DE30731C - Neuerung an Apparaten zum Abschleudern von Flüssigkeiten aus breiigen Masken - Google Patents

Neuerung an Apparaten zum Abschleudern von Flüssigkeiten aus breiigen Masken

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DE30731C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30731D
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English (en)
Original Assignee
M. M. rotten in Berlin SW., Königgrätzerstrafse 97
Publication of DE30731C publication Critical patent/DE30731C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B7/00Elements of centrifuges
    • B04B7/08Rotary bowls
    • B04B7/10Bowls for shaping solids

Landscapes

  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Zusatz zum Patent No. 30381 vom 1. Juni 1884.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1884 ab. Längste Dauer: 31. Mai 1899.
Vorliegende Neuerungen beziehen sich theilweise auf Aenderungen in der Anordnung der Centrifuge, um den Raum derselben mehr ausnutzen zu können, theils auf das Gestell zum 'Zusammenbauen der Formen, um den Raum, den die Formen im Fabrikationsbetrieb einnehmen, möglichst zu verringern, und endlich auf eine Anordnung zum raschen Füllen der Formen.
Wird beabsichtigt, die aus den inneren Trommelöffnungen der in dem Haupt - Patente beschriebenen Centrifuge ausgeschleuderten Flüssigkeiten durch den Inhalt der äufseren Trommelwandung hindurchzuschleudern,. so können auch die inneren Trommelmäntel b (Fig. 1 und 2 des Haupt-Patentes) fortgelassen und nur die geraden Siebplatten s s, welche das Polygon bilden, in geeigneter Weise mit dem äufseren Trommelmantel fest verbunden werden.
In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung ist auf der linken Seite bei A diese Anordnung dargestellt; hier ist α der äufsere Trommelmantel, s s sind die geraden Siebplatten zur Bildung des äufseren Polygons und S S die geraden Siebplatten zur Bildung des inneren Polygons, welche in fester Lage an dem Zwischenstück m befestigt sind und für mehr als zwei Trommeln in der gleichen Weise angeordnet sein können. Es hat diese geänderte Anordnung den Zweck, in radialer Richtung der Trommel möglichst Raum zu ersparen, indem dadurch die Siebplatten SS um so viel den Siebplatten s s näher gerückt werden können, als die Höhe des Kreisabschnittes des inneren Trommelmantels bei der früheren Anordnung mit rundum laufendem inneren Trommelmantel beanspruchte.
Werden in der Centrifugentrommel Massen bearbeitet, welche in besonders niedrigen Formen ausgefüllt sind, dafs es nicht erforderlich wird, die letzteren zur bequemen Handhabung mit Handgriffen zu versehen, so kann die Anordnung der Siebplatten S S auch so getroffen werden, wie die rechte Seite der Fig. 1 und 2 bei B zeigt, bei welcher Anordnung diese Siebplatten auch noch in radialer Richtung verschiebbar sind. Dabei würden die Siebplatten S S während der Schleuderarbeit auf den äufseren Formen bezw. - dem Inhalt derselben die erforderliche feste Lagerung finden, was wegen des geringen Gewichtes der Formen selber, wie auch ihres Inhaltes ohne Bedenken geschehen kann. Die Verschiebung der Siebplatten S S in der Richtung des Trommeldurchmessers ist hier erforderlich, um beim Herausnehmen und Wiedereinsetzen der Formen // den nöthigen Raum für die Finger der Hand zu finden, welche die Form fassen und festhalten, wobei die inneren Siebplatten S1 S auch leicht ganz herausgenommen werden können, um ein leichtes Hantiren der äufseren Trommelbeschickung beim Einsetzen und Herausnehmen zu ermöglichen.
Behufs noch gröfseref Erleichterung des Einsetzens der Formen in die einzelnen Abtheilungen der Centrifugentrommel, ohne deren bestimmte und ' feste Lage gegenüber den Polygonflächen zu alteriren, sind die Gleitstücke m, welche zur Befestigung der Siebplatten 5 S dienen, wie in Fig. 2 dargestellt, in. Form von radial zur Trommel stehenden Wänden w gebildet, welche entweder, in der Bewegungsrichtung der Trommel angeordnet, als Mitnehmer oder, entgegengesetzt angeordnet, als Stütze für die eingesetzten Formen dienen. Beim Einsetzen der Formen braucht dann nur. darauf gesehen zu werden, dafs die Form an die Wand w herangerückt wird, wodurch dieselbe von dem Beginn der Schleuderarbeit stets in der richtigen Lage sich befindet, während für jede Form ein genügender seitlicher Spielraum vorhanden bleibt, um das Ein- und Ausheben der Formen ohne Mühe und bequem bewerkstelligen zu können.
