DE3140643C2 - Steuerschaltung für eine automatische Filmtransportvorrichtung einer Kamera - Google Patents

Steuerschaltung für eine automatische Filmtransportvorrichtung einer Kamera

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Abstract

Nach dem Einlegen eines Rollfilms in eine automatische Kamera wird aufgrund eines Signals, das das Schließen eines Rückendeckels der Kamera anzeigt, der Film einmalig bis zu seinem Endstück vorwärtstransportiert. Dabei wird die Anzahl der Perforationen gezählt, um im voraus die Anzahl der Filmaufnahmen zu kennen, die zum Herstellen von fotografischen Aufnahmen zur Verfügung stehen.

Description

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Die Erfindung betrifft eine Steuerschaltung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine Steuerschaltung dieser Art ist in der älteren deutschen Patentanmeldung DE-OS 3107351 beschrieben. Wenn am Ende des Rückzähl vorganges der Zählerstand Null erreicht wird, wird bei dieser Schaltung ein Oszillator aktiviert und damit ein Blinken einer Anzeige ausgelöst. Es wird damit dem Benutzer der Kamera optisch angezeigt, daß das Filmende erreicht ist. Wenn der Benutzer aus irgendeinem Grund diese optische Anzeige übersieht, kann bei der genannten Schaltung nicht verhindert werden, daß der Benutzer erneut den Verschluß auslöst und so irrtümlich eine weitere Aufnahme macht.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Steuerschaltung so dieser Art so weiterzubilden und zu verbessern, daß mit Sicherheit am Ende einer vollen Filmbelichtung vom Benutzer keine irrtümlichen Aufnahmen mehr gemacht werden können.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Steuerschaltung gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Eine vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich aus dem Unteranspruch.
Bei der erfindungsgemäßen Steuerschaltung wird automatisch mit dem Schlußsignal die Motorsteuerschaltung gesperrt und es kann damit der Filmtransportmotor nicht mehr eingeschaltet werden. Damit werden die Nachteile der in der DE-OS 3107 351 beschriebenen Steuerschaltung der eingangs erwähnten Art vermieden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Steuerschaltung gemäß der Erfindung für eine automatische Kamera,
F i g. 2 einen detaillierten Schaltplan einer Filmende-D etektorschaltung,
F i g. 3 einen detaillierten Schaltplan einer Synchrondifferenzierschaltung und
Fig. 4 eine Reihe von Ablaufdiagrammen zur Verdeutlichung der Arbeitsweise verschiedener Bauelemente der in Fig. 1 dargestellten Schaltung.
Die in Fig. 1 dargestellte elektrische Schaltung einer automatischen Kamera gemäß einer Ausführungsform der Erfindung enthält als wesentliche Bauteile vier Schalter, darunter einen Rückendeckel-Verriegelungsschalter SWl, einen Perforations-Detektorschalter SWl, einen Verschluß-Spannschalter SWi und einen Verschluß-Auslöseschalter SWA, einen Filmtransportmotor M, eine Filmendt-DetektorschaltungiiZ), einen Perforationszähler PC, einen Filmaufnahmezähler FFC und zwei Flip-Flops FFX und FFl für die Motorsteuerung.
Der Rückendeckel-Verriegelungsschalter SWX ist durch Verriegelung mit dem Öffnen und Schließen eines Rückendeckels ein- und ausschaltbar und ist an einer Seite an eine Spannungsquelle VD und an der anderen Seite an eine Eingangsklemme IN einer Synchrondifferenzierschaltung SZXTl angeschlossen. Beim Schließen des Rückendeckels wird der Rückendeckel-Verriegelungsschalter SWX eingeschaltet, um der Eingangsklemme IN der Differenzierschaltung SDCX ein Deckelschließsignal von hohem Schaltwert zuzuführen. Sobald die Differenzierschaltung SDCl an ihrer Eingangsklemme IN ein Signal von hohem Schaltwert erhält, erzeugt sie an ihrer Ausgangsklemme OUTeinen differenzierten Impuls synchron mit einem Taktimpuls CK, der ihrem Taktsignalanschluß T zugeführt wird. Die Ausgangsklemme OUT der Differenzierschaltung SDCl ist mit dem Setzanschluß S des Flip-Flops FFX, dem Rücksetzanschluß R des Filmaufnahmenzählers FFC und ferner über ein ODER-Glied ORX mit dem Rücksetzanschluß R des Perforationszählers PC verbunden.
