DE310654C - - Google Patents

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DE310654C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/14Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
    • D01B1/30Details of machines
    • D01B1/34Devices holding fibres or fibre-bearing materials during treatment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 6. NOVEMBER 1919
Um die Fasern aus geröstetem und gebrochenem Flachs, Hanf und anderen Faserpflanzen durch Schwingen in einer für das Hecheln und . Verspinnen brauchbaren Form bei möglichst geringem Aufwand an Handarbeit zu gewinnen, sind ununterbrochen arbeitende Schwingmaschinen vorgeschlagen worden, die aus einem oder auch mehreren Paaren von in wagrechter oder lotrechter Ebene liegenden, um parallele Achsen sich drehenden Ringen ,bestehen und in der Weise arbeiten, daß die Risten mit einem Ende am Umfang des ersten Ringes aufgegeben und eingespannt werden, von diesem Ring mit dem freien Ende durch Schwingvorrichtungen hindurchgeführt werden, welche dieses freie Ende von den Schaben befreien und'sodann von dem ersten an den folgenden Ring in der Weise selbsttätig abgegeben werden, daß das im ersten Ring bearbeitete Ende im zweiten Ring eingespannt wird, um das im ersten Ring eingespannt gewesene Ende durch Schwingvorrichtungen zu führen, welche nunmehr dieses zweite Ende der Risten von Schaben reinigen.
Die mit diesen Maschinen erzielten Erfolge waren indessen wenig befriedigend, weil die Beförderung der Risten durch die Schwingvorrichtungen und insbesondere die Überleitung der Risten von einem Ring auf den nächsten (das Umspannen) mit großen Schwierigkeiten verbunden war, welche, indem sie zu häufigen Betriebsstörungen und zur Verwirrung der Fasern führen, nicht nur die Leistung der Maschine herabdrücken, sondern auch die Güte, der gewonnenen Fasern stark beeinträchtigen;.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Mängel zu beseitigen, und besteht im wesentlichen darin, daß über mehreren an der Oberseite der Ringe vorgesehenen ,konzentrischen Nuten ein die Risten an einem Ende in den Nuten festhaltendes endloses Klemmband derart angeordnet ist, daß sein arbeitendes Trum, jenen Teil der Nuten (angenähert die Ringhälfte), deckend, der sich gegen den nächstfolgenden Ring hinbewegt, sich mit der Geschwindigkeit der Ringe fortbewegt, während das leerlaufende Trum des Klemmbandes oberhalb des arbeitenden Trums zur Ristenauflegestelle zurückgeführt wird.
Die Risten brauchen also nur unter das Einziehende des Klemmbandes gebracht zu werden, um dann von dem Klemmband in den Ringnuten festgehalten und bis zum Abgabeende des Klemmbandes 'weitergefördert zu werden, wobei die freien Enden der Risten durch die Schwirigvorrichtungen gehen. Dadurch wird nebst der großen Einfachheit und Sicherheit der Förderung auch noch der Vorteil erreicht, daß die Risten in wagrechter Ebene liegend und nicht in lotrechter Ebene hängend durch Schwingvorrichtungen an sich bekannter Art gehen können, welche die freien Enden der Risten von beiden Seiten, d. i. von oben und
unten, gleichzeitig und gleichmäßig bearbeiten, wodurch nicht nur eine vollkommenere Reinigung der Risten, sondern auch ein Glattstreichen und Parallellegen der Fasern und damit eine Verringerung des Abfalles und eine Verbesserung des gewonnenen Fasergutes (gegenüber, dem mit den gebräuchlichen Vorrichtungen gewonnenen) erzielt wird. Diese Verbesserung [ des Fasergutes erleichtert nicht nur das nach- ! ίο folgende Hecheln in hohem Maße, sondern macht es in manchen Fällen für grobe Garn-, nummern sogar überflüssig.
Sobald die Risten auf diese Weise bis zum ; Austrittsende des Klemmbandes gelangt sind, werden ihre eingespannt gewesenen Enden ohne weiteres der Reihe nach freigegeben; die Risten liegen dann wagrecht und angenähert radial zum folgenden Ring, gelangen auf ein Fördertuch, das sie -mit den im ersten Ring bearbeiteten Enden vollends über den zweiten . Ring führt und von da auf den letzteren selbst unmittelbar vor dem Einziehende des Klemmbandes dieses zweiten Ringes, worauf sie ohne weiteres an den zu bearbeitenden Enden erfaßt und eingeklemmt und mit den vorher eingespannt gewesenen Enden durch Schwingvorrichtungen geführt werden. Das Umspannen der Risten erfolgt also ohne besondere mechanische Hilfsmittel in der einfachsten, verläßlichsten und vollkommen selbsttätigen Weise, ohne daß die parallele Lage der Fasern durch . Berührung mit der Hand des Arbeiters oder sonstwie gestört würde. Es können ein oder mehrere solcher Ringpaare hintereinander angeordnet sein, je nachdem jedes· Ende der Risten ein oder mehrere Male bearbeitet werden soll. ' .
