DE309528C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE309528C DE309528C DENDAT309528D DE309528DA DE309528C DE 309528 C DE309528 C DE 309528C DE NDAT309528 D DENDAT309528 D DE NDAT309528D DE 309528D A DE309528D A DE 309528DA DE 309528 C DE309528 C DE 309528C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ring
- screws
- lever
- rings
- shaft
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F31/00—Making meshed-ring network from wire
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vs 309528 —Λ KLASSE Td. GRUPPE
Firma LOUIS KUPPENHEIM in PFORZHEIM.
Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1916 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht, wie
es in der Edelmetallwarenindustrie ,zur Anfertigung von Handtaschen, Geldbörsen usw.
benutzt wird. Das Geflecht wird in der Maschine in Bahnen beliebiger Breite hergestellt,
und zwar in der Weise, daß der zugeführte Draht mit Hilfe geeigneter Vorrichtungen in
kleinen, zur Bildung eines Ringes ausreichenden Längen abgeschnitten wird, worauf das
abgeschnittene Drahtstückchen zunächst in der Mitte um einen Dorn vorgebogen wird,
so daß seine Enden parallel gerichtet werden. Darauf wird das so vorbereitete Drahtstückchen
mit jedem Ende durch je einen Ring der bereits fertigen,, vorhergehenden Reihe hindurchgesteckt
und auf der anderen Seite des Ringgeflechts mittels eines geeigneten Stem-
.. pels ο. dgl. zu einem vollen Ringe zusammenao
gebogen.
Da die zum Bilden der Ringe dienenden Maschinenteile stets in derselben senkrechten
Ebene arbeiten, so muß das ganze Ringgeflecht in wagerechter Richtung an diesen Teilen
vorbei hin und wieder zurückwandern. Zu diesem Zweck wird das Ringgeflecht an in
geeigneter Weise gelagerten Drahtschrauben aufgehängt, die eine aussetzende Drahtbewegung· erhalten, so daß das ganze Ringgeflecht
jedesmal nach Fertigstellung eines neuen Ringes um die Breite eines Ringes weiterbewegt
wird. Demnach sind also zwei Drahtschrauben erforderlich, von denen jede abwechselnd
an der Ringbildestelle die neugeformten Ringe hintereinander aufnimmt,
während die andere dementsprechend das Ringgeflecht, das sie an der vorher gebildeten'
Ringreihe trägt, abgibt. Daraus folgt, daß' die beiden Drahtschrauben verschieden hoch
eingestellt sein müssen, und zwar um eine Entfernung, die dem Halbmesser eines Ringes
entspricht. Da nun die Schrauben abwechselnd das Geflecht aufnehmen und-wieder
abgeben, so müssen die Schrauben jedesr mal, wenn das seitliche Ende der Geflechts- +5
bahn erreicht ist, in ihrer Lage zueinander umgesteuert werden, derart, daß, die bis zu
diesem Augenblick höher stehende nunmehr um halbe Ringbreite tief er steht, und umgekehrt.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung in der Weise gelöst, daß die Drahtschrauben
nur mit ihren einander gegenüberliegenden Enden dadurch gegeneinander verstellt -werden,
daß die an sich bekannten, sie aufnehmenden, unten längsgeschlitzten: Schraubenhalter.
eine Schwingbewegung erhalten, wozu sie an ihrem dem Schraubenende entgegengesetzten
Ende drehbar befestigt sind. .
Um diese Schwingbewegung beider Schrau- p°
benhalter gleichzeitig zu erzielen,; werden sie
nach der Erfindung durch einen Hebelrahmen verbunden, an dem ein Hebel befestigt ist,
der mit einem Stift auf einer schiefen Ebene
schleift. Diese schiefe Ebene ist ihrerseits an einem Hebel befestigt, der von der Antriebswelle
der Maschine aus in den erforderlichen Zwischenräumen bewegt wird und dabei die schiefe Ebene mit verschiebt. Letztere Bewegung
überträgt sich, durch den: auf der schiefen Ebene schleifenden Stift auf den mit
den Schraubenhaltern verbundenen Hebel-
• rahmen, so daß also auf diese Weise die
Schraubenhalter die Schwingbewegung zur Verstellung der Schraubenenden in senkrechter
Richtung, gegeneinander erhalten. " '.'.