Das Flip-Flop FFX ist ein an sich bekanntes RS-Fiip-Flop, dessen Rücksetzanschluß R mit der Ausgangsklemme F der Filmende-Detektorschaltung FED verbunden ist. Das Flip-Flop FFX weist eine Ausgangsklemme QX auf, die an eine Steuerklemme UID des Filmaufnahmenzählers FFC angeschlossen und auch mit der Basis eines Transistors TRl verbunden ist. Das Flip-Flop FFX schaltet den Filmaufnahmenzähler FFC auf Vorwärts- oder Rückwärtszählung und steuert auch den Transistor 7Rl durch, wodurch der Filmtransportmotor M eingeschaltet wird und sich in der in F i g. 1 mit einem Pfeil α angegebenen Vorwärtsrichtung dreht, um einen anfänglichen Filmvorwärtstransport durchzuführen.
Der Perforations-Detektorschalter SWl hat zwei elektrisch leitende Kontaktzungen, die an entgegengesetzten Seiten eines mit Perforationen versehenen Seitenrandes eines Films einander gegenüber so angeordnet sind, daß der DetektorschalterSWZ wiederholt geöffnet und geschlossen wird, wenn während eines Filmtransportvorganges eine der Perforationen zwischen den Kontaktzungen hindurchläuft. Bei dem Perforations-Detektorschalter SWl besteht keine Beschränkung auf einen mechanischen Schalter, der durch optische oder magnetische Perforationsfeststellvorrichtungen ersetzt werden kann. Der Detektorschalter SWl ist an einer Seite mit der Spannungsquelle VD und an der anderen
Seite an eine Eingangsklemme IN der Filmende-Detektorschaltung FED und an eine Eingangsklemme CJ des Perforationszählers PC angeschlossen.
Die Filmende-Detektorschaltung FED ist über ihre Ausgangsklemme F- mit dem Rücksetzansrfiluß R des Flip-Flops FFl, über das ODER-Glied ORl mit dem Rücksetzanschluß R des Perforationszählers PC und ferner über ein ODER-Glied OR3 mit dem Setzanschluß S des Flip-Flops FF2 verbunden. Die Filmende-Detektorschaltung FED ist mit einem Steueranschluß S versehen, der an die Ausgangsklemme eines weiter unten näher beschriebenen Inverters INI angeschlossen ist, und einen Taktsignalanschluß T, dem normalerweise ein Taktimpuls CK zugeführt wird. Die Filmende-Detektorschaltung FED stellt die Beendigung eines anfänglichen Filmvorwärtstransportes fest, wodurch die Drehbewegung des Filmtransportmotors M unterbrochen wird.
Gemäß Fig. 2 ist die Filmende-Detektorschaltung FED aus drei Synchrondifferenzierschaltu'Tgen SDC3, SDC4 und SDCS, einem Impulszähler FCC, einem JJND-Glied ADl und einem ODER-Glied OR4 aufgebaut. Die erste Synchrondifferenzierschaltung SDC3 hat eine Eingangsklemme D, die an die Eingangsklemme IN der Filmende-Detektorschaltung FED ange- schlossen ist, und eine Ausgangsklemme Q, die über das ODER-Glied OR4 mit dem Rücksetzanschluß R des Impulszählers PCC verbunden ist. Die zweite Synchrondifferenzierschaltung SDC4 hat eine Eingangsklemme D, die an den Steueranschluß S der Filmende- Detektorschaltung FED angeschlossen ist, und eine Ausgangsklemme Q, die über das ODER-Glied O/t4 mit dem Rücksetzanschluß R des Impulszählers FCC verbunden ist. Der Steueranschluß S ist mit einem Eingang des UND-Gliedes AD2 verbunden, dessen anderer Eingang mit dem Taktsignalanschluß T der Filmende-Detektorschaltung FED verbunden ist. Die Ausgangsklemme des UND-Gliedes ADl ist an die Eingangsklemme IN des impulszählers FCC angeschlossen, der über seine Ausgangsklemme Q mit der Eingangsklemme D der dritten Synchrondiffeienzierschaltung SDCS verbunden ist. Deren Ausgangsklemme Q ist an die Ausgangsklemme F der Filmende-Detektorschaltung FED angeschlossen. Die Taktsignalanschlüsse T der Synchrondifierenzierschaltung SDC3, SDC4 und SDC5 sind alle mit dem Taktsignalanschluß Γ der Filmende-Detektorschaltung FED verbunden.
