DE309528C - - Google Patents

Info

Publication number
DE309528C
DE309528C DENDAT309528D DE309528DA DE309528C DE 309528 C DE309528 C DE 309528C DE NDAT309528 D DENDAT309528 D DE NDAT309528D DE 309528D A DE309528D A DE 309528DA DE 309528 C DE309528 C DE 309528C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
screws
lever
rings
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT309528D
Other languages
English (en)
Publication of DE309528C publication Critical patent/DE309528C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F31/00Making meshed-ring network from wire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vs 309528 —Λ KLASSE Td. GRUPPE
Firma LOUIS KUPPENHEIM in PFORZHEIM.
Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1916 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht, wie es in der Edelmetallwarenindustrie ,zur Anfertigung von Handtaschen, Geldbörsen usw. benutzt wird. Das Geflecht wird in der Maschine in Bahnen beliebiger Breite hergestellt, und zwar in der Weise, daß der zugeführte Draht mit Hilfe geeigneter Vorrichtungen in kleinen, zur Bildung eines Ringes ausreichenden Längen abgeschnitten wird, worauf das abgeschnittene Drahtstückchen zunächst in der Mitte um einen Dorn vorgebogen wird, so daß seine Enden parallel gerichtet werden. Darauf wird das so vorbereitete Drahtstückchen mit jedem Ende durch je einen Ring der bereits fertigen,, vorhergehenden Reihe hindurchgesteckt und auf der anderen Seite des Ringgeflechts mittels eines geeigneten Stem-
.. pels ο. dgl. zu einem vollen Ringe zusammenao gebogen.
Da die zum Bilden der Ringe dienenden Maschinenteile stets in derselben senkrechten Ebene arbeiten, so muß das ganze Ringgeflecht in wagerechter Richtung an diesen Teilen vorbei hin und wieder zurückwandern. Zu diesem Zweck wird das Ringgeflecht an in geeigneter Weise gelagerten Drahtschrauben aufgehängt, die eine aussetzende Drahtbewegung· erhalten, so daß das ganze Ringgeflecht jedesmal nach Fertigstellung eines neuen Ringes um die Breite eines Ringes weiterbewegt wird. Demnach sind also zwei Drahtschrauben erforderlich, von denen jede abwechselnd an der Ringbildestelle die neugeformten Ringe hintereinander aufnimmt, während die andere dementsprechend das Ringgeflecht, das sie an der vorher gebildeten' Ringreihe trägt, abgibt. Daraus folgt, daß' die beiden Drahtschrauben verschieden hoch eingestellt sein müssen, und zwar um eine Entfernung, die dem Halbmesser eines Ringes entspricht. Da nun die Schrauben abwechselnd das Geflecht aufnehmen und-wieder abgeben, so müssen die Schrauben jedesr mal, wenn das seitliche Ende der Geflechts- +5 bahn erreicht ist, in ihrer Lage zueinander umgesteuert werden, derart, daß, die bis zu diesem Augenblick höher stehende nunmehr um halbe Ringbreite tief er steht, und umgekehrt.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung in der Weise gelöst, daß die Drahtschrauben nur mit ihren einander gegenüberliegenden Enden dadurch gegeneinander verstellt -werden, daß die an sich bekannten, sie aufnehmenden, unten längsgeschlitzten: Schraubenhalter. eine Schwingbewegung erhalten, wozu sie an ihrem dem Schraubenende entgegengesetzten Ende drehbar befestigt sind. .
Um diese Schwingbewegung beider Schrau- benhalter gleichzeitig zu erzielen,; werden sie nach der Erfindung durch einen Hebelrahmen verbunden, an dem ein Hebel befestigt ist, der mit einem Stift auf einer schiefen Ebene schleift. Diese schiefe Ebene ist ihrerseits an einem Hebel befestigt, der von der Antriebswelle der Maschine aus in den erforderlichen Zwischenräumen bewegt wird und dabei die schiefe Ebene mit verschiebt. Letztere Bewegung überträgt sich, durch den: auf der schiefen Ebene schleifenden Stift auf den mit den Schraubenhaltern verbundenen Hebel-
• rahmen, so daß also auf diese Weise die Schraubenhalter die Schwingbewegung zur Verstellung der Schraubenenden in senkrechter Richtung, gegeneinander erhalten. " '.'.
