DE13491C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Lampen

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DE13491C
DE13491C DENDAT13491D DE13491DA DE13491C DE 13491 C DE13491 C DE 13491C DE NDAT13491 D DENDAT13491 D DE NDAT13491D DE 13491D A DE13491D A DE 13491DA DE 13491 C DE13491 C DE 13491C
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electric lamps
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DENDAT13491D
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English (en)
Original Assignee
CH. W. HARRISON in London
Publication of DE13491C publication Critical patent/DE13491C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0093Controlling of arc lamps with a threaded rod

Landscapes

  • Fastening Of Light Sources Or Lamp Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
CHARLES WEIGHTMAN HARRISON in LONDON. Neuerungen an elektrischen Lampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. März 1880 ab.
Vorliegende Erfindung umfafst erstens die Fabrikation von Kohlen-Elektroden oder Brennern. Hierzu verwendet Erfinder reinen Lampenrufs, den er mit verschiedenen Stoffen, je nach der Art der zu producirenden Brenner, vermischt. Dem Lampenrufs fügt er ungefähr das gleiche Volumen getrockneten und fein gepulverten Holzstoffs (Ganzzeug) hinzu, welcher vorher durch chemische oder andere bekannte Mittel von Unreinigkeiten befreit wurde. Statt des Holzstoffs kann auch Stärke verwendet werden. Hierauf wird Naphthalin, Pech oder Harz in kochendem Theer gelöst und die Mischung in einer Temperatur von ungefähr 150° C. unterhalten, bis die flüchtigeren Kohlenwasserstoffe entwichen sind und das Ganze plastisch geworden ist. Diese noch heifse Masse knetet man mit dem oben erwähnten Pulver zusammen und erhält so eine trockene plastische Masse, welche, wenn sie geprefst wird, zusammenhängt. Die negativen Elektroden bildet Erfinder aus Lampenrufs, welcher mit einer neutralen Eisenlösung behandelt worden, und mischt ihn dann mit dem plastischen Material. Die Mischung wird noch warm in beliebige Metallformen gebracht und durch starken Druck oder Hammerschläge gehörig verdichtet, hierauf mit Kreidepulver in thönerne Schmelztiegel oder Retorten gepackt und 24 Stunden lang in einem Ofen bei Weifsglühhitze gebrannt.
Die Neuerungen umfassen ferner verschiedene Lampenformen. Die erste Form ist in Fig. 1, 2 und 3 beiliegender Zeichnung dargestellt. Fig. ι und 2 bilden Seiten- und Vorderansicht zum Theil im Schnitt und Fig. 3 ist ein Durchschnitt nach c-d. Ein Bremsrad A trägt auf seiner Welle zwei Cylinder oder Trommeln B und C von verschieden grofsem Durchmesser (Verhältnifs 1 : 2). Vom Cylinder B wickelt sich ein biegsamer Leiter (Kette oder Draht) ab und führt den Strom nach der positiven Elektrode E1 im Halter E. Dieser Halter geht mit der Kohlen-Elektrode infolge seines Gewichts herunter, wickelt den Draht D von dem Cylinder B ab und giebt dem Rade A eine drehende Bewegung. Hierbei wird der Draht F, welcher mit dem Halter der negativen Elektrode Gx verbunden ist, auf den Cylinder C aufgewickelt, so dafs die negative Elektrode G1 aufsteigt, während E1 niedergeht und somit beide sich nähern. Da aber Cylinder B im Durchmesser doppelt so grofs ist als C, so legt auch die positive Elektrode einen doppelt so grofsen Weg als die negative zurück, und dies ist ungefähr das Verhältnifs der Verbrennung; das Licht bleibt daher immer an einem Punkte. Die Elektrodenhalter werden bei ihrer Bewegung durch Rollen HH geführt, wie Fig. 4 zeigt, und diese werden durch eine Feder angedrüctt, damit sie stets mit den Stangen JJ in Contact bleiben und den Strom den Elektrodenhaltern zuführen. Wenn der Strom unterbrochen wird, um das Licht zu verlöschen, so nähern sich die Elektroden bis zur Berührung. Um sie, während die Lampe in Thätigkeit ist, von einander getrennt zu halten, ist der Draht F von der Trommel C nach dem Halter über eine Rolle K geführt, die an der Armatur L eines von dem Strom umkreisten Elektromagneten angebracht ist. Wenn der Strom durch diesen Elektromagneten geht und seine Armatur angezogen wird, so trennen sich die Elektroden, und