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht einer Ausführungsform der ununterbrochen . arbeitenden Schwingmaschine gemäß der Erfindung mit teilweiser Weglassung des Klemmbandes. Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-A (Fig. 1). Fig. 3 ist eine Draufsicht einer Einzelheit. Fig. 4 und 5 zeigen die Klemmvorrichtung. Die durch die Knickwalzen gegangenen Risten F (Handvollen) von Stengeln und Flachs, Hanf o. dgl. gelangen auf einen Tisch n, von wo sie der Arbeiter auf den ersten wagrechten Ring R legt. Um zu erreichen, daß die Risten möglichst nahe radial zum Ring aufgelegt werden, ist unter diesem in der Nähe der Aufgabestelle ein in derselben Richtung wie der Ringumfang laufendes Fördertuch t vorgesehen, welches die freien Enden der Risten mitnimmt. Der Arbeiter schiebt die Risten mit einem Ende unter ein endloses Klemmband. Dieses besteht aus über Leitrollen I laufenden elastischen Schnüren s, welche längs Nuten r an der Oberseite des Ringes R hingeführt und durch eine aus Klötzen K gebildete endlose Kette in diese Nuten kräftig gedrückt werden, so daß die Risten zwischen Ring und Schnur sicher festgehalten werden.- Die aus den Klötzen K gebildete endlose Kette läuft mit dem leerlaufenden oberen Trum auf einer kreisbogenförmigen Führungsrinne c1 und mit dem unteren arbeitenden Trum unter Rollen c, welche auf unter dem Druck von Federn α stehenden Hebeln h frei drehbar sitzen und einen zum Ring konzentrischen Kreisbogen bilden. Die Hebel Ii sowie die obere Führungsrinne c1 für die Kette von Klötzen sind oberhalb des Ringes R derart gelagert, daß die Kette von Klötzen mit dem unteren unter den Druckronen c hinlaufenden Trum gegen die obere Fläche des Ringes und seinem Umfang folgend gedrückt, wird, während das obere Trum der Kette von Klötzen gleichfalls den Umfang des Ringes folgend über die Führungsrinne c1 zur Ristenauflegcstelle zurückgeht. Der Ring R wird durch irgendeine geeignete Vorrichtung in langsame Drehung versetzt, beispielsweise dadurch, daß in die gezahnte Unterseite des Ringes R von einem geeigneten Vorgelege getriebene Triebe eingreifen. Vermöge dieser Einrichtung werden die vom Arbeiter unter die Schnüre s geschobenen Risten durch diese unter die Kette von Klötzen gezogen und in den Nuten r festgeklemmt, während ihre freien Enden über Führungsbleche e1 hinweggehen, wodurch die Risten wagrecht gehalten und in dieser Lage über Riffelwalzen f einer Schwingvorrichtung m zugeführt werden, deren Einrichtung bekannt ist. Diese Schwingvorrichtung bearbeitet die Risten gleichzeitig und gleichmäßig von oben und unten, wobei die Schaben ohne übermäßige Beanspruchung der Faser entfernt und letztere gerade und parallel gestrichen ■ werden, und zwar in einer Längshälfte der Risten., Das Klemmband wird vom Ring durch Reibung mit derselben Geschwindigkeit wie der Ring bewegt. Nach dem Verlassen der Schwingvorrichtung gehen die Risten über Führungsbleche e2, und zwar zweckmäßig über Transportwalzen f1, zu einem Transporttuch t1, welches sie. über einen zweiten Ring R1 bringt, der mit dem Ring R völlig gleiche Bauart hat. Die Lage des Tuches t1 und gegebenenfalls der Förderwalzen f1 . sowie ihre Geschwindigkeit sind so gewählt, daß sich die Risten mit den in der Schwingvorrichtung m bearbeiteten Enden nahezu radial zum zweiten Ring R1 stellen und von dem Klemmband (bestehend aus den Schnüren s1 und einer entsprechenden Klotzkette) desselben erfaßt werden, während die anderen Enden der Risten noch am ersten Ring R eingespannt sind. Bei weiterer Drehung der beiden Ringe R, R1 werden die Risten an beiden Enden eingespannt fortgeführt und endlich vom Ring R losgelassen, indem ihre an diesem Ring eingespannten Enden unter der zweiten Leitrolle I der Schnüre s weggehen.