Bei der vorhin beschriebenen Art der Herstellung des Ringgeflechtes hängen die sogenannten Schuppenreihen, d. h. die Ringreihen, längs denen sich die Ringchen wie Schuppen oder wie Dachziegel übereinanderschieben
ίο lassen, senkrecht herab, so daß ein Zusammenfallen des frei herunterhängenden Geflechts nicht eintreten kann. Hierbei ergibt sich aber, daß die wagerechten Ringreihen' abwechselnd um eine halbe Ringbreite an jeder
!5 Seite zurücktreten oder vorstehen, was jedoch die äußere Erscheinung des Ringgeflechts nicht beeinträchtigt, weil die beiden senkrechten Kanten von Schuppenreihen gebildet werden. Doch muß dieser Geflechtsbildung ent-
ao sprechend bei Beginn einer jeden neuen Ringreihe das ganze Ringgeflecht um eine halbe Ringbreite in der jeweiligen Arbeitsrichtung . verschoben werden, damit der erste Ring der neuen Reihe in den letzten Ring der vorher-.
gehenden Reihe eingehängt werden kann; darauf wird der zweite Ring in die beiden letzten Ringe der vorhergehenden Reihe eingehängt. .
. Diese.-wagerechte Verschiebung des Ringgeflechtes, die gleichzeitig mit der vorhin besprochenen senkfechten Verstellung der Drahtschrauben, nämlich j edesmal vor Beginn der Herstellung einer neuen Ringreihe eintreten muß, wird gemäß der Erfindung von demselben Hebel bewirkt, der durch Verschieben der von ihm getragenen schiefen Ebene-die senkrechte Verstellung der Drahtschrauben erzielt.
Dieser Hebel verschiebt bei seiner Schwingbewegung eine Welle in ihrer Längsrichtung, welche Zahnräder trägt, die in zum Antriebe der Drahtschrauben dienende, ■ also mit diesen verbundene Zähnräder eingreifen. Diese letzteren Zahnräder haben seitliche Scheiben oder Bunde, gegen welche sich die auf der längsverschieblichen Welle sitzenden Zahnräder legen, so daß bei einer Längsverschiebung der Welle die Antriebszahnräder , der Drahtschrauben und damit diese selbst von der Welle mitgenommen werden.
Aus der vorstehenden Darstellung der Arbeitsweise einer solchen Ring-geflechtsmaschine ergibt sich also, daß die das Ringge- : flecht tragenden Drahtschrauben verschiedene Bewegungen machen müssen, nämlich eine . Bewegung in senkrechter Richtung beim Wechseln des Aufnehmens und Abgebens des Geflephts, eine Bewegung in Richtung ihrer Längsachse bei Beginn einer neuen Ringreihe, und schließlich eine aussetzende Drehbewegung zum Aufnehmen der neuen Ringe und gleichzeitigen Abgeben des fertigen Geflechtes. Diese aussetzende Drehbewegung der Drahtschrauben muß gleichfalls vor Beginn der- Herstellung einer neuen Ringreihe umgesteuert werden. Diese ,Umsteuerungsbewegung ' wird zur Erzielung vollkommener Gleichzeitigkeit der drei hier beschriebenen Umschaltungen von dem die Drahtsch^ben senkrecht und wagerecht umstellenden Hebel 70 abgeleitet, und zwar mit Hilfe der von ihm in der Längsrichtung verschobenen Welle. Diese Welle trägt nach der Erfindung einen festen Kupplungsteil, welcher sie abwechselnd mit lose auf ihr drehbaren Zahnrädern kuppelt, die von durch Exzenter bewegten Zahnsegmenten hin und her bewegt werden, so daß dadurch auch die aussetzende Drehbewegung1 der Drahtschrauben erreicht wird, - weil bei dieser Anordnung die sie antreibende, längsverschiebliche Welle stets nur in einem Sinne, und zwar bei jeder Kupplung abwechselnd in der einen oder anderen Richtung aussetzend bewegt wird. Zur Sicherung der geschilderten Arbeitsweise, vor allem des regelmäßigen Aufnehmens