DE3102192C2 - Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie - Google Patents

Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie

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Abstract

Die Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie, die an ihrem oberen Ende in zwei gegenüberliegenden Seitenwandungen jeweils mit einer Grifflochausstanzung sowie mit Seitenfalten und einer Bodenschweißnaht versehen ist, hat oberhalb und unterhalb des Griffloches sich quer über die Breite der Tragetasche erstreckende Schweißnähte, die die gegenüberliegenden Taschenwandungen (13, 14) einschließlich deren Seitenfalten (19, 20, 21, 22) miteinander verbinden. Die Einfüllung erfolgt über das Bodenende. Die Tasche ist unterhalb des Griffloches stets geschlossen. Durch die beiden Querabschweißungen ist der Grifflochbereich zusätzlich versteift. Die Tragetasche kann im Bereich des Griffloches zusätzliche Verstärkungsfolien haben.

Description

Die Erfindung betrifft eine Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie, die ausgehend von einer Flachbahn hergestellt ist, die zu einem Halbschlauch umgeschlagen wurde und an ihrem Kopfende mit einer in beiden Taschenwandungen vorhandenen, gegenüberliegenden Grifflöchern versehen ist, wobei die beiden Taschenwandungen oberhalb der Grifflochausstanzungen verbunden und unterhalb der Grifflochausstanzungen durch eine sich über die Breite der Tasche erstrekkende Schweißnaht verbunden sind, weiterhin nach dem Befüllen der Tragetasche an dem dem Kopfende gegenüberliegenden Bodenende die Taschenwandungen am Bodenende durch eine Querabschweißung verbunden sind.
Eine Tragetasche der vorbezeichneten Ausbildung ist aus der DE-OS 22 15 227 bekannt Die Tragetaschenwandungen sind oberhalb der Grifflochausstanzung umgeschlagen. Da die Seitenbegrenzung der Tasche durch die Verschweißung der beiden Taschenwandungen erfolgt, ist ein nur geringer Füllraum vorhanden. Zur Verstärkung des Griffrandes ist in dem Bereich der Grifflochausstanzungen eine sich über die Breite der Tragetasche erstreckende Einlage vorhanden.
Durch die DE-PS 15 36 284 ist eine Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie bekannt, die an ihrem oberen Ende in den Zwei gegenüberliegenden Seiten mit einer Grifflochausstanzung sowie mit Seitenfalten und einer Bodenschweißnaht versehen ist Bei dieser sind die Grifflöcher im Bereich der Einfüllöffnung vorhanden, die stets, auch bei Gebrauch der Tasche, offen bleibt Die Seiienfalien tragen nicht zur Verstärkung des Griffbereiches bei. Vielmehr erfolgt diese durch Verstärkungsstreifen, die sich im Bereich zwischen den Seitenfalten über die Länge der Tragetasche erstrecken.
Tragetaschen mit Seitenfalten haben ein hohes Füllvolumen und eignen sich insbesondere zum Verpacken von Gegenstände ι, die einzeln oder zu mehreren zusammengefügt die Raumform eines Quaders oder eines Kubus haben, weil die Tragetaschen mit Seitenfalten eine kastenartige Raumform einnehmen können.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Tragtasche, bei der der Griffbereich von dem Taschenbereich getrennt ist, zu schaffen, die bei geringem Materialaufwand und hoher Tragfestigkeit ein hohes Füllvolumen aufweist und bei gefüllter Tragetasche der umgelegte Griffbereich der Tasche nicht stört.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Tragefasche mit Seitenfalten versehen ist, die Verbindung der k-Men Taschenwandüngen mit den Seitenfalten oberhalb der Grifflochausstanzungen eine Schweißnaht ist und der Abstand der unterhalb der Grifflochausstanzungen vorhandenen Querschweißnaht zur Verbindung der Taschenwandungen mit den Seitenfalten zur oberen Kante der Taschenwandung gleich oder kleiner ist als die Tiefe einer Seitenfalte.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird eine Tragetasche geschaffen, deren vom Traggriff abgegrenzter Bereich durch die Kastenform ein hohes Füllvolumen hat und bei gefüllter Tragetasche der umgelegte Griffbereich der Tasche nicht über die Ebene der vorderen oder hinteren Taschenwandung vorstehen kann.