Hierauf werden die Risten F vom zweiten Ring R1 über das Führungsblech es- und die Führungswalze f2 in wagrechter Lage der zweiten Schwingvorrichtung m1 zugeführt, wo ihre im ersten Ring eingespannt gewesenen Enden bearbeitet werden.
Will man sich mit je einer Bearbeitung jedes Endes der Risten begnügen, so werden diese nach dem Durchgang über eA unter der zweiten
ίο Leitrolle der Schnüre s des zweiten Ringes R1 abgelegt. Will man jedes Ende der Risten einer mehrmaligen Bearbeitung unterziehen, so schließt man an das Ringpaar R, R1 ein oder, mehrere weitere Ringpaare an, wobei der Übergang der Risten von einem Ring zum nächsten in derselben Weise selbsttätig erfolgt, wie vorstehend für den Übergang vom Ring R auf den Ring R1 beschrieben wurde. Es werden dann die beiden Enden der Risten abwechselnd bearbeitet.
Dadurch, daß das Umspannen vollständig selbsttätig und ohne Zuhilfenahme besonderer mechanischer Hilfsmittel erfolgt und daß die Risten in wagrechter Ebene liegend gleichzeitig und gleichmäßig von oben und unten bearbeitet werden, erzielt man bei der Verringerung der Arbeiter auf eine Mindest'zahl eine hohe Leistung, einen geringen Abfall und eine sehr gute parallel gestrichene Faser und kann bei einer der Beschaffenheit des Rohgutes entsprechenden Zahl von Ringpaaren die Reinigung der Risten bis zur Vollkommenheit treiben.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht und
Fig. 5 eine Seitenansicht der Klemmvorrichtung für die Risten auf dem ersten wagrechten Ring R.
Die Klemmvorrichtung ist endlos und läuft von der Risten auf legesteile bis zur Ristenabgabestelle am Ring R1, wie durch Pfeile angedeutet ist. Die beiden elastischen Schnüre s, s laufen über die Leitrollen I, I an der Auflege- ■ stelle und werden dann in den Nuten r, r an der Oberseite des Ringes R hingeführt, bis sie auf die Leitrollen I, I an der Abgabestelle auf-' laufen und von da geradlinig nach den Leitrollen I, I der Auflegestelle zurückkehren. Die Schnüre s, s werden durch die aus Klötzen K gebildete endlose Kette, welche auf ihnen ruht, in die Nuten r, r kräftig eingedrückt. Die endlose Kette aus den Klötzen K läuft über Leitrollen K1, K1, und der leerlaufende obere Trum kehrt auf einer kreisbogenförmigen Führungsrinne c1 von der Abgabestelle nach der Auflegestelle zurück.

Claims (2)

P ATEN T-AN SPRÜCHE:
1. Ununterbrochen arbeitende Schwing-
■ maschine für Flachs, Hanf o. dgl., bestehend aus einer Anzahl von in einer wagrechten Ebene liegenden und sich drehenden, dicht aneinanderliegenden Ringen, von denen sich benachbarte in entgegengesetzten Richtungen drehen, dadurch gekennzeichnet, daß über an der Oberseite der Ringe (R, R1)
vorgesehenen konzentrischen Nuten (r) ein die Risten an einem Ende in den Nuten festhaltendes endloses Klemmband (s, K) derart angeordnet ist, daß sein arbeitendes (un- · teres) Trum, jenen Teil der Nuten (angenähert eine Ringhälfte) deckend, der sich gegen den nächstfolgenden Ring (R1) hinbewegt, sich mit der Geschwindigkeit der Ringe (R, R1) fortbewegt, während das leerlaufende (obere) Trum des Klemmbandes (s, K) oberhalb des arbeitenden Trums zur Ristenauflegestelle zurückgeführt wird und die Risten in wagrechter Ebene dem nächsten Ring (R1) und Klemmband, angenähert radial zu diesem nächsten Ring, dargeboten werden und am anderen Ende bearbeitet werden.
2. Schwingmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Ringen (R, R1) ein Förderband (t1) in der Weise angeordnet ist, daß die freien Enden der an dem einen Ring (R) eingeklemmten Risten auf dieses Förderband in einer zum nächstfolgenden Ring (R1) angenähert radialen Lage gelangen und Von ihm seitlich unter das Einziehende des Klemmbandes des folgenden Ringes (Ä1)
■ eingeschoben werden.
Hierzu 2 JBlatt Zeichnungen.
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