DE3147100C2 - Umwandelbarer Sitz- und Liegeaufbau für Kinderwagen - Google Patents
Umwandelbarer Sitz- und Liegeaufbau für KinderwagenInfo
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Abstract
Ein Sitzaufbau für Kinderwägen umfaßt eine Rückenlehne und eine Kopfstütze, welche miteinander verbunden sind, sowie ein Sitzformelement, welches an der hinteren Fläche der Rückenlehne anliegt. Das Sitzformelement ist derart angeordnet, daß es mit der Vorstellung des Neigungswinkels der Rückenlehne gedreht wird. Das Sitzformelement steuert die Lage der Rückenlehne, derart, daß dann, wenn die Rückenlehne sich in einer angehobenen Stellung befindet, eine wesentliche Ausrichtung zwischen Rückenlehne und Kopfstütze erzielt wird, wenn die Rückenlehne abgesenkt wird. Der Sitzaufbau wird zu einer Bettform gewandelt, wobei die Rückenlehne und die Kopfstütze dann winklig zueinander angeordnet sind und die Kopfstütze ihre Funktion als Kopfstütze erfüllt.
Description
IO
15
Stützelement durch mindestens eine Koppelstange derart kinematisch mit der Bewegung der das Kopfstützenteil
schwenkbar tragenden Rückenlehnenstreben gekoppelt, daß das Kopfstützenteil jeweils selbsttätig in
die entsprechende Lage zum Rückenlehnenteil überführt wird. Dabei wird die Stellung des Stützelementes
über die Koppelstange entsprechend dem Neigungswinkel der Rückenlehnenstreben geändert, wobei bei in
einer Ebene angeordnetem Rückenlehnenteil und iCopfstützenteil in dem angehobenen Zustand des Kinderwagenaufbaus
die flexiblen Seitenwandabschnitte gefaltet sind, während letztere in abgesenkter Stellung des Aufbaus
gespannt sind, während das Kopfstützenteil gegenüber dem Rückenlehnenteil abgewinkelt ist.
Nach Maßgabe der Erfindung sind demnach die Rükkenlehne
und die Kopfstütze miteinander verbunden, und das U-förmige Stützelement ist derart angeordnet,
daß es verschwenkt wird, wenn der Neigungswinkel der Rückenlehne geändert wird. Deshalb steuert das U-förmige
Stützelement die Lage der Rückenlehne derart daß dann, wenn die Rückenlehne sich in ihrer angehobe nen
Stellung befindet, eine Ausrichtung zwischen der Rückenlehne und der Kopfstütze erzielt wird. Wftin die
Rückenlehne abgesenkt wird, um die Bettform zu erhalten, wird die abgewinkelte Stellung zwischen der Rükkenlehne
und der Kopfstütze erreicht, so daß die Kopf-. stütze ihre Funktion als Kopfschutz bzw. Kopfstütze
erfüllt. Somit wird der umwandelbare Sitz- und Liegeaufbau den Sicherheitsanforderungen gerecht, wobei
die jeweilige Umstellung der Position des Kinderwagens schnell, einfach und bequem ausführbar ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet. Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht zur Darstellung
des Rahmens einer Ausführungsform des Kinderwagens,
F i g. 2 eine Seitenansicht des Rahmens des in F i g. 1 dargestellten Kinderwagens,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Anordnung für den Sitz- und Liegeaufbau des Kinderwagens in F i g. 1, dargestellt
in einer überlappten Stellung,
F i g. 4 die Rückenlehne von F i g. 3 in ihrer etwas abgesenkten Stellung sowie
F i g. 5 in ihrer am weitesten abgesenkten Stellung,
F i g. 6 eine Seitenansicht eines Rahmens eines weiteren Kinderwagens, in welchem lediglich eine Einrichtung
zur Änderung des Ne;?ungswinkels für die Rükkenlehne
dargestellt ist,
F i g. 7 eine Seitenansicht zu" Darstellung des äußeren Erscheinungsbilds einer Einrichtung zum Festlegen des
Neigungswinkels fürdie Rückenlehne,
F i g. 8 eine Seitenansicht, in welcher der Betätigungsknopf für die in Fig. 7 dargestellte Einrichtung abgenommen
ist,
F i g. 9 bis 11 eine Stirnansicht, eine Seitenansicht von
links und eine Ansicht von hinten des langen Verbindungselements von F i g. 8.
F i g. 12 eine Stirnansicht des kurzen Verbindungselements von Fig. 8,
Fig. 13 bis 16 Seitenansichten zur Darstellung einer
Reihe von typischen Betriebsstellungen, welchedurch Veränderung der Stellung in F i g. 8 erhalten werden,
Fig. 17 eine Seitenansicht zur Erläuterung des Verhältnisses
zwischen der Rü?kenlehnenstrebe und dem Stützelement in einer Stellung entsprechend der Stellung
gemäß den F i g. 7 und 8,
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60 Fig. 18 eine Seitenansicht zur Darstellung der Stellung
des Kopfstützenteils relativ zum Rückenlehnenteil bei der Stellung gemäß F i g. 17,
F i g. 1" eine Stirnansicht des Stützeiements,
F i g. 20 eine Seitenansicht zur Erläuterung des Verhältnisses zwischen der Rückenlehnenstrebe und dem
Stützelement in einer Stellung entsprechend der Stellunggemäß Fig. 14,
Fig.21 eine Seitenansicht zur Erläuterung des Verhältnisses
zwischen der Rückenlehnenstrebe und dem Stützelement in einer Stellung entsprechend der Stellung
gemäß Fig. 16,
F i g. 22 eine Seitenansicht zur Darstellung der Lage des Rückenlehnenteils und dem Kopfstützenteil in der
Stellung gemäß F i g. 21 sowie
F i g. 23 bis 25 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei die F i g. 23, 24 und 25 Stellungen entsprechend
den Stellungen gemäß den Fig. 17,20 und21
zeigen.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische /Umsicht des Rahmens
einer Ausführungsform des Kinderwagens. F i g. 2 stellt eine Seitenansicht des Rahmens des in Fi g. 1 dargestellten
Kinderwagens dar. Fig.3 zeigt eine Seitenansicht einer dem Sitzaufbau des in F i g. 1 dargestellten
Kinderwagens zugeordneten Anordnung, welche in überlappter Stellung dargestellt ist. Fig.4 zeigt die
Rückenlehne aus F i g. 3 in einer etwas abgesenkten Stellung und Fig. 5 zeigt die Rückenlehne in ihrer am
weitesten abgesenkten Stellung.
