regulirt werden. Die Entfernung und Näherung der Kohlenstäbchen α und k von und zu einander fällt genau mit allen Phasen der Entwickelung des Volta'sehen Bogens zusammen. Eine grofse Beständigkeit des Lichtes der Lampe wird dadurch erzielt, dafs die schwingenden Kohlenhalter G vollkommen ausbalancirt sind, infolge dessen der Eisenkern / mit der Scheibe ρ im Stande ist, je nach dem Einflufs des elektrischen Stromes in sehr empfindlicher und regelmäfsiger Weise die inneren Kohlenstäbchen k den äufseren Kohlenstäbchen α zu nähern oder von denselben zu entfernen; die geschmeidige Bewegung aber des Eisenkernes / mit der Scheibe p, welche durch den ausbalancirten Gewichtshebel K erzielt wird, garantirt gegen eine allzu rasche . Bewegung der Kohlen, welche bekanntlich in Lichtbogenlampen die für die Augen so unangenehme zitternde Bewegung des Lichtes hervorrufen.
Wenn die Kohlen bis zur gewünschten Stelle heruntergebrannt sind, d. h. bis zur Stelle, wo die Drahtklammer d am äufseren Kohlenstäbchen α anliegt, so wird, nachdem der dünne Draht d durchgebrannt ist, der Stromschliefser D ausgelöst und 'durch die Feder h in die Stellung zurückgeschnellt, welche in Fig. 1 punktirt angedeutet ist. Der elektrische Strom geht sodann aus dem Ständer E in den Ständer E', Fig. 2, über und gelangt von dort längs der Metallplatte P zu dem Ständer C des nächsten äufseren Kohlenstäbchens, indem er ein neues Kohlenpaar α und k, dessen obere Enden inzwischen wieder mit einander in Berührung gekommen sind, anzündet.
Aus den Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, dafs in dem unteren, breiteren Theil g jedes Stromschliefsers D eine Isolirschicht y % eingelegt ist; desgleichen ist auch jede der Schrauben R, Fig. 1 und 2, von den Stromschliefsern D isolirt. Infolge dessen kann, wenn die Stromschliefser D sich in ihrer obersten Stellung, Fig. 3, befinden, der elektrische Strom aus den Ständern E nicht in die Ständer E' übergehen; befinden sich aber die Stromschliefser D, nachdem die Drähte d durchgebrannt sind, in ihrer untersten Stellung, Fig. 4, so ist dieser Uebergang frei.
Nachdem das zweite Kohlenpaar heruntergebrannt ist, löst sich der Stromschliefser dieses Paares gleichfalls aus und bewirkt ein momentanes Anzünden des dritten Kohlenpaares u. s. w., bis der Stromschliefser des letzten Kohlenpaares den elektrischen Strom direct der Klemme N zuführt. Nur nachdem alle Kohlen niedergebrannt sind, erlöscht die Lampe . und schliefst sich hierbei aus dem Stromkreise aus.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . In elektrischen Lichtbogenlampen die Combination des durch den Gewichtshebel K
    ausbalancirten Eisenkernes / des Elektromagneten mit den schwingenden Kohlenhaltern G der inneren Kohlenstä'bchen k. 2. In elektrischen Lichtbogenlampen die Combination des Eisenkernes 7, des Elektromagneten mit der Scheibe p, welche auf die Arme m der schwingenden Kohlenhalter G der inneren Kohlenstäbchen k behufs Entfernung oder Ablenkung dieser Kohlenstäbchen von den äufseren unbeweglichen Kohlenstäbchen α einwirkt.
    In elektrischen Lichtbogenlampen die Combination der schwingenden Kohlenhalter G der inneren Kohlenstäbchen k mit den Stellschrauben /, welche zur Regulirung der Neigung der inneren Kohlenstäbchen k zu den äufseren stabilen Kohlenstäbchen a dienen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31508D Elektrische Bogenlampe mit nebeneinander stehenden Kohlen Expired - Lifetime DE31508C (de)

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