jedes neugeforrhten. Ringes, durch die aufnehmende Drahtschraube; sind sogenannte Ringheber vorgesehen, nämlich Hebel mit Stiftchen, welche unter die neugebildeten Ringe fassen und sie aus ihrer wagerechten Läg'e in eine annähernd senkrechte Lage bringen, damit die aufnehmende Drahtschraube sicher in den Ring einfassen kann. Auf jeder Seite des Geflechtes ist ein solcher Ringheber angeordnet, von denen jedoch stets nur einer arbeitet, nämlich auf der Seite, auf welcher die Ringe bei ihrer Bildung am weitesten über das fertige Ringgeflecht hinaustreten, was sich daraus ergibt, daß die Ringe nicht vollkommen senkrecht herabhängen, sondern in der senkrechten Reihe abwechselnd etwas nach der einen oder anderen Seite zur Senkrechten geneigt sind. Demzufolge muß also am Ende einer fertigen Ringreihe und vor Beginn einer neuen Ringreihe eine Um- i°5 steuerung der Ringheber erfolgen, derart, daß der bisher bewegte ausgerückt und der bisher stillstehende Ringheber eingerückt wird. Auch diese Bewegung der Ringheber vor Be-. ginn der Herstellung einer neuen Ringreihe wird gemäß der Erfindung dem die Draht- ';,■■ schrauben senkrecht und wagerecht verstellenden Hebel zugewiesen, der durch eine Hebel- - Übertragung mit den Ringhebern verbunden ist, so daß er bei seiner Bewegung gleichzeitig H5 mit den vorbeschrie*benen Wirkungen auch den Ringheber in der erforderlichen Weise umsteuert.
, Um die Drahtschrauben von dem Gewicht des an ihnen herabhäng-enden Geflechts mögliehst zu entlasten, wird gemäß der Erfindung an der zur wagerechten Umstellung der Draht-
schrauben längsverschieblichen Welle, die auch gleichzeitig die aussetzende Drehbewe-
„ gung auf die Drahtschraubeh überträgt, eine
• Auf nahmeschale. auf gehängt, und zwar in der Weise, daß diese Schale an einer Mutter befestigt ist,, die auf der mit Gewinde ausgerüsteten längs vefschieblicheri Welle sitzt. Auf diese Weise wandert die Aufnehmeschale in-
• folge der aussetzenden Drehung dieser Welle ίο gleichmäßig mit der Geflechtsbildung hin und her. ■■■-..-'. : .. ' ■ ■ .
Die Zeichnungen veranschaulichen die Ringgeflechtsmaschine, soweit es zur Darstellung der Erfindung erforderlich ist.
Fig. ι ist eine Vorderansicht,
■ Fig. 2- eine Aufsicht dazu;
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Auf einer kurzen, unten am Maschinentisch ι in beliebiger Weise gelagerten Welle 2 (Fig. 1) sitzt ein Sperrzahnrad 3, das von der Hauptantriebswelle 4 der Maschine durch Vermittelung" von. hier nicht dargestellten Hebeln und einer Klinke in aussetzender Weise so bewegt wird, daß es eine volle Umdrehung macht, während zwei neue Ringreihen hergestellt werden. Mit dem Sperrzahnrade 3 auf der gleichen Welle 2 sitzt eine Hubscheibe 4, deren1 Umfang in zwei Teile getrennt ist, νοηΓ denen der eine einen größefen Durchmesser hat wie der andere. Gegen diese Hubscheibe 4 legt sich ein geknickter Hebel 5, der in seinem Knick am Mäschinentisch ι gelagert ist, mit seinem unteren Ende, das auf dem Umfange der Hubscheibe 4 schleift. Mit seinem oberen Ende faßt der Hebel 5 an einem wagerecht liegenden Winkelhebel 6 an, der in einer am Maschinentisch ι befestigten Hülse 60 mit seinem Zapfen 6j "drehbar gelagert ist. Das andere Ende dieses Winkelhebels 6 ist mit dem Mittelteil 7 einer Kupplungsvorrichtung auf der Welle 8 verbunden, so daß dieser Kupplungsteil 7 bei Bewegung des Winkelhebels 6 in seitlicher Richtung bewegt wird.