Wie aus den F i g. 1 und 2 hervorgeht, umfaßt der Kinderwagen verschiedene Bauteile, von denen die meisten
dazu dienen, daß der Kinderwagen zusammengeklappt werden kann. Aus diesem Grund werden lediglich
diejenigen Bauelemente beschrieben, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Wie aus den F i g. 3 bis 5 hervorgeht, umfaßt der Sitzaufbau für den Kinderwagen ein Sitzteil 101. ein Rükkenlehnenteil
102 und ein Kopfstützenteil 103. Das Sitzteil 101, das Rückenlehnenteil 102 und das Kopfstützenteil
103 sind jeweils innen mit einem Kern aus hartem Material versehen, um ein Knicken zu verhindern. Zur
Bedeckung ist auf dieses Kernmaterial ein Gewebe o. dgl. aufgebracht. Dieses Gewebe verbindet gelenkig
die hintere Randkante des Sitzteils 101 mi: der unteren Randkame des Rückenlehnenteils 102 und die obere
Randkanie des Rückenlehnenteils 102 mit der unteren Randkame des Kopfstützenteils 103.
Das Sitzteil 101 ist auf einer Ebene angeordnet, welche durch ein Paar von längsverlaufenden unteren Verbindungsstangen
104. einen hinteren Schaft 105 und einen vorderen Schaft 106 gebildet ist, wie aus den F i g. 1
und 2 hervorgeht. Das Rüekenlehnenteil 102 und das Kop.'stüizenteil 103 sind im wesentlichen durch eine
nach innen U-förmige Stütztstange 107 gehalten. Insbesondere umfaßt die Stützstange 107 ein Paar von Rükkenlehnenstreben
108 und eine Querstrebe für die Kopfstütze, welche Elemente als eine Einheit ausgebildet
sind. Die Rücker'ehnenstreben 108 sind an ihren Seitenrändern mit faltbaren Seitenflächenabschnitten
110 (Fig.5) verbunden. Die faltbaren Seitenflächenabschnitte
110 sind aus einem faltbaren flächigen Material gebildet, beispielsweise aus einem Stoff oder Gewebe.
Die Außenränder des faltbaren Seitenflächenabschnitts 110 erstrecken sich \än^ der Rückenlehnenstreben 108
und sind mit diesen verbunden, wodurch das Rückenlehnenteil 102 durch die Rückenlehnenstreben 108 gehalten
ist. Das Kopfstützenteil 103 ist an seinem oberen Rand mit der Querstrebe 109 der Kopfstütze verbun-
den, welche sich über die Breite erstreckt.
Die Rückenlehnenstreben 108 sind derart angeordnet, daß ihr Neigungswinkel mit dem Hauptrahmen des
Kinderwagens geändert werden kann. Insbesondere weisen die hinteren Stützstangen 111, welche Bauelemente
des Hauptrahmens des Kinderwagens sind, jeweils ein daran befestigtes Eimstell-Befestigungsglied
112 auf, und die Stützstange 107 ist durch Schwenkachsen
113 gelagert, welche auf den Einsteli-Befestigungsgliedern
112 vorgesehen sind. Für die Feststellung der Schwenklage der Stützstange 107 auf eine Anzahl von
(beispielsweise 3) Einstell- bzw. Verstellagen sind Betätigungsstangen 114 vorgesehen. Jeder Stift 115 ist in
einer bogenförmigen Öffnung 116 im zugeordneten Befestigungsglied 112 bewegbar. Von der bogenförmigen
Öffnung 116 erstrecken sich Aussparungen 117, und zwar beispielsweise drei Aussparungen. Wenn die Betätigungsstange
114 in Längsrichtung bewegt werden, ge-
■ angln UiC OdIK. I U jt.nLiij III t,iiit. ut.1 rtujipuiungbii
117 und zur Unterstützung der Abwärtsbewegung einer derartigen Betätigungsstange 114 ist eine Feder 118
vorgesehen. Die Betätigungsstangen 114 sind in Vertikalrichtung parallel zu den Rückenlehnenstreben 108
bewegbar. Somit bedingt ihre Aufwärtsverschiebung eine Schwenkung der Stützstange 107. Wenn sie nach
unten gedrückt werden, um die Stifte 115 in Eingriffsstellung mit jeweils einer Aussparung 117 zu bringen,
sind die Rückenlehnenstreben 108 in einem eingestellten Neigungswinkel fixiert.
Ein Stützelemer · 119 ist mittels Gelenkstifte 120 bezüglichen
der Rückenlehnenstreben 108 schwenkbar gelagert. Das Stützelement 119 umfaßt einen U-förmigen
Abschnitt, an dessen gegenüberliegenden Enden die Gelenkstifte 120 angeordnet sind. Der sich über die
Breite erstreckende Abschnitt 121 des U-förmigen Ab-Schnitts ist stufenförmig gebogen. Wie aus den Fig.3
bis 5 hervorgeht, hegt das Vorderteil des sich über die
Breite erstreckenden Abschnitts 121 an der hinteren Fläche des Rückenlehnenteiis 102 an. Der hintere Abschnitt
dieses sich über die Breite erstreckenden Abschnitts 121 ist mit dem hinteren Schaft 105, der ein
ortsfestes Teil des Hauptrahmens des Kinderwagens darstellt, über eine Koppelstange 122 verbunden. Die
Koppelstange 122 ist zweckmäßigerweise durch eine starre Stange gebildet. Falls die Koppelstange 122 aus
einem derartigen Material hergestellt ist. kann die Bewegung in reversibler Weise zangsläufig auf das Stützelement
119 übertragen werden. Falls diese vorteilhafte Maßnahme nicht erforderlich ist. kann das Koppelelement
122 aus einem flexiblen Band gebildet sein. Als Einheit mit dem Stützelement 119 sind Schirmbefestigungselemente
123 vorgesehen, die sich vom Element 119 nach oben erstrecken. Diese Schirmbefestigungselemente
123 sind mit Öffnungen in ihren oberen Stirnflächen für die Aufnahme eines nicht dargestellten
Schirmhalteelements ausgebildet und dienen der Befestigung eines Schirms, der sich von dieser Stellung
zweckmäßigerweise nach vorne erstreckt
Unter Bezugnahme auf die F i g. 3 bis 5 wird die Betriebsweise des Sitzaufbaus des Kinderwagens beschrieben.