Die Arbeitsweise der Filmende-Detektorschaltung FED ist folgende: Wenn während eines anfänglichen Filmvorwärtstransportes der Perforations-Detektorschalter SWl ein Perforationsdurchgangssignal der Eingangsklemme IN zufuhrt, wird der Impulszähler PCC intermettierend rückgesetzt und gibt an seiner Ausgangsklemme F ein Signal von niedrigem Schsltwert ab. Bei Beendigung des anfänglichen Filmvorwärtstransportes wird der Impulszähler PCC aus seinem rückgesetzten Zustand freigegeben und kann mit der Zählung des Taktimpulses CK beginnen. Sobald der Impulszähler PCC eine bestimmte Anzahl Taktimpulse gezählt hat, geht sein Ausgangssignal auf hohen Schaltwert und wird von der Synchrondifferenzierschaltung SDC5 in einen differenzierten Impuls umgewandelt, der an der Ausgangsklemme F abgegeben wird und eine weitere Drehung des Filmtransportmotors M unterbricht. Wenn, nachdem eine Aufnahme gemacht worden ist, das Rückspulen des Films um ein einer Aufnahme entsprechendes Stück beendet ist, wird der Verschluß-Spannschalter SWi (Fig. 1) geschlossen, wodurch dem Steueranschluß 5 ein Signal von niedrigem Schaltwert zugeführt wird. Dies verhindert die Weitergabe des Taktimpulses CK über das UND-Glied ADl an den Impulszähler PCC. Dessen Ausgang bleibt daher unverändert. Folglich wird kein differenzierter Impuls erzeugt, wodurch die Drehung des Filmtransportmotors M unierbrochen wird.
Der in Fi g. 1 dargestellte Perforationszähler PC ist so ausgelegt, daß er einen einzelnen Ausgangsimpuls erzeugt, sobald er so viele Perforationen gezählt hat, wie einer Aufnahme entsprechen, also gewöhnlich acht Perforationen bei einem üblichen 35-mm-Rollfilm. Seine Ausgangsklemme CO ist an die Eingangsklemme CI des Filmaufnahmezählers FFC und an die Eingangsklemme / eines rnonostabilen Multivibrators MSM angeschlossen, dessen Ausgangsklemme 0 über ein ODER-Glied ORl mit dem Rücksetzanschluß R des Flip-Flops FFl verbunden ist.
Wie schon erwähnt, ist der Filmaufnahmenzähler FFC ein Vorwärts-Rückwärts-Zähler, der auf Vorwärtsoder Rückwärtszählung schaltbar ist. Wenn er an seinem Steuersignalanschluß UID ein Signal von hohem Schaltwert erhält, wird er auf Vorwärtszählung geschaltet, wogegen er als Rückwärtszähler arbeitet, wenn seinem Steueranschluß UID ein Signal von niedrigem Schaltwert zugeführt wird. Der Filmaufnahmenzähler FFC weist eine Datenausgangsklemme DO auf, die über einen Decodierer DCD und einen Treiber DRV mit einer Aufnahmenzahlanzeige FD verbunden ist, der es somit möglich ist, den Zählstand im Filmaufnahmenzähler FFC anzuzeigen. Letzterer hat ferner eine Ausgangsklemme 00 für den Zählstand Null, die über das ODER-Glied ORl an den Rücksetzanschluß R des Flip-Flops FFl angeschlossen ist. Sobald der Zählstand im Filmaufnahmenzähler FFC Null erreicht, wird an der Ausgangsklemme 00 ein Signal von hohem Schaltwert erzeugt.
Der Verschluß-Spannschalter SW3 ist mit einer Verschlußspannvorrichtung mechanisch verriegelt und wird nach Beendigung eines Verschlußspannvorganges geschlossen. Er ist an einer Seite an die Spannungsquelle VD angeschlossen und an seiner anderen Seite mit der Eingangsklemme des Inverters INI und mit einem Eingang eines UND-Gliedes AD\ verbunden. Der andere Eingang des UND-Gliedes ADl ist an eine Seite des Verschluß-Auslöseschalters SW3 angeschlossen, der an seiner anderen Seite mit der Spannungsquelle VD verbunden ist. Die Ausgangsklemme des UND-Gliedes ADl ist über einen Widerstand R3 mit der Basis eines Steuertransistors TrI verbunden, der als N-P-N-Transistor ausgebildet ist und die Erregung oder Entregung eines Auslöseelektromagneten MgI steuert. Der Steuertransistor TrI ist an seinem Kollektor über den Auslöselektromagneten MgI an die Spannungsquelle VD und mit seinem Emitter an Masse angeschlossen. Wenn der Steuertransistor TrI auf Durchlaß geschaltet wird, wird der Auslöseelektromagnet MgI erregt und löst den Verschluß aus.