"Der Kupplungsteil 7 ist mit der Welle 8 durch einen Nutenkeil achsial beweglich verbunden. Durch Bunde, welche links und rechts: von dem Kupplungsteil 7 mit der Welle 8 starr verbunden sind, wird der achsiale Hub des Kupplungsteiles 7 auf der Welle 8 begrenzt und dadurch bei weiterer seitlicher Be\iegung die Achse um halbe Ringbreite verschoben. Auf dieser Welle 8 sitzen lose auf beiden Seiten des Kupplungsteiles 7 Zahnräder 9 mit seitlichen Kupplungsteilen 10. Die Zähnräder werden durch Zahnsegmente .11, welche an Hebeln 12 sitzen, hin und .her gedreht. Die Hebel 12, die zweckmäßig bei
■ ·_■ 13 am Maschirientisch 1 gelagert sind,/Werden von den: auf der Hauptantriebswelle 4 sitzenden Exzentern 14 mit Hilfe, der Exzenterstangen 15 bewegt. Da die Zahnräder 9 demnach dauernd hin und zurück gedreht werden, so sind die Kupplungen 7X und 10 in bekannter Weise so ausgebildet, daß die Welle 8 stets 65 , nur in einer Richtung mitgenommen wird, und zwar abwechselnd in der einen oder in der änderen Richtung, je nachdem der Kupplungsteil 7 mit dem einen oder mit dem anderen Zahnrade gekuppelt ist. Außerdem erhält die Welle 8 auf diese Weise eine aussetzende Drehbewegung, weil sie nur bei dem Hinoder bei dem Hergange eines der Zahnräder 9 ; mitgenommen wird.
Die Welle 8 geht über die ganze Maschine hin und dient zum Antriebe der zum Aufnehmen und Abgeben des Ringgeflechts 'dienenden Drahtschrauben. Diese Drahtschrauben 16 sind mit ihrem vorderen, das Geflecht aufnehmenden Ende in Haltern 17 untergebracht, die eine durchgehende Bohrung besitzen, in "der jede Schraube lagert. Diese Bohrung ist unten längsgeschlitzt, damit hier das Ringgeflecht getragen werden kann.
Die" beiden Halter 17 sind jeder für sich auf einem Bock 18 gelagert, der .an seiner anderen Seite ein Lagerstück 19 durch die Schraubenbolzen 20 befestigt trägt. Dieses Lagerstück 19 hat eine Bohrung zur Aufnahme der Drahtschraube'16 und trägt ferner ein mit seitlichen Bunden ausgestattetes Zahnrad 21, welches mit der Drahtschraube 16 verbunden ist, so daß sich die Drahtschraube mit diesem Zahnrade mitbewegen muß. .·■-.·■
Γη diese Zahnräder 21 greif en Zahnräder 22 auf der Welle 8 ein, so daß also entsprechend der Drehbewegung dieser Welle die Zahnräder 2 r und damit die Drahtschrauben in aussetzender Weise in dem einen oder in dem anderen Sinne gedreht werden.