F i g. 3 zeigt das Rückenlehnenteil 102 in seiner am weitesten angehobenen Stellung. In dieser Stellung
liegt der sich in Richtung der Breite des Kinderwagens erstreckende Abschnitt 121 des Stützelements 119
an der hinteren Räche des Rückenlehnep.teils 102 an,
um den Neigungswinkel des Rückenlehnenteils 102 in der am weitesten angehobenen Stellung zu fixieren. Des
weiteren ist in dieser Stellung das mit der oberen Randkante des Rückenlehnenteils 102 verbundene Kopfstützenteil
103 in Ausrichtung mit dem Rückenlehnenteil 102 im wesentlichen entlang einer einzigen Ebene, also
gemeinsamen Ebene, angeordnet.
Fig.4 zeigt das Rückenlehnenteil 102 im Vergleich
zu F i g. 3 in einer weiter abgesenkten Stellung. Auch in dieser Stellung liegt der sich in Richtung der Breite
erstreckende Abschnitt 121 des Stützelements 119 an der hinteren Fläche des Rückenlehnenteils 102 an, um
den Neigungswinkel des Rückenlehnenteils 102 festzulegen, wobei das Kopfstützenteil 103 mit dem Rückenlehnenteil
102 in einer einzigen Ebene ausgerichtet ist. Das heißt, in der in F i g. 4 dargestellten Stellung, bleibt
der Winkel zwischen dem Stützelement 119 und der Koppelstange 122 nahezu unverändert. Trotz des Umsiancls,
daß die Rückenlehnenstreben 108 im Vergleich zur Stellung nach F i g. 3 weiter abgesenkt sind. Dies hat
zur Folge, daß auch in der Stellung gemäß Fig.4, die
Ausrichtung zwischen dem Rückenlehneniei! 102 up.d
dem Kopfstützenteil 103 beibehalten wird.
Fig. 5 zeigt das Rückenlehnenteil 102 in seiner am weitesten abgesenkten Stellung. In dieser Stellung, in
welcher die Rückenlehnenstreben 108 weiter abgesenkt sind, ist der Schnittwinkel zwischen dem Stützelement
119 und der Koppelstange 122 derart geändert, daß diese
am weitesten gebogen sind. Dies hat zur Folge, daß der sien über die Breite erstreckende Abschnitt 121 des
Stütze.1- 'jnents 119 in eine Stellung mit einem wesentlichen
Abstand unterhalb der Rückenlehnenstreben 108 gebracht ist. Falls die hintere Fläche des Rückenlehnenteils
102 an dem sich in Richtung der Breite erstreckenden Abschnitt 121 anliegt, wird sin kastenförmiges Behältnis
gebildet, wobei das Rückenlehnenteil als Boden und das Kopfstützenteil 103 und die flexiblen Seitenflächenabschnitte
110 als Seitenflächen dienen. Das Kopfstützenteil 103. das eine Seitenfläche des Behältnisses
bildet, ist relativ zum Rückenlehnenteil 102 wesentlich gebeugt. Wenn das Rückenlehnenteil 102 am weitesten
abgesenkt ist. wobei der Sitzaufbau eine bettähnliche
Form einnimmt, gelangt das Kopfstützenteil 103 in eine Lage gegenüber dem Kopf des im Wagen aufgenommenen
Kinds.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht des Rahmens eines Kinderwagens einer weiteren Ausführungsform, in weleher
ein Mechanismus zur Veränderung des Neigungswinkels der Rückenlehne dargestellt ist. Bei dem dargestellten
Kinderwagen sind lediglich die wesentlichen Bauteile beschrieben.
Der am Kinderwagen befestigte Sitzaufbau umfaßt ein Sitzteil, ein Rückenlehnenteil und ein Kopfstützenteil,
wie auch aus der noch später erfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die F i g. 17 und folgende
hervorgeht. Das Sitzteil ist beispielsweise an seitlich verlaufenden Elementen 8 des Hauptrahmens des Kinderwagens
befestigt. Das Rückenlehnenteil ist durch Rückenlehnenstreben 9 aufgenommen, welche mittels
Gelenkstiften 11 schwenkbar an Verbindungsstücken 10
befestigt sind, wobei die Verbindungsstücke beispielsweise an den unteren Enden von manuell betätigbaren
Schubstangen 4 vorgesehen sind (wobei die unteren Endabschnitte in Fig.6 nicht dargestellt sind, da sie
hinter den anderen Bauteilen versteckt sind). Um den Neigungswinkel des Rückenlehnenteils einzustellen, indem
die Rückenlehnenstreben in einer geeigneten Neigungssteüung fixiert werden, kann beispielsweise der
Winkel zwischen den Schubstangen 4 und den Rückenlehnenstreben 9 verstellt und in der eingestellten Lage
fixiert werden. Ersichtlich können hierzu die Schubstan-
gen 4 und die Rückenlehnenstreben 9 zweckmäßigerweise mittels eines geeigneten Verbindungselements
derart verbunden sein, daß der Abstand zwischen den gegenüberliegende^ Enden des Verbindungselements
geändert werden kann.
Nachfolgend wird eine Einrichtung zur Änderung des Neigungswinkels der Rückenlehnenstreben 9 beschrieben.
F.ii?v7 zeigt eine Seitenansicht zur Darstellung des
äußeren Erscheinungsbilds einer Einrichtung zur Festlegung des Neigungswinkels für die in Fi g. 6 dargestellte
Einrichtung zur Veränderung des Neigungswinkels des Rückenlehnenteils. Fig.8 stellt eine Seitenansicht dar,
bei welcher der Betätigungsknopf für die in F i g. 7 dargestellte Einrichtung entfernt ist. F i g. 9 bis 11 sind eine
Stirnansicht, eine Seitenansicht von links und eine Ansicht von hinten des langen Verbindungselements aus
Fig. 8. Fig. 12 ist eine Stirnansicht des kurzen Verbindungselements
von Fig.8. Fig. 13 bis 16 sind Seitenansichten
einer Reihe von kennzeichnenden Betriebsstc!
lungen. welche dadurch erzielt werden, daß die in F i g. 8 wiedergegebene Stellung geändert wird.