Die obere, quer verlaufende Schweißnaht, die die beiden gegenüberliegenden Tragetaschenwandungen und deren Seitenfalten untereinander verbindet, sichert die Ortslage der beiden gegenüberliegenden Grifflochausstanzungen und führt durch die Ausbildung der wulstförmigen Schweißnaht zu einer Verstärkung des Tragegriffbereiches. Auch ist bei der erfindungsgemäßen Lösung ein ausgeprägter definierter Tragbereich vorgegebener Flächenerstreckung vorhanden, der sich nicht verändert.
Eine weitere Verstärkung wird erreicht durch die Maßgabe, daß im Bereich des Griffloches einer jeden Tragetaschenwandung zugeordnet eine jeweils an den Innenseiten oder Außenseiten der Taschenwandungen angeordnete Grifflochverstärkung aus einer zusätzlich angebrachten Folienlage einer Breite vorhanden ist, die
bei flachliegender Tragetasche etwa bis zu den Faltkanten der Seitenfalten reicht.
Diese Verstärkungsfolien können mit den Wandungen der Tragetasche durch Klebung miteinander verbunden sein.
Da im Bereich des Griffloches zwei Querabschweißungen vorhanden sind ist vorteilhaft auch die Verstärkungsfolie durch Schweißung mit den Folien, die auch die TragetaseSien als solche bilden, verbunden. Dazu wird in weiterer Ausgestaltung vorgeschlagen, daß die Verstärkungsfolien eine solche Länge haben, daß sie in ihrem oberen Bereich mit der sich quer über die Tragetasche erstreckenden Schweißnaht oberhalb des Griffloches mit den Taschenwandungen sowie untereinander und in ihrem unteren Bereich mit der sich quer über die Breite der Tasche erstreckenden, unterhalb des Griffloches angeordneten Schweißnaht mit den zugeordneten Taschenwandungen und untereinander verbunden sind.
In weiterer Ausgestaltung erstrecken sich die Verstärkungsstreifen über die gesamte Länge der Tragetasche. Dadurch ist es möglich, die Folie für aen Korpus der Tasche sehr dünn zu wählen.
Es ist auch möglich, einstückig im Bereich zwischen den Faltkanten der Seitenfalten beiden Taschenwandungen eine größere Wanddicke zu geben als in den Bereichen, die bei flachliegender Tragetasche den Seitenfalten gegenüberliegen, sowie in den Seitenfalten.
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Tragetasche in perspektivischer Darstellung mit hochstehendem Griff,
Fig. IA die Tragetasche nach Fig. 1 bei flachliegendem Griff,
F i g. 2 in vertikalem Schnitt eine Flachbahn,
F i g. 3 in vertikalern Schnitt den aus der Flachbahn gebildeten Halbschlauch,
F i g. 3A den rechten Teil nach F i g. 3 in vergrößerter Darstellung,
Fig.4 einen vertikalen Schnitt durch den aus der Flachbahn nach F i g. 3 gebildeten Halbschlauch mit eingelegten Seitenfalten,
F i g. 4A die Verbindung der Seitenfalten nach F i g. 4 in größerer Darstellung,
Fi g. 5 in einer Oberansicht eine fertige flachliegende Tragetasche ohne Füllung,
Fig.5A die Tasche nach Fig. 5 in gefülltem und bodenseitig geschlossenem Ende in Seitenansicht,
Fig.6 eine abgewandelte Tragetasche in Oberansicht,
F i g. 7 einen vertikalen Schnitt durch eine in perspektivischer Darstellung gezeichnete Folienbahn mit angeklebten Verstärkungsstreifen,
Fig.8 einen vrrtikalen Schnitt durch den aus der Flachbahn nach F i g. 7 gebildeten Schlauch,
Fig.9 einen vertikalen Schnitt durch den Schlauch mit eingelegten Seitenfalten,
Fig. 10 einen vertikalen Schnitt durch einen abgewandelten Schlauch.