Bei der vorhin beschriebenen Art der Herstellung des Ringgeflechtes hängen die sogenannten
Schuppenreihen, d. h. die Ringreihen, längs denen sich die Ringchen wie Schuppen
oder wie Dachziegel übereinanderschieben
ίο lassen, senkrecht herab, so daß ein Zusammenfallen
des frei herunterhängenden Geflechts nicht eintreten kann. Hierbei ergibt sich aber, daß die wagerechten Ringreihen' abwechselnd
um eine halbe Ringbreite an jeder
!5 Seite zurücktreten oder vorstehen, was jedoch
die äußere Erscheinung des Ringgeflechts nicht beeinträchtigt, weil die beiden senkrechten
Kanten von Schuppenreihen gebildet werden. Doch muß dieser Geflechtsbildung ent-
ao sprechend bei Beginn einer jeden neuen Ringreihe das ganze Ringgeflecht um eine halbe
Ringbreite in der jeweiligen Arbeitsrichtung . verschoben werden, damit der erste Ring der
neuen Reihe in den letzten Ring der vorher-.
gehenden Reihe eingehängt werden kann;
darauf wird der zweite Ring in die beiden letzten Ringe der vorhergehenden Reihe eingehängt.
.
. Diese.-wagerechte Verschiebung des Ringgeflechtes, die gleichzeitig mit der vorhin besprochenen senkfechten Verstellung der Drahtschrauben, nämlich j edesmal vor Beginn der Herstellung einer neuen Ringreihe eintreten muß, wird gemäß der Erfindung von demselben Hebel bewirkt, der durch Verschieben der von ihm getragenen schiefen Ebene-die senkrechte Verstellung der Drahtschrauben erzielt.
. Diese.-wagerechte Verschiebung des Ringgeflechtes, die gleichzeitig mit der vorhin besprochenen senkfechten Verstellung der Drahtschrauben, nämlich j edesmal vor Beginn der Herstellung einer neuen Ringreihe eintreten muß, wird gemäß der Erfindung von demselben Hebel bewirkt, der durch Verschieben der von ihm getragenen schiefen Ebene-die senkrechte Verstellung der Drahtschrauben erzielt.
Dieser Hebel verschiebt bei seiner Schwingbewegung eine Welle in ihrer Längsrichtung,
welche Zahnräder trägt, die in zum Antriebe der Drahtschrauben dienende, ■ also
mit diesen verbundene Zähnräder eingreifen. Diese letzteren Zahnräder haben seitliche
Scheiben oder Bunde, gegen welche sich die auf der längsverschieblichen Welle sitzenden
Zahnräder legen, so daß bei einer Längsverschiebung der Welle die Antriebszahnräder
, der Drahtschrauben und damit diese selbst von der Welle mitgenommen werden.
Aus der vorstehenden Darstellung der Arbeitsweise einer solchen Ring-geflechtsmaschine
ergibt sich also, daß die das Ringge- : flecht tragenden Drahtschrauben verschiedene
Bewegungen machen müssen, nämlich eine . Bewegung in senkrechter Richtung beim
Wechseln des Aufnehmens und Abgebens des Geflephts, eine Bewegung in Richtung ihrer
Längsachse bei Beginn einer neuen Ringreihe, und schließlich eine aussetzende Drehbewegung
zum Aufnehmen der neuen Ringe und gleichzeitigen Abgeben des fertigen Geflechtes.