Wie auch aus F i g. 6 hervorgeht, sind für die Einstellung bzw. Verstellung des Winkels zwischen den manuellen
Schubstangen 4 und den Rückenlehnenstreben 9 ein kurzes Verbindungselement 12 und ein langes Verbindungselement
13 vorgesehen, welche ein Paar bilden. Zusätzlich entspricht die Stellung der Rückenlehnenstreben,
welche in Fig.6 in festausgezogenen Linien wiedergegeben ist, der Fig. 16 und enspricht die in
strich-punktierten Linien dargestellte Stellung der Rükkenleh;
anstreben 9 der in den F i g. 7 und 8 dargestellten Stellung. Die Verbindungselemente 12 und 13 und
die Art ihrer Verbindung wird nachfolgend im Detail beschrieben.
Das lange Verbindungselement 13, welches als Einzelheit in den F i g. 9 bis 11 dargestellt ist, ist mit runden
öffnungen 14 und 15 an seinen Enden versehen. An seiner Seite ist es mit einem Element 16 ausgebildet,
welches ein Ende begrenzt, dessen Funktion aus der nachfolgenden Beschreibung noch näher hervorgeht.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Verstärkungselement 17 ausgebildet, welches sich vom Element 16 erstreckt,
um eine zweilagige bzw. Doppelschenkel-Konstruktion zu erzeugen. Die Doppelschenkel-Bauweise
mit dem Verstärkungselement 17 erlaubt es, daß das kurze Verbindungselement 12 zwischen den Schenkeln
angeordnet wird, wie später noch näher beschrieben wird. Zusätzlich verläuft die öffnung 15 durch das Verstärkungselement
17.
Das als Einzelheit in Fig. 12 dargestellte kurze Verbindungselement
12 ist an einem Ende mit einer runden Öffnung 18 und an seinem anderen Ende mit einer langgestreckten
Öffnung 19 ausgebildet. Die langgestreckte öffnung 19 verläuft leicht gekrümmt. Der Seitenabschnitt
des kurzen Verbindungselements 12 ist dort, wo die langgestreckte Öffnung 19 vorgesehen ist, mit einem
leicht vorstehenden Nasenabschnitt 20 ausgebildet Die Funktion dieses Nasenabschnitts 20 ergibt sich aus der
nachfolgenden Beschreibung.
Wie aus den F i g. 6 bis 8 und !3 bis 16 hervorgeht, ist
das kurze Verbindungselement 12 schwenkbar mit einem Ende an der Rückenlehnenstrebe 9 durch einen
ersten Gelenkstift 21 angelenkt, welcher in die Öffnung 18 eingesetzt ist Des andere Ende des kurzen Verbindungselements
12 ist zwischen dem Verstärkungselement 17 angeordnet, welches an einem Ende des langen
Verbindungselements 13 und am Hauptabschnitt des langen Verbindungselements 13 ausgebildet ist In dieser
Stellung sind die langgestreckte öffnung 19 und die öffnung 15 miteinander ausgerichtet und nehmen einen
zweiten Gelenktstift 22 auf. Dadurch ist das andere Ende des kurzen Verbindungselements 12 schwenkbar mit
einem des langen Verbindungselements 13 verbunden. Zusätzlich nimmt der zweite Gelenkstift 22 einen außerhalb
des langen Verbindungselements 13 angeordneten Betätigungsknopf 23 auf. Das lange Verbindungselement
13 ist mit seinem anderen Ende schwenkbar mit der manuell betätigbaren Schubstange 4, die ein festgelegtes
Element ist, durch einen dritten Gelenkstift bzw. Gelenkzapfen 24 verbunden, welcher in die öffnung 14
eingesteckt ist. Zusätzlich ist in der Verbindungsstellung des kurzen und des langen Verbindungselements 12 und
13 der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Gelenkstift 21 und 22 derart gewählt, daß dieser kurzer als
der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Gelenkstift 22 und 24 ist. Die Betriebsweise und der Bewegungsablauf
der NeigurigSVcrStcilcii'nH.iiiuiig wiru im
nachfolgenden beschrieben.
Die in strich-punktierten Linien in F i g. 6 dargestellte Stellung und die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Stellung
zeigt die Rückenlehnenstrebe 9 in ihrer am weitesten angehobenen Stellung. In dieser Stellung liegt das
kurze Verbindungselement 12 gegen das einen Anschlag bildende Element bzw. Abschnitt 16 des langen
Verbindungselements 13 an, wodurch eine Endsteilung für die Verschwenkung des kurzen Verbindungselements
12 um die Achse des zweiten Gelenkstifts 22 in eine Richtung, d. h. in Uhrzeigerrichtung, wie in der Figur
dargestellt, definiert ist. Somit wird sogar dann, falls die Rückenlehnenstrebe 9 belastet ist, der Abstand zwischen
dem ersten und zweiten Gelenkstift 21 und 24 unverändert aufrechterhalten und somit die Rückenlehnenstrebe
9 in ihrer am weitesten angehobenen Neigungsstellung gehalten. Die Rückenlehnenstrebe 9 ist
derart aufgehaut, daß sie in diese am weitesten angehobene Neigungsstellung, in eine weiter abgesenkte zwischenliegede
Neigungsstellung und in die am weitesten abgesenkte Neigungsstellung verstellt werden kann.
Die Einstellung einer derartigen Neigungsstellung wird durch den Betätigungsknopf 23 bewirkt.
Die Zwischenstellung kann dadurch erreicht werden, indem über den Betätigungsknopf 23 auf das lange und
das kurze Verbindungselement 12 und 13 in der Stellung gemäß F i g. 7 oder 8 eine Kraft in Gegenuhrzeigerrichtung
aufgebracht wird. Dadurch kann die in Fig. 13 dargestellte Stellung erreicht werden. In dieser Stellung
liegen das lange und das kurze Verbindungselement 12 und 13 aufeinander. In dieser Stellung ist das Lageverhältnis
der Gelenkstifte 21,22 und 24 ein solches, daß die Rückenlehnenstrebe 9 leicht im Gegenuhrzeigersinn um
die Achse des Gelenkstifts 11 geschwenkt ist In der Stellung gemäß Fig. 13 ergibt das Aufbringen einer
weiteren Drehkraft im Gegenuhrzeigersinn durch den Betätigungsknopf 23 (zweiter Gelenkstift 22) die in F i g.