Die Ausgangsklemme des Inverters INI ist an den Steueranschluß 5 der Filmende-Detektorschaltung FED angeschlossen und ferner mil der Eingangsklemme IN der Synchrondifferenzierschaltung SDCl verbunden. Wenn die Synchrondifferenzierschaltung SDCl an ihrer Eingangsklemme ffif ein Signal von hohem Schaltwert irhält, erzeugt sie an ihrer Ausgangsklemme OUT einen differenzierten Impuls synchron mit dem Taktimpuls CK, der ihrem Taktsignalanschluß T zugeführt wird. Die Ausgangsklemme OUT ist über ein ODER-
Glied OR3 mit dem Setzanschluß S des Flip-Flops FFl verbunden. Dieses Flip-Flop FFl ist ein sogenanntes rücksetzdominantes Flip-Flop mit einer Ausgangsklemme Ql, die an die Basis eines Transistors TrA angeschlossen ist. Dieses rücksetzdominante Flip-Flop FFl hat die Eigenschaft, daß sein Q-Ausgang »0« und sein Q-Ausgang »1« wird, wenn sowohl der R- als auch der S-Eingang »1« wird.
Das Flip-Flop FFl hat die Aufgabe, den Transistor TrA auf Durchlaß zu schalten, um zu bewirken, daß sich der Filmtransportmotor M in der entgegengesetzten oder in der in Fig. 1 mit einem Pfeil b angegebenen Richtung dreht, und somit eine Filmrückspulung um eine Aufnahme vornimmt.
Der Filmtransportmotor M ist von einem umkehrbaren Gleichstrommotor gebildet und an eine Antriebssteuerschaltung angeschlossen, welche aus sechs Transistoren TrY, TrI, 7>3, TrA, TrS und 7>6 und zwei Widerständen Rl und Rl aufgebaut ist. Der Transistor TrI ist ein N-P-N-Transistor, dessen Kollektor mit der Basis des P-N-P-Transistors TrI und der Emitter über den Widerstand Rl mit der Basis des N-P-N-Transistors 7>3 verbunden ist. Der Emitter des Transistors TrI ist an eine Treiberquelle VB angeschlossen, wogegen sein Kollektors an eine Seite des Filmtransportmotors M angeschlossen ist, dessen andere Seite mit dem Kollektor des Transistors TrA verbunden ist. Dessen Emitter ist an Masse angeschlossen. Der Transistor TrA ist ein N-P-N-Transistor; sein Kollektor ist mit der Basis des P-N-P-Transistors TrS und sein Emitter über den Widerstand Rl mit der Basis des N-P-N-Transistors 7>6 verbunden. Der Transistor 7>5 ist an seinem Emitter an die Treiberquelie VB und an seinem Kollektor an die andere Seite des Filmtransportmotors M angeschlossen. Der Kollektor des Transistors 7>6 ist mit der erstgenannten Seite des Filmtransportmotors M verbunden, wogegen sein Emitter an Masse angeschlossen ist.
