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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Dauerhrand-Bogenlampe mit gegeneinander geneigten Kohlen. Diese an sich bekannte Anordnung bat den Zweck, die von dem Lichtbogen zwischen den beiden Kohlen ausgehende Leuchtkraft durch Vermeidung jeglicher Schattenbildung voll und ganz auszunützen. Eine Schattenbildung bei der vorliegenden Lampe ist gänzlich ausgeschlossen, da sich unterhalb der Lichtquelle im Gegensatz zu anderen Konstruktionen gar keine Organe befinden. Durch die Anordnung einer nahezu luftleere Glasglocke, in der sich die beiden Enden der Kohlenstifte befinden, wird der Abbrand derselben auf das kleinste Mass beschränkt, indem bei der Bildung des Lichtbogens der in der Glasglocke befindliche Sauerstoff sofort verbraucht wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Ansicht der Lampe im Aufriss und Schnitt, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie A-A von Fig. 1. In der Platte 1, die aus Porzellan oder einem anderen isolierenden und unverbrennbaren Material besteht, sind die beiden Rohre 2 und 3 mittels der Schrauben 4 und 5 befestigt. In den beiden Rohren 2 und 3 können die beiden Koblenha1ter 6 und 7, sowie die beiden Kohlen N und 9 gleiten, wobei die letzteren in den Enden der boiden aufgeschraubten Kappen 10 und 11 geführt sind. Auf der gleichen Platte 1 ist vermittelst der Schraube 12 der Träger 13 befestigt. Dieser ist mit einer Bohrung 14 versehen, in der das Kugelventil 15, deren Feder 16 durch die Schraube 17 mehr oder weniger gespannt werden kann, gelagert ist.
Durch dieses Ventil 15 wird die bei Bildung des Lichtbogens erwärmte und ausgedehnte Luft abgeführt. Auf diesem Träger 13 ist eine zweite Platte 18 aus Porzellan oder dgl. vorgesehen, die die beiden Klemmschrauben 39 und 40 trägt, von denen der Strom vermittelst der beiden Ringe 36 und 37 nach den beiden Röhren 2 und 3 gelangt. Ausserdem trägt der Träger 13 noch das Rohr 19, auf das das Solenoid 20 aufgeschoben wird. In diesem Rohre 19 gleitet der Eisenkern 21. Dieser ist konisch ausgebildet, um so die Wirkung des Solenoides auf ihn während der Dauer der Regulierung der Lampe auszugleichen. Der Eisenkern 21 ist mit zwei Rädchen 22 versehen.
Eine Schnur 23, die über die Rädchon 22, die beiden in dem Einsatzstück 24 gelagerten Rädchen 25, sowie über die beiden in den Einsahstüc) {en 26 und 27 gelagerten Rädchen 28 und 29 geführt wird, steht in Verbindung mit den beiden Kohlenhaltern 6 und 7, so dass also die Bewegung des Eisenkern 21 auf die letzteren unter Zwischenschaltung des Differentialseilzuges übertragen wird. Man erreicht auf diese Weise, dass der einfache Weg des Eisenkern gleich dem doppelten der Sohlenhalter wird und somit der Energieverbrauch für die Regulierung der Lampe in günstiger Weise reduziert wird.
Das Gewicht der beiden Kohtenhalter 6 und 7 ist ein wenig grösser, wie das des Eisenkerns 21, so dass sich dieser stets in dem oberen Teile des Solenoids 20 befindet. Eine stets sichere, leitende Verbindung zwischen den beiden Röhren 2 und 3 und den Kohlenbaltern 6 und 7 wird zuverlässig durch die beiden Drähte 30 hergestellt. Das Gehäuse 31 ist vermittelst zweier Schrauben 32 an der Platte 1 befestigt. An diesem Gehäuse, das mit Gewinde versehen ist, wird die Glasglocke 33 vermittelst des Gewinderinges 34, der sich gegen die Platte 1 fest anlogt und so einen nahezu hermetischen Verschluss herbeiführt, verschraubt.
Um das Oxydieren der Kappen 10 und 11, der Schrauben 12, sowie des Ventils 15 zu verhindern, ist die Schutzkappe 3. 5, die aus Porzellan besteht und gleichzeitig als Reflektor dient, angeordnet. An dieser Porzellankappe 35 ist der Porzellankopf 42 befestigt, der sich zwischen den Enden der Kohlenstäbe befindet. Da beim Brennen der Lampe die Kohlen zur Bildung des Lichtbogens etwas hochgezogen sind, ragt die Mitte dieses Porzellankopfes bis fast zum Lichtbogen selbst hinab. Weil nun einerseits das Porzellan einen sehr hohen spezifischen Widerstand besitzt und andererseits der Strom sich immer denjenigen Weg sucht, welcher ihm den geringsten Ohm'schen Widerstand entgegenstellt, wird der Licht- bogen nur zwischen den Kohlenspitzen bestehen bleiben, weil er hier den geringsten
Widerstand findet.
