DE10781C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen LampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/003—Electric arc lamps of a special type
- H05B31/0033—Electric arc lamps of a special type with glowrod and candle
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- Radiation-Therapy Devices (AREA)
Description
1879.
Klasse 21.
RICHARD WERDERMANN in LONDON. Neuerungen an elektrischen Lampen.
Zusatz - Patent zu No. 7045 vom 10. November ii
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. November 1879 ab.
Längste Dauer: 9. November 1893.
Die vorliegenden Neuerungen an der unter No. 7045 patentirten Lampe beziehen sich
einestheils auf einen Mechanismus, durch welchen erzielt wird, dafs die beiden Elektroden
oder Kohlen constant in ihrer günstigsten gegenseitigen Lage erhalten werden, wie grofs auch
die Ungleichmäfsigkeit der Verbrennung der verticalen Kohle je nach der Entwicklung des
Lichtes sei. Anderntheils haben die Neuerungen den Zweck, die Kohlenstäbe einer Lampe automatisch
aus dem Stromkreis auszuschalten, sobald sie ganz oder fast ganz aufgebrannt sind,
ohne dafs hierdurch ein störender Einflufs auf die übrigen Lampen desselben Stromkreises
ausgeübt wird, selbst wenn bei mehreren Lampen die Ausschaltung gleichzeitig stattfinden
sollte.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Verticalschnitt der Lampe dar, Fig. .2 zeigt
eine zweite Anordnung der Lampe, Fig. 3 einen Grundrifs und Fig. 4 eine Totalansicht der
Lampe in kleinerem Mafsstab. Die obere oder gröfs.ere Elektrode α wird in. gleicher Weise
wie früher mittelst einer Fassung b gehalten; anstatt jedoch diese Fassung, wie im Haupt-Patent
beschrieben, starr mit dem Körper der Lampe zu verbinden, läfst man sie in einen
horizontalen Arm d auslaufen, der sich um eine horizontale Axe drehen kann. Diese Axe
wird durch ein auf der.Stange c verschiebbares Gleitstück e getragen, das mittelst einer Klemmschraube
f in passender Höhe an der Stange c gehalten wird, derart, dafs die Elektrode α der
Bewegung des Armes d folgt, sich heben und senken kann und hierbei einen Kreisbogen beschreibt.
Der Arm d ist jedoch noch über seine Drehaxe hinaus verlängert und mit einem Fortsatz g
versehen, auf dem ein verschiebbares Gegengewicht h angebracht wird, das in passender
Stellung durch die Druckschraube i auf dem Arm g fixirt wird.
Mittelst dieses Gegengewichtes kann die Elektrode α nach Wunsch balancirt werden.
Die Lage des Gegengewichts mufs derart regulirt werden, dafs die Elektrode α das Bestreben
hat, sich zu senken, wenn sie nicht durch die verticale Elektrode k getragen wird.
Die grofse Elektrode α trägt infolge ihres Gewichtes dazu bei, dafs immerfort eine Berührung
der beiden Elektroden stattfindet. Die verticale Elektrode Jt gleitet, wie früher beschrieben,
zwischen den Kohlenklemmen m n; anstatt jedoch eine ringförmige Feder oder
einen elastischen Ring, der um die Klemmen gelegt wird, anzuwenden, ordnet man dieselben
so an, dafs sie constant einen genügenden, normal ,gerichteten Druck auf die Elektrode k
ausüben.
Um ein zu schnelles Aufsteigen der Kohle k zu verhüten, benutzt man die folgende Einrichtung:
Eine Flachfeder p ist mit ihrem einen Ende an dem Arm d der oberen Elektrode befestigt,
und stützt sich mit ihrem anderen Ende gegen die Kohlenklemme n, welche sich der Kohlenklemme
m nähern kann und so gegen die verticale Kohle k einen Druck ausüben kann; die
Flachfeder p ist hierbei hinreichend von der Klemme η isolirt. Es ist klar, dafs, wenn die
Kohle k zu. hoch steigen sollte, sie auf die Kohlenscheibe α einen gewissen Druck ausüben
wird, die letztere sich infolge dessen hebt und die an ihrem Arm d befestigte Feder p einen
stärkeren Druck auf die Kohlenklemme η ausübt,
derart, dafs die Reibung, welche die verticale Kohle k erfährt, hierdurch vergröfsert
wird.
Je nachdem die obere Kohle α in ihre normale Stellung gelangt, wird sie den Arm d
mitnehmen und die Feder p wird auf die Kohlenklemme η einen kleineren Druck ausüben,
so dafs die untere Kohle k sich wieder heben kann.
Ist die untere Kohle k ganz oder zum gröfsten Theil verzehrt, so senkt sich die obere
Kohle α bis in die Nähe der Kohlenklemmen m n, wie in den Fig. 1 und 2 punktirt
angedeutet. In diesem Augenblick wird der Strom unterbrochen. Um diesem Uebelstand
abzuhelfen, ist die Klemme η wie folgt angeordnet. Auf der Klemme η ist auf einem ge-
wissen Theil ihres Umfangs das Stück q angebracht,
das mit mehreren Armen r versehen ist, Fig. 3, welche die Porcellan- oder Opalglasschale
s tragen, die dazu bestimmt ist, das Licht zu reflectiren; der Arm q ist gabelförmig
gestaltet und bei t nächst der Klemme η mit einer isolirenden Masse versehen, gegen welche
sich die Flachfeder ρ stützt, wenn der Apparat in Function ist. Senkt sich die obere Kohle a,
so nimmt dieselbe die Feder / mit, und wenn die Kohle abgebrannt ist, so dafs sie nicht
mehr hoch kommt, wenn der Druck der Feder / auf die Klemme η nachläfst, so legt sich die
Feder p gegen die Metallstange u, welche in
den gegabelten Enden des Armes q befestigt ist. Das Metallstück u steht in leitender Verbindung
mit den Kohlenklemmen m n. Der Strom geht alsdann von den Kohlenklemmen mn
nach dem Arm q, Stift u, Feder /, Arm d der Kohlenscheibe a, Träger e, Stange c und
Klemme x.