14 wiedergegebene Stellung. Das heißt, das kurze Verbindungselement 12 bewegt sich über die in Fig. 13
dargestellte Stellung, in welcher es unter dem langen Verbindungselement 13 liegt. Während dieser Bewegung
schwenkt das kurze Verbindungselement 12 im Gegenuhrzeigersinn um die Achse des zweiten Gelenkstifts
22.
In der Stellung gemäß F i g. 14 liegt die Nase 20, welehe Teil des kurzen Verbindur.gselernsnts 12 ist am Ende 16a des Anschlagelements 16 an, welches Teil des langen Verbindungselements 13 ist Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der zweite Gelenkstift 22 an einem
In der Stellung gemäß F i g. 14 liegt die Nase 20, welehe Teil des kurzen Verbindur.gselernsnts 12 ist am Ende 16a des Anschlagelements 16 an, welches Teil des langen Verbindungselements 13 ist Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der zweite Gelenkstift 22 an einem
Ende oder am unteren Ende der langgestreckten Öffnung 19. Das heißt, die langgestreckte öffnung 19 verläuft
in dieser Stellung rechtwinklig zur Richtung, in welche sich das lange Verbindungselement 13 erstreckt.
Jn dieser Stellung kann sich das kurze Verbindungselement 12 wegen der Anlage nicht weiter um die Achse
des zweiten Gelenkstifts 22 drehen. Deshalb ist der Winkel zwischen derokurzen und dem langen Verbindungselement
12 und 13 festgelegt und somit auch der Abijstand zwischen dem ersten und dritten Gelenkstift 21
"und 24. so daß die Rückenlehnenstrebe 9 in dieser Zwischenstellung gehalten wird.
Zusätzlich steht bei diesem Ausführungsbeispiel die Nase 20 von der Seite des kurzen Verbindungselements
12 vor, wobei eine solche Anordnung allerdings nicht zwingend erforderlich ist. Beispielsweise kann derselbe
Effekt dadurch erzielt werden, daß das Ende 16a des Anschlagelements 16 weiter sich nach vorne erstreckt.
Um das üitzteil aus der in l· ι g. 14 dargestellten Stellung
in die am weitesten geneigte Stellung zu verbringen, muß der Betätigungsknopf 23 (zweiter Gelenkstift
22) entgegen der Schwerkraft und anderer Kräfte angehoben werden, um den zweiten Gelenkstift 22 am anderen
Ende oder oberen Ende der langgestreckten öffnung 19 zu positionieren. Diese Stellung ist in Fig. 15
dargestellt Danach liegt die Nase 20 nicht mehr am Ende 16a des Anschlagelements 16 an. Deshalb kann das
kurze Verbindungselement 12 weiter im Gegenuhrzeigersinn um die Achse des zweiten Gelenkstifts 22 geschwenkt
bzw. gedreht werden. In dieser Stellung ist, falls auf den Betätigungsknopf 23 und in zweiter Linie
auf die Rückenlehnenstrebe 9 eine Kraft zur Verschwenkung des kurzen Verbindungselements 12 in Gegenuhrzeigerrichtung
aufgebracht wird, letzteres mit dem langen Verbindungselement 13 ausgerichtet Diese
Stellung ist in Fig. 16 dargestellt. In dieser Stellung (F i g. io) ist die Ruckenlehnensirebe 3 am weitesten abgesenkt
Auf diese Weise kann die Rückenlehnenstrebe 9 in drei Neigungslagen verstellt und in jede dieser Einstellagen
fixiert werden. Zusätzlich kann die Rückführung aus der Stellung in Fig. 16 in die Stellung gemäß
F i g. 14 und in die gemäß F i g. 7 dadurch bewirkt werden, indem der obige Vorgang umgekehrt wird, so daß
ein umgekehrter Bewegungsablauf die Folge ist Auf diese Weise kann die Neigungslage der Rückenlehnenstrebe
wieder bei Bedarf in der umgekehrten Richtung eingestellt werden.
J Der ober, beschriebenen Anordnung zur Änderung
des Neigungswinkels der Rückenlehnenstrebe 9 ist eine unten beschriebene Anordnung hinzugefügt Fig. 17
zeigt eine Seitenansicht zur Darstellung der Relation zwischen der Rückenlehnenstrebe und dem Stützelement
in einer Stellung, welche der Stellung in den F i g. 7 und 8 entspricht F i g. 18 zeigt eine Seitenansicht
der Stellung des Kopfstütztenteils relativ zum Rückenlehnenteil in der in Fig. 17 dargestellten Lage. Fig. 19
zeigt eine Stirnansicht des Stützelements zur Darstelllung von dessen Aufbau. Fig.20 zeigt eine Seitenansicht
zur Darstellung der Relation zwischen der Rükkenlehnenstrebe und dem Stützelement in einer der
F i g. 14 entsprechenden Lage. F i g. 21 zeigt eine Seitenansicht zur Darstellung der Relation zwischen der Rükkenlehnenstrebe
und dem Stützelement in einer Lage entsprechend der Fig. 16. Fig.22 zeigt eine Seitenansicht
zur Darstellung der Lage des Rückenichnenteils und des Kopfstützenteils in der Stellung gemäß F i g. 21.
Dabei ist die Darstellung der Verbindungselemente 12 und 13, die oben beschrieben worden sind, in den
Fig. 17 bis 22 weggelassen, und in diesen Figuren sind zur Klarstellung der Relation zu den F i g. 7,8,14 und 16
der erste und der dritte Gelenkstift 21 und 24 dargestellt.