Diese Wand w kann auch, wie ih der Fig. 2 unten bei C dargestellt, treppenförmig angeordnet werden, damit die aus der inneren Trommelbeschickung abgeschleuderte Flüssigkeit, welche die Siebplatten S S in tangentialer Richtung verläfst, mit Sicherheit noch die Masse der äufseren Trommelbeschickung trifft, um auch durch diese hindurchgeschleudert zu werden, da bei dieser treppenförmigen Anordnung der Wand w die Formen, wie in der Zeichnung dargestellt, gegen einander etwas versetzt in der Trommel zu stehen kommen, wodurch die sonst entstehende Vorauseilung der aus der inneren Beschickung abgeschleuderten Flüssigkeit wieder eingeholt und die letztere gezwungen wird, durch die äufsere Trommelbeschickung hindurch zu gehen.
Die Wand w kann aüfserdem an der zur Anlage der Formen dienenden Seite auch mit Gummi belegt werden, falls solches sich in einem gegebenen Falle zweckdienlich erweist.
Der in dem Haupt-Patente beschriebene Umschlufsrahmen für eine ganze Anzahl Formen ist jetzt zu einem fahrbaren, wagenartigen Gestell umgebildet worden, und zwar, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt, in der Weise, dafs je eine Hälfte der Wagentischplatte einen Umschlufsrahmen für sich bildet. Es ist zu diesem Zwecke die Mittelwand und eine Endwand mit der Tischplatte fest verbunden, während die beiden Seitenwände und die andere Endwand, welche letztere aus zwei Hälften besteht, abgenommen werden können. Das Wesentliche an diesen Wagen besteht darin, dafs die Tischplatte um eine Achse gedreht, dieselbe also in die geeignete Lage gebracht "werden kann, welche erforderlich ist, um die, Formen leicht in die Umschlufsrahmen R einbauen und fest einschliefsen zu können, während hierdurch auch ermöglicht ist, den für diese Füllwagen erforderlichen. Raum (etwa um die Hälfte) zu vermindern, was für den Betrieb von besonderer Wichtigkeit ist.
Die Arbeit mit diesen Wagen ist folgende: Die Tischplatte mit den aus dessen Mittel- und Seitenwänden gebildeten Rahmen R wird um die Achse h so weit gedreht, bis dieselbe auf der Stütze i festliegt, in welcher Lage dieselbe durch irgend eine Befestigungsvorrichtung (etwa einem Stift r) gehalten wird. Sodann werden, wie in dem Haupt-Patente an dem Gestell mit schräger Fläche beschrieben, die Formen aufgebaut, wobei letztere schon durch ihr Eigengewicht in eine feste Lage kommen, dann werden die beiden Seitenwände und die halben Endwände eingefügt, erstere durch Riegel oder sonst welche Vorrichtungen befestigt und darauf mittelst der Schrauben q auch die Endwandungen fest gegen bie Formen angespannt. Ist diese Arbeit beendet, so werden die Wagen, wie in Fig. 5 angedeutet, an einander geschoben und bleiben in dieser Stellung so lange, bis die Befüllung der Formen erfolgt. Zu letzteren wird die Tischplatte in die horizontale Lage gebracht (wobei die Stütze k als Auflager dient) und durch den Stift r in dieser Lage festgestellt. Sobald das Ausfüllen beendet und die Füllmasse erstarrt ist, kann die Tischplatte wieder in die schräge Lage gebracht und die Wagen, wie Fig. 5 zeigt, an einander geschoben werden. Die Schrägstellung der Tischplatte gewährt noch den Vortheil, dieselbe auch bequem abwaschen und reinigen zu können. Durch die vorbeschriebene Anordnung der Wagen wird ermöglicht, mit der Hälfte des sonst erforderlichen Raumes auszu-. kommen, so dafs beispielsweise bei Verwendung der Apparate in der Zuckerfabrikation nicht mehr Grundfläche im Füllraum nöthig ist, als sonst bei der Hutzuckerfabrikation dem Gewichte der Füllmasse nach erforderlich war, was bisher zu erreichen nicht möglich gewesen.