Wenn der Transistor Tr\ auf Durchlaß geschaltet wird, werden auch die beiden Transistoren TrI und Tr3 durchgesteuert, um den Filmtransportmotor M in der vom Pfeil α angegebenen Vorwärtsrichtung drehen zu lassen. Wenn jedoch der Transistor TrA auf Durchlaß geschaltet wird, werden auch die Transistoren 7>5 und Tr(t durchgesteuert, wodurch der Filmtransportmotor M in der vom Pfeil b angegebenen entgegengesetzten Richtung drehangetrieben wird
Die Synchrondifferenzierschaltungen SDCl bis SDCS, von denen eine in F i g. 3 dargestellt ist, sind von ähnlichem Aufbau. Die dargestellte, auch für die übrigen Synchrondifferenzierschaltungen SDCl bis SDC5 repräsentative Synchrondifferenzierschaltung SDCl hat zwei flankengetriggerte oder D-Flip-Flops FF3 und FFA und ein NOR-Glied NRl. Die Eingangsklemme D (IN) ist an die Eingangsklemme D des die erste Stufe bildenden Flip-Flops FF3 angeschlossen, wogegen der Taktsignalanschluß Γ mit den Taktsignalanschlüssen Γ beider Flip-Flops FF3 und FFA verbunden ist Die Ausgangsklemmen Q und Q des Flip-Flops FF3 sind an die Eingangsklemme D des die zweite Stufe bildenden Flip-Flops FFA bzw. an den anderen Eingang des NOR-Gliedes NRl angeschlossen. Das Flip-Flop FFA hat eine Ausgangsklemme Q, die an den anderen Eingang des NOR-Gliedes NRl angeschlossen ist, dessen Ausgang mit der Ausgangsklemme Q (OUT) der Synchrondifferenzierschaitung SDCl (SDC2 bis SDCS) verbunden ist
Die Arbeitsweise der Synchrondifferenzierscbaltungen SDCl bis SDC2 ist folgende: Ein an die Eingangsklemme D (JN) angelegtes Signal von hohem Schaltwert wird an der Ausgangsklemme Q des Flip-Flops FF3 in ein Signal von niedrigem Schaltwert umgewandelt, und zwar synchron mit der ansteigenden Vorderflanke des Taktimpulses CK, wodurch es am Ausgang des NOR-Gliedes NRl auf seinen hohen Schaltwert invertiert wird. Die Ausgangsklemme Q des Flip-Flops FFA wechselt von ihrem niedrigen auf ihr hohes Niveau, und zwar synchron mit der ansteigenden Flanke des folgenden Taktimpulses CK, wodurch der Ausgang des NOR-Gliedes NRl auf seinen niedrigen Schaltwert invertiert. Wenn folglich der Eingangsklemme D (IN) ein Signal von hohem Schaltwert zugeführt wird, wird synchron mit den Taktimpulsen CK ein differenzierter Impuls erzeugt, dessen Zeitdauer dem Intervall zwischen der ansteigenden Flanke des ersten und der ansteigenden Flanke des folgenden Taktimpulses CK entspricht.
Es wird nun die Arbeitsweise der automatischen Kamera anhand einer in Fig. 4 dargestellten Reihe von Ablaufdiagrammen beschrieben. Zu Beginn wird zum Einlegen der Filmpatrone der Rückendeckel der Kamera geöffnet. Nach dem Schließen des Rückendekkels wird gemäß Fig. 4 (b) der Rückendeckel-Verriegelungsschalter SWl eingeschaltet, und gemäß Fig. 4 (a) und (c) erzeugt die Synchrondifferenzierschaltung SDCl einen differenzierten Impuls von hohem Schaltwert. Aufgrund des differenzierten Impulses werden sowohl der Perforationszähler PC als auch der Filmaufnahmenzähler FFC rückgesetzt, und gemäß Fig. 4 (e) schaltet der Ausgang des Flip-Flops FFl von niedrigem auf hohen Schaltwert. Dadurch ist es möglich, dem Steueranschluß UID des Filmaufnahmenzählers FFC ein Signal von hohem Schaltwert zuzuführen, der Filmaufnahmenzähler FFC ist dann auf Vorwärtszählung geschaltet Gleichzeitig wird ein Signal von hohem Schaltwert der Basis des Transistors TrI zugeführt, der deshalb wie die Transistoren TrI und 7>3 auf Durchlaß geschaltet wird, was bewirkt, daß sich der Filmtransportmotor M in der mit dem Pfeil α angegebenen Vorwärtsrichtung dreht, wobei ein kontinuierlicher FiIm-Vorwärtstransport bis zum Filmende ausgelöst wird.
Wenn dabei der Film vorwärtstransportiert wird, wird der Perforations-Detektorschalter SWl beim Passieren der Perforationen gemäß Fig. 4 (0 intermittierend eingeschaltet. Auf diese Weise zählt der Perforationszähler PC ein Perforationsdurchgangssignal von hohem Schaltwert, bis die Zahl derartiger Impulse acht erreicht hat, woraufhin gemäß Fig. 4 (g) ein einzelnes Ausgangsimpulssignal erzeugt wird. Dieses Impulssignal wird vom Filmaufnahmenzähler FFC als Signal gezählt, das eine Bildlänge oder Aufnahme des Films angibt [s. Fig. 4 (i)]. Das Impulssignal wird auch dem monostabilen Multivibrator MSM zugeführt, der gemäß Fig. 4 (h) einen einzelnen Impuls erzeugt welcher jedoch ohne Wirkung bleibt, weil am Setzanschluß S des Flip-Flops FFl ein Signal mit niedrigem Schaltwert anliegt Beim Vorwärtstransportieren des Films erzeugt auf diese Weise der Perforationszähler PC je acht Perforationen ein Impulssignal, das vom Filmaufnahmenzähler FFC gezählt wird, um die von ihm erfaßte Aufnahmenzahl zu erhöhen.