Wie aus den Fig. 17 bis 19 hervorgeht, lagern die
oberen Enden der Rückenlehnenstreben 9 das Stützelement 27 schwenkbar über Gelenkstifte bzw. Gelenkzapfen
26. Das am besten aus F i g. 19 ersichtliche Stützelement 27 besteht als Ganzes aus einer rechteckförmigen
Rahmenkonstruktion. Der U-förmige Abschnitt des Rechtecks, welcher den Boden und gegenüberliegende
Seiten bildet, ergibt die Stützfunktion. Die Gclenkstifte 26 sind an beiden Enden des U-förmigen Abschnitts
vorgesehen. Der sich in Richtung der Breite erstreckende Abschnitt 28 des U-förmigen Abschnitts liegt, wie ai-.J
Fig. 18 hervorgeht, an der hinteren Fläche des Rückenlehnenteils
29 an. Obgleich nicht besonders dargestellt, ist das Ruckeniehnenteii 29 kiapp- bzw. faltbar mit der
hinteren Randkante des Sitzteils verbunden. Das Rükkenlehnenteil 29 ist mit einem darin befindlichen harten
Kernmaterial gebildet. Das Kopfstützenteil 30 ist falt- bzw. klappbar mit der oberen Randkante des Rückenlehnenteils
29 verbunden. Das Kopfstützenteil 30 ist auch mit einem darin enthaltenen harten Kernmaterial
aufgebaut. Die FaIt- bzw. Klappverbindung zwischen dem Rückenlehnenteil 29 und dem Kopfstützenteil 30
kann in einfacher Weise beispielsweise durch einstückige Bedeckung dieser harten Kernmaterialien mit einem
Stoff o. dgl. erreicht werden. Der Abschnitt, welcher die obere Seite des Stützelements 27 bildet, ergibt die Querstrebe
31 für die Kopfstütze. Deshalb ist die obere Randkante des Kopfstützenteils 30 mit dieser Querstrebe
31 verbunden. Eine Einrichtung entsprechend den Schirmbefestigungselementen 123, wie sie in den F i g. 1
und 2 dargestellt sind, kann an der Querstrebe 31 befe-Siigi
Sein.
Das untere Ende der Rückenlehnenstrebe 9, welches unterhalb des Gelenkstifts 11 für das Rückenlehnenteil
angeordnet ist, ist mit einem Gelenkzapfen 32 versehen, wodurch ein Zwischenstück 33 schwenkbar mit der
Rückenlehnenstrebe 9 verbunden ist. Das Zwischenstück 33 ist mit einem im wesentlichen C-förmigen Führungsschlitz
34 ausgebildet Der Führungsschlitz 34 nimmt einen Führungszapfen 35 auf, welcher am Verbindungsstück
10 vorgesehen ist. Wenn die Rückenlehnenstrebe 9 um die Achse des Gelenkzapfens 11 für das
Rückenlehnenteil gedreht wird, wird die Lage des Zwischenstücks 33 leicht geändert, während sein Führungsschlitz
34 durch den Führungszapfen 35 geführt ist Das Zwischenstück 33 und das oben beschriebene Stützelement
27 sind miteinander durch ein starres Koppelglied 36, welches als Stange ausgebildet ist verbunden.
Wie aus Fig. 19 hervorgeht ist das Stützelement 27 klappbar aufgebaut und kann so konstruiert sein, daß
seine Breitenabmessung reduziert werden kann. Eine derartige Konstruktion ist dann von Vorteil, wo der
Hauptrahmen 1 des Kinderwagens auch hinsichtlich seiner Breitenabmessung beim Zusammenklappen verkleinert
werden soll. Insbesondere ist das Stützelement 27 mit Klappabschnitten 37 und Drehabschnitten ausgebildet,
wodurch der Klappvorgang ermöglicht ist Wenn der Hauptrahmen 1 des Kinderwagens dadurch auch in
seiner Breite infolge dieses Klappvorgangs verringert wird, ist es erforderlich, daß auch das Rückenlehnentei!
29 und das Kopfstützenteil 30 gefaltet bzw. geklappt werden können. Deshalb ist das darin enthaltene harte
Kernmaterial zweckmäßigerweise in eine Anzahl von in
Längsrichtung verlaufenden Abschnitten unterteilt, welche durch längsverlaufende Falze geklappt bzw. gefaltet
*, :rden können.
Wie am besten aus F i g. 18 hervorgeht, in welcher die
Rückenlehnenstrebe 9 in der am weitesten angehobenen Stellung dargestellt ist, ist das Stützelement 27 mit
der Rückenlehnenstrebe 9 ausgerichtet. Da in diesem Fall die hintere Fläche des Rückenlehnenteils 29 an dem
in Richtung der Breite verlaufenden Abschnitt 28 des Stützelements 27 anliegt, sind das Rückenlehnentei! 29
und das Kopfstützenteil 30 zueinander im wesentlichen entlang einer Ebene ausgerichtet.
F i g. 20 zeigt die Rückenlehnenstrebe 9 weiter abgesenkt als in dei Stellung gemäß F i g. 17. Dabei ist festzuhalten,
daß das relative Lageverhältnis zwischen der Rückenlehnenstrebe 9 und dem Zwischenstück 33 während
dieser Stellung unverändert bleibt. Dies beruht darauf, weil dann, wenn die Rückenlehnenstrebe 9 gedreht
wird, das am Ende durch den Gelenkzapfen 32 gehaltene Zwischenstück 33 ermöglicht, daß der Führungszapfen
35 in dem Führungsschlitz 34 ohne irgendeinen Widerstand verschoben werden kann. Somit drehen
bzw. schwenken die Rückenlehnenstrebe 9 und das Zwischenstück 33 als Einheit. Unter diesen Umständen
besteht keine Möglichkeit, daß die Lage des Stützelements 27 relativ zur Rückenlehnenstrebe 9 durch die
Koppelstange 36 geändert werden kann, und die relative Lagebeziehung zwischen dem Rückenlehnenteil und
dem Kopfstützenteil 30, wie sie in F . g. 18 dargestellt ist. wird unverändert aufrechterhalten.
Fig.21 und 22 zeigen die am weitesten abgesenkte
Stellung der Rückenlehnenstrebe 9. Um diese Stellung zu erlangen, wird die Rückenlehnenstrebe 9 weitergedreht.