der Lichtbogen wird gebildet. Ein sofortiges Nähern der Elektroden wird nun in folgender Weise verhindert: Der Strom, welcher den Lichtbogen gebildet hat, geht durch eine Spirale M, welche eine Magnetnadel N umgiebt, die bei ihrer jedesmaligen Declination einen auf ihrer Axe P sitzenden Bremsblock Q gegen das, Rad A drückt und die Bewegung anhält. Die Elektroden bleiben somit feststehen, bis nach dem Verbrauch der Lichtbogen und somit auch der Widerstand in der Leitung gröfser wird, wobei endlich die Wirkung des Bremsblockes auf das Rad A sich so abschwächt, dafs das Gewicht der Elektrode E1 und des Halters E den Widerstand überwindet und die Elektroden sich langsam bis zu einem Punkte nähern, wo der verstärkt auf die Magnetnadel N einwirkende Strom mittelst des Bremsblocks das Rad A wieder anhält. Diese Art der Regulirung ermöglicht ein sehr genaues, fast unmerkliches Justiren der Elektrodenstellung, so dafs der Bogen ein ruhiges, gleichmäfsiges Licht giebt. Um die Abnahme des Gewichts der sich verzehrenden Elektroden auszugleichen, kann man die Trommeln schwach konisch machen.
Eine andere Lampenform ist in Fig. 5 und 6 in Ansicht und Durchschnitt dargestellt. Zwei Scheiben oder ringförmige Platten A von Kohle sind zu beiden Seiten eines Kohlenringes B in der gehörigen Entfernung angebracht. Ein getheilter oder zwei unabhängige Ströme werden auf die Scheiben A durch Drahtbesen C geleitet. Ehe der Strom übergeht, werden die beiden Kohlenstifte D durch Federn nach vorn geführt und kommen sowohl mit einer Scheibe A als auch mit dem Ring B in Berührung.
Der Strom, welcher in die Scheiben eintritt, geht direct durch die Stifte D auf den Ring B über und von da über die Axe E fort. Die Platten A sind auf der Axe E isolirt.
Der durch die Besen C eintretende Strom geht zuerst durch die Magnete F, welche sofort die Stifte D mittelst der an diesen befestigten Armaturen zurückziehen und nun die Lichtbogen auf jeder Seite des Ringes B nach den Platten A hinüber sich bilden. Erlischt der Lichtbogen und der Strom wird unterbrochen, so läfst der Magnet seine Armatur los und eine Feder führt diese und den Kohlenstift D vor, um die Verbindung zwischen den Scheiben A und B herzustellen, bis der Strom und dementsprechend der Magnet wieder arbeitet und den Kohlenstift an der Armatur zurückzieht.
Der Axe E mit den Platten A und dem Ring B wird eine rotirende Bewegung gegeben, während die Besen C in fester Stellung bleiben, und da der Strom den kürzesten Weg nimmt, wo er den wenigsten Widerstand findet, so bleibt das Licht immer an derselben Stelle.
Fig. 7 zeigt eine ähnliche Lampe mit nur zwei Scheiben A A ohne Zwischenring B. Der Strom tritt in eine von der Axe isolirte Scheibe ein und geht nach der anderen Scheibe über und durch die Axe fort. Der Raum zwischen beiden Scheiben kann mit nicht leitendem Material, wie Gyps etc., ausgefüllt werden.
Fig. 8 zeigt eine ähnliche Lampe, die hintere Scheibe etwas gröfser als die vordere, so dafs sie wie ein Reflector wirkt.
Fig. 9 zeigt eine Strafsenlaterne und Laternenpfahl A für eine im Sockel C angebrachte elektrische Lampe B, welche somit leicht zugänglich ist. Das Licht wird von einem parabolischen Reflector F durch ein polirtes Metallrohr D vertical aufwärts geworfen, wo es auf einen Reflector E fällt, der die Form eines umgekehrten Kegels hat, wodurch das Licht in entsprechender Weise zerstreut wird.

Claims (5)

P ATENT-An Sprüche:
1. Das vorbeschriebene Verfahren der Herstellung von Kohlen-Elektroden.
2. An elektrischen Lampen mit gegen einander geführten Elektroden die angegebene Art der Verbindung der Schnurtrommeln B und C mit dem Bremsrade A und mit den regulirenden Elektroden.
3. Die Combination, der Magnetnadel N und Bremsblock mit dem Bremsrade A.
4. Die vorbeschriebene und durch Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellte Form elektrischer Lampen, bei welchen die Scheiben aus ringförmigen oder vollen, aus Sectoren zusammengesetzten Platten gebildet werden.
5. An Laternenpfählen für elektrische Beleuchtung die Combination des Reflectors E, Rohres D und parabolischen Reflectors F.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181713B (de) * 1961-01-09 1964-11-19 Dr Hans Ewald Konermann Verfahren zur Anreicherung von Phenolen
DE1221994B (de) * 1963-02-27 1966-07-28 Bayer Ag Verfahren zur Reinigung von Abwaessern aus Anlagen zur Nitrierung aromatischer Kohlenwasserstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1181713B (de) * 1961-01-09 1964-11-19 Dr Hans Ewald Konermann Verfahren zur Anreicherung von Phenolen
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