Diese aussetzende Drehbewegung der Drahtschrauben muß gleichfalls vor Beginn der- Herstellung einer neuen Ringreihe umgesteuert
werden. Diese ,Umsteuerungsbewegung ' wird zur Erzielung vollkommener
Gleichzeitigkeit der drei hier beschriebenen Umschaltungen von dem die Drahtsch^ben
senkrecht und wagerecht umstellenden Hebel 70 abgeleitet, und zwar mit Hilfe der von ihm in
der Längsrichtung verschobenen Welle. Diese Welle trägt nach der Erfindung einen festen
Kupplungsteil, welcher sie abwechselnd mit lose auf ihr drehbaren Zahnrädern kuppelt,
die von durch Exzenter bewegten Zahnsegmenten hin und her bewegt werden, so daß
dadurch auch die aussetzende Drehbewegung1
der Drahtschrauben erreicht wird, - weil bei dieser Anordnung die sie antreibende, längsverschiebliche
Welle stets nur in einem Sinne, und zwar bei jeder Kupplung abwechselnd in
der einen oder anderen Richtung aussetzend bewegt wird. Zur Sicherung der geschilderten
Arbeitsweise, vor allem des regelmäßigen Aufnehmens jedes neugeforrhten. Ringes,
durch die aufnehmende Drahtschraube; sind sogenannte Ringheber vorgesehen, nämlich
Hebel mit Stiftchen, welche unter die neugebildeten Ringe fassen und sie aus ihrer wagerechten
Läg'e in eine annähernd senkrechte Lage bringen, damit die aufnehmende Drahtschraube
sicher in den Ring einfassen kann. Auf jeder Seite des Geflechtes ist ein solcher
Ringheber angeordnet, von denen jedoch stets nur einer arbeitet, nämlich auf der Seite, auf
welcher die Ringe bei ihrer Bildung am weitesten über das fertige Ringgeflecht hinaustreten,
was sich daraus ergibt, daß die Ringe nicht vollkommen senkrecht herabhängen,
sondern in der senkrechten Reihe abwechselnd etwas nach der einen oder anderen Seite zur
Senkrechten geneigt sind. Demzufolge muß also am Ende einer fertigen Ringreihe und
vor Beginn einer neuen Ringreihe eine Um- i°5 steuerung der Ringheber erfolgen, derart, daß
der bisher bewegte ausgerückt und der bisher stillstehende Ringheber eingerückt wird.
Auch diese Bewegung der Ringheber vor Be-. ginn der Herstellung einer neuen Ringreihe
wird gemäß der Erfindung dem die Draht- ';,■■ schrauben senkrecht und wagerecht verstellenden
Hebel zugewiesen, der durch eine Hebel- - Übertragung mit den Ringhebern verbunden
ist, so daß er bei seiner Bewegung gleichzeitig H5 mit den vorbeschrie*benen Wirkungen auch
den Ringheber in der erforderlichen Weise umsteuert.
, Um die Drahtschrauben von dem Gewicht
des an ihnen herabhäng-enden Geflechts mögliehst zu entlasten, wird gemäß der Erfindung
an der zur wagerechten Umstellung der Draht-
schrauben längsverschieblichen Welle, die auch gleichzeitig die aussetzende Drehbewe-
„ gung auf die Drahtschraubeh überträgt, eine
• Auf nahmeschale. auf gehängt, und zwar in der
Weise, daß diese Schale an einer Mutter befestigt ist,, die auf der mit Gewinde ausgerüsteten
längs vefschieblicheri Welle sitzt. Auf
diese Weise wandert die Aufnehmeschale in-
• folge der aussetzenden Drehung dieser Welle ίο gleichmäßig mit der Geflechtsbildung hin und
her. ■■■-..-'. : .. ' ■ ■ .
Die Zeichnungen veranschaulichen die
Ringgeflechtsmaschine, soweit es zur Darstellung der Erfindung erforderlich ist.
Fig. ι ist eine Vorderansicht,
■ Fig. 2- eine Aufsicht dazu;
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Auf einer kurzen, unten am Maschinentisch ι in beliebiger Weise gelagerten Welle 2 (Fig. 1) sitzt ein Sperrzahnrad 3, das von der Hauptantriebswelle 4 der Maschine durch Vermittelung" von. hier nicht dargestellten Hebeln und einer Klinke in aussetzender Weise so bewegt wird, daß es eine volle Umdrehung macht, während zwei neue Ringreihen hergestellt werden. Mit dem Sperrzahnrade 3 auf der gleichen Welle 2 sitzt eine Hubscheibe 4, deren1 Umfang in zwei Teile getrennt ist, νοηΓ denen der eine einen größefen Durchmesser hat wie der andere. Gegen diese Hubscheibe 4 legt sich ein geknickter Hebel 5, der in seinem Knick am Mäschinentisch ι gelagert ist, mit seinem unteren Ende, das auf dem Umfange der Hubscheibe 4 schleift. Mit seinem oberen Ende faßt der Hebel 5 an einem wagerecht liegenden Winkelhebel 6 an, der in einer am Maschinentisch ι befestigten Hülse 60 mit seinem Zapfen 6j "drehbar gelagert ist. Das andere Ende dieses Winkelhebels 6 ist mit dem Mittelteil 7 einer Kupplungsvorrichtung auf der Welle 8 verbunden, so daß dieser Kupplungsteil 7 bei Bewegung des Winkelhebels 6 in seitlicher Richtung bewegt wird.