Sobald der Film bis zu seinem Ende vorwärtstransportiert worden ist stoppt der Vorwärtstransport des Films, weil ein Auslaufstück des Films an einer Filmvorratsspule in der Filmpatrone befestigt ist Dies bewirkt, daß der Filmtransportmotor M leerläuft Sobald der Vorwärtstransport des Films gestoppt ist hört der Perforations-Detektorschalter SWl auf, sich ein- und auszuschalten [s. Fi g. 4 (O]- Dadurch wird der
Perforationszähler PC daran gehindert, das Perforationsdurchgangssignal zu zählen, das der Eingangsklemme IN der Fiimende-Detektorschaltung FED nicht länger zugeführt wird.
Aus der in F i g. 2 dargestellten elektrischen Schaltung ergibt sich, daß, wenn die intermittierende Zuführung des Eingangssignals zur Eingangsklemme IN der Fiimende-Detektorschaltung FED stoppt, das Rücksetzsignal zum Rücksetzanschluß R des Impulszählers PCC über das ODER-Glied ORA unterbleibt, und daß dann der Impulszähler PCC beginnt, die über das UND-Glied ADl zugefuihrten Taktimpulse CK zu zählen. Sobald der Impulszähler PCC einen bestimmten Zählstand erreicht hat, erzeugt er an seinem Ausgang Q ein Signal von hohem Schaltwert, das von der Synchrondifferenzierschaltung SDCS in ein impulsgeformtes Signal [s. F i g. 4 (d)] umgewandelt wird, welches an der Ausgangsklemme F der Fiimende-Detektorschaltung FED erzeugt wird und anzeigt, daß das Filmende festgestellt wurde. Aufgrund des Filmendesignals wechselt das Flip-Flop FFi gemäß F i g. 4 (e) von hohem auf niedriges Ausgangsniveau, wodurch die Transistoren TrI, TrI und 7r3 gesperrt werden, um die Drehung des Filmtransportmotors M in der Vorwärtsrichtung zu stoppen. Dadurch wird der Filmvorwärtstransport, der bis zum Erreichen des Filmendes fortgesetzt worden war, völlig gestoppt.
Zur gleichen Zeit wird durch das Ausgangssignal von niedrigem Schaltwert des Flip-Flops FFl der Filmaufnahmenzähler FFC auf Rückwärtszählung geschaltet. Außerdem wird durch das Filmendesignal der Fiimende-Detektorschaltung FED der Perforationszähler PC rückgesetzt, und der Ausgang des Flip-Flops FFl wechselt gemäß F i g. 4 (m) von niedrigem auf hohes Niveau. Dadurch wird der Transistor TrA ebenso wie die Transistören TrS und 7>6 auf Durchlaß geschaltet, wodurch es ermöglicht wird, daß der Filmtransportmotor M in der entgegengesetzten oder in der vom Pfeil b angegebenen Richtung dreht. Dadurch wird eine Filmrückspulung eingeleitet. Der Filmtransportmotor M ist auch an eine Verschlußspannvorrichtung angeschlossen; folglich wird bei einer Filmrückspulung gleichzeitig der Verschluß gespannt.
Beim Rückspulen des Films wird der Perforations-Detektorschalter SWl beim Durchlaufen der Perforationen wiederholt ein- und ausgeschaltet (s. Fig. 4 (f)). Das Perforationsdurchgangssignal wird vom Perfbrationszähler PC gezählt. Sobald acht Signale gezählt worden sind, erzeugt der Perforationszähler PC gemäß F i g. 4 (g) ein Ausgangssignal von hohem Schaltwert, das eine Rückstellung des Zählerinhalts im Filmaufnahmenzähler FFC um eine Zählstellung auslöst. Zur gleichen Zeit erhält Fig. 4 (h) der Rücksetzanschluß R des Flip-Flops (FFl über das ODER-Glied ORl einen Ausgangsimpuls des monostabilen Multivibrators MSM, -wodurch gemäß F i g. 4 (m) sein Ausgang von hohem auf niedriges Niveau wechselt und die Transistoren TrA, TrS und 7>6 sperrt, um die Drehbewegung des zum Rückspulen des Films benutzten Filmtransportmotors M zu stoppen. Der Verschlußspannvorgang ist zum Zeitpunkt der Abschaltung der Drehbewegung des Filmtransportmotors M beendet, wodurch gemäß Fig. 4 (n) der Verschluß-Spannschalter SW3 eingeschaltet wird. Folglich wird der Filmrückspulvorgang, der auf das Vorwärtstransportieren des Films bis zum Filmende folgte, unter derBedingung unterbrochen, daß der Film um ein einer Bild- oder Aufnahmelänge entsprechendes Stück zurückgespult worden ist. Da unter diesen Bedingungen der Verschluß gespannt wird, kann die Kamera durch Schließen des Verschluß-Auslöseschalters SWi zum Herstellen einer Aufnahme benutzt werden. Mil: anderen Worten, die Kamera befindet sich in Aufnahmebereitschaft.
