DE3134584C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Materialmischung zur Herstellung
eines glasartigen Widerstandsmaterials, einen mit
dieser Materialmischung hergestellten Widerstand und ein
Verfahren zur Herstellung des elektrischen Widerstands.
Solch ein Widerstand ist mit
hohem spezifischen Widerstandswert herstellbar und kann aus relativ preiswerten
Ausgangsmaterialien erhalten werden.
Als elektrische Widerstände sind u. a. glaskeramische
Schichtwiderstände gebräuchlich. Dabei ist eine Schicht aus
einem glasartigen Widerstandsmaterial auf einem Substrat,
im allgemeinen einem keramischen Träger, aufgebrannt. Für
die Herstellung eines solchen Widerstands wird eine
Materialmischung aus einer feinvermahlenen Glasfritte und
feinverteilte Teilchen eines elektrisch leitenden Materials
auf den isolierenden Träger aufgebracht und bei einer
solchen Temperatur gebrannt, bei der die Glasfritte zum
Schmelzen kommt. Nach dem Abkühlen ergibt sich eine glasartige
Widerstandsschicht mit in dieser feinverteilten,
leitenden Teilchen.
Die elektrischen Widerstände sollen bei der Herstellung
über einen weiten Bereich von spezifischen Widerständen
möglichst exakt einstellbar sein. Es besteht daher ein
Bedarf an glasartigen Widerstandsmaterialien mit entsprechenden
Eigenschaften. Für die Einstellung relativ
hoher spezifischer Widerstände sind bereits relativ preiswerte
glasartige Widerstandsmaterialien bekannt, die Zinnoxid
(SnO₂) enthalten. Ferner sind Materialien bekannt, die
neben Zinnoxid weitere, meist oxidische Zusätze enthalten.
Aus der DE-OS 29 12 402 ist ein glasartiges Widerstandsmaterial
bekannt, das neben Zinnoxid Mangan-, Nickel-,
Kobalt- oder Zinkoxid als Zusatz enthält. Mit Hilfe der
Zusätze und bei Wahl geeigneter Mengenverhältnisse ist es
möglich, in einem weiten Bereich spezifische Widerstände bei
gleichzeitig niedrigem Widerstands-Temperaturkoeffizienten
zu erhalten. Zusätze, mit denen bei einem aus Glasfritte
und Zinnoxid gebrannten Material besonders hohe spezifische
Widerstände einstellbar wären, sind dagegen nicht bekannt.
Aus der US-PS 40 65 743 ist ein glasartiges Widerstands-
Überzugsmaterial bekannt, das neben Zinnoxid-Tantaloxid
(Ta₂O₅) als Zusatz enthält. Der spezifische Widerstand des
Materials kann durch Erhöhung des Glasfrittenanteils erhöht
werden. Das Glasvolumen kann 30 bis 70% bei einem entsprechenden
Restvolumen an Zinnoxid mit Zusatz zwischen 70
bis 30% betragen. Wenn der Glasfrittenanteil jedoch zur
Erzielung hoher spezifischer Widerstände auf über 60 Vol.-%
erhöht wird, so wird die Glasur beim Brennen blasig und
schaumig. Das glasartige Widerstandsmaterial weist dann
Verwerfungen auf, ist brüchig und reißt leicht. Aufgrund
dieser Schwierigkeiten wurden die Widerstände in der Praxis
nur mit einem Glasanteil bis zu höchstens 60, vorzugsweise
nicht mehr als 50 Vol.-% hergestellt, die Obergrenze der
spezifischen Widerstände wird also durch die Obergrenze des
Glasfrittenanteils beschränkt.