Um das Befüllen der flachen Formen, welche in den Umschlufsrahmen .auf den Wagen gelagert sind, schnell und bequem vornehmen zu können, wird der in den Fig. 6 und 7 abgebildete Füllapparat verwendet. Derselbe besteht aus dem Füllrohr A, welches mittelst des angegebenen Stutzens mit dem Hauptfüllrohr bezw. der Füllmafspfanne verbunden ist. Unter dem Rohr A ist der ganzen Länge nach ein Walzenhahn B angeordnet, welcher durch den Hebel % eingestellt wird. Das Hahngehäuse hat, nach unten zeigend, eine schlitzförmige Ausflufsöffnung von der Breite der zu befüllenden Wagen C bezw. der auf diesen gelagerten Formen /. Unter dieser Ausflufsöffnung wird der Wagen während der Befüllung durchgeschoben. Da aber die Wagen auch bei bester Ausführung immer kleine seitliche oder
Höhenausweichungen auf dem für dieselben angebrachten Schienengeleise machen, so ist die Füllrinne D, welche auch nöthig ist, um das Einfliefsen der Füllmasse gut beobachten zu können, beweglich an den Hebeln χ angeordnet, welche an ihren Enden mit kleinen Rollen versehen sind, um auf den Wagenwänden zu laufen, wodurch ermöglicht ist, dafs die Füllrinne JD immer in gleichem Abstande von den zu befüllenden Formen bleibt. Ferner sind an einem Querstabe zwischen den beiden Hebeln χ die in horizontaler Ebene sich bewegenden Rollen- angeordnet, welche an der hierfür erhöhten Mittelwand des Wagens gleiten und die Füllrinne in seitlicher Richtung stets richtig führen.
Die Füllrinne D reicht, wie aus der Zeichnung ersichtlich, nicht bis dicht an die Formen, sondern bleibt in einem gewissen Abstande über denselben, damit beim Vorschieben der Wagen über den befüllten Formen noch kurze Zeit Füllmasse als Material zum Nachfüllen der Formen beim etwaigen Nachsinken der Masse beim Erstarren vorhanden ist, wobei :ein besonderer Abstreicher ν mit Hebel und Gewicht angedrückt, in entsprechender Entfernung von der Füllrinne D angeordnet ist, welcher das glatte Abstreichen der nun ganz ivoll befüllten Formen bewerkstelligt.
Das Füllrohr A kann eventuell, wie in der Zeichnung angegeben, mit doppelter Wandung versehen sein, um, wenn es sich um Zuckerfüllmasse handelt, solche im Füllapparat durch Dampf, welcher in den Mantel eingelassen wird, gut heifs zu erhalten, wobei der zwischen den Doppelwandungen entstehende Raum bei anderen Massen noch erforderlichenfalls für eine Kühlung derselben benutzt werden kann. Selbstverständlich kann man bei Erfordernifs an Stelle eines Walzenhahnes B auch mehrere hinter einander am Füllrohr A anordnen und in solchem Falle die Walzenhähne auch durch einen Schieber mit so viel Schlitzöffnungen, als Ausflüsse vorhanden sind, ersetzen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . An der Centrifugentrommel mit zwei oder mehr concentrischen Trommelwandungen die Bildung der inneren Mantelflächen durch gerade Siebplatten 5 S, Fig. ι und 2, ohne Anordnung von besonderen Mänteln, wobei diese Siebplatten entweder an den Zwischenstücken m befestigt sind oder in dieselben auch lose eingeführt werden können.
    .2. Die Anordnung der Zwischenstücke m in Form radialer Wände ψ, welche als Anlageflächen für die Formen dienen und eventuell auch treppenförmig gestaltet sein können, so zwar, dafs die Formen der inneren Beschickungen eine um etwas gegen die der äufseren Beschickung zurückverschobene Lage erhalten.
    3. Ersatz des in dem Haupt-Patente dargestellten Umschlufsrahmens und Füllgestelles durch die in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Füllwagen mit der um eine Achse drehbaren Tischplatte und den Umschlufsrahmen R, zum Zweck, eine gröfsere Anzahl flacher Formen bequem neben einander in fester Lage zu einander aufbauen zu können und gleichzeitig Raum zu ersparen, indem die ,Wagen unbefüllt oder befüllt mit schräg gestellter Tischplatte an einander geschoben werden.
    4. Der zum Füllen der zusammengebauten Formen benutzte Apparat, bestehend aus der Combination des Füllröhres A mit dem Füllhahn B (von welchem auch mehrere hinter einander angeordnet oder durch einen Schieber ersetzt sein können), der Füllrinne D und dem Abstreicher v.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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