In diesem Aufnahmebereitschaftszustand ist der Verschluß-Spannschalter SW3 eingeschaltet, und der. Inverter INI gibt an seinem Ausgang ein Signal von niedrigem Schaltwert an den Steueranschluß S der Fiimende-Detektorschaltung FED ab. Folglich liegt ein Eingang des UND-Gliedes ADl in der in Fig. 2 dargestellten elektrischen Schaltungsanordnung auf niedrigem Niveau; somit wird die Weiterleitung des Taktimpulses CK an den Impulszähler PCC verhindert. Folglich bleibt die Fiimende-Detektorschaltung FED abgeschaltet und kann erst dann wieder ein Filmendesignal erzeugen, wenn der Perforations-Detektorschaiter SWl nicht mehr ein- und ausgeschaltet wird (s. Fig. 4 (d)).
Im Aufnahmebereitschaftszustand wird der Zählstand des Filmaufnahmenzählers FFC über den Decodierer DCD und den Treiber DRV der Aufnahmenzahlanzeige FD zugeleitet und von ihr als Anzahl der noch verfügbaren Aufnahmen angezeigt. Folglich wird es dem Kamerabenutzer ermöglicht, im Zeitpunkt des Einlegens des Films zu wissen, wie viele Aufnahmen er mit dem eingelegten Film machen kann.
Es wird nun die Arbeitsweise der automatischen Kamera beim Herstellen einer fotografischen Aufnahme beschrieben. Durch das Niederdrücken eines Verschlußauslöseknopfes wird der Verschluß-Auslöseschalter SWA gemäß Fig. 4 (p) geschlossen. Dadurch wird das UND-Glied ADl auf Durchlaß geschaltet, damit das Schließsignal des Verschluß-AuElöseschalters SWA zur Basis des Transistors TRl geleitet werden kann. Folglich wird der Transistor TrI auf Durchlaß geschaltet, um den Verschlußauslöse-Elektromagnet Mg 1 zu erregen und dadurch den Verschluß auszulösen.
Sobald die Verschlußbetätigung beendet und der Verschluß nicht mehr gespannt ist, wird der Verschluß-Spannschalter SWJ, gemäß Fig. 4 (n) ausgeschaltet, wodurch der Eingangsklemme IN der Synchrondifferenzierschaltung SDCl über den Inverter INI ein Signal von hohem Schaltwert zugeführt wird. Die Synchrondifferenzierschaltung SDCl erzeugt gemäß Fig. 4 (o) ein differenziertes Ausgangssignal, welches über^ das ODER-Glied OR3 dem Setzanschluß S des Fiip-Fiops FFl zugeleitet wird. Dessen Ausgang wechselt daher gemäß Fig. 4 (m) von niedrigem auf hohes Niveau und steuert die Transistoren TrA, 7>5 und 7>6 durch, um den Filmtransportmotor M in der entgegengesetzten oder in der vom Pfeil b angegebenen Richtung drehen zu lassen und somit einen Filmrückspulvorgang auszulösen.
Danach wird in der gleichen Weise wie bei der Filmrückspulung nach dem Vorwärtstransportieren des Films bis zum Filmende die Drehung des Filmtransportmotors M unterbrochen, sobald der Film um ein einer Aufnahme entsprechendes Stück zurückgespult worden ist, und die Kamera schaltet beim Spannen des Verschlusses in die Betriebsart »Aufnahmebereitschaft«. Der von der Aufnahmenzahlanzeige FD angezeigte Zählstand wird gegenüber dem vorherigen Wert um eine Zählstellung zurückgestellt.