Es wurde weiter gefunden, daß eine Temperaturerhöhung beim
Brennen des Widerstandsmaterials während der Widerstandsherstellung
häufig zur Verbesserung erwünschter elektrischer
Eigenschaften, z. B. der Verbesserung der Temperaturstabilität
führte. Eine solche Erhöhung der Brenntemperatur
verringert jedoch gewöhnlich gleichzeitig den spezifischen
Widerstand. Bei der Herstellung hochohmiger Widerstände
wird daher die Obergrenze der erzielbaren spezifischen
Widerstände durch erhöhte Brenntemperaturen noch
weiter herabgesetzt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Materialmischung für die Herstellung eines elektrischen
Widerstandes zur Verfügung zu stellen, mit der auch unter
hohen Brenntemperaturen elektrische Widerstände mit hohen
spezifischen Widerständen und stabilen elektrischen Eigenschaften
erhalten werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine Materialmischung
zur Herstellung eines glasartigen Widerstandsmaterials
vor, die aus einer Glasfritte, feinen Zinnoxidteilchen
und Teilchen mindestens eines weiteren Oxids
besteht, und die dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Mischung als weiteres Oxid Teilchen aus einer der Zirkoniumverbindungen
Zirkoniumdioxid (ZrO₂), Calciumzirkonat (CaZrO₃),
Bariumzirkonat (BaZrO₃) oder Strontiumzirkonat (SrZrO₃)
enthält. Der mit Hilfe dieser Materialmischung erhaltene
erfindungsgemäße elektrische Widerstand besteht aus einem
isolierenden Substrat und einer auf einer Oberfläche des
Substrats angeordneten Schicht aus einem glasartigen Widerstandsmaterial,
das durch Brennen der auf das Substrat aufgebrachten
Materialmischung entstanden ist. Der erfindungsgemäße
elektrische Widerstand kann einen relativ hohen
spezifischen Widerstand und stabile physikalische Eigenschaften
haben. Das Brennen findet in einer
inerten Atmosphäre, mindestens bei der Erweichungstemperatur
der Glasfritte, jedoch unterhalb der Schmelztemperatur
des Zinnoxids statt.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Materialmischung zusätzliche Teilchen aus Tantaloxid (Ta₂O₅)
enthält. Als Glasfritte findet vorzugsweise eine Erdalkaliborosilikatfritte
Verwendung. Die eingesetzten Zirkoniumverbindungen
sind vorzugsweise
in einem Anteil bis zu 15 Vol.-% in der Materialmischung
enthalten, die Glasfritte in einem Anteil bis zu
50 Vol.-%.
Die Erfindung stellt eine Materialmischung zur Herstellung
eines glasartigen, Zinnoxid enthaltenden Widerstandsmaterials
bereit, das in Form einer Widerstandsschicht eines
hochohmigen elektrischen Schichtwiderstands zu verwenden
ist.
Derartig hohe spezifische Widerstände konnten bisher nur
durch Erhöhung des Glasgehalts mit den sich daraus ergebenden
Verwerfungen und der Schwächung der Widerstände gegen
Brechen und Reißen erreicht werden. Die weiter unten angeführten
Beispiele zeigen die Wirksamkeit des Zusatzes von
bestimmten Zirkoniumverbindungen, nämlich Zirkoniumdioxid
(ZrO₂), Calcium-, Barium- oder Strontiumzirkonat (CaZrO₃,
BaZrO₃, SrZrO₃), die in Anteilen
von vorzugsweise bis 15 Vol.-% der Materialmischung
zur Erhöhung des zu erzielenden spezifischen Widerstands
beigegeben werden. Diese Zusätze stabilisieren die spezifischen
Widerstände auch bei zunehmenden Brenntemperaturen.
Die Einstellung eines relativ hohen spezifischen Widerstandes
über einen Bereich von Brenntemperaturen, wie sie die
Erfindung ermöglicht, erlaubt die Auswahl verschiedener
Brenntemperaturen zur Erzielung anderer erwünschter Charakteristiken,
ohne dabei die spezifischen Widerstandswerte
der hergestellten Widerstände wesentlich zu ändern. Die
erfindungsgemäßen Widerstände sind aus relativ preiswerten
Materialien aufgebaut.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen
in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht durch einen Teil eines erfindungsgemäßen
elektrischen Widerstandes, mit einer Schicht
aus glasartigem Widerstandsmaterial,
und
Fig. 2 eine grafische Darstellung, in der
der spezifische Widerstand über der Brenntemperatur
bei Widerständen nach der Erfindung
und Widerständen aus bekanntem
Widerstandsmaterial aufgetragen ist.