Die Zahnräder 22 sind auf der Welle 8 starr befestigt;' sie greifen in die Zahnräder 21 ein, und zwar passen sie genau zwischen die Bünde 2io dieser Zahnräder. Dadurch wird erreicht, daß eine Verschiebung der Welle 8 in ihrer" Längsrichtung auch die gleiche Bewegung der Zahnräder 21 mit den Drahtschräuberi 16 zur Folge haben muß. ,< Um dies zu ermöglichen, sind die Zahnräder 21 mit den Drahtschrauben 16 jedes für sich durch eine hier nicht besonders dargestellte zylindrische Achse starr verbunden, welche in dem Lagerstück 19 dreh- und längsverschiebbar gelagert ist. Dadurch wird die seitliche Abschiebung n5 der Drahtschrauben bei Beginn einer neuen Ririgreihe um eine halbe Ringbreite erreicht. Die gleiche Bewegung wird auch gemäß der Erfindung zur Umsteuerung der Drahts'chrau- ( ben in ihrer gegenseitigen Höhenlage ausge- Ί20 nutzte Mit den Drahtschräubenhaltern 17 sind, um den gleichen Drehzapfen schwingend,
aufrecht stehende Äfme 23 verbunden,' welche durch eine Stange 24 zu einem rahmenärtigen Gestell vereinigt sind. Der eine dieser Arme 23 ist als Winkelhebel ausgebildet und hat
5: einen annähernd wagerecht liegenden Arm 25, der an seinem Ende mit einem kleinen, genau einstellbaren Stift 26 auf einer am Winkelhebel 6 befestigten schiefen Ebene 27 aufliegt.
Durch die Bewegung des Winkelhebels 6 und des damit verbundenen Kupplungsteils 7 wird die Drehungsrichtung und die 'Längsverschiebung der Welle 8 und der damit verbundenen Zahnräder 21 und 22 gewechselt. Der wagerechte Arm 25 wird durch die Ver-
J5 Schiebung der schiefen Ebene 27 mit dem Winkelhebel 6 ah seinem, Ende bei dem Stift 26 abwechselnd gehoben, gegen die der Arm durch eine nicht weiter gezeichnete Feder angedrückt wird. Diese Verschiebung der schiefen Ebene 27 verursacht durch den Stift 26 eine wenn auch geringe Schwingung des . Armes 25 und dadurch auch der beiden Arme 23 sowie der mit diesen verbundenen Schraubenhalter 17, und zwar derart, daß bei jeder Verschiebung der Welle 8 der eine Halter 17 gehoben und der andere gesenkt wird. Da • der Unterschied der Schrauben in der Höhenlage ungefähr, einen halben Ringdurchmesser .. beträgt, so kann die Drahtschraube nur mit ihrem vorderen Ende gehoben oder gesenkt werden, ohne ihre Antriebsvorrichtung zu beeinflussen. Es genügt, wenn zwischen dem Halter 17 und dem Lagerstück 19 die Drahtschraube in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise frei liegt, um die erforderliche, sehr geringfügige Biegung der Schraube zu ermöglichen. Die beiden Ringheber 28, welche hier nur angedeutet sind, da ' ihre Bauart und Wirkungsweise nicht zur vorleigenden Erfindung gehört, werden gemäß der Erfindung ebenfalls von dem Winkelhebel 6 aus umgesteuert. Zu diesem Zweck ist ein bei 29 auf dem Maschinentisch gelagerter doppelarmiger Hebel 30 vorgesehen, mit dessen linken Arm der Winkelhebel 6 (Fig. 2) in Wirkungsverbini dung steht. - Mit seinem arideren Arm legt sich .der Hebel 30 gegen einen Hebelarm 31, der auf einer fest am Maschinentisch gelagerten Achse 32 fest sitzt. Diese Achse 32 trägt ebenfalls fest' einen Arm 33, der durch eine ■ Stange 34 mit einem ähnlichen, auf der gegenüberliegenden Seite am Maschinentisch drehbaren Arm 35 verbunden ist. Diese beiden Arme '3 3 und .35 tragen nun Hebel als Antriebsvorrichtungen für die Ririgheber 28 und sind so eingestellt, daß stets nur ein Ringheber von seinem Antriebshebel betätigt oder erreicht werden kann. Durch Umlegen des , Doppelhebels 30 von deri Winkelhebeln 6 aus wird abwechselnd der eine oder der andere Ringheber eingerückt, je nachdem, welcher der Arme1 33 und 35 seine Antriebshebel mit dem 'Ringheber■'. in Wirkungsverbindung bringt. " - : .'■ :\ ' \ '■'■■■■ '■ ~ ■' .