Sollte der Bogen aus irgendwelchen Gründen doch einmal das Bestreben haben, hinaufzuwandern, so würde er in der Höhe des Porzellankopfes sofort abreissen und sich an den Spitzen wieder bilden. Um den Lichtbogen zwischen den beiden Enden der
Kolben 8 und 9 zu erhalten, ist eine zweite Glisglocke 43 vorgemieheu, Diese zwingt den
Wärmestrom den durch die Pfeile angegebenen Weg zu nehmen, wodurch der Lichtbogen
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stehen durch die beiden röhrenförmigen Stege 49 und M, die gleichzeitig als Führung der Schnur 23 dienen, miteinander in Verbindung.
Die Wirkungsweise der Lampe ist die'folgende : Der Strom tritt durch die Zuleitungs-
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von da durch die Kohle 9, den Kohlenhalter 7, die Röhre 3 und den kleinen Ring 37 nach der Klemme 40 und von dieser direkt nach der Rückleitungsklemme 41 zurück. Wie ersichtlich, befinden sich die beiden Kohlen stets in Kontakt, wenn die Lampe ausgeschaltet ist, da wie schon erwähnt, das Gewicht der beiden Kohlenhalter 6 und 7 das des Eisenkerns 21 überwiegt. Sobald nun die Lampe eingeschaltet wird, wird der Eisenkern 21 in das Solenoid 20 gezogen. Die beiden Kohlen S und 9 werden sich voneinander entfernen und der Lichtbogen entsteht in diesem Augenblicke.
Entsprechend der zwischen den beiden Kohlen 8 und 9 herrschenden Spannung beziehungsweise des dadurch bedingten grösseren oder kleineren Stromes in dem Solenoid 20 wird der Eisenkern 21 mehr oder weniger stark in das Solenoid gezogen und so das Einregulieren der Lampe erfolgen, wobei stets das Gleichgewicht hergestellt wird, zwischen der Anziehungskraft des Solenoids und der durch ihre Schwere wirkenden Kohtenhalter. Die Bewegung des Eisenkernes 21 wird hiebei durch den Kolbenzylinder 44, der auf dem Eisenkern 21 verschraubt ist und sich mit diesem in dem Solenoid 20 bezw. der Röhre 19 bewegen kann, durch Zusammen- pressen der in der Rohre 1Y eingeschlossenen Luft gebremst. Auf diese Weise werden
Stösse beim Einregu1ierBu der Lampe vermieden.
Die Ausbildung der Lampe ist eine sehr einfache, so dass die Lampe mit einer sehr geringen Stromstärke (11/2 bis 5 Ampère) arbeitet und folglich Kohlen von sehr kleinem Durchmesser (2 bis 4 mm) verwendet werden.
Diese dünnen Kohien besitzen einen sehr grossen Widerstand. Die Leuchtkraft wird dadurch eine wesentlich grössere, wie die der gebräuchlichen Bogentampon. Der Energieverbrauch der Lampe ist ein äusserst geringer. Dieselbe. benötigt bei einer Spannung von 70 bis
80 Volt zwischen beiden Kohlen einen Strom von 11/2 bis 5 Ampère, wobei die Leucht- kraft eine sehr grosse ist. Sie beträgt pro Ampère 100 Kerzen bei einer Brenndauer der
Lampe von zirka 15 bis 20 Stunden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Dauerbrand-Bogenlampe mit geneigten Kohlen, bei welcher der Lichtbogen in einer nahezu luftleeren Glocke brennt, indem die durch die Erwärmung ausgedehnte Luft, deren
Sauerstoff sofort nach dem Entstehen des Bogens aufgezehrt wurde, durch ein Rückschlag- ventil entweichen kann, dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen Differentisalschnurzug betätigten Kohlenhalter 6 und 7 durch den mit einem Kolben 44 versehenen, als Gegen- gewicht dienenden Eisenkern 21 des Solenoids ; M ausbalanciert sind, wobei das Innere des Solenoids als Bremszylinder ausgebildet ist, in welchem sich der Kolben 44 unter Überwindung des Luftwiderstandes bewegt.