Die erfindungsgemäße Materialmischung setzt sich
aus einer Glasfritte,
einer der Zirkoniumverbindungen ZrO₂, CaZrO₃, BaZrO₃ oder SrZrO₃
und
feinen Zinnoxidteilchen (SnO₂) zusammen. Zusätzlich
kann auch einen Zuschlagsstoff, z. B. Tantaloxid
(Ta₂O₅) enthalten sein. Die Glasfritte
kann in der Mischung in einem Anteil von
etwa 30 Volumenprozent bis zu etwa 60 Volumenprozent
und vorzugsweise in einem Anteil von etwa 35 bis 40
Volumenprozent enthalten sein. Die Zirkoniumverbindung
(Zirkoniumdioxyd (ZrO₂), Calziumzirkonat (CaZrO₃), Bariumzirkonat
(BaZrO₃), oder Strontiumzirkonat (SrZrO₃)) ist in einer
Menge bis zu 15 Vol.-% - gegebenenfalls auch mehr -
und vorzugsweise zwischen 10 und 15 Vol.-% in der Mischung enthalten.
Bevorzugt wird ein Gesamtanteil an Glasfritte und Zuschlagsstoff
von 50 Volumenprozent der Materialmischung,
wenn auch eine Menge von 60 Volumenprozent
und sogar 70 Volumenprozent verwendet werden kann. Der
bevorzugte Anteil von Zinnoxid (SnO₂) ist 40 bis 60
Vol.-% der Mischung, und wenn Tantaloxid (Ta₂O₅) verwendet
wird, wird dies dem Zinnoxid (SnO₂) in einem
Anteil von bis zu 50 Gewichtsprozenten
zugesetzt.
Als Glasfritte kann eine solche
verwendet werden, wie sie zur Herstellung
von Widerstandsglasuren üblich ist, und die
einen Schmelzpunkt unterhalb desjenigen
von SnO₂ hat. Es hat sich jedoch als zweckmäßig
erwiesen, eine Borosilikatfritte, insbesondere
eine Erdalkaliborosilikatfritte, z. B. eine Barium-
oder Calziumborosilikatfritte zu verwenden. Die Herstellung
solcher Fritten ist bekannt und besteht
beispielsweise darin, daß die Bestandteile des Glases
in Form von Oxiden miteinander verschmolzen werden
und die Schmelze zur Bildung der Fritte in Wasser gegossen
wird. Als Chargenbestandteile können natürlich
beliebige Verbindungen verwendet werden, die unter
den üblichen Bedingungen bei der Frittenherstellung
zu den gewünschten Oxiden führen. So wird beispielsweise
Boroxid aus Borsäure, Siliziumdioxid aus Flint,
Bariumoxid aus Bariumcarbonat usw. gewonnen. Die
grobe Fritte wird vorzugsweise in einer Kugelmühle
mit Wasser vermahlen, um die Teilchengröße der Fritte
zu verringern und eine Fritte von im wesentlichen
gleicher Teilchengröße zu gewinnen.
Die erfindungsgemäße Materialmischung wird durch
sorgfältiges Zusammenmischen der Glasfritte, der
Zirkoniumverbindung, der Zinnoxidteilchen und gegebenenfalls
der Tantaloxidteilchen in geeigneten Anteilen
hergestellt.
Um mit der erfindungsgemäßen Materialmischung den elektrischen Widerstand
herzustellen, wird die Materialmischung
in gewünschter Dicke auf die Oberfläche
eines Substrats aufgebracht. Das Substrat kann ein
Körper aus irgendeinem Material sein, das der Brenntemperatur
des Widerstandsmaterials standhält. Das
Substrat ist in der Regel ein Isolator, z. B.
Keramik, Glas, Porzellan, Steatit, Bariumtitanat
oder Aluminiumoxid. Das Widerstandsmaterial kann auf
das Substrat durch Aufbürsten, Tauchen, Aufsprühen oder
durch Siebdruck aufgebracht werden. Danach wird das
Substrat mit dem Überzug in
einem konventionellen Ofen vorzugsweise in einer inerten
Atmosphäre, z. B. in Argon, Helium oder
Stickstoff bei einer Temperatur gebrannt,
bei der die Glasfritte zum Erweichen kommt,
die jedoch unterhalb desjenigen Punktes liegt, bei dem
das Zinnoxid schmilzt.