■ Fig. 2- eine Aufsicht dazu;
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Auf einer kurzen, unten am Maschinentisch ι in beliebiger Weise gelagerten Welle 2 (Fig. 1) sitzt ein Sperrzahnrad 3, das von der Hauptantriebswelle 4 der Maschine durch Vermittelung" von. hier nicht dargestellten Hebeln und einer Klinke in aussetzender Weise so bewegt wird, daß es eine volle Umdrehung macht, während zwei neue Ringreihen hergestellt werden. Mit dem Sperrzahnrade 3 auf der gleichen Welle 2 sitzt eine Hubscheibe 4, deren1 Umfang in zwei Teile getrennt ist, νοηΓ denen der eine einen größefen Durchmesser hat wie der andere. Gegen diese Hubscheibe 4 legt sich ein geknickter Hebel 5, der in seinem Knick am Mäschinentisch ι gelagert ist, mit seinem unteren Ende, das auf dem Umfange der Hubscheibe 4 schleift. Mit seinem oberen Ende faßt der Hebel 5 an einem wagerecht liegenden Winkelhebel 6 an, der in einer am Maschinentisch ι befestigten Hülse 60 mit seinem Zapfen 6j "drehbar gelagert ist. Das andere Ende dieses Winkelhebels 6 ist mit dem Mittelteil 7 einer Kupplungsvorrichtung auf der Welle 8 verbunden, so daß dieser Kupplungsteil 7 bei Bewegung des Winkelhebels 6 in seitlicher Richtung bewegt wird.
"Der Kupplungsteil 7 ist mit der Welle 8 durch einen Nutenkeil achsial beweglich verbunden. Durch Bunde, welche links und
rechts: von dem Kupplungsteil 7 mit der Welle 8 starr verbunden sind, wird der achsiale
Hub des Kupplungsteiles 7 auf der Welle 8 begrenzt und dadurch bei weiterer
seitlicher Be\iegung die Achse um halbe Ringbreite verschoben. Auf dieser Welle 8 sitzen
lose auf beiden Seiten des Kupplungsteiles 7 Zahnräder 9 mit seitlichen Kupplungsteilen 10.
Die Zähnräder werden durch Zahnsegmente .11, welche an Hebeln 12 sitzen, hin und .her
gedreht. Die Hebel 12, die zweckmäßig bei
■ ·_■ 13 am Maschirientisch 1 gelagert sind,/Werden
von den: auf der Hauptantriebswelle 4 sitzenden Exzentern 14 mit Hilfe, der Exzenterstangen
15 bewegt. Da die Zahnräder 9 demnach dauernd hin und zurück gedreht werden,
so sind die Kupplungen 7X und 10 in bekannter
Weise so ausgebildet, daß die Welle 8 stets 65 , nur in einer Richtung mitgenommen wird,
und zwar abwechselnd in der einen oder in der änderen Richtung, je nachdem der Kupplungsteil
7 mit dem einen oder mit dem anderen Zahnrade gekuppelt ist. Außerdem erhält die
Welle 8 auf diese Weise eine aussetzende Drehbewegung, weil sie nur bei dem Hinoder
bei dem Hergange eines der Zahnräder 9
; mitgenommen wird.
Die Welle 8 geht über die ganze Maschine hin und dient zum Antriebe der zum Aufnehmen
und Abgeben des Ringgeflechts 'dienenden Drahtschrauben. Diese Drahtschrauben 16 sind mit ihrem vorderen, das Geflecht
aufnehmenden Ende in Haltern 17 untergebracht, die eine durchgehende Bohrung besitzen,
in "der jede Schraube lagert. Diese Bohrung ist unten längsgeschlitzt, damit hier
das Ringgeflecht getragen werden kann.
Die" beiden Halter 17 sind jeder für sich
auf einem Bock 18 gelagert, der .an seiner anderen
Seite ein Lagerstück 19 durch die Schraubenbolzen 20 befestigt trägt. Dieses
Lagerstück 19 hat eine Bohrung zur Aufnahme der Drahtschraube'16 und trägt ferner
ein mit seitlichen Bunden ausgestattetes Zahnrad 21, welches mit der Drahtschraube
16 verbunden ist, so daß sich die Drahtschraube mit diesem Zahnrade mitbewegen
muß. .·■-.·■
Γη diese Zahnräder 21 greif en Zahnräder 22
auf der Welle 8 ein, so daß also entsprechend der Drehbewegung dieser Welle die Zahnräder
2 r und damit die Drahtschrauben in aussetzender Weise in dem einen oder in dem
anderen Sinne gedreht werden.