Auf diese Weise wird bei jedem Schließen des Verschluß-Auslöseschalters SWA der Verschluß betätigt und dadurch der Film um ein einer Aufnahme entsprechendes Stück zurückgespult. Die Belichtung des Films findet somit also in der Richtung vom Filmnachlauf zum Filmvorlauf statt, also umgekehrt zur Richtung bei
einer üblichen Kamera. Dies ruft jedoch keinerlei Schwierigkeiten hervor.
Wenn nacheinander Aufnahmen gemacht werden und der Film bis in die Stellung zurückgespult worden ist, die der Stellung beim anfänglichen Einlegen in die Kamera entspricht, erreicht der Filmaufnahmenzähler FFC die Zählstellung Null und erzeugt an der Ausgangsklemme OO für den Zählstand Null ein Signal von hohem Schaltwert. Dieses Signal wird über das ODER-Glied ORl dem Rücksetzanschluß R des Flip-Flops FFl zugeführt, wodurch dessen Ausgang von hohem auf niedriges Niveau wechselt. Dadurch wird die Drehbewegung des Filmtransportmotors M gestoppt. Wenn daher anschließend der Verschluß ausgelöst wird, um an den Setzanschluß S des Flip-Flops FFl ein Signal von hohem Schaitwert anzulegen, kann das Fiip-Fiop FF2 zum Einschalten der Drehbewegung des Filmtransportmotors M nicht gesetzt werden.
Nachdem in der vorstehend beschriebenen Weise die verfügbaren Aufnahmen belichtet worden sind, kann der Rückendeckel der Kamera zum Herausnehmen des belichteten Films geöffnet werden. Es kann selbstverständlich eine nicht dargestellte Filmrückspulvorrichtung vorgesehen sein, um den Film herauszunehmen, nachdem der Filmvorlauf vollständig in die Filmpatrone zurückgespult worden ist.
In Fig. 4 (i) bis (1) sind die Schaltzustände am Ausgang des Filmaufnahmenzählers FFC dargestellt. Fi g. 4 (i) zeigt den Ausgang für das niedrigstwertige Bit A an der Datenausgangsklemme DO, Fig. 4 Q) und (k) den Ausgang für das zweite Bit B bzw. das dritte Bit C an der Datenausgangsklemme DO, wogegen in Fig. 4 (1) das Ausgangssignal für die Ausgangsklemme OO für den Zählstand Null dargestellt ist. Die Anzahl Bits an der Datenausgangsklemme DO ist nicht auf drei beschränkt und kann mehr signifikante Bits enthalten. Der Ausgangszustand der Ausgangsklemme OO erfordert keine nähere Erklärung und wird daher nicht beschrieben. Der Zustand der Bits A bis C ist am Ende des Filmvorwärtstransportvorganges von der Aufnahmenzahl im benutzten Film abhängig. Die vorstehende Beschreibung betrifft daher nur ein Beispiel.
Bei der beschriebenen Ausführungsform wird der einzelne Filmtransportmotor M zum Vorwärtstransportieren und Rückspulen des Fiims und zum Spannen des Verschlusses benutzt. Jedoch kann für jede dieser Betätigungen ein getrennter Motor vorgesehen sein.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (2)

Patentansprüche:
1. Steuerschaltung für eine automatische Filmtransportvorrichtung einer Kamera, mit einem umsteuerbaren Filmtransportmotor (M), der nach dem Schließen des Kameradeckels zum Vorwärtstransport des gesamten unbelichteten Filmes zur Aufwickelspule eingeschaltet wird, einem die Filmperforation abtastenden Detektor (SWl) und einem durch diesen Detektor gesteuerten Zähler (FFC), durch welchen über die Perforation die Gesamtanzahl der Bilder während des Filmvorwärtstransportes gezählt wird und durch welchen nach Umsteuerung des Filmtransportmotors (M) während des darauffolgenden Fiimrücktransportes gesteuert über den Kameraverschluß die Anzahl der nacheinander belichteten Einzelbilder zurückgezahlt wird, bis wieder der Zählerstand 0 erreicht ist, woraufhin ein die volle Film belichtung anzeigendes Schlußsignal erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schlußsignal (Ausgang 00 des Zählers FFC) die Motorsteuerschaltung (FFl, TRX - TRS) so gesperrt wird, daß der Filmtransportmotor (M) nicht mehr einschaltbar ist.
2. Steuerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorsteuerschaltung eine Flip-Flop-Schaltung (FFl) umfaßt, deren Rücksetzanschluß (R) über das Schlußsignal und deren Setzanschluß (5) über das Verschluß-Auslösesignal angesteuert ist.
10
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