Die Brenntemperaturen
hängen von den Erweichungstemperaturen der jeweils verwendeten
Glasfritten ab. Beim nachfolgenden Abkühlen
wird die
Glasurschicht hart, und das Widerstandsmaterial haftet
auf dem Substrat.
Der sich ergebende elektrische Widerstand, der gemäß
Fig. 1 mit 10 bezeichnet ist, weist ein keramisches
Substrat 12 mit einer Schicht 14 aus dem erfindungsgemäß
erhaltenen glasartigen Widerstandsmaterial auf, das auf dem Substrat
gebrannt ist. Die Widerstandsmaterialschicht 14 enthält
das Glas, die verwendete Zirkoniumverbindung 16 und
feinverteilte Teilchen 18 aus
Zinnoxid (SnO₂) und gegebenenfalls Tantaloxid (Ta₂O₅).
Die Teilchen 18 sind im Glas und
dem isolierenden Material 16 dispergiert.
Im folgenden werden einige Beispiele von bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung gegeben.
50 Vol.-% Zinnoxid (SnO₂) wurden
verschiedenen Anteilen einer Glasfritte und ZrO₂
gemischt. Die Glasfritte bestand
aus 50 Gew.-% BaO, 20 Gew.-%B₂O₃ und 30 Gew.-% SiO₂.
Die Materialmischungs-Chargen hatten die in Tabelle I dargestellte
Zusammensetzung. Jede der Mischungen
wurde mit Butylcarbitolacetat
kugelvermahlen, um eine gründliche Vermengung zu erzielen. Das Butylcarbitolacetat
wurde verdampft und die Mischung mit einem
Trockner (squeegee medium) von
L. Reusche und Company, Newark, N. J., gemischt.
Mit jeder der Materialmischungen
wurden Widerstände hergestellt, indem
die Mischung im Siebdruck auf keramische Platten
aufgebracht wurde, an die vorgebrannte Kupferanschlüsse
angebracht waren. Die Widerstände wurden danach
in einem Tunnelofen in einer Stickstoffatmosphäre
bei den in Tabelle I angegebenen Temperaturen
in 30minütigem Zyklus gebrannt. Die sich ergebenden spezifischen
Widerstände
sind in Tabelle I und dem Diagramm gemäß Fig. 2 gezeigt.
Kurve A in Fig. 2 stellt Zinnoxidwiderstände bekannter
Art dar, welche nicht Zirkoniumdioxid (ZrO₂) als isolierendes
Material enthalten, während die Kurven B und
C erfindungsgemäße Widerstände darstellen, welche
10 Vol.-% und 15 Vol.-% Zirkoniumdioxid (ZrO₂) enthalten.
Kurve A zeigt einen hohen Wert von 345 Kiloohm/Quadrat
für Widerstände, die bei 950°C gebrannt sind, wobei der
spezifische Widerstand auf 135 Kiloohm/Quadrat bei
der Brenntemperatur von 1000°C und auf einen niedrigen
Wert von 77 Kiloohm/Quadrat bei einer Brenntemperatur
von 1025°C absinkt. Andererseits zeigt die Kurve B
einen erhöhten Widerstand von 1100 Kiloohm/Quadrat
für bei 950°C gebrannte Widerstände, und dieser spezifische
Widerstand wächst auf 1600 und 1700 Kiloohm/
Quadrat bei Brenntemperaturen von 1000°C bzw. 1025°C.
Kurve C zeigt für Widerstände mit einem erhöhten Anteil
an Zirkoniumdioxid sogar noch höhere spezifische
Widerstände jeweils von 2600 und 3000 Kiloohm/Quadrat
bei Brenntemperaturen von 950 bzw. 1000°C und einen
spezifischen Widerstand von 2000 Kiloohm/Quadrat bei
einer Brenntemperatur von 1025°C; der letztgenannte
spezifische Widerstand der Kurve C ist also nur geringfügig
höher als der spezifische Widerstand von 1700
Kiloohm/Quadrat bei der entsprechenden Brenntemperatur
der Widerstände gemäß Kurve B.