.; Wie vorhin beschrieben, wandert das Ring1-geflecht bei seiner Anfertigung an dem Punkt, wo-.die Ringe gebildet werden, in der einen oder arideren Richtung vorbei, so daß schließlich, wenn eine Ringreihe fertig ist, das ganze Geflecht an der einen oder an der anderen Schraube hängt. Hat das" Geflecht erst eine gewisse Länge erreicht, so weist es auch ein nicht unbeträchtliches Gewicht auf/ das auf die Schrauben einwirkt. Ist es so lang geworden, daß es auf dem Boden oder einem Aufsatz unter der Maschine aufliegt, so wird zwar, ein Teil· des Gewindes den Drahtschrauben abgenommen, dafür tritt aber am Ende j eder Ringreihenbildung, ein schräger Zug ein, ίηςίεηι sich die Geflechtsbahn von ihrer Unterlage aus schräg einstellt und auch Falten wirft. ■
Um diese Übelstände zu beseitigen, ist die Welle 8 mit Gewinde versehen, so daß mit Hilfe der Halbmutter 36 ein Arm 37 mit einer Aufnahmeschale 38 an dieser Welle aufgehängt werden kann. Der Arm 37 geht durch einen Schlitz 39 im Maschihentisch hindurch. Das Gewinde der Welle 8 hat nun eine solche Neigung, daß die Schale 38 sich stets gleichmäßig mit dein Ringgeflecht seitlich verschiebt. Da die W1 eile 8, wie vorhin beschrieben, nach Beendigung jeder Ringreihe und vor Beginn einer neuen Ringreihe in ihrem Drehungssinn umgesteuert wird, so erhält auf diese Weise auch die Aufnahmeschale 38 die gleiche Hin- und Herbewegung wie das Ringgeflecht, so daß dieses stets gerade herunterhängt und sich in Falten auf die Aufnahmeschale legt.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht, bei welcher das Ringgeflecht von zwei Drahtschrauben getragen wird, welche abwechselnd die neugebildeten Ringe aufnehmen und das fertige Geflecht abgeben, wozu sie mit ihren das Geflecht aufnehmenden Teilen in unten längsge- «» schlitzten Haltern oder Führungen liegen, welche zur Umstellung der Schrauben senkrecht gegeneinander bei Beginn jeder neuen Ringreihe verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenhalter zum Wechsel des Aufnehmens der Ringe und Abgebens des Geflechtes eine . ' Schwirigbewegung ausführen.
  2. 2. Maschine riach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenhalter " (17) durch einen'Hebelrahmen (23, 24) ·· verbündet! sind, wobei der eine Teil die-
    ses Rahmens als Winkelhebel (25) ausgebildet ist und mit einem verstellbaren Stift (26) auf einer schiefen Ebene (27), die an einem Hebel (6) befestigt ist, schleift, so daß bei seitlichem Verschieben der schiefen Ebene (27) infolge einer entsprechenden Schwingbewegung des Hebels (6) durch das Schleifen des Hebelarmes (25) mit seinem Stift (26) . auf- der Schrägfläche (27) eine Schwingbewegung des Hebelrahmens (23, 24) und damit die. Umstellung der Drahtschrauben (16) in senkrechter Richtung erfolgt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umsteuerung der Schrauben (16) in senkrechter Richtung bewirkende Hebel (6) bei seiner Schwingbewegung gleichzeitig eine Welle (8) in ihrer Längsrichtung
    verschiebt, welche Zahnräder (22) trägt, die mit entsprechenden, zur Bewegung der Schrauben (16) dienenden, mit seitlichen Bunden ausgestatteten Zahnrädern (21) in Eingriff stehen, welche mit den Drahtschrauben (16) in Verbindung stehen und ebenso wie die schwingbaren Schraubenhalter (17) an Böckenvoder Schlitten (18) sitzen, so daß bei Fertigstellung einer Ringreihe oder vor Beginn der Herstellung einer neuen Ringreihe die Schrauben
    (16) mit den dazugehörigen Teilen um halbe Ringbreite in wagerechter Richtung verschoben werden.