Die Zahnräder 22 sind auf der Welle 8 starr
befestigt;' sie greifen in die Zahnräder 21 ein,
und zwar passen sie genau zwischen die Bünde 2io dieser Zahnräder. Dadurch wird
erreicht, daß eine Verschiebung der Welle 8
in ihrer" Längsrichtung auch die gleiche Bewegung
der Zahnräder 21 mit den Drahtschräuberi
16 zur Folge haben muß. ,< Um dies zu ermöglichen, sind die Zahnräder 21 mit den
Drahtschrauben 16 jedes für sich durch eine hier nicht besonders dargestellte zylindrische
Achse starr verbunden, welche in dem Lagerstück 19 dreh- und längsverschiebbar gelagert
ist. Dadurch wird die seitliche Abschiebung n5
der Drahtschrauben bei Beginn einer neuen Ririgreihe um eine halbe Ringbreite erreicht.
Die gleiche Bewegung wird auch gemäß der Erfindung zur Umsteuerung der Drahts'chrau- (
ben in ihrer gegenseitigen Höhenlage ausge- Ί20
nutzte Mit den Drahtschräubenhaltern 17
sind, um den gleichen Drehzapfen schwingend,
aufrecht stehende Äfme 23 verbunden,' welche
durch eine Stange 24 zu einem rahmenärtigen Gestell vereinigt sind. Der eine dieser Arme
23 ist als Winkelhebel ausgebildet und hat
5: einen annähernd wagerecht liegenden Arm 25,
der an seinem Ende mit einem kleinen, genau einstellbaren Stift 26 auf einer am Winkelhebel
6 befestigten schiefen Ebene 27 aufliegt.
Durch die Bewegung des Winkelhebels 6 und des damit verbundenen Kupplungsteils 7
wird die Drehungsrichtung und die 'Längsverschiebung der Welle 8 und der damit verbundenen
Zahnräder 21 und 22 gewechselt. Der wagerechte Arm 25 wird durch die Ver-
J5 Schiebung der schiefen Ebene 27 mit dem
Winkelhebel 6 ah seinem, Ende bei dem Stift 26 abwechselnd gehoben, gegen die der Arm
durch eine nicht weiter gezeichnete Feder angedrückt wird. Diese Verschiebung der
schiefen Ebene 27 verursacht durch den Stift 26 eine wenn auch geringe Schwingung des
. Armes 25 und dadurch auch der beiden Arme 23 sowie der mit diesen verbundenen Schraubenhalter
17, und zwar derart, daß bei jeder Verschiebung der Welle 8 der eine Halter 17
gehoben und der andere gesenkt wird. Da • der Unterschied der Schrauben in der Höhenlage
ungefähr, einen halben Ringdurchmesser .. beträgt, so kann die Drahtschraube nur mit
ihrem vorderen Ende gehoben oder gesenkt werden, ohne ihre Antriebsvorrichtung zu beeinflussen.
Es genügt, wenn zwischen dem Halter 17 und dem Lagerstück 19 die Drahtschraube
in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise frei liegt, um die erforderliche, sehr geringfügige
Biegung der Schraube zu ermöglichen. Die beiden Ringheber 28, welche hier nur angedeutet sind, da ' ihre Bauart und Wirkungsweise
nicht zur vorleigenden Erfindung gehört, werden gemäß der Erfindung ebenfalls von dem Winkelhebel 6 aus umgesteuert.
Zu diesem Zweck ist ein bei 29 auf dem Maschinentisch gelagerter doppelarmiger Hebel
30 vorgesehen, mit dessen linken Arm der Winkelhebel 6 (Fig. 2) in Wirkungsverbini
dung steht. - Mit seinem arideren Arm legt sich .der Hebel 30 gegen einen Hebelarm 31,
der auf einer fest am Maschinentisch gelagerten Achse 32 fest sitzt. Diese Achse 32 trägt
ebenfalls fest' einen Arm 33, der durch eine ■ Stange 34 mit einem ähnlichen, auf der gegenüberliegenden
Seite am Maschinentisch drehbaren Arm 35 verbunden ist. Diese beiden
Arme '3 3 und .35 tragen nun Hebel als Antriebsvorrichtungen für die Ririgheber 28 und
sind so eingestellt, daß stets nur ein Ringheber von seinem Antriebshebel betätigt oder
erreicht werden kann. Durch Umlegen des , Doppelhebels 30 von deri Winkelhebeln 6 aus
wird abwechselnd der eine oder der andere Ringheber eingerückt, je nachdem, welcher
der Arme1 33 und 35 seine Antriebshebel mit
dem 'Ringheber■'. in Wirkungsverbindung
bringt. " - : .'■ :\ ' \ '■'■■■■ '■ ~ ■' .