Tabelle I und Fig. 2 zeigen also, daß die Zugabe von
10 bzw. 15 Vol.-% Zirkoniumdioxid zur Glasurzusammensetzung
den spezifischen Widerstand der Widerstände
gegenüber bekannten Zinnoxid-Widerstandsmaterial ohne
Zirkoniumoxid wesentlich heraufsetzt. Die Grafik zeigt
ferner, daß durch den Zusatz des Zirkoniumdioxids eine
Erhöhung der Brenntemperatur nur eine geringfügige
Änderung des spezifischen Widerstandes ergibt im Vergleich
zu der beträchtlichen Erniedrigung des spezifischen
Widerstandes bei dem herkömmlichen Material gemäß Kurve
A. Der Zusatz der erfindungsgemäß vorgesehenen Zirkoniumverbindungen
erhöht somit die spezifischen
Widerstandswerte der hergestellten Widerstände und
verringert deren Empfindlichkeit gegen Schwankungen
in der Brenntemperatur. Zusätzlich zu dem relativ hohen
spezifischen Widerstand haben die erfindungsgemäßen
Widerstände den Vorteil, daß sie keine schaumige oder
blasige Materialstruktur haben, in geringerem Maße
der Bruch- oder Sprunggefahr ausgesetzt sind und
stabile physikalische Eigenschaften besitzen.
Drei Materialmischungs-Chargen wurden
in der in Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt,
mit der Ausnahme, daß das weitere Oxid
(CaZrO₃) Calziumzirkonat (CaZrO₃) war. Die Widerstände wurden
in der im Beispiel I beschriebenen Weise aus den
Materialmischungen hergestellt und bei
den angegebenen Temperaturen gebrannt, wobei
sich die spezifischen Widerstände gemäß Tabelle II
ergaben. Die das Calziumzirkonat enthaltenden
Widerstände ergaben verbesserte spezifische Widerstandswerte,
waren relativ unempfindlich gegen zunehmende
Brenntemperaturen und hatten stabile physikalische
Eigenschaften.
Drei Materialmischungs-Chargen wurden in
der anhand Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt,
mit der Ausnahme, daß als weiteres Oxid Bariumzirkonat
(BaZrO₃) verwendet wurde. Es wurden
in der anhand
des Beispiels I beschriebenen Weise elektrische Widerstände hergestellt, die bei
den angegebenen Temperaturen gebrannt wurden. Es ergaben
sich die spezifischen Widerstände gemäß Tabelle III.
Die Widerstände mit BaZrO₃
ergaben erhöhte spezifische Widerstände, waren
relativ unempfindlich gegen die Erhöhung der Brenntemperatur
und hatten stabile bzw. feste physikalische
Eigenschaften.
Drei Materialmischungs-Chargen wurden
in der anhand Beispiel I beschriebenen Weise hergestellt,
mit der Ausnahme, daß als weiteres Oxid
Strontiumzirkonat (SrZrO₃) verwendet wurde.
Die wie in Beispiel I hergestellten und bei den angegebenen Temperaturen gebrannten
Widerstände hatten spezifische Widerstandswerte gemäß
Tabelle IV. Die Widerstände mit SrZrO₃
zeigten erhöhte spezifische Widerstände,
waren relativ unempfindlich gegen die Erhöhung
der Brenntemperatur und hatten ebenfalls feste bzw.
stabile physikalische Eigenschaften.
Zinnoxid (SnO₂) und Tantaloxid
(Ta₂O₅) wurden in solchen Volumenproportionen gemischt,
daß eine erste Charge von 90% Zinnoxid und 10%
Tantaloxid und eine zweite Charge von 75% Zinnoxid
und 25% Tantaloxid entstanden. Diese Chargen
wurden mit
der Glasfritte
und dem weiteren Oxid in den in
Tabelle V angegebenen Proportionen vermischt.
In der anhand Beispiel I beschriebenen
Weise wurden Widerstände hergestellt und bei den angegebenen Temperaturen
gebrannt, wobei sich die in Tabelle V genannten
spezifischen Widerstände ergaben. Die das weitere Oxid
enthaltenden Widerstände waren
wesentlich weniger empfindlich gegen die Erhöhung
der Brenntemperatur und hatten stabile physikalische
Charakteristiken.
