DE30784C - Pumpe mit oscillirendem Kolben - Google Patents

Pumpe mit oscillirendem Kolben

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DE30784C
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DE
Germany
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piston
pump
pipe
housing
pressure
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30784D
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English (en)
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F. D. MALTBY und DE B. WlLMOT in New-York; V. St. A
Publication of DE30784C publication Critical patent/DE30784C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
    • F04C9/00—Oscillating-piston machines or pumps
    • F04C9/002—Oscillating-piston machines or pumps the piston oscillating around a fixed axis

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 59: Pumpen.
Pumpe mit oscillirentlem Kolben.
Patentirf im Deutschen Reiche voitl 18» September 1883 ab.
Bei den Pumpen mit oscillirendem Kolben schwingt vielfach der Kolben entweder in dem - cylindrischen Gehäuse allein gegen ein fest liegendes Ventilgehäuse, das dann zwei Druckventile enthält. Der Flüssigkeitseintritt findet dann durch die hohle Achse hindurch statt, oder es schwingt das die Druckventile enthaltende Gehäuse gegen eine feste Trennungswand, zu deren Seiten die Saugventile liegen, oder endlich es schwingt das cylindrische Gehäuse zugleich mit dem gegen das feststehende Ventilgehäuse schwingenden Kolben.
Namentlich in diesem letzteren Falle bedarf es zur Bewegungsumkehrung eines ziemlichen Aufwandes an Kraft, da jedesmal die-Trägheit einer grofsen Masse überwunden werden mufs, und bei allen Vorzügen, welche diese oscillirenden Pumpen dadurch in sich schliefsen, dafs sie zwei Satz Saug- und Druckventile in einem einzigen zweitheiligen Ventilgehäuse vereinigen, lassen sie aus dem erwähnten Grunde in Bezug auf Bequemlichkeit ihrer Handhabung doch zu wünschen übrig.
Bei der vorliegenden Einrichtung wird diesem Uebelstande dadurch begegnet, dafs das zweitheilige Ventilgehäuse gleichzeitig als Kolben dient, welcher mit seiner zur Zu- und Ableitung der Flüssigkeit dienenden hohlen Achse gegen den feststehenden Kolben eines festen Gehäuses hin- und herschwingt. Dadurch wird einerseits die zu bewegende Masse bedeutend vermindert, andererseits resultirt daraus aber auch der Vortheil, dafs die Dichtungen wegen des verminderten Flächendrucks bei der Bewegung viel länger in Stand gehalten werden.
Auf beiliegender Zeichnung sind Pumpen dieses Systems dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Pumpe mit als Kolben dienendem verticalen Ventilgehäuse und verticaler, als Steigrohr dienender hohler Drehachse im Verticalschnitt; Fig. 3 und 5 veranschaulichen Modifikationen mit horizontal liegendem Gehäuse, Fig. 1 bis 8 zeigen weitere Modifikationen, die hauptsächlich nur die besonderen Anordnungen der Druckleitungen und der Ventile in dem schwingenden Gehäuse zum Gegenstande haben.
Bei der Einrichtung in Fig. 2 kann man das als Kolben fungirende Ventilgehäuse w mittelst der oben am Rohre/ sitzenden Handhabe H hin- und herdrehen. Dieses Rohr/ liegt im Innern eines den oberen Gehäusedeckel mit der Flurplatte B verbindenden Rohres b, das nach oben in Form eines Pfostens -D verlängert ist, innerhalb dessen die oberen Oeffnungen i des Steigrohres/ an einer Erweiterung des Pfostens direct mit dem Ausgufs bl communiciren. In diesem Falle ist als Beispiel der Ausgufs b1 über einer Badewanne E angeordnet.
Ebensogut kann man die Pumpe aber auch horizontal anordnen, wie in Fig. 3 dargestellt. Hier wird das als Kolben dienende zweitheilige Ventilgehäuse mittelst eines am Pfosten D drehbaren Hebels H mit Stange η und Hebel m gedreht. In Fig. 5 ist ein Ständer D für den Winkelhebel H unabhängig vom Druckrohr/, das oben bei bl gegen die Wanne hin abwärts .gebogen ■ ist, angeordnet.
Bei der in Fig. ι dargestellten Druckpumpe ist das Gehäuse A durch Streben W mit der Einmauerung eines Brunnens fest verbunden und mittelst Griffes K und Stockschlüssels J kann das Rohr Z), welches an dem hier wieder als Kolben fungirenden Ventilgehäuse E sitzt, gedreht werden; hierbei entweicht die Flüssigkeit durch Oeffnungen η des Rohres D, welche innerhalb eines Aufsatzes F liegen, der den Anschlufsstutzen G für das nach aufwärts führende Druckrohr S trägt. Der als Saugrohr dienende Theil des Rohres D ist unten mit Saugkorb / und Klappenventil m versehen.
Die horizontale Anordnung des Griffes K in dem Ständer 7 macht die Handhabung der Pumpe weniger anstrengend, als wenn die Drehung der Handhabe in verticaler Ebene erfolgt. Das in dem Druckrohr stehende Wasser kann durch den unteren, mittelst Stange ρ und Hebels ο einstellbaren Hahn Habgelassen werden. Wünscht man nicht das Rohr b nach unten hin unnöthig lang zu machen, so kann man, wie' in Fig. 4 dargestellt, mittelst einer zugleich als Stopfbüchse dienenden Schraubmuffe M ein die untere Verlängerung bildendes Rohr D1 an das feste Gehäuse anschliefsen.
Bei der Modification in Fig. 6, 7 und 8 ist das als Kolben dienende Ventilgehäuse mit parallelen Seitenwänden versehen, welche, nur an der Stelle nahe am Kolbenrohre gegen einander geneigt sind. Dementsprechend ist die den ringförmigen Raum theilende, am Aufsengehäuse sitzende Wand D gestaltet, so dafs an dieser der Kolben in seiner Endposition schliefsend anliegt, Fig. 6.
In beiden Seiten des Gehäuses C sind Ventilsitze w mit durch eine Zwischenfeder ν schliefsenden Druckventilen f1 und ähnlich nach aufsen öffnenden Saugventilen f angeordnet. Letztere werden durch am Gehäuse sitzende Flachfedern g niedergehalten. Bei dieser Einrichtung sind die Seitenwände des Kolbens bei geschlossenen Ventilen völlig eben, so dafs diese Pumpe auch sehr gut als Luftpumpe benutzt werden kann, da zu schädlichen Expansionen Anlafs gebende todte Räume gänzlich vermieden sind.1

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Pumpen mit oscillirendem Kolben, in welchem in zwei getrennten Abtheilungen die Saug- und Druckventile untergebracht sind, die Anordnung der hohlen Kolbenwelle in der Weise, dafs das eine Ende als Saugrohr und das andere als Druckrohr dient, wobei die Drehbewegung auf den Kolben entweder direct durch das Druckrohr, Fig. 2, oder bei festem Druckrohr durch besondere Mittel übertragen wird, Fig. 1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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