Wenn die Rückenlehnenstrebe 9 gedreht wird, wird auch das Zwischenstück 33 um die Achse des Gelenkzapfens
11 gedreht, während welcher es allerdings für den Führungszapfen 35 schwierig wird, sich innerhalb
des Führungsschlitzes 34 ohne Widerstand zu bewegen. Das heißt, der Führungszapfen 35 liegt gegen
einen Teil der Randkante an, welche den Führungsschlitz 34 begrenzt. Dies verhindert das Verschwenken
des Zwischenstücks 33 zusammen mit der Rückenlehnenstrebe 9. Das heißt, dieser Sperrstellung folgt die
Schwenkung des Zwischenstücks 33 um die Achse des Führungszapfens 35. Die Drehkraft wird von der Rükkenlehnenstrebe
9 durch den Gelenkzapfen 32 aufgebracht Eine solche Drehung des Zwischenstücks 33 verursacht
die Bewegung der Koppelstange 36 in Richtung auf das vordere Ende der Rückenlehnenstrebe 9. Als
Folge dieser Drehbewegung wird der sich in Richtung der Breite erstreckende Abschnitt 28 des Stützelements
27 in eine Stellung mit Abstand unterhalb der Rückenlehnenstrebe 9 überführt. Deshalb fällt das Rückenlehnenteil
29, deren hintere Fläche am Abschnitt 28 anliegt, nach unten. Mit gegenüberliegenden Seitenrändern des
Rückenlehnenteils 29 sind faltbare Seitenflächenar·-
schnitte 39 verbunden, welche aus einem faltbaren flächigen Material gebildet sind, dessen Seitenränder an
der Rückenlehnenstrebe 9 befestigt sind. Somit wird in der in Fig.22 dargestellten Lage ein kastenförmiges
Behältnis gebildet, dessen Boden durch das Rückenlehnenteil und dessen Seitenflächen durch das Kopfstützenteil
30 und die faltbaren Seitenflächenabschnitte gebildet sind. In dieser Stellung sind das Rückenlehnenteii
29 und das Kopfstützenteil 30 am weitesten gebeugt Dabei nimmt das Kopfstützenteil 30 eine Lage gegenüber
dem Kopfende des im Wagen aufgenommenen In den F i g. 23 bis 25 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
dargestellt, wobei in den F i g. 23,24 und 25 Stellungen entsprechend den in den Fig. 17, 20 und 21 dargestellten
Stellungen wiedergegeben sind. Die in der Ausführungsform gemäß den F i g. 23 bis 25 verwendete
Einrichtung zur Änderung des Neigungswinkels des Rückenlehnenteils ist dieselbe wie die voher in Zusammenhang
mit den Fig.6 bis 16 beschriebene Ausführungsform. Die Relation zwischen der Rückenlehnento
strebe und dem Stützelement, wie sie unter Bezugnahme auf die F i g. 17 bis 22 beschrieben ist, ist bei diesem
Ausführungsbeispiel etwas abgeändert. Deshalb sind für entsprechende Bauteile in den Fig.23 bis 25 dieselben
Bezugszeichen wie in den Fig. 17 bis 22 verwendet.
Der wesentliche Unterschied dieses Ausführungsbeispiels gegenüber dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
besteht darin, daß der Gelenkstift 32 zum Aufbringen der Drehkraft von der Rückenlehnenstrebe
9 auf das Zwischenstück 33 nicht unmittelbar an der Rückenlehnenstrebe 9, sondern am vorderen Ende eines
Bügels 40 vorgesehen ist, welcher am Ende der Rückenlehnenstrebe 9 befestigt ist. Allerdings wird im wesentlichen
in derselben Weise wie im vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel der Gelenkzapfen 32 in Reaktion
auf die Verschwenkung bzw. Drehung der Rückenlehnenstrebe 9 um die Achse des Gelenkzapfens 11 verschoben.
Während eines Wechsels aus der Stellung gemäß F i g. 23 in die Stellung gemäß F i g. 24 ändert das Zwischenstück
33 leicht das relative Lageverhältnis zur Rückenlehnenstrebe 9 bis zu einem Ausmaß, daß die
Koppelstange 36 das Stützelement 27 betätigt. Obgleich dies nicht dargestellt ist, wird deshalb die Ausrichtung
zwischen dem Rückenlehnentei! und dem Kopfstützenteil unverändert aufrechterhalten.
Bei einem Wechsel aus der Stellung gemäß F i g. 24 in die Stellung gemäß F i g. 25 erreicht der Führungszapfen
35 das Ende des Führungsschlitzes 34. Deshalb liegt der Führungszapfen 35 gegen einem Teil des das Ende
des Führungsschlitztes 34 begrenzenden Rands an, und das Zwischenstück 33 wird über einen großen Winkel
um die Achse des Führungszapfens 35 gedreht. Die Drehkraft wird von der Rückenlehnenstrebe 9 übt; den
Hebel 40 und den Gelenkstift 32 übertragen. Als Folge der Drehung des Zwischenstücks 33 wird die Koppelstange
36 gegen das vordere Ende der Rückenlehnenstrebe 9 verschoben. In Reaktion darauf wird das Stützelement
27 in Blickrichtung der Figur im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Diese Lage ist in F i g. 25 dargestellt. Zu
diesem Zeitpunkt ist die Lage des Stützelements 27 dieselbe, wie die in Fig.22. Deshalb sind das Rückenlehnenteil
29 und das Kopfstützenteil 30 relativ zueinander weit ausgelenkt, wie aus F i g. 22 hervorgeht.