An der Kohlenklemme η ist ein halbkreisförmiger Ring ηl befestigt, welcher der Schwingungsbewegung
der Klemme η folgt, wenn die Feder p sich gegen den Stift u legt; dieser
Ring legt sich somit gegen die Kohlenklemnie m, um eine innige Berührung der beiden Klemmen
herbeizuführen, Fig. i.
Eine zweite Anordnung, welche dazu benutzt wird, um beim Auslöschen der Lampe den
Strom durch die letztere zu leiten, ist in Fig. 2 dargestellt, Wenn nämlich die Klemme η einfach
auf der Klemme m ruht und nur durch" den die letztere umfassenden Ring η' mit derselben
in Verbindung steht, so kann sehr leicht der Fall eintreten, dafs die Klemme η von der
aufsteigenden Kohle k mitgenommen wird. Um dieses zu vermeiden, verbindet man die
Klemme in durch zwei Scharniere ζ mit der Klemme n, so dafs diese sich nur ein wenig
drehen kann, auf keinen Fall aber von der aufsteigenden Kohle mitgenommen wird.
In der beschriebenen Lampe ist vorausgesetzt worden, dafs die grofse scheibenförmige Kohlenelektrode
sich oberhalb der stabförmigen Elektrode befindet; es ist jedoch klar, dafs man diese Anordnung auch umkehren kann. Die
scheibenförmige Kohle mufs alsdann derart ausbalancirt werden, dafs sie die stabförmige
Kohle immer etwas zu heben sucht, anstatt sich, wie in der beschriebenen Anordnung, zu
senken.
Um die Kohlenstäbe von unten in die Lampe zu stecken anstatt von oben, wie bisher, benutzt
man folgende Anordnung.
Das Rohr T, welches die Elektrodenstange umgiebt, wird zu diesem Zwecke um einige
Centimeter länger gemacht wie sonst, und der Kolben P, der durch Gegengewichte gehoben
wird und seinerseits die Kohlenelektrode hebt, ist an seinem unteren Ende mit einer
Schnur versehen, welche um eine kleine Rolle geschlungen ist, die am unteren Ende des
Rohres C angebracht ist; das letztere ist am unteren Ende offen und befindet sich hierselbst
auch eine seitliche Spalte, Will man eine neue Kohle in die Lampe einsetzen, so wird die
kleine Rolle gedreht, so dafs der Kolben P aus dem Rohr T tritt und man nun eine neue
Kohle von unten in dasselbe einführen kann. Man läfst jetzt wieder den Kolben P gegen
das untere Ende des frischen Kohlenstabes wirken, indem man die untere Schnur wieder
abwickelt, so dafs die Gegengewichte die Kohle heben können.
Um Schattenbildung zu vermeiden, bringt man oberhalb des. Lichtpunktes einen Reflector
R, Fig. 4, aus Carton, Papier, Porcellan von weifser oder anderer passender Farbe an.
Um das Aeufsere der Lampe nicht zu verunstalten, werden die Leitungsklemmen χ y am
unteren Ende der Lampe angebracht. Die Klemme χ steht in leitender Verbindung mit
dem äufseren Mantel C der Lampe, auf welchem der Ständer c ruht, der den Strom nach
der oberen Kohlenscheibe α leitet. Die Klemme y steht dagegen mit dem Rohr C in
leitender Verbindung, welches mittelst der Kohlenklemmen m η den Strom nach dem unteren
Kohlenstab leitet.
Das Rohr C ist sorgfältig von dem Mantel C isolirt, und zwar mittelst der Platte L oder auf
irgend eine andere passende Weise.
Es wird noch bemerkt, dafs die grofse Elektrode anstatt aus Kohle auch aus Kupfer oder
anderem Metall oder passendem Material bestehen kann. Auch kann ein Kern aus Kohle
angewendet werden, der mit Metall oder anderem leitenden Material plattirt ist, und sind
die genannten Verbesserungen sowohl für den Volta'schen Lichtbogen als für das elektrische
Kohlen-Glühlicht anwendbar.
Claims (3)
1. Die beschriebene automatische Regulirung des Drucks an dem Berührungspunkt beider
Elektroden derart, dafs jeder Drucküberschufs vermieden wird.
2. Die beschriebenen Organe zur Regulirung dieses Drucks, d. h. die Feder, welche die
Führungen oder Schenkel des unteren Kohlenhalters andrückt, so dafs das Aufsteigen
der unteren Kohlen verhindert wird.
3. Die Anordnung, durch welche infolge der auf- und absteigenden Bewegung der Elektrode
der seitliche Druck auf dieselbe regulirt wird.
Die beschriebene Anordnung, durch welche die Leitung wieder geschlossen wird, sobald
die eine Kohlenelektrode ausgebrannt ist.
Die beschriebene Anordnung, welche gestattet, die stabförmige Elektrode von unten
anstatt von oben in die Lampe einzusetzen. Die beschriebene Anordnung, gemäfs welcher
ein Theil des elektrischen Lichtes als directes Licht unter Benutzung einer durchscheinenden
Schale nutzbar gemacht wird, während der andere Theil des Lichtes entweder
ganz oder theilweise durch eine reflectirende Platte zerstreut wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10781C true DE10781C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT10781D Active DE10781C (de) | Neuerungen an elektrischen Lampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10781C (de) |
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- DE DENDAT10781D patent/DE10781C/de active Active
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