F i g, 1 zeigt eine Tragetasche 10 bzw. Verpackung mit einem Griff 11, der gebildet ist aus der Verschweißung beider gegenüberliegender Taschenwandungen 13, 14 und Seitenfalten 19, 20, 21, 22. Er hat eine Grifflochausstanzung 12. Fig. IA zeigt, daß dieser Griff 11 umlegbar ist und bei gefüllter Tasche bzw. Verpackung nicht über die Taschenwandung 13 vorsteht. Sofern er nach der anderen Seite umgeklappt ist. wird er auch nicht über die gegenüberliegende Taschenwandung 14 vorstehen.
Zur Herstellung der Tragetasche wird vorzugsweise ausgegangen von einer in F i g. 2 dargestellten Flachbahn aus thermoplastischer Kunststoffolie 15, die entsprechend F i g. 3 zu einem Halbschlauch umgelegt und dann an längsverlaufenden Kanten 16 und 17 durch eine Schweißnaht 18 verbunden wird. Es kann aber auch direkt von einem Schlauch ausgegangen werden.
Anschließend werden, einer jeden längsverlaufenden ίο Schlauchkante zugeordnet, Seitenfalten 19 und 20 auf einer Seite und 21,22 auf der anderen Seite angebracht. Nachdem die Seitenfalten eingelegt sind, werden eine in einem Abstand Xzueinander angeordnete Schweißnaht 23 und eine Querschweißnaht 24 angebracht. Da die obere Schweißnaht 23 in einem Bereich dicht unterhalb der Oberkante 25 der Taschenwandungen 13,14 sowie Seitenfalten ist, kann auch dargelegt werden, der Abstand der Querschweißnaht 24 zur Oberkante 25 entspreche dem Abstand X. Dieser Abstand X ist gleich oder vorzugsweise etwas kleiner z>. eine Tiefe T einer Seitentalte 20, damit, wie in Fig. IA dargestellt, der Griff nicht über die Ebene der Taschenwandung 13 bzw. 14 vorstehen kann. Zwischen der Schweißnaht 23 und der Querschweißnaht 24 ist die Grifflochausstanzung 12 vorhaben. Nach F i g. 5 ist die Tragetasche an einem gegenüberliegenden Ende 26 offen. Von dort wird sie beispielsweise mit Windeln 27, 27a usw. gefüllt. Dann wird eine Bodenverschluß-Querabschweißung 28 angebracht.
Der Griff 11 kann verstärkt sein. Nach Fig.5A sind an beiden Seiten außen auf die Taschenwandung 13 und 14 Grifflochverstärkungen 29,30 aus thermoplastischer Kunststoffolie angebracht, wobei die Verbindung mit den zugeordneten Taschenwandungen 13 und 14 durch die vorerwähnte Schweißnaht 23 und die Querschweißnaht 24 erfolgt, die, wie vorerwähnt, die Taschenwandungen 13 und 14 sowie die Seitenfalten untereinander verbindet. Es kann auch eine Klebstoff-Vei bindung vorhanden sein. F i g. 6 zeigt, daß die Griffrandverstärkung innen angeordnet ist und sich erstreckt in einem Bereich zwischen Faltkanten 31 und 32 der Seitenfalten. Nach F i g. 6 ist im oberen Bereich lediglich im Bereich des Griffloches und abgedeckt durch die Schweißnaht 23 und die Querschweißnaht 24 eine Grifflochverstärkung 33 auf der einen Seite und 34 auf der gegenüberliegenden Seite vorhanden, deren Breite ebenfalls bis zu den Faltkanten 31 und 32 reicht und deren Länge nur so lang ist, daß sie von der Querschweißnaht 24 erfaßt wird. F i g. 6 zeigt ebenfalls, daß im Griffbereich auch die FaItkanten der Seitenfalten mit den Taschenwandungen durch Schweißnähte 35 und 36 verbunden sind.
F i g. 6 zeigt ebenfalls, daß die Grifflochverstärkunfen ?3 .jnd 34 sich über die gesamte Tragetaschenlänge erstrecken kann und somit zusätzlich zur Funktion, den Griffbereich zu verstärken, auch die weiter* Funktion erfüllen, die Tragetasche zu verstärken. Daher können die anderen Bei eiche des Taschenkörpers sehr dünnwandig ausgebildet werden. Um dies zu erreichen, sind auf die Flachbahn 15 zu beiden Seiten einer Mittellängslinie 37 Grifflochverstärkungen 33 und 34 aufkaschiert. In der Zu F i g. 3 und 4 beschriebenen Weis? v. ird nunmehr der Schlauch gebildet und werden die Seitenfalten eingelegt.