Aus den obigen Beispielen sind die Effekte der Zugabe
von Zirkoniumverbindungen zu den herkömmlichen Zinnoxid-
Materialmischungen auf den spezifischen Widerstand
des erfindungsgemäßen Widerstandes zu sehen. Beispiel I
zeigt die Zugabe von 10 bis 15 Vol.-% Zirkoniumdioxid
(ZrO₂) zu einem Zinnoxid-Glasurmaterial,
während die Tabelle V den Einfluß dieser Zirkoniumverbindung
auf eine Zinnoxid-Materialmischung
mit Tantaloxid (Ta₂O₅) als Additiv darstellt. Die
Tabellen II, III und IV zeigen in ähnlicher Weise den
Effekt auf den spezifischen Widerstand, wenn die
Materialien Calziumzirkonat (CaZrO₂), Bariumzirkonat
(BaZrO₃) und Strontiumzirkonat (SrZrO₃) jeweils
der bekannten Zinnoxid-Materialmischung zugesetzt
werden. Spezifische Widerstände von etwa 200 Kiloohm/
Quadrat bis zu 1,3 Megaohm/Quadrat wurden erhalten,
und die Effekte des Brennens der Materialmischungen
bei unterschiedlichen Temperaturen zwischen 950°C und
1025°C sind ebenfalls zu sehen, insbesondere in Fig. 2
bei Vergleich mit dem bekannten Zinnoxid-Material.
Claims (9)
1. Materialmischung zur Herstellung eines glasartigen
Widerstandsmaterials, die aus einer Glasfritte, feinen
Zinnoxidteilchen und Teilchen mindestens eines weiteren
Oxids besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischung als weiteres Oxid Teilchen aus einer der Zirkoniumverbindungen
Zirkoniumdioxid (ZrO₂), Calziumzirkonat
(CaZrO₃), Bariumzirkonat (BaZrO₃) oder Strontiumzirkonat
(SrZrO₃) enthält.
2. Materialmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischung zusätzlich Teilchen aus Tantaloxid
(Ta₂O₅) enthält.
3. Materialmischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Glasfritte eine Erdalkaliborsilikatfritte
ist.
4. Materialmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkoniumverbindung in
einem Anteil bis zu 15 Vol.-% der Mischung enthalten ist.
5. Materialmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasfritte in einem Anteil
bis zu 50 Vol.-% in der Mischung enthalten ist.
6. Materialmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasfritte und die Zirkoniumverbindung
in einem Anteil von zusammen 50 Vol.-% in der
Mischung vorhanden sind und daß der Anteil der Zirkoniumverbindung
bis zu 15 Vol.-% der Mischung beträgt.
7. Elektrischer Widerstand mit einem isolierenden Substrat
und einer auf einer Oberfläche des Substrats angeordneten
Schicht aus einem glasartigen Widerstandsmaterial, das
durch Brennen einer auf das Substrat aufgebrachten Materialmischung
nach einem der Ansprüche 1 bis 6 entstanden
ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Widerstandes,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Materialmischung nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 auf eine Oberfläche eines isolierenden
Substrats aufgebracht und das beschichtete Substrat
in einer inerten Atmosphäre mindestens
bei der Erweichungstemperatur der Glasfritte, jedoch
unterhalb der Schmelztemperatur des Zinnoxids gebrannt und
danach abkühlen gelassen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf das Substrat aufgebrachte Materialmischung in einer
Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur zwischen
950°C und 1025°C etwa 30 Minuten gebrannt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813134584 DE3134584A1 (de) | 1981-09-01 | 1981-09-01 | Widerstandsmaterial, elektrischer widerstand und verfahren zu dessen herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813134584 DE3134584A1 (de) | 1981-09-01 | 1981-09-01 | Widerstandsmaterial, elektrischer widerstand und verfahren zu dessen herstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3134584A1 DE3134584A1 (de) | 1983-03-10 |
| DE3134584C2 true DE3134584C2 (de) | 1991-07-25 |
Family
ID=6140599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813134584 Granted DE3134584A1 (de) | 1981-09-01 | 1981-09-01 | Widerstandsmaterial, elektrischer widerstand und verfahren zu dessen herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3134584A1 (de) |
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| DE102005050638A1 (de) * | 2005-10-20 | 2007-06-06 | Epcos Ag | Elektrisches Bauelement |
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1981
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