    -
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Hebel (6) bei Beginn der Herstellung jeder neuen Ringreihe wagerecht verschobene Welle (8) sich durch einen fest auf ihr sitzenden Kupplungsteil abwechselnd mit lose auf ihr drehbaren Zahnrädern (9) kuppelt, welche von durch Exzenter (14) bewegten Zahnsegmenten1 (11) hin und her bewegt werden, so daß die Welle (8) stets nur in einem Sinne, und zwar bei jeder Kupplung abwechselnd in der einen oder anderen Richtung aussetzend bewegt wird. ' :"; .. ' '
  5. 5. Maschine nach-Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umsteuerung der Schrauben (16) und die Längsverschiebung der Welle (8) und damit den Wechsel der Drehrichtung der Schrauben wie auch ihre wagerechte Verschiebung bei jedem Ringreihenwechsel bewirkende Hebel (6) gleichzeitig durch Vermittelung einer geeigneten Hebelübertragung (30-35) die zum Aufrichten der neugebildeten . Ringe dienenden Ringheber (28) abwechselnd in und außer Wirkung setzt.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Antriebszahnräder (22) für die Drahtschraubenzahnräder (21) tragende Welle (8) mit. Gewinde versehen ist und an einer auf ihr beweglichen Mutter (36) eine Aufnahmeschale (38) für das fertige Ringgeflechtträgt, die mit dem Geflecht entsprechend der hin und her schreitenden Ringbildung mitwandert.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT309528D Active DE309528C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE309528C true DE309528C (de)

Family

ID=562677

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT309528D Active DE309528C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE309528C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE309528C (de)
DE485433C (de) Maschine zur Herstellung von Gittern fuer Verwendungszwecke aller Art, insbesondere als Bienenkoeniginabsperrgitter
AT84568B (de) Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht.
DE2543567C3 (de) Übergabevorrichtung zum gleichzeitigen Übergeben vo n Artikeln
DE526621C (de) Maschine zur selbsttaetigen Herstellung einer Schmuckkette, deren Gliedkette aus zwei ovalen, einundeinhalb Windungen umfassenden, ineinandergeschobenen und seitlich flach gepressten Drahtschrauben bestehen
DE917242C (de) Vorrichtung zum Einziehen des Drahtes oder von Stangenmaterial od. dgl. an Universal-Biegemaschinen und aehnlichem
DE950248C (de) Vorrichtung zum Einsetzen und Ausheben der Arbeitswerkzeuge von Wurzelfruchterntemaschinen
CH131968A (de) Grabmaschine mit mehreren Spaten.
DE146268C (de)
DE630069C (de) Vorrichtung zum UEberfuehren einer Anzahl von zu verpackenden Gegenstaenden, wie Zigaretten o. dgl., von einem ununterbrochen vorwaerts bewegten auf ein anderes parallel dazu laufendes Foerderband
DE240213C (de)
DE242279C (de)
DE2419231B2 (de) Vorrichtung zum schrittweisen Gittertransport um unterschiedliche Beträge bei einer Gitterschweißmaschine
DE380562C (de) Selbsttaetige Schneidvorrichtung fuer Tonstrangpressen
DE851792C (de) Ausstossvorrichtung fuer Stauch- u. dgl. Maschinen
DE434499C (de) Drahtricht- und Abschneidemaschine
AT78478B (de) Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht.
DE1585489B2 (de) Nadelsteuereinrichtung für eine flache Ränderkulierwirkmaschine
DE323356C (de) Zufuehrung fuer zwei zur Herstellung von Ringgeflecht dienende Draehte
DE133151C (de)
DE398471C (de) Vorrichtung zum Regeln der Messerschlitten-Verschiebungsgeschwindigkeit bei Strangzigarettenmaschinen
DE498980C (de) Bogeneinlegemaschine
DE590859C (de) Flache Kulierwirkmaschine
AT17278B (de) Maschine zur Herstellung von Zwirnknöpfen.
DE222256C (de)