Fig. 10 zeigt, daß der Schlauch eine nach innen vorstehende mittige einstückige Verstärkung beider Taschenwandungen 13 und 14 hat, die beim Extrudieren des Schlauches erhalten sind. In diesen werden dann die Seitenfalten 19 und 20 eingelegt.
Die Zeichnungen zeigen, daß der Grundvorschlag, einen getrennten, jedoch mit dem Tragetaschenkörper einstückigen Griffbereich zu schaffen, viele Abwandlungen zuläßt, so daß eine gute Möglichkeit der Anpassung an das in die Tragetasche bzw. in die Verpackung mit Griff einzufüllende Füllgut besteht. Sofern es sich um Windeln handelt, dann wird eine dünne Folie verwendet, die vielfach keine besondere zusätzliche Verstärkung der Grifflochverstärkungen 29 und 30 bzw. 33 und 34 henötigt. Wenn jedoch schwerere Güter verpackt werden, dann wird entweder lediglich im Griffbereich eine oder mehrere zusätzliche Verstärkungsfolien angebracht oder, wie ebenfalls Fig.6 in Verbindung mit F i g. 7 zeigt, dann werden vorzugsweise innen liegende, sich über die gesamte Länge der Tasche bzw. Verpakkung erstreckende Grifflochverstärkungen 33 und 34, die auch entsprechend Fig. 10 mit den Taschenwandungen S3 und 14 einstückig sein können, verwendet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
25
30
35
40
55
60
65

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Tragetasche aus thermoplastischer Kunststofffolie, die ausgehend von einer Flachbahn hergestellt ist, die zu einem Halbschlauch umgeschlagen wurde und an ihrem Kopfende mit in beiden Taschenwandungen vorhandenen, gegenüberliegenden Grifflöchern versehen ist, wobei die beiden Taschenwandungen oberhalb der Grifflochausstanzungen verbunden und unterhalb der Grifflochausstanzungen durch eine sich über die Breite der Tasche erstrekkende Schweißnaht verbunden sind, weiterhin nach dem Befüllen der Tragetasche an dem dem Kopfende gegenüberliegenden Bodenende die Taschenwandungen am Bedenende durch eine Querabschweißung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragetasche mit Seitenfalten versehen (19, 20, 21 und 22) ist, die Verbindung der beiden Tastäenwandungen (13,14) mit Seitenfalten (19,28,21,22) oberhalb der Grifflochausstanzungen (12) eine Schweißnaht (23) ist und der Abstand (X) der unterhalb der Grifflochausstanzungen (12) vorhandenen Querschweißnaht (24) zur Verbindung der Taschenwandungen (13,14) mit den Seitenfalten (19, 20, 21, 22) zur oberen Kante/25) der Taschenwandungen (13, 14) gleich oder kleiner ist als die Tiefe (T) einer Seitenfalte (20).
2. Tragetasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Grifflochausstanzung (12) einer jeova Taschenv/andung (13,14) zugeordnet eine jeweils an den Innenseiten oder Außenseiten der Taschenwandungen (13, 14) angeordnete Grifflochverstärkung (29, SO bzw. 33, 34) aus einer zusätzlich angebrachten Folienlhge einer Breite vorhanden ist, die bei flachüegender Tragetasche etwa bis zu den Faltkanten (31, 32) der Seitenfalten (19, 20,21,22) reicht.
3. Tragetasche nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grifflochverstärkungen (29,30,33,34) eine solche Länge haben, daß sie in ihrem oberen Bereich mit der sich quer über d;c Tragetasche erstreckenden Schweißnaht (23) oberhalb der Grifflochausstanzung (12) mit den Taschenwandungen (13, 14) sowie untereinander und in ihrem unteren Bereich mit der sich quer über die Breite der Tasche erstreckenden, unterhalb der Grifflochausstanzung angeordneten Schweißnaht (24) mit den zugeordneten Taschenwandungen (13, 14) und untereinander verbunden sind.
4. Tragetasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Grifflochverstärkungen (33, 34) über die gesamte Länge der Tragetasche erstrekken.
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