.; Wie vorhin beschrieben, wandert das Ring1-geflecht
bei seiner Anfertigung an dem Punkt, wo-.die Ringe gebildet werden, in der einen
oder arideren Richtung vorbei, so daß schließlich, wenn eine Ringreihe fertig ist, das ganze
Geflecht an der einen oder an der anderen Schraube hängt. Hat das" Geflecht erst eine
gewisse Länge erreicht, so weist es auch ein nicht unbeträchtliches Gewicht auf/ das auf
die Schrauben einwirkt. Ist es so lang geworden,
daß es auf dem Boden oder einem Aufsatz unter der Maschine aufliegt, so wird zwar, ein Teil· des Gewindes den Drahtschrauben
abgenommen, dafür tritt aber am Ende j eder Ringreihenbildung, ein schräger Zug ein,
ίηςίεηι sich die Geflechtsbahn von ihrer Unterlage
aus schräg einstellt und auch Falten wirft. ■
Um diese Übelstände zu beseitigen, ist die Welle 8 mit Gewinde versehen, so daß mit
Hilfe der Halbmutter 36 ein Arm 37 mit einer Aufnahmeschale 38 an dieser Welle aufgehängt
werden kann. Der Arm 37 geht durch einen Schlitz 39 im Maschihentisch hindurch.
Das Gewinde der Welle 8 hat nun eine solche Neigung, daß die Schale 38 sich stets
gleichmäßig mit dein Ringgeflecht seitlich verschiebt. Da die W1 eile 8, wie vorhin beschrieben,
nach Beendigung jeder Ringreihe und vor Beginn einer neuen Ringreihe in
ihrem Drehungssinn umgesteuert wird, so erhält auf diese Weise auch die Aufnahmeschale
38 die gleiche Hin- und Herbewegung wie das Ringgeflecht, so daß dieses stets
gerade herunterhängt und sich in Falten auf die Aufnahmeschale legt.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht, bei welcher das Ringgeflecht von zwei Drahtschrauben getragen wird, welche abwechselnd die neugebildeten Ringe aufnehmen und das fertige Geflecht abgeben, wozu sie mit ihren das Geflecht aufnehmenden Teilen in unten längsge- «» schlitzten Haltern oder Führungen liegen, welche zur Umstellung der Schrauben senkrecht gegeneinander bei Beginn jeder neuen Ringreihe verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenhalter zum Wechsel des Aufnehmens der Ringe und Abgebens des Geflechtes eine . ' Schwirigbewegung ausführen.
- 2. Maschine riach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenhalter " (17) durch einen'Hebelrahmen (23, 24) ·· verbündet! sind, wobei der eine Teil die-ses Rahmens als Winkelhebel (25) ausgebildet ist und mit einem verstellbaren Stift (26) auf einer schiefen Ebene (27), die an einem Hebel (6) befestigt ist, schleift, so daß bei seitlichem Verschieben der schiefen Ebene (27) infolge einer entsprechenden Schwingbewegung des Hebels (6) durch das Schleifen des Hebelarmes (25) mit seinem Stift (26) . auf- der Schrägfläche (27) eine Schwingbewegung des Hebelrahmens (23, 24) und damit die. Umstellung der Drahtschrauben (16) in senkrechter Richtung erfolgt.