Hierzu 12 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Unwandelbarer Sitz- und Lipgeaufbau für Kinderwagen,
mit einem von einem Fahrgestell getragenen steifen Sitzteil, mit einem gegenüber dem Sitzteil
abwinkelbaren steifen Rückenlehnenteil, das in einer Sitzposition in mindestens einer gegenüber
dem Sitzteil abgewinkelten Lage und in einer Liegeposition in einer mit dem Sitzteil ausgerichteten Lage
gegenüber dem Sitzteil arretierbar ist, mit einem gegenüber dem Rückenlehnenteil abwinkelbaren
steifen Kopfstützenteil, mit flexiblen Seitenwandabschnitten, die in der Liegepcsition zusammen mit
dem Kopfstützenteil und dem Rückenlehnenteil Wände und Boden einer Liegewanne bilden und in
der Sitzposition mindestens teilweise zusammengefaltet sind, und mit Stützeinrichtungen, die das Kopfstützenteil
in der Sitzposition in einer mit dem Rükkenlehnenieil ausgerichteten Lage und in der Liegeposition
in einer gegenüber dem Rückenlehnenteil abgewinkelten Lage halten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützeinrichtungen ein das Rückenlehnenteil (29, 102) unterstützendes, U-förmiges
Stützelement (27, 119) aufweisen, das an beiderseitigen,
in an sich bekannter Weise in verschiedenen
Winkelstellungen gegenüber dem Sitzteil (101) arretierbar am Fahrgestell gelagerten, mit den
Seitenwandabschnitten verbundenen Rückenlehnenstreben 19, 108) schwenkbar gelagert und durch
mindestens eine Koppelstange (36,122) kinematisch derart mit der Bewegung de>
Jas Kopfstiitzteil (30, 103) schwenkbar tragenden Rückenlehnenstreben (9, 108) gekoppelt ist, daß das Kopfstützenteil (30,
103) jeweils selbsttätig in der Sitzposition in die mit dem Rückenlehnenteil (29, 102) ausgerichtete Lage
und in der Liegeposition in die gegenüber dem Rükkenlehnenteil (29,102) abgewinkelte Lage überführt
wird.
2. Sitz- und Liegeaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstützenteil (103)
an seinem oberen Ende an einer die Rückenlehnetistreben
(108) verbindenden Querstrebe (109) schwenkbar aufgehängt ist.
3. Sitz- und Liegeaufbau nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstützenteil (30)
an seinem oberen Ende an einer das U-förmige Stützelement (27) zu einem geschlossenen Rechteck
ergänzenden Querstrebe (31) schwenkbar aufgehängt ist.
4. Sitz- und Liegeaufbau nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die mittig angeordnete Koppelstange (i22) an ihrem einen Ende am U-förmigen
Stützelement (119) und an ihrem anderen Ende mit Abstand zur Schwenkachse (113) der Rückenlehnenstreben
(108) am Fahrgestell angelenkt ist.
5. Sitz- und Liegeaufbau nach Anspruch 1 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits eine Koppelstange
(36) an ihrem einen Ende am Uförmigen Stützelement (27) und an ihrem anderen Ende an
einem Zwischenstück (33) angelenkt ist, das an einem von der zugehörigen Rückenlehnenstrebe (9)
abkragenden Hebel (40) schwenkbar gelagert und mit einem C-förmigen Führungsschlitz (34) auf einem
fahrgestellfesten Führungszapfen (35) geführt ist.
Die Erfindung bezieht sich auf einen umwandelbaren Sitz- und Liegeaufbau für Kinderwagen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Allgemein werden für Sitz- und Liegeaufbauten für Kinderwagen solche mit einem Sitz und einer Rückenlehne
verwendet Bei einem solchen Aufbau ist die Rükkenlehne derart ausgebildet, daß ihr Neigungswinkel
verstellbar ist, wobei der Sitzaufbau auch in eine bettähnliche Form verwandelt werden kann.
ίο Sicherheitsanforderungen für Kinderwagen verlangen
eine Befestigung einer Kopfstütze am Sitz, welcher die Bettform einnimmt. Eine derartige Kopfstütze ist
hinter dem Kopf eines :m Kinderwagen sitzenden Kindes angeordnet und hält den Kopf schützend in der
Liegewanne. Dabei wird die Kopfstütze lediglich dann gebraucht, wenn der Sitz die Bettform einnimmt. Mit
Hinsicht auf die Sitzqualität und Bequemlichkeit für die Kinder ist es dann, wenn die Rückenlehne angehoben
ist, unerwünscht, daß die Kopfstütze sich oberhalb des
Kopfes des Kindes im abgewinkelten Zustand befindet Deshalb ist es in der angehobenen, also hochgeklappten
Stellung der Rückenlehne wünschenswert, daß sich die Kopfstütze im wesentlichen in derselben Ebene erstreckt
wie die Rückenlehne, bis letztere zur Bildung der Bettform angesenkt wird, woraufhin die Kopfstütze
oberhalb des Kopfendes Kindes und diesem gegenüberliegend
positioniert werden soll.
Aus der AT-PS 2 68 587 ist bereits ein umwandelbarer
Sitz- und Liegenaufbau für Kinderwagen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art bekannt,
bei dem das Kopfstützenteil in der Sitzposition in einer mit dem Rückenlehnenteil ausgerichteten Lage und in
der Liegeposition in einer gegenüber dem Rückenlehnenteil abgewinkelten Lage gehalten ist. Bei diesem bekannten
Kinderwagen ist an beiden Seitenwänden des Aufbaus ein Reißverschluß vorgesehen, mit dem die Seitenwände
des Kinderwagenaufbaus teilweise zusammengefaltet werden können, wodurch der Kinderwagenaufbau
aus der gestreckten, im wesentlichen waagerechten Liegestellung in der das Kopfstützenteil etwa
senkrecht steht, in die abgewinkelte Sitzstellung mit zu dem Rückenlehnenteil parallel angeordneten Kopfstützenteil
übergeht. Diese Ausbildung hat den Nachteil, daß das Umstellen des Kinderwagens von der Liege- in
die Sitzstellung und umgekehrt mühsam und zeitraubend ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sitz
und Liegeaufbau für Kinderwagen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art so zu verbessern, daß
die Umstellung von der Liege in die Sitzposition und
umgekehrt einfacher und bequemer ausführbar ist, wobei das Kopfstützenteil bei der Umstellung selbsttätig in
der Sitzposition in die mit dem Rückenlehnenteil ausgerichtete Lage und in der Liegeposition in die gegenüber
dem Rückenlehnenteil abgewinkelte Lage überführt werdensoll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs I angeführten Merkmale
gelöst.
Dabei ist gemäß der Erfindung ein das Rückenlehnenteil
unterstützendes U-förmiges Stützelement angeordnet, wie es an sich bereits aus dem DE-GM 70 18 858
und dem DE-GM 73 40 080 bekannt ist. Bei den in diesen beiden Druckschriften beschriebenen Kinderwagen
dient jedoch das U-förmige Stützelement lediglich dazu, um die Lehne des Kinderwagens in einer schrägen oder
in einer aufrechten Sitzstellung zu halten.
Gemäß der Erfindung ist hingegen das U-förmige
Gemäß der Erfindung ist hingegen das U-förmige
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