- 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umsteuerung der Schrauben (16) in senkrechter Richtung bewirkende Hebel (6) bei seiner Schwingbewegung gleichzeitig eine Welle (8) in ihrer Längsrichtungverschiebt, welche Zahnräder (22) trägt, die mit entsprechenden, zur Bewegung der Schrauben (16) dienenden, mit seitlichen Bunden ausgestatteten Zahnrädern (21) in Eingriff stehen, welche mit den Drahtschrauben (16) in Verbindung stehen und ebenso wie die schwingbaren Schraubenhalter (17) an Böckenvoder Schlitten (18) sitzen, so daß bei Fertigstellung einer Ringreihe oder vor Beginn der Herstellung einer neuen Ringreihe die Schrauben(16) mit den dazugehörigen Teilen um halbe Ringbreite in wagerechter Richtung verschoben werden.-
- 4. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Hebel (6) bei Beginn der Herstellung jeder neuen Ringreihe wagerecht verschobene Welle (8) sich durch einen fest auf ihr sitzenden Kupplungsteil abwechselnd mit lose auf ihr drehbaren Zahnrädern (9) kuppelt, welche von durch Exzenter (14) bewegten Zahnsegmenten1 (11) hin und her bewegt werden, so daß die Welle (8) stets nur in einem Sinne, und zwar bei jeder Kupplung abwechselnd in der einen oder anderen Richtung aussetzend bewegt wird. ' :"; .. ' '
- 5. Maschine nach-Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umsteuerung der Schrauben (16) und die Längsverschiebung der Welle (8) und damit den Wechsel der Drehrichtung der Schrauben wie auch ihre wagerechte Verschiebung bei jedem Ringreihenwechsel bewirkende Hebel (6) gleichzeitig durch Vermittelung einer geeigneten Hebelübertragung (30-35) die zum Aufrichten der neugebildeten . Ringe dienenden Ringheber (28) abwechselnd in und außer Wirkung setzt.
- 6. Maschine nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Antriebszahnräder (22) für die Drahtschraubenzahnräder (21) tragende Welle (8) mit. Gewinde versehen ist und an einer auf ihr beweglichen Mutter (36) eine Aufnahmeschale (38) für das fertige Ringgeflechtträgt, die mit dem Geflecht entsprechend der hin und her schreitenden Ringbildung mitwandert.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE309528C true DE309528C (de) |
Family
ID=562677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT309528D Active DE309528C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE309528C (de) |
-
0
- DE DENDAT309528D patent/DE309528C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE309528C (de) | ||
| DE485433C (de) | Maschine zur Herstellung von Gittern fuer Verwendungszwecke aller Art, insbesondere als Bienenkoeniginabsperrgitter | |
| AT84568B (de) | Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht. | |
| DE2543567C3 (de) | Übergabevorrichtung zum gleichzeitigen Übergeben vo n Artikeln | |
| DE526621C (de) | Maschine zur selbsttaetigen Herstellung einer Schmuckkette, deren Gliedkette aus zwei ovalen, einundeinhalb Windungen umfassenden, ineinandergeschobenen und seitlich flach gepressten Drahtschrauben bestehen | |
| DE917242C (de) | Vorrichtung zum Einziehen des Drahtes oder von Stangenmaterial od. dgl. an Universal-Biegemaschinen und aehnlichem | |
| DE950248C (de) | Vorrichtung zum Einsetzen und Ausheben der Arbeitswerkzeuge von Wurzelfruchterntemaschinen | |
| CH131968A (de) | Grabmaschine mit mehreren Spaten. | |
| DE146268C (de) | ||
| DE630069C (de) | Vorrichtung zum UEberfuehren einer Anzahl von zu verpackenden Gegenstaenden, wie Zigaretten o. dgl., von einem ununterbrochen vorwaerts bewegten auf ein anderes parallel dazu laufendes Foerderband | |
| DE240213C (de) | ||
| DE242279C (de) | ||
| DE2419231B2 (de) | Vorrichtung zum schrittweisen Gittertransport um unterschiedliche Beträge bei einer Gitterschweißmaschine | |
| DE380562C (de) | Selbsttaetige Schneidvorrichtung fuer Tonstrangpressen | |
| DE851792C (de) | Ausstossvorrichtung fuer Stauch- u. dgl. Maschinen | |
| DE434499C (de) | Drahtricht- und Abschneidemaschine | |
| AT78478B (de) | Maschine zur Herstellung von Ringgeflecht. | |
| DE1585489B2 (de) | Nadelsteuereinrichtung für eine flache Ränderkulierwirkmaschine | |
| DE323356C (de) | Zufuehrung fuer zwei zur Herstellung von Ringgeflecht dienende Draehte | |
| DE133151C (de) | ||
| DE398471C (de) | Vorrichtung zum Regeln der Messerschlitten-Verschiebungsgeschwindigkeit bei Strangzigarettenmaschinen | |
| DE498980C (de) | Bogeneinlegemaschine | |
| DE590859C (de) | Flache Kulierwirkmaschine | |
| AT17278B (de) | Maschine zur Herstellung von Zwirnknöpfen. | |
| DE222256C (de) |